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Geschäftliches.

Auszeichnung. Die bekannte Firma Kaisers Kasfeegeschäft G. m. b. h. wurde in Anerkennung ihrer hervorragenden Erzeugnisse und Leistungen vom Preisgerichte der Großen Ausstellung für Ge­sundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leidesübun- gen0 e | o l e i" Düsseldorf 1926 mit der Goldenen Medaille der Ausstellung ausgezeichnet.

unter An- mißhandelt der Straße haben. Der

Große üorbe* Wil- zehn die er

mit fiim- nichts von

gcHagte soll nachts anläßlich der Dutenhofen einen anderen Burschen Wendung eines Messers körperlich und den Nachtwächter, der ihn auf

wieder zurück, da er die schärfen konnte. Weaen Ausfuhr verurteilte Ihn gerichl zu 8000 Mark 5 0 0 0 Mark als durch büßt gelten.

verbotener Sin- und das Kleine Schössen- G e l d st r a f e. wovon die Untersuchung ver-

Ein Einbrecher za acht Jahren Zuchthaus verurteilt. WSN. Kassel, 12. Nov. Das

Gerichtssaal.

Untreue eines GaswerkdirektorS.

* Darmstadt, 12. Noo. Das Bezirks­schöffengericht verurteilte den Leiter des städtischen Gaswerks in Langen, Ernst Timon, der 2135 Mark Amtsgelder unter­schlagen und für noble Passionen verbraucht hatte, zu einem Jahr Gefängnis.

Bestrafte Molorradraserei.

WEN. Frankfurt a.M., 12. Nov. Tin junger Kaufmann namens Remigius Funk schnurrte, nachdem sein alter Traum, der Besitz eines Motorrads, in Erfüllung gegangen war, wie ein junger Gott in Frankreich durch die Straßen. Dabei passierte ihm das Malheur,

WSN. Frankfurt a.W.. 12.Rov. In der Inflationszeit schob der Kaufmann Wilhelm Maß büch er u. a. mit Radium. Er brachte ein Milligramm davon nach Basel, kam aber - ' ' teure Ware nicht ver-

zu neun Monaten Gefängnis.

Einem Bergmann aus Dutenhofen war gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Last gelegt. Der An- - Kirmes in

Darsteller und die prächtige Ausstattung aus. Die Hauptrollen liegen in besten Händen: er­wähnt seien vor allem Madh Christians (Prinzessin Alix), Willy Fritsch (Prinzgemahl) und Kenia Desni (Primgeigrrin Franzi). 3n den Rebenrollen bietet Julius Falkenftein (Hofmarschall) eine vorzügliche Figur. Altes in allem: ein Film, der angenehme Unterhaltung bietet und damit seinen Zweck erfüllt. -z.

** D i e Maul- und Klauenseuche ist in Borsdorf (Kreis Büdingen), Kinzenbach und Vetz­berg (Kreis Wetzlar) amtlich festgestellt worden. In Schotten, Hopfrnannsseld und Angersbach (Kreis Lauterbach) ist die Seuche erloschen.

Amtsgericht Wetzlar.

Q Wegen Diebstahls im Rückfälle stand eine wegen Spitzbübereien schon wiederholt vorbe° strafte Frau aus Wetzlar unter Anklage. Sie war jetzt beschuldigt, eine Armbanduhr und in zwei Fällen Geldbeträge entwendet zu haben. Während mehrere Zeugen eine Armbanduhr bei der Angeklagten gesehen haben wollen, jedoch über den Diebstahl der Uhr wie auch des Geldes nichts bekunden konnten, bestritt die Angeklagte jegliche strafbare Handlung und führte die An­zeige auf Rache zurück Auf Grund der Beweis­aufnahme verurteilte das Gericht die Angeklagte

den fraglichen Vorgängen wissen. Das Gericht verurteiÜe ihn wegen Widerstands zu 7 0 M k. G e l d st r a f e, hilfsweise 14 Tage Gefängnis, und den Kosten des Verfahrens. Wegen der Körper­verletzung erfolgte Ernstellung des Verfahrens.

bei der iBmmünbung auf dem LrndenplaL. Dort I kam ein Auto in der Richtung nach dem Kirchen- I platz zu gefahren, als ein Radler aus der Wetz- fteingaffe auf der linken Straßenseite heraus- slitzte und direkt in das Auw hineinfuhr. Das Zweirad geriet unter den Kraftwagen und wurde in schwerer Weise demoliert. Dec Radler kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Wie Augenzeugen berichten, soll die Schuld an dem Vorfall auf Seiten des Radlers liegen.

" (Sin Sack Frucht ist auf dem Polizei­amt Gießen sichergestellt. Der rechtmäßige Eigen­tümer wird ersucht, sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen zu fetzen

e Strafe für Wohnungswucher. Halbamtlich wird darauf hingewiesen, daß der I Wucher mit Wohnungen, Geschäftsräumen und sonstigen Räumen durch Mieterschuhge'eh unter Strafe gestellt ist. Strafbar ist, wer für die Ueberlafsung unangemessene Mieten. Abstands­summen oder Baulvstcn-uschü'se fordert, annimmt I oder sich versprechen läßt. Die Strafe ist Geld­strafe oder Gefängnis. Auch die Fahrlässigkeit wird bestraft. Die Slrasvorschrift gilt auch für Neubauten und für Räume, für die das Mieter­schutzgesetz im übrigen aufgehoben ist.

* Weitere Grnbruchsoiebstähle R ö h r i g s. 3n der Zeit vom 15. Olt. bi­ld. Nov. wurde das Landhaus eines Grehener Universitätsprofesfors in der Gemarkung Rödgen erbrochen und daraus eine Menge buntes Por­zellan und sonstige Gebrauchsgegenstände ent­wendet. Rach den Ermittelungen der Gieße­ner Gendarmerie und dec Kriminalpolizei besteht | lein Zweifel, daß als Täter auch hier der Ar­beiter Philipp Röhrig von Rödgen in Betracht kommt. Diejenigen Perlonen, die von der Ehe­frau Röhrig s das gefloßene Porzellan zur Auf­bewahrung erhalten haben, oder wissen, wohin diese es verbracht hat, werden auf gefordert, der Kriminalpolizei oder Gendarmerie Gießen oder her Bürgermeisterei Rödgen unverzüglich Mit­teilung zu machen. Ferner ist Röhrig noch mehrerer anderer Diebstähle überführt, darunter auch zweier Fahrraddiebstähle. Die Ermittlun­gen sind noch nicht abgeschlossen.

* * 3 m Lichtspielhaus Da hnhof­ft r a ß e gelangt zur Zeit der FilmEin Walzer- . träum zur Vorführung. Dem Manuskript dien­ten als Grundlage die bekannte, gleichnamige Operette von Oscar Strauß und die Novelle von Hans MüllerNux, der Prinzgemahl. 3n dieser Zusammenziehung des Stoffes liegt es auch begründet, daß der Film kleinere Ab­weichungen von der Operette aufweist. Wenn diese durch Gesang und Sprache zweifellos einen stärkeren Eindruck hinterläßt, so kann dieses Manko beim Filnt durch eine gut angepaßte Musil doch wesentlich herabgemindert werden. Das zeigte sich bei den trefflichen Darbietungen der Hauskapelle die die Wirkung des FilmS beachtlich steigerten. Der Film selbst zeichnet sich vor allem durch die Mitwirkung prominenter

daß er auf dem Fahrdamm einen Kaufmann und sein Kind überfuhr. Der Vater erlitt einen komplizierten Sctzädelbruch und war vier­zehn Tage besinnungslos, während das Kind sieben Rippenbrüche erlitt Die Raserei trug Funk drei Monate Gefängnis ein,

Schieberei mH Radium.

sührung einen überaus starken Erfolg erzielt hat, I an dem Darstellung, Regie und Technik in gleicher Weise beteiligt waren. Auch auswärtigen Inter, estenten ist ein bequemer Besuch ermöglicht, da bei einem Spielbeginn um 7 Uhr und einer Spieldauer von genau 2j Stunden überallhin noch Züge zu er- reichen sind. Die Vorstellung des nächsten Diens- tags findet außer Abonnement statt und bringt als Schuler- und Volksvorstellung zv er­mäßigten Preisen eine letzte Aufführung des Kaufmann von Venedig" Beginn dieser Vorstellung 74 Uhr, Ende 10 Uhr. Schon heute sei auf den einmaligenLustigen Abend" von Prof. Marzell Salzer aufmerksam gemacht, der am Montag, 22. November, stattfindet und für den schon jetzt Vorbestellungen entgegengenommen werden.

Der Gießener Schwimmverein hält heute abend imPoftkeller^ seine d.esjährige Jahreshauptversammlung ab. Näheres siehe gestrige Anzeige.

Personalie. Der Srudienrat E r n st Holzel, seither der Oberrealschule in Gießen zugeteilt, wurde zum Studienrat an dem Real­gymnasium in Gießen ernannt.

Die Viehzählung am 1. Dezember, über die wir schon berichteten, erstreckt sich auf Pferde, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen und Federvieh. Es ist dabei zu beachten, daß diese Vieh- gntlungen auch bei Nichtlandwirten gezählt werden, also in jeder Haushaltung, in der auch nur eine dieser genannten Diehgattungen vorkommt. Ferner sollen bei dieser Zählung erstmalig die Hauptvieh- raffen festgestellt werden. Es sind dies: 1. Höhen- Dieb; hierher gehören Hessisches Fleckvieh (Simmen­taler), Vogelsberger, Odenwälder und Glan-Don- nersberger. 2. Niederungsvieh, und zwar: Schworz- und Rotbunte. 3. Kreuzungsprodukte.

Fahrpreisermäßigung zugun­sten der Jugendpflege. Da in den für Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung zu­gunsten der Jugendpflege in Frage kommenden Verbänden vielfach noch große Unklarheit über die neuen Bestimmungen besteht, hat die Zentral­stelle zur Förderung der Volksbildung und 3u- gendpslege in Hessen ein Flugblatt herausgege­ben, in dem die allgemeinen Bestimmungen und das für Hessen geltende Verfahren zusammen- geftellt sind. Das Flugblatt wird kostenlos von 5er Zentralstelle abgegeben.

Staatliche Stenographielehrer- Prüfung. DaS Landesamt für das Bildungs- Wesen gibt bekannt, daß die staatliche Prüfung der Stenographielehrer am 17. Ianuar 1927 und den folgenden Tagen in Darmstadt stattfinden wird.

WSN. Neue Wellenverteilung für die Rundfunksender. Nach einer Mittei­lung vom Interradio Genf tritt die neue Wellen­verteilung für die Rundfunksender am Sonntag, 14. November, in Kraft. Der Rundfunk­sender in Frankfurt' a. M. wird von diesem Zeitpunkt an auf Welle 428.6 arbeiten.

Strafe rettete.

verurteilter Totschlags

WSN. Mannheim, 12. Nov. Das' hiesige Schwurgericht verhandelte heute gegen den 30 Iahre alten Rangierer Franz Iosef Huber aus Petersthal. Dem Angeklagten wurde Aur Last gelegt, im Oktober 1923 in den Abendstunden während der Unruhen in Mannheim den O b er­wach t m e i st c r Böttcher erschossen zu haben. Bei seiner ersten Vernehmung hatte Huber die Tat zugegeben, widerrief aber später sein Geständnis und bestritt auch heute noch die Tat. Belastend für Huber war vor allem ein Kassiber an seinen Freund, der jedoch in die Hände der Staatsanwaltscha't gelangt war. DaS Gericht verurteilte Huber unter Einrechnung einer früher gegen ihn erkannten Zuchthausstrafe von 2i,, Iahren zu einer Gesamtstrafe von sie den Iahren Zuchthaus.

Aus -cm Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündiaungsblatt N r. 91 vom 12. November enthält: Verbot des karnevallstifchen Treibens. Rückzahlung der Dar­lehens aus dem staatlichen Notstandskredit. Vieh­zählung. Krelsstraßensverre. Feldbereinigung Stangenrod. Gewerbe-Legitirnotionskarten. Wandergewerbescheine 1927. Gefunden, verloren. Straßensperren. Dienstnachrichten.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelisch« Gemeinden.

Sonntag, den 14. November. 24. n. Trinitatis.

Dießen. Stadtkirche. 9'/,: Pfr. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgemeinde. Pfr Becker. 5: Festgottesdienst aus Anlaß der Jahresfeier des Oberhesstschen Vereins für Innere Mission. Geh. Konsistorialrat. Prof. D. Bornhäuser. - Johan- neSktrche. 9'/,: Pfr. Ausfeld. II: Krnberktrche für die Iohannesg. Pfr. Ausseld. 5: Pfr Bechtols» Heimer. Neue Aula. Dorrn. II1/,: Universitäts» gottesdienst anläßlich der 400-Iahrfeier der Hes­sischen Reformation. Predigt: Prof. Dr. Frick. - Kirchberg. 10; 11: Heiliges Abendmahl für die Jugend von Mainzlar. Nachmitt. 1'/,: Lollar. Lich. Erntedankfest. Kollekte f. Arnsburg. 9'.. Stifts- dechant Lenz. - '/.l Kindergottesdienst 2 Stifts­pfarrer Schorlemmer - Mittwoch 8 Bibelstunde Watzendom-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: L Garbenteich: 9 'Beichte, anschließend Gottesdienst und heiliges Abendmahl der Jugend. (Kollekte.) Wieseck. 9 Beichte. 9'/, Predigtgottesdienst, im Anschluß Feier des heilig. Abendmahls. Opfer für die kirchliche Jugendarbeit

Sühne für einen Raubübcrfaü.

WSN. Kassel. 12. Nov. Wegen Raub- Überfalles Derart eilte das Große Schöffengericht den QIrbeiter Wilhelm Euler zu zehn Fah­ren Zuchthaus, den Arbeiter L. Schnei­der zu sieben Iahren Zuchthaus und den Arbeiter Adam Krug, der Schmiere stand, zu fünf Iahren Zuchthaus und jeweils zehn Iahren Ehrverlust, sowie Zulässigkeit von Polizeiaufsicht. Die Angeklagten hatten in der Nacht zum 11. Iuli ds. Is. die 5^inotaffiererin Witwe Pr 0 bstein in einem Hausflur über­fallen und unmenschlich mißhandelt. In der Dun- lelhctt fanden sie aber die Geldtasche nicht. Mildernde Umstände wurden ausdrücklich versagt.

** Deutsch - amerikanische Turner- qrühe an die Gießener Turner sch ast. Der erste Sprecher des Nordamerikaniichen Turncr- bundes, in dem bekanntlich die deutschen Turner Amerikas zusammengefaßt find, Herr George Seibel, bewahrt unserer Stadt von seinem Be­suche im Januar d. 9. her ein freundliches Geden­ken. Bei dem großen deutsch-amerikanischen Turn­fest im 9unl d. 9. in Louisville (Kenntucky), bei dem bekanntlich auch die Amerikariege der Deut­schen Turnerschaft mttwirkte, trug George Seibel die Dereinsnadeln der beiden Gießener Turnvereine, die ihm bei seinem Besuche von den ersten Sprechern der Gießener Turner ehrenhalber überreicht worden waren. In Briefen an hiesige Bekannte und Freunde hat Seibel wiederholt seine Freude über die in Gie­ßen verlebten Tage zum Ausdruck gebracht. 9n den letzten Tagen ist bei einer hiesigen Familie wieder ein Brief des verdienstvollen deutsch-amerikanischen Turnerführers eingetroffen, in dem er u. a. bittet den Gießener Turnvereinen von ihm und feiner Familie herzlich ft e turnbrüderliche Grüße zu bestellen. Der wiederholten Aeußerun- gen freundlichen Gedenkens an Gießen seitens dieses hervorragenden Deutsch-Amerikaners dürfen wir uns freuen, und wir dürfen darin wohl einen Beweis dafür sehen, daß George Seibel sich mit uns in der Liebe zum aufrechten Deutschtum verbunden fühlt, wie wir uns mit ihm und (einen deutsch- amerikanischen Gesinnungsfreunden eins fühlen als Deutsche, die für ihr Vaterland und seine Geltung in der Welt ringen, bis die Sonne der Weltgel­tung auch für uns wieder scheint.

* Arbeitsjubiläum. Der Rohrleger beim städtischen Gas. und Wasserwerk Philipp Balser vegeht heute, Samstag, 13. November, sein jäh­riges Arbeitsjubiläum. Er wurde von seinen Mit­arbeitern mit zahlreichen Geschenken bedacht.

** Oberhefsischer Verein für 9 n n e r e Mission. Das 48. 9ahresfeft findet, wie schon kurz berichtet, am nächsten Sonntag und Montag in Gießen statt. Sonntag abend wird in der Stadt- kirche ein Festgottesdienst gehalten, der um 5 Uhr beginnen wird, nicht um 6 Uhr, wie vor einigen Tagen angekündigt wurde. Für Sonn­tag abend ist weiter eine Feier in der Iohannes- kirche vorgesehen, am Montagvormittag folgt die öffentliche Jahresversammlung im Saale der 9o- hanneskirche. Näheres in der gestrigen Anzeige.

* Der Landwirtschaftliche Lokal- verein Gießen kann in den nächsten Tagen au sein SOjähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß veranstaltet er am Samstag, 20, November eine Feier, die ihren Höhepunkt in einem Festakt hat, bei dem Unioersitätsprofessor Dr. K r a e m e r - Gießen den Festvortrag halten wird. Ein einfaches Festmahl und ein geselliges Zusammensein werden die Teilnehmer im weiteren Verlaufe des Tages vereinigen.

Ein Zusammenstoß zwlschen einem Auto und einem Radfahrer ereignete sich gestern nachmittag gegen 5 Alhr an der Ecke Walltorftrahe unb Wetzsteingasse

Die Rückzahlung der Notstands- ' Kredite.

Das Hess. Ministerium für Arbeit und Wirt- ' toaft (Abteilung für Ernährung und Landwirt­schaft) hat über die Rückzahlung der Dar­lehen auS dem staatlichen Äot st and s- ; !reb11 folgende Anordnungen getroffen:

1. Insoweit das erste Drittel der auS dem staatlichen Notstandskredit gewährten Darlehen noch nicht zurückgezahlt ist, ist dieses nunmehr, nötigenfalls auf gerichtlichem Dege. em3U|^epca- ileber die Notwendigkeit und Zweckmaß takelt einer gerichtlichen Beitreibung soll in ]«bem Einzelsall durch da» Ministerium für Arbeit und Wirtschaft entschieden werden.

2. DaS zweite Drittel der Darlehen ist durch die DarlehTnSnehmer mit der Hälfte bis -um 15. November 1926 und mit der anderen Hälfte bis zum 15. Januar 1927 zuruckzuzahlen

3 Die Darlehnsnehmer sollen aufg:forbert werden, auch daS dritte Drittel der Dariehen baldigst zurückzuzahlen. Eine Dritretbung biete« DarlehensteilS kann biS zur Ernte 1927 unter- l).eiben.$^e 3^ ] bis 3 zu aewährende

Fristgewährung faiui nur dann erfolgen, wenn sich die Bürgen der Darlehensforderung mit einer solchen Fristgewährung einverstanden er­klären und weiterhin d.e Bürgschaften für die Darlehen übernehmen. Sollten Bürgen die ileber- nahme einer solchen weiteren Bürgschaft ab- lehnen, so ist gegen den Bürgen auf Grund der Bürgschaftsvsrpfttchtung vorige he m

Umgestaltung

des Landpoftbestellwesens.

Die Deutsche Reichs post beabsichtigt, in den nächsten Jahren das gesamte L a n d p 0 st b e - stell wes en durch Einführung von Klein- kraftwagen umzugestalten. Dies hat zur Folge, dckß die jetzigen Landzustellbezirke der einzelnen Postanftalten zu größeren Bezirken zu- famrnengefaßt werden, um die Kraftwagen voll aus- zunützen. .

Vorgesehen sind werktäglich für jeden vieler Landzustellbezirke zwei Kraftwagenrund­fahrten, und zwar vormittags und nachmittags je eine. Die Nachmiltagsfahrt ist abgekürzt in Aus­sicht genommen. Die Abtragung der Postsen­dungen in den einzelnen Landorten soll nur i m Anschluß an die erste Fahrt staltsinden, während nach der zweiten Fahrt es dem Publikum ermöglicht werden soll, seine Sendung bei den Post­stellen in den Landorten abzuholen. Sonntags soll, wie seither, grundsätzlich keine Zustellung in den Landorten erfolgen. Nur die Zuführung der Post zu den Poftstellen dieser Orte ist an solchen Tagen vor-

'l^ann die geplante Umgestaltung des Landpost- bestellwesens verwirklicht werden wird, läßt sich noch nicht übersehen. Eine endgültige Entscheidung des Reichspostministeriums wird wohl erst dann er­folgen, ivcnn auf Grund der finanziellen Berech- nungen der Oberpostdirektionen, die anfangs De­zember sinnreichen find, das Reichspostmtnistermm sich ein Bild über die wirtschaftliche Auswirkung der geplanten Einrichtung machen kann.

Giehencr Aochcnmarktpreise.

Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 biS 180, Matte 35 bis 40, W riing 6 bis 10, Weißkraut 4 d s 8, Rotkraut 8 biS 12, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 20 30,

llnter-Äoblrabi 5 bis 8, Grätckohl 20, Rosenkohl 45 biS 50, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 40 bis 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 100, Schwarzwurzeln 45 bis 60, Kartoffeln 5 bis 6, Aepsel 15 bis 30, Birnen 10 bis 30. Nüsse 90, junge Hahne-, 100, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 90 bis 120 Ps. das Pfund; Käse 10 Stück 60 bis 150 Pf.; Eier 16 bis 18, Blumen­kohl 80 bis 160, Endivien 8 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 biS 50 Pf. dös Stück.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag: Deutsch-Oesterretchifcher Alpen-Verein: 8.15 Uhr, Hörfaol des Geologischen Instituts, Lichtbilderoor- trag. Deutscher Ostbund: 8 Uhr, Restaurant Hindenburg", Monatsversammlung. Gießener Schwimmverein: 8 UhrPostkeller", 9ahreshaupt- Versammlung. Vereinigte Fuhrwerksbesitzer: 9 UhrHessischer f)of", Generalversammlung. Reichsbund der Zivildienstberechtigten: 8.30 Uhr: Stadt Lich", Monatsversammlung. Artillerie- Verein: 9 Uhr Hotel Köhler, Versammlung. Ge­flügel- und Vogelzucht-Derein: 8 Uhr Eisenbahn­hotel Hopfeld, Monatsversammlung. Eiscnbahn- Fahrbeamten-Verein: 8.30 UhrStadt Wetzlar", Versammlung. Schützen-Dercin: 7 Uhr Schützen- Haus, Familienabend. Freie Turnerschaft Gießen: 8 Uhr Katholisches Vereinshaus, 24. Stiftungsfest. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Walzer­traum". Palastlichtspiele (Kirchenplatz):Ein Walzeriraum". Astoria-Lichtspiele:Der Rekord".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 7 Uhr,Die Iunmrau von Orleans . (Ende gegen 10 Uhr.) Oberhefsischer Verein für innere Mission: 48. Iahressest, 5 Uhr nachmittags, Stadtkirche, Festgottesdienft, 8 Uhr abends 9ohan- neskirche, Gemeindeabend mit Vortrag. Eo. Ar- beiternerein: Stistungsfest, vormittags 9.30 Uhr, Stadtkirche, 7.30 Uhr, Saalbau Sauer, Familien- abend. Lukasgemeinde, 8 Uhr, Lukassaal, Fami­lienabend mit Lichtbildervorirag. Bauerscher Ge­sangverein: 10 Uhr vormittags, Vereinslokal, Probe. Soermus-Konzert: 4 Uhr nachmittags, Turnhalle (Oswaldsgarten). Lichtspielhäuser wie Samstag.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Auf die Wiederholung der Jungfrau von Orleans" am morgigen Sonntag sei besonders hingewiesen, da die Erstauf-

Schöftsngericht verurteilte den vielfach straften 40jährigen Handlungsgehilfen Helm Kontor auS Düsseldorf wegen schwerer Einbruchsbiebstähl«. in Kassel, Hofgeismar, Altenbeken, Paderborn, Marburg, Lippspringe und Hann.-Münden au8- geführt hatte, zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Kontor hatte es bei feinen Einbrüchen hauptsächlich auf Klei­dungsstoffe, Geld. Uhren, Schreibmaschinen, Mo­torräder usw. abgesehen. Bei der Verhandlung markierte er den Stummen und sprach überhaupt teil Wort, was ihn jedoch nicht vor der verdienten

zur Ruhe mahnte, tätlich angegriffen . Angeklagte, der seine Handlungsweise loser Trunkenheit entschuldigte, will 1

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