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bahnwesens und das Interesse einer Besihabrun- dung, stark dafür, bei einer Eingern:indungsaktion Klein-Linden nicht beiseite zu lassen. Allerdings wird man sich in Klein-Linden vo-n vornherein darüber klar sein müssen, daß die Stadt Gieren hierbei den weitaus stärksten Dermögensgrundstock 'n die kommunale Ehe mitbringen würde, und danach mühten dann auch die Grundlagen des Abkommens eingestellt werden. Auf der entgegen» gesetzten Seite unserer Stadt kommt Wies eck als Eingemeindungsfattor in Betracht. Die Brr- mögenswerte sind hier weitaus größer als beim südlichen Machbar. WieseckS Feldg.marlung um­faßt 767 Hektar, davon entfallen auf den verpach­teten Grundbesitz der Gemeinde 361 638 Quadrat­meter und 30 000 Quadratmeter auf angrpflanzte Baumspicke. Ferner nennt Wi seck 280 Hektar Wald s«in eigen, endlich wllst es zwei sehr wert­volle Sandgruben, Dasaltstcirbrüche, Lehm- und Tongruben und sehr reiches Ok:rv.rkomrnen als Gemeindebesitz auf. Auf dem Gebiete des Ver­kehrswesens kann es seine Autolinie mit zwei großen und in Kürze einem w.'itevsn, etwas lleineren Wagen für d.n Dienst nach Aiten-Buseck voczeigen, unb es kann dabei grltenb machen, dah dieses kommunale Betriebs unternehmen sehr entwicklungsfähig ist. Der Abschluß dec Feld­bereinigung und die in der Gemarkung nunmehr gegebenen Iukunftsmöglichkciten dürswn Wohl auch gana beachtenswert sein. D.w Stand der Demeindefinanzcn ist, gleich wie bei Klein-Lin­den, auherordentlich günstig: abgesrhe-.r von eini­gen kleineren Aufwrrtungsschulden steht auch diese Gemeinde schuldenfrei da. tUebrigens ist auch hier schon ein gewisses Derbundensein mit Gießen vor­handen, denn bekanntlich erhält Wieseck zum Teil Wasser aus der Gießener Leitung, während es die Elektrizität vom Gießener Elektrizitätswerk bezieht. Man kann also wohl sagen, daß Gießen ruch in diesem Falle in bezug auf das Vermögen der stärkere Teil ist, datzeben aber Wieseck eben- - falls eine gute Aufwartung machen kann, älnser westlicher Vorort Heuchelheim wäre gleich­falls in der Lage, bei der Eingemeindung einige wertvolle Aktiven in die kommunale Ehe einzu­bringen. Diese Gemeinde besitzt etwa 38 Hektar Wald und rund 300 Morgen Gemeindeland, ferner umfangreiche Obstbaumonlagen in Ge­meindebesitz. Wenn diese Vermögenswerte auch nicht her an reichten an die Große dessen, was Wieseck in dieser Richtung zu bieten vermag, so kann Heuchelheim aber vor allem auf die sehr rege Industrie Hinweisen, die in seinem Orts­bereich ansässig ist: hierbei darf man nicht allein die Tabakindustrie ins Auge fassen, man muß sich auch vergegenwärtigen, daß die Betriebe Abendstern, Windhof und noch einige andere Steinindustrien eine sehr bedeutsame Rolle spie­len. Die Gemeindrfinanzen sind nach dem heutigen Stand der Dinge nur mit einigen tausend Mark Aufwertungsschulden belastet, im übrigen stehen sie völlig frei da. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu bemerken, dah die Genreinde Heuchel­heim bis jetzt noch ohne Wasserleitung und Ka­nalisation ist, zwei Dinge, die eine starke finan­zielle Anspannung erfordern werden.

Der Gedanke der Eingemeindung hat in Gie­ßen sowohl wie in den Vororten zahlreiche An­hänger. aber auch nicht wenige Gegner. Wer die Tinge jedoch in Ruhe überlegt und sich dabei von dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und der weitgehenden Interessengemeinschaft leiten läßt, wird zu dem Ergebnis kommen, daß die Eingemeindungsfrage in positivem Sinne ihre Erledigung finden muß. Labei sollte man die Lösung dieser Aufgabe baldmöglichst in Angriff nehmen, damit endlich ein Werl geschaffen würde, das schon lange als wicht gstes im Vordergründe der kommunalen Arbeit stehen mühte. Dah bei der Ausarbeitung des Gießener Generalbebauungs- planes die hier besprochene Entwickelung der Tinge gebührend in Rechnung gestellt wird, darf man übrigens wohl als selbstverständlich anfehen.

Oberhesfen.

Landkreis Gictzen.

i2 L 0 llar, 10. Dez. Die Zahl derErwe r b losen in unserer Gemeinde beträgt gegenwärtig 2 2 Personen. Einige arbeitslose Leute haben in jüngster Zeit erfreulicherweise wieder Beschäftigung gefunden. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, auf der nach dem Lol° larer Kops zu gelegenen Seite des Holzmühlen­weges «ine neue Baufluchtlinie zu ge­nehmigen. Mit der Bebauung dieser Straßenseite soll jetzt begonnen werden.

4 Lieh, 10. Dez. In der Braugasse werden gegenwärtig Kanalisationsarbeiten vor­genommen.' Der dort seit den 80er Jahren sich be­findliche Schichtkanal erwies sich als unzweckmäßig: er wird durch große Rohre ersetzt, da sich die Ein­mündung in den Hauptkanal erst auf der von Süd- west nach Nordost ziehenden Hauptstraße der Unter­stadt befindet, sind beide Straßen für jeglichen Fuhrwerksverkehr gesperrt. Der Verkehr nach Gie­ßen geht durch die Kohlgasse, der Verkehr nach Lau- dach durch die schmale Hintergasse. Die Arbeiten, die bald beendet sein werden, sind Vorarbeiten, die erst erledigt sein müssen, bevor die Klein- Pflasterung in Angriff genommen werden kann.

s) Lich. 10. Dez. Dieser Sage fand in der Gastwirtschaft von Louis Hammel dah er die diesjähr. Generalversammlung des Ver­kehrs- und Verschönerungsvereins statt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Der l. Vorsitzende, Bürgermeister Völker, erstattete den Jahresbericht. Er führte u. a. aus, dah der Veranstaltung eines Blumenwett­bewerbes und den Märkten ganz erheb­liches Interesse gewidmet wordm sei. Leider habe man in diesem Jahre von der Deranstaltrmg eines Schaufensterwettbewerbes Abstand nehmen müssen. Sodann wurde auf Antrag des

Vorsitzenden derDeitrittzumOberhessi- schcn Derkehrsbund einstimmig be­schlossen. Dem Kassenbericht war zu entneh­men, dah ein nennenswerter Llebersch.ih nicht er­zielt wurde, da die Anforderungen, die an den Verein gestellt werden, bedeutend größer seien als die ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Im Mittelpunkt des Abends stand die Verkün­dung und Verteilung der zuerkanaten Preise des Blumenwettbewerbes. Die Höchst­punktzahl, die erreicht werden konnte, betrug 40. Erste Preise erhielten: Konrad Heinrich Walz, Ludwig Weber, Forstrat a. D. Schlot- terer, Jakob Katz. Heinrich Ihring, je 40 Punkte, Max Chambre I.. 38 Punkte, Postmeister Rau, 37 Punkte, Dr. S ch a a d, Ludwig Volz L. Elise Röger, Johannes Spahr. Gg. K. Ldg. Schmidt, O:to Pappe, Johannes Dietrich, je 36 Purk e. F?rd nand Zimmer, Heinrich Hisgen, K. Ldg. Kasp. Jung Wtw., Gustav Oh le muh. Emll Buh, Felix Mendelsohn, je 35 Punkte: ferner ko men noch zur Verteilung 23 zweite Preise, 37 dritte Preise, für vorzügliche Leistungen wur­den 63 lobende Anerkennungm ausgesprochen. Jedem Preisträger w rde durch den Vorsitzen­den eine Ehrenurkunde überreicht, außerdem wur­den noch für die allerbesten Leistungen schöne Geschenke in Gestalt von Blumenkörben und -stöcken ausgegeben. Es wurde allgemein aner­kannt, dah die Idee zu dieser Veranstaltung aus­gezeichnete Früchte getragen hat. Eine kleine Verlosung einer Anzahl Blumenstöcke beschloß die Sitzung.

: Trais-Horloff, 10. Dez. Arn Sonn­tag starb in einem Gießener Krankenhaus' unser langjähriger Lehrer Geck. Vor zwei Jahren fiel er dem Abbau zum Opfer und wurde in den einstweiligen, später in den endgültigen Ruhestand verseht. Er bewohnte jedoch bis zu­letzt seine hiesige Dienstwohnung. Die Beerdi­gung fand auf dem Reuen Friedhof in Gießen statt. Der Vorsitzende des Ortsschulvorstandes widmete ihm einen warmen Rachrus. Ein Mit­glied deS Gemeinderats legte für die Gemeinde einen Kranz nieder, ebenso der Vorsitzende des DezirkSlehrervercins Hungen, der besonders her- vorhob, daß in dem Entschlafenen der Verein daS Mitglied mit der langiährigsten Erfahrung verliere, die er allezeit gerne in den Dienst des Vereins stellte. In der Gemeinde wird sein gut­mütiges, allzeit hilfsbereites Wesen ihm ein bleibendes Andenken bewahren.

Kreis Büdingen.

Tübingen, 10. Dez. Der Oberhessische Geflügelzüchteroerband, dem 38 Vereine angehören, veranstaltet unter Mitwirkung der Land- wirtschaftskammer vom 7. bis 9. Januar n. I. in unserer Stabt eine Ausstellung von Nutz- rass e n. Zur Ausstellung zugelassen werben nur Mitglieder der bem Verband angefchlossenen Ver­eine.

Kreis Schotten.

Gedern, 10. Dez. Auf dem jüngsten Schwei nemarkt waren 129 Schweine auf- getrieben. Die Preise betrugen für Ferkel 35 bis 45 Mark, für Läufer 55 bis 70 Mark. Der Absatz war ziemlich flott, so dah nur ein unbe­deutender ileberftanö verblieb und gegen Ende des Marktes ziemlich ausverkauft war. 2n unserem Bericht über das neue Wappen der Stadtgemeinde Gedern war die Signatur dessel­ben nicht ganz korrekt angegeben. Die amtliche Angabe der Merkmale des Wappens lautet: In rotem Schild zwei silberne Pfähle, belegt mit je einer nach innen gekrümmten roten Forelle.

Kreis Alsfeld.

Dannenrod, 10. Dez. Kürzlich wurde auch in unserem Orte ein Schützender ei n gegründet. Dem Verein traten 15 Mitglieder bei, die das Kleinkaliberschießen pflegen wollen.' Der Kriegerverein stell e seinen Schießstand dem jungen Verein zur Verfügung.

Starkenburg.

D a r m st a d t, 10. Dez. Heute nachmittag wurde hier im Orangeriehaus die 4. Allge­meine Mittel- u. Süddeutsche Ge­flügelschau eröffnet, die etwa 800Hummern umfaßt: Hühner, Enten, Gänse und Tauben. Der Darmstädter Verein für Geflügel­zucht feiert sein 50jähriges Best eh en. Aus diesem Anlaß überreichte bei dem Eröff­nungsakt Gewerbe'ehrer Bro hm dem Dereins- vorsidenden, Derwa!tungsvber'nspektor Hein, ein Diplom. Der Landwirtschaftskammer--Aus- schuß für Starkenburg war vertreten durch Leh­rer A ck e r m a n n , der ebenfalls dem Iubilä- umsverein Glückwünsche übermittelte. Die Darmstädter Dachdeckermeister setzten sich in einer öffentlichen Erklärung energifA tut Wehr gegen die sog. Bedachungsgeschäfte Die Inhaber dieser Firmen werden genannt, fer­ner wird daraus hingewiesen, daß sie keine Fach­leute sind und keine Fachleute beschäftigen.

WSN. Offenbach, 10. Dez. Gestern nach­mittag würbe im Walde auf bem Biederer Berg ein vOjähriger Mann aus bem Stabtteil Bürgel erhängt aufgefunden. Wie es heißt, soll er wegen schwerer Familienzwistigkeiten in den Tob gegangen sein.

Rheinhessen.

WER. Mainz, 10. Dez. In der gestrigen Sitzung des Mainzer Verkehrsamtes wurde mitgeteilt, daß das Reichsverkehrsmini- ?erium nach monatelangen Verhandlungen jetzt ie Konzes ion für den Flugplatz Mainz- Wiesbaden erteilt hat. Die Interalliierte Rheinlandkommisfion dürste wohl die erforder­liche Genehmigung hierzu auch bald geben.

Preußen.

Kreis Bicvcniopf.

XX Rodheim ad. Bieber, 10. Dez. Reben dem Ebenstem ist von ackersher ein vor­züglicher Kalkstein im D.e^ertai gewonnen Forcen. Außer Grube Königsberg, die leit 1664 die Ludwigs.^ü.te bei B edenwpf versorg.e, ist es Gruoe ..Eleonore" bei Bieber, die be.be einen erstklassigen E.senstein l.efern und z. Zl. in vol­lem Betrieb sind. Dagegen liegt d.e einst so blühende K a l k st e i n i n d u st r i e gänzlich dar­nieder. Infolge ces steten Wechsels der Ofen- bescher ist zum großen Leidwe en der v e.en Bau- hanöwerker gebrannter Kall schon längere ^ nicht mehr zu haben. Es waren früher fünf ergiebige Kallste.nbrüche in flo.tcm Gang, die, alle in hiesiger Feldmark gelegen, vielen Arbeitern Verdienst boten.

XX Aus bem Biebertal, 10. Dez. Nur allzu kurze Zeit hat für bte fünf Orte des Nodheimer Bezirks bte Postautooerbtndung nach bem Amtsstädtchcn Gladenbach bestanden. Auch die Biebertalbahn trägt in ihrem Frühzug den vielen Arbeitern, die in Gießen beschäftigt sind, durchaus keine Rechnung. Da der Morgenzug erst 7.38 Uhr in Gießen eintrifft, müssen alle Arbeiter den weiten Weg zu Fuß zurück­legen, um rechtzeitig zur Arbeitsstätte zu gelangen.

di reis Wktzla v

.»I Wetzlar, 10. Dez. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hat eine neue Poiiz.werord- nung über die Festsetzung und Handhabung der Polizeistunde in Gast- und Schank­wirtschaften usw. erlaffcn. Hiernach ist die Polizeistunde für Gast-, Schank- und Spcisewirt- schnsten, CaföS usw. auf die Zeit von 11 Uf>r abends bis 7 ittv morgens festgesetzt. Die Orts- polizeibehörden sind berechtigt, im Falle eines tatsächlichen Bedürfnisses die Polizeistunde bis 12 ilpr nachts zu verlängern: sie sind ferner befugt, bei nachgewies.nem Bedur nis für ein­zelne Veranstaltungen, oder aus b.fonbcrem An­laß vorübergehend allgemein eine Verlängerung der Polizeistunde bis 3 lllhr morgens zuzulas-en. Für Rummelplätze beginnt die Polizeistunde abends 10!/? Übr, für Lichtspieltheater abends ll*/s lllhr. Die Bestimmungen finden auch An­wendung auf geschloßene Geselllchasten. Vereine, Klubs usw.

0 Volpertshausen, 10. Dez. Die Zusammenlegung der Grundstücke der hiesigen Gemarkung wirb mit derjenigen der Gemeinde Weiden Hausen gemeinsam durch- geführt. Die Dermcsiungsarbllten sind infolge der jetzigen Witterungsverhältnisse für dieses Jahr vorübergehend eingestellt. Die Aussteinung und Ausmästung des Dorfes uni) des Wege­netzes in der hiesigen Gemarkung sind bereits beendet. Die Ucbergabe der neuen Pläne soll im Früh'abr und Herbst 1023 Ttat<"in,'cn.

00 Münchholzhausen, 10. Dez. Bei einer hier abgetaneren Feld- uni) Wald- treibjagö kamen 33 Hasen und ein Fuchs zur Strecke. Auch in der hiesigen Gemarkung ist der Bestand an Hasen in diesem Jahre wesentlich geringer, als im vorigen und in den früheren Jahren. Die Jagd wurde in der Inflationszeit gegen Roggenwert verpachtet. Die dadurch der Gemeinde zufließend«» Pacht bleibt hinter der Friedenspacht um mehr als die Hälfte zurück. Pächter sind Herren aus Wetzlar.

< Riederwetz , 10. Dez. Die wirt­schaftliche Zusammenlegung der Grundstücke der hiesigen Gemarkung schreitet rüstig vorwärts. Dieser Tage fand die Verge­bung des Ausbaues der Wege, Graben usw. in dem Gemarkungsteil linls des Wehbaches, sowie der Lieferung der Zementröhren zu den Durch­lässen statt, ebenso die Instandsetzung eineS Weges innerhalb der Gemarkung Riederquem- bach.

Ditttrcis. i

WER. Dillenb irg. 10. Dez. Zum zweiten Male innerhalb von vier Wochen ist das Dorf Stzchshelden im Dillkre se von einem ver­heerenden Großseuer heimgesucht wor­den. Aachts um 2 lllhr, genau zur gleichen Zeit wie vor vier Wochen, brach in der Scheune des Maurermeisters Sauber Feuer aus, das im Ru auf zwei benachbarte Scheunen Übergriff, die f cf ort in Hellen Flammen standen. Mit Hilfe der zwei Orts^euerwehren, sowie der Feuer­wehren aus Dillenburg und Manderbach gelang es nach angestrengter Arbeit, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Die drei Scheu­nen brannten bis auf den Grund nieder. Die gesamten Erntevorräte sind vernichtet worden. Der Schaden ist nur teil­weise d. rch Versicherung gebetft. M t aller Be­stimmtheit wird angenommen, daß Brand­stiftung vorliegt. Äntersuchung ist eingeleitet.

bl. Herborn, 10. Dez. Im Steinbruch Ravenschlag" bei Hirzenhain verun­glückte der Arbeiter M a i von Lixfeld derart schwer, daß er dem Krankenhaus Dillenburg ein­geliefert werden mußte.

Kreis Usiiiqen.

! Cleeberg, 10. Dez. In den legten Tagen ist in den Gemeinde- und Staatswaldungen unserer Gegend mit dem Holzfällen begonnen worden. Dabei findet eine beträchtliche Anzahl ar­beitsloser Leute Beschäftigung, so daß die Zahl der Erwerbslosen hier merklich zurückgegan- gen ist.

Mainau.

WSN. Frankfurt a. M., 10. Dez. Heute nach­mittag sand im Nieder Rathaus die erste gemein­same Sitzung der Eingemeindungsaus­schüsse von Frankfurt und Nied statt, lieber das Ergebnis ist noch nichts bekannt geworden. Immerhin rechnet man in Nied darauf, daß die Stadt Frankfurt zu weitgehenden Zu­geständnissen bereit ist. Vor einigen Tagen

wurde der Kriminalpolizei gemeldet, daß etne langjährige Angestellte eines Konfek- ttonsgefchäfts jahrelang unbemerkt Kleidungs­stücke, in der Hauptsache Kindersachen, gestoh» l e n hat. Kriminalbeamte begaben sich zu dem Ge­schäft und fanden nach kurzem Verhör die Angaben bestätigt. Eine A b te i lu n g s l e i te r i n wurde vorläufig f e st g e n o m in e n. Wie man hört, soll sie die Durchstechereien zusammen mit einerWaschfrau vorgenommen haben. Letztere soll fast täglich in dem Geschäft erschienen sein und von der Abteilungsleiterin Pakete mit Klei­dern in Empfang genommen haben. Der größte Teil der Diebstähle konnte polizeilich beschlagnahmt werden. 5m benachbarten Nied wurden in der oergangenen Nacht in den Hühner st all des Direktors des Eifenbahr.ausbesterungswerks ein- gebrochen und20Hühner, sowie mehrere E n t e n an Ort und Stelle abgeschlachtetund mitgenommen. Die Täter konnten unentdeckt entkommen.

W2R. Bad Hornburg v. d. H._ 10. Dez. Wie wir aus zuverläs iger Quelle erfahren, hat am DienStag eine Besichtigung von RitterS Parkhotel, des einüffen Groß-Hotels, das Bad Homburg noch aufzuweisen hat. durch den Vorstand der Deutschen Z^aufmanns-Srhr^ungs- heim-G.'sellirhaft ftattgefunden, die aus dem Hotel ein Erholungsheim für Kaufleute zu machen beabsichtigt.

Arcis Fulda.

WER. Fulda, 10. Dez. Am Mittwochnach­mittag kurz nach 2 ilfjr stürzte infolge Motor- desckteS zwischen Keutzelbuch und Rückers (KreiS Fulda) ein Doppe ldecker a-b.-JS)a_- Flug­zeug befand sich auf einer lllebungsfahrt von Staaken nach Mannheim Die Maschine wurde zertrümmert, während der Führer, Hans Rowak aus Weimar, urweilletzt blieb.

Aus vcri. Amtsvcrkündtqunqsbkatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 99 vom 10. Dezember enthält: Kurzarbeiterfür» sorge. Wahl der Beisitzer des Oberschiedsgerichts. Vornahme der Fleischbeschau. Wandergewerbe- scheine. Gewcrbelegitimationskarten. Maul- und Klauenseuche in Langd. Nebenamtlicher Fortbildungsschulunterricht. Feldbercinigungen in Großen-Linden und Beltershain. Osfenhalten der Geschäfte vor Weihnachten. Straßensperre.

Rundfunk-Programm.

Sonntag, 12. Dezember:

8.30 bis 9.30 Uhr: Weihnachtswoche des armen Kindes: Morgenfeier. 11 bis 11.30 Uhr: Eltern« Slinde. 12 bis 1 Uhr: Uebertragung von Kassel: Uttagskonzert. 1.45 bis 3.45 Uhr: Uebertragung von München (Sportplatz des Turn- und Sportver­eins München v. 1860): Ländcrfußballfpiel Deutsch­landSchweiz. 3.30 bis 4.30 Uhr: Weihnachtswoch» des armen Kindes: Die Stunde der Jugend. 4.30 bi» 5.30 Uhr: Konzert des Haucorchesters: Die Oper der Woche. 5.30 bis 6.30 Uhr:Spinoza und die Ge­genwart", Vortrag und Vorlesung von Dr. Carl Gebhardt. 7 Ühr: Uebertragung aus dem Frank­furter Opernhaus:Der Golem", Musikdrama in drei Akten. 10.30 bis 11 Uhr: Weihnachtswoche des armen Kindes: Abendfeier.

Montag, 13. Dezember:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Neue amerikanische Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.30 bis 7 Uhr:lieber das Briefmar­kensammeln eine Einführung für den "'lnsänger", Vortrag von 9. A. Boßhard. 7 bis 7.30 Uhr: Funk­hochschule:Charaktergestalten aus der Geschichte des neueren deutschen Unternehmertums: Albert Ballin und die Entwicklung der Hapag (Hanckwrg- Amerikanische Paketfahrt-Aktien-Gesellschaft)". Vor­trag von Prof. Dr. G. Küntzel. 7.30 bis 8 Uhr Eng­lischer Sprachunterricht. 8 bis 8.15 Uhr: Englische Literaturproben. 8.15 Uhr: Sinfonie-Konzert. 10.30 bis 11 Uhr: Weihnachtswoche des armen Kindes: KrippenspielDas Gotteskind".

Geschäftliches.

Die Goldene Medaille der Gefolei (Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und ße.bcs- übungen in Düsseldorf) wurde der Firma G.Engelhardtü-Co. in Kassel, der Herstellerin derChasalla-Fußgelenk stützen und C h a s a l l a »S ch u h e, für hervorragende Lei­stungen auf ihrem Gebiete verliehen.

Seide und Kultur.

Der Zug tu heubfacr Vebcntbeiabung, bet untere getarnte Kultur erfüllt, findet einen ftavfen Aus­druck in der Sport- und .Kölperkulmrbewea"mr und nicht zuletzt in der Mode. Bubikopf, kurzer Rock, ^mnannltdnmn der Dameninode sind fitltnrelle Ericheimtnaen. die den Zeuaeist lotberfuieacin.

Wenn bt? beute noch nicht in tuet eiten 51 reifen ha? Bedürfnis nach einer praktischen und btUiaen Elea amt bemebiat wetd-n kann, fo ist daS auch eine bedauerliche Äuswirkunr des KrieaeS und der Inflatien, die au beMtfaen die Aui.iabe der deutschen Industrie fein mutz. DieieS *vro. lem ist allerdings, wie v eie nicht äh wissen scheinen, hinsichtlich der Leide längst aelöst.

Tie eturtae deutsche fiunitfeibenlabr'it welche *tad) UekHidevem erfahr en die tonennimie flup>er« leide bersteli i die I. V Bembern A.-G. in Bin men, fttUmicrt eine s unutetbe, bte leibst der Iachnmna von rliaiinietbe kaum unterscheiden kann Die Bember,setoe kostet aber nur einen Bruchteil der Naturseide.

Was Bemberafeide beute und in Zukunft immer ment für daS < ciamte Kni uileben bedeutet, reiflt etne neue kleine Broschüre mit l ochktinstler«scheu Zeichn naen und n bctuorraacnbei AuSstatii nq. Bekamt e Modeichrifniester plaudern über den Leidenstr,nnpi al Rui urinbor, über die Wäsche deS r?erin über das aione GelienumS u a Die Broschüre, welche eine Zierde j-des VcfcAimmerl ist wir > von der Z. i< Bembera A -(«. in t armen-R. an solche Leser, welche sich fürSeide und RtiUur* iuteressteren, nerne uuemaeiilich aUacaetfen

Generalvertreter: S. Grünewald, Bebra.

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