Einzelbild herunterladen

Nr. 213 fünftes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheben) Samstag, 11. September 1926

III« II II

Gartenbau und Elektrizität.

Gartentunst und Städtebau.

Don Dr. Ernst Hamm, Beigeordnetem der Stadt Gießen.')

Unter Gartenkunst versteht man diejenige der bildenden Künste, die den Garten in seiner Gesamtheit nach raumkünstlerischen Grundsätzen formt, d. h. ihn als Raum oder bei größeren Verhältnissen als eine Folge von Räumen bildet, die untereinander in Beziehung stehen.

Das Gest altunasPrinzip, nach wel­chem der Garten angelegt wurde, bewegte sich im Laufe der Jahrhunderte nach zwei Rich­tungen: die eine Form schließt sich dem Charakter anderer Bauwerke und Gebrauchsgegenstände der bildenden Menschen an, die andere nimmt sich die freie Ratur zum Vorbild. Diese beiden grundsätzlichen Unterschiede bezeichnet man auch oft mit dem geometrischen oder richtiger dem architektonischen und mit dem freien lands'chaftlichen Stil.

Darüber, ob dem landschaftlichen oder dem architektonischen Gestaltungsprinzip der Vorzug zu geben sei, dürfte heute wohl kein Zweifel mehr bestehen: Für den Garten, der doch in enger Beziehung zum Haus, zum öffentlichen Gebäude, zum Platz und zur Straße steht, gibt es nur ein mögliches Gestaltungsprinzip, nämlich das architektonische. Denn die freie Ratur ist so erhaben und göttlich, daß ihre Rachbildung durch den Menschen stets nur lächerlich wirken kann.

Einen vortrefflichen Maßstab, ob ein Garten künstlerisch gelungen ist oder nicht, gibt sein Aussehen im Winter. Denn dort vermag keine Dlumenschönheit des Sommers mehr über eine mangelnde künstlerische Disposition hinweg­zutäuschen.

Zur Gartengestaltung gehört auch ein Or­ganisationsplan. Ec zeigt die schrittweise Entwickelung des Gartens nach einem bestimmten Bepflanzungsplan, der für jede einzelne Jahres­zeit so fein abgestimmt sein muß, daß der Garten in jedem Augenblick mit den zugehörigen Ge­bäuden ein nach Farbe und Form in sich abge­schlossenes Kunstwerk darstellt.

Die Gartenkunst im Städtebau be­zieht sich auf die großen Stadt- und Volksgärten, auf die Friedhöfe, Schmuckplätze, Spielplätze, Hausgärten, insoweit sie das städtebauliche Bild beeinflussen, auf die Vorgärten und schließlich auf die Daumpflanzungen der Straße.

Als bekannt sehe ich voraus, daß die Park- und Gartenanlagen usw. in ihrer Gesamtheit das' System der Grünanlagen bilden, die radial keilförmig vom Stadtinnern nach außen aus- strahlen sollen, die Spitze des Keils dem Stadt­zentrum zugerichtet. Es bleibt nun noch übrig, darzulegen, wie diese Grünanlagen ausgestaltet werden müssen.

Die großen Parks haben heute anderen Zwecken zu dienen als in früheren Jahrhun­derten. Dre herrlichen gartenarchitektonischen An­lagen eines Le Rotre und seiner Schüler im 16. und 17. Jahrhundert dienten den weltlichen und geistlichen Fürsten ihre glänzenden Hof­feste abhalten zu können. In der Blütezeit des landschaftlichen Stils Ende des 18. und im 19. Jahrhundert war der Park ganz aufStim­mung" angelegt worden, um der sentimentalen Weltanschauung der damaligen Zeit entgegenzu­kommen. Heute dienen die Parkanlagen dem Sport und der Erholung. Der moderne Sport-Park muß durch breite übersichtlich geordnete Weganlagen erschlossen werden, um die Menschenmassen aufnehmen zu können, die als Ausübende oder Zuschauer in ihnen tätig sind. Eine derartige Parkanlage hat Plätze für alle Sportarten zu enthalten, daneben auch noch eine große Wiese, die zu Versammlungen, allerlei festlichen Veranstaltungen usw. dienen muh. Daß dieser moderne Park einer ganz klaren Gliederung und architektonischen Gestal­tung bedarf, ist selbstverständlich. Die Art und Weise, wie das Problem gelöst wird, d. h. wie die verschiedenen Räume durch Bäume, Sträucher, Mauern, Hecken usw. geschaffen werden, bestimmt den praktischen und künstlerischen Wert des Ge­schaffenen. In Gießen kann eine derartige Anlage von großem Reize im Laufe der Jahre entstehen: der Trieb mit der Volkshalle, der durch den Philosophenwald mit einem an­zulegenden Stadtpark in der Wieseckniederung, anschließend an die Ostanlage, verbunden ist. Damit ist schon auf eine andere Art des Parks hingewiesen, denRuhe-und Erholungs­park. In ihm wird man reichlich einzelne Sitz­gelegenheiten schaffen, aus Bäumen und Hecken Räume bilden, in denen Rosen- und Stauden­gärten, schön blühende Sträucher und Blumen untergebcacht sind. Durch Wasseranlagen kann bas ganze Bild belebt werden. Ein derartiger Erholungspark kann in idealen Fällen mit dem Sportpark verbunden sein. Das Gelände ist aber dafür maßgebend, ob eine derartige Verbindung zustandekommen kann. Zu einem Sportpark ge­hören natürlich auch Wasseranlagen. In Gießen ist auf dem Trieb dafür nicht der geeignete Platz. Es wird also entweder an der Lahn, oder im Zusammenhang mit dem Erholungspark in der Wieseckniederung eine besondere Wassersportan­lage geschaffen werden müssen. Die Sport- und Erholungsplätze sind in praktischer und künst­licher Hinsicht so durchzubilden, daß sie wirken wie ein traulicher Stadtplah oder Saal.

Im Zusammenhang mit dem Erholungs­garten darf die Freilichtbühne nicht ver­gessen werden, welche viele Städte heute schaffen. Für das hohe Riveau des Stoffes und der Darstellung, welche die Freilichtbühne fordert, bedarf es eines streng stilisierten Bühnenraumes. Die freie Ratur ist nur Hintergrund und Rah­men. Die Raturtheater der Barockzeit geben die besten Vorbilder.

Zu diesen großen Gärten oder Parkanlagen treten in einer Stadt dann die kleineren

*) Wertvollste Belehrung auf diesem Ge­biet verdanke ich einem der bedeutendsten Garten­architekten Deutschlands, degi Städt. Gartendicek- tor Robert Schimpf in Freiburg i. Br.

Schmuckplähe. Das Charakteristische dieser Plätze liegt darin, daß die umgebende Architektur dominieren, ihr also die dekorative gärtnerische Behandlung des Platzes unbedingt untergeordnet werden muß. Ein Platz muß immer ein Raum­gefühl erwecken, und die den Platz umgebenden Gebäude müssen unter sich und mit dem Platz eine Einheit bilden. Das 19. Jahrhundert hat infolge des Riederganges der Architektur häufig die Raumwirkung gerade solcher Schmuckplätze durch falsche Bepflanzung verdorben: Daum- pflanzungcn, Heckenanlagen, Rasen, Wasser-, Kies- und Dlumenflächen müssen sich der Einheit unterordnen und dürfen den Raumeindruck nicht stören. Sie sind nur schmückendes Beiwerk und nicht Selbstzweck. Dor einem öffentlichen Ge­bäude eignet sich ein Schmuckplah nur dann, wenn fein Verkehr dort stattfindet: denn der Schmuckplah soll den Gesamtplan der Stadt als Einheit betrachtet einen Gegensatz bilden zu den Verkehr- und Ruhplähen und soll durch seine Ruhe wirken.

In Verbindung mit diesen der Erholung dienenden Plätzen sind auch die Spielplätze für Kinder zu nennen. Für Großstädte wird die sogenannteKinderwagenentfernung" gefor­dert. d. h. eine Frau soll von ihrer Wohnung mit ihrem Kinderwagen bis zum nächsten Kinder­spielplatz nicht länger als 10 Minuten zu gehen brauchen. Diese Kinderspielplätze müssen neben den Sandspielkästen für die kleinsten, auch Schau­keln, Kletterstangen. Wippen usw. für die größe­ren Kinder enthalten. Die Bepflanzung soll so sein, daß die Spielplätze in der kühleren Jahres­zeit nicht zu stark beschattet, in der heißen nicht zu sonnig sind. Vorzüglich eignen sich die Jnnen- höfe ganzer Häuserblöcke für solche Plätze. Die moderne Architektur gestaltet bekanntlich nicht nur die Strahenansicht der Häuser nach künst­lerischen Grundsätzen, sondern auch die Rück­ansichten. Wo nun die Häuser zu einem Block zusammengeschlossen sind, der eine große freie Innenfläche umschließt, entsteht ein Plahraum, dec sich für gärtnerische Anlagen mannig­faltigster Art eignet. Die Gesamtheit der reinen Hausgärten kann nach einem einheitlichen Plan angelegt und noch ein Raum für einen zentral gelegenen Kinderspielplatz ausgespart werden, der von allen Wohnungen beaufsichtigt werden kann.

Die Hausgärten werden im städtebau­lichen Bild beim Durchwandern der Straßen selten in Erscheinung treten, sie werden, wie eben ausgeführt, eine geschlossene architektonische Ge­staltung nur in dem geschilderten Sinne einer Jnnenblockanlage erfahren können. Um so mehr wird aber das Straßenbild beeinflußt von den Vorgärten. Der Vorgarten ist städtebaulich durchaus berechtigt. Er gibt Abstand von der Straße, die Geräusche dringen gedämpfter nach den Wohnräumen und der Staub kann nicht so unmittelbar in die Wohnung eindringen. Seine Mindestbreite muß, um diesen Zweck zu erfüllen, 5 Meter fein. Der Vorgarten ist häufig un­beliebt, weil diese schmalen vor dem Gebäude liegenden Gartenstreifen für die eigentliche Gartennutzung ungeeignet sind und den Bauplatz oft unerwünscht verkleinern. Aufgabe der Stadt­erweiterung muh es natürlich sein, durch einen wohldurchdachten Plan diese Rachteile auszu­merzen. Auf alle Fälle ist es ein Dinding, diese Vorgartenstreifen, wie es so gerne geschieht, nach Art derLandschaftsgärten" zu behandeln. An einigen Bretzelwegen, die ein ganzes Landschafts­bild en miniature erschließen, stehen Zypressen, Birken, Tannen, Trauerweiden, die den Woh­nungen Licht und Luft wegnehmen, wie Kraut und Rüben durcheinander. Die einzig künstle­risch mögliche Behandlung des Vorgartens ist die dekorative. Wie ein schönes buntgewirktes Band soll sich der Vorgartenstreifen an beiden Hausfronten der Straße entlangziehen und den Strahenraum, der durch Straßen und Haus- wände gebildet wird, unterstreichen, ihn nicht aber durch die erwähnte üble Bepflanzung zerstören. Diese Gestaltung ist aber nur zu erreichen durch eine Aenderung der Bauordnung: denn diese ist in ihrer heutigen Gestalt gerade selbst schuld am Vorgartenübel. Erwähnt sei noch, daß vor ein Monumentalgebäude kein Vorgarten mit dem üblichen geforderten Abschlußgitter patzt; er raubt dem Gebäude das Monumentale.

Wir haben nun noch von den Da Um­pflanzung en zu reden. Die früheren Jahr­hunderte kannten die Daumbepflanzung im enge­ren Stadtgebiet noch nicht. Die Straßen waren dazu meist zu eng. Allgemein üblich wurde die Stratzenbepslanzung erst nach 1870, als die Städte reich wurden und ihre Straßen prächtiger und breiter anlegen konnten. Von diesen breiten Straßen hat man die Bepflanzung leider auch auf die schmalen Straßen übertragen und dadurch nicht nur den Straßenraum zerstört, sondern auch den Anwohnern Licht und Luft genommen. Die Art der Daumbepflanzung hat sich also nach der Straßenbreite zu richten: es kommt, der Stellung nach, seitliche Bepflanzung der Strahe an den Bürgersteigen und bei sehr breiten Straßen die Bepflanzung eines Mittelstreifens in der Straße in Betracht. Die Bäume können dann entweder frei wachsen oder leicht beschnitten werden. Beide Qlrten sind an der ihnen zukommenden Stelle berechtigt. Entscheidend ist die Gesamtsituation,

Eine besondere Rote können schöne einzel- stehende Bäume und Baumgruppen dem Stadtbild geben. Gerade das Mittelalter hatte in der Anlage solcher Einzelbäume oder Gruppen eine besonders glückliche Hand. Wenn irgend möglich, muß die Stadterweiterung, falls auf dem einzuteilenden Gelände schöne Bäume und Daumgcuppen vorhanden sind, diese einzig­artigen Werte schonen und in das Planbild ein­beziehen. »

Ruch der Blumenschmuck von Bal­lonen und Fenstern und die Derankung dec Häuser kann von ausschlaggebender Schön­heit für ein Straßenbild fein. Dabei darf öie Architektur aber nicht zerstört, sondern sie muh unterstrichen und der Raumeindruck der Strahe erhalten werden.

Kleingärten (sog. Schrebergärten), die dauernd wie eine sonstige städtische Anlage, bestehen bleiben sollen, müssen nach einem ein­

heitlichen Plane angelegt werden. Auch sie müssen geordnete Zugangswege, Wasserentnahmestellen und womöglich auch Kinderspielplätze erhallen. Durch die Art und den Ort der Aufstellung von Gartenhäusern, durch Einfriedigungen (Hecken usw.) und durch Daumpflanzungen kann mit ein­fachen Mitteln eine derartige Anlage befriedigend gelöst werden, die sich in ihrem Aussehen wesent­lich entfernt von dem Übeln Eindruck, den diese Schrebergärten gewöhnlich bieten.

Zu den künstlerischen Gartenanlage.r, die mit dem Städtebau in Verbindung stehen, gehören auch, sofern sie nicht weit weg vom Stadtgebiet

BT

angelegt sind, die Friedhöfe. Absichtlich habe ich sie bisher nicht erwähnt: bemi gerade über die Friedhofsgestaltung ist im Rahmen eines kurzen Aufsatzes schlecht zu reden, weil das ganze Problem grundsätzlich einmal auf gerollt und an Hand von Bildern (Beifpiel und Gegenbeispiel) die unglaubliche Verwirrung des Geschmacks, die Pietät- und Kulturlosigkeit erst einmal enthüllt und gegeißelt werden muh, die sich heute gerade unter der Flagge der Pietät auf vielen Fried­höfen noch austobt. Das fei einem späteren Auf­satz oder einem Vortrag mit Lichtbildern Vor­behalten.

Vie Werkstatt für landwirtschaftliche Betriebe.

Von Dipl.-Jng. Mangold. (Rachdruck verboten.)

Die immer weiter um sich greifende Anwen­dung der Maschine auch im kleineren landwirt­schaftlichen Betrieb bringt es mit sich, daß nicht nur auf dem großen Hof, sondern auch im mitt­leren und kleineren Betrieb ein Raum geschaffen werden muß, wo man schnell und zweckmäßig kleinere Reparaturen usw. vornehmen kann. Be­sonders gilt dies für abgelegene Höfe, wo der Weg zum Dorfschmied weit ist und großen Zeit- und damit Arbeitsverlust mit sich bringt. Dann ist es für den Dorffchmied und die in größeren Dörfern befindlichen Reparaturwerkstätten eine unbedingte Rotwendigkeit, die langsame Hand­arbeit nach Möglichkeit auszuschalten und sich des Elektrowerkzeuges zu bedienen, damit die zur Reparatur überbrachten Maschinen in allerkürze­ster Zeit wieder instand gefetzt werden können. Gerade während der Erntezeit ist Schnelligkeit in der Reparatur, ohne daß natürlich dadurch die Güte der Arbeit leiden darf, ein Haupterforder­nis. Heute, wo Wohl fast in jedem Dorf elektrische Energie zur Verfügung steht, werden zahlreiche Werkzeuge und Vorrichtungen in der Werkstätte, die früher von Hand betätigt wurden, vorteilhaft mit Elektromotoren ausgerüstet. Elektrowerkzeuge sind zeitsparend und jederzeit betriebsbereit. Ihr Anschluß kann fast immer an eine beliebige Steck­dose erfoTger.

Elektrische Handbohrmaschine.

Das bekannteste und wohl auch am meisten gebrauchte Werkzeug ist die elektrische Handbohrmaschine. Für landwirtschaftliche Werkstätten werden Maschinen bis etwa 32 Milli­meter Dohrdurchmesser gebraucht. Die AEG. hat hierfür vier Größen entwickell: bis 8 Millimeter Dohrdurchmesser, bis 15, 23 und 32 Millimeter. Diese Bohrmaschinen sind vollkommen regen» und staubsicher gekapselt; ihre Lager sind als Kugellager ausgebildet, Ecken und Kanten sind vermieden. Die Wicklungen sind besonders stark und halten deshalb äleberlastungen, wie sie beim Festklemmen des Dohrers auftreten, ohne Scha-

Tischbohcmaschine für mittlere Leistungen mit elektrischem Antrieb.

IS

den für den Motor aus. Die Leistungsfähigkeit der Handbohrmaschine ist bei geringem Gewicht außerordentlich hoch. Zum Dohren von Löchern in kleinere Teile wie z. D. Deschlagteile, Schellen oder dergleichen genügt die Tischbohrmaschine. An einer Säule befindet sich dec Motor, der! mittels Lederpese durch eine dreistufige Schnur­scheibe die eigentliche Bohrwelle antreibt. Diese Maschine wird für eine Bohrleistung von 10 Millimeter in Eisen und 12 Millimeter in Messing gebaut. Durch Herausschwenken des Zwischen­tisches können auch große, sperrige Stücke gebohri werden.

Elektrische Werkzeugschleifmaschine.

Eine kleine, sehr nützliche Maschine ist die Werkzeugschleifmaschine, die in den verschiedensten Ausführungen hergestellt wird. Sie dient zum Schleifen von Drehstählen, Spiral­bohrern und anderen Werkzeugen und kann auf jeder Werkbank ausgestellt werden. Ein im Fuß angebrachter Druckknopfanlasser vollzieht das Ein- bzw. Ausschalten.

Zum Anfachen des Schmiedefeuers wird, wenn elektrischer Strom zur Verfügung steht, fast allgemein das elektrisch angetriebene Schmiedefeuergebläfe verwendet. ' Mil einem derartigen Gebläse können je nach Gröhe zwei bis zehn Schmiedefeuer dauernd in Betrieb gehalten werden.

Auch für Lötarbeit wird die Wärmewirkung des elektrischen Stromes durch Verwendung e l e k- trkscher Lötkolben, die f^»^er usb spar­sam arbeiten, vorteilhaft a ^gewendet. Die von der Elektrobeheizung G. m. b. H., Rürnberg, aus­geführten Typen haben sich im Dauerbetrieb bestens bewährt. Die Einfachheit Hes Aufbaues ermöglicht rasches und leichtes Auswechseln des Arbeitsstückes und des Heizkörpers, wie sie kaum bei einer anderen Bauart erreicht wird. Die We­nigen Teile dieses Werkzeuges werden in ein­fachster Weise durch eine auf dem Zapfen des Arbeitsstückes auf geschraubte Mutter mit we­nigen Handgriffen verbunden. Große Lebensdauer wird durch Verwendung besten Materials unb burch eigenartige, patentierte Herstellung bes Heizkörpers erreicht. Der Sitz bes Arbeitsstückes in Dem ringförmigen Heizkörper ermöglicht vor­zügliche imb schnelle Wärmeübertragung auf bas Arbeitsstück bei geringen Wärmeverlusten unb größter Wirtschaftlichkeit. Der Wärmenachschub ist so günstig, daß auch bei schweren Lötarbeiten keine Änterbcechung bes Arbeitsvorganges nötig ist und bas Arbeitsstück bauernb bie zum Löten erforderliche Temperatur hat

Af<3

Elektrisches Schmiedefeuergebläse.

I®

Als Ersatz für das bisherige Rieten seht sich infolge hoher Wirtschaftlichkert das elektrische Punktschweißverfahren immer mehr durch Punktweise können Eisenbleche bis zu 20 Millimeter unb Messingbleche bis zu 4 Milli­meter Gesamtstärke verschweißt werben. Die Bleche werben hierbei als Wiberstand zwischen bie beiden Kupferelektroden einer Punktschweih- maschine gelegt. Durch Rieberdrücken des Fuß­hebels schließt man den Stromkreis. Der Strom fließt also von der einen ElektrW?-e durch das Blech (Widerstand) zur anderen Elektrode unb erhitzt das Blech an dieser Stelle bis zurSchweih- glut.

Als Ersah für Feuerschweißungen zum Ver­binden von kompakten Querschnitten, wie Flach­eisen, Rundeisen, Profileisen jeder Art. Ringen, Reifen u. bgl. verwendet die moderne Werkstatt das elektrische Abschmelzschweißverfah­ren. Eine Stumpfschweißmaschine erseht erfah­rungsgemäß drei Schmiedefeuer bzw. Schmiede.