Frankfurt a.M.
Berlin
Schlachtviehmarkl.
Datum: |
•>
Wirtschaft
63. 64.
1926.
Banknoten.
0,4
4,7
Devisenmartt Berlin—Frankfurt <l M.
Telegraphische Auszahlung.
bis V0N Kg.
»Hfl
und Fettschweine über 150 Kg. 80 bis 81. Markt- verlauf: Kälber und Schafe bei langsamem. Schweine bei anfangs lebhaftem. später abflauendem Geschäft crusverkauft. Norddeutsche Mastkälber über Notiz gehandelt.
„®er grobe Kampf". Roman von Ludwig von Wohl. (Verlag K. F. Kohler, Berlin und Leipzig.) Preis Ganzl. 6 Mk. Ludwig von Wohl schildert in seinem Roman den ungewöhn- ttd>en Entwicklungsgang e'meS jungen Sportsmannes zum Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Anglaubliche Intrigen einer unbekannten Macht stellen sich ihm nach den ersten Siegen entgegen, scheinen ihn um den Erfolg im letzten groben Entscheidungskampf bringen zu wollen — und doch erreicht der junge Boxer nach endlosem Mühen sein Ziel. Gin guter Unterhaltung s- roman, in dem ein fesselnder Stoff ausgezeichnet verarbeitet ist, so dah auch ein sportlich uninteressierter Leser mit Aufmerksamkeit folgen wird.
710
1 Sammeln Sie J^M^Utfdjein» &Ä®k Bonbonniere
Leinkuchen 20,70 bis 8,10, Kartoffelflocken 18,90 bis 19.
Frankfurter
32. Schweine: Dollfleischige von 80 100 Kg. 80 bis 81. unter 80 Kg. 75 bis 79, 100 bis 120 Kg. 80 bis 82, von 120 bis 150
Wettervoraussage.
Halb bis ganz bedeckt, Temperaturen wenig fallend, Rebelbildung, sonst durchweg trocken.
Infolge Einströmens von südlicher Luft nach Deutschland ist die Frostgrenze ins Küstengebiet verdrängt worden, wo auch leichte Riederschläge niedergehen. Während daS russische Kaltluftgebiet sich südlich verlagert, entwickelte das atlantische Wirbelshstem seinen Hauptwirbel in Rordeuropo. während es in Westeuropa an Raum verloren hat, so daß uns hauptsächlich nördliche bis östliche Luft erreicht.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 8. Minimum 4.1 Grad Celsius. Riederschläge:
Millimeter. Heutige Morgentemperatur Grad Celsius.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".)
Frankfurt a. M., 11. Febr. Auftrieb: 5 Kühe, 1176 Kälber, 507 Schafe, 636 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkälber 60 bis 67, mittlere Mast- und beste Saugkälber 50 bis 59, geringere Mast- und gute Saugkälber 40 bi« 48, geringe Saugkälber 30 bis 35. S ch a f e: Mastlämmer und Masthämmel 42 bis 48, geringere Masthämmel und Schafe 33 bis 41, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzfchafe) 25 bis
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^erschiede zwischen rben den Führern e und Laie, die ftatiker, dann die Ning des Landes- >meis-Dresden, m DMse, ferner , beide die iugenh» eien und Japaner, ischvs. Wir inüfiat i anderer Kirchen »erstehen. 3. Sie Stockholm hat uns ine große Ausgabe Gemeindm mühten ten, die bereit sind, Menschen, die Her- Fassung der Derg- ? ganz ersaht sind muffen zusammen- gegen Sie teuflifdje Beruf, jede Klasse dah wir weiier-
:che der tzoMng. die Gnade ist noch Gnade sollen wir
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr. ReNgionSgemelnde. GotteSd.l. b. Synagoge (Südanlage). Samstag, 13. Februar 1926. Borabd. 5.30, morg. 9.00, Predigt, abds. 5.45 u. 6 25.
Gottesdienst der isr. ReligionSgesellschast. Sabbatfeier, den 13. Februar 1926. Freitag abds. 5.10, Samstag vorm. 8.30, Predigt, nachm. 3.30, Sabbatausg. 6.25. Wochengottesdienst morg. 7.00 und abds. 5.00.
Grabsteine, ein 200jäbri$er Opferstock. Die Orgel wurde von ihrem einstigen Erbauer, der Firma 9 ö r ft e r & Nikolaus in Cid), zu einer Saalorgel mit acht Registern zusammengezogen, die vollbrachte Leistung wird von Sachkennern als ein Meisterstück unserer obcrhessischen Orgelbauindustrie angesprochen. Der große Saal hat 280 Sitzplätze, das obere kleine Versammlungslokal etwa 80. Dazu kommt noch ein beträchtlicher Raum auf der unteren Empore, die von der alten Kirche her geblieben ist. Die Kosten des Umbaues sind zum Teil durch Sammlungen bereits aufgebracht. Ausgenommen werden mußten etwa 30 000 Mark. Die Kirchen- gemeinde wird, nachdem die Dankeskirche völlig schuldenfrei ist, an dieser Belastung nicht allzuschwer zu tragen haben, da 23 000 Mk. zu dem erträglichen Zinsfuß von 8 Prozent geliehen werden konnten.
Eine vielseitige Verwendung steht für das neue Gemeindehaus in Aussicht. Es ist ab und zu für Gottesdienste geeignet. Es wird in der Hauptsache aber dem Kindergottesdienst und dem Konfirmandenunterricht dienen und das Heim der verschiedensten Vereine werden, wie des Missionsvereins, des Jünglings- und Männervereins, des Gustav- Adolf-Vereins, des Frauenbundes, wie es auch für die Beratungen der Kirchengemeindevertretung der gegebene Ort ist. So hat unsere evangelische Gemeinde, geführt von ihrem treusorgenden Geistlichen, in schwerer Zeit ein Werk vollbracht, das ihr Ehre macht und späteren Geschlechtern ein Zeugnis evangelischer Tatkraft und Glaubenshoffnung, ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns fein wird.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Tenders.
(Aus der „Radio->Amschau".)
Freilag. 12. Februar:
3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend: Führung ins Berufsleben durch Mitglieder des Städtischen Berufsamtes: „Perfekte Stenotypistin gesucht", Vortrag von Frl. Steinhäuser. Für Kinder vom dreizehnten Jahre ab. 4.15—5.45 Uhr: Hausfrauen-Nach° mittag. Programm u. a.: „Weibliche Polizei im In- und Ausland". Vortrag. 5.45—6.15 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus den Briefen der Günderode. 6.15—6.45 Uhr: „Ortsgesprächsgebühren und Zählerbeschwerden", Vortrag von Ober- Telegr.-Jnspektor I. Thonet. 6.45—7.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7.45—8 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 8—8.15 Uhr: Film-Wochenschau. 8.15—9.15 Uhr: Vortragsabend Alfred Beierle 9.15—10.15 Uhr: Volkstümlicher Abend des Hausorchesters.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 11. Febr. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 26 bis 26,25, Roggen (inl.) 17,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 20 bis 22,50, Hafer (inl.) 18,50 bis 21,50, Mais (gelb) 18,50, Weizenmehl (inl. Spezial 0) 40 bis 5),50, Roggenmehl 25,75 bis 26, Weizen- und Roggenkleie 10 bis 10,25. — Tendenz: ma-t.
berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. Febr. Der Berliner Weizen- marft steht weiter im Zeichen recht geringen ausländischen Angebots, das nach der Besserung der Auslandbörsenberichte erneut im Preise höher gestellt ist. Die Exporttätigkeit ist nicht sehr groß. Bei Beginn des Verkehrs war effektwe Ware leicht befestigt. Auch Roggen zeigt sich gegenüber dem Bortag etwas erholt. Gerste nur in besten Sorten gefragt, sonst still, Hafer ruhig, Mehl ohne Umsätze. Im Lieferungsgeschäft war die Tendenz bei größter Zuruckhaltung für Weizen bis 3 Mk. befestigt. Mär§ eröffnete um 2,50 Mk (268,50) Mai um 3 Mk. (277) befestigt. Zn Roggen setzten sich gleichfalls die festen Kurse durch, doch ist die Unternehmungslust sehr gering. Es notiert^ pro Tonne: Weizen (märt) 246 bis 250, Weizen (pomm.) 246 bis 250, Weizen (März) 268,50 bis 268, Weizen (Mai) 277 bis 276, Roggen (märt.) 146 bis 152. Roggen (pomm.) 146 bis 150, Roggen (März) 168, Roggen (Mai) 171,50 bis 171, Gerste (märt.) 168 bis 196, Futtergerste 140 bis 158, Hafer (märt) 126 bis 167, Hafer (März) 179. Raps 340 bis 345; Pro Dvppel-
5% Deutsche ReichSanlethr 4% Deutsche Reichsauleihe . 3'/,°/, Deutsche Rnchoanleih« 3% Deutsche Reichsanleihe Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische KousolS ■ • • 4* 0 Hessen 3V*°/o Hessen ..... ... 3% Hellen Dcullche Verth. Dollar-Ani. dto- Doü-Tchatz-Anlretsug.'s
<*/o BoHtütfen....... .
Wo Soldmerikaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft Commerz und Prtvat-Bank Darmst. und Nakionalbanl Deutsche Bank Deutsche Bereinsbank .... Disconto Lommandit . , Metallbank Mitteldeutsche Creditbank. Oesterreichilche Creditanstalt Weltbank
Bochumer Gaß .......
Buderus . .......
Taro Deutsch-Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke. Sarpencr Bergbau . ... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte Oberbedarf ......... 'Bbönir Bergbaa ..... Rheinslaht ...... Rieben Montan ..... Tellus Bergbau
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd
Cheramtsche Werte Albt» . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp HoUmann . . . .
Anglo-Cont.-Guano Chemische Mayer Alapin . . 9- G 7varbsnindusüle, A-G. Goldschmidt Holzverkohlung Rütgerswerke Scheideanstqlt aUfl. ElektrtzttätS-Gesellschast Bergmann . ......
Mumkraftwerkr ....... Schuckert ....... Siemens 1 Halske .....
Ädlerwerke Kieper ..... Daimler Mowren. ..... HgyligenSaedt. . ..... Meauin. ■ ...... Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter «nnamren . . Konservenfabrik Braun . .
Melallgesellchast Frankfurt. Per. Union A -G. . . . . .
Schnhtabrik Her; . . . . .
Sichel...........
Zellstoff Doldhof ...... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waahäusel . . .
Büchertisch.
— Friedrich Manns Pädag o g i s ch es Magazin. (Abhandlungen vom Gebiete der Pädagogik und ihrer Hilfswissenschaften^ Heft 1072: Rudolf Süden und sein Zeitalter. Studien von Prof. D. Dr. Friedrich Lienhard, Dr. Alfred Deck. Prof. Curt Hacker und Prof. Dr. Bruno Iordan. (Schriften aus dem Euckenkreis, herauS- geaeben vom Euckenbund, Heft 21.) — Heft 1070: Ptaton als ethischer Erzieher. Bon Dr. Demro v. Hagen. (Euckenbund, Heft 20.) Hermann Deher und Söhne (Beyer uiti) Mann), Langensalza.
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Dorskirchen- zen-Linden.
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Das Geschäft schrumpfte stark zusammen. Der G e l d m a r l t bleibt weiter leicht. Tagesgeld war zu 5'/,. Proz. angeboten. Mvnatsgeld 5Vt bis 6' . Proz. Im Devisenverkehr notierte Parts gegen London 132. London stellte sich gegen Kabel auf 4,8635. Die übrigen Valuten waren nicht wesentlich verändert.
DSrsenkurse.
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Letzte Nachrichten.
Schweres Explofions-Unglück in München.
München. 11. Febr. (2DIB. Drahtbericht.) 3m Haufe Rumforlstrahe 8 ereignete sich heute vormittag ein schweres Explosionsunglück. Bei der Desinfektion einer Wohnung explodierte der Apparat. Die Räume wurden teilweise eingedrückt. 3n der Umgegend von 200 Meter von der Unfallstelle wurden fämtliche Fensterscheiben zertrümmert. Fehn Personen wurden verletzt und muhten in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Die Strohe ist mH Glassplittern und Trümmern übersät. Die Explosion soll darauf zurückzusühren sein, dah sich die zur Desinfektion verwendete Blausäure mH Leuchtgas vermifchte und Knallgas gebildet hat.
zentner Weizenmehl 32,25 bis 35,50. Roggenmehl 22 bis 24, Weizenkleie 11 bis 1150, Roggenkleie 9,30 bis 9,70, Biktoriaerbsen 26 bis 35, Heine Speiseerbsen 22 bis 25, Futtererbsen 20 bis 22. Peluschken 20 bis 21, Ackerbohnen
erfreulich war die Anwesenheit der Aeltesten aus den benachbarten preußischen Gebieten, die ja mit den Hessen in der Hauptsache eines Stammes find. Der 8 e st g ° t t e s d i e n st in der wundervollen Kirche muß als der Höhepunkt der Tagung angesprochen werden, besonders durch die kraftvolle, hoffnungssichere Predlgt des Prälaten D- Dr. Dieh l. An den Gottesdienst schloß sich der erste Bortrag über den Sonntag an. Er gipfelte in der Forderung, daß das Dorf alles aufbieten müsse, um das Edelgold des Sonntags von der es umftarrendfr Schmutzschicht zu befreien. Rachdem in den Häusern die Gastfreundschaft der Festgemeinde in vollem Lichte erstrahlt hatte, schritt man zur Rachversammlung in der Turnhalle. Hier sprach noch einmal Heinrich Rau° mann vom Heiligtum des Sonntags. In der Besprechung, die wieder von Dekan Scribd geleitet wurde, kamen die verschiedenartigsten Meinungen zum Austausch. Bon besonderem Wert, gerade für eine Einzelfrage, war die Anwesenheit eines Kreisvertreters. Sehr erfreulich war auch die die ganze Tagung durchziehende Mitarbeit der Schule, die zumal in vortrefflichen Worten des Kreisschulrats Fischer gipfelte. Um der Veranstaltung einen nach außen sichtbaren Ausdruck zu geben, wurde folgende Entschließung einhellig gutgeheihen:
„Der siebente oberhessische Dors-Kirchenvorstehertag zu Großen-Linden erhebt vor dem ganzen Land seine mahnende Stimme und beschwört unser-Volt, das Heiligtum dtzs Sonntags von Ieiner Beschmutzung zu reinigen. Wir bitten alle Regierenden, tunlichst alle rauschenden Feste und Vergnügungen und alle Wahlen auf Wochentage zu legen. Wir bitten alle Werks- und Fabrilherren, alle Dienst- und Lehrherren, alle Turn- und Sportvereine, chren Arbeitnehmern und Anhängern den Sonntag zu erhalten, soweit wirtschastliche Lebensinteressen es gestalten. Wir bitten allle Hausmütter und -Väter: Erhaltet um eurer Kinder und Rachkommen willen die Heiligkeit des Sonntags. Wir Kirchenvorsteher geloben, unseren Dörfern mit allen Kräften den Tag des Herrn zu bewahren, weil er eine Segensquelle unseres Volkstums ist."
Ein evangelisches Gemeindehaus in Bad-Nauheim.
<£ Bad-Nauheim, 8. Febr. Der gestrige Sonntag war für die hiesige evangelische Gemeinde ein denkwürdiger Tag. War es doch möglich, wie schon kurz berichtet wurde, das neue evangelische Gemeindehaus, das man durch Umbau der alten Wilhelmskirche trotz der Schwere der Zeit im letzten Jahre geschaffen hat, in würdiger Weste in Gegenwart des Superintendenten für Oberhessen, Oberkirchenrats Wagner- Gießen, Dekans Vogel- Bruchenbrücken und Geh. Oberbaurats Walde -Darmstadt einzuweihen.
Vor geladenen Gästen, unter denen sich sämtliche Vertreter der Kirche, der Schulen, der städtischen und staatlichen Behörden befanden, auch solche, die anderen Bekenntnissen zugehören, wurde das in seiner Art wohl einzige Gemeindehaus den vielseitigen Zwecken übergeben, denen es in Zukunft dienen soll. Nach dem einstimmenden Orgelvorspiel von Dr. Otto W i s s i g - Oldenburg hielt Kirchenrat W i s s i g, der greise Ortsgeistliche, der seit mehr heim einem Menschenalter die hiesige evangelische Gemeinde betreut, die W e i h e r e d e. Ausführlich schilderte er die Geschichte der 1740 mit Unterstützung der hessisch-nassauischen Regierung erbauten Wilhelmskirche, die bis zur Einweihung bet neuen Dankeskirche vor zwei Jahrzehnten das anheimelnde Gotteshaus der Nauheimer und der Kurgäste war, die dann den Weltkrieg und seine Nachwehen stark spüren (Lebensmitteldepot der Heeresverwaltung, Möbelmagazin für Flüchtlinge) und Wunden davontragen muhte, die sie nach und nach dem Verfall geweiht hätten, wenn sie dank dem Weitblick unserer Kirchenvertretung nicht mehrmals nach fröhlicher Wiedererstehung einer neuen, durchaus zeitgemäßen Aufgabe zugeführt worden wäre: neben dem eigentlichen Gotteshause, der Dankeskirche, ein weiterer Sammelpunkt der Gemeinde zu werden. So darf die Wilhelmskirche, die im Aeußeren noch ihr altes Gewand trägt innen sich aber unter der leitenden Hand des Künstlers ihrem neuen Zwecke angepaßt hat, mitwirken an der Lösung wichtigster Lebensfragen der evangelischen Gemeinde und damit gleichzeitig am Wiederaufbau der durch den Krieg und seine Folgen erschütterten sittlichen, religiösen und sozialen Zustande.
Nach der tiefempfundenen, gedankenreichen Weiherede gab eine mit viel Liebe und reifer Ueber- tegung zusammongestellte Vortragsfolge in Wort und musikalischen Darbietungen Antwort auf die Frage: „Was soll hier gebaut und gepflegt werden?" Eine unzertrennliche Dreiheit ift es, wie Kirchenrat W i s s i g in anschaulichen Ansprachen überzeugend ausführte: Ein Glaubensgrund, ein Herzensbund, eine Gebets- und Hoffnungsgemeinschaft. Edelste Musik ergänzte jeweils die vom Geistlichen gesprochenen verbindenden Worte und lieh sie zu einem noch nachhaltiger wirkenden Erlebnis werden. I. S. Bach, Arnold Mendelssohn, Händel, I. Brahms waren die Meister der Kirchenmusik, von denen Werke durch die Orgel, ein Quartett, ein kleiner Chor und Sologesang unter Mitwirkung von Violine, Viola, (Tello" und Klarinette packend zu der andächtigen Festgemeinde sprechen, sie bis ins Innerste ergreifend und in eine andere Welt versetzend. An der Wiedergabe der erhabenen Musik waren in erster Linie Angehörige unserer Pfarrfamilie beteiligt, nicht nur Dr. O. W i s s i g - Oldenburg mit fernem vollendeten Orgelspiel und Frau Anni Q u i st o r p - Wissig (Leipzig) mit ihrem klangschönen Sopran, auch das Quartett und der kleine Chor setzten sich vorwiegend aus Mitgliedern der Familie W i s s i g zusammen. So war die Einweihungsfeier des neuert Gemeindehauses nicht nur eine Festfreude, sondern auch eine Stunde wirklicher Erbauung, eine Stunde der Stärkung im Glauben an die Zukunft.
lieber den Umbau der Wilhelmskirche und die Einrichtung des neuen Gemeindehauses fei noch kurz folgendes mitgeteilt: Begonnen wurde vor etwa Jahresfrist mit den Arbeiten. Hiesige Geschäftsleute und Handwerker führten das Werk aus und schufen nach den Plänen von Geh. Oberbaurat Professor W a l b e (Darnsttadt), des hessischen Denkmalspfle- gers, in kiebevollsr Vertiefung in die ihnen gestellte Aufgabe ein wahres Schmuckkästchen aus dem Jnnenraum der alten Kirche. Der bekannte Kirchenmaler Belte- Darmstadt gab dem Ganzen den warmen inneren Top. Durch eine senkrecht durchgehende Wand wurde ein größerer Teil des alten Schiffes als Saal abgetrennt, während der verbleibende kleinere Teil unten die nötigen sanitären Einrichtungen, eine Teeküche, die Luftheizungsanlage u.dgl., oben aber einen kleineren Vereinssaal 'm den Maßen 6 auf 11 Meter enthält. Alles, was geschichtliche Erinerungen an die alte Kirche wachruft, ist erhalten geblieben: die alte Kanzel, die alten
Berlin, 10 Febr
Amerikanische Note« . . . . . Belgische Noten . Dänische Noten ...... Englische Noten. ...... Frcmzöffsche Noten ..... Holländische Noiru ..... Ziatienische Noten ..... Norwegische Noten Deutsch-Oesierr.L 100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten ..... Spanische Noten . Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten .....
Frankfurter
Geld
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19.00
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85.04
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112.02
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58.75
12.38
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Getreidebörse.
19,50 bis 20,50, Wicken 22 bis 24, Lupinen (blau) 12 bis 13, Lupinen (gelb) 14 bis 15, Serradelle 20 bis 21, Rapskuchen 14,80 bis 15, 20,80, Trockenschnttzel 8 bis 14 bis 14,50, Soyaschrot
* Die Bauvorhaben im Ianuar 1 9 26. Im Bautennachweis der „Bauwelt" wurden im Monat Ianuar 2272 Wohnhäuser und 744 sonstige Bauten (Fabrikgebäude, Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Kirchen usw.) gemeldet, gegenüber einer V^r' öffentlichung von 3871 Wohnhäusern und 964 sonstigen Bauten im Dezember 1925.
* Von der nassauischen Elektrizitätswirtschaft. Die Lahnkraftwerke QI.-®, in Limburg, die den Dau und die Ausnutzung von Wasserkräften zur Erzeugung elektrischer Energie zum Zweck hat, ist jetzt in das Handelsregister des Amtsgerichts Limburg eingetragen worden. Das Grundkapital betragt 2V- Mill. Mark. Gründer der Gesellschaft sind: Das Land Preußen, der Regierungsbezirk Wiesbaden, die Kreise Limburg, Oberlahn, Tlnterlahn, Unlcr- taunus, Oberlaunus. Wiesbaden-Land, Höchst a. M., Königstein, Qt^eingau und Ufingen, die Städte Diez und Limburg, die Elektrizitäts-A.-G. vorm. W. Lahmeyer & Co. in Frankfurt a. M. und die Mainkrastwerke-A.°G., Höchst a. M. Diese Gründer haben sämtliche Qlktien übernommen. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus Direktor B a n s a - Limburg und Direktor Schober- Frankfurt a. M. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Landeshauptmann Dr. W o e l l - Wiesbaden, Stadtrat Lutsch- Frank« furt a. M., Generaldirektor Dr. Salomon- Frankfurt a. M., Direktor Koeppchen- Essen, ferner der Landrat der älnterlahnkreises, der Bürgermeister der Stadt Limburg und vier Ministerialräte in Berlin.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Berlin, 11. Febr. Der Börsenbeginn stand wieder unter dem Zeichen einer starken Unsicherheit. Der Kursbeginn gestaltete sich anfangs sehr verschieden und ließ eine einheitliche Grundtendenz vermissen. An den führenden Terminaktienmärkten setzten sich die Rückgänge zunächst fort, wobei es zu Kursabschwächungen von 1 bis 2 Prozent kam, anscheinend infolge von Entlastungsverkäusen der Spekulation in Hinsicht auf den bevorstehenden Medio und des Fehlens der zweiten Hand. Auch die Nebenmärkte hatten überwiegend Kursabschwächungen aufzuweisen, und auch hier war die Kursgestaltung recht unterschiedlich. Günstige wirtschaftspolitische Nachrichten, ebenso die programmatischen Erklärungen des Reichsfinanzministers, blieben von der Börse ziemlich unbeachtet. Die lebhaftere Bewegung am Anleihemarkt hielt an. Das Hauptinteresse konzentrierte sich weiter auf Kriegsanleihe, bie auf 0,380 anzogen. Am Devisenmarkt fanden die Hauptumsätze in der polnischen Währung statt. Warschau stellte sich gegen Kabel auf 7,50. Paris mar gegen London heute eine Kleinigkeit erholt. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Tagesgeld ist weiter sehr leicht bei 5 bis 7 Prozent,
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 11. Febr. Tendenz: Leicht erholt. Wenn auch die Dorfe die bisherige Unsicherheit noch nicht überwunden hat, so find doch wieder Anzeichen einer regeren Tlnternehmungslust festzustellen, die sich durch Deckungskäufe der Spekulation bemerkbar machten. Die außenpolitische Lage wird trotz der neuen Rede Mussolinis etwas freundlicher beurteilt, besonders die ErWrungen Chamberlains, der für eine Herabsetzung der Stärke der Besahungs- truppen eintritt, boten etwas Anregung. Mit großer Defriedigung wurden aber die Steuererleichterungen ausgenommen, die der Reichsfinanzminister in seiner gestrigen Rede angekündigt hat. Zn Beginn des offiziellen Verkehrs setzten auf nahezu allen Märkten leichte Kurserholungen ein. die teilweise bis zu 2 bis 3 Prvz. gingen, vereinzelt waren die Besserungen auch noch höher. Das Geschäft hielt sich aber in engen Grenzen und entwickelte sich nur am Ante i h e in arkt in größerem Umfange. Irn Vordergründe standen hier wieder Kriegsanleihe und Schuhgebietanleihen, die höher gingen. Die Anleihen der Länder hielten sich im allgemeinen auf dem gestrigen Stande. Ausländische Renten waren weiter vernachlässigt, doch konnten sie sich irn Kurse behaupten. Pfandbriefe lagen ruhig. An den Aktienmärkten war die Stimmung unsicher, doch stellten sich auch hier Erholungen ein. Bankaktien waren gehalten, nur Reichsbank lagen etwas schwächer. Von Schiffahrtswerten gingen Hapag etwas zurück, während Rordd. Lloyd fast unverändert verkehrten. A u t o ° A k t i e n waren leicht gebessert, ebenso Zuckeraktien. Der Kassamarkt der Industriepapiere lag unregelmäßig. Im Freiverkehr kamen nennenswerte Umsätze nicht zustande, die Tendenz war leicht nachaebend. Api 0,4, Deckerstahl 45 Proz., Deckerkohle 58 Proz., Benz 34 Prvz., Brown- Doveri 70 Proz., Entreprise 9 Prvz., Growag 51 Proz.. Krügershall 90 Proz., Ufa 69 Proz., llfra 59,5 Proz. Im weiteren Okrtaufe änderte sich in der Stimmung nur wenig. Die Kurse hielten sich zumeist auf ihren Anfangsnotierungen.
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95. 5'
116.5*
82,3*
—
84,75'
85
80
81.75
—
83*
t2
82*
81,5'
99*
—
97.75'
98,75*
36
86 5
37
38.25
33
31
33 75
34
23 5
-
—
31
31,5
—
—
—
2? 75
—-
—p
-
—
—
—
-w-
—
108 5
108.75
—»
—
60,5
-
60
—
27
—
6
—
i-5
—
97,5
98
97
96,5
44
j -
—
—
43
43
43
—
10 Febr.
11. Febr.
Amtliche Nori runa
Amtliche Geld
totierung Brief
Geld
Brief .
Arnft.-Rou
168,11
id-j.ST
168.12
168,(4
Buen--Aires
1,716
19 075
1,720
1.712
1,716
Brff.-Antw
Chriftiania -
19.115
19,075
19.150
85,29
85.51
85 31
85, 6
Kopenhagen
103,57
103.83
104,07
103,83
Stockholm - HelsingforS Italien. .
London. .
112, 5 10.552 16.93
10,404
112,63 10,592 16.17
20,456
112,35 10,652
16.93
20,40 t
112,63
10,692
16,97
20,455
Neuyork . .
4.19a
4,205 • 5,36
4,195
4,20-5
Paris. . .
15,32
15,465
15,505
Schwei» . •
80 78
8 >.98
80,795
äO.flOa
Spanien.
5 .98
59,12
59,lo
59.30
Japan . . . Rio de Jan
1,881
1.888
1.891
1,898
0 622
•.624
0.620
0.62-2
Wien i« D-- Ceft. abgest
59,06
59,70
59.04
59,18
Prag ....
12.41
(2,45
12,450
12,455
Belzrad . .
7.37n
7,395
7.37
7,39
Budapest. .
□ ,878
3,898
5,878
5,89
Bulgarien Lissabon
2,98
41 245
2,99
21,295
3.98
21,245
2,99
21,293
Danzig. .
80 91
81.11
80,91
2,20
81.11
Konstantin.
3,2ii
2,21
Alben
6 09
6.11
6.14
6.16
(Sanaba. . .
4 18
4,19
4.18
4.19
Uruguatt
4.315
4.3:5
4,315
4,385


