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Turnen, Sport und Spiel

von

tert Dillenburger Plai»

Winnen.

Buntes Allerlei.

Die Wellenlänge eines Geruch».

strahe in Offenbach eine Scheune angezüntet^fo dah dem Eigentümer ein Schaden von 8300 j2£l entstand Durch den Brand wollte er dir Tötung eines gewissen Atzkr, ter öfters in ter Scheune nächtigte, bezwecken. In ter Doruntersuchung haue er dies auch zugegeben, bestritt es aber letzt. Das Urteil lautete wegen vorsatzttcher Brandstiftung auf vier Iahre Zuchthaus und zehn Iahre Ehrverlust, sowie Stellung unter Polizeiaufsicht. Hinsichtlich des Mordplanss komtte ter Angeklagte trotz starken Derdachtes nrcht überführt werten.

tz. Am Sonntag sind für den Lahnkreis vier Begegnungen vorgesehen. Im Hauptspirl emp- fängt die S.Dg. Gießen 1900 den Spitzcn- führer Germania Marburg auf eigenem Platz. Trotz feines guten Tabellenplatzes ist Ger­mania nicht die überragende Elf. wie sie es ihrem Torverhältnis und ihren Punkten nach sein sollte. ES kann den 1900ern gelingen, dieser Mannschaft Herr zu werden, wenn eS bei ihnen int Sturm nur halbwegs klappt. Im Falle eines Gießener Sieges sind diese den Marburgern ernst­haft auf den Fersen. Ockershausen gegen Herborn. Ein Kampf um den zweiten Platz, in dem sich Ockershausen kaum seiner evtl, noch bestehenden Meisterschaftschancen begeben wird. Herborn, da- sonst immer den Dorteil des eigenen eigenartigen Platze« hatte, wird diesmal auch die Tücken eines fremden in Ockershausen kennenzulernen, Gelegenheit haben. _ D. C. Wetzlar gegen Gladenbach dürste für den Plahverein einen sicheren, nicht allzu hohen Sieg ergeben. Es gilt für die B. C.er, die Zil-Hteber- läge des Borspiel« in Gladenbach wettzumachen. Dillenburg gegen Frankenberg.

Büchertisch.

_ 5 A. Aord: .Die Sichel" (Ring-Beo- lag Berlin W. 30. Leinen 6 QM.). Der Roman schildert denroten Tod in der Mongolei'. Sin Kenner von Land und Leuten und der letzten politischen Dorgänge in A.ien nimmt die Kämpfe und Derwickelungen dort zum Hintergrund für eine dramatisch aufgebaute Erzählung. DaS Land der tausend Rätsel ist in den SchnittkreiS der bolschewistischen Sichel gerissen, und alt« Kultur droht unter dem Blutschritt der Propaga.ndeure einesneuen Zeitalters" zu zerbrechen. Mit aller Kraft kämpfen Dertreter ter alten (ulturtragen- ten Schichten Asiens an gegen die Zersetzung-- Methoden des Bolschewismus und suchen durch neue Gestaltung der alten Kulturen ein Schick­sal aufzuhalten, wie es das russische Bürger­tum traf. i( 834

Die unvergeßliche Stunde" von Elisabeth Rüssel (Gräfin Arnim). Roman. 353 Seiten 8' . Derlag willst ein, Berlin. - Ein Liebesroman, ter klug, graziös, voll Humor und doch sehr ernsthaft einen eigenartigen sittlichen Konflikt behandelt: ter Roman einer alternden Fvau, die plötzlich und gegen ihren Willen von der Leidenschaft eines jungen Mannes Über- vamrt wird. Die sie sich zu diesem unerwarteten Schicksal stellt, Wie die kluge Erfahrenheit ihre« Alters, die überkommenen movalischen Anschiu- ungen mit weiblicher Eitelkeit und der Sehn­sucht nach Glück und Jugend kämpfen, das ist das tiefe, menschlich« Problem diese« Buches. Da­neben Ne meisterhafte Schilderung des Milieus, de« gepflegten, kühlen, etwa- steifen Geben« ter guten Gesellschaft", in dem die- merkwürdige Liebes- und Ghedvama sich abspielt. 81Z

ist und Tropenblumen, obwohl prächtig gefärbt, doch duftlos sind. Auch benutzt man zur Geruch­losmachung von Apparaten für Duftekperi.nente stark strahlendes künstliches Licht. Intercs anl ist auch, daß viele geruchzerstorende Mitt.l während des Prozeßes auch Farben zerstören. So Wicken Ehlorin- und Hydrogen-Peroxyd sowohl als Ge° ruchzerstörcr, wie als Bleichmittel. Die Fähigkeit des Lichtes oder chemischer Mittel verursacht daS Verschwinden Leisen, was die EhemilerDoppel- Verbindungen" nennen. Die Schwingungen bei .einer Dvppelverbindung bezeichnet Mr. Hopper als Grundursache des Geruches. Bloße Flüchtig­keit oder Löslichkeit kann die verschiedenen, teil- senfchastlich beobachteten Geruchsphänomene nicht erklären. Diele üb.raus flüchtige Substanzen rufen keine Geruchsempsindung hervor. Anderer­seits können wechselnde Geruchsstärken auf die Rotationsschnelligkeit der Erzeugunaseleltronen zurückgeführt werden. Derdünnte Lösungen rie­chen etwas anders als die gleichen Substanzen in konzentrierter Form infolge de« magnetischen Einflus es der Moleküle aufeinander bei Zusam- menbrängung in reinem Zustande.

Dillenburg gegen Wenn die Frankenberger ter _

noch nicht kennen, dürften sie dort kaum ge-

Die feltfamen Be^i Hungen ter Entstehung

Gerüchen zur Zartenbildung und zu den verschiedenen Erscheinungen von Acht» Wärme­strahlung und Sielt.i ität sind ein von

ter Forschung noch wenig erschlossenes Gebiet. Hier einige- Licht zu verbreiten, unternimmt QL E. Hopper in einer amerikan.schen Zeitschrift. Gehörsinn und Klangwellen zeigen eine immer­hin noch offenkundigere 3uf ammengebör igietf, aber auch hier mußte die moderne Technik erst eine Methode finden, um zusammengesetzte Töne in ihre Bestandteile zu zerlegen und wieder au- sammenzusehen, um au einer genaueren Schüt- wng ter physiologischen Tatsachen zu gelangen. Diel schwieriger ist es jedoch, nachzuwetten, daß die Geruchsphänomene, nicht minder al« die des Lichtes wellenartige Ausstrahlungen irgendeiner Art, vielllichtGeruchs-Ionen" darstellen, welche beim Zuf..mmenftoß von Atomen stark riechender Substanzen als ungesättigte elektrische Ladungen frei werden. Die Elemente, welche Riechmiswun- gen von sich geben, gehören fast ausichließlich zu jenen Substanzen, die, chemisch genommen, von wechselndem Bestände finJ. Ihre ungesättig­ten Verbindungen bringen eine El.cktronenbewe- gung hervor, bie eine Wckl:nb:wegung mit viel­hundertmal kürzeren Wellen erzeugt, als jene des Lichtes aufweist, und vielhundertmal so häufiger Wiederholung, und die von den De- ruchsnerven als Geruch empfunden wird. Mr. Hopper meint, daß es möglich fein mu,fe, diese Wellen so zu verändern, daß sie mit dem Spek­troskop untersucht werten können, um da.ucch daspersönliche" Element b:l der stlnt rsuchung von Gerüchen auSzuschalten und viell icht zur Entdeckung mancher, außerhalb der menschlichen Riechfahigkeit liegenden Gerüche zu gelangen. Daß solche theoretisch« Betrachtungen über Mes­sungen des Geruchssinnes nicht ohne praktische Bedeutung sind, erhellt aus den Bestrebungen neuerer Versuche zur Bekämpfung eines Baum- wollschadlings, des Samenwiebels. Dieser wird durch Gifte mit dem charakteristischen Geruch von Daumwollpflanzen, ter so anziehend für den Damenwiebel ist, angelockt und vernichtet. 3n Verbindung mit dem Urfprung von Gerüchen, ter Bildung von Farben, Licht- und Wärme- erscheinungen, ist die Betrachtung von Interesse, daß der Duft getoif,er Pflanzen, wie der Racht- viole. vor dem Dunkeuoerten kaum bemerkbar

(Dresdner S. E.), Geiger (A. S. D. Rürrüberg): Hofmann (Bayern-München), Wolpers, Harter (Hamburger S. D.), Hochgesang (l. F. E. Rurn- berg). Dcherm (A. S. D. Rümberg). -- Grstrtz: Hvrn, Lang. Munk lH. S. D.). KlingSeis (Wacker- München).

Di« Schweizer stellen folqente Elf: Pulver (Doung Boys): Ramseyer (F.E.Dem), Deweck (DrashopPerS): Gesrr (Servette), v. Arr (Doung Boys). Reuenschwander (Gcashoppers): Tschirren. Weiler! (GraShoPPers). Brand (F.E.Dern). Aldo Poretti, Fink (F. E. Lugano). Ersatz: Pache (Gras Hoppers), Wiedmer (Grenchen), Iäggi lll (Solothurn).

Mit ter Aufstellung der schweiz «rischen Mannschaft ist man in schweizerischen Fach­kreisen im allgemeinen sehr zufrieden. In ter deutschen Mannschaft stehen durchweg einzeln bewährte Spieler, eS bleibt allerdings noch die Frage, wie sie sich untereinander ver­stehen werten. Aus die Spieler dec 6. Dg. Fürth muhte wegen deren Spanienreise verzichtet wer­ten. Die Meinungen darüber, daß die Aus­stellung glücklich sei. sind geteilt. Sv ist es chwer, über den wahrscheinlichen Ausgang des Spiels, der knapp sein sollte, etwas zu sagen.

Reichsjugendabzeichen und Turn- und Zporlverbände.

vv. DaS Reichsjugendabzeichen ist im ersten Iahre seit seiner Einführung insgesamt rund 4600mal verliehen worden. Rach einer Auf­stellung des Deutschen R.ichSausschusseS für Lei- beSübungen entfallen davon 37,4 Prozent auf vereinslofe Jugendliche, 62,6 Prvz. auf Iugend- liche, die einem Turn- oder Sportverband ange­boren;

Die Mehrzahl ter Jugendlichen hat unter liefen Derbänten die Deutsche Sportbebörte für Leichtathletik gestellt, auf die von den insge­samt 62,6 Proz. allein 24,2 Proz. entfallen. An zweiter Stelle steht die Deutsche Turnerschaft mit 19 Proz., erst im weiteren Abstand folgt der Deutsche Schwimmverband mit 9,1 Proz. Die übrigen Derbänte können nur geringe Prozent­ziffern verzeichnen, davon ter Deutsche Ruter- verband 2,8, die Deutsche Pfadsinterschaft 1,9, ter DerbandEichenkreuz" 0,3, auf verschiedene andere Derbänte entfallen 1,9, auf weitere Iu- gendverbände 2,4 Prozent.

Bezirksligavorschau für Hessen-Hannover.

tz. Rach seinem sonntäglichen Erfolg gegen den D. f. D. Kurhessen Marburg hat ter D. f. B. Gießen diesmal einen schwereren Gang, und zwar nach Kassel zu dem Reuling Hermannia. Im Dvrspiel er).eiten die Gießener auf eigenem Platz ein unentsch.eden 2:2. Hermannia ist ebne sehr hart und körper­lich spielende Elf. die speziell auf eigenem Platz schwer zu schlagen ist. Man kann also dem D.f. D. Gießen nicht allzuviel Hoffnung auf Sieg machen.

In ter Dordgruppe stehen 2 Spiele am kommenden Sonntag an. SPielv. Kassel gegen Göttingen 0 5. Dieses Spiel gewinnt dadurch an Deteutung. daß den Göttingern am Sonntag ter sensationelle Sieg über den Mestter Sport Kassel gelang. Spirlv. Kassel ist zur Zeit Spitzenführer in bet Rord-aruppe. Rach dem Öer- zeitigen Können der beiten Mannschaften ist ter Ausgang des Kampfes völlig offen. -Ein­beck gegen Sport Kassel. Auf dem Ein­becker Platz hat Sport den Sieg noch nicht in der Tasche.

Restlos geklärt ist die Lage noch in feiner der beiden Gruppen. Höchstens am Ende der Tabelle sieht es für die Inhaber trifte au«. Im Rorten Münden und im Süden Marburg; die beiden werten um den Abstieg wohl kaum her- umkommen. Besonders interessant wird ter Der- gleich ter beiten Spihenftihrer im Kampf um die Meisterschaft werden. H er tappt man noch völlig im Dunkeln, nachdem der Sieg des S.E. 03 Kassel, des 5. ter Rordgruppe über den Spitzen­führer des Südens, Kurhessen Kassel, alle Be­rechnungen über den Haufen warf.

Lahnkreisvorschau.

Deutschlands Fußball-Länderkämpfe.

Der am kommenden Sonntag bevorstehende Fußballkampf Deutschlands gegen die Schweiz gibt Anlaß zu einer Betrach­tung ter bisherigen Länterkämpfe Der'ich- landS. Seit 1908, also zu einer Zeit, als her Fußballsport noch in den ersten Iahten ter Entwicklung steckte, hat Deutschland insgesamt 59 Länterkämpfe z^m Austrag gebracht unö ist batet mit 12 Rationen in Verbindung ge­treten. Die Abschlußbilanz dieser Kämpfe ist nicht als überaus günstig anzusprechen, denn nut 17 Kämpfe wurden gewonnen, während 30 ver­loren gingen und 12 unentschieden endeten. D e laufend« Spielzeit mit vier Siegen und einem Unentschieden hat seht wesentlich dazu beige­tragen, ein noch ungünstigeres D Id zu ver­wischen. Der höchste ziffernmäßige S eg wurde 1922 auf ter Olympiade zu Stockholm erzielt. Rußland wurde in der Trostrunde mit 16:0 au« ter Konkurrenz geworfen. Die größte Rieder­lage erlitt Deutschland« Slf 1909 beim Qärtber- kampf in Oxford gegen England, wo die Vertreter des Mutterlandes ter deutschen Mannschaft mit 9:0 eine etwas kräftige Abfuhr bewilligten.

Während gewöhnlich bei sportlichen Kämpfen verschiedene Erfolgs-Abschnitte feststellbar find, kann man dies bei ten Länterkämpfen Deutsch­lands nicht behaupten. Es sind mitunter mäß ae Erfolge erzielt Worten, die auch gelegentl d?« Siege über andere Länder nicht verwischen kön­nen. Die Auseinanterfolge einiger beachtlicher Ergebnisse konnte nicht so gedehnt werten, daß sich von einer Erfolgsserie sprechen Iaht. In ter Vorkriegszeit z.B. w rten von 33 Kämpfen nur sechs gewonnen, davon allein t>hr gegen d'e Schweiz, und fünf blieben unentsch eben. Diese wenigen Erfolge verstreuen sich auf eine Zeit­spanne von s«hs Iahren. wobei noch zu be­denken ist, daß in ten Iahren 1903, 1939 und 1913 nicht ein einziger Sieg erfochten werden konnte.

Am besten hat Deutschlands Fuhballvertre- tung, die insgesamt g?gen 12 Rationen in die Schranken trat, gegen die Schweiz abgeschnttten. A"ch das hat seine Berechtigung, weil die Schweizer eine Ration sind, bei der da« Fuß­ballspiel aus ten verschiedensten Gründen heraus nur sehr schwer Spitzenleistungen erreichen kann. Andere Rationen, wie etwa die Oester- reicher, Tschechen und Ungarn haben ganz andere Fuhballtale:tte aufzuweisen, al« die Schweizer.

Bezüglich Deutschland mutz g-sagt werten, datz die teilweisen Mktzerfolge seiner Lander- mannschaft ihre Ursache nicht bar n hoben, datz die Allgemeinl-eistungen ferner Vereine schwache sind. Die guten V-rein« rannschaften. Wie s^r in ten Großstädten Süd- und Rorddeutschlands zu Hause sind, haben in ihren internationalen Kämp­fen zum Teil hervorragende Ergebnisse erzielt. Richt immer glückliche Mannschaftsaufstellung, Versagen einzelner Mannschaftsteile und ähn­liche Umstände, baten zu teix häufigen Rieder- lagen ter deutscher Mannschaft oft beigetragen.

Betrachten wir bie einzelnen Kämpfe ge­sondert nach ihren ©egnern, so kommen wir zu l folgendem Bild: Gegen die Schweiz trat Deutschland elfmal an, g'wam sechsmal, unterlag F dreimal und spielt? zwe'mal unentschieden. Der nächste Gegner ist Holland. Drei Kämpfe wur- 7 den gewonnen, vier gingen verlorm. drei blieben unentschieden. Als nächster folgt Ungarn, mit dem zur Zeit leider ferne Spiele möglich sind, well ebenso wie bei Oesterre'ch. die Tschecho­slowakei und England das Vorhandensein von Berufsspielern vorerst noch ten sportlichen Verkehr unterbindet. Don den acht gegen Un- -gam ausgetragenen Spielen tourte nur eins gewonnen, wahrend drei unentschieden blieben und vier verloren gingen. Aehnlich ist das Ver­hältnis zu Oesterreich. Auch her nur zwei Siege, vier Riederlagen bei 7 Spielen. Datz Deutschland wie andere Lander auch gegen England keine Chancen hat. ist nicht über- rasctend. Ein unentschiedenes Ergebnis bei vier Spielen, dafür aber ein Torverhältnis von 3:19, kennzeichnet am besten die Situation. Auch Schweden, gegen welches Land Deutschland seit 1911 sechs Begegnungen durchgeführt Hai. war immer ein schwerer Gegner. Rur ein Sieg konnte errungen werden, und nur ein Spiel war unentschieden zu gestalten. Mit Belgien ist bet sportliche Verkehr erst seit kurzer Zeit wieder auf genommen; er erstreckt sich bisher aber nur auf die Vereine. In der Vorkriegszeit war die Mannschaft ter Belgier stärker als zur Zeit, Deutschland hatte denn auch bei drei Speien drei glatte Rieterlagen Heimtragen müssen. Selbst gegen das kleine Finnland konnte keine sportliche Ueberlegenbeit dokumentiert werten. Das Fazit aus drei Spielen, je eins gewonnen, verloren und unentschieden, sagt mit Deutlichkeit die Ausgeglichenheit. Dänemark. Rot- wegen und Italien haben je zweimal einen Kampf gegen Deutschland gesehen. Degen Ror- wegen wurden beide Sviele gewonnen, aber ebenso prompt gingen die Kämpfe gegen die beiten anderen Rationen verloren. Bleibt noch Ruß­land. da« futzdallsportlich gar keine Dedeu-

dvyer die Todesstrafe wegen Totschlags in zwei Fällen beantragt.

Brandstiftung mit Mordversuch.

WSD. Darmstadt, 9 Dez. Dor dem hie­sigen Schwurgericht hatte sich gestern ter 26- jährige, alsschwerer Junge" allgemein bekannte und vielfach vorbestrafte L o t h a r W a 11 e r aus Franksurt-Riederrad wegen vorsätzlicher Brandstiftung in Verbindung mit Mord- versuch zu verantworten. Der Angeklagte hatte im September des Vorjahre« in ter Wald-

ch Rach Beendigung der Vorrunde ruhen am Sonntag bie Spiele um die Kreismeister- chaft. Dafür hat sich die Freie Turnerschaft Gießen drei Mannschaften aus Butzbach ver­pflichtet. Die frühere Ila-Mannschast Giehens will ten Aufstieg in die höhere Klasse wagen und wird nun als I b geführt. In dieser Eigen­schaft versucht sie sich nunmehr in Spielen mit Mannschaften ter 1. Klasse. Will die neue (Siebener Ib-Mannschast gegen die 1. Mannschaft Butzbachs günstig abschnei- ten, muß sie recht gute Leistungen zeigen, öenn Butzbach konnte am Sonntag sogar Wetzlar 1 3:0 schlagen. - Vorher spielt die 2. Mann­schaft Gießens (die frühere II b) gegen die 2. Mannschaft Butzbachs. Hier steht ein gleichwertiges Spiel zu erwarten. Im Spiel der I u g e n d m a n n s ch a f t e n ter gleichen Vereine wird Gießen jedenfalls überlegener Sie­ger bleiben.

Wieseck hat ebenfalls Besuch aus dem 6. Bezirk: die erste Mannschaft spielt gegen die gleiche O b e r - M ö r 1 e n s , vorher messen die Iugendmannschaften ter gleichen Vereine ihre Kräfte. In beiden Spielen muh man Wieseck als ten voraussichtlichen Sieger ansprechen.

Heuchelheim I folgt einer Einladung nach Fronhausen und wird dort feiner grö­ßeren Spielerfahrung und bessern T«hnik durch einen überlegenen Sieg Ausdruck verleihen. Fronh-nsen strebt ebenfalls den Aufstieg in die erste K...sse an, darf sich dann aber durch vor­herige unvermeidliche Rieterlage nicht beirren lassen.

Die Disqualifikation der Firma Opel ausgehoben.

Ber 1 in, 9 Dez. Rach Ve.Handlungen zMchrn ter obersten na.ionaLen Sportkommiftion und der Automobllfirma Opel ist die Disqualifi­kation mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden. Dieser Beschiutz ist auf Grund gegen­seitiger Zugeständnisse zustande gekommen. Es ist anzunehmen, datz die Firma Opel sich im nächsten Iahre an allen Rennveranstaltungen wieder beteiligen wird.

Normalsprungbreit des Deutschen Schwimmverbandes.

Das Springen von federnden Brettern ist ein Gebiet des Schwimmsports, welches in Deutschland besonders erfolgreich gepflegt wird. Seit Wiederemsührung ter olhmp scheu Spiele konnten die deutschen Springer stets mit olympi­schen Ehren in ihre Heimat zuruckkehren. Rach 14jäbriger Pause sollen unsere Springer in Amsterdam wiederum die Weltmeisterschaft be­streiten Sie sehen sich nun vor eine wesentlich schwerere Ausgabe gestellt, weil inzwischen die Schweden und Amerikaner ihre Bestimmungen durchgedrückt haben, die von unseren bisher maß- Sb enden deutschen Reaeln wesentlich abweichen, m dem deutschen Rachwuch« an Springern die Vorarbeit zu erleichtern, war eS in erster Linie nottoenbig, ein einheitliche«, überall gleiche« Sprungbrett zu schaffen. Diese Aufgabe, bie dem

bandSrückspiel auszutragen. Im Vorspiel auf hie­sigem Platz führte D. f.B. nach durchweg über­legenem Spiel bis kurz vor Schiuh mit 2:1; nur ein Fehler ter Hintermannschaft ermöglichte e« ten Kasselanern, den Ausgleich zu erzielen. D f B muß mit Ersatz für Mandler, ter im letzten Spiel herausgestellt wurde, antreten; trotz­dem sollte es V. f.B. nicht unmöglich sein, einen knappen Sieg zu erzwrnaen.

Aus hiesigem Platz hat di« Ligareserve die 1. Mannschaft H e u che 1 hei m s im Gesell- schaftsspiel zum Gegner. Di« V.f.D.-Elf wird versuchen, die früher gegen Heuchelheim erlittenen Schlappen wettzumachen. .

Die Dritte wagt einen Gang mit dem ^.Klassenvertreter Burgsolms auf dessen Platz und wird wohl kaum mit einem Sieg rech­nen bürfen. _

WegenPlatzmangel tragt die vierte Mannschaft ihr Gesellschaftsspiel gegenHeu chel- heims Zweite auf dem Hessenplatz au«.

Die 1.Iugend.Mannschaft tritt auf dem Waldsportplatz gegen die glnch« von Rie- bergirmc« zum Diplomspiel an. Auf ihr Ab- schneiden darf man gespannt sein, da sie ihr« Form in letzter Zeit stark verbessert hat.

Auch die 2. Iugend-Mannschaft tragt auf eigenem Platz ein Diplomspirl gegen Dau- bringens 1. Iugend au«; sie wird sich gegen ten körperlich überlegenen Gegner stark wehren müssen.

Die 3. Iugendmannschaft hat die erste Iugend von Grünberg zu Gast.

Erste und zweite Schülermannschaft find nach Heuchelheim eingeladen.

Spielvereinigung 1900 Gietzen.

ö. ObGermania"-Marburg weiter in über­ragender Weise die Führung in ter Lahnkreis- liga behalten kann, wird daS am kommenden Sonntag in D.ehen auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe statt findende Verbandsfußballwett- spiel ze'gen. Hier tritt die Ligaelf ter Dpiel- oereinigung 1900 der 1. Elf des Rasensportvereins Germania 08"-Warburg im Meisterfchafts- rückspiel entgegen. Das Vorspiel in Marburg ging Z: 1 für den damal gen Platzverein aus. Für die Einheimischen gilt cs, diese Scharte am kommenden Sonnt g nach Mc glichke t auszuwetzen. Wohl ist die Schuhkraft bei ten Germanenstür­mern größer als bei dem Platzverein, der da­gegen in ter Läuferreihe und in ter Verteidigung über das solidere Können verfügt. Der S.eger wird ohne Zweifel erst mit denn Schlußpfiff de« Llnpärtei.schen feststehen.

Die Ligarefervemann^fchaft empfängt zu einem Gesellfchistsspiel die 1. Eit des Sport­verein«E i n t r i ch t" - A11 e n d o r s (MWB ), die aus ter 6-Klasse hervorgeg mgrn. sch mit Erfolg an den Ligaaufstiegspielen beteiligte, zum Schluß aber auS ter Taoelle ohne erficht!.chen Grund gestrichen wurde.

Die 3b - M a n n s ch a f t ist bei D a u b r i n - gens II. zu Gast, um das seinerzeit abgebrochene Derbandsspiel zu wiederholen. In kompletter Ausstellung mühte es den 1900em zu einem Sieg langen. _ c

Die 1. Iugend liefert der Marburger SportvereinigungD. s. D. - K u r h e s s e n" ein Gesellschaftsspiel in Marburg. Hier treffen wo hi die beiten zur Zeit besten Iugendmannschaften te« Lahnkreises zusammen.

Die 2. und 3. Iugend 1900s stehen wieder einmal im Diplomspiel gegenüber.

Aus dem Arbeiter-Turn« und Sportbunt».

Dezernenten für Springen im SchwimmauSfchufß des D. S. D. gesteM wurde, ist jetzt nach fast einjährigen Versuchen restlos gelost. An Stelle ter immer verschiedenen Holzbohlen warten als Fcderungselemente Stahlplatten von 50-3 Milli­meter Brette und 12 Millimeter Stärke gewählt, die mit e.ner ganz bestimm:en Steigung fest auf zwei Auflager geschraubt sind. Der A ilauf kann mittels einer Derlängerungsplatte auf jedes mög­liche Maß gebracht werden. Die DefestigungS- fchrauben ter Platten haben flache Köpfe, welche unter ter Kokosmatte, die als Belag vorge­schrieben ist, nicht hervortreten. Die A svahl des Stahles gibt sichere Gewähr für gleichbleibente Federung und fast unbeschränkte Haltbarkeit. Für ten Unterbau sowohl der Sin-, als auch ter Dreimeterbretter wurden und Hingt standfeste Äonftruttionen ausprvbiert, die es ten Date­anstalten möglich machen, ihre bisherigen Sprung­anlagen vollständig p normalif er en, ohne mehr Geld ausgeben zu müssen, als jetzt ein bi« zwei Reparaturen erfordern. Leiter werten schon durch einige Rachahmungen Verwirrungen an- gerichtet. Es sei deshalb betont, daß nur das Rormalsprungbrett des D. S. V., das übrigen« patentamtlich geschützt ist, Anrecht auf all­gemeine Ginführung hat.

D. f. V.

Auch am kommenden Sonntag ist ter V. f. D wieder durch neun Mannschaften in DerbandS- bzw. Gesellschaftsspielen vertreten.

Die Liga fährt nach Kassel, um gegen die dortigeHermannia" daS fällige Der-

tung bat

Seit dem 3uni des Vorjahres hat Deutsch­land aus fünf Spielen gegen Finnland, Schweiz. Holland (zweimal) und Schweden neun Punkte hrimgebracht und damit den Schluhstand nicht wesentlich verbessert Hoftentlich ist die Pech­strähne mm endlich überwunden.

gum Fuhballlreffen Deutschland-Schweiz

hat ter Deutsche Fuhball-Dund folgend« Mannschaft aufgefl eilt: ®rtl (Wacker-Munchen); Kutterer (Bayern-München). Drier (Hamburger 5 05)' Schmidt (1. F. E.Rumberg), Köhler