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dem heutigen Wochenmarkt 160 bis 180 Pfennig, Matte I 60 bis 80, Dwina 40, 8t 30, AvmischW 15 HB 20, Erbten T0, Mlchgwüst 15, Zwiebeln 20, WeerreM 80, 15, Sartoffcln 5, ÄM 35, ), Stachelbeeren 35, Erd- bas Stil cf: Der 11 bi« 12, i 120, Salat 10 bi# 15, 00, OöerMrabt 30, Rettich b: AaSieschen 12 51B U iO Pfennig.

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nber für Dvnnerrtog. eums und der Siudienanstalt ula der Universität. - Wo> , 1. AbonnementLkonzert der Lichtivielhaus, Bahnhofslraft: iüben. - Astoria-Lichtsplelt: i Panama".

er Rezitationsadend. ndr 8.15 Uhr, findet im Trohen St ein vom Englischen Seminar ier Auitationsabend statt. M die schon vor bem Ärtegt u ibten mit großem W ob ,n ist, wird ausgewahlte M 'd Dichtung lbhakespeore.^ Ein fachkunbiger Beurteil r - ch in Göttingen - \w LLSL LLSLL up" * WH"*

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Schule belehrt, daß man bei der Begegnung mit einem Leichenzug die Kopfbedeckung abnimmt und stehen bleibt, vis der Leichenwagen mit der Leiche vorübergefahren ist. Das soll geschehen aus Ehr­furcht vor dem Tod, nicht vor dem Toten, den man ja in den meisten Fällen nicht kennt. Wo ist heut« diese Ehrfurcht vor dem Tod? Mit lautem Geratter fahren die Automobile an den Leichenzügen vor­über, wie man es am Sonntag wiederum in Klein-Linden beobachten konnte. Das Gesetz hindert sie nicht, aber man fragt sich doch: Wie können Menschen, die vor dem Allbezwinger Tod keine Ehrfurcht mehr haben, vor etwas anderem überhaupt noch Respekt zeigen? Das Gebaren dreier Kraftwagenführer, e» waren vergangenen Sonntag die Fayrzeuge VO 362, VO 2287 und VO 2127, mutz als größte Pietätlosigkeit bezeichnet werden. Möchten diese Zeilen doch dazu dienen, andere Kraftwagenführer zu bewegen, bei der Begegnung mit einem Leichenzug anzuhalten!

Sonderzug nach Wildungen und der Edertalsperre. Am nächsten Sonntag fahrt die Eisenbahnverwaltung einen Gesellschafts- Sonderzug mit Schnellzugsgeschwindigkeit und 33z Prozent Fahrpreisermäßigung nach Bad Wildungen und Edertalsperre. Hinfahrt: Friedberg ab 7.23 vrn., Bad-Rauheim 7.32, Butzbach 7.46, Gießen ab 8.08 om.; Ankunft in Waldeck 11.10 vm. Rück­fahrt in Waldeck ab 3 Uhr nm., Wildungen an 3.30, Wildungen ab 7.28 nm., Gießen an 10.02, Butzbach an 10.24, Bad-Rauheim an 10.36, Fried­berg an 10.45, Frankfurt an 11.28 Uhr nm. Preis der Sonderzugskarte 4. Klasse ab Gießen 6 Mk., Butzbach 6,60 Mk., Bad-Rauheim 7,20 Mk., Fried­berg 7,40 Mk.

Die Maul- und Klauenseuche ist neuerding» in Lauter, Oberbeffingen, Ettings­hausen, Saasen, Göbelnrod, Geilshausen, Hofgut Mühlsachsen, Hausen, Muschenheim, Oppershofen und Dorlar amtlich festgestellt worden. In Rutters- Hausen, Steinfurth, Orleshausen, Ranstadt und Gr.° Ältenstädten ist die Seuche erloschen.

Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 2 Ochsen, 2 Kühe, 1249 Kälber, 186 Schafe, 367 Schweine.

Alice-Frauenverein.

Der Alice-Frauenoerein (Hessischer Landes-Frauenverein vom Roten Kreuz) hielt in Darmstadt in derBereinigten Gesellschaft" feint 2 6. ordentliche Mitgliederver­sammlung ab, die sehr gut besucht war.

Staatsrat Dr. Kratz eröffnete die Tagung und begrüßte die Vertreter der Staatsregierung, des üandesbildungsamtes, der Provinzialdirsktion, der Stabt, des Hess. Landesverbandes vom Roten Kreuz, sowie anderer Korporationen und die übrigen Ehrengäste. Er erstattete sodann als Hauptgeschäfts- flihrer den Jahresbericht, in dem u. a. aus­geführt wird: Getreu seinen in nahezu 6 Iahrzehn- ten seines Bestehens bewährten Grundsätzen hat der Alice-Frauenverein seine Hauptaufgabe in der Förderung der Krankenpflege, und 3roar in erster Linie durch Ausbildung und An­stellung von Berufskrankenpflegerinnen erblickt. Gemeinsam mit dem Hess. Landesverein vom Roten Kreuz hat sich der Alice-Frauenverein auch um die Ausbilduna freiwilliger weiblicher Hilfskräfte für die Krankenpflege bemüht. Daneben wurde auch die vom Alice-Frauenverein, zum Teil schon seit Iahrzehn- len, übernommene freiwillige Lrebestättgkeit auf ge­wissen Gebieten der Wohlfahrtspflege und her sozialen Fürsorge eifrig gepflegt. Die Ausbildung der Derufsschwestern des Vereins erfolgt in vier Mutterhäusern; es sind dies: Das Alice- Hospital zu Darmstadt, das Alice-Heim zu Mainz, das Stadtkrankenhaus zu Offenbach und das Phi- lippshospital zu Goddelau. Die vier Schwesterschaf, ten des Alice-Frauenvereins haben insgesamt 201 ausgebildete und 150 in der Ausbildung begriffene, im ganzen 351 Schwestern. Da das Kapital- vermögen der Inflation zum Opfer gefallen ist, so ist es schwer, für die Schwestern, soweit sie nicht als staatliche und städtische Angestellte gelten, die Be- ioldiings- und Ruhegehaltsverhältnisse zu regeln. Infolgedessen müssen die Entgelte für die Dienst­leistungen der Schwestern erhöht werden. Der Redner dankte namens des Hauptvorstandes den Schwestern de» Hauptoereins und der übrigen Schwetterschaften vor der Oesfentlichkeit für ihre auf- opfernde und hingehende Dienstausübung. Im An­schluß hieran wurden die Auszeichnungen mitgeteilt. Der Oberschwester in der Universitäts­klinik z u Gießen, Margarete H a st e r, wurde in Anerkennung ihrer über 40jährigen Dienstzeit das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes verließen; es ist dies die höchste Aus­zeichnung, die das Rote Kreuz zu vergeben hat. Die Lehrzeit der Schwestern wurde auf 3 Jahre festgesetzt. Das Schmesterndiplorn soll nach fünf­jähriger ununterbrochener Dienstzeit verliehen wer­den. Die Satzungen müßten dementsprechend geän­dert werden. Der Hauptvorstand suchte um die Er­mächtigung nach, selbständia über die Abänderung und Neufassung der Schwesternsatzung Beschluß zu fasten. Der Redner sprach dann über die Ausbildung von weiblichen Hilfskräften für die Krankenpflege, über die Wohlfahrtspflege und die soziale Fürsorge. Die Zahl der Zweiavereine ist von 197 auf 141, und zwar die ordentlichen Zweigvereine von 101 auf 65, die außerordentlichen Zweigoereine von 96 auf 76 zurückgegangen. Dementsprechend ist auch die Ge­samtzahl der Mitglieder von 33 441 auf 26 862 zu­rückgegangen. Es darf nichts unversucht gelassen wer­den, um dieser rückläufigen Bewegung Einhalt zu gebieten: wenn auch nicht erwartet werden Fann, d.'ß die Mitgliederzahl wieder die Höhe erreicht, zu der sie während des Krieges in gewaltigem Auf- irarsw.

schwung (38 OOO) gelangt war. Es wurden zum Schluß noch die Veränderungen im Hauptoorstand und dessen gegenwärtige Zusammensetzung mitge- teilt.

Frau Oberin v. Pflugk erstattete den Bericht über die Veränderungen innerhalb der Schwestern­schaft (Neuaufnahmen, Ausbildung von Schwestern, Abgang durch Tod, Verleihung von Ehrenzeichen, Staatsexamen usw.).

Es folgten bann die Berichte über die einzelnen Schwesternschaften in Mainz, Offenbach, Goddelau.

Großherzogin Eleonore überreichte hierauf mit einer Ansprache Auszeichnungen, und zwar einer Schwester des Hauptoereins, zwei Offenbarer Schwestern und einer Schwester vom Philippshospitak das Ehrenkreuz, zwei Schwestern de» Hauptoereins dos Buch von der Großherzogin Alice und drei Schwestern des Hauptoeretns das Ehrengeschenk.

Generalkonsul Mayer erstattete den Rechen­schaftsbericht über die Jahre 1924 und 1925. In runden Zahlen betrugen die Einnahmen im Jahre 1924 82 000 Mk., die Ausgaben 68 000 Mk., 1925 die Einnahmen 136 000 Mk. und die Ausgaben 123 000 Mk. Der Voranschlag balanciert mit 122 000 Mark. Der Schatzmeister wies ferner auf die Schwie­rigkeiten der Kastenverhältnisse hin und richtete die Bitte an die Allgemeinheit zu freiwilligen Spenden. Frau v. Ewald berichtete über die Wohlfahrts­einrichtungen. Die Ardeitshilfe könne nur noch etwa die Hälfte der Kräfte beschäftigen, es halte auch immer schwerer, die Erzeugnisse abzusetzen. Auch die Nähstube klage über Mangel an Aufträgen. In den weiteren Ausführungen teilte die Rednerin mit, welche Spenden an Lebensrnitteln und Geld an Be­dürftige zur Unterstützung gegeben werden konnten. Ferner wurden die Kinderbescherungen erwähnt, Kuren für bedürftige Kinder, die Einrichtung eines Kinderheims in Bingenheim in Oberhessen.

Frau Geheimrat Wolbe berichtete über die Fürsorge für die Studenten. Die Rednerin be­merkte, daß die Rot unter der Studentenschaft sehr viel größer geworden ist. Die Außenseite täusche, die Mittel für das öffentliche Auftreten, der Übrigen- nur einen geringen Teil der Studenten umfasse, würde zumeist von anderen Stellen, den Vätern und Alten Herren getragen. Unter den Studenten gebe es sehr viele verschämte Arme. Manchmal müsse ein Student nach meh­reren Semestern unter dem Zwang der wirt­schaftlichen Verhältnisse daS Studium aufgeben. Hier müsse besonders geholfen werden. Es wür­den viele Freitische gewährt oder vermittelt. Kleidungsstücke würden in großer Zahl aus- gegeben. Aerztliche Hilfe und Mittel zu Er­holungsaufenthalten wurden bewilligt. Die Stu­denten erwiesen sich stets außerordentlich dankbar.

Berichte und Geschäftsführung des Haupt­vorst andeS wurden gebilligt und die Aechnungs- ablage genehmigt. Der Hauptvorstand wurde ermächtigt, gewisse Satzungen, deren Aenderung zur Zeit nicht dorgenommen werden kann, unter Wahrung der wohlerworbenen Rechte der Schwe­sternschaft im Sinne eines Entwurfs der neuen Satzungen durchzuführen. Ferner wurden die An­wesenden aufgefordert, für das Rote Kreuz zu werben und für den Ausbau der Organisation zu wirken.

Tagung des Dogelschutzvereins für Hessen.

Der Vogelschutzverein für Hessen hielt dieser Tage in Darmstadt seine erste Ta­gung nach dem Kriege ab. die außerordentlich stark besucht war. Den Vorsitz führte Oberforst- tat Dt. U r ft a ö t, der die zahlreich erschienenen Vertreter von Behörden, die Vertrauensleute und die Mitglieder des Vereins begrüßte.

Dr. ManSfeld von der Vogelschuhstativn d«S Freiherrn von Berlepsch in Seebach hielt einen seht lehrreichen Vortrag über den Vogel­schutz, in dem er die durch langjährige Forschun­gen auf diesem Gebiete gesammelten Erfahrungen mitteilte. Der Redner ging dabei von der Frage­stellung au«: Was ist Vogelschutz? Zur Beant­wortung wies er zunächst auf die Gründe hin, die den Schutz der Vögel notwendig gemacht haben, auf den heutigen Stand der Forst- und Feldkultur, die das Landschaftsbild wesentlich verändert und die Vögel vielfach der Aistgelegen­heiten beraubt haben. Darum ist es notwendig, den Vögeln ihre natürlichen Lebensbedingungen möglichst wiederzugeben. Die Getreide- und Fruchtfelder fast ohne jeden Daum und Strauch haben die Vermehrung der Pflanzenschädlinge außerordentlich begünstigt, da ihre natürlichen Feinde, die Vögel, stark abgenommen haben, weil es ihnen an Aistgelegenheiten fehlt. Es ist daher nötig, die Zahl Der Vögel zu vermehren, sogar über das notwendige Maß hinaus. Das kann nur geschehen durch Maßnahmen, die auf die Lebensbedingungen der Vögel eingehen. Es muh verhindert werden, daß durch die Schädlinge der Ertrag der Wälder und Felder geschmälert wird. Aehmen aber die Vögel die gebotene Hilfe an? Kommt wirklich ein Autzen beim Vogelschutz her­aus? Aach den Erfahrungen der letzten Jahr­zehnte können wir diese Fragen bejahen. Der große Autzen der Vögel für die 'Bekämpfung der Schädlinge ist allgemein anerkannt. Der Redner führte zum Beweise dazu noch ein Bei­spiel aus dem Jahre 1921 an. too durch Kahl­fraß ein Waldgebiet fast vernichtet war, aber durch Ansiedelung von Vögeln gerettet wurde. 3n einem Gutachten einer Reichskommission, die diese- Gebiet eigen« aufsuchte, wurde der Tat­bestand festgestellt. Besonders machte der Vor­tragende auf die Bedeutung der Blaumeise für die Säuberung der Apfelbäume von Schädlingen aufmerksam. Es ist für den Vogelschutz notwendig.

daß man bat Leben der Vögel kennt; er muh eine wissenschaftlich« Grundlage haben, die auf der Beobachtung der Lebensweise der Vögel beruht. Es kann aber jeder Vogelschutz treiben, wenn er sich an die von den zuständigen Stellen erteilten Anweisungen hält. Ss gibt nur einen Vogelschutz, und zwar den, den uns die Aatur vorschreibt. Als besonders bedeutungsvolle Maßnahmen wurden von dem Redner die Schaffung von Aistgelegen- heiten und die Winterfütterung bezeichnet. Die Höhlenbrüter sind die Hauptinseltenvemilger. ihnen muh in erster Linie Gelegenheit zum Brüten gegeben werden. Freiherr von Berlepsch hat in langjährigen Beobachtungen herausgefunden, daß als Aistgelegenheit verlassene Spechthöhlen be­vorzugt werden; er hat darum Aistkästen kon­struiert, die den Spechthöhlen nachgebildet sind. Die Freibrüter, d. h. die auf Bäumen nistenden Vögel werden zum Aestbau veranlaßt durch log. Aistquirle. Bei dem regen Stoffwechsel der Vögel bedarf es oft nur weniger Stunden im Winter, daß die Tiere zugrunde gehen. Es müssen darum Futterplähe eingerichtet werden; ohne sie kann oft an wenigen Frost- und Rauhreiftagen die ganze Vogelschuharbeit des Sommers zunichte gemacht werden. Die Hauptsache ist, daß das Dach den eigentlichen Futterplah so schützt, daß daS Futter nie feucht werden und nicht festfrieren kann. Die Hauptvogelfeinde sind keineswegs die Raubvögel, denn diese sind verhältnismäßig selten. Die Schädlinge sind namentlich Spatzen, die viel­fach die anderen Vogel aus ihren Restern ver­drängen, ferner die Katzen. Iltis, Wiesel und Marder spielen keine große Rolle unter den Dogelfeinden; nur da, wo sie zu häufig auf­treten, sollte man gegen sie vorgehen. Zum Schlüsse seiner Darlegungen machte der Redner noch Literaturangaben über Vogelschutz; er ver­wies nachdrücklich auf die Schftften des Frei- Herrn von Berlepsch und betonte nochmals, daß beim Vogelschutz nur der Weg erfolgreich ist, den die Aatur weist. (Lebh. Beifall.) Der Vor­sitzende, Oberforstrat Dr. Ärstadt, verband mit dem Dank an den Redner die Aufforderung an die Anwesende für den Beitritt zum Vogel- schutzverein zu werben. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache.

Turnen, Sport und Spiel.

Vom Reit-Turnier in Bad-Rauheim.

4 Bad-A anheim, 7. Juni. Ein be­deutsames sportliches Ereignis war das Reit», Sprung-- und Fahrturnier, das der Reichsverband für deutsches Halbblut am Sams­tag und Sonntag hier veranstaltete. Eine ge­waltige Besucherzahl aus nah und fern wohnte den Veranstaltungen bei, die viel spannende Momente boten; waren, wie aus der Voranzeige intGießener Anzeiger" ja bereits zu ersehen war, doch erstklassige Pferde und die bekanntesten deutschen Sportsleute zur Stelle. Turnierleitung und Teilnehmer waren voll des Lobes über die ihnen gewordene Aufnahme. Zahlreiche Preise standen für die einzelnen Konkurrenzen zur Ver­fügung, die gestiftet waren vom Verlag St. Georg (Berlin). Grand-Hotel Ieschke (Dad-Aau- betm), Gestüt Erlenhof b. Bad-Homburg v. d. H., von der hessischen Bad- und Kurverwaltung, der Stadt Bad-Aauheim und der hiesigen Hotel­industrie

Aachstehend die Ergebnisse des Sams­tags:

Leichtes Sag bf bringen: 1. Major Loh' Provinz (Des.); 2. Hessische Schupo Quäker (Major Fr eher); 3. Stall Westens Kurfürst (A. Staek). Reitprüf ung (Kl. L.): 1. Frl. von Opels Aristokrat (Bef.); 2. Stall Friedrichs Hofs Kavalier (Ekhardt); 3. Maj orDürckners Altklug (Bef.). Einspänner: 1. Hubers Gernold(WetI) (Des.). Einspänner: 1. Hubers Gernold (Werl); 2. Drückmanns (Gr.-Krrben) Hochtourist (Des.); 3. Ludwigs Poldy (Des.). Materialprü­fung für Reitpferde (leichte): 1. Köhnckes Man­tua (Graf F. C. Hohenau); 2. Cohnitz Dobraja (Staek); 3. Meckelourgs Percy (Major Dürck- ner). Schw ere Pferde: 1. Stall Westens Eherubin" (Staek); 2. Mankiewih'Foxtrott" (Frau Flersheim); 3. Dr. WienandsMarion" (Des.). Reitprüfung, Kl. M.: 1. Dürckners Admiral Scheer" (QHajor Bürckner); 2. Mar­toedsDonner II" (Wätjen); 3. Stall Westens Eherubin" (Staek); 4. Stall FriedrichshofsKa­valier" (Ekhardt). Jagdspringen, Kl. M.: 1. Major Lotz'Olnad" (Besitzer); 2. Tobels Apoll" (Graf W. Hohenau); 3. Ecksteins3m- parator" (Graf W. Hohenau); 4. Sprengers Eassanova" (Major Loh); 5. Gräfin F. C. HohenausLady Pride" (Graf F. C. Hohenau).

Der Sonntag brachte folgende Ergebnisse: Amazonenjagdspringen (Kl. M.):

1. Frl. v. Opel auf Arkan mit 0 Fehler tn 97 Sek.; 2. Gräfin Hohenau auf Waldtraut (8 Fehler, 106 Sek.); 3. Frau Franke auf Kur­fürst (10 Fehler, 111 Sek.) usw. Reitprü­fung für Reitpferde (Kl. M.): 1. Major Bürckner auf Caracalle; 2. Major Bürckner auf Admiral Scheer; 3. Wätjen auf Donner II usw. E i an ungsprüfung für Reitpferde (o. M.), leichte Pferde: 1. Frl. v. Opel auf Aristokrat; 2. Frau Franke auf Me- leora Ii usw., schwere Pferde: 1. Wätjen auf Donner II; 2. Stark auf Eherubin usw. Reitprüfung für DamenPferde: 1. Frau Franke auf Eherubin; 2. Frl. v. Opell auf Aristokrat usw. G r up p en f p rin g en z u Zweien: 1. Graf und Gräfin W. Hohenau. |

Jagdspringen (Kl. M.): 1. Graf W. Hohe­nau auf Tommy (0 Fehler, 130 Sek.); 2. Ma­jor Lotz auf Provinz (0 Fehler 131 Sek.); 3. Graf W. Hohenau auf Imperator (0 Fehler 133 Sek.); 4. Graf W. Hohenau auf Apoll (0 Fehler, 138 Sek.); 5. Ehr. v. Knobels dorff auf Prellstein (0 Fehler, 144 Sek,). Die letztgenannte Konkur­renz war der Höhepunkt des Tages

Beendigung

des Süddeutschlandfluges.

wb. Mannheim, 7. Juni. Heute abend 7.20 Uhr wurde der Süddeutschlandslug beendet. Ausgeschieden sind am 6. Juni die Flua?ceuae D. 165. D. 787, D. 892, D. 885, D. 886, D. 60. Im Laufe des heutigen Tages sind ausge» schieden: D. 893 (F u ch s), der wegen des schlech­ten Platzes in Konstanz nicht starten konnte, ob­wohl die Maschine in Ordnung war; D. 611 (Mo- harnrned) wegen Motordefektes in Nürnberg, D. 790 (Steinkraut) in Konftanz; D. 608 (Guritzer) gab in Friedrichshafen am 7. 6., 11.02 Uhr auf und flog nach Stuttgart zu- rück; D. 609 (Boeder) wegen Ventilbruches, D. 779 hatte erst am 7. 6., 12.50 Uhr, die erste Runde beendet; D. 514 (Heinze) ist auf dem zweiten Rundflug in Frankfurt a. M. wegen Kolbenbruches ausgeschieden. Beide Runden haben am 6. Juni beendet: D. 854 (Steinborf), D. 840 (o. Manteuffel), D. 884 (Walz), am 7. Juni: D. 854 (K a tz e n st e i n), D. 764 (B ü l ow), D. 649 (Osserman n), D. 829 (Gosse n) und außer Konkurrenz D. 847 (S ch o ng e r). Die Reihenfolge, in der die Maschinen den Etreckenflug beendet haben, gibt noch keinen Hinweis auf die endgültige Bewertung, bevor nicht die Auswer­tung der technischen Leistungsprüfungen vorlieat. Die endgültigen Resultate werden voraussichtlich erst Ende dieser Woche vorliegen.

Gerichtssaal.

Der Weilburger MLHlenbrand vor den Geschworenen.

Limburg a. d. L., 9. Juni. (WSA.) DaS Schwurgericht beschäftigte sich gestern mit bem seinerzeit von uns gemeldeten großen Brand in der Moserschen Mühle in Weilburg, bei bem damals eintoanbfrei festgestellt worben war, bah Brandstiftung vorlag. Der Be­sitzer der Mühle, der 58jährige Mühlenbesitzer 2ldolf Moser aus Weilburg, hatte zunächst ben Verdacht auf den bei ihm beschäftigten Müller Pohl gelenkt, der auch einige Zeit in älntersuchung saß, aber fein Alibi nachweisen konnte. Schließlich stellte sich heraus, daß Mo- ser selbst den Brand angelegt hatte, um die 250 000 Mk., um welche Summe die Mühle versichert war, in die Hande zu be* kommen. Aus der Verhandlung ergab sich, bah Moser, nachdem er alle Vorbereitungen getroffen hatte, nach Frankfurt gefahren war und sich dort im Hotel Rational einquartiert hatte. Rbends fuhr er nach Weilburg zurück und steckte, nachdem er seinen Hofhund vergiftet hatte, tn ben frühen Morgenstunden die Mühle in Brand. Al« die ersten Flammen aus bem Gebäube schlugen, sah er bereits toieber im Zuge. In Frankfurt begab er sich toieber in sein Hotel und durch­wühlte das Bett, um den Anschein zu er­wecken, als ob er die Aacht dort zugebracht hatte. Der Angeklagte war voll geständig. DaS Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust unter Anrechnung von vier Monaten Untersuchungs­haft.

Verurteilung übn Polftelbeamten.

WSN. Kassel, 9. Juni. Das Schöffengericht hatte vor einiaen Wochen die Polizeiwachtmeister Preuß und Lange zu je einem Jahr G e - f ä n g n i s und den Kaufmann Kelterborn zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie einem s p i o n a g e v e r d a ch t i g e n Manne zur Flucht aus dem Polizeigefängnis verholfen hatten. Gegen dieses Urteil hatten Staatsanwalt­schaft und Verteidigung Berufung eingelegt. Die Strafkammer als Berufungsinstanz ging über das erste Urteil wesentlich hinaus und verurteilte Lange zu zwei Jahren, Preuß zu bfei Jahren Zuchthaus und Kelterborn zu einem Jahr Gefängnis. Gegen letzteren wurde Haftbefehl erlassen.

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