Turnen, Sport und Spiel.
Turnen.
Ausscheidungsturnen der Deutschen Turnerschast im Mittelrheinkreis in Mainz.
O Der Mittelrheinkreis der D. L. hatte sich am gestrigen Sonntag in Mainz seine Getreuen -usammengerufen. um sie zu prüfen, ob sie an den II. Deutschen Kampfspielen erfolgreich mitkämpfen könnten. 88 Turner und 33 Turnerinnen meldeten sich zum 12= bzw. 9-Kampf. 25 Turnerirmen bestritten den Dreckarnpf.
Gießens Turnerschaft war vertreten durch Turner Karl Reuter vorn Turnverein 1846. der mit 188 P. sich an die 4. Stelle setzen konnte. Paula Hofmann vom Männer--Lurn° Verein wurde im Reunkampf mit 132 Punkten 5. Siegerin. Beide haben sich damit das Recht erworben, in Köln Gießens turnerische Belange vertreten zu dürfen.
Roch schwieriger gestaltete sich der Wettbewerb im Dreikampf der Turnerinnen. Elfriede M ü n n i ch vom Turnverein 1846 konnte zwar 11. Siegerin werden, doch nur 6 Turnerinnen des Mittelrheinkreises werden in Köln mitturnen dürfen.
Die Ergebnisse im allgemeinen sind folgende Turner: 1. Höflich, Mainz-Kostheim 211 P., 2. Kammandel, Sachsenhausen 203 P., 3. Katz. Mamz-Kastel 189 P., 4. Karl Reuter. Gießen Lv. 1846 188 P. — Turnerinnen 9-Kampf: 1. Clse Schmitt, Koblenz 150 P., 2. Eitel, Wiesbaden 141 P.. 3. König, Hanau 140 P., 4. Röske, Frankfurt 136 P., 5. Paula Hofmann. Männer-Turn-Derem Gießen 132 P.; 3-Kampf: 1. Else Friede, Franksurt-Bockcn- heim 51 P., 2. Haugarter, Frankfurt Tv. 1860 50 P., 11. Elfriede Münnich, Tv. Gießen 1846 41 Punkte.
Fußball.
Spielvereinigung 1900 Metzen.
Resultate vom 9. Mai:
Spielvereinigung 1900, 2. M.—Herborn 1. und 2. komb. 7:0.
Spielvereinigung 1900, l.Igd.—D. f. R. Butzbach 1. Igd. 8:0.
Spielvereinigung 1900, 2. Igd.—V. f. R. Butzbach 2. Igd. 7:1.
Um die süddeutsche Meisterschaft.
Außballsportverein Frankfurt — Saarbrücker $. V.
1:1.
3n dem gestrigen Spiel trat Saarbrücken in stärkster Aufstellung an, während bei Frankfurt für Pache und Klump wieder Ersatzleute spielten. Frankfurt machte einen etwas ermüdeten Eindruck. Trotzdem wurde das Spiel von beiden Seiten gut und in ziemlich fcharfer Form durch- geführt. Die Verteidigung beider Mannschaften war ausgezeichnet. Saarbrücken machte bereits in den ersten Minuten einen überraschenden Vorstoß und erzielte im Anschluß daran auch das erste Tor. Indem Frankfurt sich bemühte, den Ausgleich herbeizuführen, zeigte es im Feldspiek leichte ^leberlegenheit. Trotzdem gelang es den Frankfurtern erst, 20 Minuten vor Schluß durch Kopfstoß ihr Ausgleichstor zu erzielen Damit hat der Frankfurter Fuhballsportverein den noch nötigen Punkt erreicht, um über Mannheim hinauskommend den dritten Platz in der Tabelle der süddeutschen Meisterschaftsspiele zu erlangen, der zur Teilnahme an den Spielen um die
। deutsche Meisterschaft berechtigt.
f Der Berliner Meister.
Hertha Berliner Sp. C. konnte sich in seinem • Spiel gegen Rorden-Rordost gestern endgültig als Berliner Meister qualifizieren.
Ungeklärt in Südostdeutschland.
In Südostdeutschland ist die Meisterschaftsfrage noch nicht geklärt, da das Spiel Breslau 08 gegen Viktoria Forst nach einmaliger Verlängerung unentschieden abgebrochen werden mußte.
Privatspiele
3n einem Prioatspiel standen sich gestern der l.F. C. Nürnberg und die Spieloereinigung Fürth gegenüber. Nach beiderseitig schwachen Leistungen siegte die Spieloereinigung ^sürth mit 1:0 (1:0). — Ferner spielten Wacker München — Hanau 93 3:1.— Bayern München (ersatzgeschwächt) — Sportfreunde München 3:3. — Jahn Regensburg — Hanau 93 3:2. — 1. F. C. Pforzheim — Schwaben Augsburg 3:1. — Frankfurt — Stuttgarter Kickers 3:2. — In der Pokal-Vorschlußrunde siegte V. f. B. — München 1860 3:2. — Nordmain: Hanau 94 — V. f. R. Frankfurt 3:0. — Das in Braunschweig ausgetragene Repräsentativspiel Norddeutschland — Nordholland endete mit einem Siege der deutschen Elf 3:2.
Eine englische Fußballmannschaft
in Frankfurt am Main.
Ium ersten Male seit langer Zeit wird sich in Frankfurt a. Main eine englische Fußballmannschaft mit deutschen Spielern messen. Die hervorragende englische Amateurmannschaft Kingstolan F. C., London, wird dieser Tage mit der 1. Mannschaft von Eintracht, Frankfurt, auf dem Stadiongelände zusammentreffen.
Französische Fuhballmeister- schaft.
Paris, 9.Mai. Heute nachmittag fand im Stadion zu Colombes bei Paris das Endspiel um die französische Fußballmeisterschaft statt. Olhmpic-Marseille siegte gegen Malen- tignt) mit 4:1.
Italien - Schweiz 3:2.
In Mailand wurde gestern der Fußball- känderkampf zwischen Italien und der Schweiz ausgetragen, der die Italiener mit 3:2 (3:0) als Sieger, sah.
Hockey.
In dem Endspiel um den Hockey-Silbe r sch i l d siegte Berlin über Mitteldeutschland mit 5:2.
erbetage. (
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Schwimmen.
Abschwimmen der Schwimmabteilung des T. B. v. 1846.
100-Meter-Stafsel, gelaufen von 5 Aktiven, 5 Altersklasse 19.8 09, 5 Alterskia, e 1910/11 und 5 Jugendlichen 1912 und jünger, sah die Spiel- Vereinigung von 1903 und die Gießener Turner- schast, erstere sogar mit 2 Mannschaften, auf dem Plan. An dem Stillauf beteiligte sich 1903 und der Verein für Bewegungsspiele. 1900 glänzte mit einer stattlichen Läuferschar, die in einheitlicher Kleidung ein schönes Bild bot.
vo. Mit dem Monat Mai ist die Reurege- lung der Bestimmungen über die Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege durch den preußischen Volkswohlfahrtsministcr in Kraft getreten. Die Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege wird danach unter den tarifarischen Voraussetzungen behördlich anerkannten Vereinen zur Förderung dec körperlichen, sittlichen und geistigen Erziehung der Jugend für von ihnen veranstaltete Ausflüge jugendlicher Personen unter 20 Jahren gewährt. Als Vereine für die Jugendpflege sind auch Vereine zu verstehen, die nicht als solche, aber in den ihnen angeschlosfenen Iugendab ei.ungen i)'e Förderung der körperlichen, geistigen oder sittlichen Erziehung der Jugend bezwecken. Die Fahrpreisermäßigung wird sowohl zu Wanderfahrten, wie auch zur Beteiligung an sonstigen Veranstaltungen der Vereine, insbesondere auch an sportlichen Veranstaltungen gewährt. Die zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung notwendige behördliche Anerkennung ' erfolgt in Preuß en durch die Regierungspräsidenten. Für diese behördliche Anerkennung kommen die Jugendorganisationen, Iugendabteilungen und die Jugendliche umfassenden Vereine der folgenden Rcichsorganisationen in Betracht: Deutscher Reichsausschuß für Leibesübungen, Deutsche Turnerschast, Reichsausschuß der Deutschen Iu- gendverbände, Zentralkommission für Arbeiter- Sport- und Körperpflege.
Mit Bezug auf das ganze Reich hat dazu der Reichsinnenminister bemerkt, daß die einheitliche Behandlung der angeführten Reichsorganisationen für das ganze Gebiet des Reiches als eine unbedingte Notwendigkeit anerkannt werden muß und auch anerkannt worden ist, wenn dauernde Reklamationen und Schwierigkeiten vermieden werden sollen. Deshalb sollen die genannten Organisationen mit den ihnen an- geschlossenen Verbänden ausschließlich für die Ermäßigung in Betracht gezogen werden. Es können also Vereinigungen anderer Reichsverbände die Fahrpreisermäßigung nicht bekommen. Vielmehr beliebt nur für solche außerhalb de« genannten Reicksorganisa'ionen stehenden Vereinigungen die Möglichkeit der Anerkennung, die sich nicht über das Gebiet eines Landes hinaus erstrecken.
Umrahmt wurde der Handballkampf durch Vorführungen des Stadtamtes für Leibesübun- gen, die Sportlehrer Paulus mit zirka 150 Teilnehmern aus den Wetzlarer Vereinen als „täglich 10 Minuten Gymnastik" und „Laufschule" zum Vesten gab. Desgleichen wartete der Wetzlarer Turnverein mit mehreren Riegen im Barrenturnen und Pferdspringen auf. und das Lyzeum zeigte eine kurze durchgreifende Frauengymnastik.
Alles in allem kann man die Veranstaltung trotz der Ungunst der Witterung als voll gelungen bezeichnen.
Leichtathletik.
Niederlage Houbens in Wien.
Wien, 9. Mai. Im Revanchekamps zwischen dem deutschen Meisterläufer H o u b e n - Krefeld und seinem Klubkameraden Schüller- Kreseld über 103 Meter bei dem internationalen Leichtathletikmeeting der Wiener Sportclubs „Hakoah" in Wien wurde Houben abermals einwandfrei geschlagen. Schüller siegte in 10,8 Sekunden vor Bürger-Wien, der mit sechs Meter Vorgabe bedacht worden war. Houben Dritter. Br-ustbreite zurück. In einem zweiten Dorgabelaufen über 100 Meter, in dem Schüller nicht antrat, konnte Houben in 11,1 Sek. vor Lederer-Wien, der 4 Meter Vorgabe hatte, siegen.
(Siebener Turn- und Sport
Es war eine schöne und dankbare Aufgabe, der die Siebener Turn- und Sportvereine am Samstag und gestern ihre Kräfte widmeten. Rach außen hin galt es, für das Turnen und den Sport in seinen verschiedensten Arten zu werben, damit alle Kreise der Mitbürger mit Interesse erfüllt werden für diese treffliche Arbeit zum Wohle unseres Volkes: in den Vereinen selbst sollte durch die Gemeinsamkeit des Auftretens der Gedanke der turnerischen und sportlichen Interessen-Verbundenheit und der gegenseitigen Stützung und Befruchtung geweckt bzw. vertieft werden, damit allen der Weg zum gemeinsamen Ziel, dem Dienst an Volk und Vaterland, erleichtert werde. Daß die Aufgabe in ihrem ersten Teil durch diese Veranstaltung befriedigend gelöst wurde, darf hier festgestellt werden: Beweis: der starke Besuch und die lebhafte Anteilnahme des Publikums an allen Darbietungen. Hoffentlich stellt sich in naher Zukunft heraus, daß auch der zweite Teil der Aufgabe seine Erfüllung gefunden hat, die man zweifellos in den breitesten Schichten unserer Bürgerschaft begrüßen würde.
Am Samstagabend brachte die Veranstaltung in der Volkshalle einen schönen Auftackt. Der Besuch war allerdings nicht ganz so zahlreich, wie man es hätte wünschen müssen: die vielen anderweitigen Veranstaltungen an diesem Abend und die empfindliche Abendkühle taten dem Zustrom der Bevölkerung hier Abbruch. .Unter der Ungunst der Witterung, die sogar mit Regen und anständigem Hagel aufwartete, hatte auch der Besuch der Darbietungen der Leichtathleten, Turner und Fußballer am gestrigen Rachmittag auf dem älniversitäts portplah zu leiden, dagegen fand sich eine riesige Menschenmenge gestern nachmittag in der Volkshalle ein, um hier die Leistungen der Turner und Radfahrer in Augenschein zu nehmen. Sämtliche turnerischen und sportlichen Darbietungen am Samstagabend und Sonntagnachmittg fanden wohlverdienten, lebhaften Beifall. Diese lobende Anerkennung möchten wir ausdehnen auf die Kapelle Topp, die den Vorführungen in der Volk, ha le einen schönen mus k.cklschen Rahmen gab.
Boxen und Reiten füllten den Samstag abend aus. Unter der straffen Leitung des Sportlehrers Schneider zeigte der Gießener Doxverein zunächst Vorübungen im Boxen, später Boxkämpfe in den verschiedensten Gewichtsklassen. Der Gießener Reit - und F a h r k l u b brachte unter dem Kommando des Reitlehrers S ch ö m b s zunächst Abteilungsreiten in allen Gangarten, Volten, Zirkeln, Seitengängen und Gehorsamsspringen zur Vorführung: hierbei ritten die Damen: Frau Riemann, Frl. Rinn, Frl. Ihring, Frl. Pfeffer, Sri. Stolte, Frl. Meesmann. die Herren: Dr. K l i n g s p o r . Wilh. Klingspor, Wilh. L o e b e r . stud. Gottmann, © r e g o r t Im weiteren Verlauf des Abends erfreute der Reit- nnd Fahrklub mit einer von vier Damen und vier Herren gerittenen Quadrille, an der beteiligt waren Frau Riemann, Frau Dr. Pauly, Frl. Rinn, Frl. ©tolte, die Herren Dr. Klingspor. Wilh. Klingspor, Hans D a r n a ß und Reitlehrer S ch o m b s , das Kommando führte Herr K ö s s i n g e r. Das Publikum gab seiner Zufriedenheit lebhaften Ausdruck.
Am Sonntag nachmittag traten die Spielvereinigung 1 9 0 0, der Verein für Bewegungsspiele, der Ballspiel-Club 1 920 und die Gießener Turnerschaft mit gemeinsam zusammengestellten Mannschaften auf den Plan. Volkstümliche (leichtathletische) Hebungen und Fußball tarnen hier zu ihrem Recht. Die Darbietungen, über die wir unten gesondert berichten, fanden lebhaften Anklang: leider zeigte sich der Wettergott hier von einer sehr unangenehmen Sete.
Anschließend zeigten die Gießener Turne r s ch a f t und die Radfahrer-Vereine Germania, Fortuna, 1 8 8 5 und Wanderer in der Vollshalle ihr turnerisches bzw. radsportliches Können. Als ausgezeichnete, erfolgreiche Meister ihres Arbeitsgebietes verdienen hier hervorgehoben zu werden der Gau- frauenturnicart Paul, Oberturnwart Erb und der Radsahrer-Fahrwart L y n ck e r. Die Turnerinnen, Turner und Radfahrer sicherten sich mit ihren Leistungen, über die wir nachstehend berichten, einen vollen, mit lebhaftem Beifall unterstrichenen Erfolg. Ohne dem Können der übrigen Mittvirlenden Abbruch zuzufügen, möch- ten wir an dieser Stelle als eine ganz besonders glanzvolle Cinzelleistung das Rad-Kunstfahren der Herren Pfund und Von E i f f hervorheben.
Hm die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten hatte sich ein kleiner Ausschuß unter der Leitung des Beigeordneten Dr. S e i b eifrig bemüht.
Handball.
Wetzlarer Sport.
handball'^-TNannschaft — 8-Maunschaft 11:3. Gymnastik, Geräteturnen, Lausschule.
tz. Mit dem Handballsport zwischen zwei Auswahlmannschaften der Stadt Wetzlar kam gestern das Kampfspiel im Rahmen der Reichsgesundheitswoche und des Turn- und Sporttages auf dem Spilburg-Stadion zur Geltung. Vor fast einem halben Tausend Zuschauer wickelte sich das Programm ab. Besonders das Spiel zeigte spannende Momente. Die beiden Mann- schaften (grün-weiß gegen rot-schwarz) zeigten in ihren Angriffslinien Vorbildliches. Grünweih als B-Elf führte ein mustergültiges Zusammenspiel vor, das nur des kurzen Entschlusses zum Schuh in Tornähe entbehrte, während die A-Elf in ungleich schnellerer, wenn auch nicht immer zuverlässigerer Kombination eher und wuchtiger zum Schuß kam, und das meistens mit Erfolg. Daher datieren, auch die vielen Torerfolge der letzteren. Trotzdem war das Spiel verteilter, als das Resultat es vermuten läht. Schiedsrichter Seibert vom Turnverein leitete einwandfrei. Im besonderen hatte das Spiel den Zweck, eine Auswahl für das am kommenden Sonntag in Siegen i. W. stattkindende Städterückspiel Siegen — Wetzlar zu treffen.
Diesem Ausschuß war in dankenwerter Weise der älniversitätssportplatz bereitwilligst und kosten-
*ä"ä samssss.
grunces veicyaften. sollte den Zuschauern das vielseitige Schwimmen
$n öer ©tei ener ^urn- und Sportgeschichte vorgeführt werden. So war auch mancher Schwirm werden die Werbe.age vom 8. und 9. Mar 1926 mer und manche Schwimmerin mitbeteiligt, die zur an bedeutsamer Steile verzeichnet stehen. Mögen Erheiterung der Zuschauer dienten. Neben den Vor- ftch ihnen weue^e, in gleichem Maße erfolgreiche führungen war der Gedanke vorherrschend, von dem ^.age anschließen. sich die Abteilung leiten ließ, für ihre Sache neue
Freunde zu gewinnen, damit das Schwimmen immer mehr Allgemeingut der Deutschen wird. Der eiqcnt-
Punktlich um 2 30 älhr gestern nachmittag liche Wettkampf bestand in Einzelschwimmen für begannen auf dem älniversitütssportplah die alle Altersklassen. Der erste Kamps war eine Lagen- leichtathletischen (volkstümlichen) Hebungen. Ein staffel für Turner und Jugendturner: diese konnten hübsches Bild abwechslungsreicher Betätigung die Jugendturner für sich entscheiden? (Beide Stas- entrollte sich vor den Augen der interessiert Zu- fein schwammen mit Ersatz.) Das Brustschwimmen . schauenden, ileberall gab es etwas anderes zu für Turnerinnen gewann L. H a u b a ch mit einem sehen, und man könnte es fast bedauern, nur zwei Meter Vorsprung. Das Brustschwimmen für Ju- Augen zu haben. Hier wurde gesprungen — genbturnerinnen entschied H. Weeg für sich. Dann hoch, weit und mit dem Stabe: dort wurde folgte das Schwimmen der Altersturner, ein scharfes geworfen: mit der Kugel, mit dem Speere, mit I Nennen über die ganze Strecke: es endete im toten dem Diskus und die Kleinen mit dem leichten | Rennen (Zeit 30 Sekunden). Den Wettkampf der Dalle. Auf der herrlich angelegten Aschenbahn Schüler gewann Otto Kern, den der Schülerinnen wetteiferten Kurz- und Landstreckenläufer. Anni Pfund. Das Lagenschwimmen der Turner
Dank muh man der Leitung zollen, dah sie war wieder ein scharfer Kampf, auch dieser endete unerbittlich streng die festgesetzten Zeiten inne- im toten Rennen zwischen Ehr. Weeg und Kurt hielt und so zur flotten Erledigung nicht un- H o r e y s e ck. Ferner zeigte die Schwimmabteilung wesentlich beitrug. Auch der pünktliche Beginn Wettrennen für Schüler und Schülerinnen, Hinder- fiel angenehm auf, weniger vielleicht bei den nisschwimmen, Rückenschwimmen ohne Armbewe- unpünktlich erscheinenden Teilnehmern, deren gung, Einzelspringen, Tellertauchen und Gruppen- Enttäuschung deutlich bemerkbar war: denn gar springen. Neben der ernsten Seite wurde auch für mancher hätte sich gerne heute, da es nicht um den Humor gesorgt; so erregten wahre Lachsalven Sieg und Ehre ging, an einem „alten Rivalen der Fallschirmsprung, der Reiterkampf und das gewetzt". Hier dürfte der pünktliche Beginn Springen eines Turners in einem mit Luft gefüllten sicher eine erzieherische Wirkung haben. Anzug. Sehr schön war die Lichterstasfcl der Turne-
Bei den Cinzelkärnpfen sah man sehr an» rinnen: im verdunkelten Volksbad gütetn die beiden sprechende Leistungen, bei den Sportlern wie bei I ro*e . Irrlichter über das Wasser. Die den Turnern: ersteren muß bei den Läusen wohl Schwimmabteilung des Turnvereins hat mit dieser ein kleines Plus zuerkannt werden, ohne die Veranstaltung einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Leistungen der Turner, deren Haupteinstellung Mögen alle Turner und Turnerinnen in den körn- auf anderem Gebiet der Leibesübungen liegt, ab- wenden Wettkämpfen das verwenden, was sie im zuschwächen. Die MannfchaftZkämpfe: eine 20mat- Winter im Hallenbad gelernt haben.
Radsport.
O zmella schlägt Branchonnet.
Bei dem gestrigen internationalen Fliegerrennen im Kölner Stadion siegte der deutsche Meister Paul O ß rn e l l a über den Olympiasieger Blanchon- n e t (Paris).
Fusiball. I Rund um Köln
Gestern wurde Westdeutschlands größtes ö. Rach den leichtathletischen Vorführungen Straßenfahren „Rund um Köln" ausgefahren, zu
traten zwei kombinierte Mannschaften aus der dem 200 Meldungen Vorlagen. Die Strecke war Spielvereinigung 1900, V. f. D. und Ballspiel- 250 Kilometer lang und stellte infolge der starken Club 1920 zu einem Propaganda-Fußballspiel an. Straßensteigungen, besonders im bergischen Land, Das Spiel endete zu Gunsten der besseren 21. = große Anforderungen an die Fahrer und an das Mannschaft 4:1 (Halbzeit 2:1). Der älnparteiische, Material. Start und Ziel war im Kölner Stadion. Zutt 1900, war dem vpiel ein gerechter Leiter. I -Um 4y2 älhr nachmittags traf als erster Suter-
Schweiz in 8,21,42 ein vor Rotter- Schweiz.
*UttlCr lltlv JiQufCU)ter. dem dichtauf DelloNi - Italien folgte. Bei Len Die Gießener Turnerschaft trat anschließend Herrenfahrern siegte I. Dumm- Frankfurt a. M.
in der Volkshalle mit einigen Darbietungen ge- m 8.44,11 vor Müller-Barmen mit Reifenstärke, meinfam auf. so zeigend, daß sie nicht nur dem
Rainen, son.ern auch der Tat nach einem Ver- -ivRlluÖ.
banbe eingeg edert ist. Die gemeinsam gezeigten ; „ r „ , „ ______. .. .
Freiübungen der Turner und das Barrenturnen ffprsnxM V r r h ? & &-IC m ^mc
der Turnerinnen fanden verdienten Beifall. Eben- lt-rdckm ausgetragen wurde, endete mit einem knap- so wurde das Fechten, jene Leibesübung von
großem körperbildenden Wert, tie bis in und - r ^rü Bremen —
über das Mannesalter erfolgreich betrieben wer- Stoln ~ 5ranf'urt 9,n9 Köln als Sieger hervor.
den kann, von den Fechtriegen beider Turnvereine ---------
vorgeführt. Als weitere Punkte turnerischer Be- föahrDteisermähmiintl
tätigung zeigte der Turnverein von 1846 mit mußigung JUin
seinen Turnerinnen ein gut ausgearbeitetes Ge- I (jtoeate Der Jugendpflege, meinturnen an zwei Pferden, mit feinen Sumern Ermäßigte Fahrpreise zur Leteillgung an sportlichen em gewandtes Springen am Spningttsch. Der Veranstaltungen
2nanner-Turnvereln stellte mit seinen Turnern 1 eine Riege am hohen Reck, die durch ihre älebun- gen sehr gefiel. Die Turnerinnen brachten in rascher Folge einen Ausschnitt aus dem Gebiet der Frei- und Handgeräteübungen (Keulen- und (Stabübungen), so ein den Turnerinnen besonders geeignetes Arbeitsfeld kennzeichnend. Der Beifall bewies, daß die dargebotenen ilebungen Anklang gefunden.
Die Radfahrer verdienen ein Gesamtlob, denn die gefahrenen Reigen klappten alle ganz vortrefflich. Seien es nun „Fortuna", „Die Wanderer", „©ermania" oder „1885". Das Kunstfahren war eine Klasse für sich. Ein 2er-Radball vervollständigte das fesselnde radsportliche Programm.
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