Sänger erschienen. Aus dein Jahresbericht ging hervor, daß die Sängeroereinigung aus 17 Vereinen mit zusammen 650 Sängern besteht. Als 1. Vorsitzender wurde Lehrer Walter (Hopfgarten) gewählt, als Bundesdirigent Lehrer Müller (Ermenrod). Das diesjährige Bundesfest ist Sonntag nach Pfingsten in Ermenrod.
Q Lehrbach. 9. Mär;. Bei dem Familien- abcnd des hiesigen Fußballklubs „A l e m a n - n i a" kamen drei von Lehrer A d a m i eingeübte Theaterstücke zur Aufführung, ein ernstes Heimat- und Volksstück von Schuldirektor Hermann Uhlig und zwei Lustspiele, die alle tiefen Eindruck machten. Es wurde hier ein wertvolles Stück Volksbildungsarbeit und guter Unterhaltung geleistet. Der Reinertrag soll für den künftigen Bau eines G e - m c i 'n d e h a u s e s verzinslich angelegt werden.
t. Renzendorf, 9. März. Auch in unserer Gegend gewinnt die B a s a l t st e i n i n d u st r i e an Bedeutung. Eine auswärtige Gesellschaft hat in dem benachbarten B rauerschwend Gelände angekauft und einen Steinbruch angelegt, in dem sehr guter Basalt gefördert wird. Ein Doppelgespann und cin Lastauto befördern täglich etwa 20 Ladungen nach unserer Station, wo Tag für Tag mehrere Waggons verladen und verfrachtet werden. Viele Arbeiter haben in diesem Winter im Steinbruch und beim Verladen Verdienst gefunden.
cf. Wettsaasen, 9. März. Die H o l z - bauerarbeiten unserer Gemeinde sind nun beendet und dadurch ist die Zahl der Erwerbs" losen "erneut gestiegen. Als neue Rotstands- arbeit läßt die Gemeinde jetzt einen Feldweg ausbessern. Jedem Erwerbslosen wird während der Dauer der Pflichtarbeit ein Zuschuß von 80 Pfennig täglich, einschließlich Abnutzungsgebühr für eigenes Werkzeug, gezahlt.
Kreis Lauterbach.
WSR. Lauterbach, 9. März. 3m Gegensatz zu anderen Städten Hessens und Hessen- Äassaus gibt es hier gegenwärtig nur noch wenige Erwerbslose. Insgesamt waren am 6. März nur noch 10 Personen als erwerbslos gemeldet.
hml. Lauterbach, 9. März. Am Sonntag abend wurde in der Stadttirche von dem evan- gelischen Kirchengesangverein und dem Männergefangverein Blitzen- r o d zum Besten des Kirchbaufonds Blihcnrod eine lirchen musikalische Feier veranstaltet. Der erste Teil der erhebenden Feier war dem Andenken 3. S. Dachs gewidmet. In Orgel, Chören und der Arie für Baß-Solo aus der Kantate „Tritt auf die Glaubensbahn", sowie der Arie für Baß-Solo aus der Matthäus-Passion „Gerne will ich mich bequemen" redete der große Meister zu der andächtigen, das weite Gotteshaus füllenden Gemeinde. Der Chor unter Lehrer Kalbfleischs vortrefflicher Leitung, der Organist Lehrer Bogel sowie der Solist Lehrer Gimbel- Aixfeld boten Vorzügliches. Das Ganze war eine wohlgelungene Ehrung des großen Meisters, ein feierlicher Gottesdienst für die Gemeinde. Der zweite Teil der Feier reihte sich würdig dem ersten an. Hier wirkten außer dem Organisten Lehrer Bogel und dem Solisten Lehrer G i m - bel der Männergefangverein Dlitzenrod mit. Die vorzüglichen Leistungen des Vereins unter der Leitung von Lehrer Mink sind weithin bekannt. Eine neue Bestätigung dafür bot auch diese Feier. Von großer Wirkung waren auch die Meditation (Ave Maria) für Violine und Orgel von Bach, sowie dos Largo von Händel. Georg Vollmöller erwies sich auch hier
wieder als ein Künstler. Den Schluß der Feier bildete das Altniederländische Donkgebet, das von den beiden Vereinen, verstärkt durch den Schülerchor der Stadtschule gesungen, in überwältigender Weise zu Gehör gebracht wurde.
Starkenburg.
D a r m st a d t, 9. März. Der Reifeprüfung für Aichtschüle c vor der st a a t - lichen Prüfungskommission unterzogen sich 13 Bewerber, von denen 12 das Reifezeugnis erhielten. Darunter waren auch die beiden Söhne des Großherzogs. — Am 6. Avril wird das erste Flugzeug der Hauptfluglinie D a r m st a d t — Mannheim — Karls- ruhe —Stuttgart — München seine Fahrt antreten. Damit wird der tägliche Flugverkehr auf dieser Strecke eröffnet. — Wie cin hiesiges Blatt zu melden weiß, sind im Kassenraum des Hauptbahnhofs 15 Quadratmeter Wandpuh hcrabgefallcn. Die Bahnverwaltung habe den Zahlungsverkehr in diesem Raume eingestellt. Bekanntlich ist am Heiligen Abend im Bahnhof eine Decke herabgestürzt.
WSR. Offenbach, !'. März. Im Gegensatz zu anderen Städten der näheren und ferneren Um- gegnnd, wo fast überall ein Stillstand oder Rückgang in der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, hat hier die Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt immer noch nicht erreicht. Insgesamt sind fast 20 000 Personen arbeitslos bei einer Bevölkerungszahl von 80 000, eine Zahl, die für Deutschland einen Rekord, wenn auch einen sehr traurigen, bilden dürfte.
WSR. Roßdorf, 9. März. Gestern abend gegen 6.45 Uhr wurde der Oberpostsekretär Betz do in Postointe II zu Darmstadt in der Sarmftäbrer Straße von einem Auto der hessischen Londes- polizei schule Darmstadt überfahren. Er war auf der Stelle t o t. Betz hatte mit einem Motorrad eine Dienstreise unternommen nut) wollte nach Hause zurückkehren. Das Motorrad rutschte und er das Auto überholen. Das Motorrad rutschte und er kam unter das Auto zu liegen. Sein Begleiter, nomens Hechler, kam mit dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen davon.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
3 Wetzlar, 9. März. Die entscheidenden Sitzungen zur Verabschiedung des städtischen Etats dürften Ende dieses Monats stattfinden, -ßur Zeit wird bereits in verschiedenen Kommissionen eifrig an der Vorberatung einzelner Houshallsgruppen gearbeitet. Bei der schwierigen finanziellen Loge der Gemeinden und besonders der Industrieorte mit ihren großen Arbeitslosenziffern dürften die Stadtväter nicht zu beneiden fein, die heute eine so undankbare Arbeit wie die Fertigstellung«, des Etats zu leisten haben. Man hört daher auch in den Kreisen der hiesigen Stadtverordneten, die den Ernst der Lage zu würdigen wissen, schon manchen Stoßseufzer, ob es tatsächlich gelingen wird, besonders auch im Hinblick auf manche große Forderungen von linker Seite, den Etat auf gesunder Grundlage ouszubalan- 8 ter en. Dabei muh berücksichtigt werden, daß die Stabt aus den ^leberweisungen von der Einkommensteuer noch nicht einmal die Summe erhält, die sie 1913 aus dieser Steuerquelle gezogen hat. Außer den bekannten Rotstands- arbeiten werden daher neue Bauausführungen im Jahre 1 926 nicht zu er
warten sein, da hierzu Gelder aus lausenden Mitteln nicht vorhanden sein dürften. Ob der Anleihemarkt weiter in Anspruch genommen werden kann, hängt von dem Entgegenkommen der Regierung in Koblenz ab, die jedoch einer weiteren Vermehrung der Schuld der Stadt so leicht nicht zustimmen dürste. Man darf weiter gespannt sein, in welcher Höhe diesmal die G c - tocrbeftcucr festgesetzt werden wird, worüber bekanntlich schon int letzten Jahre scharfe Kämpfe ausgesuchten wurden. Damals glaubte der Bürgermeister für das neue Rechnungsjahr eine erhebliche Senkung in Aussicht stellen zu können. Ob er diese Zusage heute noch aufrecht erhalten kann, muß noch dem Gesagten sehr bezweifelt werden. Selbstverständlich ist die Aufstellung eines Etats in einer Zeit wie der heutigen eine sehr Problematische Sache, weil der Eingang der Steuern und besonders auch der gemeindlichen ganz von bcr künftigen Entwicklung des Wirtschaftslebens abhängt. Bedauerlich bleibt bet der angespannten Finanzlage der Stadt, daß Projekte, wie die Fertigstellung der Fried- hofsan lagen, wieder auf unbestimmte Zeit yinausgezogen werden dürften. Zur Zeit ist man mit der Aufstellung des neuen Portals an der Frankfurter Straße beschäftigt, um wenigstens einen Abschluß in der Umfriedigung zu erzielen. Ob die Stadt bei der künstlerischen Ausführung des Portals gut beraten war, muß füglich bezweifelt werden. Da die neuen Friedhofsanlagen bereits zu Beerdigungen benutzt werden müssen, wäre es erwünscht, wenn hier Mittel und Wege gefunden toetben könnten, die ganze Anlage, toemi auch nicht in einem, so doch innerhalb der nächsten beiden Jahre fertigzustellen. Zu dem Etat wird noch Stellung zu nehmen . sein, sobald er der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht ist. — Das schlechte Wetter der letzten Wochen hat auch in unserer Stadt viele Krankheiten hervorgerufen. Besonders ist es die Grippe, die in äußerst starkem Maße aufgetreten ist. Wenn auch bis auf einige Falle der Krankheitsverlaus ein normaler und günstiger ist, so bedeutet doch bei der heutigen wirtschaftlichen Rot, in der sich viele hundert Familien befinden, das Hinzutreten von Krankheiten, tote die Grippe, und das Darniederliegen oft ganzer Familien eine weitere große Erschwerung bei all der großen Bedrängnis, mit der wir heute zu kämpfen haben. Hoffentlich wird durch eine baldige Besserung in der Wetterlage auch ein Abflauen dieser tückischen Krankheit eintreten.
x. p. Salzböden, 9. März. Auf dem hiesigen Friedhof wurde in Pietätloser Weise die 1883 zum Gedenken des 400iährigen Geburtstages Luthers gepflanzte Lutherlinde gefällt.
<> Hochelheim, 9. März. Die hiesige Gemeinde hat mit aufsichtsbehördlicher Genehmigung ein O r t s st a t u t erlassen, das die Bebauung votl Straßen und Platzen im Orte regelt. — Hier hat sich ein S ch ft tzenverein gegründet, der sich die Hebung und Pflege des Schießsportes zur Aufgabe macht.
ch. Lützellinden, 8. März. Am Sonntagabend fanden sich die Mitglieder des hiesigen Jungfrauen Vereins im Evang. Vereinshaus zusammen, wo die Äugendsekretärin Frl. Schmäk - kel zu ihnen sprach. In recht fesselnder Weise gab die Vortragende anschauliche Bilder von den. Werden und Wachsen der Jugendbewegungen. Der Vortrag wurde von den aufmerksamen Zuhörerinnen mit großem Interesse ausgenommen.
!—! Ebersgöns, 9. März. Die hiesige M a x-- morkalkbrennerei, Eigentum der Oberhess.
Kalk- und Steinindustrie, die mehrere Monate still- ftanb, hat ihren Betrieb wieder aufgc n o in in e n.
<> Dv rn Holzhausen, 9. März. Hier hat sich ein Kleinkaliber-Schützenvereiu gegründet, dem bereits eine ganze Anzahl Mitglieder beigetreten ist. Man ist augenblicklich damit beschäftigt, im Distrikt „Wäldchen" des hiesigen Gc- meiudewaldes einen Schießstand cinzurichten. Nach dessen Fertigstellung wird mit den Schießübungeis begonnen werden.
<> Niederkleen, 9. März. Der „Wetzlarer Anzeiaer" brachte vor kurzem eine Meldung über die hiesige Jagdverpachtung, in der u. a. erwähnt war, daß bei der Verpachtung d e m Mei st bietenden der Zuschlag erteilt würde. Wie wir hören, sehen dagegen die öffentlich ausgelegt gewesenen und durch die Auslegung feftg.' stellken Verpachtungsbedingungen vor, daß der Jagdvorsteher ben Zuschlag einem der drei Letztbietenden erteilen Fann, ein Verfahren, wie es bei allen Jagdoerpachtungen im Kreise Wetzlar gehandhabt wirb.
Tillkreis.
bl. H e r b o r n , 9. März. Die K r a f t p o |t = linie zwischen der Gemeinde Bischoffen und der Stadt Wetzlar wurde wieder in Betrieb genommen. Damit hat man eine wertvolle Verbindung zwischen dem Aartal und dem Lahntal geschaffen.
bl. Dillenburg, 0. März. Ab 4. April wird die hiesige höhere Mädchenschule in eine Mittelschule für Knaben und Mädchen umgewandelt. — Nach dem neuesten Stand befinden ftd) hn Kreis 2230 Vollerwerbslose mit 3131 Zuschlagsempfänger. Gegenüber der Vorwoche stieg die Gesamtzahl um etwa 80 bzw. 150 Personen.
Meringan.
WSN. F r a n k f n r t a M., 9 März. Der frühere Stadtsekretär Paul Drcsde, der vor einigen Monaten nach Unterschlagung von etwa 6 0 0 00 Mark M ü n b e ( q e t b c r n geflüchtet, aber noch kurz vor seiner Einschiffung nach Amerika in Rotterdam verhaftet werden konnte, ist jetzt von der holländischen Regierung ausgeliefert C worden. Dresde ist bereits im hiesigen Unter fuchungsgefängnis eingeliefert. — In der Nacht zum 4. März wurde in Birstcin im Vogelsberg ein f chmerer E i n b r u chs d i e b st a h l ausgeführt und dabei folgende Gegenstände gestohlen: Ein goldener Trauring, zwei goldene Herrenuyren, eine Brillantbrosche, ein Brillantkollicr, eine silberne Damentasche, eine silberne Geldtasche, ein paar goldene Manschettenknöpfe, in goldener Armreif, eine Damenarmbanduhr aus Tulasilber, ein schwerer Herron-Fahrpelz und ein großer Herron-Fußsack. Der Wert der gestohlenen Gegenstände beträgt ungefähr 5000 Mk. Vor Ankauf wird gewarnt.
Kreis N singen.
!—! Brandoberndorf, 9. März. Dis Zellstoff A.-G. W a l d h o f bei Mannheim kauft seit cinger Zeit das Nadelnutzholz in hiesiger Gegend auf. So erwarb sie auch jetzt wieder sämtliches Fichtennutzholz der hiesigen Gemeinde aus der Hand. Das Festmetcr wurde mit 20 Mk. abgegeben.
Cleeberg, 9. März. Int hiesigen Schntz- bezirk Weiperfelden fand dieGemeindebrcnn- holzversteigerung statt. Selbst aus der Wetterau waren Kauflustige erschienen. Die Preise waren infolge sehr starker Nachfrage etwas angezogen. 100 Lohschlag-Durchforstungswellen kamen durchschnittlich auf 1-5 Mk., für Eichonknüppel wurden für das Raununeter 9 Mk. bezahlt.
’-.v.
M
RE E MTS MA
SASCHA
.GM
A
MM MG Kl f HM
<
1
3 f
K WMM
MWM
M,
MM
G/ *aA*k \*X
k mc/jc)
W'z 7- ■
CIGARETTEN
• >
.. 7 < ’ ' v.:v ,v'. '
v?>-
■ V
SISSsSs i S ■
SISF* auf Kredit
Tisch, Schrank, Truhe prechapparate Sc aliplatten niedrige Preise, wöchentlich Mk. 3.- an
Katalog gratis!
Vertreter gesucht!
4 Bopp
Frankfurt a. M. 392 Hasengasse 4. 1
!s EiWkise
9 Vfd. 6 Mk. franko Damvfkäicfabrik, Rndelsbnrg.
Welk»
1 9 2 5 oi73i und Reste dlsz.Hälsied.Preis. Wtederverkäufer erhalten Rabatt!
Ringfreies Tapetenhaus Hch« Kreiling Sisksa, Mählstr. 3, neb.Lederh. Plank.
z
Qf THOMPSON'5 ~
welch ein Wohlg&fuhl nach einem arbeite - reichen feig!
Wer die Wasche mit
wascht und dann mit
Sei fix bleicht, wird sich in seinem Bett stets wohl und behaglich fühlen.
Besichtigen und er» proben Sie das neue 4 P. S.
DKW
Sportnrodell mir Dallonberei«- fung, Ihre Erwartung wird !! übertroffen u Schilling, 315 7c Gießen," Frankfurter Str. 23.
WWWWwWWWwWww
Prima natzgestredrte taletieiteti alle gangbaren Breiten auf Lager Fmiiieli W, Whhi
Bietzen, NeuenWeg 32
Ausskllklvng ffllrein u-sreismert öle Brüijrfdie unio-DruitereL H. Lunge. Gießen, samiltr.7.
**. entdezken Sie keinerlei Risse und Sprünge ;im Leder, wenn Sie Ihre Schuhe mit Erdal ' behandeln. Erdal nährt das Leder und erhält es geschmeidig. Erdal verleiht Ihren Schuhen Schönheit und langes Leben. Verwenden Sie deshalb nur noch
Ertial


