mittagsunterricht ausfällt/
RDV. 3 n 7l e
Berlin-
100 Meter Brust:
100 Meter Seite:
100 Meter Rücken.
100 Meter bei.:
1:25L 1:17,4 1:23,8 1:10
1:25 1:14,6
1:18 1:07,6
** Zur Warnung. Aus unserem Leserkreise wird uns mitgeteilt, das; in den letzten Tagen ein junger Mensch in verschiedenen Gießener Fapülieu Vorgesprächen hat, um Scherenschnitte zu verkaufen. Er gab sich dabei als stud. jur. an unserer Universität und früherer Offizier aus, ferner erwähnte er, sein Later sei gleichfalls Offizier gewesen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Scherenschnitte wolle er seinen Unterhalt und die Kosten des Studiums bestreiten. Durch diese Erklärungen und das sichere, gewandte Auftreten gelang es dem Menschen, einen guten Eindruck zu machen und von seinen „Scherenschnitten" allerlei zu verkaufen. Kostenpunkt 6 bzw. 3 Mark je Stück. In zwei Fällen wurden die Gegenstände jedoch sachverständig beurteilt, und dabei stellte sich heraus, das; bei den Arbeiten von Scherenschnitten gar keine Rede sein konnte, daß es sich vielmehr um gestanzte Sachen handelte, die reell etwa 40 bis 50 Pf. je Stück wert waren. Der geschäftstüchtige Verkäufer, der sich in einem Falle stud. jur. Trimborn nannte, hatte die Käufer also weit über Gebühr Zohlen lassen. An einer Stelle sollte der junge Mensch noch Geld abholen; er hat sich aber bis heute nicht wieder sehen lassen; anscheinend ist ihm die Sache zu brenzlich. Das Verhalten des Mannes zwingt zur Vorsicht. Die Polizei hat bis jetzt noch feine Anzeige erhalten. Sollte der junge Mensch irgendwo auftreten, so möge man sich zunächst umgehend an die Kriminalpolizei wenden.
Ein orkanartiger Sturm, begleitet von Regen, brauste gestern übend von kurz nach 9 bis gegen 1 ,11 Uhr über unsere Stadt hinweg. Die Dachziegel klapperten, und in den Straßen packte der Sturm die Passanten vielfach mit solcher Gewalt, daß das Vorwärts kommen recht mühsam war. 3m Laufe der Rächt erneuerte sich das Sturmwetter noch einmal, allerdings wurde es nicht mehr so heftig wie in der obengenannten -Zeit. Von Schäden ist uns bis zur Stunde nichts bekannt geworden.
** Die Kurzarbeiterfürsorge betrifft eine Bekanntmachung deS Arbeitsnachweises in unserem heutigen Anzeigenteil. Den Inhabern der in Betracht kommenden Betriebe ist die Einreichung einer Aufstellung auferlegt. Man wende der Veröffentlichung seine Aufmerksamkeit zu.
,w Personalien. Der ordentliche Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt, Geh. Baurat Dr.-3ng. Hans Wege le zu Darmstadt, wurde auf fein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. April ab in den Ruhestand versetzt.
’ * D i e Zahl der Dollsschullehrer l n Hessen. Rach einer statistischen Veröffentlichung beträgt die Zahl der zur Zeit im hessi- schen Schuldienst tätigen Lehrer und Lehrerinnen
4041. Davon stud tätig in Starkenvurg 2015, in Rheinhessen 1054 und in Oberhessen 975 Personen.
" Freiligrath-Feiern in den Schulen. Das Landesamt für das Bildangs- wesen hat an die Direktionen der höheren Schulen und die Stadt- und Kreisschulämter folgendes Ausschreiben gerichtet: „Aus Anregung deS Reichsministers des Innern hat das Gesamt- miniftcrium beschlossen, des 50. Todestages des Dichters Ferdinand Freiligrath durch eine würdige Feier am 18. d. M. in sämtlichen Schulen des Landes zu gebeut en. Zur Ausführung dieses Beschlusses ordne ich an. das; für die Feier die zwei letzten älnterrichisstunden des Vormittags verwendet werden und der Rach-
Frank fürt a. Mäin. Mit der Einführimg des Sommersahrplans ist folgende KD-tBerbin- dung zwischen Frankfurt a. Main und Berlin vorgesehen: FD 5: Frankfurt a. Main Haupt- bahnhof ab 1.15 nachm., Erfurt ab 4.54 nachm., Leipzig ab 6.46 nachm., Berlin (Anh. Bhf.) an 8.44 nachm.; FD 6: Berlin (Anh. Bhf.) ab 9.34 Dorrn., Leipzig ab 11,45 Dorrn.. Erfurt ab 1.32 nachm., Frcuckfurt a. Main Hauptbahnhof an 5.10 nachm. Diese FD-Züge führen nur 1. und 2. Klasse; außerdem Speisewagen. — (Mit diesen FD-Zügen — die amtliche Bezeichnung für besonders beschleunigte Fern-D-Züge — hat Frankfurt eine ausgezeichnete Verbindung mit der Reichshauptstadt bekommen. Auf der Strecke Berlin — Cassel — Gießen mit Anschluß nach Frankftuck oder Coblenz wäre die gleiche Einrichtung auch erwünscht. D. Red.)
RDV. Touristenkarten auf den Bahnhöfen Badens. Auf Anregung des Badischen Verkehrsverbandes sind auf allen Bahnhöfen in Baden mehrfarbige Touristen-- karten zum Aushang gelangt. Den Reisenden und Touristen wird auf diese Weise eine zweckmäßige Orientierungsmöglichkeit geboten. — (Im Hinblick auf den Vogelsberg, das Lahn- f a l, den Hütten berg und das Hinterland dürste die gleiche Einrichtung auch für die Bahnhöfe unseres Bezirks empfehlenswert sein. Von den Reisenden und Touristen würde diese Fürsorge sicherlich mit Dank begrüßt werden. D. Red.)
* D i e M a u l - u n d K l a u e n s c u ch e ist neuerdings in Ettingshausen, Dors-Gill (Kreis Gießen) und Ilbenstadt (Kreis Friedberg) amtlich festgestellt worden. Erloschen ist die Seuche in Bettenhausen, Friedelhausen, Leihgestern, Grü- ningen, Watzenborn-Steinberg (Kreis Gießen) und Rieder-Breidcnbach (Kreis Alsfeld).
Ausschuß, für Presse, Führerund Werbedrucksachen: Stadtv. Kirchner, Redakteur Blumschein, Hotelier Schpab, Kaufmann Loeb, Cafehausbesitzer Körner.
Ausschuß für eine hessische Heimattagung: Ehrenvorsitzender Stadtv. W i n n, Beigeordneter Dr. Ham in, Amtsgerichtsrat GröS, Eisenbahn-Amtmann Dörr, Redakteur Blum sch ein, Direktor Dr. Roßberg, Stadtv. Kirchner, Stadtv. Löb er, Cafehaus- befitzer Körner. Kaufmann Frensdorf
Ausschuß für Schaufenster- und Blumenschmuck-Wettbewerb: Stadtverordneter Kirchner, Stadtv. L ö b c r, Kaufmann und Drogist W i n t e r h o f f, Kaufmann Drei)5 fuß, Kaufmann Frensdorf, Metzgerobermeister Sack, Universitäts-Garteninspektor Rehne11 und der Vorsitzende der hiesigen Gärtner-Vereinigung.
Ausschuß für M a r k l w e s e n : Stadtverordneter Schwieder, Beig. Dr. 5) amm, Kaufmann Loeb, .Kaufmann 5) e r r.
Ausschuß f ü r d i e Lesehalle und die Geschäftsstelle: Stadtv. Kirchner, Beig. Dr. Hamm, Amtsgerichtsrat Gros, Redakteur B l u m s ch e i n.
Ausschuß für die Ausarbeitung einer neuen Satzung: Amtsgerichtsrat Gros, Stadtv. Kirchner, Redakteur 58 l u m » schein.
Der erste Vorsitzende des Greins, Stadtv. Schmieder, und der Schriftführer, Verwaltungs- fetretär Maus, gehören sämtlichen Ausschüssen an, da sie die Vertreter des Vereins nach außen sind. Die Ausschüsse werden ihre Obliegenheiten ungesäumt in Angriff nehmen.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurden noch verschiedene bedeutsame Fragen behandelt, die sich auf die weitere Tätigkeit des Vereins und auf kommunale Angelegenheiten bezogen. Mit besonderer Genugtuung würde die Tatsache zur Kenntnis genommen, daß in Zukunft ein enges Zusam- m e n a r b e i t en zwischen dem Verkehrsverein und öej Stadtverwaltung herrschend sein wird. Für die Hebung des Verkehrs in unserer Stadt darf man nun noch günstigere Resultate als bisher erwarten.
Bornotizerr.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadtthcater: Z'/3 Uhr „Die letzte Rächt" (Ende 10 Tlhr). — R. d. Z.: 8’ 3 Tlhr, Stadt Lich, Hauptversammlung.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Der heutigen .Uraufführung „Die letzte Rächt" werden außer dem Autor verschiedene auswärtige Bühnenleiter und Pressevertreter beiwohnen.
— Obst- und Gartenbauverein. Kommenden Samstag abend int Kaufm. Vereins- Haus Hauptversammlung mit Vortrag von Inspektor Rehnelt. über „Arbeiten im Kleingarten". Die Versammlung sei den Gartcninter- efsenten zur besonderen Beachtung empfohlen. RähereS in der heutigen Anzeige.
rungen die hessische Regierung ihren Verpflichtungen gegenüber der Kirche nicht in dem nötigen Maße nachkomme. Der kommende Landeskirchentag werde die besondere Aufgabe haben, hier ein entscheidendes Wort zu sprechen. Rach diesen Darlegungen wurde auf eine weitere Behandlung dieses Gegenstandes verzichtet.
Einige Staffeln im Vergleich zum vorigen Jahr: 4 mal 50 Meter Lagen 2:23 (1925), 2,14,6 (1926); 4 mal 50 Meter Brust 2:37,3. 2:33, 10 mal 30 Meter . bei. 6:05,3. 5:25,4, Schwellstaffel 50, 100, 150, 100, 50 Meter 5:55, 5:26.
Neuer Weltrekord Rademachers.
RewHaven, 10. März. (WTD. Funl- spruch.) Dem deutschen Schwimmer Rademacher ist es gestern hier gelungen, einen neuen Weltrekord über 400 Meter mit 5:50,2 Minuten aufzustellen.
Neuer Schwimmrekord.
Einen neuen deutschen Damen r e k o r d im 2 0 0 - M e t e r - R ü ck e n s ch w i m - men bat am Montag Frau Wunram (Damen- Schwimmverein Hildesheim) im Magdeburger Wil- helmsbad aufgestellt, indem sie die glänzende Zeit 3:18 erreichte und damit den bisherigen deutschen Rekord um 12 Sekunden verbesserte. Frau Wunram beabsichtigt, in nächster Zeit den Rekord auch über 400 Meter anzugreifen. Da das Magdeburger Bad den Bestimmungen für Rekordleistungen entsprich«, dürfte der Rekord anerkannt werden.
Neue LeichtathZetik-Wettrekorde
vo. Gewohnheitsgemäh hat der Rorweger Charles Hoff den Hallenweltrekord tm Stabhochsprung in Chicago wieder etwas verbessert, indem er ihn auf 4,135 Meter stellte
Ein zweiter Weltrekord in der Halle wurde von Kuch im Kugelstoßen aufgestellt, der bei älniversitäts-Leichtathletik-Wettkämpfen unter Beteiligung fast aller amerikanischen Uni- versitäten 15,42 Meter warf.
Amtsgericht Wetzlar.
2 Wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung hatte sich ein Maurer aus Atzbach zu verantworten. In einem früheren Strafverfahren gegen einen Schreiner aus Atzbach, der einen anderen mit einem Messer gestochen hatte und dafür bereits ab- geurteilt ist, ergab die Hauptoerhandlung, daß der Maurer dem Schreiner seinerzeit auf dessen Verlangen das Alesser gegeben hat. Der Angeklagte erhielt 5 0 M a r k G e l b ft r a f e, Hilfsweise zehn Tage Gefängnis. Das Gericht billigte ihm monatliche Ratenzahlungen von je 10 Mk. zu.
Bei drei Arbeitern aus Waldgirmes war gefährliche Körperverletzung und Widerstand Gegenstand der Anklage. Ihnen wurde zur Last gelegt, im Mai zu Atzbach dem Nachtwächter während der Ausübung seines Dienstes Widerstand geleistet und ihn tätlich angegriffen zu haben. In der gleichen Sache wurden bereits früher drei andere junge Leute verurteilt, die jedoch gegen dieses Urteil Berufung eingelegt haben. Bei der Verhandlung in der Berufungsinstanz gerieten die jetzigen Angeklagten in den Verdacht der Täterschaft, und es wurde auch gegen sie Anklage erhoben. Die Verhandlung endigte damit, daß zwei Angeklagte G e l d st r a f e n von j e 3 0 0 Mark, Hilfsweise für je 5 Mk. einen Tag Gefängnis, erhielten, während der dritte Angeklagte freigesprochen wurde.
Ein Arbeiter aus Aßlar, dem die Anklage Betrug, Untreue und Unterschlagung vorwarf, war bet einer Aßlarer Firma Vorsitzender des Arbeiterrats. Als solcher hatte er die Verwaltung verschiedener Gelder. Ihm wurde vorgeworfen, von diesen Gei dem einen Teil für sich behalten und auch für an bere als die vorgesehenen Zwecke eigenmäd)tig aus- gegeben zu haben. Der Angeklagte bestritt jegliche strafbare Handlung, und auch die Beweisaufnahme ergab nichts, was eine Verurteilung des Angeklag len gerechtfertigt hätte. Demgemäß lautete auch dös Urteil, dem Anträge der Staatsanwaltschaft entsprechend, auf kostenlose Freisprechung des Angeklagten.
Kirche und Schule.
Pfarrertagmrg in Hungen.
ri. 5) ungen, 9. März. Im „Solmscr Hof" tagten gestern zwei gutbesuchte Pfarrerver- s a m m l u n g e n. Am Vormittag trat unter Leitung von Dekan Engel- Obbornhofen die Konferenz der Geistlichen des Dekanats Hungen zusammen. Nach der Eröffnung durch Pfarrer Becker- Södel behandelte Pfarrer W e - der, Holzheim, eingehend das Thema „Kirche und Evangelisation", das reichlichen Stoff zu einer gründlichen Aussprache über Predigt und Seelsorge in unseren oberhessischen Landgemeinden bot. Darnach berichtete Pfarrer Weber, Trais-Horloff, über den zweiten Band des ausführlichen Werkes von Professor D. Schian „Die evangelische Kirche und der Weltkrieg", der unter Verarbeitung eines riesigen, dem Verfasser von amtlichen Stellen ganz Deutschlands zur Verfügung gestellten Materials die Arbeit darstellt, die die Kirche während des Weltkriegs in der Heimat geleistet hat. Schian, der damals bekanntlich Professor in Gießen war, nimmt darin öfters Bezug gerade auch auf die Verhältnisse in Oberhessen.
Am Wndjmittag fand unter Leitung von Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, eine Tagung des Pfarrvereins statt, die von Pfarrer S c r i b a , Wetterfeld, eingeleitet wurde. Ein sehr ernster Vortrag von Pfarrer Ködding, Eberstadt, über brennende Gegenwartsfragen der Kirche in Hessen fand aufmerksame Zuhörer, die auf den Vortrag eine eingehende Aussprache folgen ließen.
Dorfkirchenvorftehertastung.
i. Rieder-Gemünden, 8. März. Heute fand die von der Vereinigung der Freunde der Dorfkirche einberufene Kirchenvor- stehertagung in unserem Gotteshause statt. Mehrere Hundert Kirchenvorsteher aus der näheren und weiteren Umgebung waren der Einladung gefolgt. In dem Eröffnungsgottesdienst predigte der Superintendent von Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner, und suchte die Herzen für die Aufgaben des Amtes warm zu machen und die Gewissen für die Erfüllung der Amtspflichten zu schärfen. Während der Mittagspause waren die Erschienenen Gäste der Rieder-Gemündener Bürgerschaft, die einen glänzenden Beweis für ihre Gastfreundschaft ablegte. Die Nachmittagssitzung wurde ausgefüllt durch den Vortrag des Prälaten der hessischen Landeskirche D. Dr. Diehl, der über das Thema „Der Kirchenvorsteher und Gemeindevertreter und das kirchliche Leben in den Gemeinden" sprach. An den außerordenllich lehrreichen Vortrag, der die Aufgaben der kirchlichen Körperschaften als Erhaltung, Pfleae und Förderung des kirchlichen Lebens nachwies, schloß sich eine rege Aussprache, an der sich besonders die Laien beteiligten. Auf Veranlassung brachte auch ein Mitglied des Kirchenoor- standes Rieder-Gemünden die finanzielle Lage der Landeskirche zur Sprache, und Prälat D.Dr. Diehl sprach ein offenes Wort über die gegenwärtige Krise, die besonders dadurch gekommen sei, daß einzig und allein unter den deutschen Staatsregie
Gewerbesteuer entrichtet haben, zum Ausgleich gegenüber den vierteljährlich zahlenden eine Sondervorauszahlung auf die Gewerbesteuer vom Ertrag in Höhe des am 10. Juni v. I. zu zahlenden Betrags zu leisten hoben. Di« am 17. Marz (mit Schonfrist) zu leistende Sonderzah- lung hat starke Erergung bei den Oemerbetreiben» den hervorgerufen, weshalb die hessischen Jndustrie- unb Handelskammern sich veranlaßt gesehen haben, dem Finanzminister die Frage vorzulegen, ob ev nicht möglich sei, auf diese Svnderzahlung zu verzichten und die zu vierteljährlichen Zahlungen Verpflichteten durch Nachlaß eines cnt- jprechenden Prozentsatzes zu entschädigen.
'Angesichts der starken Anhäufung von Steuerterminen ist an die Provinzialdirektion, das Kreis- amt, das Finanzamt und an den Herrn Oberbürgermeister von Gießen das Ersuchen gerichtet worden, den Steuerpflichtigen gegenüber das große Entgegenkommen walten zu lassen und bei nachgewiesener vorübergehender Zahlungsunfähigkeit nicht gleich das Beitreibungsverfahren einzuleiten.
Die Staatsregicrung ist gebeten worden, die g e- werblich benutzten Gebäude von der ft a a 11 i d) e n und gemeindlichen Sonder- ge bau desteuer gan; f r ei j uft e 11en . weil ihre seitherige Erhebung im Widerspruch mit den Vorschriften der Dritten Steuernotverordnung steht und daher ungesetzlich ist.
Die Industrie- und Handelskammer hot eine E r h öch u n g der Steuersätze für Kraftfahrzeuge unter Beibehaltung des bisher gültigen Steuersystems grundsätzlich abgelehnt. Emer mäßigen Erhöhung dieser Steuer könnte sie nur zustimmen, wenn neben anderen folgende Hauptbedingungen erfüllt werden: Verwendung des gesamten Aufkommens aus der Kraftfahrzeugsteuer für Wegebau und Unterhaltung, obligatorische Einführung einer Fahrzeug st euer in den Ländern, Fortfall aller Sonderab-- gaben, wie insbesondere Vorausleistungen, Brückengeld usw. und Einräumung eines Mttwir- kungsrechts der Wirtschaft durch Schaffung von Landstraßenbeiräten.
Da nachgewiesenermaßen die Gebühren der G o r i ch t s o o 11 z i e h c r für die Aufnahme von Wechselprotesten in Hessen bedeutend höher als in den meisten anderen deutschen Ländern sind, haben die hessisd)en Industrie- und Handelskammern in Anbetracht der schwierigen Wirtschaftslage angeregt, eine Herabsetzung dieser Gebühren alsbald in die Wege zu leiten.
Von dem Gesichtspunkt ausgehend, daß die für die Legi t i m a ti o n s k a r t e n erhobenen Gebühren nicht eine Sonderbelastung der Betriebe darstellen dürfen, sondern lebiglid) einen Ersatz der durch die Ausstellung verursachten Kosten, ist der Minister für Arbeit und Wirtschaft gebeten worden, eine wesentliche Herabsetzung dieser Gebühren cintrcten zu lassen.
Derkehrsversin Gießen.
Der Gesamt'-Aus schuß des Gießener Berke hrsvereinS hielt am Montag abend im Caf6 Astoria die erste Sitzung in der neuen, von der jüngsten Generalversammlung bestimmten Zusammensetzung ab. Die Verhandlungen leitete zunächst der bisherige 1. Vorsitzende, jetzige Ehrenvorsitzende Stadtv. H. Winn. Aus der Sitzung ist folgendes hervorzuhrben:
Unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Winn wurde die Wahl deS neuen ersten Vorsitzenden vorgenommen. In dieses Amt mürbe einstimmig der Stadtv. Sch wieder gewählt. Der Ehrenvorsitzende beglückwünschte den neuen Führer des Vereins, wobei er das allgemeine Vertrauen besonders betonte, das dem neuen Mann in der Aussprache und in der Wahl einstimmig bekundet worden war. Hierauf legte der Ehrenvorsitzende Winn die Führung nieder, bei dieser Gelegenheit von dem nun amtierenden ersten Vorsitzenden Schwieder im Ramen des Ausschusses und des Vereins nochmals herzlichst bedankt für die viele Arbett, die er in verdienstvollster Weise für die Allgemeinheit auch im Rahmen des Vereins jahrelang geleistet hat. Die Wahl der weiteren Vorstands- mttglieder vollzog sich glatt.
Dem neuen ges chä ftsführenden Vorstand gehören an: Stadtv. Schwieder, 1. Vorsitzender, Stadtv. Kirchner, 2. Vorsitzen- der, Derwaltungsserr. Maus, Schriftf., Kaufmann Loeb, Kassierer, Beigeordneter Dr. Hamm, Hotelier Schwab und Redakteur Dlumschein als Beisitzer.
Der Herausgabe eines kleinen Führers durch Gießen und Llmgeaend wurde zu-- aestimmt. Dieser kurze Leitfaden soll insbesondere für die Zwecke der Fremdeninteressierung Verwendung finden. Don Geschäftsleuten, die dem Gesamt-Ausschuß angehören, wurde der Wunsch ausgesprochen, die gesamte Geschäftswelt unserer Stadt möge sich an der Versendung dieses kleinen Führers, z. D. als Einlage in Geschäftsbriefe, beteiligen.
Zahlreiche Veranstaltungen, die im laufenden Jahre stattfinden sollen und von denen man einen regen Fremdenverkehr für unsere Stadt erwartet, wurden besprochen. Die weitere Bearbeitung wurde den zuständigen ÄnterauS- schüssen übertragen. Roheres hierüber wird zur gebenenen Zeit noch veröffentlicht werden.
Es werden hierauf zur Bearbeitung von Dpezialfragen Ausschüsse gebildet, auf Dxldje die Vorstands- und Gesamtausschußmit- glieder verteilt sind. Die Ausschüsse sind:
Ausschuß für Verkehrs politische nSelegenheiten: EhrenvorsihendrrStadto. i n n, Beigeordneter Dr. Hamm, Cisenbahn'- Antmann Dörr. Redakteur Dlumschein, Hotctter Schwab.
Turnen, Sport und Spiel.
Kunstturnen im Gau Hessen D. T.
ch Den Städtewettkampf im Geräteturnen zwischen den Turnvereinen Griesheim a. M., Fechenheim-Frankfurt und Marburg konnte der Turn- u. Sportvcr - ein Marburg am Sonntag mit 12 Punkten Vorsprung vor Fechenheim für sich entscheide». Griesheim kam für den Sieg nie in Frage. Geturnt wurde an Reck, Pferd und Barren, sowie eine Kürfreiübung. Jede Mannschaft bestand aus Alters tumern, aktiven Turnern, Iugendturnern, Schülern, Turnerinnen und Sdjülcrinnen .Das Kampfgericht entledigte fid) feiner nicht leichten Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Der Besuch hätte besonders am Vormittag besser sein können, am Nachmittag waren die Stadtsäle mit Zuschauern gefüllt. Den erften Kampf in Fechenheim konnte Marburg ebenfalls gewinnen. Der 3. und letzte Wettkampf soll voraussichtlich im November d. I in Griesheim unter denselben Bedingungen stattfinden.
Leistungsverbesserungen der Turnerschwimmer.
do. Das letzte Iahnschwimmen der D. T. in Halle laßt im 'Vergleiche mit den Leistungen der Meisterschaften 1925 in Frankfurt a. M. eine wesentliche Verbesserung der erzielten Leistungen erkennen. Eine Zusammenstellung ergibt:
Frankfurt a. M. Holle
TOcts sie $em essen f
soll man Kindern möglichst oft geben. O ® i» e
Nichts essen sie lieber als die bekannten
Sie schmecken gut, sind äußerst nahrhaft und sehr preiswert. Es gibt vielerlei Sorten; Gala-Schokoladen-Puddingpulver » Puddingpulver nach holl. Art » Makronen- Puddingpulver » Schokol.-Speise m Makronen » Rote Grütze . Götterspeise usw.
In allen einsdilägigen Geschäften nur in Originalpackung (niemals lose) mit der Schutt- marke „©etker S HeBlkOpf“ zu haben. Verlangen Sie ebendaselbst die beliebten Uetker-Kezeptbucher, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von


