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Hotel Kühne. wo man sich zum guten Ende ver­sammelt hatte, und wo Beigeordneter Dr. Hamm die Gemeindevertreter nunmehr al# Gäste der Stadt Gießen willkommen heißen konnte, fand die Einweihungsfahrt ihren Abschluß. Es ist sehr zu hoffen, daß alle die guten Wünsche recht bald sich in Wirklichkeit bewähren möchten, die man der Postlinie GießenKleebach bei ihrer Eröffnung in so reichem Maße dargebracht hat.

Regeln für Radler.

Seh' ein jeder, wie er's treibe, Seh' ein jeder, wo er bleibe, Und wer steht, daß er nicht falle.

Das Fahrrad ist heute zu einem Sport­gerät geworden, dessen Beliebtheit 'ich nicht allein in den Mitgliederzahlen der radkportlichcn Ber­einigungen auSdrücki. Die zahlreichen radsport­lichen Ereignisse, die großzügigen Veranstaltungen beweisen, welche Bedeutung der Radsport er­langt hat. Heimisch ist das Fahrrad jedoch auf der Straße, als Verkehrsmittel, das gewisser­maßen nebenbei den Fahrenden auch zu körperlicher Betätigung veranlaßt. Als Ver­kehrsmittel ist das Fahrrad entstanden, und seine häufigste Benutzung findet es sicherlich auch heute als solches. Die Straße ist sein eigenstes Gebiet.

Den Gefahren der Straße ist der Radler auf seinem schwanken Gefährt in erhöhtem Maße ausgesetzt, aber seine Beweglichkeit schützt ihn ebenso wie die Sicherheit, mit der ein guter Radfahrer sein Stahlroß zu meistern versteht. Alle 5tunft im Beherrschen des Rades zerrinnt indessen, wenn der Radfahrer die Regeln der Straße unbeachtet läßt. Kunstfertigkeit allein ge­währt keine Sicherheit, und, an strenge Gesetze gebunden, muh der Radler nicht nur sein Dor- wärtskommen suchen, sondern auch ollen an­deren ein Vorwärtskommen ermöglichen. Daß er sich selbst schützt, wenn er sich an die Regeln hält, erhöht seine Pflicht, sie zu beachten, Regeln, die sich jeder Radler, ob er sich nun in Ausübung dieser Tätigkeit als sich sportlich Be­tätigender suhlt oder nicht, einprägen sollte. Einige dieser Regeln für Radfahrer seien hier angeführt:

Benutze die Straße nie als Rennbahn. Eile auch im Radfahrverkehr mit Weile.

Benutze die Kraftfahrzeuge nicht als Schritt­macher-Maschinen.

Richte die Fahrgeschwindigkeit so ein, daß du in jedem Augenblick in der Lage bist, dein Fahrrad anzuhallen.

Vermeide das Korso- und Gruppenführeri, auch wenn die Straße menschenleer ist. Kraft­fahrzeuge sind schnell, und ihr Erscheinen wirkt oft verwirrend.

Dor allen Dingen fahre rechts und über­hole links.

Fahre langsam auf unübersichtlichen Straßen, fahre langsam, wo Kinder sich befinden. Kinder sind unberechenbar in ihren Entschlüssen.

Steige nie auf dem Fahrdamm ab.

Wende nie in verkehrsreichen Straßen.

Beachte die Zeichen der Verkehrslollen und die Zeichen der Wagenführer.

Bedenke, daß du etwa 4 Meter Weg brauchst, um dein Fahrrad vom 15-Kilometer-Tempo zum Stehen zu bringen. Bremse nie zu stark auf schlüpfrigen Wegen. Ein von der Bremse blockier­tes Rad gleitet seitlich.

Fahre langsam an den Haltestellen der öffent­lichen Verkehrsmittel. Warne die Fußgänger schonend mit deiner Glocke. Benutze deinen Warnungsapparat nicht zum Erschrecken von Menschen und Tieren.

Kreuze nie eine Straße kurz vor oder kurz hinter einem Fahrzeug.

Hänge dich nie an andere Gefährte.

'Stimm nie die Füße von den Pedalen und die Hände vom Lenker.

Poche nicht auf ein vermeintliches Recht. Bedenke, daß bei einem Zusammenstoß der Rad­fahrer meist der Leidtragende ist. Halte dich für den Klügeren und gib nach, wenn böswillige Erwachsene, übermütige Kinder, Hunde, Hühner, Gänse, Enten und andere Unmündige deine Fahr­bahn kreuzen.

Bedenke, daß bei einem Zusammentreffen von zwei Fahrzeugen an einer Kreuzung das von rechts kommende die Vorfahrt hat.

Hüte dich vor den Schienen der Straßenbahn. Sie bilden bei Rässe eine Gleiigesahr und brin­gen dich zu Fall, wenn deine Reifen in die Schienen rillen geraten.

Halte dir eine zuverlässige und helleuchtende Laterne.

Fahre nicht zu dicht an der Bordschwelle entlang, um nicht unerwartet auf den Fahr- damrn tretenden Fußgängern ins Gehege zu kommen.

Wirke erzieherisch durch Wort und Tat auf die Wildlinge unter den Radfahrern und stelle dich gut mit der Polizei. Die Staatsgewalt ist stärker als du, und dein Widerspruch macht einen kleinen Fall zurAffäre". Setze eine Ehre barm, ein nützliches Mitglied derVerkehrsgelellfchaft" zu werden.

Aus der ProvWalhauptftadt.

Gießen, den 9. August 1926.

(Eröffnung der Postautottnie Gießen - Kleebachtal.

Am Samstagnachmittag versammelten sich Vertreter deS KreisamteS, der Stadt, der Post- direktion. des Derkehrsoereins Giehen und der Gießener und Wetzlarer Presse im Hof deS Postamtes Bahnhofstraße, um mit den beiden stattlichen, neuen, blau-gelben Postauto-Omnibus­sen die lange geplante Linie von Gießen ins Kleebachtal einzuwechen, die gestern dem Ver­kehr übergeben wurde. Die Fahrt (übrigen# lei­der vom Wetter nicht eben begünstigt) führte von hier über Klein-Linden, Lützellinden, Groß- Rechtenbach, Hörnsheim, Hochelheim. Dornholz­hausen nach Riederkleen. Unterwegs hielt man in den von der vorgesehenen Linie berührten Ortschaften iwo überall das Erscheinen der lang­ersehnten Autos freudig begrüßt wurde), um die Gemeindevorsteher im zweiten Wagen auf- zunehmcn. Rach der programmäßigen Ankunft in Riederkleen wurden die Gießener Herren vom Ortsvorstand und im Ramen der Kleebachtal- gemeinden von Dürgermeisttr Schneider- Groß-Rechtenbach aufs herzlichste in Empfang ge­nommen und alSbald zum Begrüßungseslen ge­leitet. Man wurde vortrefflich, mit altbekannter Gastsreun.'lichkeit, bewirtet: während des Essens wurde eine ganze Reihe von Ansprachen gehal­ten. Zunächst erhob sich Bürgermeister Schnei­de r - Groß-Rechtenbach, um im Auftrage der Kleebachtal-Gemeinden die Erschienenen, insbeson­dere die Vertreter von Kreisamt und Presse, willkommen zu heißen. Bürgermeister Schnei­der gab seiner lebhaften Freude Ausdruck über das endliche Zustandetommen der Linie, die einen ausgezeichneten Fortschritt für die Gemeinden des Tales bedeute, umsomehr, als ja noch immer eine (ebenfalls feit langem geplante) Bahnlinie fehle. Mit dem Zustandekommen aber sollten die berechtigten Eisenbahnwünsche nicht etwa erledigt und begruben, vielmehr nur der Anfang in der unabweislichen Verlehrsarbeit gemacht sein. Des Redner# Dank richtete sich an alle Stellen, die an der Erschließung des Kleebachtals durch diese Derbindung mitgearbeitet haben, insbesondere die Postverwaltung und Beigeordneten Dr. Hamm sein Trinkspruch galt der neuen Linie. Post­direktor Selig- Gießen dankte zunächst für die der Postverwaltung zum Ausdruck gebrachte An­erkennung und stellte auch deS ferneren alles in Aussicht, was daS Postamt Gießen für die neue Strecke tun könne. Auf ein gutes Einvernehmen ?wischen den Gemeinden und der Post leerte er ein Glas. Der nächste Redner, Beigeordneter Dr. Hamm, dankte im Ramen des Oberbürger­meisters für die erwiesene Anerkennung, zugleich auch für die herzliche Aufnahme und Bewirtung, die man im Kleebachtal gefunden habe. Seine weiteren Ausführungen richteten sich gegen die Möglichkeiten einer etwaigen Derkehrskonkurrenz von Gießen und Wetzlar (die auch städtepolitisch zu verwerfen fei). Es habe sich hier darum ge­handelt, die berechtigten DerkehrSwünsche der Gemeinden in die Tat umzusetzen. Sein Trink­spruch galt den ferneren guten Beziehungen der Landgemeinden zur Stadt Gießen. Der nächste Redner, Gemeindevorsteher Jung von Hörns­heim, gedachte in seiner Ansprache im besonderen der großen Verdienste, die sich Bürgermeister Schneider um die neue Linie erworben habe: dieser seinerseits dankte hierauf herzlich und gab das gespendete Lob an die Gemeinden zurück. Sodann erhob sich Regierungsrat Dr. Braun vom Kreisamt Gießen, um in zugleich sachlichen und humorvollen Ausführungen von der langen Entstehungsgeschichte des neuen Verkehrsmittels zu sprechen: er gab mit feinem Trinkspruch der Hoffnung Ausdruck, die Post möge ihre Helle Freude daran haben. Für den Derkehrsverein Gießen sprach Herr Schwieder: fein Lob galt einerseits der schönen Hüttenberger Tracht, anderseits dem Ehrenpräsidenten Winn, auf dessen Wohl er trank. Stadtv. Winn gab einen kurzen geschichtlichen Rückblick und feierte dabei drei verdiente Mitarbeiter, die Herren Mack. Burk und Engel, während Kreisschulrat Fischer eine im Hinblick auf Derkehrsfragen sehr hübsch pointierte Anekdote zum besten gab. Gemeindevorsteher Jung- Hochelheim übte eine recht humorvolle Kritik an den zahlreich zu Wort Gekommenen und trank auf bte Industrie des Hüttenbergerlandes. Gegen Abend fand die angeregte Tafelrunde mit dem Absingen des Deutschlandliedes ihr Ende, und sehr befriedigt und in bester Stimmung bestieg man die beiden AutoS, um die Rückfahrt anzutreten: die Heim­reise wurde aber zuvor in Hörnsheim noch ein­mal unterbrochen, wo die Teilnehmer ebenfalls in der gastfreundlichsten Weise empfangen wur­den. Rach einem Umtrunk, zahlreichen Reden und Liedern fuhr man dann während das Wetter inzwischen ein wenig freundlicher gewor­den war endgültig nach Gießen zurück. 3m

Das goldene Sollt? rjubiläunr

begeht am Mittwoch, 11. August, der pensionierte, T Gymnasial-Oberlehrer Dr. Christian Roese f1

co

Stückchen ab, bi»s die ist, imb bedient sich

über sich und bringt ihn in eine Gage, sein schmäleres und jüngere# Ende Körperende zu liegen kommt: dann mit Hilfe der letzten Deinpaare dea über den Rücken, macht einen Kopf-

so daß die Kapelle einige Mit diesem Konzert ist die zu Ende gegangen. Es sollen weitere Konzerte ftatt- den bisherigen Abonnenten

Einlagen brachte. Abonnementsserie jedoch noch zwei finden, zu denen

Schwamm durch die über ihr schiebt sie Schwamm

der als sich die bc-

ermäßigte Eintrittspreise eingeräumt werden, lieber die zum Abschluß gekommenen Konzerte läßt sich zusommensalsend sagen, daß die Leistun­gen der Kapelle in den Kreisen unserer Bürger­schaft viel Anerkennung gefunden haben, wofür das ihr durch zahlreichen Besuch bekundete In­teresse den besten Beweis bietet. Möge dies der Kapelle für ihr weiteres Wirken ein Ansporn sein.

** Austrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch l a ch k v i e h m a r k t: 425 Ochsen, 67 Bullen, 948 Kühe, 483 Kälber, 70 Schafe, 3483 Schweine.

stand, wobei die Rückenfüße den Schwamm gegen den Kopf zu schieben und fällt dann nach rück­wärts in den Schwamm hinein, worauf das Ankleiden" beendet ist. Bisweilen nähert sich die Krabbe auch dem Schwamm mit dem Hinter­ende ihres Körpers und stülpt ihn sich über oder legt sich einfach rücklings in ihn hinein. Wenn der Schwamm unter Steinen verborgen wird, dann weiß sie ihn zu finden und auszugraben, und ver­birgt man ihn öfters an derselben Stelle, so merkt sie sich den Platz und zeigt also ein ge­wisses Erinnerungsvermögen. Auch die Gabe des Wählens und Unterscheidens ist der Wollkrabbe

maß anpassen will, so zupft sie Stückchen für gewünschte Form erreicht dabei ganz individueller

Arbeitsmethoden. Sie probiert an dem Schwamm oder dem Papier herum und sucht sich die leichteste Art aus, um es zurechtzuformen. Ebenso schlau verfährt sie auch dabei, wenn es gilt, einen fest gewachsenen Schwamm abzureißen. Richt minder überlegt verfährt sie beim Aussehen des Schwamms auf den Rücken. Rimmt man ihr den Schwamm weg und legt ihn mit der konkaven. Seite nach oben ins Aquarium, so ergreift sie ihn sofort, dreht sich auf den Rücken, hält den

von hier. Rach Ivjähriger Tätigkeit am hiesigen j humanistischen Gymnasium muhte er sich wegen J Krankheit pensionieren lassen und widmete sich I kann jahrzentelang mit großem Erfolg dem Pri- ' vatunterricht. In weitesten Kreisen wurde er bekannt durch feine gediegenen altsprachlichen Unterrichtsbriefe". Die philosophische Fakultät«! der Ludoviciana hat mit freundlichen Glück­wünschen, dem um die Methodik des altsprach­lichen Unterrichts in Theorie und Praxis hoch­verdienten Pädagogen, nach altem Brauch das Diplom erneuert und es ihm durch ihren Herrn Dekan persönlich überreichen lassen.

** Bau eines Krüppelheimes. Der Hes­sische Fürsorgeverein beabsichtigt, wie bereits ge­meldet, in Gießen ein Krüppelheim zu errichten. Die Anstalt soll in der Nähe der Kliniken zwischen Seltersberg, Schöne Aussicht und Lupusheilstätte zu stehen kommen.

** Das 8. Abonnementskonzert un­terer Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Löber sand dieser Tage auf der ..Liebigshöhe" statt und wurde wieder als Streichmusik ausgeführt. Aus dem sorgfältig und abwechslungsreich zusammengestellten Pro­gramm, das von der Kapelle in trefflicher Weise zum Vortrag gebracht wurde, verdienen be­sondere Erwähnung die Ouvertüren zumFrei­schütz" undFliegenden Holländer", die Große Fantasie aus der OperButterfly" und die

Buntes «Derlei.

Line schlaue Krabbe.

ine Krabbe von ungewöhnlicher Intelligenz i Wollkrabbe, Dromia vulgaris, die in merk- gor Gemeinschaft mit dem Schwamm Eube- lebt. Die Krabbe trägt diesen Schwamm als F und Schild auf ihrem Rücken und trennt

n von ihr bevorzugten Schwamm auch '».'«mllände, Papier, Plastelin-Stücke. mit .veba*teic. daß sie diese Dinge iL sich al

Bornotizen.

Tageskalender für Monts' 8. ®. F.: 8.13 Uhr Hauptübung Llchllpielha! Bahnhofstraße: .Liebe und Trompetenblafen".

t in gefährlichen Lagen oder während tzg von ihm. sie benutzt den Schwamm Irt Bekleidung und .schneidert" ihn »urecht. Heber neue Untersuchungen.

___ *i dieser Krabbe vorgenommen bat. richtet Dr. W. Mrsic. Man gab der Krabbe

Melodien ausOberon". Das überaus zahlreich erschienene Publikum zollte den Darbietungen

lebhaften Beifall, ' " ~

U. |i*ain . nur s

SchMtza.; dernchicl ihr ein rechteckiges PapierUW das ganze Papier über ftTBann

überstehenden Ränder Stück für Skäa al legt sie sich auf den Rücken und bearPCTtÄ , Papier so geschickt mit den Scheren, daß eS die zur Bedeckung nötige elliptische Gestalt erhält. Dabei beweist sie ein sehr gutesAugenmaß", da das Papierstück nach der Bearbeitung ganz genau auf den Rücken paßt. Auch wenn die Krabbe einen größeren Schwamm ihrem Körper-

60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Butzbach

pb. Butzbach, 8. Aug. Die Feier des 60jährigen Bestehens der Freiwil­ligen Feuerwehr nahm ihren Auftakt be­reits am Samstagabend mit einem wohlgelunge­nen Kommers in der Festhalle am Wetzlarer Tor. Rach Begrüßung durch den ersten Kommandan­ten Ludwig G e y d, der auch die Verleihung der Ehrenmitguedschaft an verdiente alte Mitglieder, die Herren Medizinalrat Vogt, Droh und Robert Schmidt bekanntgab, ergriff Bürger­meister Dr. Jansen das Wort zur Festrede. In kurzer gedrängter Form entwickelte er ein Bild des Werdeganges der Wehr und schloß mit einemGut Wehr'' für die fernere Zukunft. Hieran schlossen sich Ansprachen und Glückwünsche der verschiedenen Vereine. Musik- und Gesangs- Dorträge, sowie turnerische und radsportüche Auf- führunaen trugen zur Belebung und Verschönerung des Abends bei. Am Sonntagvormittag tagte zunächst im Deutschen Haus der 30. Kreis- verbandstag, zu welchem als Vertreter des Kreisamts Reg.-Rat Dr. R i n d f u h erschienen war. Außerdem waren noch anwesend der Lan- desverbandsvorsihende Damm und der Kreis­feuerwehrinspektor Füller. Seitens des Re­gierungsvertreters wurden an eine größere An­zahl Wehrmänner Dienstauszeichnungen über­reicht. Rach Schluß der Tagung begaben sich dann die Vertreter nebst Gästen auf den Markt­platz, woselbst die Jubel-Wehr Aufstellung ge­nommen hatte. Die Hebungen klappten durchweg, ebenso der Drandangriff auf das Steinhäusersche Haus in der Weissler Straße, der der Wehr auf­gegeben worden war. An dem Festzug, der nachmittags sich vom Kleeberger Weg aus durch die Straßen der Stadt nach dem Festplatz be­wegte, nahmen außer den Wehren die Vereine der Stadt teil Auf dem Festplah entwickelte sich bann ein bewegtes Leben und Treiben, an welches sich abends noch Vorführungen der Butz­bacher Vereine und ein Tanz anschlvssen. Alles in allem genommen, die Freiwillige Feuerwehr kann mit Stolz und Befriedigung auf ihr 60- jährigeS Jubelfest zurückblicken.

nicht abzusprechen. Hat sie sich z. B. bereits eine Bedeckung aus Plastelin zurechtgemacht, so ver­tauscht sie diese nur selten gegen einen Schwamm. Der Zweck des SchwammtragenS dürfte eine Art Maskierung fein, durch die sie ihre Angreifer über ihr wahres Wesen als Krabbe Hinweg­täuschen will. Bisweilen bient ihr bet Schwamm auch als Schild, den sie dem Verfolger vorhält, oder sie benutzt ihn zur Ablenkung deS Feindes, indem sie den Schwamm dem Gegner hinwirft und, während dieser ihn ergreift, sich eilig aus dem Staube macht. Man sieht also, daß die Be­zeichnungSchlaue Krabbe", die man gern auf Menschen anwendet, im Tierreich ihre recht gute Begründung findet.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Tenders.

(Aus der «Radio-Umschau".)

Dienstag, 10. August:

3,30 bis 4 Uhr: Stunde der Jugend. 4,30 bis 5,45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Alexander Glasunoff und Cäsar Cui. 5,45 bis 6,05 Uhr: Die Lesestunde. 6,15 bis 6,45 Uhr: Übertragung von Kassel:Humor bei Will). Busch und Christian Morgenstern". 6,45 bis 7,15 Uhr:Der Luftfrachtverkehr und seine Entwick­lungsmöglichkeiten". 7,15 bis 7,45 Uhr: Fried Stern:Der Maler erzählt". 7,45 bis 8,15 Uhr: Schachstunde. 8,15 bis 9,15 Uhr: Reuere italienische Kammermusik. 9,15 bis 10,15 Uhr: älcbertragung von Kassel: Vortragsabend von Frau Ilse Fischer-Ramin.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

Für unverlangt eingefanbfe Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Verantwortlich für den lokalen Teil i.D.:

Dr. Hans T h h r i o t.

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