fftar vereine teil, zu denen sich noch zahlreiche nus= «artige Gäste gesellten, z. B. aus Wetzlar, Marburg, Butzbach, Frankfurt, Friedberg, Hanau, Darmstadt, Dieburg. Die Musik des Kavallerievereins Frankfurt eröffnete unter der Leitung ihres Dirigenten, Musikmeister Jäckel, die Feier. Nach dem Einmarsch der Fahnen und Standarten begrüßte der erste Darsitzende, Eidmann, namens des festgebenden Vereins die Gäste. Dann hob sich der Vorhang und auf der Bühne sah man hoch zu Roß einen Leibdragoner in der alten Paradeuniform des Regiments: das Bild löste lebhaften Beifall aus. Ein nettes Festgedicht wurde von Frl. Dora Weber norgetragen, worauf Dr. W o - daege die Festrede hielt. Mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland schloß der Redner seine wirkungs- oollen Worte. Die beiden lebenden Bilder „Morgenrot" und „Sei getreu bis In den Tod" stellten Szenen aus dem großen Kriege dar. Dankbare Aufnahme fanden auch die weiteren Darbietungen, ein Singspiel, der Schmuckreigen der Gießener Rad- fohrergesellschaft „Wanderer", ein Theaterstück und der Nymphentanz der Damen L. Becker und M. R e u l i n g. Eine ganze Reihe non Vertretern der Brudccoereinc überbrachten Glückwünsche, manche überreichten auch Andenken. Am Schlüsse der überaus ansprechenden Feier sprach Rittmeister a. D. Dr. EHL Ions allen Mitwirkenden den Dank des Vereins aus.
D. H. E. In der festlich mit Girlanden, Fahnen, Wimpeln und Wanderemblemen geschmück- Turnhalle hielt am Samstagabend der V. H. C. Gießen fein 18. Stiftungsfest ab. Welcher Sympathien sich der Verein in der Bürgerschaft zu erfreuen hm, bewies der überaus starke Besuch dieser Veranstaltung. Den Reigen der Vortragsfolge eröffnete der Frouenchor mit zwei prächtigen Frühlingsliedern, die wohlverdienten Beifall fanden. Große Begeisterung erweckte eine, der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden sich anschließende, von 16 V. H. E.- Schwestern getanzte Rosenquadrille, die durch vielfarbige Beleuchtung wirksam unterstützt war. Ein allerliebstes Rokokostückchen: Meißner Porzellan, non einer Dame vorgetragen, sand ebenfalls lebhaften Anklang. Im Mittelpunkt des Ganzen stand die Verteilung der Wandcrauszeichnungen, die diesmal an 25 Wanderer erfolgen konnte und mit sinnigen Wandersprüchen begleitet überreicht wurden. Daß auch der Humor zu seinem Rechte kam, bewies die Vorführung einer ländlichen Konzertprobe für Solo und gemischten Chor, sowie eine Tragikomödie, die beide sehr beifällig ausgenommen wurden. Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete eine von 16 Damen und 2 Herren ausgeführte Tanzhumoreske, die stürmische Heiterkeit hervorrief. Ausgesuchte Musikstücke der Kapelle Weller und gemeinschaftlich gesungene Lieder trugen wesentlich zur fröhlichen Stimmung des Abends bet, der, nach dem Dank des Vorsitzenden, durch das übliche Tanzvergnügen seinen Abschluß fand.
—Der Verein Hu ndesport für Gießen und Umgegend veranstaltete am Sonntag unter der Leitung seines Vorsitzenden August Schwan auf der Liebigshöhe eine interne Schau von Hunden aller Rassen. Die Beschickung war eine sehr gute; die gezeigten Hunde waren durchweg gute Vertreter ihrer Rassen, welche sich auf jeder Ausstellung sehen lassen können. Man zählte etwa 100 Tiere, vom kleinen Pinscher bis zum massigen Bernhardiner. Gerade letztere scheinen sich in Züchterkreisen großer Beliebtheit zu erfreuen, denn es wurden da ganz hervorragende Exemplare vorgeführt. Auch die Polizeihunderasse stellte sehr gute Tiere. Das Vierrichterkvllegium legte bei' der Beurteilung einen sehr scharfen Maßstab an. Von den Jagdhunden wurden zwei Tiere ganz besonders ausgezeichnet, auch die Rotweiler toaren durchweg sehr gut. Eine Anzahl Hunde, die sich noch im jugendlichen Alter und in der Entwicklung befinden, wird sicher bei späteren Schauen bedeutend besser abschneiden, und höhere Bewertung erzielen. Erwähnt seien noch die guten Dobermänner und Dackel. Die Tiere waren meist aus Gießen und Umgegend, Wetzlar und Alsfeld. Es handelt sich nur um eine Schönheitsbewertung ohne Leistungsbewertung. — Abends schloß sich im Saale der Liebigshöhe eine Familienfeier des Vereins an. Vorsitzender August Schwan richtete hier herzliche Begrüßungsworte an die Gäste. Die Gesangsvorträge des Gesangvereins „Heiterkeit", geleitet von Chor- meister Schüttler, trugen sehr zur Verschönerung der Feier bei. Ein Einakter und Tanz füllten den übrigen Teil des Abends aus.
Amtsgericht Gießen.
Ein Landwirt von Leihgestern erzählte in einer dortigen Wirtschaft, einer Witwe von da sei von einer Gießener Pferdehandlung ein Pferd gepfändet worden. In Wirklichkeit hatte die Witwe das im Januar 1925 gekaufte Pferd schon längst bezahlt, und an der ganzen Erzählung war fein wahres Wort. Sie verklagte darauf den Landwirt wegen Beleidigung, worauf dieser in der heutigen Sitzung seine Aeutzerung mit Bedauern als unwahr zurücknahm und sich zur Zahlung der sämtlichen Kosten des Verfahrens verpflichtete.
Ein Vrafchinenmeifter von hier, dec im Hause eines hiesigen Schneidermeisters wohnte, wurde im Rovember, als er mit einem Freunde das Haus betreten wollte, von dem Hausherrn und dessen Geschäftsteilhaberin beleidigt. Letztere löschte das Licht aus und nannte ihn . Lausejunge" und ..Hanswurst", während ersterer zu ihm sagte, er sei ein Lausjunge und noch nicht trocken hinter den Ohren. Der Maschinenmeister erhob Privatklage gegen die beiden wegen Beleidigung. Diese bestritten, den Privatkläger be- . ibigt zu haben, behaupteten vielmehr, sie seien von ihm geschimpft worden. Das Gericht nahm aus Grund der beeidigten Aussagen des Freundes des Privatklägers dessen Behauptungen als erwiesen und die Angaben des Angeklagten als widerlegt an und verurteilte sie zu einer Geld- ü r a f e von 25 Mark und zu den Kosten des Verfahrens.
Schöffengericht Gießen.
1 Ziehen, 8. März. Unter Ausschluß der Oesfentllchkeit wurde gegen einen Mann aus Alsfeld wegen Notzuchtsversuchs verhandelt. Er hatte auf der Straße Alsfeld—Romrod eine Schneeschuhläuferin angefallen, die sich nicht wehren konnte; nur durch das zufällige Vorbei- fahren eines Gendarmen wurde Schlimmeres verhütet, der Täter ließ von seinem Opfer ab und ging flüchtig. Strafe: l Jahr 6 Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust.
Ebenfalls hinter verschlossenen Türen sand die Verhandlung gegen einen Landwirt aus Bilbel statt wegen Sittlichkeitsverbrechens. Mit
Rücksicht auf die geistige Minderwertigkeit des Angeklagten wurde aus eine Strafe von 6 Mona t e n Gefängnis erkannt.
Schöffengericht Wetzlar.
5» Gin Arbeiter aus Ebers-Göns wurde wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem Knaben zu einer G e f ä n g n i s st r a f e von !i M o n a t c n verurteilt. Bewährungsfrist lehnte das Gericht ab. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt.
Ein Arbeiter aus K a tz e n f u r t wurde wegen gefährlicher Körperverletzung, begangen an einer Frau, der er mit den Fäusten ins Gesicht schlug, zu 2 Monaten Gesängnis verurteilt. Ein Monat gilt durch die Untersuchungshaft als verbüßt, während der Angeklagte für den Rest 3 Jahre Bewährungsfrist erhält.
Einem Buchhalter von Wetzlar war Unterschlagung zur Last gelegt. Die Sache stellte sich als weniger schwer heraus, als die Anklage annahm. Uebrigens hatte der Angeklagte den in Betracht kommenden Betrag bald wieder zurückerstattet. Dem Angeklagten, der noch unbestraft ist, wurden unter Zubilligung mildernder Umstände 15 0 Mark Geldstrafe, Hilfsweise für je 5 Mk. 1 Tag Gesängnis, auferlegt.
Ein Bergmann und ein Ehepaar waren wegen Unterschlagung bzw. Hehlerei angeklagt. Alle Angeklagten wurden aus der Untersuchungshaft vorge- fiihrt. Wie die Beweisaufnahme ergab, mar einem Metzger aus Herborn in _ber Eisenbahn auf der Fahrt von Herborn nach Frankfurt im Februar eine Brieftasche mit über 1 000 M k. 9 n = halt verloren gegangen. Den Verlust der Brieftasche gewahrte der Mann erst zwischen Butzbach und Bad-Rauheim. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, diese Brieftasche gefunden und sich angeeignet zu haben. Nach dem Ergebnis der Verhandlung gelangte das Gericht zur Verurteilung aller Angeklagten. Es erhielien der erste Angeklagte wegen Unterschlagung 6 M o n a t c Gefängnis und die Eheleute wegen Hehlerei je 3 M o - nate Gefängnis unter Anrechnung von je 3 Wochen Untersuchungshaft.
Wirtschaft. '
Don den Schlachlviehmärkten.
An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche war der Marktverlauf bei Rindern in der Hauptsache ruhig bis mittel; auch bei Kälbern. Schafen und Schweinen überwog diese Tendenz, doch verlief hier der Handel auch vielfach gut bis flott. Die Preise waren für alle Gattungen gut stetig, für Kälber, Schafe und Schweine mehrfach leicht gebessert. In den Auftriebsziffern sind keine wesentlichen Veränderungen eingetreten.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
Schafe
Schweine
Berlin
18-52
37-75
30-53
72-82
Bremen
23-52
35-75
40-50
64-76
Breslau
15-50
50-70
36-50
62-76
Chemnitz
18-47
35-72
35-50
65-83
Dortmund
15-53
35-80
25-50
75-85
Dresden
20-52
44-76
34-58
60-81
Düsieldorf
20-56
35-78
—
70-84
Elberfeld
20-53
40-75
—
65-83
Effen
24-58
38-100
—
74-85
FrankfurtM.
15-52
35-72
26-50
62-83
Hamburg
14-52
20-77
—
62-82
Hannover
18-53
30-75
25-52
70-81
Husum
—
—
—
—
Karlsruhe
18-52
55-70
—
72-84
Kastel
20-55
42-60
—
65-84
Kiel
14-43
16-66
—
49-77
Köln
20-55
45-74
—
70-85
Leipzig
20-49
36-63
35-52
70-82
Magdeburg
17-50
30-63
20-45
65-83
Mannheim
12-52
52-75
24-38
68-82
München
32-52
60-80
—
53-80
Stettin
10-47
28-68
15-45
65-76
Stuttgart
11-52
57-74
—
60-83
Zwickau
15-48
40-65
35-60
72-85
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 9. März. Die Börse diskutierte lebhaft über die Genfer Verhandlungen und legte sich in ihrem Geschäft infolge der starken Ungewißheit über die voraussichtliche Erledigung der Streitfragen weiterhin Zurückhaltung auf. Das Kursniveau war infolge des stillen Geschäftes bei Beginn kaum behauptet. An ben Haupt Märkten t raten leichte Rückgänge ein, die jedoch in feinem Fall größeren .Umfang annahmen; allerdings bleiben andererseits auch nennenswerte Befestigungen aus. Immerhin fand in einigen Spezialwerten dennoch größere llmsahtätigkeit statt. So wurden Berliner Hochbahn mit etwa 91 Pröz., Rombacher Hütte mit 28 und Autoaktien übet dem gestrigen Stande umgefetzt. Seht stabil notierten deutsche Anleihen unter Führung von Kriegsanleihe (0,410). Am Mvntanm arkt war die Haltung recht unsicher, obwohl der französische granten« fürs sich heute gegen London auf 133,75 befestigt hatte. Der Abschluß der Rhein-Elbe- Union, der einen vorzutragenden Reingewinn von 1.7 bis 1,9 Millionen Reichsmark aufweist, war während der ersten Stunde noch nicht bekannt. Infolgedessen lagen auch diese Werte zunächst niedriger, u. a. Bochumer minus 2.75 Proz. 3m übrigen prägte sich gegen Schluß der ersten Stunde etwas stärkeres Interesse für die Reben- ZDertc aus, die größere Kursgewurne verbuchen konnten. Dies gilt besonders für Textil-. Motoren-, Metall- und die Mehrzahl der Waggon- Werte. Am Geldmarkt hörte man für tägliches Geld einen Sah von 5 bis 6' . Prvz.. für Monatsgeld 6' bis 71 .> Proz.
Arantfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".,'
Frankfurt a. M.. 9. März. Tendenz: Schwächer. — Die Börse setzte, angeregt durch me Geldflussigkeit. vorbörslich die • Auswärtsbewegung in mäßigem Tempo fort, obwohl das Geschäft einen ruhigeren Verlaus nahm. Bei Beginn des amtlichen Verkehrs drückte die Ungewißheit und der unsichere Verlauf der Genfer Verhandlungen die freundliche Haltung etwas zurück und gab zu einer stärkeren Zurückhaltung Anlaß. Die Kursbildung gestaltete sich uneinheitlich, wenn auch der feste Unterton zunächst vorherrschend blieb. Die Umsatztätigkeit erstreckte sich vornehmlich wieder auf solche Werte die im Kurse bisher zurückgeblieben sind. So konnte sich die Höherbewegung für '21 u t o - l aftien fprtfehen, da betanntliw ein Zusammen- i
schluß der sich reu den Werke dieser Gruppe unter Auslandbeteiligung zu erwarten fein soll. Auch Zucker-. Bau-, Zellstoff- und Maschinenaktien tendierten weiter fest. Dagegen hatten die schweren Werte des Montan- und Elektro Marktes Kurseinbußen bis zu 1 Prozent aufzuweisen. Auch Farbwerte erlitten kleinere Rückgänge. Schärfer gedrückt waren Holzverkohlung (minus 1,25 Prozent». Am Banken markt blieben die Kurse zumeist gehalten, doch zeigten sich auch hier vereinzelt Abbröckelungen. Einem größeren Druck unter* lagen S chiffahrtsaktien. von denen Hapag um 1.5 Proz und Rordd. Lloyd um 1 Proz. niedriger wurden. Von A u t o - A k t i e n zogen Kleyer auf 50 Proz. an. mußten dann aber wieder 1 Proz. nachgeben. Daimler plus 0,5 Proz. Neckarsulmer blieben nach dem festen 5taube von gestern abend unverändert. Der heimische Anleihemarkt lag ruhig, die Kurse waren fest. Am Aus la ndr ent en* markt erhielt sich etwas Interesse für pln- gam, Türken und Rumänen, ohne daß diese Werte indessen Kursgewinne erzielen konnten. Der Freiverkehr war bebQufrtet. Beckerstahl 45, Bockerkohle 53. Benz 48. Brown-Boveri 70, Grvwag 53, Petroleum 73, Kabel Rheydt 107. Ufa 56.5. llfra 65 Proz. Der weitere Verlauf hatte luftloses Geschäft; die Tlmsatztätistkeii stagnierte zeitweise. Mit Rücksicht auf die bisherigen ergebnislosen Verhandlungen in Genf bekam eine schwächere Strömung die Oberhand, was be- fonberß in den führenden Werten zum Ausdruck kam. Der Ge-ldmarkt war weiter außer» ordentlich flüssig. Kurzfristige Ausleihungen wa- ren kaum anzubringen. Monatsgeld schwankte zwischen 6 und 8 Prvz. je nach Adresse. Bank- oiskonten 5 Proz.. Industrie-Akzepte 6 bis 6,5 Prvz. 3m Devisen verkehr ist infolge der Befestigung des französischen Frankens auf 135.— gegen London das Geschäft ruhiger geworden. London war gegen Kabel stark befestigt mit 4,86.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß.
1-Ubr.
Schluß.
Anfang
Kur«
Äur»
fiur»
fiurc
Datum:
8. 3. |
9.3.
8.8
9. 3.
Deutsche Rctchßanletbr 4% Deutsche Reichsanleiyr .
0,398 0,38
0,4075
0,400
0,395 0,385
0,410 0,400
8‘/97a Deutsche Rttchsanletde
0,37
—
0.385
0,395
S% Deutsche ReichSanlcibe • Deunche Svarprämienanleihe
0,47 0/185
—1
0,5075 0,23
—-
4% Preußische Konsols • . .
0,38
—
0,38
0,395
4% Hessen.........
0,35
0,4
—
3’/«% Hessen.........
—
1 -—
3% Hessen...........
Deutsche Wertb. Dallar-Anl.
—
—
0,37
-
100
.—
95,8
—
dto- Doll--Scha8°Anweisng.'>
99,4
—
99,55
—
4®/o Zolltürkeu....... •
5% Goldmexikaner • . • .
Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank Deutsche Bank Deutsche Bereinsbank .... Disconto Commandil . . . Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Wcstbank
Bochumer Gab .......
Buderus.......
Caro ..
a-Luxemburg .....
irchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.. . . Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte ....... Oberbedarf ......... Phönix Bergbau . Ryeinttabl .
Riebest Montan .....
Tellus Bergbau. ......
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llavd . . .
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmcmn......
Anglo-Cont.-Guano
Chemische Mäher Alapiu . . I. G- Farbcnindustrie, Ä.-G. Goldschmidt..........
Holzverkohlung .....
Rütgerswcrkc . .......
Scheideanstalt
Allg. ElektrtzitätZ-Gesellschast Bergmann Mamkraftwerke ....... Schustert . . .........
Siemens 4 Halske .....
Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt . . .
Meguin........
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chast Frankfurt. Pet. Union A^-G.. Schuhfabrik Herz . . ..... Sichel
Wellston Waldhof......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
12,5
12
12,3
39,5
39,75
—
147,75
—
148.25
111
110,5*
110
110,5-
128,5
——
128.4
128,2'
1?8
127,9
127,5*
l'l.o
——
-M—
120,5
120,75
120,7*
81,5
85
103
103*
102,75
103*
6,8
6,05
6,9
0,039
0,039
0,275
—.
45
—
85
44,9
83,25*
4J
44.5
42,5*
83,5
87*
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86,-5*
89,75
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87, r
105,25
105,5
104*
—
117,25
122,5
—
122
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—-
35
49,5
—
46
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76
—
75,75
75,5*
82
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81,4
SO, 5*
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-
54
—
140
138,5*
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_
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86,75
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—
67,3
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—
—
—
88
—
—
—
——-
- --
128
128,2*
128,25
12.8,5*
69,25
69
67,75
67,13
63
61,75
—
*—
75,6
76,4
——
92,9
91,25
—
94
93'
94,4
94*
84
—
84,62
81,25*
88,75
—
•—
—
84
—
84,2.5
83,25*
104,5
—
103
102,5*
45,25
49,5
45,5
50
43,5
44,5
—-
23
—
----
28
29,75
—
36
—
.20
——
——
43
—
—
_
93
_—
70
—
——
26
—
25,5
—-
4,9
—
—
108,25
108,5
109
109,2.5
45
—
44
—
48
49
45
——
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
8 Märö-
9. März.
Amtliche Geld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Amft.- Nou.
168,2^
168,69
168,20
168,62
Buen.-AirrS
1,6-»:;
1,697
1.691
1,695
Brss.-AnNv.
19 055
10,095
19,05-5
19,095
Christiania.
89,84
90,06
89,92
90,04
Kopenhagen
108,83
109.11
108,83
109,11
Stockholm .
112,58
112,76
112,44
112.72
Helsingfors.
10,555
10,595
10,552
10,69?
Flatten. . .
16,83
16.87
16,835
16,875
London. -
20,382
3),<14
•20,386
'20,438
Neoyork - .
4,195
4.2UT.
1.19.5
4.205
Paris - . .
15,03
>5.07
15,27
15,31
Schwei; . .
80 745
83.945
80,7-2
x0,62
Spanien.
59,11
59,2.5
59,13
59^7
1,890
Japan . - -
1,880
1.8-4
1,886
Rio de Jan.
O.blG
'.618
—
—
Wien rn D-- Oest. abgefl.
59.11
59,25
—
Prag ....
12,417
12,436
12,416
12,456
Belgrad . .
7,385
.‘,40.5
7,387
7.407
Bodavett. -
1,875
6,895
——
—
Bulgarien
3,03.5
3.045
3,035
3,045
Lissabon
i\ 22.i
21.2/0
.'1,225
21.275
Danrig. . • Konstaictku-
80 84
2,198
81.04
2.208
—
—
Athen
5 8!'
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Canada. . .
4.175
4.185
4,175
4.185
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4,295
4,835
4,295
4,305
Berlin, 8 Mär;
Gelo
Diirs
Amerikanische Violen » . . ..
Belgische Noten........
Dänische Noten..... . .
Englische Noten...... .
Französische Noten......
Holländische Noten...... Atalien iiche Noten......
Norwegische Noten. .... Teuksch.Oesterr-. 5iso Kronen Rumänische Violen Schwedi''chc Noten ..... Schweizer ‘.'Zolin.......
Spanische Noren.......
Tschechoslon'arische Nolen . . Ungarische VZoreu......<
L182
19,00
108,60
20,355
15,20
167.88
16,88 89,73 58,99
112,19 «0,58 •59.00 12,;:«
4,202
19.10
1o0.ll
20,455
15,28
168,72 16,9t. 90,17
59,29
112,7.5 XO.98 .59,30
12.44
5,905
Arautfnrter foktrciDcbnnc.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers'.) Frankfurt a. M., 9. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetteraucr 26 bis 26,25, Roggen, inländischer 17 bis 17,25, Sommergerste für Bra ■ » zwecke 20 bis 22,50, Hafer, inländischer 18,50 bis 21,50, Mais, gelb 17 bis 17,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial l) 39,50 bis 40, Roggenmehl 25 bi3 25,-50, Weizenkleie 9 bis 9,25, Roggenkleie 9,50 bis 9,75. Tendenz: Ruhig.
Berliner ProdnLtenvörjc.
Berlin, 8. März. 3m Berliner Produkten- handel war Jnlandweizen la um angeboten, doch zeigte sich hier und da die zweite Hand. Die letzttägig festgesetzten Kurse waren aber wohl infolge der anhaltenden schwachen Weltmann- preise hier nicht zu erzielen. Roggen behauptet seinen letzten Preisstand, da dem sehr knappen Angebot verhältnismäßig großer Bedarf der Mühlen sowie nach Nordseehäfen gegenüberstcbi. Gerste ruhig, Hafer hvch gefordert, doch nur in besseren Sorten gefragt unb etwas fester. Int Lieferungsgeschäft konnten sich die Wrizenpreise. soweit überhaupt seitens der amtlichen Mäkle.- erste Kurse festgesetzt werden tonnten, nicht voll behaupten. Mai-Lieferung um eine Mark auf 262 rückgängig, (März und Juli ohne Qiotit. desgleichen Märzroggen, während Mai mit 175 unb 3uli mit 178 aus ber Basis des Samstagschlusses eröffneten. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, inärf. 249 bis 253, Roggen, märt 148 bis 152, do. pomm. 146 bis 15Ö, Sommergerste 162 bis 186, Futtergerste 136 bis 150, Hafer, märt. 159 bis 169, per 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 bis 35,75, Aoggenmehl 21,50 bis 23,25, Weizenkleie 10, Roggenkleie 8,80 bis 9, Viktoria' erbsen 26 bis 32, kleine Speiseerbsen 23 bi» 25, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 20 bis 21, Ackerbohnen 20 bis 21, Wicken 22 bis 25, Lupinen, blau 11,50 bis 12.50, do gelb 13,75 bis 14,50, Serradelle (alt) 14 bis 21, do. (neu) 26 bis 29, Rapskuchen 14 bis 14,50, Leinkuchen 18,50 bis 18,60, Trockenschiffyel 8,20 bis 8,50, Kartoffelflocken 13,70 bis 14, Soyaschrot 18.50 bis 18,60.
BÄcherlisch.
„Die schöne Literatur" bringt in ihrem Märzheft an der Spitze eine Würdigung des Dichters Paul Ernst, der in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag begeht; angeschlofsen ist eine sorgsam zusammengebrachte Bibliographie. W. von Einsjebel führt seine Llntersnchung ..Gibt es eine Literaturwissenschaft?" fort und beschäftigt sich mit den neuen Prominenten Korfs (jetzt auf Kösters Lehrstuhl in Leipzig), Unger, Radler unb Mahrholz. Zum Schluß, wie üblich, der ausführliche Heberbürf über die Neuigkeiten ber Bühne unb bes Büchermarktes.
— Führer durch das private n - terrichts- und Erzichungsweseir Deutschlands. Herausgegeben von Obev- lyzealdtrektor Hafa, Gnadau, Erstem Vorsihenben des Reichsverbandes deutscher freier (privater) Unterrichts- und Erziehungsanstalten c. V. 2. verbesserte Auflage. 1926. Verlag iniftein, Berlin SW. 68. Preis 1,80 Mk. 280 S. 8".
— Schicksal und Heldentum. Rede zur akademischen Feier der Reichsgründung am 18. Januar 1926. Von Karl Helm. (Marburger Akademische Reden, Rr. 12.) Marburg, R. G. Elwertsche Verlagsbuchhandlung 1926. — Es ist ein allgemein geübter Brauch bei den akademischen Reichsgrün- dungsfeiern, daß die hu Mittelpunkt stehende Fesi rede sachlich dem Arbeitsgebiet des jeweiligen Redners entnommen wird. Oft kommt auf diese Weise eine etwas befremdliche Diskrepenz und eine nur oberflächliche Bindung an die innere Bedeutung der Feier zustande. Der vorliegende Vortrag des bekannten Marburger Germanisten und Religions- wifsenschajtlers Karl Helm über „Schicksal und Heldentum" hat- einen befriedigenden Ausgleich und eine tiefere Beziehung zum geschichtlichen Anlaß her Rede sowohl, als auch zur deutschen Gegenwart um 1926 gefunden. Helm gibt eine sprachlich und kulturhistorisch fundierte Darstellung, wie untere (heidnischen) Vorfahren den Schicksalsbegriff ausgefaßt und sich mit ihm auseinandergesetzt haben. Das Verhältnis des Individuums zum Schicksal führt zur Deutung des germanischen Heldentums, wie es sich am reinsten in der mittelalterlichen deutschen Volksepik, in der Heldensage ausgeprägt hat. Die Schluß- bctrachtung verweist auf die Aktualität und innere Bedeutsamkeit dieser nur scheinbar weitabliegenden Dinge für die deutsche Gegenwart und vor allem für eine deutsche Zukunft des Wiederaufstieges.
— Hans E. Kinck. Die Anfechtungen des Rils Brosme. Roman. Aus dem Norwegischen übertragen von Ellinvr Drösser. Haessel, Leipzig 1926. — Zum Träger der Handlung wählte Kinck einen mit goldener Last der Kultur beladenen Pastor, der in Gegensatz gerät zu den in mittelalterlichen Gewohnheiten und Gebankengängen befangenen norwegischen Tal-Bauern, zu deren Seelsorger er bestellt ist. Kinck meistert in diesem Romane — nach wilden Entladungen der gegeneinander anstürmenden Gewalten — die synthetische -Ueberbrüdung dieser krassesten Gegensätze. Wie tobende Ausbrüche ber Raturgewalten entfesseln sich die Kämpfe zwischen dem 3beal der Tlnsträflichkeit der Lebens-- entfaltung und den althergebrachten Anschauungen des „Greisenlandes Norwegen". Psychologische Perspektiven, überraschende Gedankenverbindungen blitzen in jeder Hrile auf, beleuchten hinter den Worten liegenden, verborgenen Sinn, der uns aber schließlich als der liefere Gehalt des Geschehens, des Handelns, ja der eigenen Gedanken bewußt wird. 3n heidnischer Anfechtung eines kalten, klaren Verstandes stehen alle Begriffe kulturellen Seins: Kunst. Geschichte der Menschheit, Christentum, Schönheitsbegrisf, Eros fluten uns aus dem Ringen dieses Landpastors als ewig fließende, nie zur Ruhe findende Fragenkomplexe entgegen. 3n die Grohstadtseele des Landpastors bricht das Naturerlebnis mit aller Gewalt herein, neue Kraftquellen erschließend. Die von starckem Erleben ständig neugespeisten Gedankenfluten begraben alle doktrinären Weisheiten, Prinzipien und Systeme unter sich unb lassen eine Mensch-Tierfabel entstehen, deren bizarre Komik überwältigt. 76
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Gießen. Johanneskirche. Mittwoch, 10.März abends 6 Llhr: Pasfionsgottesdienst. Pfr. Ausfeld
Tabletten
in allen u.
Dwqrelcn TU. 1
l/ Katarrh
bei Husten, HeLserkei


