sehr uiuuigcncljin bemcrtbqr müchen würde. Wir können nach eingezogcnen Informationen an zuständiger Stelle Mitteilen, daß diese Nachricht bis jetzt jeder Grundlage entbehrt. Auch ist von einem bevorstehenden Personalabbau von fünf Beamten auf der Station Gedern nichts bekannt. — Dieser Tage fand im Gasthause „Zur Eisenbahn" die diesjährige Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe des f) c f Land - buiidcs statt. Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Wagnermeister Wilhelm Birx: 2. Vorsitzender: Landwirt Rich. Birx: Rechner Karl Franz III.; Schriftführer: Hermann Guth an Stelle von Hofprediger Widmann: Beisitzer: Christian Diehl an Stelle von Wilhelm Oberheim II. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden verschiedene interne Angelegenheiten erörtert. U.a. einigte sich die Versammlung auf einen Milch-Richtpreis von 22'Pf. pro Liter. Anschließend fand eine Vorstandssitzung des Zuchtvereins f ü r Simmentaler Rindvieh statt. Im Verlaufe der nächsten Woche soll eine Generalversammlung statt- finden. die sich u. a. mit der Beschickung des am S. Juni dahier slattfindenden Prämiierungsmarktes durch die Mitglieder beschäftigen wird.
Starkenburg.
"Darm st ad t, 6. Febr. Die 3 n d u st r i e 1= len,, sowie die Handel- und Gewerbe» treibenden aus Darmstadt und Umgebung hielten gestern eine Protest Versammlung gegen die Wirtschafts- und Steuerpolitik von Reich, Staat und Gemeinde ab. Das Ergebnis der Verhandlungen war eine längere Entschließung, in der u. a. Steuererleichterungen und Steuerabbau, Vereinfachung des Steuersystems und der Steuererhebung, Sparsamkeit in der Verwaltung, Einschränkung in den Ausgaben und Beschaffung billiger Kredite gefordert wurde. — Die Hessische Regierung hat dem Besitzer des hiesigen Bahnhofshotels, Otto Baumgarten, die Leitung des staatlichen Kurhauses in Bad Salzhausen übertragen.
WER. Weinheim a. d. B.. 1. Febr. Der Gemeinderat hat die Einführung der G cr s - fernversoraung durch Anschluß an das Gaswerk Mannheim beschlossen. Die in der gleichen Angelegenheit mit der Darmstädter Gaserzeugungs-A.G. in Darmstadt geführten Verhandlungen wurden als aussichtslos abgebrochen.
WSR. Heppenheim a. d. B.. 6. Febr. Auf den in den letzten Tagen stattgefundenen Holz- Versteigerungen ist allenthalben ein m e r k - kicher Preisrückgang in allen Holzsorlen eingetreten: besonders ist der Preis des Bauholzes sehr zurückgegangen. 'Auch von den I a g d Verpachtungen ist das gleiche zu berichten.
Rheinhessen.
Das Jubiläum der „Wormser Zeitung".
Worms, 7. Febr. Anläßlich des 1 5 0 jäg - gen B e ft e h e n s der „Wormser Zeitung", und dl s über 225jährige Bestehens der Buchdruckerei Kranzbühler (Inh. Gebr. Cnyriern) fand heute eine Feier statt, bei der dem angesehenen Verlag zahlreiche Ehrungen erwiesen mürben. Der Verlag bat der Stadt Worms eine Spende von 10 000 Ml".
- überwiesen, die je zur Hälfte für soziale Fürsorge und für kulturelle Zwecke verwendet werden soll. Verlag und Schriftleitung haben zu der Jubelfeier eine umfangreiche Festnummer erscheinen lassen, » in der die Geschichte und Entwicklung des Blattes, der Stadt Worms und der Provinz Rheinhessen y einer eingehenden Würdigung unterzogen wird. Zu seiner Jubelfeier sind dem Blatte zahlreiche Glück- f wunschtelegramme uyd Schreiben, darunter u.a. vom Reichskanzler Dr. Luther und vom Reichsaußenminister Dr. Stresemann, zugegangen.
Preußen.
ftrei* Biedenkopf.
T Waldgirmes, 6. Febr. Hier ist die Maul-- und Klauenseuche amtlich fest- gestellt und die Ortssperre angeordnet worden. Drei Stück Rindvieh sind schon verendet. Leider fahren unvorsichtige Leute immer noch mit ihrem Vieh und treiben die Schafe in die Gärten.
Dillkreis.
bl. Dillenburg, 6. Febr. Zwischen unserer Stadt und dem Städtchen Laasphe wurde ein Autoomnibusverkehr eingerichtet. Damit hat man eine wertvolle Verbindung zwischen dem Dillkreis und beni Wittgensteiner Land geschaffen.
bl. Herborn, 6. Febr. Die Jugendherberge geht ihrer Vollendung entgegen. Am Waldrand hat man ein anrnutigendes Haus geschaffen, das mit zu den schönsten Herbergen zählen dürfte. Das Gebäude enthält Küche, Boderaum und Lesezimmer sowie schön ausgestattete Schlafräume für rund 80 Personen.
Wirtschaft.
Die Kreditaklion
für die Landwirtschaft.
Ter Rachrichtendienst der Deutschen Renten- bank-Kreditanstalt teilt mit, daß die Verhandlungen mit der Golddiskontbank über die Aufnahme einer Anleihe zum Abschluß gekommen sind. Der nunmehr zugunsten der deutschen Landwirtschaft abgeschlossene Vertrag sieht vor, daß gegen Uebernahme von Hypothekarschuldscheinen der Deutschen Ren ten- bank-Kreditanstalt ein namhafter, der Gesamthöhe nach noch nicht feststehender Betrag für landwirtschaftliche Kreditbedürfnisse zur Verfügung gestellt wird. 3n den bereitzustellenden Kreditmitteln ist ein erheblicher Betrag zur Finanzierung von neuen Düngemittelbestellungen, also vorzugsweise solchen, die für die Frühjahrsbestellung bestimmt sind, enthalten. Aus der mit 7 Proz. zuW^lich 1 Proz. Verwaltungsgebührenbeitrag verzinslichen Anleihe erhält der Landwirt nach Abzug aller Unkosten (Stempelgebühren, Emmissionskosten, Provision) 983/4 Proz. ausgezahlt. Falls die Heranziehung einer Vermittlungsstelle des Realkreditmstitutes sich notwendig erweisen sollte, so darf noch ein weiteres 1 \ Proz. von dieser Summe adgeseht werden. Die Laufzeit der Darlehen beträgt 3—5 3ahre mit der Maßgabe, daß diese nach 3,4 und 5 3ahren zu je ein Drittel rückzahlbar sind. Der dorlehnnehmende Landwirt ist jedoch berechtigt, vorzeitige Rückzahlung zu leisten. Die Darlehen feilen der Förderung von Ackerbau, Gartenbau und Viehzucht dienen und
zur wirlia/ajrticyen Gestaltung der landwirtschaftlichen Betriebe verwendet werden. Sie dürfen deshalb nur solchen Landwirten gewährt werden, welche die unbedingte Gewähr einer rationellen, möglichst intensiven Bewirtschaftung ihres Gutes bieten. 3n erster Linie ist daran gedacht, daß der Landwirt aus Mitteln dieses Darlehens fällige oder demnächst fällig werdende Personalschulden, vor allem solche aus Rentenbanlkrediten abdeckt. Die Darlehen müssen durch H y p o t h e k c n an landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Grundstücke gesichert sein und sich im Rahmen von 33V3 Proz. desberi chtig- ten Wehrbeitragswertes halten. Wahrend bei der Amerikaanleihe der deutschen Ren- tenbantfrebitanftalt für die einzelnen Vernutt- lungsinstitute bestimmte Quote zur Verteilung festgelegt war, wird bei der neuen Anleihe nur ein' Höchstbetrag bestimmt, bis zu dem die Institute nach Maßgabe der vorhandenen Mittel erhöht werden. Die Mittel für die Beleihung stehen sofort zur Verfügung, und zwar zunächst in einem Ausmaße, das; die Höhe des ersten Amerikakredites (rund 100 000 000 Mark) erheblich übersteigt.
Die vorstehend kurz wiedergegebenen 'Bedingungen werden mit allen erforderlichen Formularen in den nächsten Lagen den Realkreditinstituten zugehen. Sobald die danach notwendigen Unterlagen bei gebracht sind, kann sofort mit der Auszahlung begonnen werden.
Keine Dividende bei Krupp. Die diesjährige G.-V. der Friedr. Krupp A.-G. in Essen, welche über den Abschluß beschließen soll, findet am 6. März statt. Eine Dividende gelangt nicht zur Verteilung
Rhein-Elve-Union. Die Dilanz- sitzungen für das Geschäftsjahr 1924 25 werden dem Vernehmen nach Ende Februar stattfinden. Für die Montanunternehmungen Deutsch-Luxem- bürg, Bochumer Verein und Gelsenkirchen gelangt eine Dividende nicht zur Verteilung.
WeitererGroßbank-Aktienver- kauf nack Amerika vor dem Abschluß. Wie der DHD. erfährt, stcht eine der ersten Banken des Berliner Platzes in Verhandlungen über den Verkauf eines größeren Postens eigener Aktien nach Amerika, Die Verhandlungen sind bereits soweit gediehen, daß ihr Abschluß bevorsteht. Der Verkauf des Aktienpaketes dürfte in den ersten Tagen dieser Woche perfekt fein.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtberichl des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 8. Febr. Das Schwergewicht des Geschäftes wandte sich heute von den bisher führenden Märkten, nämlich dem Montan- und Elektromarkt, ab und mehr dem Markt der heimischen Staatsrenten und dem B a n E e n m a r 11 e zu. De: Grund hierfür
dürste in schlechten Dividenden-Aussichten bei verschiedenen Montangesellschaften zu suchen sein. Bei heimischen Anleihen wurden größere Käufe vorgenommen, so daß sich Sprozentige Reichsanleihe auf 0,325 erhöhen konnten. Schutzgebiet stiegen auf 7,15 nach 6,80. Für Bankaktien wirkten Erwartungen über bevorstehende weitere Aktienverkäufe nach dem Auslande stimulierend, so daß die Werte dieser Gruppe Kursavancen zu verzeichnen hatten. Gegen Ende der ersten Stunde traten auch Schiffahrtsaktien aus ihrer Reserve heraus, besonders für Rordlloyd zeigte sich etwas regere 2kach- frage. Die ungünstige Stimmung am Montan- markte wurde auch mit der Verschlechterung des Frankenkurses begründet, der sich sich gegen London auf 130,65 abgeschwächt hat. Am Geldmarkt ist das Angebot nach wie vor sehr reichlich. Tagesgeld 5,5 bis 7,5 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8,5 Prozent.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Frankfurt. 8. Febr. Tendenz unregelmäßig.
Die Börse eröffnete die neue Woche in nicht unfreundlicher, aber geteilter Haltung. Obwohl einige Momente vorlagen, die man allgemein als günstig glaubte ansprechen zu können, zeigten die Aktienmärkte vorbörslich überwiegend Neigung zu Realisationen, wobei das Kursniveau eine Senkung erfuhr. Die feindselige Stellungnahme, die in der Rede Mussolinis zum Ausdruck kommt, war geeignet, die Abgabeneignung etwas zu fördern. In der Hauptsache waren die Kurssenkungen m ungünstigen Dividenden-Aussichten bei verschiedenen Montanwerken begründet. M o n t a ii a 11 i e n waren daher in erster Linie gedruckt und hatten Einbußen bis zu 2 Proz. aufzuweisen. 'Auch Chemiewerte gaben bis zu 1 Proz. nach. E l e k- trowerte waren gehalten, ebenso eröffneten Bankaktien zu behaupteten Kursen, einige Werte dieser Gruppe hatten sogar Erhöhungen zu verzeichnen. Zu ck e r ° und B a u a k t i e n konnten ihre Aufwärtsbewegung gleichfalls fortsetzen. Dagegen waren A u t o a k t i e n niedriger. M a - s ch i n en aktien waren wenig verändert. Der K a s s a m a r k t der Jndustriepapiere lag unregelmäßig bei ruhigem Geschäfte. Verstärktes Interesse wandte sich dem Anleihemärkte zu, wo Kriegsanleihe auf 0,320 und Schutzgebiet auf 6,95 Prozent anzogen. Lebhaft und fest verkehrten auch ausländische Renten. Besonders Türkenwerte waren bevorzugt und gingen höher. Vorkriegs- und Gold- Pfandbriefe waren ebenfalls gut befestigt. 3m Freiverkehr war die Stimmung ziemlich fest. Api 0,4, Deckerstahl 44 Proz., Decker- kohle 61 Proz., Benz 38 Proz., Drown-Doveri 71 Proz., Entreprise 9 Proz., Hansa-Bank 75 Proz., Krügershall 87 Proz., Ufa 66 Proz., Ufra 60 Proz. 3m weiteren Verlaufe kamen die Abgaben an den Aktienmärkten wieder zum Stillstand, wesentliche Kursbesserungen traten aber nicht ein, obwohl etwas Deckungsbedürfnis hervortrat. Rur am Anleihe- und Pfandbriefmarkt blieb das Geschäft lebhaft bei weiteren leichten Kursgewinnen. Am Geldmarkt hält das Angebot an. Tagesgeld 51/» Proz. Monatsgeld je nach Adresse 6% bis 8l/2 Proz. Privatdiskonten 53;4 Proz. Industrie- Akzepte 63/4 Proz. 3m Devivis enverkehr lag das englische Pfund gegen Kabei unverändert fest mit 4,867 \?. Paris gegen London war dagegen abgeschwächt mit 130,25. Die übrigen Valuten sind nicht wesentlich verändert.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".) Frankfurt, 8. Febr. Es wurden notiert:
Weizen, Wetterauer, 26,50—26,75, Roggen, inländischer, 17,50—17,75, Sommergerste für . Brau- Mais (gelb) 19,50—19,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 40,75—41,25, Roggenmehl 26—26,50,
Weizenkleie 10,25—10,50, Roggenkleie 10,50, Erbsen 28—34, Linsen 40—70, Heu, süddeutsches, gut, trocken, 9,50, Weizen- und Roggenstroh 5—6, Treber, getrocknet, 17—17,50. Tendenz ruhig.
Dorfen kokle.
(Ohne Gewähr.)
Datum: | 6. 2. | 8 :•
U.3I0
0.3.'0
n 275
0.275
148,5'
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125
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98
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134
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1100,2*
81 5
20
97,5
45
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
e Auszahluna.
Lelegrav
104,5'
124,5'
117 n-
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112 5'
100.2*
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Banknoten. (Ohne Gewähr.)
104,7*
38
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183*
139*
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119
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89 75
7.85 0 03?
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31.75
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109 5
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26
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5% Deutsch- NcichSanlethe . 4'7, Deutsch- RcichSanleihc . B'/e% Deutsche NeichSanleihe 3% Deutsche NeichSanleihe • Deutsche «parprämicnanleihe 4% Preußische Kousolö . . . 4% Hessen...........
3V£% Hessen..........
3% Hessen DeuUchc Wcrtb. Dollar>Anl. dtö- Doll-Schat!-Ann:eisng.*l
4% Zolltürkcn ......
5% Goldmeriknner .... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank Dannst. und Nationalbank ■ Deutsche Bank Deutsche BereinSbank .... Disconto Lommandit Metallbank Mitteldeutsche Crcditbank. . Ocsterreichischc (Kreditanstalt. Westbank .........
Bochumer Äu» .....
BudcruS • . • Caro Deutsch<'uxemburg (Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln .... Laurnhütte.. ........ Oberbedarf .......... Phönir Bergbau ...... Rbeinuabl NiebcU Niontan........
Tellns Bergbau. .....
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llollo . . . Theramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hollmann......
Anglo-Cont-Guano Chemische Mayer Alapin . .
I. 61 st-arbcnindustrie, A.-G- Goldschmidt..........
Hoüverkohlung RütgerSwerke Schcideanstalt Allg- ElektrtzitälS-Gesellschaft Bergmann Mamkraftwerke ....... Cchuckert . . Siemens L Halsko ..... Adlerwerke Äleher ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaedt Meauin Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgeiell chast Frankfurt. Per. Union 21.-S Schub'abrik Her? Sichel. . . .
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Berlin
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6 Febr
8. Febr.
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4.325
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Berlin, 6 Febr
Geld
Briet
Amerikanische Noten .....
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4.211
Belgische Noten .......
19 01
19 11
Dänische Noten .......
103.29
103.81
Englische Noten........
20,367
20,46.
Französische Noten ......
15,78
15 86
Holländische Noten ......
167,93
168.77
Italienische Noten......
16 905
16 985
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr, 5100 Kronen
85.05
85 16
58.39
59.23
Rumänische Noten......
—«
—
Schwedische Noten ......
111,99
112,55
Schweizer Noten.......
80,80
81.20
Spanische Noten.......
59,05
69 35
Tschechoslowakische Noten . .
12.39
12.45
Ungarische Notm.......
5.84
5,88
Frankfurter Schlachtbiehrnarkt.
(Eigener Drayiberichi des „Gießener Anzeigers".> Frankfurt a. M.. 8. Febr. Auftrieb:
1182 Rinder (darunter 341 Ochsen, 30 Bullen, 811 Färsen und Kühe), 397 Kälber, 117 Schafe und 3373 Schweine. Rinder: Ochsen: Voll- fleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 47 bis 54, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 40 bis 46, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 34 bis 39; Bullen: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 43 bis 49. vollfleischige jüngere 35 bis 42; Färsen und Kühe: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 47 bis 54, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 40 bis 46. wenig gut entwickelte Färsen 36 bis 46, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 32 bis 39, gering genährte Kühe und Färsen 22 bis 30, gering genährtes Jungvieh (Fresser) 15 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälber 68 bis 74, mittlere Mast- und beste Saugkälber 60 bis 67, geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 59; geringe Saugkälber 40 bis 49. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 44 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 33 bis 42, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 24 bis 34. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 80 bis 81, vollfleischige unter 80 Kilogramm 75 bis 79, vollfleischige von 100 bis 120 Kilogramm 80 bis 82, vollfleischige von 120 bis 150 Kilogramm 80 bis 81, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 75. Marktverlauf: Ruhiger Handel in Rindeni, bei Schweinen Markt voraussichtlich geräumt.
Gerichtssaal.
Degen Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung verurteilt.
Offenbach, 6. Febr. (TU.) Vor dem großen Schöffengericht hatte sich heute der Kaufmann Anton R e h b e r g e r zu verantworten. Die Anklage legt ihm Urkundenfälschung zum Zwecke der Steuerhinterziehung zur Last. Er hatte di. Kassenstreifen seiner Kontrollkasse gefälscht. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten und zur Zahlung von 630 Mk. und der Kosten des Verfahrens verurteilt.
Büchertifch.
Pestalozzi-Stätten. 20 Original- Lithographien von Otto Baumberger mit Degleit- wort von Dr. Haus Stettbacher, Rotapfel-Verlag, -Zürich und Leipzig. — Das kürzlich erschienene Werk stellt den neuartigen Versuch dar, den berühmten Pädagogen (1746—1327) unserm Empfinden gewissermaßen vom (Sinnfälligen Bildhaften her anzunähern. Die Mappe vereinigt eine Folge von zwanzig Lithographien, die den Lebensweg Pestalozzis in besonders markanten Stationen festhalten: all die schweizerischen Stätten, vom genius loci geadelt, in denen das Leben, Lieben, Leiden und Sterben des reformatorischen Erziehers sich erfüllt hat: Zürich und Höngg und Richterswil. Burgdorf und Mülligen, Stans und Schloß Bverdon. Ein Bilderfries von der Wiege bis zur Bahre, in eindringlicher Anschaulichkeit. Künstlerisch übrigens von bemerkenswerter Eigenart des Stils, der sich vornehmlich , in starken Konturen und tiefen Schlagschattenflächen charakterisiert. Richt ohne Beziehung hierzu erscheint eine bei manchen Blättern unverkennbare Härle und Schroffheit im Gesamteindruck des graphischen Bildes. Wie weit dies auf Kosten der im übrigen tadellosen Reproduktion kommt, ist nicht zu entscheiden. Die herbe, helvetische Eigenart Baumbergers ist jedenfalls durch die ganze Folge gewahrt, der man. als Titelblatt gleichsam, die eindrucksvolle Maske Pestalozzis vorangestellt hat. (Der Bildhauer Christen hat sie im Auftrage des Kronprinzen Ludwig von Bayern 1809 nach dem Leben geformt.) Dr. Hans Stettbacher schrieb einen ganz knapp gehaltenen Text zu jedem Bilde. Wenn man das Degleitwort, durch die Lithographien sinnfällig unterstützt, fortlaufend lieft, rundet es sich unversehens zur einprägsamen Geschichte vom Leben und Schaffen Pestalozzis. Das Ganze, Bilder und begleitende Worte, schließt sich zusammen zu einer schönen — vom Verlag mit Liebe und Sorgfalt ausgestatteten — Erinnerungsgabe auf das Iahr 1927, in dem man Pestalozzis 100. Todestag ehren wird; auf die Titelseite aber kann man füglich die Worte aus dem „Tasso" stellen:
„Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt. Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder .."
[10]
— D i e preußische Kun st Politik und der Fall Schillings. Vom Minister Professor Dr. C. H. Decker. (Wortlaut der Rede im Preußischen Landtage am 14. Dezember 1925.) 31 Seiten. — Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig.
— Auf d i e Riesen Vulkane Südamerikas führt der Kolonialgeograph Geheimrat Professor Hans Meyer in dem Bande „Hochtouren im tropischen Amerika" der bekannten Drockhaus-Sammlung „Reisen und Abenteuer" (Band 32, geb. Mk. 2,80, Brock- Haus, Leipzig). Hans Meyer hatte sich ftchon als erster Ersteiger des Kilimandjaro, des höchsten Berges Afrikas, einen Rainen gemacht. Es ist von großem Reiz, den weitgereisten Geographen über seine Forschungsreise im vulkanischen Hauptgebiet des tropischen Amerikas, in Ecuador, berichten zu hören. Er erzählt von der schwierigen Ersteigung des Chimborazo (6310 Meter), des Getto Altar (5400 Meter), deS Antisana (5760 Meter) und des Cotopaxi (6000 Meter), alle vier gefahrdrohende Vullane. Land und Leute werden in ihrer Eigenart, oft recht humorvoll geschildert. Das reich mit wertvollen Abbildungen und Karten ausgestattete Buch verdient eine gute Empfehlung. 21
— Max Steinitzer: Tschaikowsky. (Verlag Philipp Reclam, Leipzig. Heft 40 Pf., Band 80 Pf.) — Richt nur der Komponist, sondern auch der Mensch Tschaikowsky sand in diesem Büchlein in Max Steinitzer einen hervorragenden Interpreten. Seine eingehende Kenntnis der Tschaikowskyfchen Werke, sowie sein psychologisches Einfühlungsvermögen befähigten ihn, das Schaffen des großen Komponisten im Zusammenhang mit dessen eigenartigem Seelen- und Trieb- leben zu beleuchten. 896
— Frau Murkula und andere Tiergeschichten. Don Hans K a b o t h. (Verlag S. Heege, Schweidnitz. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.). — Ein recht fesselndes, mit feinem Empfinden geschriebenes Buch, das dem Leser Stunden wertvollsten Genusses bereitet. Vortreffliche Scherenschnitte von R. Reugebauer geben den reizvollen Geschichten eine wirkungsvolle Bereicherung. Dem Büchlein darf man einen bevorzugten Platz im guten Bücherschrank zufprechen.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag, 9. Februar:
3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.15 bis 5.45 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Neue Schlager. 5.45—6.15 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem Roman „Pitt und Fox" von Friedrich Huch. 6.15—6.45 Uhr: Stenographischer Fortbil-- dungskursus für alle Systeme, Diktat von 80 Silben aufwärts. 6.45—7.15 Uhr: Funkhochschule: „Vergleichende Anatomie", Vortrag von Dr. W. E. Ankel. 7,15—7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 7.45—8.15 Uhr: Funkhochschule: „Die Grundlagen der chinesischen Kultur V", Vortrag von Professor Wilhelm. 8.15—9.15 Uhr: Gastspiel des Wiener Streichquartetts. 9.15—10.15 Uhr: Volkstümliches Konzert des Frankfurter Orchestervereins.
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Dr. M, Schnlec-Kahleyss, Nervenarzt.


