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ie sich doch nicht versagen. Da aber Ha-nse nur die

Dinge zweiter Garnitur bei ihr arbeiten lief}, und weil sie es mit der Frau Pastorin um keinen Preis

Mein Geschäft bleibt feiertagshalber SoBnetstofl. Sen s. septemer MW, öenlo.SeptenikL,. geschlossen

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Sport-Tlub Daubringen I - Sport-Verein Heuchelheim I 2:2.

Der Sport-Club 1921 Daubringen hatte sich den K.Meister, Sport-Verein Heuchelheim, ver- pflichtet und beabsichtigte, ein Propaganda-Fuß - ballspiel vorzutühren. Jedoch wurde eine so scharfe Olotc in das Spiel gebracht, daß dieses als Propaganda für den Fuhballspvrt wenig gedient hak^n mag.

Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Die kleinen Daubringer legten sich sofort vom Abstoß an mächtig ins Zeug und verlegten daS Spiel in Heuchelheims Hälfte, konnten aber vor­erst die Heuchelheimer Hintermannschaft nicht chlagen. Ein Durchbruch Heuchelheims endete knapp neben dem Tor. Aach 30 Minuten Spiel- zeit gelang es Daubringen, durch einen Straf- tost von der 16-Meter-Grenze in Führung zu gehen. Aach Halbzeit glich Heuchelheim sofort durch gut plazierten Schuh aus und konnte nach weiteren 10 Minuten die Führung an sich reisten. Das Spiel nahm unnötig scharfe Formen an. Als Daubringen 10 Minuten vor Schluß aus- glich und auch weiterhin im Vorteil blieb, zog Heuchelheim es vor, das Spiel frühzeitig zu be­enden und brach 10 Minuten vor Schlich ab.

Westdeutscher Fußball.

Viktoria Köln Lindenthaler S. V. 0:1. Rhenania Köln Iura Bonn 1:1. V. f. B. Rem­scheid Fortuna Düsseldorf 1:6. Schwarz-Weiß Barmen S. E. Cronenberg 9:1. S. S. Elber­feld B. V. 04 Düsseldorf 1:2. Odenkirchen 08 Rheydter S. V. 5:0. Alemannia Aachen V. f. B. Aachen 2:5. Koblenz 02 Rheinland Mayen 5:1. Preußen Essen Sportfreunde Essen 2:1. Gelsenkirchen 07 Borussia Dort­mund 5:3. Buer 07 Dortmund 95 0:4. V. f. L. Hamm V. f. B. Bielefeld 3:3. V. f. L. Osnabrück Union Herford 4:2. Turu Düsseldorf Roermond (Holland) 2:3. Borussia Konk. Düsseldorf Borussia M.-Gladbach 2:7. Preußen Münster Arminia Bielefeld 2:1. Schwarz- Weih-Essen Hamm 96 4:3. Alemannia Dort­mund Schalke 04 2:5.

Die internationalen Leicht- athletikwettkämpse

in Düsseldorf brachten einen neuen deutschen Rekord Dr. P e l h e r s mit der Zeit 2:29,3 über 1000 Meter vor dem Berliner Bocher, der mit 2:29,8 ebenfalls noch unter der bisherigen deutschen Höchstleistung blieb. Im 100-Meter- Lauf, wie auch im 200-Meter-Lauf konnte der Leipziger Wege in 10:6 bzw. 21:6 beidemale H o u b e n auf den 2. Platz verweisen. Die 400 Meter gewann der Schweizer Ambach in 48,7 vor 21 ft r o m 49,5. Heber 5000 Meter siegte der Finne M a a t i l a i n e n in 15:08 vor dem Eng­länder Goodwin mit 15:09,1. Tomberg, der Westdeutsche Meister, gab bei 3000 Meter und Dickmann - Hannover in der vorletzten Runde auf.

Start zur Berliner Fußball­meisterschaft.

do. 3m Berliner Fußball brachte der Sonn­tag die ersten Punktspiele der Saison, die im allgemeinen ohne größere Ueberraschung ver­liefen, wenn auch etwa das 1:1, das TaS - mania gegen Vorwärts heraushvlte, einen schlechten Start Vorwärts' bedeutet, und der 7:0-Sieg des Spandauer SV. über llnion-SCE. überraschend hoch ist. Hertha BSE., der Ber­liner Meister, und der zweit« Abteilunasmeister Aorden AW. gewannen ihre Spiele glatt. Hertha BSC.Wacker 4:2; PreußenTennis Borussia 1:4; MinervaAnion 92 2:5; Tas-

verderben wollte, setzte sie hin^u:Ich sag' immer zu mein' Fiete: Fiete, sag' ich, nimm dir ha ein Beispiel an, wenn du mal und wirst en Pastor. Daß du dirne Frau nimmst, die sparsam ist und bescheiden. So was erfreut des Mannes Herz und ist eine Wohltat vor der Gemeinde."

Helene Jessen verzog den Mund. Fiete Eggers als Bewunderer ihrer Tugenden--das war doch

nicht ganz das Richtige. Sie hörte ihren Mann die Treppe herunterkommen. Feierlich im schwarzen Rock, aber sehr weltlich mit den frohen Augen, ein­mal hinaus in das Land zu guten Freunden die Freuden des Lebens wurden ihm nicht zu dick gesät.

Sieh," sagte er,da hält ja der Wagen. Himmel hat sich Hanse fein gemacht. Das ist wohl wieder ganz etwas Neues. Willst du dir nun nicht den Mantel holen. Helene? Es wird staubig fein auf der Landstraße."

Ich fahre nicht mit."

Du fährst nicht--? Na aber--was heißt

denn das plötzlich Guten Tag, liebe Cousine. Denken Sie, eben sagt Helene--"

Ach, das ist ja nur Spaß. Sie ist ja schon in Wichs. Komm, Lene, hilf mir in meinen Mantel, dann Helf ich dir auch in deinen. War der Regen heute nacht nicht herrlich? Aber stäuben wird es doch wohl wieder. Also Lene, komm, mach', die an­dern Wagen sind ja schon fort"

(Fortsetzung folgt.)

Man nahm sich vor Madam Eggers nicht in acht. Die ging aus und ein in allen Schmalebecker Häu­sern und war die lebendige Chronik. ,^Dah eine Frau, die vier Kinder hat, noch so putzsüchtig sein kann. Wem zu Gefallen? Mein Mann hat gar keine Augen dafür, wenn ich mir etwas Neues machen lasse."

Ist immer so bei den Männern, Frau Pastorin. Eigene Frauen lieber Gott! Wo mein Eggers ja und war so'n guter Mann aber was ich aus'n Kopf hatte nicht angesehen. Steckt aber doch so in vielen Frauen, daß ste sich und müssen ich rausstaffieren. Ist nicht jede so wie Frau Pa- torin, die jedes Band dreimal wäscht", das konnte

naa)- von sich behaupten, eines oer icyonnen der- Häuser aller deutschen Städte zu besitzen.

v e r - I -------------

Turnen, Sport und Spiel

e r - S t a f f e l offen:

ins

legen gewonnen.

Viermal 7 5 - M e t e r ° S t a f f e l Junio­ren: 1. 1 900 Gießen. 2. Sp. Fr. Siegen. 3. Wallau. Ebenfalls überlegen mit Langlotz, Bach-

Bepperling im Rennen, der jedoch in 2. Runde den Rennschuh verlor und dadurch Hintertreffen kam.

Gießener Schwimmverein.

DillkreiS.

bl. Herborn, 6. Sept In der jüngsten Stadtverordneten - Versammlung wurde beschlossen, zur Errichtung einer Auf­bauschule mit Staat, Kreis und Bezirks- verband Verhandlungen zu pflegen, um Zuschüsse evtl. Kredite zur Ausführung des Planes zu erhalten. Der Aeubau einer landwirt­schaftlichen Schule erfordert einen Kosten- austvand von 60 000 Mk. Die Landwirtschafts- kammer, der Kreis, die Stadt und Kreisbanern- schäft sollen gemeinsam die Mittel aufbnngNU Don der Stadt wurden 15 000 Mk. bereitgestellt. Für das Krankenhaus stellte man einen Kredit von 22 000 Mk. zur Verfügung.

giftet aufgefunden. Man nimmt an, daß Vördermeier daS Opfer eines Unfalls geworden ist, da ersichtliche Gründe zu einem . Selbstmord fehlen.

WSA. H ö ch st a. M, 6. Sept. 3n Anwesen- beit zahlreicher Vertreter der Behörden, der Wirtschaft, Presse und des öffentlichen Lebens wurde heute nachmittag der in den letzten Mo­naten erneuerte westliche Flügel des

mann, Seipp und (Seibert gewonnen.

Di? 1500 und 5000 Meter gewann der sehr leicht laufende deutsche Meister und Rekordmann im Ma­rathonläufen (42,2 Km.) Reichmann, Siegen.

lieber 1500 Meter hatte 1900 den talentierten

" .....der

Maingau.

Frankfurt a. M., 6. Sept. (WSA.) 3 m Hause Klingerstraße Ar. 8 wurde gestern nach­mittag der 39 3ahre alte Arbeiter Bord-'- meier in seiner Wohnung durch Gas t ..

Höch st er Rathauses, des sogenannten Do- longa ro-Pala st eS, feierlich seiner Bestim­mung übergeben. Durch die Fertigstellung des Flügelgebärü>es ist ein weiterer großer Schritt auf dem Wege zur Instandsetzung dieses schönen, aus dem 18. Jahrhundert stam.nenden Barock­schlosses, dessen erster Tell bereits im 3ahre 1909 als Rathaus in Benutzung genommen wurde, gemacht worden. Die Stadt Höchst kann damit von sich behaupten, eines der schönsten Rat-

Zum Abschluß der diesjährigen Sommersaison nahm der Gießener Schwimm verein am Sonntag in Marburg an einem von der Schwimmabteilung des V. f. B. 05 Kurhessen Mar­burg veranstalteten Werbeschwimmseft teil. Als weiterer Teilnehmer gesellte sich der Wetzlarer Schwimmverein hinzu. Das 11 Wettkämpfe und zwei Wasserballspiele umfassende Programm wurde im Universitätsschwimmbad abgewickelt, wo sich denn auch infolge des guten Wetters ca. 400 Zu­schauer eingesunden hatten, die lebhaftes Interesse für den Schwimmsport zeigten.

Um 34 Uhr nachmittags eröffnete eine I u - gendlagen staffel viermal 5 0 Meter (Brust, Seite, Rücken, Freistil) das Werbefest. Hier konnte man bereits die gute Form der G. S. V.-Ju- genb, die sich auch in diesem Sommer ausnahms­weise zahlreich an den Uebungsftunben beteiligte, feststellen. Bei vielen Jugendlichen machte sich jeden­falls eine erhebliche Verbesserung ihrer sportlichen Leistungen bemerkbar, die zu den besten Hoffnungen für die kommende Zeit berechtigen. Daß sich die Marburger so gut hielten, hatte man bei weitem nicht erwartet. Der Beweis wurde jedenfalls von ihnen erbracht, daß sie auch zu schwimmen ver­stehen. Der schon seit einigen Jahren bestehende Wetzlarer S. V. konnte sich kaum gegen die jungen Marburger behaupten. Bei weiterer Ausbildung wird Marburg im Laufe der Zeit noch zu etwas kommen. Im einzelnen wurden bann die verschie­denen Schwimmarten gezeigt, die man allerdings als Wettkämpfe nicht bezeichnen kann. Trotzdem

Ziel. Schabe, daß durch die kaum zu laufenden schlechten Shiroen die Zeit nicht als Maßstab an­gelegt werden konnte. Fischer will sich übrigens auf die 400 Meter verlegen.

Viermal 100-Meter-Staffel offen: 1. 1 900 Gießen in 46*/io. Mit der Mannschaft Langlotz, Bachmann, Seipp und R. Fischer über-

Die 1900er Leichtathleten.

0 Die Leichtathletikabteilung der Spieloereinigung 19 00 folgte am Sonn­tag einer Einladung der Sporte. 1911 Dillenburg zu ihren sportlichen Wettkämpfen. Die 1900er konnten echs Ehrenpreise, zwei 2. und zwei 3. Preise er­ringen. Es wurden teilweise hervorragende Ergeb­nisse erzielt; nur in den Läufen tarn es Infolge der unebener^ Grasbahn zu mancher Ueberraschung. Nachstehend die Ergebnisse: _

Hochsprung offen: 1. W. oeipp, 1900, 1,69 Meter. 2. Fleischer, Siegen, 1,67 Meter. Dies war wohl die beste Leistung des Tages. Hervor­gehoben sei noch die Leistung des zweiten Ver­treters von 1900, des jugendlichen Hopfenmul - (er, der mit 1,54 Meter fast feine eigene Körper­größe übersprang und die feinste Technik zeigte.

Kugel st oßen offen: 1. K. Langlotz, 1900, 10,93 Meter. 2. Siegen. 3. S e i p p , 1900, 9,60 Me­ter. Langlotz kann mit richtiger Technik viel weiter kommen. _ ,

Diskuswerfen offen: 1. W. Seipp, 1900, 30,60 Meter. 2. Dillenburg. 3. K. Langlotz, 1900. Der fönst sehr gut werfende Langlotz versagte hier, Seipp nutzte diese Gelegenheit prompt aus.

Weitsprung offen: 1. Haartz, Franken­berg, 6,55 Meter. 2. Seipp, 1900, 6,50 Meter. Seipp erreichte beim zweiten Sprung 6,80 Meter, fiel jedoch zurück auf 6,50 Meter. Die Leitung von 1900 muß Seipp unbedingt dazu bringen, daß er sich einem Spezialtraining unterzieht, damit er seine volle Leistungsfähigkeit entfalten kann. Dann wird 1900 wieder eineGröße" besitzen, denn seit R. Fischers Nachlassen über 100 Meter fehlt es an einer überragenden Kraft.

100 Meter offen: Die erste Ueberraschung. R. Fischer, 1900, wurde von Franz. Werdorf, mit Brustbreite geschlagen. 3. L a m m e r t, Hessen- Preußen, Kassel. Fischer, der am Start schwer ver­paßte, lag bei 50 Meter noch an letzter Stelle und konnte trotz prächtigen Endspurts den Sieger nicht mehr ganz erreichen. Zeit für die beiden Ersten IV/io Sek. Fischer hat einen seiner Hauptfehler ab- gestellt und wird demnächst wohl wieder in Schwung kommen.

7 5 Meter Junioren: 3. K. Langlotz, 1900. Auch dieses Rennen gewann der sich aufs Schieben verstehende Franz, Werdorf. Die Gras­bahn ist auch für die 1900er etwas ungewohnt.

4 00 Meter offen: 1. R. Fischer, 1900, 57*/io. 2. Lammert, Kassel. 3. Herzog, Siegen, fünf Meter zurück. Fischer lag vom Start weg in Füh­rung und zog mit langen Schritten durch bis ins

ließ es sich der B. f. B. 05 Kurhessen Marburg nicht nehmen, die Sieger aus den verschiedenen Rennen mit wertvollen Preisen auszustatten. Blonderes Interesse zeigte das Publikum für das Schau«

p r i n g e n. Die Sprungriege des G. S. V. konnte hier wiederum ein Zeugnis ihres eifrigen Trainings abtegen. Dr. Eck, Ernst Müller und Karl Rust waren in bester Form, und verdienen ein Oefamt- lob für ihre tadellos ausgeführten Sprünge. Mer« t e n s sorgte durch seine humoristischen Sprünge, genanntWege zu Kraft und Schönheit" dafür, daß es etwas zu lachen gao, und erntete natürlich leb­haften Befall. Das von den Kleinsten aus Mar­burg ausgetragene Knabenschwimmen fand allge­meinen Anklang. Ueber das Rettungsschwim­men hielt Dr. E ck einen ausführlichen Vortrag, der durch praktische Vorführungen von Pascoe und Bickel unterstützt mürbe. Flott und interessant wurden die beiden Wasserballspiele (Herren und Jugend) durchgeführt. Im Wasserball ist jedoch der G. S. V. in Anbetracht seiner sonst immerhin guten schwimmerischen Leistungen noch nicht so auf der Höhe, wie cs zu wünschen wäre. Doch dürste das Wasserballspiel durch ein weiteres systematisches Training auch im G. 6. V. eine beachtliche Stufe erreichen. Besondere Beachtung sei noch der von Fritz Pascoe geschwommenen Zeit von 2:57,4 Min. für die 200 Meter Brust geschenkt. Er schlug seine Gegner, je zwei Schwimmer aus Wetzlar und Marburg, von denen jeder 100 Meter schwamm, überlegen. Zusammengesaht: Das Werbefest war in allen Teilen bestens gelungen und hat in Marburg einen guten Eindruck für den Schwimmsport hinter­lassen. Nachstehend die Ergebnisse der einzelnen Wettkämpfe (Bahnlänge 25 Meter, Startsprung, Drehwende):

Jugend ft affe! viermal 50 Meter (Brust, Seite, Rücken, Freistil): 1. G. S. V. (Rolf Kraft, Schneider, Schaum, Bickel 2:51 Min. 2. V. f. B. 05 Kurhessen Marburg 2:56 Min.

Freistilschwimmen 100 Meter für Herren: 1. Dr. Eck, G. S. V., 1:17 Min. 2. (3.21. Gaebler, G. S. V., 1:20 Min. 3. Nachtkamp, V. f. B. 05 Kurhefsen Marburg, 1:21 Min.

Seiteschwimmen 100 Meter für Her­ren: 1. G. A. Gaebler, G.S.V., 1,21,4 Min. 2. Fr. Schewe, V. f. B. 05 K. Marburg 1:15,2 Min. 3. Erich Stahl, G. S. 23.

Bru st schwimmen für Damen 100 Meter: 1. Emmi Schüler, G. S. V 1:42,7 Min. 2. I. Jäger, G. S. D., 1:47 Min. 3. L. Handrick, G.S.V., 1:49,5 Min.

Jugendbru st schwimmen 100 Meter: 1. Rolf Kraft, G. S. V., 1:32,1 Min. 2. W. Schneider, G. S. 23., 1,34 Min. 3. W. Ebertz, Wetzlarer S. 23., 1,42 Min.

Brustschwimmen f ü r Herren 200 Meter: 1. Fritz Pascoe, G. S. V., 2:57,4 Min. 2. 23. f. B. 05 K. Marburg mit zwei Schwimmern, von denen jeder 100 Meter schwimmt, 3,02 Min. 3. Wetzlarer S. 23. 3:37,7 Min.

Jugendbru st st afsel viermal 50 Me­ter: 1. G. S. V. (R. Kraft, Holzigel, Schneider, Herm. Kraft), 2:56 Min. 2. V.f.B. 05 K. Mar­burg 3 Min. 3. Wetzlarer S. 23. d,06 Min.

Jugendfrei st ilschwimmen 100 M e - ter: 1. W. Rau, G. S. V., 1:16,4 Min. 2. W. Rasch, V.f.B. 05 K. Marburg, 1,24 Min. 3. E. Völker, V.f.B.05 K. Marburg, 1:25,5 Min.

Herrenlagen staffel viermal 100 Meter: 1. G. S. 23. (Pascoe, Stahl, Eck, Gaebler), 5:58 Min. 2. 23. f. 23. 05 K. Marburg 6:10 Min.

Wasserballspiele: G. S. 23. Jugend (Lange, Holzigel, Duill, Bickel, L. Müller, W. Rau, K. Schaum) gegen V. s. B. 05 Marburg 4:1 für Gießen.

G. S. 23. Herren (Herrn,. Kraft, Schneider, Stahl, Pascoe, Eck, Gaebler, E. Müller) gegen D. f. B. 05 Marburg 4:2 für Gießen.

Sturm in Schmalebeck

Roman von Sophie Kloerss.

Copyright 1926 by Aug. Scherl G. m. b.H., Berlin.

16. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

An allen Türen standen die Leute und sahen zu. Lieber Himmel, man hatte nicht viel Abwechslung in Schrnalebeck, und selbst Pastor Jessen und seine Helene betrachteten sich die Abfahrt, und Frau Helene sah, daß Ilse Rottmann gar nicht das neue Kieler Kleid an hatte, sondern ein rosa Perkalkleid- chen vorn vorigen Jahr, beim Ilse wußte, die Kleider wurden an diesem Tage nicht geschont. Trotzdem war sie die reizendste der Damen selbst Apothekers mit den Grünseidenen konnten nicht gegen sie ausstrahlen.

Thomas Raben hatte die Absicht gehabt, erst mit den alten Herrschaften hinauszufahren, aber der Kantor hatte ihn verlacht.Fühlen Sie sich so alt, daß Sie mit dem Whistklub fahren wollen? Wie alt sind Sie denn, bester Herr? Aelter als ich? Ich bin allerdings erst 65, aber ich meine, viel mehr dürften Sie auch nicht haben."

Da hatte Raben gelacht und sich zur Jugend gesellt. Und wie er nun zwischen den beiden Mäd­chen saß, der großen Blonden und der zierlichen Dunklen, und vor sich und in den anderen zwei Wagen lauter vergnügte Gesichter, war bas so gegen alle ehrsam steife Hamburger Geselligkeit, daß er es sich ganz gern einmal gefallen ließ.

Hinaus in das freie Land.

Zwischen den Knicks lag die Sonne und ließ alle Staubwolken in Licht aufflammen. Hinter den Knicks aber lagen die blühenden Roggenfelder, voll von süßem Sommerduft, und zwischen den Nuß- hecken wand sich Jelänger-Ielieber, in dessen Ranken die Vögel nisteten. Dann taten sich die Hecken aus- einander, die weiten Marschwiesen lagen da in ihrer Ueppigteit, das fette, rotbunte Vieh brachte leuchtende Farbentupfen in die grüne Weite, und irgendwo ahnte man hinter all dieser stillen Ebene die große Herrlichkeit der See.

Alte Deiche zogen sich durch das Land. Sie dienten zugleich als Fahrstraßen, denn sie hoben sich auch im Frühling und Herbst, wenn das Wasser Herr wurde auf Wiesen und Feldern, sicher heraus

aus all der Nässe. Und auf einem solchen Deich, wie er vor den Augen der Fahrenden jetzt heranwuchs, stand ein wunderliches Etwas, war an den Beinen wie ein Mensch gebildet, hatte aber nur die halbe Höhe.Was ist das?" fragte Raben und schirmte die Augen mit der Hand.

Der Kantor, der trotz seiner Fünfundsechzig noch Falkenaugen hatte, erkannte die Erscheinung.Das ist Fiete Eggers, ein Schmalebecker Jüngling, der steht und sieht durch seine Beine. Er muß von dort die See sehen können. Warum? Herr Raben, das ist kein stiller Wahnsinn, das ist Methode, von unserem Zeichenlehrer, Herrn Bestrup, ausgebrütet. Für Maler soll die liebe Gotteswelt erst auf diese Weise bas rechte Gesicht bekommen. Ja, Sie lachen, aber wie Sie sehen, ist Fiete so in fein Tun ver­sunken --"

Da war Fiete wohl das Blut zu stark in den Kopf gestiegen, er schnellte in eine normale Stel­lung zurück, wandte dabei sein Gesicht dem Lande zu, sah die Wagen, sah die lachenden Gesichter, die alle ihm zugewandt waren, und flog, so schnell seine lange Beine ihn trugen, vom Deich nieder und in die jenseitige Wiese, wo er sich im langen Gras niederwars und verschwand.

Aber statt seiner tauchte jemand anderes von dort her auf und entpuppte sich als Georg Grütz- mann, der seine schwere Leibhaftigkeit auf einem der Brauereifüchse herantragen liefe. Ein anderes Reitpferd hätte unter ihm versagt. Man schrie ihm entgegen, versuchte den Gaul wild zu machen, ein ganz vergebliches Unternehmen bei dem schweren Flamen, und die junaen Mädchen in den er ten zwei Wagen riefen ihn an und verlangten ein Geleit für sich. Sic wußten doch alle, wohin ein Herz ihn zog.

Georg ließ sie rufen, nickte gnädig und wartete, bis der dritte Wagen neben ihm war, da schloß er sich an, leider aber kam er an die Seite, wo Riek- chen saß, und da Ilse gar nicht auf ihn achtete, son­dern sich sehr eifrig mit dem Kantor und ein biß- chen gesetzter mit dem Hamburger unterhielt, mußte er auch dort bleiben.

Dann kam Eichtal in Sicht, und vom Turm wehte die blauweiße Flagge, und Herr von Ham- mersmid wartete, ebenfalls zu Pferd, am Tor, und man fuhr weiter und immer weiter durch das Land, bis es rauschte hinter Damm und Deich

und über den Deich her Wimpel grüßten, denn dort am Strande war die erste Tagesstation für die junge Welt, mit Fischerbooten und Sandburgen, mit einem Kaffeezelt und weißen Tischtüchern auf weißem Sand, mit viel Kuchen und viel Erd­beeren, mit lauter Vergnügen und Sonnenschein.

Während aber die Jugend dort am Strande ihrem Vergnügen nachging, machte sich Schmale- becks Alter und Mittelatler auf den Weg nach Eich­tal, den Kaffee auf der großen Terrasse am Herrenhaus sinzunehmen. Und wieder hielten drei Wagen auf dem Kirchplatz, aber dieses Mal waren es zwei Landauer und ein offener Stuhlwagen, und vor dem Pastorat wartete ein vierter, auf dem Jessens und Hanse Rottmann die Fahrt antreten wollten.

Der Doktor war nicht an sein Haus gekommen, jedenfalls fuhr er mit dem eigenen leichten Wagen direkt von der Praxis zu Krogs. Es hatte ja auch keine Schwierigkeiten, da Hanse bei den Ver­wandten ebenso gut aufgehoben war.

Sie kam jung und hell und heiter aus ihrem Hause. Das Trio stand natürlich auf der Schwelle und mußte die schöne Mutter zum Abschied noch einmal tüchtig küssen und drücken. Helene Jessen beobachtete es von der Haustür aus. Sie sprach noch mit Madam Eggers, die im letzten Augenblick den neuen Kopfputz gebracht hatte, weiße Spitzen mit heliotropfarbenen Rosetten. Lange Spitzen­farben fielen an beiden Seiten des Kopfes nieder, und das Ganze stand nicht übel zu Frau Helenes immer noch vollem grauen Haar. Sie hatte es eben vor dem Spiegel aufprobiert und sich sehr hübsch damit gefunden, da sah sie Hanse vor ihrem Hause. 2luf dem Kopf den großen Florentiner mit schwar­zem Samtband, einen Rosenkranz um das Band gelegt.

Helene Jessen bekam starre Augen. Wieder etwas Neues. Wieder etwas, wie es hier in Schmale- deck noch kein Mensch getragen! Ja, wenn man eine reiche Hamburgerin war! Wenn man einfach alles mit der Post kommen lassen konnte, was schön und teuer war! Ihr Kopfputz machte ihr plötzlich gar keine Freude mehr.

Sehen Sie den Hut, Madam Eggers? Ja, ja, wer so kann! Als wenn Rottmanns aar nicht an die Zukunft der Kinder zu denken brauchen."

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MAGGI5 Fleischbrühwürfel