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als notwendig erwiesen. rvre ti>emetnoe yar ui Lause des SommerS die erforderlichen Dor-

XX Krofdorf, 5. Nov. Am Donnerstag toHte hier unter dem Vorfitz des Bürgermeisters ein? Kommission, gebildet aus Lehrern der vereinig­ten Bürgermeisterei, um die Wanderbücherei wieder Ins Leben zu rufen. Infolge der schwierigen

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 7. Novbr., 6>/z! bis 10' i Uhr: Der Rosenkavalier. Montag, 8., 7 bis 10 Uhr: Eine Nacht in Venedig. Dienstag, 9., 7 bis 10 Uhr: Manon. Mittwoch, 10., 7 bis 10 Uhr: Margarethe. Donnerstag, 11., 7>/, bis 9' i Ilhr: Ariadne auf Naros. Freitag. 12., 8 bis 10 Uhr: Gastspiel der Tanzgruppe Kratina. Schule Hellerau-Laxenburg. Samstag, 13., 7ys bis 10',t Uhr: Amelia oder Ein Maskenball. Sonntag, 14., 7 bis 10 Uhr: Der Golem.

Schauspielhaus. Sonntag, 7. Novbr.. 71,2 bis 10 Uhr: Prinz FriÄ>rich von Homburg. Montag, 8., 7> 2 bis 10', Uhr: Liathan der Weise. Dienstag, 9., 7»/, bis 93/1 Uhr: Alles um Geld. Mittwoch, 10., 7 bis gegen 10 Uhr. Kabale und Liebe. Donnerstag, 11., 8 bis nach 10 Uhr: Der blaue Vogel. Freitag, 12.. 8 bis nach 10 Uhr: Der blaue Vogel. Samstag, 13., 71,2 biS gegen 10 Uhr: Kilian oder die gelbe Rose. Sonntag, 14., 4 bis nach 6 Uhr: Der blaue Vogel: 8 bis nach 10 Uhr: Der blaue Vogel.

die Älarmsirene in Tätigkeit treten muhte. Vin­nen weniger Minuten war die Feuerwehr mit Spritzen zur Stelle und begann den Feuer- unter Wasser zu sehen. Gebäudeschaden ist

zu verzeichnen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 7. November. 23. n. Trinitatis.

Gießen. Stadttirche. 9'/,: Pfr. Mahr. 11: Kinderkirche f. d. Matthäusgemeinde. Pfr. Mahr. 5: Pfarrassist. Hertel.. - JohanneSkirchc. 91/.: Pfarrassist Schultheis 11: Kinderkirche für die Lukasg. Psr- Vechtolsheimer. 5: Pfr. Ausfelb. Konfirmandensaal. lLiebigstr. 56). 2: Taubstummen­gottesdienst. Pfr: Vechtolsheimer. Lich. 9*/4 Beichte - 9l , Stiftspsarrer Schorlemmer heiliges Abendmahl. °/.l Kindergottesdienst 2 3ugcnb- gottesdienst unter Mitwirkung des PofaunenchorS Stiftsdechant Lenz. - Kollekte f. Jugendarbeit. Mittwoch 8 Bibelslunde im Gemeindesaal. - Kirch­berg. 10 ; 11: HeiligesAbendmohl für die Jugend von Staulenberg und Lollar. Nachmitt. 1'/,: Mainz­lar. - Wleseck. 9 Beichte, 9'/, Predigtgottesdienst, im Anschluß Feier des heilig. Abendmahls. Opfer für die Eplleptlschen-Anstalt in Nieder-Ramstadt. Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 9 Beichte, anschlieh. Gottesdienst und heilig. Abend­mahl der Jugend. (Kollekte.) Garbenteich: 1.

Rundfunk-Programm

deS Frankfurter Tenders.

(Aus der .Radio-Umschau".)

Sonntag, 7. November.

8.30 bis 9.30: Uebertragung von Kassel: Vlorgenfeier, veranstaltet von der evangelischen Landeskirche (Freiheiter Gemeinde). 11 bis 11.30: Elternstunde:Können Kinderaussagen als Be­weis der Wahrheit gelten?", Vortrag von Rektor Wehrhan. 11.30 bis 12.30: Uebertragung von Kassel: Klavierkon'ert Arthur Shattuck. 3 bis 4: Stunde der Jugend. 4 bis 5: Konzert des Haus­orchesters: Die Oper der Woche. 6.30: Ueber­tragung aus dem Frankfurter Opernhaus:Der Rosenkavalier". Komödie für Musik in drei Akten von H. v. Hosmannsthal, Musik von Rich. Strauß, Anschließend bis 12.30: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik.

Montag, 8. November.

3.30 bis 4: Die Stunde der Fugend. 4.30 bis 5.45: Konzert des Hausorchesters. 5.45 bis 6.05; Die Lesestunde, 6.30 bis 7: Funkhochschule Frank­furt:Fleisch- und Wurstvergiftung", Dortrag von Kreismedizinalrat Dr. Werner. 7.30: Ueber­tragung aus dem großen Saal des Saalbaues: 3. Montagskonzert des Frankfurter Orchester­vereins.

arbeiten aussühren lassen.

XX Dorlar, 5. Nov. Die Dautätig - lei t hat hier im Laufe der beiden letzten Fahre recht beachtenswerte Resultate gezeitigt. Nament­lich in der Richtung nach der Haltestelle zu sind viele stattliche Neubauten entstanden, die sich wür­dig an die neue Schule und das Pfarrhaus an- reihen. Regen Anteil an dem flotten Baubetrieb hat vor allem das vor zwei Fahren begründete Sägewerk, das fortgesetzt größere Ausdehnung annimmt und vielen Arbeitern lohnenden Ver­dienst bietet.

OberwestcrwaldkreiS.

& Höhn, 5. Nov. Infolge des Arbeitsbeschas- fungsprogrammes der Regierung sind auch grö­ßere Aufträge auf den Westerwald ge­fallen, so daß damit zu rechnen ist. daß bei einiger­maßen günstiger Witterung die Arbeiten in den Basaltbrüchen nicht jetzt schon eingestellt zu werden brauchen, wie dies in früheren Jahren der Fall war. Da auch aus Holland größere Bestel­lungen vorliegen, werden die Steinbrucharbeiter noch auf längere Zeit hinaus an ihren Arbeitsstellen bleiben können. Der bei Groheifen neu a n g e legte StsinbruchGewerkschaft Al­ber t", der zur Zeit etwa 60 bis 70 Arbeiter be­schäftigt, wird in der nächsten Zeit großzügig er- weitert. Bei dem in Betrieb befindlichen Steinbrecher wird noch ein zweiter erbaut, und in der Nähe wird ein Gebäude errichtet, das als Aufenthalts-, Wasch- und Baderaum für die Arbeiter bienen soll, so daß auch den gesundheitlichen Bedürfnissen Rechnung getragen ist. In dem erweiterten Betriebe werden noch ungefähr weitere 30 Arbeiter beschäftigt werden.

Maingau.

WSN. Frankfurt a.QU., 5.Nov. Fm hie­sigen Hauptbahnhof wurde gestern einem Ha- nauerGeschäftsmann eine Brieftasche mit über 4 000 Mark Fnhalt g e stoh » l e n. Anscheinend handelt es sich um Mitglieder einer internationalen Taschendiebstahlsbande, denen es bei einem künstlich hervorgerufenen Ge­dränge gelungen zu sein scheint, sich unbemerkt an ihr ahnungsloses Opfer heranzudrängen und die geplante Tat auSzuführen.

Das Frankfurter Fernsprech- Selbstanschluhamt.

WSN Frankfurt a. M., 5. Nov. Das im letzten Fahre in der Habsburgerallee erstan­dene, vor einigen Tagen dem Betrieb übergebens erste Frankfurter Selbstanschlußamt Carolus wurde heute nachmittag unter sach­kundiger Führung von Vertretern der Presse und zahlreichen höheren Postbeanrlen aus der Pro­vinz Hessen-Nassau unb dem Freistaate Hessen einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Das neue Amt, das hauptsächlich zur Entlastung der drei Handämter an der Zeil dienen soll, hat ein, Fassungsvermögen von 8000 Teil­nehmern, kann aber bis zu 20 000 Teilneh­mern gesteigert werden. Gegenwärtig hat es rund 4600 Anschlüsse. Mit großem Fnteresse wur­den die einzelnen Abteilungen des Amtes, so der Hauptverteiler im Erdgeschoß, die neun Zahlen­gebertische, die Fernvernrittlungsschränke, der Kabelaufteilungsraum und -die Stromversor-

Dirtschaftslage waren bisher keine Mittel für diese gemeinnützige Sache vorhanden, es konnten daher auch keine Neuanschaffungen gemacht werden. Die Kreis-Wanderbücherei besteht über drei Jahrzehnte und zählte schon vor dem Kriege weit über zehntau­send Bücher. Durch die stete Wanderung waren aber viele Bände so verbraucht, bah man sie nicht mehr roeitergeben konnte. Alle beschmutzten unb schad- haften Bücher sind auf Anordnung der Krewoer- roaltung zu verbrennen unb die einzelnen Stöcke durch Neuanschaffung nach und nach wieder auf den früheren Bestand zu ergänzen. Erfreulicherweise stehen für diese gemeinnützige, segensreiche Einrich­tung nunmehr wieder Mittel zur Verfügung.

c Lützellinden, 5. November. Fn diesem Fahre wurde wieder, wie alljährlich eine Kartoffel- und Geldsammlung in unserem Orte veranstaltet, die der R h e i -

recht seltene Ausnahme. Sie tönen aber nicht ent­behrt werden, um einem bewußten Herabsetzen der Organe der Rechtspflege, Beschnnpsungen des Geg­ners ober der Zeugen ober gar noch gröberen Aus- schreitungen an der Gerichtsstelle selbst vorzubeugen. Der vor Gericht wegen Ungebühr Bestrafte kann eine höhere Instanz anrufen. Der Beschwerdeweg ist ihm nicht oerlperrt.

Wer vor Gericht erscheint, fei es als Zeuge, sei es als Partei, bleibe in jedem Augenblick ruhig unb sachlich unb denke an die oft bewahrte Wahrheit Der Sprichwort«:Lügen haben kurze Beine", und: Wer schimpft, hat Unrecht.- Jedenfalls wird er dann finden, daß seine Furcht vor dem Gericht ganz unbegründet ist, zumal er in jedem Falle einen An­spruch auf den cchutz des Gerichts hat, soweit es ihn überhaupt zu schützen In der Lage ist.

-er. Grebenau, 5. Nov. (Einem kürzlich be­endeten Koch- und Handarbeitskursus für fortbildungsschulpflichtige Mädchen wurde jetzt ein gleicher Kursus für ältere Mädchen und Frauen angeschlossen. Die Beteiligung daran ist groß. Nach­dem auch dieser Kursus abgeschlossen ist, soll eine A u s st e l l u n g der in beiden Kursen angefertigten Handarbeiten hergerichtet werden.

Starkenburg.

D a r m st a d t, 5. November. Die Stadt Darmstadt ist jetzt zum Fernsprech­verkehr mit London zugelalsen worden. Fn den Opelwerken in Aüsselsherm platzte ein Schleifstein: ein Stuck davon traf den 52 Fahre alten Schleifer H. Hinkel aus Ast- heim, der so schwer verletzt wurde, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.

'WSN Tarmstadt, 5. Nov. Dre Land- grafendenkmäler auf dem hiesigen Tyea- terplah sind derart verwittert, daß chr wer- teres Verbleiben unter freiem Himmel bald zu ihrem völligen Verfall führen würde. Sre sollen deshalb vor Winter von ihren Sockeln weg. genommen und an einen geschützten, der Witte­rung nicht ausgesetzten Platz gebracht werden. Da die wertvollen Standbilder, Werke des Darm- städter Bildhauers F. B. S ch o l l aus dem Fahre 1845 ganz besondere Pflege und sorgsamsten Schutz verdienen, wird nach erfolgter Abnahme geprüft werden, waS zur weiteren Erhaltung ge­schehen muß. Erwägungen darüber sind im Gange. Die Offenbacher Getränkesteuer rechtsungültig.

WSN. Offenbach, 5. Nov. Fn dem Strafverfahren, das ^Oberbürgermeister Granzin gegen den Lokalredakteur der Offenbacher Ztg.". Schröter, wegen Aufreizung zur Steuerverweigerung durch einen Artikel in derOffenbacher Zeituyg", in dem zur Nichtbezahlung der Getränke st euer geraten wurde, angestrengt hatte, wurde heute mittag vom Großen Schöffen­gericht als Berufungsinstanz daS Urteil ver­bändet. Schröter wurde freigesprochen und die Kosten des Verfahrens der Staats- taffe aufcrlegt Aus der etwa 40 Seiten umfassenden Begründung brachte der Vorsitzende einen Auszug zur Verlesung. Danach ist die Getränkesteuer der Stadt Offenbach rechts- ungültig, weil versch.edene rechtliche Verstöße dorllcgen und der Oberbürgermeister sich Befug- nifse beim Zustandekommen der Verordnung bei- ürote, die ihm rechtlich nicht zuständen. Aus objektiven Gründen muffe deshalb Frei­sprechung erfolgen. Ebensowenig tresse den B klagten subjektiv eine Schuld, da er nach den verschiedenen in der Frage ergangenen ilr- teilen des Provinzialausschusfes und Verwal­tungsgerichtshofes glauben mußte, daß b e ©teuer nicht rechtskräftig fei Außerdem habe Schröter in ganz fachlicher Weife zu der Streit­frage Stellung genommen. Beleid'gungen hätten nicht vorgelegen. Aus all diesen Gründen müffle er freigesprochen werden.

Rheinhessen.

WSN. Worms, 5. Nov. Fn der Werk­statt der Wormser Gifenbaugesell- schäft Stumpf brach gestern Feuer aus, dem ein Personenwagen zum Opfer fiel. Die Ent- stehungsursache des Brandes ist noch ungetlärt, man vermutet aber Brandstiftung aus Rache.

WSN. Viernheim, 5. Nov. 3 00 Ztr. Briketts gerieten gestern in dem Keller des hiesigen Reichsbahnhofsgebäudes, vermutlich in­folge Selbstentzündung in Brand. Starke Rauchschwaden von penetrantem Geruch zogen andauernd aus den Kellerlöchern heraus, so bah

n i s ch e n 'M i s s i o n in Barmen zug führt wurde. Die Sammlung ergab 90 Zentner Kartcsfeln und 34,50 Mark. Die Kartoffeln wurden mit den in den Nachbargemeinden Hörnsheim und Hochel­heim gesammelten gemeinsam verschickt.

Bonbaden, 5. Nov. Hier hat sich infolge der schlechten TrinttoafferverhäLtniffe die Erbauung einer Wasserleitung!

erwiesen. Die Gemeinde hat im

gunaSanlagen besichtigt. Am eindrucksvollsten toirne naturgemäß der Wählerraum, der in genau einem Fahre in angestrengter Arbeit von Der Firma Siemens & Halske erftellt wurde. Um einige Zahlen zu nennen, sei hervorgehoben, daß der Raum etwa 8000 erste Vorwahl« und etwa 30 Prozent 1., 2. und 3. Gruppenwähler an etwa 180 Gestellen umfaßt. Fn der Amts- einrichtung sind 48 Kilometer Kabel mit Kupfer- leitern von etwa 1600 Kilometer eingebaut. Ferner enthält das Ami rund 2 140 000 Lös­stellen, 50 000 Relais und 350 000 Kontakte. Der einzelne Teilnehmer lärm mit einem anderen Teilnehmer Über mehr als 240 000 verschiedenen Wegen verbunden werden. Um alle Teilnehmer zu erreichen, stehen 2 400 000 000 verschiedene Ern- stellwege zur Verfügung. Vorher hielt Postrat Zeißig einen kurzen erläuternden Vortrag über das Wesen der Selbstschluhämter. 3m Anschluh daran wurde ein Film zur Vorführung gebracht, der in wirkungsvoller Weise die gewaltigen Vor­züge des neuen Systems mit seiner ruhigen Exaktheit über den ruhelosen und aufreibenden Betrieb in den Handämtern bewies.

Dor Gericht.

Bon Amtsgerichtsrat Franz Gros.

(Nachdruck verboten.)

Das Gericht ist die Stätte bes Kampfes ums Recht, des Kampfes um Mein unb Dein, um Frei­heit unb Ehre. Um jedes Gerichtsgebäube weben bis Schleier des burch bie Amtsverschwiegenheit gc- schützten Geheimnisses, soweit nicht bas Verfahren in voller Oesfcntlichkeit ftattfinbet, unb gar mancher, der seinen Fuß auf bie Schwelle des Gerichtes setzt, fürchtet, baß dort ein mehr ober minder grausames Erlebnis seiner harre. Er hat damit nicht ganz un­recht. Denn bie Verhandlung vor dem erkennenben Gerichte einschließlich der Verkündung ber Urteile unb Beschlüsse ist öffentlich. So schreibt es das Ge- richtsverfafsungsgesetz vor, unb nur in Ehesachen ist bie Oeffentlichkeit unter allen Umständen aus- zuschließen, wenn eine ber Parteien es beantragt. Gar manche empfindliche Seele scheut deshglb jeben Gang an bas Gericht, verzichtet lieber auf An­sprüche aller möglichen Art aus Furcht, vor Gericht verhanbeln zu müssen, vom Richter ober ber Gegen­partei unb ihren Anwälten ausgefragt zu werben. Solche Scheu vor dem Orte, an bem bas Recht ge­hütet werben soll, kann man jeben Tag erfahren. Inwieweit sie in diesem ober jenem Falle berechtigt erscheinen mag, muß bahingestellt bleiben. Sie finbet {ebenfalls ihr Gegenstück in benen, bie es in allen Dingen bes Hanbels unb Wanbels auf einen Prozeß ankommen lassen, benen es nicht wohl ist, wenn sie nicht täglich mindestens einmal bei ihrem oft wechselnben Sachwalter waren ober am Gericht selbst, die der Schrecken so manches sind, unb bie ber Dolksmunb mit Recht alsGerichtsgespcnster" bezeichnet.

Das richtige Verhalten ber Angehörigen cme= Rechtsstaates liegt, wie so ost im Leben, in ber Mitte. Wer vor Gericht geht ober gehen muß, soll sich nicht fürchten, fonbern Bettrauen zu den Or­ganen ber Rechtspflege mitbringen. Der vornehme unb gewiß doch das beste, das Recht suchende Richter wirb ben kleinen Mann g e n a u Jo behandeln wie den großen. Aber auch er ist ein Mensch unb kann, wenn er vielleicht sieht, mit welchen Mitteln eine Partei zu kämpfen beliebt, unb wie gar oft aus schwarz weiß gemacht werden soll, nicht wie ein Steinbild solchem Tun unb Treiben zusehen.

Jedermann kann ben öffentlichen Verhandlungen beiwohnen. Unerwachsenen ober solchen Personen, bie sich nicht im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, kann der Zutritt versagt werben, ebenso solchen, die nicht in einer ber Würbe bes Gerichts ensprechenben Weise erscheinen. Anbererseits kann einzelnen Personen die Anwesenheit bei nicht öffent­lichen Verhandlungen gestattet werben.

Während ber Anwesenheit im Gerichtssaale untersteht jebermann ben geltenden Ordnungsvor­schriften: sie aufrechtzuerhalten, liegt bem Vorsitzenden ob. Wer den Befehlen nicht gehorcht, kann als Pattei, Beschuldigter, Zeuge. Sachverständiger ober bei der Verhandlung nicht beteiligter Dritter auf Beschluß bes Gerichts aus dem Sitzungszimmer entfernt, auch zur Haft abgeführt unb höchstens vier- unbzwanzig Stunben festgehalten werben, unbescha- bet einer Orbnungsstrafe in Gelb ober einer Hast» strafe bis zu brei lagen, vorbehaltlich einer etwaigen strafgerichtlichen Verfolgung im Halle un- gebührnchen Verhaltens. Solche Strafen, bie in ber Regel sofort vollstreckt zu werden pflegen, bilden unter Berücksichtigung ber täglich staltfinbenden außerorbentlich zahlreichen Verhandlungen doch eine

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