Einzelbild herunterladen

bet Kletnkmdern (15 Jahren) am bedeutendsten (34 Proz.). Fragt man nun nach den Todesursachen bzw. an welcher Krankheit die meisten starben, so ergibt sich folgendes Bild: Als Todesursache an erster Stelle stehen die Krankheiten des Blutkreis­laufes: es starben daran im Jahre 1924 in Deutschland 109 500 Menschen (oder 173 auf 10 000 Lebende). Weiter starben nach Größenklassen geglie­dert, an Lungenentzündung und anderen Krank- Helten der Atmungsorgane 88 400 (14,3). a" Alters­schwäche 87 500 (14,1), an Tuberkulose 60 500 (0,5), an Krebs 60 500 (93), an Krankheiten der Ver­dauungsorgane, Darmkatarrh und dgl. sotMU UM), an Lebensschwäche (Kinder) 47 000 (7,6), Gehirn- schlag 40 000 (63) und an Nervenkrankheiten 31 500 (5,1). Bezüglich der Verteilung auf die ve- schlechter zeigt sich, daß der Anteil der Todesursache bei der Frau den des Mannes bei der Mters- schwäche (15 000 mehr gestorben), Krebs(7000) Kreislaufstörungen (6000), Gehirnschlag (3000) und Tuberkulose (2000) übertrifft. Mehr M a n n e r als Frauen dagegen starben an den Krankheiten der Atmungsorqane und an Lungenentzündung (6000), an Lebensschwäche und Bildungsfehlern (Knaben 6000) und an Nervenkrankheiten (3000). Die wichtigsten Todesursachen in den e i n z einen A l» tersk lassen sind im Säuglingsalter die Lebens- schwäche,Derdauungs- und Atmungskrankheiten, im Kleinkinderalter Atmung», und Jnfektionskrank- heilen und besonders bei den 15- bis 30jährigen die Tuberkulose und außerdem bei den Männern die Verunglückungen. Von den im Alter von 30 bis 60 Jahren Gestorbenen starben die meisten an Kreislaufstörungen einschl. Gehirnschlag, Tuber- klitose und Krebs. Bei den 60 bis 70jährigcn treten außerdem die Krankheiten der Atmungsorgane in den Vordergrund. Die über 70 Jahre alten sterben schließlich an Kreislaufstörungen und Altersschwäche.

Grohfeuer in Pommern.

Bei einem großen Brand in Re u - Stett i n sind 15 Ställe und eine Scheune ein geäschert worden. Der angerichtete Schaden an verschie­denen Vorräten ist außerordentlich groß. Auf dem Rittergut Voigtshagen (Kreis Rau-- gard) wurden vier Wirtschaftsgebaukn durch Feuer vernichtet. Der Schaden w:rd hier aus 100 000 Mk. angegeben. Der Besitzer war fast gar nicht versichert.

Wettervc

Vorwiegend bedeckt, im ganzen milde, mit kurzen Regenfällen muß gerechnet werden. Gestrige Tages- temperaturen: Maximum 8,2 Grad Celsius. Mini­mum: 5,4 Grad Celsius. Niederschläge: 1,6 Milli- meter. heutige Motgechemperatur: 6,9 Grad Celsius.

Aus der Provinziülhauptftadt.

Gießen, den 6. Rovernber 1926.

Vom Briesschreiben.

Don Reinhold Braun.

Echte Briefe sind strömende Seele, schenkendes Herz, offenbarte Innerlichkeit.

Der Stil einer Kultur zeigt sich auch im Stil der Briefe, die in einem Volke geschrieben werden. Ver­nachlässigung des Briefschreibens ist ein Zeichen dafür, daß die lediglich auf Zweck eingestellte Ge­sinnung in diesem Volke das Maßgebende wurde, und nicht mehr die Kultur es ist. Was nicht irgendwie mit dem Zweck verbunden werden kann, wird fallen gelassen Nur Geschäftsbriefe haben noch Wert. Aber Briese, die aus das Innerliche gestimmt sind, wozu?

Der Sinn des Bnesjchreibens ist eine schöne Phrafe, mit der man sich nichts kaufen kann! Zeit ist Geld! So reden die Zwecklichen. Daß unsere Zeit dem Zwecke mehr huldigt als dem Sinn, be­weist eben, die Armut im Briefschreiben. Man hat sich nichts zu sagen, außer am Geburtstag und zu sonstigen Festen ein paar schöne Redensarten, kurz und flüchtig hingeworfen!

Was für eine köstliche Stunde hatten wir jüngst, als die Schwester einige Briefe vorbrachte, die sie im Nachlasse unseres Vaters gefunden, und die aus feinem sehr regen Briefwechsel mit Emil Fromme!, dem bekannten Theologen, stammen. Beide Män­ner waren infolge ihres Amtes überaus beschäftigt äiewesen, ihre Zeit war streng eingeteilt, sonst wären ie mit ihrem Tagwerk nicht durchgekommen. Und ivch: wie fanden sie Zeit, einander das Tiefste und Heiligste in Briefen zu sagen, wie strahlt jeder der Briefe die ganz edle Persönlichkeit, welcher feine Humor, welche Lebensweisheit lächeln aus den Zeilen; was für Seelenbeichten enthalten sie, für feine Seelsorge am Freunde; welch stilles Helden­tum schaut hier und da zwischen den Zeilen hervor aus dem, was ungesagt mitschwang, was gar nicht gesagt zu werden brauchte und auch nicht gesagt wurde aus Bescheidenheit. Ja, was für eine tiefe, gesegnete Stunde haben wir über diesen Briefen erlebt!

Solche Briefe sind, nebenher bemerkt, auch ein Beweis für die Lebenskunst eines Menschen, für feine Oekonomie, mit der er fein Leben lebt. Solche Briefe beweisen, daß, wenn man seine Zeit recht einteilt und wirklich recht zu leben weiß mit dem ganzen Menschen, immer noch Zeit übrig hat für solche Herzensdokumente.

Man denke an den Kulturwert der Briefe Hum­boldts an feine Freundin, an den wundervollen Briefwechsel Dora Schlatters mit Hermann Defer! Die vergangene Literatur ist ja reich an solchen Briefwechsel. Man denke an Goethes, Schillers, Beet­hovens Briefe!

Aus den Briefen eines Menschen spricht sein Geist unmittelbar, nichts anderes drängt sich^ da­zwischen. Es sind wirkliche Herzensbeichten! Spie­gel der Kultur eines Menschen und einer Zeit. Echte Briefe sind Quellen, die das letzte und schönste schenken.

Lernen wir doch wieder erkennen, was für stille Helfer Briefe in unserem Leben sind, was für reine, große Mächte ihnen innewohnen können, wie sie Liebe- und Freudespender sind, wie sie dazu dienen, uns mit der vertrauten Seele auf stille Höhen zu führen, wie sie Festbereiter, Sonntagsverklärer, Wesensvertieser, Tröster und Mahner sind! Zur Le­benskunst gehört die Kunst des Briefschrci'iens, die nichts Oberflächliches schreibt, keinen Klatsch, kein Arges, die da weiß, das hinter jedem Wort die Seele des Schreibenden stehen soll. Die Kunst ver­steht auch, den eigenen Rhythmus zu schenken, das eigene Wesen zwischen den Zeilen schwingen zu lassen.

Daß wir wieder lernten, echte Mutter- und Daterbriefe, echte, aufrichtige Kindecbriefe, reine und phrasenlose Briefe der Liebe und Freundschaft zu schreiben! Sie beglücken so sehr und machen viel Schweres leichter, helfen Schatten vertreiben, schen­ken Licht in manches Dunkel.

Äornotizcn.

Lageskalender für Samstag: Turnverein 1846 : 8 älhr, Turnhalle (Steinstr.) Winterfest. Ruderclub Hasfia: 8 Uhr, Boots­haus, Mitglieder-Vers ammlung. Artillerie- Verein: 8 Uhr, .Hessischer Hof", Stiftungsfest. Elsaß-Lothringer: 8.15 Uhr, .Hotel Köhler", Monatsversammlung. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße: .Wehe, wenn sie losgelassen". Astoria-Lichtspiele: .3m Sande der Arena".

T ag e s k a l e n d e r für Sonntag: Stadttheater: 7 Tlhr.Der alte Textor (Ende 9*/$ Uhr). 1. Musikalische Morgen-Auffüh­rung: 117s Uhr vormittags, Großer Hörsaal der Universität (Irmgard und Victor Heer­mann). Markus-Gemeinde: 2 Uhr nachmittags, Turnhalle (Oswaldsgarten), Gemeindeseier. Deutsche Turnerschaft: 27? Ahr, Waldsportplah des V. f. CB.: Handball-Verbandswettspiel Turn- und Sporwerein 1860 MarburgTurnverein 1846 Gießen (Meisterklasse). Stadtmission: 3 Uhr, Saal der Stadtmission (Löberstraße 14) Jahres- fest. Mandolinen- und Gitarre-Verein Reapolita": 5 Uhr, Reue Aula der älni- versität, Mandolinen-Orchester-Konzert. Kon­sum-Verein Gießen und Umgegend: 2 Uhr, Oe- werkschaftshaus, ordentliche Vertreter-Versamm­lung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, und Pa­last-Lichtspiele (Kirchenplatz):Wehe, wenn sie losgelassen." Astoria-Lichtspiele:Im Sande der Arena."

Regina Ullman n. Am kommenden Montag, 8. Rovember, abends 8 Uhr, wird Re­gina Ullmann, die schweizerische Prosa- künstlerin, die namentlich durch ihreFeldpredigt" in weiten Kreisen sich bekannt gemacht hat, in der Buchhandlung Keißner aus eigenen Werken lesen. Alle Freunde zeitgenössischer deutscher Dich­tung sind zu dem Abend eingeladen. (Siehe An­zeige.)

Ernährung für Gesunde und Kranke" heißt das Thema, über das Frau Anna Martens. Raturärztin aus der Schweiz, am Dienstag im Kath. Vereinshause sprechen wird. Der Vortrag geht vom Raturheilverein aus und ist öffentlich; er wird besonders prak­tische Winke für eine rechte Ernährung in gesun­den, als auch in kranken Tagen geben, und ist von außerordentlicher Bedeutung. (Siehe gesttige Anzeige.)

Oberstes s. Geschichtsverein. Kom­menden Donnerstag abend im Vorlesungsgebäude der Universität (Hörsaal 44) Vortrag des Prä­laten D. Dr. Diehl. Räheres in der heutigen Anzeige.

Gießener Konzertverein. .Räch- sten Donnerstag abend im Stadttheater Sym» vhomekonzert. Räheres im Anzeigenteil.

Die Vortrags-Vereinigung hat für ihren zweiten dieswinterlichen Vor­tragsabend, der bereits wie hier nochmals ausdrücklich vermerkt sei am Dienstag, 9. Ro­vember, stattfindet, Rudolf Bredschneider aus Aussig (Elbe) zu einem Lichtbildervortrag überWanderungen in den bayerischen und salz- burgifchen Alpen und Hohen Tauern mit Be­steigung des Großen Venedigers" gewonnen. Man schreibt uns hierzu: Der Redner, der in alpinen Kreis-en eine bekannte Persönlichkeit ist, wird in fesselnder Weise die gewaltige Bergwelt der Alpen in ihrer erhabenen Schönheit schildern. Die Wanderung, die man hier im Geiste durch die Alpenwelt erleben darf, wird vor allem durch erstklassiges Bildermaterial zu einem hohen Genuß. Bredschneider ist ein sicherer und ge­wandter Führer, der viel Interessa-ntes sowohl über die Siedlungen, als auch über die Berg- riesen der Alpen zu sagen weih. Es ist ein

pffrsfehzarFen

Jn Apotheken öS80Bf

1246dl

Javr 10t- vcwabrt.

Bei

itrevamtle

gerwegs ist nunmehr beendet. Bekanntlich wurde dort der bisherige Bahnübergang durch einen neuen, unmittelbar an der Ecke der Gnauth- strahe liegenden liebergang erseht und gleich­zeitig ein Stück neue Berbindunasstraße nach Dem Schissenbergerwcg jenseits dos Bahndammes hergestellt Dadurch ist jetzt eine gerade Straße von der Bismarck- unb Doethestraße her in der Richtung nach dem Schiffenberg entstanden. Den Verkehr über den neuen Eisenbahnüber­gang hat das Polizeiamt jetzt freigegeben.

* Die Straß»Am Kugelberg", über deren jammervollen Zustand wir vor einigen Tagen berichteten, wird jetzt hergestellt. Seit gestern sind zahlreiche Arbeiter mit der Besei­tigung der ungeheuren Schlammassen beschäftigt; anscheinend will man erst einmal feststellen, wo der Strahengrund eigentlich geblieben ist. Sobald dieser Arbeitsabschnitt beendet ist, soll die Straße, wie wir von zuständiger Stelle hören, chauffiert werden.

" Die Strahenbauarbeiten in der Eder st raße gehen heute» zu Ende. Der Stra­ßenteil zwischen der Steinstraße und dem Ende der jetzigen Häuserreihe in der Richtung nach dem Bahnübergang ist hochgelegt und gleich­zeitig chaussiert worden. Die Herrichtung dieser Straße wird von den Anwohnern dankbar emp- funben. Der Verkehr kann von Anfang nächster Woche an bis an den Bahndamm wieder un­gehindert vor sich gehen, jedoch muh der Durch­gangsverkehr nach Wihmar einstweilen noch ge­sperrt bleiben, da die Abbruchsarbeiten an der alten Eisenbahnbrücke immerhin noch etwa zehn Tage Zeit in Anspruch nehmen werden.

** E i n deutsch -amerikanischer Senator oberhessischer Abstammung. In unserer Ausgabe vom Donnerstag teilten wir mit, daß bei den amerikanischen Wahlen der demokratische Senatskandidat Wagner, ein sehr angesehener Deutsch-Amerikaner, dem auch die Unterstützung des Steubenbundes zuteil wurde, aus dem Wahlkampf als Sieger hervorging. Wie uns heute berichtet wird, ist Senator Wagner oberhessischer Abstammung. Sein Vater stammt aus Grohen-Duseck, wo er das Licht der Welt erblickte. Ein Bruder seines Vaters lebt noch in Wiesbaden. In Großen-Buseck sind zwei Ge­schwisterkinder des Deutsch-Amerikaners Wagner, nämlich Heinrich Wagner 23. und Karl Heinrich Wagner, ansässig. Aus der Tatsache, daß Senator Wagner den Steubenbund hinter sich hat, darf man schließen, daß er ein tatkräftiger Verfechter des Deutschtums in Amerika ist.

** D i e Konfirmanden in Gießen. In diesem Winter besuchen in Gießen 488 Kin­der den evangelischen Konsirmanderrunterricht. Ste verteilen sich in folgender Wetse: Matthä us- gemeinde 49 Knaben, 56 Mädchen, zusammen 105; Markusgemeinde 49 Knaben, 53 Mädchen, zusammen 102; Lukusgemeinde 71 Knaben, 93 Mädchen, zusammen 164; Iohannesgemeinde 53 Knaben, 64 Mädchen, zusammen 117.

* ©in Kolonial-Preisausschrei- ben. Um der von der deutschfeindlichen Presse des Auslandes und ihrem Anhang verbreiteten Mär von von derUnfähigkeit der Deutschen zu kolonialer Arbeit" auch von unserer engen Hei­mat aus entgegenzutreten, veranstaltet der Be­zirk Hessen des Bundes der Kolvnialfreunbe em Preisausschreiben, durch welches bargetan wer­den soll, wie man über die Frage der Kolonien; in unserem Heimatgebtet denkt. Iedermann soll dabei frei und offen seine Meinung äußern, mag sie nun zustimmend oder ablehnend fern. Die Fragen, die zur Beantwortung stehen, gibt das Preisausschreiben in unserem heutigen An­zeigenteil an. Letzter Termin für die Einsendung der Antworten ist der 1. Dezember ds. Is. Man darf wohl annehmen, baß diese vortreff­liche Veranstaltung eine große Zahl von Teil­nehmern findet.

'* Semesterbeginn der landwirt­schaftlichen Abteilung der Univer­sität Gießen. Man berichtet uns: Am Don­nerstag abend versammelten sich die Angehörigen des landwirtschaftlichen Institutes zur Feier der Eröffnung des Semesters imHindenburg". Pro­fessor Kraemer gedachte zunächst des frühe­ren Direktors G i s e v i u s, der in den wohl­verdienten Ruhestand versetzt worden ist, und

nie des Verlaufes der Feier ist ein gute- Omen für Frieden, Eintracht und damit auch gediegene Arbeit.

" Hubertusseier in Gießen. Am Mittwoch beging der »Hubertus, Verein weid­gerechter Jager. Sih Dießen" den Tag seines Schutzpatrons in hcrEmmlicher Weise, lieber 70 Weidmänner versammelten sich mit einigen Gästen in dem mit frischem Waldesgrün ge­schmückten Saale des Schützenhauses, um bei frohem Schüsseltreiben, ernstem unb heiterem Wort unb dem Klan^ alter Weibmannslieber den Hubertustag zu feiern. Der Bebeutung bes Tages wurde der erste Vorsitzende. Aug. Pascoe (Dutenhofen) gerecht, der die ganz andere Einstellung des Deutschen zur Iagd bar- legte im Gegensatz zu der hemmungslosen Iagd- ausübung des Südländers oder der Rekord- schießerei des Engländers.Das ist des Jägers Ehrenschilb. daß er beschützt und hegt sein Wild. Weidmännisch jagt, wie sich's gehört, den Schöp­fer im Geschöpfe ehrt." Diese herrlichen Worte Eberhard v. Riesenthals müssen den Woidmann auf allen Wegen begleiten und Leitstern seines Handelns sein, wenn er aus diesen Ehrennamen Anspruch erheben will. Diesem hohen Ziele nachzueisern, ihre Mitglieder anzuspornen unb zu förbem, ist die Ausgabe aller Iägervereini- gungen. Unb so erging auch hier wieder au alle Weidmänner die dringende Ditte, sich ihrer Ver­antwortung und ihrer Iägerehre stets zu er­innern, ausklingenb In einem begeistert aufae- nomjnenen Horido auf die weidgerechte deutsche Jagd. Mancherlei Worte des Dankes an Opfer­ung arbeitsfreudige Mitglieder und Gäste schlos­sen sich an. Eine besondere Genugtuung war es für die Versammelten, daß sie durch den Schrift­führer bes Vereins, Studienrat H ö l z e l, dem allverehrten Mitglied Geh. Rat Pros. Dr. Olt die Glückwünsche aussprechen lassen konnten für die hohen Auszeichnungen (Goldene Medaille und Medaille des Preuß. Lai^wirtschaftsmini- steriums) auf derGesolei", die ihm für seine be­deutenden Leistungen auf dem Gebiete der Wild- sorschung zuerkannt wurden. Wenn Geh. Rat Olt im Anschluß daran mitteilen konnte, daß diese Forschung gerade durch die Ausstellung einen erheblichen Anstoß erfuhr unb baß aus ihrem Arbeitsgebiet heraus auch mancherlei für die Menschen- unb Tierheilkunde zu erwarten fein dürste, so konnte bas bie Herzlichkeit der Glück­wünsche nur verstärken. So gestaltete sich bie Feier zu einigen Stunden ernsten Besinnens auf bie Pflichten gegenüber der Statur und ihren Kindern, unb auch gegenüber bem Volke, das einer Anspruch auf die Erhaltung der ideellen und materiellen Werte, bie in der Statur stecken, hat.Hie guet deutsch Weidwerk allewege" möge die Losung sein.

Das Lichtspielhaus Bahnhof­straße zeigt gegenwärtig den neuen Henny Porten ° Film:Wehe, wenn sie loSgelassen. 5n lustigen Bildern erscheint Henny Porten^ als moderne praktische Frau, bie ihren Ar­beitskreis haben will. Was bei diesem Eifer herauskommt, erfährt man u. a. aus einer hei­teren Szene, in der bie Trägerin der Hauptrolle: mit einem riesigen Motorpslug In ihrem Garten Ackerbau" treibt: Bäumchen, Gartenzäune und Gartenhäuschen bilden durchaus kein Hinder­nis für ihren Tätigkeitsdrang. Im ganzen: ein an Situationskomik reicher Film, der sich auch durch geschmackvolle Ausstattung auszeichnet.

begrüßte die studierende Jugend, die Kollegen und Assistenten, sowie auch bie Assistentinnen, bic ben Abend mit ihrer Gegenwart verschönten. Mit Jubel genoß die tatkräftige Mannschaft die liebenswürdigen Spenden von Freibier der Brauerei I h r i n g in Lich. von Zigarren und Zigaretten der Herren Rinn und Kommer­zienrat Mueller, als Zeugnis für die wach- sende Einsicht der Industrie in bie Rotlag« der Landwirt'ch.'st. In freundlichen und humor­vollen Reden der Herren SesjvuS, Kle­be r g e r und Pfaff wurde den Studierenden Auskunft in allen Fragen erteilt, die sich an­der Umbildung der Dinge ergeben, und immer wieder kam bie frohe Hoffnung aus eine segens­reiche ideelle und materielle Entwicklung des land­wirtschaftlichen Institutes gum_ Ausdruck, daS nun bald aus seiner drangvoll fürchterlichen Enge befreit werden soll Die oolliommene Harnw-

schöner und lehrreicher Dorttag zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.)

E i n B o l k s f o n 3 e r t des russischen Teigenkünstlers Loermus findet am Sonntag, 14. November, nachmittags, in der Turn­halle am Oswaldsgarten statt. Dem Künstler geht von auswättigen Konzerten ein guter Ruf voraus. Man beachte die heutige Anzeige.

** Auszeichnung der Gießener Licht- und Lupusheilstätte. Auf derGesolei" in Düsseldorf war die Gießener Licht- und Lupu-heil- stätle mit der Einrichtung und Leitung der Ab- teilungLichtbehandlung und Lichtuntersuchung" beauftragt. Diese Abteilung wurde von sachverstän­diger Seile als vorbildlich bezeichnet. Für ihre aus­gezeichneten Leistungen erhielt die Licht-und Lupus- Heilstätte als Zeugnis der Anerkennung die Goldene Medaille der großen Ausstellung Düsseldorf 1926.

* Der Ausbau des Schtffenber»

Kopfschmerz '7 Migräne xHeuratgie Zahnschmerz

geben, nur in kochendem Wasser aufgelöst, vorzüg­liche Fleischbrühe, die als Frühstücksgetränk, für Fleischbrühsuppen und Soßen Verwendung Findet.

| Vermietungen

3-3iinmtr=$ol|it. (aalbe Etage! in gut. Hanfe au oitiu. Näb. auifcbrtftL Vlnfr. unt. 91531) a. d. Gies;. Anz.

Mühl Zimmer

1 Mietgesuche j

99>9999^99999

Wegen Wegzugs nach auswärts heb meldende

46 - Zimmer-

Woynung

L Zimmer f. los. au uenn. s.7i«i Selterswea 52 1.

sofort Aii verm. 07775 Asterweg 48 11, l

V? ' '"'S'3 <2

Ingenieur sucht gut möbliertes

Z i in m e x cinl mit Klavier- benutzung. Schrift! Angeb. unter 07733 an d. Gieß. Anz erb

Möbl.Simmet zu vermieten 07765 Schillerstr. 29 v.

Mbl. ZiMkk au vermieten 07771 Kirchcnvl. 14 IL

Möbl- Zimmer m Damofbeizg. zum 15. XL a. verm. o777n Bahnbosstr.52t.il

geg. Vergütung ge­facht. Schr Angeb. u. 07748 a. d. G. ANA-

Kinderloses, ölt. Ebevaar lucht icdiL geg Ban?,»schul, ob. Verpflegung d. Wob- uungsinhabersi 4-5-3imm.=$ofc Kans eines Hanfes mit freiroeibenöer Wohnung nicht aus­geschlossen. Schrifil. Angeb. unter 07694 a. d. Gieß. Anz. erb.

Suche in (Stießen »-Zimm-M!!. In besserer Lage; stelle dafür mein fast neues

Landhaus (®illenitih, 9 Zim­mer unb Znbeaör iGanen. clekirtscheS Licht ufro.', direkt am Bahnhof. '.»Stunde von Gießen, aut Perfügung Vergüte eotU,. llmutci un> komme tn Bezug auf Miete weitest'om- mend entgegen. Zchr. Angeb. linier 0770." an den Gieß. Anz.

n Wollwöfche Uarsil Schon in kotier rGlelllLaugeefzielen ^Sieden, schön- stenüfolg!

WohnllWtM Gesucht in Gießen Wobnnng, 6 bis 7 Zimmer; ange- öoien tn Gießen 4 Zimmer ob in Gera li Zimmer oder in Jena 5 Zimmer.

Schn Ang. u. 07740 an den Gieß. Anz

Möbl. Zimmer

Mit 2 Betten und Kochgelegenheit von zwei soliden Tarnen genich'. Lchr Angeb u 0//69a. d 2lnv

Inserieren bringt Gewinn 1

^Stellenangebote; Vertreter sucht gegen botN'E'n- kommenu Provision Oefhnff.

Berlin W 57

Bulow'tr. 6. [8n8D

Reisende redegcw.L'uic, ab« neuante Beamte ufiu.. in Stadt und Land geg. Provision und Fixum sofort gehübt. [07750 K. Dölkel, Gienen, Goethestrake 48 p.