EOS
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Nachdruck verboten.
8. Fortsetzung.
Ttroeifchöiißjöear-Qebäche
V einfach und leicht zu backen nach Dr. Oetkefs beliebten Rezepten:
Vanille- Gebäck
Heidesand
Ladenverkauf «preise >
Vanille 8 Pfg-, Eh*ad>e-Hülfe 7 Pfg., Vacfflia-Ze** S Pfg-r Vwüe*S*ep*« 3
Backpulver „Backin“ 10 Pfg., 3 Stck. 25 Pf?.. Puddingpulver Mandel -
Vanille-Gebccdh.
Heidesanci
steht In feinem im Telephonyer- Lmue Dugeaüö m geht man dort idüch groh ist die i ihm verMgrn
1 Pfd Mehl,
1/a Päckch. von Dr. Oetker'« Bade, pulver „Baddu“, etwa 1/e Liter Milch.
Teig« l/o Pfd. Butter, 300 g Zucker, »14 Pfd. M. hl.
Das große Würfelspiel
(TNarlina Wilemar.)
Roman von Franz Xaver Kappus.
1/1 Pfd. Butter,
150 g Zucker,
1 Pick eben von Dr. Oetker*« Vanillin-Zucker,
100 g Mandeln,
Zutaten 1
2 Eier,
»ater.
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über den ..Spessart" hielt. An Hand einer großen Anzahl farbiger, prachtvoller Lichtbilder machte man mit dem Vortragenden eine Wanderung durch das schöne, lcichterrcichbare Waldgebirge, durch seine einsamen und stillen Waldtäler, durch seine hüb- chen Städie, wie Aschaffenburg, Wertheim, Klin- ;cnberg, Miltenberg u. a. Man bestieg im Bild die chönen alten Burgen mit den wundervollen Ausblicken und lernte manche verschwindende Jndu° trie, wie die Köhlerei, die Glasbläserei und die Eisenhämmer kennen. Der Vortrag, der sehr gut beucht war und reichen Beifall fand, wurde durch »en Gesang eines Wanderliedes von den Mitgliedern der Jugendgruppe eröffnet und beschlossen.
CO Rieder-Florstadt, 5. Oft. Die K a r° toffelernte ist beendet. Der Ertrag reicht an Quantität nicht an den des Vorjahres heran, qua- litativ ist aber die Ernte g u t ausgefallen. Die Kartoffeln find gesund, — faule gibt es fast nicht, — und sind vollständig trocken und sauber eingebracht worden. Die Landwirte sind mit dem Ertrag gelbfleischiger Sorten zufrieden, weißsleischige waren znm Teil sehr gut. — In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der @em einberat mit der Einstufung der Gemeindebeamten. Es kam zu einer vorläufigen Regelung, die vom 1. September an gelten soll. Der Bürgermeister erhält monatlich 250 Mark, alle übrigen Beamten (Rechner, Polizei- btener, Feldschütz und Bureauschreiber) 140 Mk. Damit ist das Einkommen des Bürgermeisters, Gemeinderechners und Polizeidieners um etwa 33 Prozent, das des Feldschützen und Bureauschreibers um 10 Proz. gekürzt worden. Der Beschäftigungsgrad und die endgültige Einstufung fall durch eine Kommission, die ernannt wurde, festgestellt werden. Der Kontrolleur, der seither jährlich 50 Mk. bezog, erhält nun 150 Mk., muß aber bei allen Verkäufen zugegen sein. — Die Niddabrücke, die beide Teile unseres Dorfes verbindet, war sehr schadhaft. Sie wurde jetzt neu auf gebaut. Damit der Verkehr, der nicht umgeleitet werden kann, keine Unterbrechung erfährt, wurden die neuen Träger nachts eingelegt, so daß die Brücke am nächsten Tag wieder benutzt werden konnte.
Kreis Büdingen.
' Büdingen, 5. Oft. QIm Samstag t> e r ■ ft arb unerwartet der langjährige Bürger- m e i st e r unserer Stadt, Friedrich Fendt, der erst Anfang dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand getreten war. Der Entschlafene, der ein Alter von 72 Jahren erreichte, hat viele Jahre an der Spitze unseres Gemeinwesens gestanden und sich um dessen Entwicklung große Verd'.enste erworben. Sein Andenken wird hier in hohen Ehren fortleben.
Kreis Schotten.
n Laubach. 5. Oft. Am Freitag sand im „Sotmser Hof die Hauptversammlung der Bezirkssparkasse Laubach statt. Sie bezog sich auf das 93. Geschäftsjahr. Die Kasse wurde gegründet im Jahr 1832 durch den Grasen Otto (verst. 1872), den Sohn des letzten souveränen Grasen zu Solms-Laubach (verst. 1822). Der Vorstand der Kasse besteht zur Zett aus Oberamtsrichter Zimmermann (Direktor),
Zutaten t
11 Teelöffel Dr. Oetker’« Backpulver „Badcin", 1 Päckch. Dr. Oetker1.
Vanillin-Zucker.
Mark sind der Bareinschuß: fünfundzwanzig Prozent. So haben Sie es doch gemeint?"
„Richt im Ernst," versicherte Oriewicz, „niemals im Ernst. Termin ist der 31. Januar, eine lange Zeit. Fünfundzwanzig Prozent sind keine Sicherheit." Düster blickte er vor sich hin.
Wilemar blähte die Rüstern. Er streckte die Hand aus, um das Geld wieder an sich zu nehmen. Ader dann überlegte er. Der Mann hatte nicht so unrecht. Wenn man im Konkurs war, mußte man größere Sicherheiten bieten. Run war man einmal hier, nun gab es kein Zurück mehr. Und er sagte, im Kopf rechnend: „Also — achtzig Baugesellschaft, hundertfünfzig Terag. Sie prolongieren doch gegebenen Falles?"
„Solange Sie wollen", lachte Oriewicz, schon wieder bester Laune. Rasch notierte er den Auftrag. „Und jetzt kann ich Ihnen auch verraten, warum die Papiere steigen müssen. Verstehen Sie: müssen!"
„Run?"
Oriewicz flüsterte hinter der vorgehaltenen Hand: „Daß Carsten massenhaft verkauft, hat persönliche Gründe. Irgendein dummer Spleen ist in den Menschen gefahren. Mit der Baugesellschaft und der Terag hat das gar nichts zu tun. Spätestens Anfang März kommt die Hausse. Sage ich Ihnen."
Wilemar war's zufrieden. Wieder hatte sein Leben Lichtpunkte. Wenigstens eine Hoffnung glomm in her Zukunft. Es gab Möglichkeiten, und die Möglichkeiten konnten ausgebeutet werden. Vielleicht wendete sich das Blatt im neuen Jahre. Es war hoch an der Zeit. Kaum zu ertragen war die Stimmung daheim. ....
Zwar machte Frau Julie gute Miene zum bösen Spiel; aber Ernst Wilemar ließ sich nicht tauschen; ihre Ruhe war erkünstelt, ihre Fassung unnatürlich. Vom Grunde auf verwnadelt erschien Martina; ihre stille, einzig um ihre Arbeit versammelte Entschlossenheit tat beinahe körperlich weh. Und Lily wurde von einem Tag zum anderen fahriger und unberechenbarer. Die Idee mit dem Film ober Theater ging ihr nicht aus dem Kopf. J.e bösere Erfahrungen sie machte, um so hartnäckiger hielt sie daran fest.
Einmal sagte sie zu Martina: „lieber Nacht könnte ich ein Star werden, wenn ich wollte. Die Männer sind ja ein Pack. Nach dem ersten Wort
t. Harbach, 5. Okt. Unsere Feldbereini - a u n g schreitet langsam vorwärts. Nachdem im Frühjahr die nassen Felder drainiert wurden, sind setzt die B o n i t i e r u n g s a r b e i t e n beendet worden. Wann die Zuteilung der neuen Grundstücke erfolgt, ist noch nichi abzusehen. Wie überall, fehlt es auch bei uns an dem nötigen Kapital.
II Hungen, 5. Ott. Nachdem der G e - meinderat im Frühjahr den Beschluß Egmnt hatte, mit der Kanalisation unterer Stadt zu beginnen, wurde diese Arbeit der F.rma Paulizu BiUingen übertragen. Im wurde die Arbeit ausgenommen, wodurch viele Arbeitslose Beschäftigung fanden, und nun n die Kanalisation in brr
Straße und Bismarckstraße durchge^uhrt. Auch in dem neubebauten Teil der Ha^S^raße ein toter Strang gclegl> dam11 Jkr.^u dieser Straße beginnen kann. Da irdvch d * Alllers- beimer Straße infolge der geringen ftncmaiellen Mittel noch nicht kanalisiert wer^n konnte, mußte der Anschluß der H artigst raße unteMetben.
(Seamtoäriiq werden die letzt nHausanschlussein den fandifierten Straßen durchgeführt. Welchen Seaen eine Kanalisation bringt, empfinden bereits
Anwohner der neufanalifierten Straßen. Während früher die Keller unter dem Zuströmen des Grundwassers sehr z.u (eiben hatten und fast täglich die Strahlpumpen in Betrieb gesetzt werden muhten, um das verderbenbringende Baß aus den Kellerräumen zu entfernen, ist jetzt sämtliches Wasser daraus verschwunden und zitht durch die eingebauten Dränagen ab. Der fortschrittlich gesinnte Gemeinderat gedenkt in den nächsten Jahren die Kanalisation in der ganzen Stadt durchzuführen. Die bei der Kanalifation übriggebtiebene Erde wurde dem neuen Schulhaus gegenüber angefahren und damit ein schönes Rondell geschaffen, daS ^u einer Anlage Verwendung finden dürfte. Dieses wäre auch wohl der geeignetste Platz für das Gefallenendenkmal, das in nächster Zeit errichtet werden soll. Die Plcktzfrage beschäftigte bereits den früheren Gemeinderat, der von diesem in Aussicht genommene Platz vor der Kirche findet ledvch nicht den Beifall der Gemeindeglieder. Sie wurden es vielmehr begrüßen, wenn man den neugefchafsenen Platz vor der Schale für das Denkmal verwenden würde, zumal sich dieser Platz auf das prachtvollste anlegen ließe, was bei dem vorgesehenen Platze nicht möglich ist. — Am Sonntag hielt der hiesige Turnverein sein diesjähriges Ab- turnen, bei dem ganz vorzügliche Leistungen zu verzeichnen waren. Galt es doch, im edlen Wettkampfe die von einem Gönner des deutschen Tumsportes gegifteten beiden Wanderpreise für die Turner und Turnerinnen zu erringen. Dabei errangen im Zehnkampf den Wanderpreis für Turner Paul Reuter mit 182 Punkten, während Frl. Marie Liese den W a n -- derpreis s ü r die Turnerinnen mit 1541/2 Punkten erringen konnte. Außerdem erhielt der Sieger eine silberne Rabrl, die Siegerin eine silberne Brosche. In der Oberstuse zagten im Geräteturnen die besten Leistungen K. Katz und Gg Emmerich, in den volkstümlichen älebun-
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Zubereitung: Butter und Mehl (dieses mt dem B««kln rvnUdit) knetet man xu einem Teig. Das Eigelb. 100 g Zucker, VamlUnrackw. Milch verklappert man und arbeitet alle« mit obigem Teig ru einer Masse, die och »ut ausrollen läßt Den «uagerollten Teig schneidet man in reehtedcige Stücke, bestreicht diese mit Eiweiß, streut die in Splnchen geschnittene» Mandeln, die man mit 50 g Zucker gemischt bei, darüber und bäckt bei Mittel hi tze. — In Blechdose aufxubewahree.
„Warum sollen Baugesellschaft und -lerag steigen?" fragte Julie. Sie dachte an die fünftausend Mark, die Carsten ihr gegeben hatte. Was konnte man mit fünftausend Mark beginnen? Die waren ein Notpfennig, weiter nichts. Schwerer wog die Aussicht, mit Carsten in Fühlung zu bleiben. Der Mann beschäftigte sie immerfort. Wie ein Rückhalt war es, ihn in derselben Stadt zu wissen.
„Warum?" Ernst Wilemar stach mit dem Zeigefinger in die Luft. .So dumm ist Oriewicz nicht, daß er mir das sagt. Aber ich habe Vertrauen zu ihm. Er hat mir ein günstiges Termingeschäft vor- gefchlaaen. So ein Termingeschäft darf man nicht versäumen." t
Zögernd sagte Julie: „Ich habe fünftausend Mark/
Wilemar griff nach ihrer Hand.
„Wa- hast du verkauft?"
„Nichts, Ernst. Das Geld rührt von früher her. Ich habe es beiseite gelegt, als wir in der Wolle faßen. Wenn du glaubst —"
Hastig stürzte Wilemar zum Telephon.
„Oriewicz war noch im Bureau.
„Schön. Ich warte."
Lächelnd zählte Julie ihrem Manne das Geld in die Hund. Warum nicht, sagte sie sich dabei. Man hatte auch früher Glück gehabt. Hatte sogar dick verdient, mit Oriewicz' und Gottes Hilfe. Man mußte etwas riskieren. Man durfte nicht kleinlich (ein.
Der greisenhaft verhutzelte Bankier an der Ecke der Landgrafenstraße rieb die Hände, als er Wilemar erblickte. „Doch ein Einsehen, was?"
„Da." Wilemar legte das Notenbündel auf den Tisch. „Fünftausend."
„Auftrag?" fragte Oriewicz, den Bleistift gezuckt. „Hundert Baugesellschast, zweihundert Terag." Der Bankier bog sich vor Heiterkeit.
„Alles mit fünftausend Mark?"
Gereizt erklärte Wilemar: „Das Termingeschäft, das Sie mir vorgeschlagen habenl Die fünftausend
weih man immer schon, wie viel die Uhr geschlagen hat. Aber der Preis —"
„Du sollst nicht verallgemeinern —"
Lily trällerte vor sich hin.
„Ich habe einen letzten Versuch gemacht. Vielleicht findet sich doch ein weißer Rabe."
„Was für einen Versuch, Lily?" fragte Martina ängstlich.
Die Augen der Schwester wurden schmal.
„Einen allerletzten. Ich habe annonciert. Warum erschrickst du? Morgen erscheint die Annonce. .Welcher edle Gönner verhilft junger, hübscher Dame aus sehr gutem Hause zum Film/ Huiidertmal habe ich so etwas schon gelesen. Warum sollte ich es nicht auch versuchen?"
„Oh," sagte Martina gepreßt, „das hättest du nicht tun sollen." Groß blickte sie die Schwester an.
„Was kann es schaden? Ich werde ja sehen." Lily machte eine Pause. Sie spitzte die Lippen, als ob sie pfeifen wollte.
„Du spricht Unsinn, Lily!"
Aber die Schwester lachte.
VII.
Bernhard Carsten hatte alle Hände voll zu tun. Immer neue Menschen drängten an ihn heran. Seit die Zeitungen die ersten Nachrichten über seine Pläne gebracht hatten, glichen die Bureauräume in der Mauerstraße einem Bienenschwarm. Neugierde, Sensationslust, Profitgier und Elend trieben jeden Tag andere Gestalten die teppichbelegten zwei Treppen hinauf. Längst streikte der Portier mit dem Fahrstuhl. Kaum konnte Nettelbeck die vielen ab- wehren, die alle Herrn Carsten persönlich sprechen wollten, um ihm einen Vorschlag zu unterbreiten, eine Idee mitzuteilen, eine Bitte vorzutragen.
Indessen saß Bernhard Carsten in seinem Arbeitszimmer dem alten Baurat Gmmbach gegenüber. Aus dem Wust von Notizen, Berechnungen, Grundstücksplänen und behördlichen Akten, die die Tische bedeckten, hatte sich ein kleines Bild geformt. Das Programm für das nächste Jahr stand fest. Zunächst sollten in Südende auf dem Grunde, den Carsten schon vor Jahren erworben hatte, zwei große Miethäuser erbaut werden. Gleichzeitig sollte im Nordosten, jenseits der Landsberger Allee, das Krankenhaus erstehen, das Carsten besonders auf dem Herzen lag.
gen W. Brandenburger und W. Stüh- ler, wofür ihnen ebenfalls gestiftete Nadeln aus Silber, bzw. aus Bronze überreicht wurden. Beim Wettlauf in dieser Stufe (200 Meter) siegte K. Katz, dec die Strecke in 25: 5 Sek. durchlief und dafür einen gestifteten Krug in Empfang nehmen durfte. In der Unterstufe hatten die höchsten Punktzahlen in der Gesamtleistung H. Schlö- ßinger und H. Moll, dagegen im Geräteturnen W. Herold und E. E m m e r i ch. Auch sie wurden mit entsprechenden. Aadeln ausgezeichnet. Im Schülerturnen konnten F. Emmerich, H. Kirchhöfer und K. S ch ä s e r am besten abschneiden, die in der gleichen Weise geehrt wurden. Sehr schöne Leistungen zeigten auch die Turnermnen, unter denen im Geräteturnen E. Eiser und M. Kirschenstein und im volkstümlichen Turnen L. Schmidt und L. Jockel die höchsten Punktzahlen erreichten und deshalb mit silbernen Broschen geschmückt wurden. Im Damenwettlaus (125 Meter) errang den Preis (eine schöne Kristallschale) die Turnerin M. Kirschenstein, die 183/5 Sek. für die Strecke b enötigte. Auch die jüngsten Zöglinge des Vereins zeigten ihr Können im Wettlauf und Hindernisrennen.
00 Rodheim a. d. Horloff, 5.Okt. Unsere Hoffnung, durch eine Kraftwagenverdin- b u n g an den Verkehr angeschlossen zu werden, scheint ins Wasser zu fallen. Jüngst waren die beteiligten Gemeinden der geplanten Linie wieder auf Forsthaus Glaubzahl versammelt, um mit dem Unternehmer über die Fragen der Finanzgebarung und des Fahrplanes .zu verhandeln. Die geldliche Angelegenheit ließ sich leicht regeln. Ader bei der Festlegung des Fahrplans erwies sich die Unmöglichkeit, die Interessen der beiden Städte Schotten und Nidda miteinander in Einklang zu bringen. Ohne zu einem greifbaren Ergebnis zu gelangen, ging man auseinander. So scheint vorläufig wieder nichts aus der Sache zu werden.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg, 5. Okt. Unsere Stadt besitzt zwar eine Jugendherberge, die in der alten Wache in der Burg untergebracht und mit sechzehn Betten ausgerüstet^ist. Diese entspricht aber in der Größe, besonders aber in der noch sehr dürftigen Ausstattung keineswegs der Bedeutung Friedbergs. Denn es ist begreiflich, daß die zentrale Lage unserer Stadt, in der Nähe von Vogelsberg und Taunus, öfters den Besuch von Wanderern und ganzen Schulklassen mit sich bringt. Leider müssen derartige Besuche oft abgewiesen werden, weil es an Unterkunftsmöglichkeiten fehlt. Es ist deshalb zu begrüßen, daß der hier unter dem Vorsitz von Buchhändler Fritz Scriba bestehende Jugendring (eine Vereinigung sämtlicher Jugendverbände) sich der Sache energisch annimmt und durch Veranstaltungen mancher Art die benötigten Mittel zum Ausbau der Einrichtung zusammenzubringen sucht. Diesem Zwecke war auch ein Vortragsabend gewidmet, dec am Montagabend im großen Hörsaale des Polytechnikums ftattfanb, in dem der in wetten Kreisen bekannte Vorsitzende der deutschen Ge- birgs- und Wandervereine, Hermann Ritter- Frankfurt a. M. einen Lichtbilderoortrag
Bürgermeister Böhm, Rentamtmann Bohn, Friedrich Diehl. Lehrer Weil. Den Aufsichtsrat bilden Heinrich Maser (Ruppertsburg», Altmeister Bornmann (Trais-Honosf), "Bürgerin ei fier Imme11 (Freiensen), Bürgermeister Kratz (Wohnbach), Bürgermeister Krauß (Wetterfeld. Bürgermeister Lein (Lardenbach). Altbürgermeister Lind (Gonterskirchen). Beigeordneter Raab (Utphe). Den Bezirk bilden bte Dörfer der vormaligen Reichsgrafschaft SolmS- Caubad). Rechner ist zur Zeit Joh. L o h Kontrolleur Wilh. Pitz. Der Rechnungsbencht zeigte eine günsttge Finanzlage. Die Einnahme beläuft sich auf l 818 768,20 Mark, bic Ausgabe auf 1 806 032,64 Mark, durch deren Bcrgleichung sich ein Rechnungsrcst von 12 675.56 Marl ergibt. Die Vertreter der Garantie- gemeinden und des Kreisamts waren ohne Ausnahme erschienen. Rach Schluß der Hauptversammlung sand ein gemeinschaftliches Essen im ..Solmfer Hof" statt. — Am Sonntag hielt der erste Stadtpfarrer Theodor Rebel vor der zahlreich versammelten Kirchengemeinde feine A b s ch i e ds p r e d i g t. Er legte seinen in warmem Tone und in sehr ansprechender Weise gehaltenen Ausführungen das D'.belwort zugrunde: „Danket drm Herrn, denn er ist freundlich und feine Güte währet ewiAich". Insbesondere dankte er dem Kirchenvorstand und der Gemeindevertvaltung. sowie auch dem Gräflichen Hause und seinem Amtsbruder für die Unter* stühung, die er hier in seinem amtlichen Wirken jederzeit gesunden. Rach Schluß des Gottesdienstes rief Dekan Dolp dem aus dem Dienste scheidenden Amtsbruder herzlichste Abschiedsworte zu. Hieraus sagte im Ramen des Kirchen- vorstandes OberreaUehrer Gerhard innige Dankesworte für seine eifrige Amtstätigkeit und wünschte ihm einen gesegneten Lebensabend. Die Feier war umrahntt von trefflich vorgetragenen Liedern des Kirchenchors unter Leftung deS Oberreallehrers Gerhard. Pfarrer Rebel wird weiter in unserer Mitte wohnen und die Leitung des Johann-Friedrich-Stijts weiterführen. Ueber seinen Lebensgang haben wir bereits ausführlich berichtet. Hier fei noch nachgetragen. daß er wesentlichen Anteil hat an der Restaurierung der Stadtttrche im Jahre 1905/06, an der Errichtung der Friedhofskapelle und des Altersheims desJohann-Friedrich-Stifts. Während feiner 32jährigen Wirkungszeit hat er 461 Kinder getauft, 571 konfirmiert, 429 Bestattungen und 202 Trauungen vollzogen. Außerdem ist noch nachzutragen, daß er belangreiche Beiträge zur Laub acher Ortsgeschichte und Volkskunde veröffentlicht hat. daneben verdanken wir ihm noch eine sorgfältige Sammlung der Laubacher Flurnamen.
ld. Ulrichstein, 5. Okt. Auf dem Selgenhof, in Wohnfeld und Unter- Seibertenrod ist man eifrig bemüht, die Vogelsberger Rindviehrasse zu größerer Körperfülle heranzuzüch- te n. Die Erfahrung zeigt, daß dies nur durch Weidegang auf fachgemäß gedüngten Hutweiden erreicht werden kann. So besitzt der Selgenhof
„Reicht das Geld, Grumbach?"
Der alte Praktiker mit den jugendlich rosigen Wangen vertiefte sich aufs neue in feine Aufzeichnungen. „Knapp, Herr Carsten, sehr knapp."
Carsten wurde unsicher.
„Im Lause des Jahres kommt ja noch manches herein", sagte er in Gedanken. „Was im Augenblick zu Geld gemacht werden konnte, ist losgeschlagen worden. Die Hauptsache: Werden die Leute billig wohnen?"
„So billig, wie nirgends, Herr Carsten. Aber andererseits: wir müssen für die späteren Jahre einen Rückhalt haben. Und was das Krankenhaus betrifft: die innere Einrichtung kostet nahezu drei Millionen. Gar nicht zu reden von dem Betriebskapital, das wir bann ständig brauchen." Grumbach neigte den schönen Greifenkopf zur Seite. „Halten Sie daran fest, daß die Behandlung unentgeltlich sein soll? Behandlung, Operation, Verpflegung bei längerem Aufenthalt: alles unentgeltlich?^
„Alles, Grumbach."
„Wäre ein kleiner Regicbeitrag nicht vielleicht doch am Platze?"
„Wir werden sehen", sprach Carsten, die Fäuste in den Rocktaschen. „Es ist zu viel gutzumachen." Mit dem Kinn deutete er auf die Papiere auf dem Schreibtisch. „Und das da ist nur ein Tropfen."
Auf- und niedergehend, überlegte er.
„Ganze Arbeit muß getan werden", sprach er nach einer Weile. „Und der Rückhalt — den Rückhalt haben wir. Di Wälder in Franken und Thüringen, die Onarzlager bei Freiburg, die Bauplätze in Frankfurt, Breslau und Königsberg: all das ist gutes, schönes Geld. Wenn heute nicht, so doch morgen."
Bis in den Schlaf rechnete, kalkulierte, grübelte Carsten. Brennende Ungeduld erfüllte ihn. Rur langsam wich die Last von seinen Schultern, ^mmer noch schien ihm, als stünden Wolkenberge rings um fein Blickfeld. Ein Unsichtbarer war auch da, mit dem er ständig umging: Doktor Morell. Drohend und tröstlich 'zugleich schob sich die Gestalt des Mannes zwischen Carsten und fein Tagwerk, was immer auch geschah. Wie Feuer glühten die Worte des Reisegefährten in feinem Hirn. Für immer unvergeßlich blieben die furchtbaren Stunden im Flugzeug.
(Fortletzung folgt)
Zubereitung: Die Butter wird »chwach gebräunt, dann fugt man den Zucker. Vanillin-Zucker und da« mit dem Badcin gemuckte Mehl hmiu und formt au« dem gut durchgearbeiteten Teig ungefähr talerdicke RoBen, die man über Nacht liegen läßt Am anderen Tage ^neidet mandleRoIlea in l/g cm didee Scheiben und bäckt diese auf einem dünn mit Wach, em- geriebenen und mit Mehl betäubten Blech bei mäßiger Hitxe ungefähr l/8 Stunde. — Zu empfehlen al« feine« Gebäck xu Wein. M___ -
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Dr. A. Oetker, Bielefeld.
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