niemand mehr findet, der die Gänse hüten will.
Inter das
waren Arbeiter damit beschäftigt, einen Koh
sch. Marburg, 5. Sept. Die seitens des ftäbti- schen Theaterausschusses mit der Stadtverwaltung dem Er-
** Schmuck deutscher Kriegergrä ber am Allerseelen- und am Toten
tödlicher HnglüdSfall. In der Grube, die am 10. September stillgestellt werden soll.
liegenden Gehöfte beschränken.
Oberwefterwaldkreis.
und Treue der trauernden Daheimgebliebenen ablegen. Auch der vielen groben Sammelgräber, in denen die unbekannten Deutschen ihre letzte Ruhe fanden, wird durch den Vollsbund gedockt weiten. 2n einem Aufruf fordert der Volks- Hund alle Deutschen auf, auch hierfür ihr Scherflein beizutragen. Wer auch ungenannt in fremder Erde ruhen mag, er wird nicht vergessen ruhen!.
und -war werden zwei Vorträge auf 6a8 Gebiet des Gartenbaues und zwei auf die Elektrizität entfallen. Zu zwei Dortragen sollen Lichtbilder gezeigt werden. Die Ausstellung wird vom kommenden Samstag nachmittag ab geöffnet fein; über die Besichtigungszeiten werden Anzeigen Auskunft geben. Don Montag, den 13., bis Freitag, den 17., sind die Dormittage für Besichtigungen durch Schulen und Vereine vorgesehen. Es ist aber notwendig, dass Anmeldungen hie^u vorher an das Stadthaus in Giessen. Bergstrasse, Zimmer 14, gerichtet werden.
Für die Erfrischung und Unterhaltung der Des uche r hat die Ausstellungs- leitung in der Volkshalle weitgehende Vorkehrungen getroffen. Es wird gute Restauration vorhanden fein, u. a. auch eine Mokkastube und eine altdeutsche Weinstube, die Speisen kommen, wie gesagt, aus der elektrischen Küche. Ferner wird man Gelegenheit haben, gute Konzerte anzuhören, darunter auch ein Militärkonzert, an tanz künstlerischen Darbietungen wird man sich erfreuen können, und schliesslich Tarnt die tanzlustige Welt an mehreren Abenden der Woche auch noch selber tanzen. Für die Jugend wird ein Kinderfest hergerichtet. Besonderer Anziehungspunkt dürfte ein oberhessisches Volksfest unter Mitwir- kung von Hüttenvergern. Schwälmern und Schlit- zerländern in Tracht werden; Herr Georg Hess von Leihgestern, der bestens bekannte oberhessische Mundartdichter, wird hierbei die Leitung haben.
In Verbindung mit der Ausstellung veranstaltet der Giessener Derkehrsverein am nächsten Sonntag einen Dlumenkorso, bei dem der Oberhessische Autornobilllub. die Rad- sahrervereine, der Reit- und Fahrklub und dis ' Vereinigung der Gartenbaubesitzer mitwirken werden; die Fahrzeuge werden reichen Blumenschmuck aufweisen. An zwei Rachmittagen der Ausstellungswoche sollen Konzerte am Lindenplatz bzw. in der Plockstrahe stattfinden. Schliesslich ist noch ein Schaufensterwettbewerb für die Zeit der Ausstellung vorgesehen; hierüber haben wir vor einigen Tagen schon näheres mitgeteilt.
Wie man sieht, find recht umfangreiche Vorbereitungen getroffen, von denen man ein volles Gelingen der Veranstaltung im Interesse des Ausstellungszweckes und zum Ruhen für die Besucher erwartet. Hoffentlich lässt auch der Wettergott der Ausstellung seine Förderung angedeihen!
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kostete auf dem Wochenmarkt am Samstag das Pfund: Butter 190 bis 200 Pfennig, Matte 30 bis 40, Käse (10 Stück) 60 bis 100, Wirsing 6 bis 15, Weisskraut 5 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 25, Römischkohl 10, Bohnen (grüne) 12 bis 18, Bohnen (gelbe) 15 bis 20, Unterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 30, Tomaten 20 bis 30, Zwiebeln 15 bis 20,‘ Meerrettich 80, Kartoffeln 4 bis 5, Frühäpfel 15 bis 30, Falläpfel 8 bis 10, Birnen 10 bis 30, Zwischen 20 bis 35, Mirabellen 30 bis 55, Preiselbeeren 65, Trauben 80, Honig 40, junge Hahnen 90 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Gier 14 bis 15, Blumenkohl 50 bis 120, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 50, Einmachgurken 2 bis 4, Endivien 15 bis 25, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 40; das Bund: Radieschen 10 Pfennig.
Üornotizcn.
— Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstrasse: „Seine Söhne"; Astoria-Ächtspiele: „Die Stadt der Versuchung".
Wettervoraussage.
Wechselnd bewölkt, Winde aus südwestlicher Rich-
wird der Sand- unv Schlackenbeng h» Saufe bet Zeit verschwinden.
WSÄ. W e tz l a r, 4. Sept. Bei dem gestrigen Grotzflug der Brieftauben wurden hier 70 000 Tiere aufgelassen. Es war ein interessanter Anblick, als die Tausende von Tauben die Stadt umkreisten, die Richtung suchten und dann in einzelnen Schwärmen die Stadt verliehen.
O Aus dem Kleebachtal, 4. Sept. Wenn in früheren Jahren das Getreide vom Felde eingefahren war und der Wind durch die Stoppeln ging, konnte man auf den Feldern grosse Scharen Gänse sehen, die dort weideten und von Gänsehirt eit gehütet wurden. Heute sieht man derartige Gänseherden nur selten noch in einer Gemeinde. Dies kommt daher, dass sich
tung, etwas kühler, vielfach trocken.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 25,4 Grad Celstus, Minimum: 11,5 Grad Celsius. Heutige Morgcntemperatur: 15,8 Grad Celsius.
Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 6. September 1926. Die Gartenbau-
und Elektrizitätsausftellung.
In steigendem Masse rückt die Gartenbau- und Elektrizitäts-Aus ft ellungin der Giessener Volkshalle vom 11. bis 19. September in den Vordergrund des allgemeinen Interesses. Ueber Me Vorbereitungen in der Vollshalle haben wir schon einiges mitge- tcilt; heute seien nun einige Angaben gemacht über das, was die Ausstellung bringen wird.
4k Hachenburg, 4. Sept. Auf der Grube Oranten bei Eichenstruth ereignete sich ein
"Einige Störungen in der Gasver- o r g u n g waren in der letzten Zeit Gegenstand von Klagen der Hausfrauen und der Sorge des Gaswerkes. Der Grund hierzu lag in Rohroer. topfungen durch Naphthalin-Mederschläge. Das Gaswerk liess in den letzten Tagen an einigen Stel. ley der Rohrleitung in unmittelbarer Nahe des Werkes Aufbrüche und Prüfungen der Rohre vor- nehmen, wobei der hemmende Bestandteil ermittelt wurde. Mit Hilfe einer Rohrreiniger-Kolonne des Stadtbauamtes wurde der Schaden behoben, so dass die Druckoerhältniffe im Gasrohrnetz und damit die Zufuhr des Gases in allen Teilen der Stadt jetzt wieder völlig in Ordnung sind.
Preussen.
Kreis Wetzlar.
J Wetzlar, 4. Sept. Das anhaltend gute und sehr warme Wetter kommt unserer Landwirtschaft sehr gelegen. In vielen Orten hört man das Gesumme der Dreschmaschine, die in diesem Jahre weit mehr Arbeit zu verrichten hat, als in den letzten. Der Landwirt Tann mit dem Ertrag der Körnerfrucht sowohl, als auch mit dem Stroh wohl zufrieden fein. Rebenher wird schon fleissig an dem Einbringen des Grummets gearbeitet, das ebenfalls, bis auf einige zu nasse Wiesen, einen sehr guten Ertrag bringt. Die Ö6 ft ernte ist bis auf die Dirnen leider nicht gut ausgefallen. Zwetschen, die bekanntlich eine Spezialfrucht des Kreises sind, gibt es nur strichweise, und die Hunderte von obstgefüllten Wagen, die in anderen Jahren die Hauptverladebahnhöfe des Kreises füllten, bleiben heuer aus. Ebenso verhält es sich mit der Aepfelernte. Reben der Landwirtschaft hat besonders das Baugewerbe seine Freude an der ausgezeichneten Witterung. Die in der Stadt und in vielen Orten des Kreises in Angriff genommenen Rotstands- und Stratzenbauarbei- ton kommen rasch vorwärts und geben vielen Erwerbslosen Beschäftigung. Die Häufergruppen des Spar- und Dauvereins und andere Privatbauten dürften schon in kurzer Zett unter Dach sein, so daß mit ihrem Bezug zum Frühjahr bestimmt gerechnet werden kann. Auch in der Industrie hat sich die Arbeitslage allgemein gebessert, und manche Reueinstellung von Arbeitskräften kann verbucht werden. Hoffentlich geht die Entwicklung der Wirtschaftskurve weiter aufwärts, damit eine wettere Entlastung der Gemeinden und des Kreises in der Erwerbslosenfürsorge erreicht wird. Wenn auch die Zahl der Erwerbslosen eine starke Reduzierung erfahren hat, so ist der jetzige Stand mtt rund 1500 für Stadt und Kreis immer noch verhältnismäßig sehr hoch.
ZI Wetzlar, 4. Sept. Die Lahn hat leider auch in diesem Jahr ihr Opfer gefordert. Diesmal ist es der 19jährige Sohn des hiesigen Ober- bausührere Däuser, der seit seiner Kindheit taub ist. Der junge Mann ging nachmittags mit seinem jüngeren Bruder unterhalb der eisernen Hand, einer sehr tiefen und kanalisierten Stelle der Lahn, zum Baden. Während der jüngere Bruder noch am Ufer mar, ging der andere bereits in die Lahn. Hier muß er entweder von der Strömung erfaßt worden sein, ober einen Herzschlag erlitten haben; der jüngere Bruder kann jedenfalls keine Aufklärung über das plötzliche Berschwinden seines älteren Bruders geben. Als einige Minuten später noch andere junge Leute hinzukamen, wurde erst das Verschwinden des Dau- ier bemerkt, Alle Versuche, seiner habhaft zu werden, sind bis jetzt erfolglos geblieben. Däuser wird von seinen Slitärbeikm als ein sehr ruhiger und solider Mensch bezeichnet.
kz. Wetzlar, 4. September. Der große Schlackenberg der Duderusschen Eisenwerke hat in der letzten Zeit eine starke Veränderung erfahren. Gewaltige Sand- massen werden durch Sprengungen und Baggerungen losgelöst und in dem Werke bei der Zementfabrikation verarbeitet. Wie zwei Riefenaugen leuchten aus dem oberen Teile des Schlackenberges zwei Eingänge am älteren Sandstollen hervor. Schneller als er aufgehäuft war,
’* Eine Stadtverordnetensitzung wird in der nächsten Woche, und zwar voraussichtlich am 16., stattfinden. Diese Sitzung wird die erste nach den Ferien unseres Stadtparlaments sein.
** 11 ni fangreiche Straßenneubau- t e n sind gegenwärtig auf der Weisserde bei der Schönen Aussicht und nach dem Leihgesterner Weg zu im Gange. Es handelt sich dabei um die Aufschließung des dorttgen Baugeländes, das immer mehr in den Vordergrund des allgemeinen Bauinteresses rückt. 3n den neuen Strassen sind sämtliche Rohr- und Kabelleitungen der heutigen Zeit bereits gelegt, so dass sich spätere Strahen- aufbrüche vermeiden lassen. Die Strassen werden vorerst chauffiert. Ferner ist die Goethe- strahe von der Mündung in die Gnauthstrahe aus in der Richtung nach dem Schiffenberger Weg verlängert worden, während von der Gegenseite her nach dem Bahndamm zu und von hier aus nach der Liebigstrahe herüber neue Straßenstrccken angelegt wurden. Unmittelbar an der Ecke Gnauthstrasse-Goethestrasse soll ein neuer Bahnübergang geschaffen und dafür der jetzige eingezogen werden. Auch diese Straßen- bauten sind schon nahezu fertiggestellt, dagegen lässt sich heute noch kein Zeitpunkt der Verlegung des Bahnüberganges angeben.
" Die gärtnerische Anlage in der Bahnhof st rasse vor dem Hotel Kühne präsentiert sich immer mehr als eine ausgezeichnete Visitenkarte unserer Stadt vor den Augen der ankommenden Fremden. Die beiden sauberen Rasenflächen in ihrem prächtigen Grün und mit den umfassenden Blumenpflanzungen erfreuen das Auge eines jeden Vorübergehenden. Hoffentlich findet diese Anlage auch stets die sorgfältige Schonung und Pflege, die sie verdient.
** Einen vorbildlichen Blumenschmuck ber Häuser kann man gegenwärtig in ber Gnauthstraße bemerken. Die Fenster ber meisten bärtigen Wohnungen bieten in bem reichen Schmucke ber verschiedensten Blumensorten einen sehr erfreulichen Anblick. Hoffentlich findet biefes lobenswerte Beispiel auch jetzt noch, obwohl wir in ber Jahreszeit schon weit vorangekommen sinb, eifrige Nachahmung.
** Der neue Wohnbezirk an der G r ü n b e r g e r Straße am sog. Professoreneck hat neuerdings einen weiteren Bauliebhaber gefunden. Der neue Hausbau ist bereits im Kellergeschoß fertiggestellt, er dürfte wohl in einigen Wochen noch unter Dach und Fach kommen. Wie man hort, sollen die beiden anderen, jetzt im Dau bereits sehr weit vorgeschrittenen Häuser noch in diesem Herbst bezogen werden. Das Wohnhaus des llniversitäts-Gartenbauinspektors Rehnelt ist feit einigen Wochen bereits bewohnt
Die Abteilung Gartenbau wird die vielfältigsten Ergebnisse aus dem Garten- und Feldbau zeigen, daneben wird sie noch Handwerkszeuge, verschiedenerlei Hilfsmittel ufto. enthalten. Weiter rann man Erzeugnisse der Bienenzucht, Obst- und Beerensäfte, .Konserven der verschiedensten Art, Einkochgläser und Apparate, Frühbeetkasten und Frühbeetfenster, Maschinen zur ®ar!enbearbeitung und -pflege, Geräte ufto. in Augenschein nehmen, ferner wird man wertvolle Aufklärung in Düngungsfragen, Schädlingsbekämpfung, sowie tostenlofe Beratung in allen Fragen des Gartenbaues und Pflanzenbaues erhalten können. Die Abteilung Gartenbau weist insgesamt 29 Aussteller aus, die in der großen Mehrheit mit einer reichen Fülle von Material zugegen sein werden.
In der Abteilung Blattpflanzen und Topfpflanzen wird die Giessener Gärtner- Vereinigung den Blumensreunden -- und wer wäre das nicht? — reiche und schöne Heber-» raschungen bereiten. Die Gärtnereibesiher machen sehr starke Anstrengungen, um auch den weitgespanntesten Anforderungen genügen zu können. Reben Blattpflanzen und blühenden Topfpflanzen wird man sich noch an Schnittblumen und an der Dlumenbinderei erfreuen können, ferner kann man in dieser Abteilung Obftbäume und Beerensträucher, sowie Blumenkasten aus Beton in Augenschein nehmen. Der Umfang des ausgestellten Materials wird auch in dieser Abteilung recht gross sein.
Für eine ausserordentlich reichhaltige Beschickung der Abteilung Elektrizität - 18 Gruppen mit sehr vielen Stücken — haben das Städtische Elektrizitätswerk, die konzessionierten Inftallattonssirmen, der hiesige Möbelverband und die hiesige Schreinervereinigung gesorgt. Die vielseitige Anwendung der Elektrizität un Haushalt wird man in kompletter Wohnungseinrichtung, vom Herrenzimmer und Schlafzimmer bis zur Waschküche, vorgesührt erhalten. Weiter wird man einen elektrischen Backofen mit Däckerc i ma sch i neu in Betrieb sehen, die Brötchen für den Restaurakionsbetrieb in der Dolkshalle werden hier vor den Augen der Besucher her- gestellt. In der elektrischen Kücheneinrichtung sollen die übrigen Speisen hergerichtet werden, und auch dabei hat jeder Besucher die Möglichkeit, dem Betrieb zuzusehen. Den Vorteil, der Elektrizität für gewerbliche Betriebe sollen neben der Bäckerei noch Metzgereimaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, Kühlanlagen usw. beweisen, für das kaufmännische Arbeiten werden zahlreiche elektrische Bureaumaschinen der verschiedensten Art berettstehen, dem Landmann sollen landwirtschaftliche Maschinen zeigen, dass auch dafür die Elektrizität recht gut am Platze ist. Das wird fürwahr eine Fülle von Sehenswürdigkeiten werden, wie man sie hier nicht allzu ost geboten bekommt.
Reben der Vorführung das Materials wird die Ausstellung vier sehr lehrreiche Vorträge von anerkannten Fachleuten bringen,
berettimg befindliche Reichsapvtheken- gasetz. Im Gegensatz zu der Ansicht der deut» schen Apothekenbesiher, dah das zweckmässigste Apothekenshstem das der frei verkäuflichen und vererblichen Apotheken ist, wollen die Regierungen das System der Personalkvnzession durchführen, bei dem die Apotheken nicht verkauft werden dürfen, sondern von dem Staat dem dienstÄtesten und von gleichaltrigen dem geeignetsten Bewerber für seine Person übertragen werden. Auf diese Weise kamen dre Apotheker erst in einem Alter von über 50 Jahren zur Selbständigkeit. Als weitere allgemein interessierende Derhandlungspunkte feien genannt die Schaffung einer Standesordnung für Apotheker, die Rotlage der kleinen Apotheken und das Verhältnis zu den Krankenkassen, wobei im besonderen die Selbstabgabe von Arzneimitteln an die Versicherten zur Sprache kommen wird.
Brückeneinstur, in Spanien.
Rach Zeitungsmeldungen aus Barcelona bemerkten die Reisenden eines nach Frankreich bestimmten Zuges beim Passieren der Mvnca dabrücke eine starke Erschütterung. Kaum hatte der letzte Wagen die Brücke passiert, als diese z u s a m m e n st ü r z t e. Der E x p r e ßzu g Barcelon a—P arid, der wenige Augenblicke später den Bahnhof von Barcelona verlassen sollte, konnte noch rechtzeitig angehalten werden. Der Zusammensturz der Brücke wird auf Unterspülung infolge der letzten grossen Regenfälle zurückgeführt.
Unfall bei einem Brückeneinsturz.
In Besigheim ist eine im Abbruch befindliche alte Holzbrücke über den Neckar e i n g e- st ü r z t. Dabei wurden zwei Personen, unter ihnen der Stadtbaumeister, schwer und drei Personen leicht verletzt.
Lxplosionsunglück in München.
In den ehemaligen Deutschen Werken, die in einen Strassenbahnhof umgewandelt werden sollen, stieß man beim Ausheben von Erde auf einen Zünder von einer 75-Millimeter- Granate Ein Arbeiter hob den Zünder auf, der im gleichen Augenblick explodierte. Drei Arbeiter wurden schwer und vier leichter verletzt.
Ein sauberes Kleeblatt.
In Karlsruhe verurteilte das Grosse Schöffengericht nach 12tägiger Verhandlung den verheirateten 22jährigen Kaufmann Kurt Moser aus Tilsit, welcher als Rechner der Karlsruher Ortsgruppe für Kriegsgrä- herfürsorge rund 34000 Mark veruntreut hatte und ausserdem Beihilfe zu Abtreibung leistete, zu drei Jahren Gefängnis. Die mitangeklagte 26jährige Tänzerin Anna D e a aus Stuttgart, die durch Betrug und Erpressung den größten Teil des unterschlagenen Geldes an sich brachte, um damit sinnlos aufzutreten, und sich ferner der vollendeten Abtreibung schuldig machte, erhielt zwei Jahre neun Monate Gefängnis, ihr ‘Bräutigam, der 26jährige Buchhändler Egon M a r c i a n aus Altona, der von Moser erhaltene Schecks einlöste, wegen Hehlerei drei Monate Gefängnis.
_______ ______ c- Gießen geführten Verhandlungen Haden zu s o n n t a g. Am Allerseelentag und am Töten- geb nie geführt, daß im kommenden Wi fonntag, den Tagen liebenden Gedenkens für alle Gießener Stadttheater wieder in Verstorbenen, geben die Gedarcken so mancher Marburg spielen wird. Auch werden hier Mutter, mancher Gattin hinaus über die deutschen voraussichtlich Opernvorstellungen des Kasseler Grenzen-, tief hinein in früheres Feindesland zu Staatscheaters stattfinden. Im Gegensatz zum ver- cinem stillen Hügel — einem Soldatengrab. Die gangenen Winter ist ferner die Ausführung von eigene Hand vermag die teure Stätte nicht zu/ musikalischen Komödien sowie Operetten geplant, schmücken, doch der Vollsbund Deutsche Krieger-
gräberfürsorge hat auch in diesem Jahr wieder KrelS -oKDCtttoPf.
dafür Sorge getragen, dah Blumen und Kränze )| Wallau, 5.Sept. Freitag früh brannte auf den Grabstätten niedergelegt werden können, hier die mit Erntevorräten gefüllte In dem soeben erschienenen Septemberheft der Scheune des Einwohners Jakob Groh nieder. „ Ätiegergräberfürforge“ find die Friedhöfe in | Die Feuerwehr mußte sich auf den Schutz der um- 26 Ländern namhaft gemacht, auf denen die Kriegergräber durch den Vollsbund geschmückt werden können. Erfahrungsgemäss werden Tausende dankbar die gebotene Gelegenheit ergreifen, um nach alter deutscher Sitte auch die fernen Gräber mit Blumen zu schmücken und somit erneut den Beweis der nie versiegenden Liebe
lenf löz abzubauen, um bann die Schienen ufto. wegzureitzen, als plötzlich der Kohlen- b e r g zusammen stürzte und die Arbetter unter sich begrub. Die sofort vorgenommenen Bergungsarbeiten förderten den Bergmann Alfred Weber aiss Eichenstruth als L e i ch e zu Tage. Die herabstürzenden Erdmassen hatten ihm den H i n t e r k o p f vollständig zerquetscht, wodurch der T o d unmittelbar ein» getreten war. Der Unglücksfall ist um so tragischer, als der Tote erst kurz verheiratet war.
Kreis Westerburg.
CO Westerburg, 4. Sept. Als Abschluß der burschenschaftlichen Tagung aus dem Schloß in Westerburg stellten die Studenten und alten Herren einen Fackelzug zusammen, der sich unter den Klängen deS Westerburger Diäserchores vom Schloss durch die Stadt nach dem Sportplatz bewegte. Dort loderte eine mächtige Flamme unter dem Gesang „ Flamme empor" zum herrlich gestirnten Firmament. Rach dem Feuerspruch hielt ein Tiroler Student eine begeisternde Ansprache, in der er besonders der im Wellkrieg gefallenen und der durch den Friedensvertrag abgetrennten Brüder gedachte. In langem Fackelzug ging es dann über den Marktplatz, wo die Studenten sich nochmals in grossem Kreis aufstellten, um das Deutschlandlied zu fingen, wieder zurück zum Schloß- platz, auf dem die Fackeln zusammengeworfen und unter Absingen von Scheide- und Abendlieder verbrannt wurden. Am nächsten Tage brachten die ersten Züge die Teilnehmer an der Tagung schon in die verschiedensten Gegenden Deutschlands zurück. — Für den südlichen Teil des Kreises sanden in Wallmero d bei herrlichem Sonnenschein die I u g e n d Wettkämpfe der Schuljugend statt. Unter fröhlichem Gesang zogen die Schüler unb Schülerinnen in Begleitung ihrer Lehrpersonen, des Kreis- jugendausschusses und der Kampfrichter nach dem Sportplatz. In mehreren Riegen wurden die einzelnen Hebungen im Dreikampf (Weitsprung, Ballwurf und 100-Meter-Lauf) auggetragen. Das Ergebnis ist noch nicht gezogen, die Preisverteilung konnte infolgedessen noch nicht vor sich gehen. Im Stafettenlauf konnten die Schüler der Volksschule zu Wallmerod den Sieg erringen, während Westerburgs Volksschülerinnen für die weibliche Jugend den Sieg an ihre Fahne heften konnten. Zur Belohnung für die Anstrengungen wurde den Teilnehmern für den nächsten Tag schulfrei gegeben.
Maingau.
Frankfurt a. M., 4. Sept. (WSR.) Rach wochenlangen Bemühungen gelang es der hiesigen Kriminalpolizei, einen schweren Jungen, den 27jährigen Qltonteur Erwin Ernst von hier, der feit fast IV, Jahren gesucht wird, sestzu- nehmen. Trotz seiner Jugend ist Ernst ein alter Bekannter der Polizei. Er hat noch eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen, außerdem stehen ihm noch für eine Reihe noch nicht abgeurteilter Einbrüche Bestrafungen in Aussicht. Ernst ist nicht nur Einbrecher, er versteht sich auch aufs Ausbrechen sehr gut. Es ist ihm schon zweimal gelungen, aus gerichtlichem Gewahrsam zu entkommen. Als et sich von den in einem hiesigen Spielklub erlittenen Strapazen in einer Mansarde au-ruhen wollte, wurde er verhaftet.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzeigenaufträge find lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
** Das Auto-Unglück in der Wil- Helmstraße, bei dem bekanntlich der Weißbinder SSsHSS | SH
»erftarb. befinbet sich nach dem Wlchluß ber pal!- Sr M
id) zur Stunde noch nichts sagen f-r diese wesentlich höher als zu Vor-
* Veteranen ^er Arbeit. Die Schrift- friegszeiten. Es wäre sehr zu wünschen, wenn etzer Heinrich Krieger und M ich a el Re tz ° ^e Gemeinden wieder, wie früher, zur Hebung ler konnten in diesem Jahre auf 61^ bzw 60iahrigc dadurch beitrügen, daß sie Gänse-
Berufstätigkeit zurückblicken. Krieger lernte in harten ^stellen. Es dürfte wohl nicht schwer Marburg und ist noch in der v. Munchowschen falIerii aud ZM der in jeder Ge- Druckerei tätig, und Keßler, der m Frankfurt meinde vorhandenen Erwerbslosen ufto. zu finden, lernte, übt seinen Beruf noch m der Bruhlfchen w Aus dem Hüttenberg, 4. Sept. Der Universitäts-Buch- und Steindruckerei aus. um i n e r o t l a u f, der in früheren Jahren
Samstag veranstalteten die Gießener Buchdrucker |n &en fyej&en Sommermonaten zahlreiche Opfer zu Ehren der Jubilars eine einfache Feier. Der un(er ben Schweinebeständen der hiesigen Gegend Vorsitzende des Ortsvereins, 3. Moutarde, forderte, ist in diesem Jahre fast gar nicht überreichte jedem der Jubilare nach einer ihre aufgetreten. Dies mag darauf zurückzuführen Tätigkeit würdigenden Ansprache einen wohlgefull- ^in, daß die Landwirte jetzt ihre Schweine recht- ten Präsentkorb, während sie gesanglich von dem zeitig im Frühjahr gegen diese Seuche impfen Gesangverein Gutenberg geehrt wurden. Musik, ge- (a«en roa5 nc früher nur selten taten, mcinschaftliche Lieder und humoristische Dottrage füllten die übrigen Teile des schön verlaufenen j VctCie Marvuvg.
Abends aus.


