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glleder, in allen Teilen gut und ergab den oben berichteten Dleberfchuh. Der Voranschlag für 1926/27 sieht eine Einnahme von 3034,91 Mk. vor, darunter Miigliederbeiträge 1400 Ml.. Ge­schenke 700 Mk., Abgabe des Durgwtris 400 Mk. Als wichtigster Punkt der Ausgaben sind 2000 Mk für Unterhaltung der Gebäude und Rumen vor­gesehen. Ober-Dau-inspektor Mohr- Giehen er­läuterte die vorgesehenen Instandhaltungsar­beiten. besonders an den Mauern, am Burgkeller, Zwinger, an der Kapelle, an Dächern usw., sowie die Wiederherstellungsarbeiten in der Bauern­stube. Der Vorsitzende teilte mit, daß seitens der Gemeinde Krofdorf ein Beitrag zu ermatten ist. Dem Punkt 4. Sayungsänderüng, wurde zuge­stimmt und die Zahl der Vorstandsmitglieder von 5 auf 7 erhöht. Der Vorstand wurde durch Zuruf wiedergewähll, als neue Vorstandsmit­glieder treten in den Vorstand ein: Bauunter­nehmer Deibel (Collar), Stadtverordneter Georg Haubach (Giehen). Als Rachsolger für Regierungsbaurat Schuffenhauer (Wetzlar) wurde Regierungsbaurat Huntemüller (Wetzlar) bestimmt. Anstelle des in den Ruhe­stand getretenen Bürgermeister Braun von Krof­dorf wurde sein Rachfolger Bürgermeister Brockmeier in den Vorstand gewählt. Für die'es Iahr soll mit Rücksicht auf die Fülle der Feste und die wirtschaftliche Rotlage von einem Sommerfest abgesehen werden, dagegen wurde der Vorstand ermächtigt, wieder ein Win­terfest in Giehen und im nächsten Sommer ein Sommerfest auf der Burg abzuhalten. W e i d i g (Giehen) teilte mit, dah am 4. September der Vogelsberger Höhenklub auf dem Schiffenberg feine Herbsttagung abhält; der Zweigverein Darmstadt will im Verein mit Giehen den Sonntagnachmittag auf dem Gleiberg zubringen. Der Vorsitzende dankte für die Mitteilung und erklärte, dah der Gleibergverein ebenfalls dazu eingeladen werde. ®r teilte ferner mit, dah Rektor Echternach dem Gleibergverein seine Alter­tumssammlung, die Sammelgegenstänbe von Ruine Gleiberg, Vetzberg und Umgebung ent­halte angeboten habe, die in einem passenden Raum der Burg untergebracht werden möge. Die Angelegenheit wurde sympathisch begrübt, ber Vorstand will die nötigen Schritte unter­nehmen. Rektor Echternach sprach sich sehr für die Errichtung eines Gleibergmuseums auS. Geheimrat Sartorius bemerkte, dah alle Altertumsfunde aus den Dörfern des Kreises Wetzlar ins Kreismuseum nach Wetzlar

gehen mühten, nur Funde aus Burg Gleiberg und von Ruine Vetzberg könnten nach dem ©teiberg gebracht werden, ©rünlg, (Zie­hen regte an, den Weg vom Hardthof bis zur Burg mit schattigen Bäumen zu bepflanzen, der sonnige Weg hal e viele ©".ebener vom Besuch der Burg ab. Geheimrat Sartorius sagte die

Bepflanzung der Aeststreae mit.waurnen zu. Der alte Burgwirt Rieberga11, der jetzt schon 44 Jahre seines Amtes waltet, teilte mit. dah schon 1883 84 der damalige Candrat von T i ch e w i tz zu Wetzlar die Strecke mit Obst­bäumen bepflanzt habe, der Oekonom Bich le r und nach ihm viele Landwirte hätten aber die Bäume fast alle wieder entfernt. Damit hatte die Tagung ihr Ende erreicht. Dr. Frey, Gick- hen, sprach unter lebhaftem Beifall der Ver­sammlung, dem Gefarntvorstand. besonders dem Vorsitzenden, Provinzialdirektor Graes, und dem Rechner, Kre.skassendirektor Kauft, Giehen, den Dank des Vereins aus. Bei herrlichem Wetter weilten die Gäste noch einige Stunden in dem schönen Burggarten.

Evangelischer Bund. Am Sonn­tagabend sand in der Turnhalle am Oswalds- garten die Dundesseier Les Evangelischen Bundes statt. Ein Prvlog, gesprochen von dem Schau­spieler Bandis vom Etadttheater. bildete die die Einleitung des Abends. Ramens der Orts­gruppe Giehen des Evangelischen Bundes be­grüßte Pfarrer Müller die Versammelten. Er wies in kurzen Worten auf den Zweck und die Grundlage dieser Feier hin und mahnte zum festen Einstehen für den evangelischen Gedanken. Alsdann ergriff Divisionspfarrer Haupt -Gie­hen, der Generalsekretär des Evangcli;ch:n Bun­des für Süddeutschland, das Wort und sprach auf Grund van Lukas 17, Vers 20 und 21. In längeren Ausführungen führte er u. a. auch die Bedeutung und die Rotwendigkeit des Evan­gelischen Bundes für unser deutsches Volk und die Evangelische Kirche an, und forderte jur Treue gegen beide aus. Den Glanzpunkt des Abends bildete die Aufführung des Volksschau­spielesAndreas Hofer", von Felir Ranker. Die Hauptrollen lagen in den Händen der Schau­spieler B e ch st e i n und B a n d i s , die übrigen Rollen wurde» von Mitgliedern des Evange­lischen Bundes gespielt. Die Aufführung hinter­lieh einen starken Eindruck bei den Zuhörern. Der Posaunenchor Klein-Linden gab mit feinen Musikvorträgen der Feier einen würdigen Rah­men. Leider war die Feier nicht so besucht, wie sie nach den Vorbereitungen und den Darbietun­gen es verdient hätte.

* Aufnahme des Po st Überwei­sungsverkehrs mit'den Riederlan­den. Am heutigen 6. Iuli wird der Postüber- weisungsverkehr mit dem niederländischen Zen- tral-Postgirokontor im Haag ausgenommen. Dem- gemäh können Postscheckkunden Beträge von ihrem Postscheckkonto in Deutschland auf ein Postscheckkonto bei dem Postgirokontor im Haag und umgekehrt die niederländischen Postscheck­kunden Beträge auf Postscheckkonten in Deutsch­land überweisen. Die itebertoeifungen nach den Riederlanden, zu denen die innerdeutschen Post-

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überweriun^svor^ruäe zu verwenden sind, kön­nen in Reichsmark oder in holländischer Wäh­rung (Gulden und Cents) ausgestellt werden. Der Betrag der äleberweisungen ist nicht be­grenzt.

34. Bundesfest des Lahntal- Sängerbundes.

ch Londorf, 5. Juli. Während fast alle frühe­ren Dundesfeste des Lahntal-Sänger du n- d e s in größeren Orten oder Städten abgehalten wurden, fand das diesjährige in unserem Dorfe statt. Der festgebende Verein Frohsin n, der mit dem Bundesfeste die Feier seines 6 5- jährigen Bestehens verband, hat die Fest­vorbereitungen glänzend getroffen und damit be­wiesen, dah auch ein abgelegener Land verein in der- Lage sein kann, ein Fest so großen Umfanget würdig zu gestalten. Den Festplah auf dem Lahnkippel" hatte Gutspächter S ch u d t vom hiesigen Hofgut zur Verfügung gestellt.

Schon der Samstag brachte viele Gäste. Eine Gedächtnisfeier für die Gefallenen vereinigte die Gäste und die Gemeinde am neuen Kriegerdenkmal. Die Musik spielte das Rieder- ländische Dankgebet, und Ortspfarrer Hofmann gedachte in zu Herzen gehenden Worten derer, dte für das Vaterland gestorben waren. Der festgebende Verein fang unter Leitung seines Dirigenten, Musiklehrer K a st e n von Giehen, an den Stufen des Denkmals den EhorStumm schläft der Sänger". Das alte SoldatenliedIch hatt' einen Kameraden" beendete die würdig verlaufene Feier. Kurz nach 9 llhr begann in der etwa 1000 Personen fassenden Festhalle der F e st k o m m e r s. Die meisten Dundesvereine waren bereits durch Abordnungen vertreten. Rach demSängergruft" des festgebenden Vereins be­grüßte der 1. Vorsitzende des Londorfer Vereins Frohsinn" Philipp Höchst, die Gäste. Dundes- präsideni Stroh von Butzbach dankte allen, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen- haben und rief allen Gästen herzliche Grüfte zu. Frl. Göbel von Londorf sprach einen Festprolog. Durch die Dundesvereine, die Jungfrauen des Dorfes, den Kriegerverein, den Radfahrerverein Rabenau" und den Arb.itergesangvereia.,Union" wurden bem Iubelverein Geschenke überreicht. Bei Liedern des Festvereins und einiger Gast- vereine und bei den Klängen der Kapelle Topp von Giehen verflogen die Stunden nur zu schnell.

Rach dem Festgottesdienst am Sonn­tagmorgen begann um 9 Ufjr in der Festhalle das Wertungssingen der Dundesvereine. Dundesvorfihender Stroh von Duhbach be­grüßte Sänger und.Sangessreunde, den Wer­tungsrichter, Kammermusiker Fr. Drückmann von Darmstadt und den Vertreter der hessischen

Regierung, Schulrat Hassinger von Darm­stadt. Ferner gedachte er in ehrenden Worten des im Vorjahr verstorbenen Dundesvorsitzenden. Rektor Storch von Duhbach. Er sprach ferner von der Bedeutung des deutschen Liedes für unsere Volksgenossen und forderte auf, da- deutsche Lied auch weiterhin zu pflegen. Seine Ausführungen gipfelten in einem Hoch auf das deutsche Vaterland. Am WertungSsingen betei­ligten sich 16 Dundesvereine.Liedertafel''^ Gießen, Weilburg und Marburg nahmen nicht daran teil. Die Leistungen muß man bei ein­zelnen Vereinen als hervorragend bezeichnen. Viele der vorgetragenen Lieder sind als Kunst­chöre anzusehen und stellten sehr hohe Anfor­derungen an Sänger und Dirigenten. Der Gönn' tagnachmittag war ein rechtes Volksfest, ilm 2 ilßt bewegte sich der F e ft ft u g durch den Ort. Mehr als 40 Vereine beteiligten sich daran. Ein besonders schönes Bild des Fest­zuges verdient besonders angeführt zu werden. Es war ein Festwägen mit einer Spinn­stube mit Trachten der Mädchen und Durschen etwa aus dem Iahre 1880. Spinnräder aus der guten alten Zeit vervollständigten das D^ld. Auf dem Festplah sprach zunächst der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Philipp Höchst, Worte der Begrüßung. Der 2. Bundesvorsitzende, Ar­chitekt Rüdiger von Wetzlar, gedachte des verstorbenen ehemaligen 1. Dundesvorsitzenden, Rektor Storch von Duhbach. Schulrat Has­singer von Darmstadt, der Leiter der Zentral­stelle für die Volksbildung in Hessen, dankte im Auftrag der hessischen Regierung und des hes­sischen Sängerbundes für die Einladung zu dem Feste. Er forderte auf, jeder Deutsche möge mithelfen am Wiederaufbau des deutschen Vater­landes. Dem deutschen Vaterland galt fein Hoch, . dem das gemeinschaftlich gesungene Deutschland­lied folgte. Erwähnt seien noch die beiden Massenchöre der Dundesvereine, die von etwa 1000 Sängern unter Leitung des Fest- dirigenten K a st e n von Gießen zum Vortrag gelangten. Lieder der Gast- und Dundesvereine, Konzert und Tanz füllten den Rachmittag aus. Am Abend wurde das übliche Feuerwerk ab­gebrannt.

Heute Montagmorgen fand der Sänger­tag des Lahntal-Sängerbundes statt, über den noch berichtet wird. Richt unerwähnt bleiben soll das F e st b u ch mit einem wertvollen Beitrag aus der Geschichte Londorfs in alter und neuer Zeit, zusammengestellt von Pfarrer Hofmann aus Londorf. Auch bundes- und verernsgeschicht- liche Beiträge enthält das Buch. Dem ver­dienstvollen früheren 1. Dundesvorsitzenden, Rek­tor Storch von Duhbach, ist eine kleine Ab­handlung gewidmet. Die Bildaufnahmen stam­men von Professor Dr. Otto Weidenbach in Gießen.

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Orte der Rabenau:

Londorf, Freitag, den 9. Juli 1926, nach­mittags um 2 Uhr.

Orte de» Vusecker Tals: Reiskirchen, Montag, den 12. Juli 1926, vormittags um 8 Uhr, Gießen (am Rhei­nischen Hof) mittags 12 Uhr.

Scylffenberg und Umgegend: Montag, den 12. Juli 1926, nachmittags 2 Uhr, in Garbenteich.

Die nicht vorgeführten Pferde werden auf Kosten der Besitzer besichtigt. Außer­dem sind die Pferde ausgespannt und ohne Geschirr vorzuführen. 5681V (Brünberg, den 5. Juli 1926.

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