Frankfurt a-M
Berlin
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(Ohne Gewähr.)
Die Müllhaufen in der GaUschrn Sandgrube.
Die feit Wochen in Brand geratenen Müll- Haufen in der Gailfchen Sandgrube, über deren hygienische Gefahren an dieser Stelle schon Klage geführt wurde, glimmen noch immer fort und verbreiten weit in die Straßen des Südviertels hinein Gase, gegen deren Eindringen in die Zimmer die Anwohner ihre Fenster Tag und Nacht schließen müssen. Der Wunsch scheint nicht unbescheiden, daß diesen Zuständen, die einer Provinzialhauptstadt in jeder Weise unwürdig sind, ein baldiges Ende gemacht wird. X.
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Schmutz, Flecken und Krankheitskeime werden beseitigt, dabei werden die meisten Gegenstände wieder wie neu. — Denken Sie bitte auch an die Reinigung oder das Auffärben Ihrer Vorhänge, Gardinen, Decken, Kissen, Teppiche, Handschuhe usw. ' 1(3
5°A Teutlche RctchSanlethe 4% Deutsche Reicheanleche SV,"/«Deutsche Neichsanleide 3°/, Deutsche Neichsauleine Deutsche Soorpriinuenanleibe 4°/0 Preußische ÄouioiS • . . 4°o Hessen 3V,o/o Hessen 3°/e Hesten Deutsche Gertb. Dollar-Lil.
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Berliner Handelsgesellschaft Louuner; and Privat-Bank Dünnst, und Nationaldank . Deutlche Bank Deutsche BercinSdank .... LiSconio Lomniandit . . . Meialldank.........
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(Glogau), Stadtverordneter Kümper (Frank- furt), Reichsgeschäftsführer Weidner (Ober- lais), Stellvertreter Kaufmann Müller (Frankfurt).
Die nach st e Reichstagung findet voraussichtlich in Hildesheim statt.
Zum Schluß wandte sich die 2. Reichstagung mit folgender Kundgebung a n das deutsch-evangelischeVolk: „Evangelisch: Volksgenossen! Der evangelischen Sache drohen ernste Gefahren. Immer mehr werden Li» evangelischen Velange im Reich und in den Ländern mit Füßen getreten, immer mehr die Grundsätze des Evangeliums unbeachtet gelassen. Deswegen tut uns Evangelischen ein politischer Zusammen- chluh bitter not. Keine der bislang bestehenden Parteien seht sich kraftvoll und zielbewußt für Lie evangelische Sache ein. Darum mußte die Evangelische Volksgemeinschaft grgründet werden. Sie will eine große geschlossene Front der evangelischen Christen schaffen, sie will das Evangelium auf ollen Gebieten des menschlichen Lebens zu der entscheidenden Macht erheben. Evangelische aller Stände, in den Reihen der Evangelischen Volksgemeinschaft ist euer Platz, tretet ihr als Mitglied bei!"
Bürgermeister Völker- Lich schloß hierauf die Tagung, die eine Fülle von Arbeit erledigte. Es gelte, das aus den Vorträgen Gehörte nun in die Tat umzusehen und überall für die Evangelische Volksgemeinschaft den ihr gebührenden Besitzstand zu erringen.
Wirtschaft.
Franksnrtcr Börse.
Frankfurt a. M., 5. Oft. Tendenz: Anfangs lebhaft und fest, dann schwächer. — Unter dem Einlaß des leichten Geldstandes war die Stimmung vorbörslich freundlich und wesentlich vertrauensvoller. Das Zusammentressen einer Reihe günstiger Wirtschaftsberichte mit dem Einlaufen zahlreicher neuer Kaufaufträge löste eine lebhafte Geschäftstätigkeit aus und brachte nahezu für alle Märkte teilweise beträchtliche B e f e st i g u n g e n. Die frühzeitige Höherbewegung ging vom Schiffahrtsmarkt§ aus, wo man in der Mitteilung, daß die White-Star-Linie und die Cunard-Linie aus dem Hamburger Dienst ausscheiden würden, eine Anregung sah, da man glaubte, darin eine Kräftigung der deutschen Schifs- fahrtsgesellsä)aften erblicken zu können. Bei Beginn des amtlichen Verkehrs, als diese Meldung als sehr unwahrscheinlich bezeichnet wurde, kam es zu einem Tendenzumschwung, wodurch die Kursgestaltung zunächst uneinheitlich und später schwächer wurde. M o n t a n w e r t e , die anfangs überwiegend befestigt waren, gaben später nach. Die Rückgänge hielten sich aber in engen Grenzen. Am Chemie- markt betrugen die Rückschläge für J.-G.-Farben 3 Prozent, für Scheideanstalt 1,25 und für Goldschmidt 0,75 Prozent. Von E l e k t r o w e r t c n konnten Felten ihre Steigerung um 2 Prozent fortsetzen, während die übrigen Werte dieses Gebietes leicht nachgaben. Am Bankaktienmarkt erlitten Berliner Handel eine stärkere Einbuße von 1,75 Prozent, Darmstädler minus 1,5 Prozent. Schifffahrtsaktien konnten 2 bis 3 Prozent anziehen. Motorenaktien niedriger. Auch Maschinen neigten zum Nachgeben. Fest eröffneten Bau- a k t i e n , auch Oelwerte tendierten weiter nach oben. Zuckeraktien zunächst gehalten, später nachgebend. Die Umsatztätigkeit am heimischen Rentenmarkt nahm wieder einen größeren Umfang an. Kriegsanleihe sehr fest, 0,5774, Schutzgebiet 8,65. Auch am Auslandrentenmarkt war das Geschäft lebhaft, bevorzugt wurden Türken und Russen. Der F r e i v e r k e h r blieb geschäftslos. Brown Boveri 125, Entreprise 9, Frankfurter Handelsbank 85, Growag 60, Rastatter Waggon 15, Ufa 39 Prozent. Der weitere Verlauf brachte bei stillem Geschäft leichte Kursrückgänge. Am Geldmarkt nimmt die Entspannung zu. Tagesgeld war in größeren Summen angeboten. Der Satz ging auf 5 Prozent zurück. Monatsgeld 5,5 bis 7,5 Prozent. Privatdiskonten 5, Jndustrieakzepte 5? Prozent. Im Devisenverkehr war die Reichsmark gegen Kabel auf 4,19 befestigt. Das englische Pfund stellte sich unverändert auf 4,854. Die lateinischen Valuten waren nicht wesentlich verändert. Paris gegen London 171,50, Brüssel 178,50, Mailand 128,75.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt cl M. Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.) ___________
FürdieErhaltung SSS*
Evangelische Volksgemeinschaft.
—.— Im Gasthof „Zum Storchen" in Frankfurt begann am Sonntag die 2. Reichs- iagung der Evang. Volksgemeinschaft unter dem Vorsitze von Bürgermeister V ö l - k er «Lich und im Beisein zahlreicher Vertreter .ms Hessen und den angrenzenden Gebieten. Die Tagung wurde eröffnet durch eine Schrifllesung und ?(ne Ansprache des Pfarrers Hamburger aus Staden über die Worte: „Die Ernte ist groß, aber wenig find der Arbeiter." Er betonte, wie der Krieg Materialismus, Verweltlichung und Entchristlichung im Gefolge gehabt hat, und es gelte, nun wieder auf den Weg des Evangeliums zurückzukommen; aus dem Gegeneinander, aus der Zerrissenheit müsse wieder ein christliches Füreinander werden.
Bürgermeister Völk er-Lich begrüßte die Gäste. Er hob hervor, daß die Evangelische Volksgemeinschaft seit der ersten Reichstagung in Gießen sich gut entwickelt habe und bereits über eine beträchtliche Schar Anhänger in allen Teilen des Reichs verfüge. In Hessen seien bei den Provinzial- unb Kreiswahlen bereits schöne Erfolge erzielt worben. Müller-Sossenheim sprach namens der Ortsgruppe Höchst-Sossenheim, Studienrat P rösch e r - Mainz namens der Ortsgruppe "Mainz.
Die Reihe der Vorträge eröffnete Dr. jur. M ö - aenburg - Frankfurt über das Thema: „Die Ziele der Evangelischen Volksge- m e i n f ch a f t". Dem Volke fehle das Vertrauen zu den Parteien. Die Evang. Volksgemeinschaft kämpfe gegen den Mamonismus und gegen den Uitramontanismus. Heute stehe man in der Zeit der schärfsten Gegenreformation, 80 000 Ordensbrüder seien in allen Teilen Deutschlands am Werk. Die Evangelischen müßten sich zusammenschließen in der Evangelischen Volksgemeinschaft.
„Zwei Jahre Evangelische Volksgemeinschaft" war das Thema des Pfarrers W e Sb n c r aus Oberlais. Er sagte u. a.: Die Evangelische Volksgemeinschaft ist ein Gebot der Notwehr. Es war ein sonderbares Beginnen, als evangelische Pfarrer für die Wahl des Dr. Marx zum Reichspräsidenten auftreten. Wir haben keine Partei mehr, die sich der Belange des evangelischen Volkes annimmt. Der Weg zur deutschen Volksgemeinschaft geht über den Weg der Evangelischen Volksgemein- 'chaft. Die zwei Jahre, die hinter uns liegen, zeigen, daß wir auf dem rechten Weg find und unser Ziel erreichen werden. Wir finden bereits in ganz Deutschland Beachtung. Von den nächsten hessischen Wahlen erwarten wir 3 bis 5 Landtagssitze. Von dem Ausgang dieser Wahlen hängt das Schicksal der Evangelischen Volksgemeinschaft ob.
In der Nachmittagssitzung sprach als erster der Vorsitzende der Evangelischen Gewerkschaft, K. Linke aus Barmen über „Die Notwendigkeit der Evangelischen Gewerkschaf t". Seit Jahren bestehen in Holland und in der Schweiz evangelische Gewerkschaften, anfang 1923 wurde die erste in Deutschland gegründet, deutsche Arbeiter organisierten sich auf christlich-evcmg. Grundlage. Im Wirtschaftsleben muß der Gedanke des Evangeliums eine Rolle spielen. Die evangelischen Verbände haben bereits durch soziale Talen den Weg zum Herzen der deutschen Arbeiter gefunden. Wir müssen frei werden von den Ideen des Klasfenkampses, an seine Stelle muß die christliche Bruderliebe treten, mir müssen auch die Rechte der anderen Nebenmen- schen achten und würdigen. Der Brudergedanke und die Duldsamkeit gegen andere Stände dürfen nicht fehlen. Unser Verband erstreckt sich bereits auf viele Teile des Reiches: Ostpreußen, Württemberg, Bayern, Rheinland, Sachsen, Hessen-Nassau und Hessen.
Reichsgeschäftsführer Weidner behandelte dann ausführlich das Thema: „Die Evangelische Volksgemeinschaft und die Arbeiterschaft." Die nächste Zeit wird stehen unter dem Kamps um die deutsche Arbeiterschaft. Es handelt sich um zwei Probleme: 1. Wie drängen wir den Einfluß des Zentrums zurück?, 2. wie gewinnen wir die evangelische Arbeiterschaft zur Evangelischen Volksgemeinschaft? Wir nehmen uns der Arbeiterschaft an, weil sie in Not ist, weil es unsere sittliche Pflicht ist. Wir müssen Arbeiter, Landwirte und Beamte zusammenschließen. Wir vertreten zunächst keine wirtschaftlichen Interessen. Erst wenn mir eine Macht geworden sind, bann kommt von selbst die Erledigung der wirtschaftlichen Fragen. Es steht zu hoffen, daß die Arbeiter den Weg zur Evangelischen Volksgemeinschaft finden.
lieber das Thema „'S) e r Breslauer Katholikentag" sprach am zweiten Verhandlungstage der Generalsekretär des Evang. Bundes, Haupt (Gießen), der die verschiedensten Momente aus den Reden und Beschlüssen des Katholikentages hervorhob. die eine Spitze gegen die evangelische Kirche haben.
Von größtem Interesse war der Vortrag des Studienrates P r ö s ch e r (Mainz) über das Thema »Das kommende Reichsschul- g e f e tz". Die hessische Simultanschule blickt au ein 50jähriges Bestehen zurück, sie ist bodenständig geworden. Sie hat sich bewährt in der Äeberbrückung der Gegensätze zwischen den Volksgenossen, und das gegenseitige Verstehen des Volkes gefördert. Daher ist sie zu erhalten und , weiter auszubauen, aber niemals durch die von katholischer Seite geforderte Bekenntnisschule zu ersehen. Redner wandle sich unter Beifall entschieden gegen den Katholischen Lehrertag in Heidelberg und verlangte festen Zusammenschluß aller evangelischen Deutschen in der Evangelischen Volksgemeinschaft und unbedingtes Eintreten dieser Partei für die deutsche christliche Simultanschule. Einige weitere Redner setzten sich eben- salls für die christliche Simultanschule ein und wandten sich energisch gegen ein Konkordat, wie es in Bayern besteht.
Der geschäftliche Teil der Tagun wickelte sich rasch ab. Die Satzungen wurden beraten und angenommen. Danach können nur evangelische Deutsche Mitglieder werden. Jedes Jahr wird ein Geschäfts- und Rechnungsbericht heraus- gegeben. Die Dorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: erste Vorsitzende Dr. Möge n b u r g (Frankfurt), Pastor Hch. Mosel (Rohrberg, Kr. Salzwedel), Schriftletter Schäd- l e r (Reumünster) und Verbands sekretär R e d d e r (Königsberg): stellvertretende Vorsitzende: Bürgermeister Völker (Lich), Superintendent
Brandt (Eime), Gerichtsassessor Gitzen
Büchertisch.
- H. Aubin, Th. Frings. I. Müller: Kultur st römungen und Kultur pro - vinzen in den Rh ein land en. Geschichte. Svracke Volkskunde. Mit 77 Abbildungen im TM Bonn RMhKd. 1926. 232 Setten. 8°. - Als willkommen» Seitenstück zu dem vor wenigen WochAi von H. Aubin hcrausgegebrnen Geschichtlichen Handatlas der Rheinprovinz erscheint dieses Buch, das den im AtlaS schon angedeu- teten Weg sortsctzt und gewissermaßen den Text zu den Bildern des Atlas gibt. Die Studien liegen ungefähr in der Form vor, in der sie Ostern 1925 als Vorträge in einem Serienkurs gehalten wurden Historiker, Sprachforscher, Volkskundler. Geograph und Kunstgeschichtler hatten sich damals zusammen die Aufgabe gestellt. möglichst viele Lebensgebiete ihrer Heimat in kulturgeographischer Forschung zu durchmustern. Die Arbeiten des Historikers. desSprach- forschers und deS Volkskundlers liegen hier vor, während die deS Geographen und des Kunsthistorikers leider nicht mit veröffentlicht werden konnten. Für jene bietet jedoch H. Aubin Ersah, indem er In seinem Abschnitt, der in der Hauptsache „die historischen Faktoren im Ablauf der rheinischen Geschichte" in lebendigster Weise aufzeigt, kurz auch die natürlichen Voraussetzungen gibt, mit zahlreichen Kartenbeigaben alles Gesagte veranschaulichend. Th. Frings stellt mit gewohnter Meisterschaft die Sprachströmungen und Sprachprovinzen dar. seine früher erschienene Rheinische Sprachgeschichte, besonders durch die Karten, wertvoll ergänzend. Josef Müller schließlich steuert interessante'Bilder und Darlegungen über bestimmte volkskundliche Erscheinungen, wie Gcsindetermine oder Marieickäferlied bet. ileber- wältigend ist der Eindruck, den diese reichen Ergebnisse gemeinsamer kulturgeschichtlicher Forschung Hervorrufen. Hoffen wir, daß dem Wunsch der Verfasser, „daß die Studien Anklang genug finden, um zu Parallelarbeiten in Rachbarland- schaftcn anzuregen" bald reiche Erfüllung werde.
Dr. F. Maurer.
— DieKrummholzer. Ein Dergbauern- roman von Michael Wagner, den wir vor kurzem im „Gießener Anzeiger" abdruckten, und der unseren Lesern noch in lebendiger Erinnerung sein dürfte, ist inzwischen auch als Buch erschienen und kann als gediegene Lektüre angelegentlich empfohlen werden. Der Roman wurde verlegt von der Pöfsenbacher Verlagsanstalt, Gebrüder Giehrl. München; 269 Seiten 8°. geb. 3,50 Mst
— Das neue Doppelheft 7/8 der Zeitschrift ,GYmnasti k" (Verlag G. Braun, Karlsruhe) berichtet u. a. In den Aufsätzen: Die Mensendieck- arbeif — Die Arbeit in der Bode gruppe — Die Arbeit in der Labangrupve — Leichtathletik und Spiele — Die Gymnastik in der Schule — ausführlich über Lehrgänge und Kurse, wie Turn- und Sportlehrerinnen an öffentlichen Schulen durch mehrwöchige praktische Arbeit und theoretische Vorträge in die gymnastischen Grundlagen der Körpererziehung eingeführt wurden.
- And dann lachen wir! Selbsterlebtes. Erlauschtes und Mitgeteiltes aus den heiteren Tagen der alten Armee. Von H. von Plctten. Verlag Graf Wilhelm von Schlieffen, Berlin W 35. — Anekdoten und Witze vom Kasernenhof und aus dem Schützengraben: neue, alte und ganz alte, gute und minder gute. Wer dabei war, wird sich schmunzelnd erinnern, obwohl die Auswahl nicht in allen Teilen befriedigt. Auch die Illustrationen, an sich eine dankbare Aufgabe, lassen zu wünschen übrig. 431
— Kalender Friedrich der Große. Sin Almanach für das Jahr 1927. Herausgeber: Herrn. Oesterwitz. Verlag C. Richard Kunze, Leipzig. — Ein stark national eingestellter Almanach mit zahlreichen Beiträgen zum deutschen Heerwesen, zur deutschen Politik und Volks- wirtschast, zur brennenden Frage der deutschen Kolonien. Ferner eine Reihe allgemeiner und unterhaltender Artikel, auch zahlreiche Verse und Bilder. Zwischen recht guten Photographien und Reproduktionen hätte man aus aesthetischen Gründen ein Bild vorn Riederwalddenkmal gern vermißt.
Briefkasten der Redaktion.
H. h. in J. Wenn der junge Mann nur Muster vorlegt, genügt der Besitz einer Legitimationskarte.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Museum für Völkerkunde.
Gießen, das liebe, ist eine merkwürdige Stadt! Cs lädt zur Besichtigung seiner Altertums- und Kunstschätze ein, aber kommt man zur angegebenen Zett, so sind die Türen verschlossen. So erging es mir gestern. „Geöffnet den e r st e n Sonntag des Monats von 3 bis 5 Uhr" verkündigt eine Tafel am Museum für Völkerkunde (Senckenbergstraße). Aber rechne nicht darauf! — Löscht doch mit einem Pinselstrich aus, was nicht
Berliner Börse.
Berlin, 5. Oft. An den Aktienmärkten mar heute das Geschäft sehr schleppend. Das Publikum hielt sich mit Käufen zurück, während die Spekulation zu Ncalisationen geneigt war. Das Kursnivcau war daher anfangs etwa 1 Prozent schwächer. Von der A b g a b e n e i g u n g wurden vornehmlich Montanwerte betroffen. Einen. größeren Umfang nahmen aber die Kursrückgänge nicht an. In sehr fester Haltung eröffneten heimische Staatsrenten. Von ausländischen Renten wurden Russen zu höheren Kursen lebhaft umgesctzt. An den Aktienmärkten lagen anfangs nur Farbenwerte, Schiffahrt- und Bankaktien sowie eine Reihe von'Nebenwerten freundlich. Die zuversichtlichen Ausführungen der preußischen Handelskammern über die wirtschaftliche Entwicklung im September und einige andere günstige Momente blieben infolge der Zurückhaltung ohne Einfluß. Am Geldmarkt war eine geringe Erleichterung zu verzeichnen, der Satz für Tagesgeld hat sich indessen noch nicht wesentlich verbilligt. Tagesgsld 6 bis 7,5 Prozent, Monatsgeld 5,75 bis 7 Prozent. Im Devisenverkehr war die Bewegung nur unbedeutend. Während die lateinischen Valuten leicht anzogen, gingen die Reichsmark und das englische Pfund gegen Kabel mäßig zurück.
Z- ra Bit ftrrLcr irero r bö rse.
Frankfurt a. M., 5. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 28,75 Mk.; Roggen, inländischer, 22,75 bis 23; Sommergerste für Brauzwecke 2350 bis 27,50; Hafer, inländischer, 18 bis 18,75; Mais,- gelb, 18,50 bis 19; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50 bis 42; Roggenmehl 33 bis 34; Weizenkleie 9,50; Roggenkleie 10,50 Mk. Tendenz: Ruhig.
Frankfurter Pferdemarkt.
WER. Frankfurt a. M., 4. Okt. Angetrieben waren 550 Pferde, vorwiegend Arbeitspferde mittleren Schlags. Schwere Arbeitstiere (belgische Rasse) und norddeutsche Kutschpferde standen in bester Qualität, aber in geringerer Zahl zum Verkauf. Der Handel war anfangs schleppend, zog jedoch gegen Mittag an. Geschäft und Llmsah kann in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse als zufriedenstellend bezeichnet werden. Rach Schlachtpferden war die Rachfrage rege. Die Preise stellten sich wie folgt: beste Arbeitspferde schweren belgischen Schlags 1500 bis 1900 Mark, Arbeitspferde mittleren Schlags 1100 bis 1500 Mark, Arbettspferde leichten Schlags 700 bis 1000 Mark, gute Wagenpferde (Holsteiner Rasse) 1300 bis 1600 Mark, Geschäftswagenpferde 500 bis 700 Mart. Schlachtpferds erste Qualität 27,50 Mark pro 50 Kilogramm, zweite Qualität 24 Mark Pro 50 Kilogramm.
Berliner Prodnktenbörfe.
B e r l i n, 4. Okt. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märk., 259 bis 262; Roggen, märt, 212 bis 217; Sommergerste 205 bis 248; inländ. Gerste 176 bis 180; Wintergerste 176 bis 180; Hafer, märt, 176 bis 187; Mais (loko Berlin) 187 bis 189; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,50 bis 38; Roggenmehl 30 bis 32; Weizenkleie 10; Roggen- Neie 10 60 bis 10,70; Viktoriaerbsen 44 bis 53; kleine Speiseerbsen 32 bis 36; Futteverbsen 21 bis 27; Ackerbohnen 21 bis 22; Rapskuchen 14,40 bis 14,60; Leinkuchen 19 bis 19,20.______
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Belgische Noten ......
11,37
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Dänische Noten .......
111,02
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Englische Noten........
20,303
20,400
Franiöniche Noten ......
11,78
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Holländische Noten ......
167.50
168,34
Italienische Noten......
15.89
15,97
Norwegische Noten......
Deutsch.Oesterr-, äiOO Kronen
91,62
92,08
59.03
59,3.1
Rumänische Noten......
2.17
2,21
Schwedische Noten......
111,72
112,22
Schweircr Noten..... .
80,75
81,15
Spanische Ncuen ......
63,24
63.56
Tschechoslowakische Noten . .
12,375
12,435
llooattsche Noten
5.84
5.887


