ist man gegenwärtig mit dem Ausbru
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dürsten sich auf über 2000 Mark belaufen. Eine Wiederherstellung des Innern der Kirche sollte schon 1914 erfolgen, mutzte aber wegen des Kriegsausbruches unterbleiben. Es sollen nun Mittel angesammelt werden, damit sie 1930, wo seit der Einweihung der Kirche 50 Jahre verflossen sein werden, vorgenommen werden kann.
is. Steinbach, 4. Okt. In unserer Gemeinde
1060 1926,
zeitig werden an, _ . .
Turmuhr durch die Firma Leib zu Gießen neu vergoldet. Die etwas schwierige Stellung des Turmgerüstes erfolgte durch den Zimmermann Decker aus Alten-Duseck. Die Gesamtkosten
W > W w auj) in tote Mühe gut ms in Düdingm M'rs ist 8 in Mebm. Er hat entagen. Er bat Werkes gesehen -x vertrauend aus er Geschicke lenkt", oßeü nnö in seiner noch zu mehr kn schon so oft jeinul finde, und i! err-ichtm Zahl Helfen. Die ober'
konnte befriedigen. — Zur Erhöhung der Schlagfertigkeit der Wehr dürfte es angebracht erscheinen. wenn derartige größere Hebungen öfter vorgenommen wurden.
!—! Soubringen, 4.Okt. Am Samstagabend hielt der hiesige Mannerturnver- e in eine gutbesuchte Dersammlung ab. Es wurde u. a. bestimmt: Der Turnbetrieb soll während der Wintermonate fleißig gefördert werden: als l.Turnwart wurde Aug. Erb, als. 2. Otto Reif und als Schülerturnwart Heinrich Walther ernannt. Hm das Dergfest 1927 des Lahn-Dünsberg-Gaues will man sich auf dem Gauturntag in Wieseck am 24. Oktober bewerben. Hm die Fertig st ellung des hiesigen Sportplatzes will sich der Männerturnverein im Einvernehmen mit den anderen interessierten Vereinen und der Gemeindebehörde bemühen.
LI Annerod, 4. Oft. Ser Turm der hiesigen Kirche, wie auch das schadhafte Dach werden eben durch den Dachdecker Lapp von
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Bekanntmachung
In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bei der Firma PH. Lenz V. Witwe, Klein-Linden, folgendes eingetragen: Der Teilhaber Julius Martin Lenz in Klein- Linden ist durch Tod am 8. Mai 1924 aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden. Die Firma wird von dem bisherigen Teilhaber Wilhelm Lenz IV. in Klein- Linden und den Erben des Julius Martin Lenz: 1. Frau Julius M. Lenz Witwe, Elisabeth geb. Adolph, 2. Johann Friedrich Lenz, 3. Elisabeth Marie Lenz, alle in Klein-Linden, als eine offene Handelsgesellschaft weitergeführt. Die Zeichnung der Firma erfolgt durch Wilhelm Lenz IV. und Julius Lenz Wwe., die berechtigt sind, jeder allein die Firma zu zeichnen.
Gießen, den 30. September 1926.
Hessisches Amtsgericht. 8134C
zunächst die Schüler ein Emgangslieb. Ein Mädchen trug einen sinnreichen Vorspruch schön vor. Sann hielt Pfarrer ® r a u lin g, Grünberg, die Weiherede. Hierauf sprach Kreisschulrat Huff. Alsseld. Anschließend überreichte Daurat Vogt, Alsseld, den Schlüssel an Kreisdirektor S t a m m- l e r, der ihn an Bürgermeister D i ck h a r d t übergab. Mit einer kurzen Ansprache gab dieser die Schule zur Besichtigung frei. Sie Feier wurde gehoben durch einen Chor des hiesigen Gesangvereins und Vorträgen fcer Kapelle.
Kreis Lauterbach.
— Schlitz, 4. Okt. Ser Reiterverein für Schlitz und © dj I i ö erlaub, der in diesem Jahr gegründet worden ist und schon bei dem grotzen Reitturnier in Fulda schöne Proben seines Könnens ablegen konnte, trat gestern ’um erstenmal hier vor eine größere Oefsentlich- feit. Er bot unserer Stadt zum erstenmal das Schauspiel eines großange'.egten Reitturniers. Ser schöne Herbstsonntag hatte Zuschauer aus dem gan.en Schliherland in großer Zahl nach hier gebracht. Sie Weiherswiese zeigte sich als trefflich geeignet für eine derartige Veranstaltung. Man mußte staunen, was der iwch junge Verein in kurzer Zeit schon gelernt hat. Das Programm bot reiche Abwechslung, u. a. eine Reiterquadrille, Schulreiten, einen Geschicklichkeitsritt für junge Reiter lRatelrennen und Zigarettenrennen), ein leichtes und schweres Jagdspringen, mehrere Flachrennen. Das treffliche Pferde,naterial des Schlitzerlandes fand mit seinen Leistungen lebhaften Beifall.
S Ilbeshausen, 4. Okt. Gestern sand die Weihe unseres Kriegerdenkmals statt. Es ist eine etwa drei Quadratmeter große Sand- fteinplatte, die das Relief eines feldmarschmäßigen Kriegers trägt, der an dem Grabe eines gefallenen Kameraden einen Kranz niederlegt. Das Ehrenmal hat neben der Kirche Aufstellung gefunden und macht einen würdigen Eindruck. Die Feier nahm, von prächtigem 5)crbftroetter begünstigt, einen erhebenden Verlauf. Der Ortsgeistliche, der selbst Kriegsteilnehmer ist, hielt eine ergreifende Weihe- rede, der er das Bibelwort „Niemand hat größere Liebe als die, daß er fein Leben löstet für feine Freunde" zugrunde legte. Von feiten des Orts- und Kirchenoorftandes und den in der Gemeinde bestehenden Vereinen wurden Kränze niedergelegt.
Starkenburg.
WSR. Offenbach, 4 Olt. Am Sonntag Rachmittag gegen 3,45 Hhr ereignete sich in Bieber beim Orts eingang ein schweres Motorrad Unglück. Der 25jährige Kaufmann Peter Lvew starb an den Folgen eines Schädelbruches auf dun Weg nach dem Krankcn- harrs. Er kam in der Richtung von Offenbach und fuhr die stark abschüssige Straße beim Ortseingang hinab. Er prellte dabei derart gegen einen Lelegraphenmast, daß er sich überschlug. Sein Beifahrer wurde nur gering verletzt. Er wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingelicfcrt. konnte aber nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen werden. Der Motorradfahrer soll auf der abschüssigen Straße eine Geschwindigkeit von zirka 70 Kilometer gehabt haben.
Preußen.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M, 4. Okt. 3n einer Wirtschaft in der Klostergasse fand in der Rächt zum Sonntag eine s chw ere Schlägerei statt. Rach den bisherigen Ermittlungen betraten gegen 11 Hhr abends etwa 10 bis 12 Personen, die ihrem Aeuhern nach dem Roten Frontkämpferbund angeboren, das Lokal, um gegen den politisch rechts eingestellten Wirt und dessen Angestellte und Gäste Gewalttätigkeiten zu begehen. 3m Laufe der Schlägerei, die sich bis auf die Straße fortsehte, wurden mehrere Personen so schwer verletzt, daß sie dem Heil'ggeistbospital zur Behandlung zugeführt werden mußten. Von den Schwerverletzten ist der Friseur Eugen Schnitz- I e r. welcher zu den Eindringlingen gehört, inzwischen gestorben. Ein größeres Polizeiaufgebot stellte schließlich die Ruhe und Ordnung! wieder her. — 3n der Rächt zum Sonntag versuchte der Spengler Karl Dietrich in der Schön st raße dadurch Selbstmord zu begehen, daß er eine Gaslampeabschraubte. Vermutlich wurde dadurch das Gasrohr an der Decke verletzt, so daß das Gas in das Zimmer der darüberwohnenden Witwe Schmidt eingedrungen ist, deren Tod dadurch herbeigeführt: wurde. Dietrich wurde im Krankenhaus eingeliefert und befindet sich auf dem Wege der Besserung. — Am gestrigen Somrtag ist die älteste Bewohnerin Frankfurts, Frau Emma Großmann, geb. Stephani, im Alter von fast 102 Jahren gestorben. Die alte Same fühlte sich bis in die letzten Tage hinein durchaus wohl, sowohl geistig wie körperlich. Bei Eintritt der herbstlichen Witterung wurde sie von einer starken Erkältung befallen, deren Opfer sie jetzt geworden ist. — Vor ungefähr 14 Tagen trat ein angeblicher Rudolf Werner aus Eisenberg i. Thür, bei einer hiesigen Firma als Buchhalter ein. 3n ganz kurzer Zeit hat er es verstanden, seinen Arbeitgeber mittels Scheckfälschung um 4 0 0 M k. z u betrügen. Außerdem stahl er ihm eine wertvolle goldene Taschenuhr. Werner ist flüchtig gegangen. — Ser bei der Er-- werbsb^schränklenzentrale und beim Wohlfahrtsamt angestellte Dureaugehilfe Gustav Altin ey er ist von der Kriminalvolizei f e st geno nt» men worden, weil er sich a-'f Grund beim Wohlfahrtsamt gestohlener Formulare Anzüge und Schuhe bei hiesigen Frauen erschwindelt hat.
Getreides beschäftigt. Der Ertrag an Stroh ist ausgezeichnet, jedoch läßt der Körnerertrag mancherlei zu wünschen übrig. Im ganzen kann man den Ertrag der Getreideernte als gut mittel bezeichnen. Die Kartoffelernte ist ebenfalls mittelmäßig, nur die Sorte .Industrie" brachte einen befriedigenden Ertrag. Die D i ck w u r z lassen auch zu wünschen übrig, jedoch schafft hier die gute Heu- und Kleeernte genügenden Ausgleich. Die Obsternte war im ganzen gering; Birnen gab es einigermaßen, jedoch war an Aepfeln nur ein mittelmäßiges Ergebnis zu verzeichnen, Zwelfchen gab es nur vereinzelt. — Der Kreis Gießen läßt gegenwärtig an den Ob st bäumen der Kreisst raße Fanggürtel gegen das Ungeziefer an- bringen. Die vorbildliche Maßnahme verdient Nachahmung.
al. A l l e n d o r f (Lahn), 4. Ott. Gestern wurde hier das Erntedankfest, verbunden mit der Einweihung unseres im Innern neuberge ft eilten Kirchleins gefeiert. Die Herstellung war schon vor Jahren beschlossen, sie lornitc aber wegen Mangels an Mitteln nicht ausgeführt werden. Sem derzeitigen Gemeinderat, der bereitwilligst die Mittel zur Verfügung stellte, gebührt Dank dafür, daß wir jetzt ein so schmuckes und würdevolles Kirchlein haben. Bei dieser Renovierung wurde auch unserer im Weltkrieg gefallenen Krieger gedacht und deren Rame. Alter, Truppenteil, Tag und Ort des Todes oder Verwundung auf sechs Feldern der Empore angebracht; unter den letzten Ramen der 23 Gefallenen wurden die Worte gesetzt: „Sie ftarben für uns." Sie gottesdienstliche Feier verschönte der hiesige Männergesangverein mit dein von der Orgel begleiteten Chor: „Sie Himmel rühmen des Ewigen Ehre."
X Allendorf a. d. Lahn, 4. Okt. Jetzt fand die Uebergabe eines Teiles der neu eingekeilten Grundstücke durch die Feld de- reinigungskommission an die neuen Besitzer an Ort und Stelle statt, so daß nun mit der Winteraussaat begonnen werden kann. Die Zuteilung der Gütergeschosse erfolgt erst später. Wie viele ooraussahen, sind manche Besitzer mit der Neueinteilung unzufrieden. Hauptsächlich wird die Größe der neuen Parzellen (über 3—4000 Quadratmeter) als für den Kleinbetrieb unpraktisch bezeichnet Verständlich ist dies insofern, als die meisten Kleinbesitzer bisher in einem Gewann gutes und schlechtes Land in kleinen Parzellen bearbeiteten und gute Erträge erzielten, während manchem jetzt eine größere .Fläche von geringerem Bodenwcrt in ungünstigeren Lagen zugewiesen wurde, so daß geringere Ernteerträge eintreten müssen. Die Mißstimmung ist recht beachtenswert.
Kreis Friedberg.
z< Dad-Rauheim, 4. Okt. Park und Anlagen bieten in diesem Jahre einen reichen Segen an Kastanien. Wie in den Vorjahren ließ die Bade- und Kurverwaltung wieder größere Massen der Früchte für den Wildpark in Darmstadt sammeln. Aber auch die 3ugenb benutzt ihre Ferientage eifrig zum Sammeln. Man kann hier von einer richtigen Kastanien- ernte sprechen. Die Früchte werden nicht nur vom Boden aufgelesen, die Bäume werdeir auch erstiegen und geschüttelt. Ser hiesige 3 agdklub kauft die Früchte auf, um damit feinen Hoch- und Rotwildbeständen im Taunus über die härtesten Wintertage hinwegzuhelfen. Wenn auch nur 2 Pf. pro Pfund bezahlt werden, so verdienen sich viele Kinder doch ein ganz schönes Sümmchen zusammen und können sich dabei noch in dem Bewußtsein freuen, etwas für den Schutz der Waldtiere im Winter getan zu haben. Bei den Abgabestellen, die der 3agdklub eingerichtet hat, sind bis jetzt schon über 30 Zentner Kastanien abgeliefert worden.
Kreis Schotten.
D Laubach, 5. Okt. Heute tritt Frau Dr. Eckel, die Witwe des 1886 verstorbenen Syndikus Dr. Eckel, in ihr 9 0. Lebensjahr. Die alte Dame ist geistig noch völlig frisch; sie verfügt noch über ein vorzügliches Gedächtnis und nimmt noch an allem lebhaften Anteil. — Erft in diesem Monat erwacht hier die Bautätigkeit, die in diesem Jahre völlig geruht hatte. Zwei neue Wohnhäuser werden noch gebaut, eins am Fuße des Rarnsberges, das andere am sog. „Roten Berg".
Id. Aus dem vorderen Vogelsberg. 4. Okt. Btt den Ob ft Der ft ei gerungen, die eben in vielen Gemeinden stattfinden, stellt sich der Zentner A e p f e l auf mindestens 10 Mark am Baume. Ser Erlös im schlechten Obstjahre 1926 erreicht oft die Höhe der Einnahmen für versteigertes Obst in guten 3ahren, so daß der von vielen Obstzüchtern beklagte Ausfall des Ob ft gelbeä für manche Gemeinden nicht eintritt. — Sie auf niederschlags- reiche Zeiten folgenden warmen Herbsttage haben einen so außergewöhnlich starken Gras- und Kleewuchs hervorgebracht, daß eben Grünfutter im Heberfluß vorhanden ist. Diele Landwirte haben daher die sonnigen Tage benutzt, um Kleeheu zu machen, wozu in den allermeisten 3ahren wegen Drünfuttermangels im Aachsommer keine Gelegenheit ist.
* Aus dem Vogels berge, 4. Okt. Zur Zeit durchfahren Obsthändler aus der W e 11 e r a u die obstarmen Dörfer des höheren Dogelsberges, um ihre Ware abzujeyen. Sie Bevölkerung ist aber wenig kauflustig, denn die Finanzlage und die diesjährigen Aepfelvreise passen schlecht zueinander. Mitunter ist bas angebotene Obst von solcher Beschaffenheit, daß der geforberte Preis von 20 bis 22 Mark für den Zentner als wucherisch zu bezeichnen ist. Es wäre zu wünschen, daß es unreellenHänd- l e r n bald verleidet würde, K e 11 c r o b ft zu solchen Preisen zu verkaufen.
Kreis Alsfeld.
Alsseld, 3. Olt. Aachdem der Alsfelder Flugtag seither unter mancherlei Mißgeschick zu feiten hatte und schließlich im vergangenen 3ahre nach zweimaliger Hmfegung ganz ausfalfen mußte, war es ter Stabt Alsfeld vergönnt, am heutigen Sonntag mit dem von ter Frankfurter Flugsport-Gesellschaft veranstalteten Flug tag einen vollen Erfolg zu buchen. Sie sportliche Veranstaltung, die von prächtigem Herbstwetter begleitet war. hatte eine nach Tausenden zahlende Menschenmenge auf das Fluggelände gelockt, wobei natürlich auch die bera inten Zaungäste nicht fehlten. Sen Absperrungsbienst führte die Freiwillige Feuerwehr in Verbindung mit mehreren berittenen Gendarmeriewachtmeistern in mustergültiger Weise durch. Der Flugtag mürbe von zwei Flugzeugen bestritten, das eine war der Soppeldecker O 99 6, hergestellt von den Raab - Katzenstcin - Werken, gesteuert von dem Piloten F i e s e l e r, während die andere Maschine 0 3 7 9, geftefiert von dem Piloten Klötzer, eine Sietrich-Maschine war. Die Darbietungen der beiden Flieger verdienen höchste Anerkennung, besonders die Kunstflüge des Piloten Riefelet auf feiner eleganten und geschmeidigen D 996 erregten hohe Bewunderung. Aufregend sahen die elegant und sicher ausge'ührten Loopings, Rollings und das gefürchtete Trudeln des Piutten aus, der seine Maschine mit meisterhafter Ruhe und Sicherhett in der Hand hatte. Sehr ergötzlich, besonders für die 3uqenb, war die Verfolgung von aufgelasfenen Kinderballons durch d':e Flieger. Auch das Entfernungsschätzen der richtigen Höhe eines Flugzeugs durch das Publikum fand bei diesem großes 3ntereffe. Sen Höhepunkt ter Spannung bildete der um 5.15 erfolgte Fallschirmabsprung des Piloten Rudolf Doehler, der sich ruhig und sicher vollzog. Der Fallschirm öffnete sich sogleich und die Landung ersolgte etwa 300 Meter vom Flugplatz entfernt in glatter Weise. Jetzt kannte die Begeisterung des Publikums keine Grenzen mehr, es durchbrach die Absperrung, und alles eilte aus den kühnen Springer los, um diesen zu bewundern. Damit hatte der Alsfelder Flugtag sein Ende gesunden, auf den die Frankfurter Flugsport-Gesellschaft und die Stadt mit voller Befriedigung zurückblicken darf. Am Abend fand eine gesellige Zusammenkunft mit den Vertretern der Frankfurter Flugsport-Gesellschaft im Hotel „Deutsches Haus" statt. Bürgermeister Dr. V ö l s i n g sprach namens der Stadt Alsseld der Gesellschaft Dank aus für den in allen Teilen befriedigenden Verlauf der Veranstaltung und für die umsichtige Leitung durch den Geschäftsführer Schädel, Frankfurt a. M.. ebenso dankte er der Freiwilligen Feuerwehr für ihre tatkräftige Unterstützung.
mu. Lehnheim, 4. Okt. Das hiesige Schul- haus genügte seit langem, namentlich in gesundheitlicher Hinsicht, nicht mehr ten Bedürfnissen. Krieg und allgemeine wirtschaftliche Rot traten dem längst gehegten Plan, einen Reuoau zu errichten, hemmend in den Weg. Rach Heberwindung mancher Schwierigkeiten hat aber die Gemeinde, die die nötigen Feldbrandsteine in eigener Mark gewann und auch über Wald verfügt, nun doch ein neues Schulhaus erstellt. Dieses wurde gestern eingeweiht. Rachdem die Schüler int alten Schulsaal ein Abschiedslied gelungen hatten, hielt Lehrer Baumann von hier eine Ansprache, in her er einiges aus der Geschichte ter allen Schule berichtete und sich dann von ihr verabschiedete. Rach einem Musikstück der hiesigen Kapelle setzte sich ter Festzug, an dem sich auch der Reiterverein Mücke beteiligte, nach dem neuen Schulgebäude in Marsch. Dort fangen
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Gießen einer Re u b e s ch i efe r u n g unterzogen. Die Kirche ist 1880 neu erbaut, und in ter langen Zeitspanne von da bis heute konnte nichts Durch- Seisendes an dem Gebäude geschehen, so daß die usoesserung dringend geboten erscheint. Gleich- ch die Zifferblätter der
Londerzug 4. Klasse mit einem Drittel Fahrpreisermäßigung unb Schnellzugsgeschwind gleit von Dießen nach Rothenburg o. d. Tauber zu fahren, albfahrt in Gießen 6.15 Hhr vorm., Rothenburg an 11.53 Hhr vorm., Rothenburg ab 6.25 Hhr aachm.. Gießen an 11.30 Hhr abends. Der Zug hält in Butzbach, Dad-Rauheim, Friedberg, 5>ele -enbergen-Wintecken und Hanau-Ost. Der Fah^ preis beträgt ab Gießen 11 Mk., ab Butzbach I 10 20 Mt., ab Dad-Rauheim 9,80 Mk., ab Fried- ; berg 9,60 Mk., ab Heldenbergcn-Windecken 8,80 ' Mark, ab Hanau 8 Mk. Zur Führung ter Setp neunter durch die Stadt Rothenburg und für die Defichtigung der Sehenswürdigketten, wie Rathaus, Kircten, Museen, Wehrgänge usw. werden Karten zum ermäßigten Preise von 1,50 Mk. denn Lösen der Fahrkarten angeboten. „
" Fahrpreisermäßigung für neu- eintretende Studierende. Anläßlich des lammenden Semesterbegrmis an den Haiversttäten wird darauf Hingewiefen, daß den neueintretenten Studierenden Fahrpreisermäßigung für die Fahrt rvm Wohnort ter Eltern zinn Hochschulort zu- ileht Die Fahrpreisermäßigung wird in meiern ^alle jedoch nicht bei Antritt ter Fahrt gewährt, ontern die Studierenden erhallen den halben ! Fahrpreis nachträglich auf dem Grstattungswege lRtcr Dorlegen der Fahrkarte und eines von der Schulbehörde zu beglaubigenden vorgrdruckten Antrags auf Schülerferienkarten zurück. Rach Beendigung der Fahrt ist die Fahrkarte vor tem Verlassen des Bahnsteigs dem Aufsichtsbeamten vorzulegen, damit die Fahrkarte an der Sperre richt abgegeben zu werten braucht. Der Erstattungsantrag ist an die der Fahrkarteiiausgabe des Heimatortes übergeordnete Reichsbahn-Derkehrs- anftalt zu richten.
*♦ Musikalische Morgenausführun- - e n. Man schreibt uns: Bictor Heermann, der älteste Sohn des berühmten Prof, der Violine Hugo Heermann, der, wie bereits angekündigt, in diesem Winter Lehr-Kurse für Solo-Gesang in Gießen und in den ^benachbarten Städten erteilt, wird im Verein mit feiner Frau im Lause dieses Winters einige Morgenaufführungen veranstalten. Victor Heermann war als jugendlicher Heldentenor an der Wiener Volksoper tätig und kam später als Gesangspädagoge an das Konservatorium Zürich und das bekannte Klindworth-Scharwenka Konservatorium in Berlin. Frau I. Heermann, die aus der Schule ihres Mannes als Sängerin hervorgegan- §en ist und als seine Assistentin im Unterrichte wirkt, ist bereits verschiedentlich rpit großem Erfolg in Aerlin und anderen Städten ausgetreten. Sie wird das Programm der ersten Morgenaufführung (siehe heutige Anzeige) des Ehepaares bestreiten. Ein Teil des Programms dieser ersten Veranstaltung ist dem Andenken des kürzlich verstorbenen Prof. Gustav Trautmann gewidmet, und bringt eine Reihe unveröffentlichter Lieder und Gesänge des Meisters. Daneben enthält das Programm, das ; den Romantikern des Liedes gewidmet ist, eine 1 Reihe der schönsten Lieder von Brahms, Schumann unb Hugo Wolf. In der 2. Morgenveranstaltung im Januar wird Herr Victor Heermann neben 1 einer Reihe moderner Gesänge verschiedene Fragmente aus Wagnerschen Werken zu Gehör bringen. In der ersten Matinee wirkt er als Begleiter seiner Frau am Klavier. Man beachte die heutige Anzeige.
** Oeffentliche Bücherhalle. Vom IS. August bis zum 15. September war die Bücher- We geschlossen. In der ersten Hälfte des August inb in ber zweiten bes September würben 831 Dänbe ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzäh- lmde Literatur 524, Zeitschriften 51, Jugenbschriften 51, Literaturgeschichte 5, Gebichte unb Dramen 12, Lcinber- unb Dolkerkunbe 41. Kulturgeschichte 11, Geschichte unb Biographien 48, Kunstgeschichte 7, Naturwissenschaft unb Technologie 26, Heer- unb Seewesen 8, Haus- unb Lanbwirtschaft 11, Ge- | siinbheitslehre 4, Religion unb Philosophie 17, Staatswissenschaft 5, Frembsprachliches 10 Bänbe. Nach auswärts kamen 6 Bänbe.
Preisgekrönte hessische Braugerste. Auf der Seutfchen Gersten- und Hopfenausstellung, die vom 25. September bis 3. Oktober in München stattfaud, fielen auf 18 hessische Braugerstenmuster nicht weniger als 11 Preise und Anerkennungen, und zwar ein 1. Preis, zwei 2. Preise, fünf 3. Preise und drei Anerkennungen. Außerdem kam auf Grund der bei der Bonitierung erreichten relativ höchsten Purcktzahl auf Hessen die höchste Auszeichnung, die Bronzene Preußische Staatspreismünze, und zwar auf die mit dem 1. Preis bedachte Gerste von Ferdinand St n au f f in Monsheim.
WSR. Freim arken zu 15 und 25 Pfennig. Rach einer Mitteilung des Reichspostministeriums wird mit der Lieferung der reuen Freimarken zu 15 und 25 Pfg. voraussichtlich im Laufe des Oktober und Rovember begonnen werden.
** Der Zirkus Blumenfelb kommt Enbe bieser Woche nach Gießen. Das Unternehmen gehört bekanntlich zu ben angesehensten bieser Art. Die Vorstellungen sollen am Samstagabenb eröffnet werben. 'Näheres im heutigen Anzeigenteil.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 4. Okt. Gestern nachmittag Janb durch den Kreis - Feuerwehr - Inspektor S i do re, Gießen, die Inspektion der hiesigen Freiwilligen und Pflichtfeuer- d e h r statt. Rach ten üblichen Exerzitien an den Geräten beschloß ein Brandangriff (es war angenommen, daß im Bürgermeistereigebäude ein 2rand ausgebrochen war) die Hebung. Ser Angriff und die Bereitstellung ter Geräte erfolgte jifrnell und exakt, die Art der Feuerbekämpfung
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