Oberheffen.
Landkreis Giegen.
■f Grünberg, 3. Hob. Die Einführung der Konfirmanden in den dieswinier.ichea Äon« fimandenunterricht hat vor kurzem stattgefunden. Insgesamt handelt es sich um 72 Kinder, und zwar 37 Mädchen und 35 Knaben. Davon stammen aus Grünberg 19 Knaben und 20 Mädchen, aus Lumda 5 bzw. 7. aus Lehnhetm 3 bzw. 5 und aus Stangenrod 8 bzw. 5.
Kreis Friedberg
WSA Friedberg. 3. Mw- Zwei in Meder«Weisel wohnende Bürger erhalten WfCT Tage die Aachricht, daß sie von chrer vor vielen Jahren nach Amerika ausgewaichcrtm Schwester ie etwa 3000 Dollar geerbt hatten. «Aach deutschem Gelde beziffert sich,die Summe auf un« gefähr 25 000 Mark.) Der Löwenanteil des Ge- samlvermögens von annähernd 35 000 Dollar wurde der Kirche und wohltätigen Stiftungen
vermacht.
o Vilbel 3. Aov. Der Plan einer Autobuslinie Offenbach—Vilbel scheint nun feste Formen anzunehmen. Der Gemeinderat hat dem voriäufigen Verkehr von einem Wagen nut Anhänger zugestimmt. Vilbel garcmNert Vs. Offenbach */s. Der Fahrpreis soll bis Frankfurt noch etwas geringer sein, als der mit der Reichsbahn 4. Klasse. Es ist zu erwarten, daß das neue Vertth.s.n'.tttl großen Anklang findet, zumal eine bessere Derbindrrng mit Frankfurt und Offenbach als dringendes Bedürfnis emvfundrn wird.
00 Nie der« Florstadt, 3. Nov. In seinen letzten Sitzungen beschäftigte sich der Gemeinderat u. a. mit der Neufestsetzung der Mieten in den Gemeindewohnungen. Es wurden Mieterhöhungen bis zu 50 Proz. der bestehenden Sähe vorgenommen. Ein Gesuch der Turngemeinde um Lieberlassung von Klopf st einen zur Ausbesserung der S vr a st e vor der Turnhalle wurde genehmigt. Der Verein fährt die Steine an und walzt die Strahe mit einer Selbstfahrerlokomobile.
a. Ossenheim .3, Aov. Die S.c dt F r i e d- berg wird zur Zeit an das In Heiden« r Wasserwerk angeschlossen. Die Ausführung der Arbeiten wurde der Firma A ü st e r - Friedberg übertragen, welche die Erdarbeiten an F i ch« Aieder-Mockstadt abgegeben hat. Zahlreiche Erwerbslose von Friedberg haben Beschäftigung gefunden, gestern find sie jedoch nicht zur Arbeit erschienen. Sie hatten sich zwar am Bahnhof versammelt, von wo sie sonst mit einem Auto zur Arbeitsstätte gebracht werden, doch gingen sie nach einer kurzen Besprechung wieder auseinander. Sie traten in den Streik, angeblich deshalb, weil ihnen für die Stunde 55 Pf. bezahlt werden, während ihnen 70 Pf. zustünden.
a. Aus der südlichen Wette rau, 3. Aov. Infolge der anhaltenden Regensälle der letzten Zeit sind tiefgelegene Wiesen st ellenweise unter Wasser gesetzt. Grö« stere Lleberschwemmungsflächen dehnen sich besonders an der Bahnstrecke Vilbel—Stockheim aus. Infolge der Regulierung der A i d d a und der Aidder haben die äleberschwemmungen diesmal allerdings nicht den Umfang wie früher angenommen. In einigen Gemarkungen werden zur Entwässerung Drainierungen voraenommen, die zum Teil beträchtliche Ausdehnung haben. In Rendel werdett beispielsweise etwa 20 Kilometer Drainage auSgefühct.
Kreis Schotten.
= •= Schotten, 3. Aov. Am 25., 26. und 27. Iuni nächsten Jahres wird hier ein großer Gesangswettstreit und das 9 0. Stiftung s f e si des Männerchors 1 837 stattfinden. Dis dahln wird die Turnhalle durch einen Erweiterungsbau wesentlich vergraster! fein, so dast zu dem Gesangswettstreit ein genügend großer Raum zur Verfügung steht. Zur Zeit worden die Fundamentierungsarbeiten vorgeniommen.
= .= Gedern, 3. Aov. Dieser Tage fand hier die diesjährige Gesellenprüfung statt, bei der alle Prüflinge bestanden.
Höckersdorf, 3. Noo. In diesem Jahre kann dec hiesige Kriegerverein auf fein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Don den Gründern find einige noch am 2<bcn und vorbildlich« Stützen des Vereins. Von den Mitgliedern haben zehn im Weltkriege ihr Leben dem Vaterland geopferk. Einigen Kameraden wurden von der „Hassia" Ehrenzeichen für 25jäh« rige Dereinszugehörigkeit ausgehändigt. Mit Rücksicht auf die schlechten Zeitverhält« nisse hat der Verein auf die Abhaltung einer größeren Iubelfeier verzichtet.
Kreis Büdingen.
WSA. e t oct beim, 3. Aov. In einem hiefigon Sägewerk wurde dieser Tage ein im Spessart gefällter Eichen st amm erngeliefert, tet einen mittleren Durchmesser von 1,30 Mete r, eine Länge von 14 Meter und einen Inhalt von 18 Kubikmeter hat. Er soll zu Fournreren verarbeitet werden.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 3. Nov. Auf Einladung der Bürgermeisterei sand am Dienstagabend eine kurz anberaumte dringliche Sitzung |tatt, die sich mit ber eiligen Angelegenheit der Einrichtung des Majchinenraumes des alten Elektrizitätswerkes als Feuerwehrgerätehaus befaßte. Auf Vorschlag des Vorsitzenden war in der letzten Sitzung beschloßen worden, von einem Umbau des alten Spritzenhauses zwecks Schaffung eines frostfreien Raumes für die neue Motorspritze abzusehcn und den Maschinenraum des stillgelegten, verpachteten, alten Elektrizitätswerkes als Geräte- rnum für die Freiwillige Feuerwehr einzurichtcn. Nachdem die Verhandlungen mit der Pächterin des Werkes, welche dort einen Fabrikbetrieb eingerichtet hat, zu einer Einigung geführt haben, kann das Projekt nunmehr zur Ausführung gebracht werden. Es wurde allgemein anertannt, daß der neue Vorschlag eine durchaus befriedigende Lösung bedeutet, zumal die Unterbringung der Geräte im jetzigen Raum nicht mehr zeitgemäß ist, da dieser viel zu klein ist. Allgemein begrüßt wurde auch der damit in Verbindung stehende Vorschlag, das damit frei- werdende alte Spritzenhaus in der Obergasse, das keine Zierde des Stadtbildes ist, niederzulegen, um dadurch einen freien Blick auf den malerischen Kirchplatz zu schaffen. Wie der Vorsitzende bemerkt, werde er darüber erst die Auffassung des Denkmalspflegers, Geh. Hofrat Prof. Walde- Darmstadt, hören. Die Versammlung beschloß nach kurzer Aussprache einstimmig, den seitherigen Maschinenraum des Elektrizitätswerkes als Feuerwehrgeräteraum einzurichten und das seitherige alte Spritzenhaus in der Obergasse niederzulegen. Die von ter Firma August Ernst Waldeck vertraglich für das Elektrizitätswerk zu zahlende Pacht wird vom Zeitpunkt der Heber« gäbe des Maschinenraums an die Stadt Alsfeld | auf 1600 Rm. jährlich für die Dauer der noch laufenden Pachtzeit (bis l.Iuli 1934) herabgesetzt. — Weiter wurde noch verhandelt die Vergebung der Arbeiten und Lieferungen für die Kanalisation der Hntergasse, des Marktplatzes, der Mainzer Gasse und Obergasse, die als öffentliche Notstandsarbeiten im Wege der produktiven Erwerbslosenfürsorge alsbald in Angriff genommen werten soll. Die Erd-, Maurer- und Rohroerlegungsarbeiten werden der Firma Ludwig Schneider in Heuchelheim zu ihrem Angebot von 19 283 Rm. übertragen, die Lieferung ter Ton- und Zementrohre usw. dem Otto Leidner, Wilhelm Egner und Arnold Etling zu ihrem Angebot von 10 637,77 Rm., die Lieferung der Schmutzkisten der Lauterbacher Blechwarenfabrik. — Ein Dispens nach Artikel 18 der allgemeinen Bauordnung für die Errichtung eines städtischen Drei-Familien- Hauses in der Siedlungsanlage Rambach, die außerhalb des Ortsbauplanes liegt, wird befür- wartet.
L. Mücke, 3. Noo. In diesem Jahre wird wieder, wie in früheren Jahren, eine Kartoffelsammlung in den Gemeinden der Kirchspiele Groß-Felda und Windhausen und Schellnhausen,
Ermenrod mit Zellbach, Ehringshausen mit Ober- ■ dorf und Ober-Ohmen mit Ruppertenrod und Unter-Seibertenrod veranstaltet, die dem Elisa- bet h c n st i s t in Darmstadt gesandt werden soll. Es soll ein Waggon mit 300 Zentner zusammen- kommen.
L Ober-Ohmen, 3. Aov. Bei den Reimi- gungSarbeiten in dem im Ri« deselschen Durggarten gelegenen Teich« fand man eine 7,5-Zentimeter-Granate, bi« beim Rückzüge der Truppen 1918 dort versenkt wurde. Das Geschoß wurde unter Aufsicht der Gendarmerie im nahen Kirchberg«, einem kleinen Wald in der Aähe deS Dorfes, zur Explosion gebracht. Die Dämme des Leiches waren von Wühlmäusen derart unterwühlt, dast sie teilweise neu hergestellt werden mußten.
-er. Homberg a. d. Ohm, 3. Aov. Um bei Llnglückssällen schnell in sachkundiger Weif« erste Hill« leisten zu können, soll hier mit der Ausbildung einer freiwilligen Sani- tätskolonn « begonnen werden. Die Unterweisung der Interessenten durch einen hiesigen Arzt ist natürlich kostenlos. Man rechnet daraus, daß sich auch in unserer Stadt zahlreiche Bürger finden, die gewillt sind, dies« Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit auszuüben. Am nächsten Sonntagvormittag wird in dieser Angelegenheit auf dem Bürgermeisteramt eine Besprechung statt- finden, von der man ein befriedigendes Ergebnis erwartet.
-er. Aus dem Ohmtal, 3. Nov. Die starken Regengüsse ter letzte,» Tage bewirkten das Uebertreten der Ohm aus ihren Ufern; um Schweinsberg bildete sich wieder ein großer See. Der Boten ist jetzt dermaßen auf« geweicht, daß es unmöglich ist, in Gärten ober auf Aeckern Arbeiten zu verrichten.
Elpenrod, 3. Nov. Bei der gestrigen Treibjagd, die sich über verschiedene Distrikte der Försterei Elpenrod erstreckte, konnten von 15 Schützen insgesamt nur sechs Rehe und fünf Hasen zur Strecke gebracht werden.
Starkenburg.
* Darmstadt, 3. Aov. Hier starb Mi« nisterialdirektor i. R. Franz Hö lzinger. Der Verstorbene hatte viele Iahre das Referat über landwirtschaftliche Angelegenheiten. — In der Frage der Erhaltung d e rA mt 8g erlebte in Friedberg und Dad-Aauheim fan- bet in den nächsten Tagen im Ministerium der Justiz eine Aussprache statt. — Das Kreis- Krankenhaus in Groß-Gerau ist zu dem Preise von 100 000 Mk. in den Besitz der Stadt Groß-Gerau übergegangen.
WSA. Heppenheim, 3-Aov. Ein mehrfach vorbestrafter Händler hat von den Gräbern des hiesigen Friedhofs einige Male B l u- men gestohlen und sie nach einer benachbarten Großstadt zum Verkauf auf den dortigen Mar ft gebracht. Der Frevler wurde verhaftet.
Rheinhessen.
WSA Mainz, 3. Aov. Die Verhandlung gegen den Techniker Ernst Meyer aus Diele- felb wegen Doppelmords, begangen an seiner Braut und Schwiegermutter, ist, da noch verschiedene Zeugen geladen werden müssen, von derAovembertagung des hiesigen Schwurgerichts abgeseht worden. Die Angelegenheit soll im Dezember verhandelt werden.
WSA. Weißenau, 3. Aov. Hier wurden in der Eleonorenstraße Teile eines vermutlich aus dem ersten Jahrhundert unserer Zeittech- nung stammenden römischen Grabdenkmals gefunden, daS anscheinend einem reichen Ehepaare gesetzt wurde. Die ganze Höhe des Denkmals dürfte etwa 3^2 Meter betragen haben.
WSA. Aieder-Olm, 3. Aov. In einer hier stattgehabten von Mitgliedern des Gemeinderats, der Gewerbetreibenden, Landwirtschaft und Industrie stark besuchten Versammlung wurde
ein« Entschließung gefaßt, in der gegen die geplante Auslosung des seit dem 13. Iahrhundert be i Renten Amtsgerichtsbezirks Aieder-Olm Einspruch erhoben wird. Sine Kommission soll bei den maßgebenden Stellen den Protest überreichen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
O Wetzlar, 3. Aov. Im Iahre 1924 hat die Haustochter Ilse Schneider von hier die 23jährige Emma Scheer vom Tode des Ertrinkens gerettet Der Regierungspräsident zu Koblenz hat jetzt der genannten im Aamen deS Preußischen Staatsministeriums für bai bei der Rettungstat bewiesene mutige und entschlossene Verhalten eine öffentliche Belobigung erteilt
O Lützellinden, 3. Aov. Das Ortsnetz derhiesigen Gemeinde wurde bei der Einführung des elektrischen Lichtes in Eisen erbaut. Die Betriebssicherheit der Eisenleitungen hat im Laufe der Jahre derart nachge- lafsen, daß sich d'e Gemeinde entschliehen mußte, das Ortsnetz teilweise umzubauen und die Eisenleitungen durch solche von Kupfer zu 'ersetzen. Die Arbeiten sind dem Ingenieur Fritz Groh zu Leun übertragen; mit ihrer Ausführung ist bereits begonnen. Wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit soft der Umbau mit Beschleunigung durchgesührt werden.
—Z— Klein-Rechtenbach, 3. Nov. Einem llebelftanb, der sich besonders bei Bauarbeiten unangenehm bemerkbar machte, wird jetzt gelegentlich des im Gange befindlichen Zusain m e n - legungsverfahrens der Grundstücke abgeholfen. Unsere Gemeinte, wie auch die Nachbargemeinde Groß-Rechtenbach, besitzt nämlich keine eigene Sandgrube, so daß dieses unentbehrliche Baumaterial gegenwärtig von mehr als zwei Stunden entfernten Orten bezogen werden kann. Die Ortsdeputierten hiben nun einen Platz zu einer Sandgrube bestimmt, in besten Nähe auch Groß-Rechtenbach eine solche erschließen will.
DUlkrcis. *
WSA. Herborn, 3. Aov. Im nahen U6e- denbach verunglückte der Arbeiter Thiel- mann beim Hantieren mit einer Schrotmühle derart, daß er nach kurzer Zeit im Herborner Krankenhaus verstarb.
Maingnu.
WSA. Frankfurt a. M., 3. Aov. Der Landeshauptmann für den Regierungsbezirk Wiesbaden Dr. jur. Wilhelm Woell ist heute vormittag im hiesigen Städt. Krankenhaus an den Folgen einer langjdlj- tigen schweren Erkrankung gestorben. Dr. Woell, der ein Alter von nur 55 Iähren erreicht hat, ist in Weilburg a. d. L. geboren. Gr studierte tn Heidelberg und Straßburg und wurde im Iahre 1901 zum Stadtrat in Frankfurt gewählt, wo er ein hervorragender Mitarbeiter des damaligen Oberbürgermeisters Adickes war und sich besonders bet der Gründung der Frankfurter Alni- versität hervorgetan hat. Als Landeshauptmann setzte er sich hervorragend für die Kanalisierung der Lahn ein; seiner zielbewuhten Arbeit ist es hauptsächlich mit zu verdanken, daß die Kanalisierung der Lahn jetzt in Angriff genommen worden ist. — Wegen schlechter Aote im französischen Unterricht stürzte sich gestern nachmittag gegen >/,3 Hhrein in der Oberlindau wohnender 14jähriger Schüler in der Aähe des Heddernheimer Gaswerks In d i e A i d d a. Da er schwimmkundig war, bekam er aber schnell Reue und kletterte von selbst wieder ans Ufer.
WSA. Dörnigheim, 3. Aov. Gestern vormittag stürzte ein 75 Jahre alter Mann aus dem Dachstock seines Hauses auf die Straße. Gr war sofort tot. Es wird angenommen, । daß er einem Schwindelansall zum Opfer gefallen ist.
Für die so überaus zahlreichen Geschenke und Aufmerk, samkeiten anläßlich unserer Vermählung, sowie für die von der Gesanqs-abteilung der Lokomotivführer erwie- sei.e Ehrung danken w.r herzlichst.
Karl Kleinhenn und Frau Luise geb. Eckhardt.
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