Turnen, Sport und Spiel
Die Balten
eine Sonderstellung inne, als die
stellen.
Süddeutschland.
und genau unter-
Betrieb befindlichen Handspinnerei und
beiden Bezirke düng liegen.
Beginnen wir mit unseren Betrachtungen beim stärksten Verband, dem süddeutschen, der nicht nur im letzten Jahr mit der Spielvereinigung Fürth, sondern in der Nachkriegszeit mit einer Ausnahme seit vor dem Kriege ‘ immer den deutschen Weister stellte. Süddeutschland hat seine Hochburg seit langem in Aurn- lerg-Fürth, und auch in diesem Jahr zeigt der Beginn der Spiele diese Tatsache aufS neue.
die Fasern der wichtigsten Mikroskop vergröbert sehen scheiden kann.
Die Vorführung der im
zurück.
Die folgenden Gruppen geben nun ein übersichtliches. kurzes Bild der verschiedenen Zweige der Textilindustrie, wie Baumwollspinnerei und die daran anschließende Daumwollweberei, Kammgarnspinnerei und Wollweberei einschließ- lich der Wolldeckenweberei und Teppichknüpferei. Dazu kommt als dritte große Gruppe die Trikot- fabrikation und schließlich noch die Wollwirkerei und Strickerei auf Handmaschinen. Soweit wie möglich, wird in den einzelnen Arbeitszweigen
Fußball-Umschau.
Seit Wochen ist der K a mP f um d i e Fu ß- ballmeisterschaft den sieben Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes aufs neue entbrannt. Die ZOO deutschen Ligavereine nehmen damit den über die Dauer von acht Monaten sich erstreckenden Kampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft auf. Gin Sieg vi der Ver- bandsmeisterschaft stellt die erste Etappe zum sportllchen Erfolg dar. der sich in der deutschen Meisterschaft verkörpert. Aoch ist es ein weiter Weg und die Bahn der einzelnen Mannschaften recht vielgestaltig gezeichnet. Manche von denen, die mit guten Anfangserfolgen ins Rennen gehen, haben bald ihr Pulver verschossen, und Niederlagen lösen die Erfolge ab. Andere kommen erst spät in Schwung und haben im Verlaufe der langen Spielzeit alle Mühe, anfangs verlogenes Terrain wieder einzuholen, um tm Punktkampfe doch noch den Sieg zu erringeiu
Die Situation in den einzelnen Verbanden ist gegenüber dem Vorjahr wenig geänderi. Sine umstürzende Klassenänderung hat es nirgends gegeben nur daß die schwächsten Mannschaften der Verbandsligen den führenden der Kreis- ligen Platz gemacht haben. Was hier und da besonderes Interesse erweckt, ist die Tatsache, daß in einigen Verbänden die P r o t e st e a b geschafft sind, so daß das auf dem Spielfeld erzielte Ergebnis unabander- l i ch ist. Dort wartet man gespannt auf den Erfolg dieser Maßnahme, die in England seit Jahrzehnten durchgeführt ist. Bisher kann man m allen Verbänden einen glatten Spielverlauf fest
hat seine Spiele in den beiden spielstärksten Bezirken, Breslau und Aiederlausitz, erst sehr wenig vorwärts gebracht. In Schlesiens Hauptstadt führt der Sportllub 08 mit einem Punkt vor Sportfreunde, in der Aiederlausitz sind Viktoria-Forst und Brandenburg-Kottbus bisher ohne Punktverlust geblieben. Zwischen den Meistern dieser dürfte denn auch die Entschei-
Maschinen enorm zu steigern.
Zuerst bekommt man auf vier Ständen ein Bild von den verschiedenen, für die Textilindustrie in Betracht kommenden Aohstoffen und ihrer Gewinnung (Tier- und Baumwolle, Flachs, Hanf, Seide usw.). Sehr interessant ist es, daß man ' ' ' ‘ Stoffe unter dem
vorjährige Meister, V. f. B. Köln, schon im allgemeinen nicht als stärkster Verein angesprochen, dennoch hat er in den bisherigen Spielen gute Ergebnisse hcrausgcholt. Mit Turu Düsseldorf, Köln 99, Kölner B. E. und Duisburger S. B. haben favorisierte Mannschaften sogleich vom Start weg Punkte eingebüßt, und noch dazu durchweg durch Liganeuunge. Die an der Spitze stehenden Mannschaften S. S. Elberfeld und Schalle 04 werden zweifellos noch Punktverluste erleiden, so daß die ..ewig" um den Enderfolg kämpfenden Großen wieder nach vorn rücken dürften. Aber vorerst ist es noch weit hin und jeder Sonntag bringt ^eberraschi'.ngen.
Mitteldeutschland
als drittgrößter Verband hat ziffernmäßig bei weitem die stärkste Liga, die in 27 Kreisen spielt, so daß es selbst in den Schlutzlämpsen Torunterschiede gibt, die einen klassenmäßigen Abstand im Können verraten. Es verlohnt sich deshalb nur, die spielstärksten Kreise herauszugreifen. In Leipzig steht Fortuna mit bereits sechs gewonnenen Spielen, die zum Teil gegen recht schwere Gegner gingen, an der Spitze. Lleberraschend steht Wacker an zweiter und der V. f. B. erst an vierter Stelle. 2n Dresden dominiert in den bisherigen Kämpfen der Sportklub, der noch ohne Pmcktverlust ist. Einen Punkt zurück folgt Guts Muts Zwischen beiden liegt denn auch die Entscheidung. In Chemnitz ist es traditwnsgemäß wieder der dortige Ballspiel-Club, der die Tabelle ansührt, Sturm folgt mit kurzem Abstand. In Halle ist noch alles ungewiß. Wacker, S. V. 98, Svorrfreunde und V. f. L. 96 zeigen fast ebenbürtiges Können. Der Endkampf dürfte sehr heiß 'werden. In Magdeburg endlich ist es die Sport- und Spiel-Vereinigung, die erhöhtes Interesse auslöst. Der Sieg über die Cricket-Dic» toria verhalf sie zur Spitze.
Norddeutschland
hat seine stärksten Vereine in Hamburg und Kiel. Der letztjährige Verbandsmeister Holstein- Kiel steht in feinem Bezirk wieder an erster Stelle, während in Hamburg Aeberraschungen zu erwarten sind. Der Hamburger Sportverein hat schon eine Aiederlage einstecken müssen und rangiert hinter Viktoria an zweiter Stelle. Auch Altona hat sich in der zweiten Staffel abhängen lassen. Hier führt St. Pauli Sport vor Union die Tabelle an. In Lübeck ist Phönix aufs neue Dorn, wie auch in Bremen der Sportverein seine traditionelle Position behauptet. Ungewiß ist die Spitzenführung im Südkreis, wo der Kampf zwischen Arminia und 96 Hannover, sowie Eintracht- Braunschweig recht heftig werden wird.
Berlin,
das seine Landesverbandsmeisterschaft gleichfalls in zwei Abteilungen zur Durchführung, bringt, hat noch vier ungeschlagene Mannschaften im Bennen. In der Abteilung A heißt der Kampf Hertha- B. S. C. gegen Tennis-Borussia, in der Abteilung B Union-Oberschöneweide gegen Viktoria 89. Irgendein Urteil über die mutmaßliche Gestaltung der Dinge ist sehr schwer.
Südostdeulschland
Maschinen beginnt mit der
-Weberei. Das Handspinnrad besitzt heute natürlich nur noch historische Bedeutung, während die Handweberei außer der Herstellung für Muster Ijeute noch bis zu einem gewissen Grade für die Anfertigung hochwertiger Qualitätsstoffe in Frage kommt. Immerhin tritt ihre Bedeutung gegenüber der rein maschinellen Fabrikation sehr
beugt. Auch dieses Gesetz wird nicht ohne starken Widerspruch durch das Plenum gehem Doch M seine Annahme gesichert. Seine schnelle Verabschiedung ist vom kulturellen und gesundheitliche'. Standpunkt aus erwünscht. . . .
Der Hauptkamvf wird um das neue B ci chs schul aeseh geführt werden. Aoch i't der Ent Wurf dem Wortlaute nach nicht bekannt, und schon ertönt wieder von linksradikaTer ÖMte der Bull In die Wolfsschlucht mit ifjm!1 Trotzdem sind die Aussichten, daß ein brauchbares Veichsschulgesetz zustande kommt, nicht ungünstig. Die Notwendigkeit eines solchen wird allgemein «Erkannt. Alle berufenen Instanzen sind bereit, Positivs■ arbeit zu leisten. Die Reichsregierung yat sich für die Einbringung und damit auchfür das Z - standekommen des Gesetzes eingesetzt, der Reichs- innenminister ist dabei Persönlichengagierc . A- wird auch das Gesetz im Ausschuß personlich vertreten. Eine Stellungnahme zu dem Entwurf ist erst möglich, wenn seine endgültige Fassung bekannt ist. Der Kampf um seine abschließende Ausgestaltung im Ausschuß wird wieder ein Kulturkampf werden wie bei der Durchberatung des ersten Entwurfs.
Mit diesen drei großen Kulturgeletzen hat dann der Beichstag in seiner Kulturgesetzgebung einen guten Anfang gemacht. Weitere Gesetze wie sie zur Durchführung des vierten Abschnittes der Grundrechte und Grundpflichten der Beichs- verfassung erforderlich sind, werden im Intereise einer einheitlichen Begelung und Scheidung der Verpflichtungen zwischen Reich. Landern und Gemeinden bald folgen müssen. Parteitaktische Interessen und Erwägungen dürfen ein Zustandekommen nicht weiter behindern.
schon ein mehr oder weniger fließendes Arbeitsverfahren vorgeführt.
In der Baumwollspinnerei bekommen wir ein Bild, wie mannigfaltig die Arbeitsvorgänge sind die aus der in gepreßten Ballen ankommenden'Baumwolle den zum Verspinnen entsprechend gereinigten und auf geloderten Rohstoff Herstellen. Die hauptsächlich hierfür in Frage kommenden Einrichtungen sind Kastenballenöffner, Schlagmaschinen, Krempeln ober Karden und die ver- chiedenen Arten von Strecken, die das Daumwollband verdoppeln und glätten. Aun erst beginnt der eigentliche Spinnvorgang, der im fertigen Garn seinen Abschluß findet. Aber auch yier sind es wieder eine ganze Beihe von Maschinen, die sich in die einzelnen Arbeitsvorgänge teilen, wie Grob-. Mittel- und Feinspinnbanl oder -flver und zuletzt die Bingspinnmaschine oder der nach anderer Art arbeitende Selfaktor^ der nicht auf der Llusstellung vertreten ist Aun haben wir das fertige Garn, das mittels besonderer Prüfungsapparate einer genauen Festiglettspru- fung unterzogen wird. Eine wichtige Anlage in jeder Spinnerei sind auch die Luftbefeuchtungsanlagen, da zur Verarbeitung der verschiedenen Textilfasern ein bestimmter Feuchtigteits^halt der Luft ei den Arbeitsräumen erforderlich ist, wodurch die beste Verarbeitungsmöglichkeit der betreffenden Faser erreicht wird.
Das fertige rohe Garn kann nun entweder sofort auf die großen zylmDrischen bzw fiel* raren Schuß-Spulen des maschinellen Webstuhl.es aufgespult oder auch erst gefärbt und gebleicht werden. In der Gruppe Baumwollweberei weiden sechs Webstühle im Betriebe vorgeführt, je zwei in der Bauniwoll-Rohweberei und Baumwoll-Buntweberei und zwei Webstühle mit automatischem Schühenwechsel. In der Bohweberei sehen wir die glatten Webstühle der Maschinenfabriken Hartmann 21. G. (Chemnitz) und Caspar Honegger (Düti-Zürich), die beide einen wichtigen Forllchritt der letzten Jahre, den automatischen Wechsel des Webschiffchens, zeigen. Dieser ermöglicht eine wett rationellere Arbeitsmethode als bisher und ist gerade für die deutsche Textilindustrie von großer Bedeutung. Um die Leistung eines modernen automatischeii Webstuhles zu kennzeichnen, möge nur erwähnt werden, daß wir heute automatische Webstühle von 500 bis 700 Meter Fadengeschwindigkeit in der Minute besitzen. . .
Mit der Kammgarnspinnerei treten wir in die Verarbeitung der tierischen Wolle ein. die ebenfalls entsprechend vorbearbeitet werden muß (Reinigen. Krempeln, Kämmen, Plätten und
nicht nur in 3 Sekunden fest und sicher annäht, sondern auch die Fadenenden verknotet und automatisch abschneidet. Täglich können so auf einer Maschine 4000 bis 5000 Knöpfe an genäht werden.
Den Schluß der Betriebsgruppe bildet die Wollwirkerei und Strickerei auf Handstrickma- schinen. Mit am schwersten ist die maschinelle Herstellung der Strumpswaren. Doch auch hier ist es der Technik gelungen, die Handarbeit in Maschinenarbeit nachzuahmen bzw. durch andere geeignete Arbeitsvorgänge zu ersetzen. Heute kann man maschinell gestrickte Strümpfe sehen» die sich in keiner Weise von den handgestrickten unterscheiden. Diese werden nacheinander auf besonderen Spezialmaschinen gefertigt
Eine äußerst interessante Uebecsicht über die gesamten Erzeugnisie der Textilindustrie, sowie drei Tafeln über die Weltproduktion an Wolle, Baumwolle und die Textilindustrien Deutschlands beschließen die Textilschau.
Ein hochwertiges deutsches Erzeugnis ist daS Gminder Linnen, das unter Verwendung von deutschem Hani aus einer sogenannten Bast- wvlle hergestellt wird, die nach einem von Dr.-Ing. e. h. Emil Gminder in Reutlingen ausgearbeiteten Verfahren durch Kolonisieren d. h. durch Entferneii des Pflanzenleimes von der Flachs- und Hanffaser und damit durch Zerlegen derselben in ihre baumwollähnlichen Einzelfaser — gewonnen wird. Das aus diesem Gespinst hergestellte Gewebe vereinigt die guten Eigenschaften des Leinen- und Daumwollgewebes. Seine volkswirtschaftliche Bedeutung liegt u. a. darm, daß es für den deutschen Landwirt den Flachsanbau wieder lohnend macht. Die Vorbedingungen für einen günstigen Flachsanbau sind in Deutschland gegeben, unzählige Flächen letzt noch brachliegender Moore eignen sich gleichfalls zum Jn62In die Textilschau schließt sich eine kleineGas- ausstcllung an, welche die Anwendung des Gases in der Textilindustrie, sonstigen Gewerben und im Haushalt in interessanter Weise vorfuyrt. Insbesondere ist auf das Preßgas hinzuweisen, das mit Hilfe eines Kompressors aus ledern gewöhnlichen Gas erzeugt werden kann. Es wmmt in erster Linie zur Beheizung von Großküchen usw. in Frage und Dürfte hier nicht, nur eine geschlossene, überall glühend heiße Herdplatte, sondern auch eine große Ersparnis im “Betrieb bringen. „
Im Zusammenhang hiermit iü eine vollständige, gastechnisch eingerichtete ^ucvL,!ur Kantine einer Textilfabrik ausgestellt. Wir weisen hier u. a. auf die Heißwasserapparate hin.
Strecken des Wvllfliehes). Das Verspinnen spielt sich in ganz ähnlicher Weise wie bei der Baumwolle ab, wenn auch die Maschinen entsprechend den Eigenschaften der Wolle Sondervorrichtungen haben. Wichtig ist, daß in der Wollspinnerei der Selfaktor noch eine große Bolle spielt und für gewisse Wollgarne ausschließlich in Frage kommt.
Die Herstellung der Wolldecken geschieht auf Spezialmaschinen. Auch diese sehr interessant arbeitenden, teilweise durch ihre Gröhe ins Auge fallenden Webstühle werden im Betrieb vor- geführt. Dazu kommen dann noch verschiedene Hilfs Maschinen, wie Baumaschinen, die der Wolle ihr loses, weiches Gefüge geben, Decken°Säum° Maschinen usw. Es ist wirklich bewunderungswert, wie es die moderne technische Entwicklung verstanden hat, für jeden Arbettsgang eine besondere Spezialmaschine von höchster Leistungsfähigkeit zu konstruieren. Besonders auf dem Gebiete der Aähmaschinen sind hier ganj hervorragende Leistungen zu verzeichnen.
Wenn auch natürlich die meisten Teppiche rein maschinell im Wcbstuhl gefertigt werden, so gibt cs doch auch für besondere Liebhaber von Hand geknüpfte Teppiche. Man braucht aber deshalb nicht bis nach dem Orient zu uni ihre Herstellung zu studieren. Ludwig Ganz A- G. (Mainz) zeigt uns die Herstellung handgeknüpfter Teppiche.
Eine sehr interessante Gruppe ist die Trikot- warenfabrikation, Die sich grundsätzlich in zwei Arten spaltet, nämlich in die Rechts-BechtL» und Links-Bechts-Ware. Für die Herstellung der ersteren kommen Bundstrickmaschinen mit Ripp- schlössern. für die der letzteren ^undwirt- mafchinen in Frage. Während die Links-Bechts- Ware die gewöhnliche Trikotstoffart darstellt, besitzt die Bechts-Bechts-Ware durch ihre Maschen- bildung eine größere Elastizität und Porosität. Die Trikoterzeugnisse werden heute aus Baumwolle, Wolle. Kunstseide und echter Seide her- acstellt und haben eine ungeheuere Verbreitung gesunden. Man denke einmal an die Unterwasche und die Strümpfe. Auch hier spielen die verschiedenen Spezialnähmaschinen eine große “Bolle. So konnte früher eine geübte Handarbeiterin in der Stunde etwa 20 schöne Knopflocher Herstellen während heute mit der neuesten „Beece - Knopflochmaschine in der glichen Zeit bei entsprechender Organisation des Betriebes ungefähr 250 Knopflöcher ausgenäht werden. Vielleicht noch mehr kommt die moderne Entwicttung in der „Metro"-Knovsannähmaschine zum Ausdruck, die mit 16 Steppstichen emen Knopf
Iugendschriften sieht das Gesetz nicht vor. Um» stritten ist noch die Einrichtung von Länder- r r ü f st e l l e n. 2ll>er auch hier bietet die Gin- tichtung und Zusainmensehung der Obetpruf(teile genügende Sicherheit vor Fehlsprüchen. Sicherlich wird es im Plenum noch zu scharfen 2Iu|exn» anderschungen kommmen, da die Linke das Gesetz auch in der Fassung des Ausschusses ablehnt. Doch ist seine Annahme, wie schon die Abstimmungen im Ausschuß dartaten, gesichert. Ein wert- nottes Kulturgesetz wird dadurch dem deutschen Volke gegeben werden.
Als zweites Gesetz wird das Gesetz über den Schuh der Jugend bei Lustbarkeit e n vor das Plenum des Reichstages kommen. Aach einer kurzen üleberprüfung Der §§ 2 und 3 in einer Sitzung des 25. Ausschusses ist es beschlußreif. Das Gesetz teilt für das weite Gebiet der Lustbarkeiten, wie sie Jahrmarkt, Bummel- vlah, Schaustellung, Kirmesse, Zirkus, Varietes, Kabaretts usw. bringen, ebenfalls für Die jugendlichen unter 18 Jahren Schutzmahregeln treffen. Es stößt in der breiten Oeffentlichkeit weniger auf Widerstand als das Gesetz gegen Schund- und Schmutzschriften, weil es auch im Interesse des gesunden Vergnügungs- geteerbes liegt, wenn VeranstaÜungen verhindert werden, Die eine Schädigung der sittlichen, geistigen oder gesundheitlichen Entwicklung dtt Jugendlichen befürchten lassen. Wetter ist auch Sicherheit getroffen, daß eine Darstellung wegen einer politischen, sozialen, religiösen, ethischen oder Weltanschauungstendenz als solcher nicht verboten werden darf. Auch politische Tageszettungen unterliegen nicht Der Spruchstelle. Der Gefahr, daß das Gesetz ein Polizei- und Strafgesetz werden könne, hat Die Ausschußfassung borge-
haben insofern eine Sonderstellung inne, als Die Spiele sich auf eine andere Zeitspanne erstrecken. In Ostpreußen und Pommern ist man jetzt mit der ersten Spielserie am Ende. Wie immer steht in Königsberg der dortige V. f. D. ungeschlagen an Der Spitze, während in Pommern Die Stettiner das Bennen unter sich ausmachen. Der Sportklub scheint dort Der tüchtigste zu fein; er führt zur Zeit auch das Feld an.
Aoch ist es bis zur Entscheidung ein gutes Stuck Weg. dennoch bringt jeder Spieltag neue und ernste Kämpfe, Die in immer steigendem
Maße das Interesse der Massen erwecken. Der Schwerpunkt des deutschen Fußballsportes liegt in SüddeutschlanD. Das dürfte sich fürs erste auch nicht ändern.
Die FutzbaKspieleim Mainbezirk endeten gestern im großen und ganzen ohne Überraschungen. Der Meister, Fußballsportverein Frankfurt, hatte einen neuerlichen Punkt- verlust, und zwar gegen den aufstrebenden Dockenheimer Klub Rot-Weih, dem er ein sehr hartes Treffen lieferte, gegen Den er aber kaum etwas zu bestellen hatte. Eintracht spielte mit Ersah für ihren besten Mann Dietrich, konnte aber trotzdem einen Sieg, wenn auch einen sehr knappen, landen. Offenbach konnte sich durch einen knappen Sieg über die Aschaffenburger seine Führerposition weiterhin sichern. Etwas hoch, aber durchaus normal, ist das Ergebnis in Isenburg. Die Isenburger sind auf ihrem Platz immer gefährlich. Hanau 93 und Germania tiermtM sich unentschieden, ein Ergebnis, das dem Stärkeverhältnis beider Mannschaften entspricht. Die Ergebnisse:
Eintracht Frankfurt gegen Union Aieder- raD 2:1.
Hanau 93 gegen Germania Frankfurt 2:2.
V. f. L. Aeu-Ifenburg gegen Hanau 94 4:0. Sportklub Rot-Weiß gegen Futzballsportver- ein Frankfurt 0:0.
Kickers Offenbach gegen Viktoria Aschaffenburg 2:1.
FutzbM-SensQtion in Bayern.
Die Sensation des gestrigen Tages in Bayern, man kann sogar sagen die Sensation m Süddeutschland, bildet die Riederlag» Hes vorjährigen süddeutschen Meisters gegen den deutschen Meister, die Spielvereinigung Fürth. Bayern -München spielte vollständig unter Form und mußte ohne seinen Mittelläufer Pöttinger antreten, während Fürth erstmals wieder in starker Aufstellung mit Seiderer als Mittelstürmer erschienen war. Die Fürther lieferten ein blendendes Spiel. Sie erzielten zwei Tore durch Franz (einen Elfmeter und einen Strafstoß), ein Tor durch Auer und ein Tor durch Ascher.
Auch der I. Fußballklub Aürnberg könnt» wieder ein hohes Torergebnis gegen Augsburg erzielen, wodurch erneut bewiesen wurde, daß Die Mannschaft zur Zeit in Hochform ist. Die übrigen Ergebnisse sinD normal.
Die deutsche Meisterschaft im 50-Klm.- Gehen
hat am gestrigen Sonntag in Berlin-Neukölln der Erfurter Hähnel mit 16 Minuten Borspruna in 4:37:39,5 vor dem Meister von 1924 und 1925 Siewert (Neukölln) 4:53:52, Schälke (Neukölln) 5:6:45 und Liss en (Homburg) gewonnen« Brandenburgischer Meister wurde damit Siewert.
Houben in Paris geschlagen.
Am Samstpg sanden in Paris anläßlich der Einweihung des neuen Stadions Jean Bouin sportliche Beranftalhmaen internationalen Charakters statt. Der deutsche Meisterläufer Houben (Krefeld) beteiligte sich am 150-Meter-Lauf und wurde im ersten Borlauf Dritter hinter dem Amerikaner M o u r l o n und dem Franzosen Auvergne. Den zwecken Dorlauf gewann T h e a r b vor van dem Derghe (Holland), der im Endlauf Sieger wurde. Houben konnte sich nur als Fünfter placieren.
Am zweiten Sag der sportlichen Veranstaltungen anläßlich der Einweihung des neuen Pariser Stadions Jean Bouin siegte tm 100- Meter-Lauf van Den Derghe-Holland in IOVö Sek. Houben konnte nur den 4. Platz belegen. 200-Weter-Lauf: 1. van Den Derghe-Holland 22 Sek., 2. Houben- Deutschland 23 Sek. In der internationalen viermal-Hundertmetrstaffette siegte die internationale Mannschaft, bestehend aus Imbach- Schweiz, Paulen-Hollano, van den Berghe-Hol- land und Houben-Deulschland, mit 424/s Seb vor zwei französischen Mannschaften.
Der letztjährige deutsche Meister. Die Spielvereinigung Fürth, hat zwar von fünf ausgetragenen Spielen bereits zwei verloren, seine Teilnahme an Den Endspielen um Die süddeutsche Meisterschaft durch einen Sieg in der Verbands- Vokal-Konkurrenz aber bereits sichergestellt. In wesentlich besserer Form ist Dagegen der vierfache Deutschmeister, der 1. F. C. Aürnberg. Der bisher alle Spiele siegreich gestalten konnte. Bayern-München, im Vorjahr süddeutscher Ver- bandsmeister, hat gleichfalls bisher Drei Punkte eingebützt, kann dieses Terrain somit nur schwer gegen Aürnberg aufholen.
Im Kreis Württemberg-Baden führt Der V. f. B. Stuttgart, wohingegen der alte Karlsruher Spielverein bisher recht ungünstig abschnitt. Auch der S. C. Stuttgart zeigt, daß er im Kommen ist. _
Im Rheinbezirk hat der D. f. R. Mannheim bisher einen Punkt eingebüßt, während Waldhof noch ungeschlagen ist. Aber auch Die übrigen Mannschaften find noch dicht beisammen, so daß sich über Den vermutlichen Sieger nichts sagen läßt.
3m Mainbezirk sind die beiden im Vorjahr stärksten Mannschaften Hanau 93 und F. S. D. Frankfurt vom Start weg zurückgeblieben, während über Den Offenbacher Kickers mit Rot- weiß-Frankfurt eine „kleinere Größe" Die Führung übernommen hat. Es ist aber zu erwarten, daß die größere Praxis des Fußballsportvereins sich doch wieder durchsetzen wird.
Rheinhessen-Saar ist Der Kreis nut den schwächsten Leistungen. Wormatia steht hier zusammen mit Saar 05 und Mainz 05 an Der Spitze. Zwischen letzteren beiden wird sich im wetteren Verlauf Der Meisterschaft aller Voraussicht nach auch der Führungskampf abwickeln.
Westdeutschland
hat in seinen Dezirten kleinere ülmgruppierungen durchgeführt, um Die Schwierigketten Der Klasseneinteilung etwas auszugleichen. Durchweg haben die in bezug auf Spielstarke weniger geschätzten 2Rannschaften Anfangserfolge errungen, wie Westdeutschland überhaupt recht häufig neue Mannschaften an der Spitze sieht. So wurde der
7 Die Textilschau „von der Zaser zum Gewebe" in zrantfurt.
Don Dipl.-3ng. Mangold.
(Aachdruck verboten.)
Schon von der Frankfurter Frühjahrsmesse her sind wir gewohnt, in der großen Festhalle, in der im Fnlhjahr Die interessante Derkehrs- ausstellung untergebracht war, immer etwas ganz besonderes zu finden. Dieses Mal wurden unsere Erwartungen noch bei weitem übertroffen. Man darf mit vollem Recht die Textilschau als außerordentlich gut gelungen bezeichnen. Wir sahen noch nie eine Ausstellung oder Messe, auf Der in so anschaulicher und vorzüglicher Weise Die so vielartigen Textilmaschinen nicht nur gezeigt, sondern auch im Betrieb vorgeführt wurden. Aur durch die Vorführung im arbeitenden Betrieb gewinnt man erst die richtige Vorstellung, wie es heute Der modernen Technik gelungen ist, die Herstellung Der Textilwaren, die doch alle an und für sich Massenanfertigung im wahrsten Sinne des Wortes sind, durch Die entsprechenden


