M. 207 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 4. Septemberi926
aHHnaTTi' •n-'’.-.-.zrctr-T:- rzna ui ui-i—■■■—— tl—jzi.---T«ir"~r : um i ■■ ui— ■ n mim i inr — miii im —————---—' > —»> i» —nTM
Wandern und Reifen Bäder und Sommerfrischen
Die Stadt in Sonne.
Ein Brief aus München von Alfred M. Dalto.
Cs ist etrvas merkwürdiges um diese Stadt: sie macht selbst bei Regenwetter einen sonnigen Eindruck: man hat immer das Gefühl, die Sonne auch noch hinter den Wolken lebhaft zu spüren, so als wollte sie jeden Augenblick siegreich her- vortreten. And dieses Gefühl bringt einen, sowie man den Boden Münchens betritt, in eine angenehme toarme (Stimmung; und ebenso freundlich empfängt einen diese schöne Stadt, man ist wieder als Fremder (will sagen als Rorb- deutfcher) ein gern gesehener Gast, wandert behaglich durch küe lieben vertrauten Straften und es scheint alles so zu sein, wie es einst gewesen. Erst langsam merkt man dann, bah auch München sich in einer Wandlung befindet. Früher war es in erster Linie Kunststadt, Stadt der Künstler; es bot dem Künstler die behaglichste Atmosphäre der Well, und er lebte und schaffte dort froh und zufrieden; er fand Mäzene, die ihm halfen, der bayerische Hof unterstützte die Kunst aus alter Tradition heraus, kurz es war alles schön und gut. Der Münchener selbst hatte ja keine be- sonberen^Deziehungen zur Kunst, aber er folgte freundlich dem Beispiele, das ihm die anderen gaben, vor allem aber schuf er die behagliche Atmosphäre humorvoller Teloranz, in welcher der Künstler mit viel Behagen atmen konnte. Die Atmosphäre ist, möchte man sagen, eigentlich wieder da, aber die Mäzene und Förderer fehlen; und auch die Kunst selbst ist in einer Amge- staltung begriffen und sucht neue Ziele, und so zieht in Berlin mit seinen geballten Zeitenergien und seinen vielen Möglichkeiten einen Künstler um den anderen wie ein Magnet von München fort. An dieser Tatsache ändert auch der Glas- Palast nichts, in dem jetzt tausende von Kunstwerken ausgestellt sind, und daran ändert auch nichts die Bemühungen so mancher tiefsinniger Münchener, die ihre Vaterstadt wieder zur Kunststadt machen wollen. Denn hier bereitet sich, wie schon angebeutet, eine neue Entwicklung vor: statt Kunststadt wird München in erster Linie Fremden st ad t, und zwar in einem Ausmaße, wie es keine andere deutsche Stadt zeigt. And dies wird wohl die große und schöne Ausgabe Münchens für die nächste Zeit fein: als Fremdenstadt deutsche Kultur in schönster Umgebung, umrahmt von Kunstwerken und in liebenswürdigster Weise auf die Fremden wirken zu lassen und damit teilzunehmen an der friedlichen Propaganda für den deutschen Geist, deutsche Kultur und deutsches Wesen.
Mit solchen Gedanken wandert man in schöner Stimmung durch die entzückende Stadt, mit dem Bewußtsein, daß hier aus dem Allen in lebendiger Wandlung schönes und bedeutsames Re'ues zum Lichte will und man hofft, hier einmal Goethes schönen Spruch verwirklicht zu sehen: „Aeltestes bewahrt in Treue, freundlich auf gefaxtes Reue".
»Was gibts denn Reues in München?" fragte ich einen Armünchener, denn man möchte sich doch gerne bilden. „3a mei," antwortete er freundlich, „da ham's endlich mal nach langen Jahren wieder zum ersten Mal a Sommerbier gebraut, dös müssens fei probieren, dös is gut“. Also ging ich ganz behaglich in ein Bräu, um das Sommerbier zu probieren. Das war nicht so leicht, denn die großen Gaststätten sind alle fast bis auf den letzten Platz gefüllt, von der buntesten Gesellschaft, die man sich denken kann. Ich kenne nur eine Stadt, die einen so Verschiedenartigen und doch so liebenswürdigen Fremdenverkehr erzeugt, wie München, und das ist Florem. And so wie man in Florenz sich oft an München erinnert, muß man in München oft an Florenz denken; es sind da Zusammenhänge zwischen diesen beiden Städten, die tiefer svurzeln, als nur in der Gleichheit der Feldherrnhalle mit der Loggia bei Lanzi.
Aber in einem Punkt unterscheidet sich München von jeder anderen Großstadt; die Stubenten» Couleur färbt das Strahenbild. And ba zurzeit verschiebens QJerbinbungen hier ihre Feiern abhalten, gelingt es einem manchmal, sogar brei Generationen Arm in Arm unb buntgemützt burch die Straßen toanbern zu sehen: Großvater, Vater unb Fuchs-Sohn, wobei man erstaunt wahrnehmen muß, bah meist bie ältesten der „Alten Herren" den meisten Anternehmungsgeist haben.
Also ich wollte mein Sommerbier trinken unb bekam endlich einen Platz in einem Bräu, neben einer Dame, anscheinend älteren jungfräulichen Standes. Wir kamen ins Gespräch. Sie war, wie sichs erwies, eine Lehrerin aus
einem anderen Teile Deutschlands: und sie sagte, sie sei wegen der Bildung hier, denn München böte darin so viel. Sie zeigte mir ihren Stundenplan. Alle Achtung, dana ß leistete sie eine Mu- seumsbesichtigungsarbeit, für die sich b.r Staat eigentlich durch eine Schwerardeiterzulage erkenntlich zeigen mühte. Soeben kam sie aus der Pinakothek, wo sie vergebens nach dein Modell eines Bergwerkes, mit Menschen und allein Zubehör, gesucht hatte; es sollte wunderschön sein, alles bewege sich, hätten ihr Bekannte erzählt, und in der Pinakothek sei es zu sehen: und sie wollte doch so gerne ihren Schulkindern davon erzählen. Aber sie hätte vergebens die ganze Pinakothek danach abgesucht, es wären nur lauLr Bilder da, nichts als Bilder, die meisten in Oel. Ich tröstete, sie solle es mal im Deutschen Museum versuchen, dort werde sie ihr Bergwerk sicher finden, und dann rief ich die Kellnerin, um zu zahlen.
And nun hatte ich ein Erlebnis. Denn die Kellnerin war nicht n. r weiblichen Geschlechts, sondern ein Weib, ein richtig ausseheirdes Weib, so wie wirs als Kind gesehen hatten. Sie trug lange Haare, richtig aufgewickelt, auf dem Kopf, sie scheute sich nicht, unter der schwarzen Schürze den richtigen altmodischen Dusen einer erwachsenen Weiblichkeit zu besitzen, und sie trug einen, also man kann fast sagen langen Rock, unter dem sich, soweit das zu beurteilen war, tüchtige Deine in undurchsichtigen schwarzen Strümpfen verbargen. Diese Kellnerinnen, glaube ich, sind tn München die einzigen Frauen, die noch über sämtliche Attribute der Weiblichkeit verfügen. Denn im übrigen herricht auch in München der Dubikops. And es hilft gar nichts, daß sich die alten Münchener dagegen wehren (erst gestern las ich wieder ein Inserat: „Buchhalterin gesucht, kein Bubikopf") — das hilft alles nichts, auch in München werden von Tag zu Tag die Röcke kürzer und die Haare auch. Der Mode ist es sogar gelungen, das Sorgenkind der Münchenerin, das sogenannte D. E. B. (Bayerisches Einheits- Bein), das sich bisher oft durch, na, wie sagt man es, also durch allzustarke Kräftigkeit auszeichnete, fast automatisch in wohlgeschwungene Formen zu bringen. And so hat die Münchenerin sich eine „Vollschlankheit" verschafft, die selbst den verwöhntesten Geschmack befriedigen kann.
Ein tüchtiger Menschenschlag. And dabei unverwüstlich frohlebig. Als ich am Rochusberg vorbeikam, sah ich vor einem Toreingang eine vergnügte, aufgeregte Menge stehen. Da wird wohl wieder ein neues Bier ausgeschenkt, dachte ich. Aber es war das städtische Leihhaus, das soeben wegen Aeberfüllung vor der Zeit geschlossen wurde. So führte der Münchener auch seinen Kampf gegen die schlechte Zeit und für sein Freudebedürfnis mit Humor und unter Anwendung der letzten Hilfsmittel. Ja, er verliert den Humor sogar dann nicht, wenn er zu Dingen zwangsweise erzogen werden soll, die ihm gar nicht recht liegen. Man will ihn jetzt nämlich von Polizei wegen zur Ordnung anhalten und hat deshalb an allen Straßen Körbe aufgestellt, wohinein Abfälle und Papiere zu werfen sind. Selbst der Strahenbahnfahrschein darf nicht auf den Asphalt geworfen werden; wer es dennoch wagt, wird sofort, von einem Beamten in Zivll erwischt, gezwungen, das Papier wieder aufzuheben und muß doch gleich 2 Mk. gegen sofortige Quittung zahlen. And die Quittung darf er beileibe nicht hinwerfen, sonst kostets wieder 2 Mk. Da kann man wirklich mit Faust sprechen: „Richt jedes Städtchen hält so rein!“.
Das ist eben ein Triumph der Polizeiorganisation. And überhaupt fällt es einem auf, daß das gemütliche München sich stark organisatorisch zu betätigen beginnt. Richt nur der wllde Kunst- Handel ist so vortrefflich organisiert, daß man in jedem Restaurant, immer von anderen Personen, die gleichen OriginalölgemÄde angeboten bekommt (Marke: Landschaft mit sonnigen Bergen, Herstellungskosten 3 Stück 10 Matck, Leinwand und Farbe wird vom Generalunternehmer geliefert, Verkaufspreis „Handsigniert“ das Stück 50 Mark, mit Gemsen auf den Bergen 5 Mark mehr), nein, auch sonst ist München die erste Stadt, der es gelungen ist, die Raucher unter einen Hut zu bringen. Denn kürzlich wurde hier ein „Reichsbund Deutscher Raucher“ begründet, der die Antinikotinbewegung bekämpfen will. „Jeder volljährige deutsche Raucher und jede Raucherin kann Mitglied des Bundes werden", heißt es in den Statuten. And wer den Kampf der Münchener gegen die deutschen Prohibitionsbestrebungen, die unter dem Deckmantel des Ge-
meindeselbstbestimmungscechtes drohten, kennt, weiß, daß auch diese Kampfansage keine leere Droßung sein wird, u.id daß jeder Münchener Dubi'opf bald als „volljährige deutsche Raucherin" das Abzeichen des Dundcs aus dem Büstenhalter liegen wird.
Aber da scheint gerade die wirkliche Sonne auf die grünaufleuchtenden Frauentürme — und nun sieht man nicht mehr die Fremdenautos, nun denkt man nicht mehr daran, ob München Kunststadt ober Fremdenstadt ist ober es weri en will, sondern man genießt gan-. ticj den Anblick dieser herrlichen Stadt, schlürft die Luft, die von den fernen Bergen kommt, starrt lusibesessen in die kräuselnd rauschende Isar, läßt das Leben um sich fluten und schmeicheln und fühlt: hier ist das Land, wo vom Süden, von jenseits der Alpen her, etwas berauschendes, befruchtendes, wie eine warme Quelle aus deutschem Boden ausrauscht, etwas, das, nach dem Rorden heimgetragen und dort weiterwärmend, das beseligende Bewußtsein gebiert: wir schön, wie reich, wie vielfach ist unser Land, Deutschland.
Der südliche Odenwald.
Von Karl W i h e l.
Der Odenwald hat sich in den letzten Jahren immer mehr Freunde erworben. Leider bleiben die meisten an dem Rande kleben oder unternehmen es auch, etwas in sein Inneres ein- zudringen, besuchen die bekannten Kurorte, schwingen sich vielleicht auch dazu auf, eine längere Wanderung längs ober quer durch ihn zu machen, um sich einen einigermaßen klaren Begriff von seinem eigenartigen Gepräge zu bilden. Der südliche Teil wird meistens weniger beachtet, weil man annimmt, hier weniger des Sehenswerten zu finden. Er ist das Aschenbrödel vorn Odenwald, unb boch hat er so viel Anziehendes, daß es sich wirklich verlohnt, auch ihm einen kurzen Besuch abzustatten. Daß ex so vernachlässigt wird, ist vielleicht darin zu suchen, daß man wacker zu Fuß fein muß, denn es gibt noch weite Strecken, wo keine Eifenbahn sich in den Dienst der Personenbeförderung stellt. Daher ist man auf feine Wanderschuhe angewiesen, durcheilt ihn, seine Reize zu bewundern, die oft noch wenig von der Kultur beleckt sind unb sich daher in einer natürlichen Unmittelbarfeit zeigen, die ihresgleichen sucht. Daher ist es wohl angebracht, ein Wörtlein ihm zu widmen, für ihn eine Lanze zu brechen.
Seine Grenzen werden von Fluhläufen gebildet mit Ausnahme der Westgrenze, 'wo die Bergstraße diese liebenswürdige Ausgabe übernimmt. Die Rordgrenze bezeichnen das Weschnitz- und Marbachtal, die Ostgrenze bas Mümling- und das Jtterbachtal, die Südgrenze das reizende Reckartal. Am seine Grenzen, die ziemlich scharf gezogen sind, genauer kennen zu lernen, unternehmen wir eine Wanderung. Wir beginnen damit bei Weinheim, gehen bas Wesch- nihtal aufwärts an Birkenau, Mörlenbach, Rimbach und Fürth vorbei bis zum Gumpener Kreuz, das den Stotz mit dem Schenkenberg bei Lindenfels verbindet unb bas Weschnitztal vom Gersprenztal trennt. Vom Gumpener Kreuz wenden wir uns südöstlich und gelangen an die Wegscheibe. Hier stehen wir an einem sehr merkwürdigen Punkt, ba hier Flußgebiete aneinanbet treten, das der Weschnitz, der Gersprenz, der Marbach und des Alsenbachs. Dann nehmen wir unseren Weg durch bas Marbachtal unb kommen an Hiltersklingen und Hüttenthal vorbei nach Hehbach. Hier übersteigen wir den Krähberg. unb wandern durch das Jtterbachtal nach Eberbach. Don da wenden wir uns durch das Reckartal bis Heidelberg und bann nach Rorden, bis wir wieder Weinheim erreicht haben.
Die Täler sind es hauptsächlich, bie dem südlichen Odenwald einen besonderen Charakter verleihen. Man kann fünf Haupttäler unterscheiden; sie sind nach den Nüßchen benannt, die sie durchfliehen. Das Gemeinsame bei den Tälern ist, dah sie alle Rordsüd-Richtung haben. Das Jtterbachtal weist zwei Richtungen auf, erst südöstliche bis Kailbach, dann südwestliche bis zur Mündung bei Eberbach. Das nächste Tal ist das Gammelsbachtal, das vom Gammelsbach durchrieselt wird. Er entspringt bei Beerfelden und mündet unterhalb Eberbachs in den Reckar. Das Finkenbachtal, das daraus folgt, wird vom Finkenbach durcheilt. Er hat zwei Verzweigungen. Am Hinteren Ende der westlichen größeren Verzweigung, bie bis Olfen führt, liegt ein Querriegel, der das Finkenbachtal vom Marbachtal scheidet. In dem östlichen Tälchen liegen
tesc
iüe beiden Dörfer Airlenbach unb Faliengeiäh. Im unteren Teil des Hauptlais liegt Hirschhorn. Der Alsenbach hat seinen Arsprung bei Grasellenbach. In seinem Tale breiten sich aus -Untei- unb Ober-Schönmane..nac'g und Larmm- thal. In ihm mündet der Fiickenbach. Darauf wendet sich der Alsenbach nach Sudweften und mündet in den Reckar. Das 'etzte Tal ift a3 Steinachtal. Die Steinach entspringt bei Ober- Al'steinach unb mündet 6e> Reckarsteinach. In ihrem Tale liegen Heiligf'-euzsteinach unb Schönau. Dei Ziegelhausen geht noch' ein Täl- chcn, in dem PeterStal liegt, in das Reckertal über.
Zwischen diesen Tälern l'egen hochflachcn- artig-erweiierte Höhenrücken, die mit Laub- oder Radelwald bedeckt sind. Anter dem Laubwald herrscht besonders der Cichwald vor. Aus der Rinde der jungen Eichbäume bereiten die Leute Lohe, welche Beschäftigung einen lohnenden Verdienst abwirft. Die Höhenrücken selbst bestehen vorzugsweise aus Sandstein.
Wanderfahrten.
Lich — Ruppertsburg — Gonterskirchen — Schotten.
Von Lich wandern wir den blauen Ringen nach an den Villinger Teichen, einigen ziemlich großen, in idyllischer Landschaft gelegenen Weihern, vorbei über Ronnenroth, Ruppertsburg unb bie Friebrichshütte zur Rast nach dem anmutig im Horlofftale gelegenen Gonterskirchen. Ein Stück hinter Ronnenroth verlassen uns bie blauen Ringe, bie nach Laubach führen unb wir gehen nunmehr ohne Wegezeichen. Eine gute Karte ist baher schon ersorberlich. Aut guter Landstraße erreichen wir das tief im Grunde gelegene Einartshausen mit hübschen Fachwerksbauten, das durchwandert wird, um hinter dem Dorf einen Höhenrücken zu ersteigen, von dessen Grat man einen prächtigen Ausblick auf den hohen Vogelsberg genießt. Aus nächster Entfernung grüßen der Taufsteinturm, der Hohe- rodskopf mit den Klubhäusern, Bilstein unb Gackerst ein, währenb zu unseren Füßen sich sreunbliche Vogelsbergdörfchen augbreiten. Rach genügen bet Augenweibe geht es dem Endziele Schotten zu. Die gesamte Wanderung dürfte etwa 5 Stunden beanspruchen.
Lauterbach — Herbstein — Ilbeshausen — hoherodskops — Schotten.
Diese an landschaftlichen Schönheiten reiche Wanderung muß, da leider die Verbindung auf der Vogelsbergbahn iricht vorteilhaft ist, in 1V3 Tagen ausgeführt werden. Dis Lauterbach benutzen wir die Dahn. Rachdem das freundliche, industriereiche Städtchen passiert, auch dem hinter der Stadt, etwas links ab vom Wege gelegenen interessanten Dasaltsteinbruch Dllstein ebn Desuch ab gestattet ist, geht es über Dlitzenrod zum Wald. Dald darauf zeigt uns ein Wegweiser rechts ab den Fußpfad nach Eisenbach, der uns durch Wald unb über Wiesen nach bem malerisch gelegenen Schlosse, der „Hessischen Wartburg" führt. Wir durchschreiten das Schloß und seine reizenden Parkanlagen und wandern auf guter Landstraße, vorbei an Station Rixfeld, nach dem hochgelegenen Herbstein, wo wir in einem der guten Gasthäuser übernachten. Den andern Tag benutzten wir die Landstraße nach Ilbeshausen, besichtigen hier bie Teufelsmühle, wohl bas schönste Fachbauwerk Oberhessens unb toanbern an bem Höhenluftkurort Hochwalbhausen, einer Vlllenlolonie in idyllischer, gesunder Lage, vorüber, dem lieblichen Schwarzbachtal (rote Kreuze) aufwärts über den Taufstein zum Hpherodskopf, von hier bekannter Abstieg nach Schotten. Dauer der Wanderung etwa 1 Stunden.
Reisewinke.
Mittelstandskuren in Heilbädern und Heilanstalten.
Die von der Dalneologischen Gesellschaft in Derlin angeregten Mittelstandskuren in Heilbädern und Hellanstalten erfreuen sich einer allgemeinen Beliebtheit, da bei ihnen bie Preise für bie Kuren außerorbentlich mäßig gehalten sind.
Die Mittelstandskuren sind aber nur bann möglich, wenn fie in der Vor- unb Rachsaison vorgenommen werden. Die Entlastung bet Hochsaison zugunsten der stilleren Kurzeit gestattet den Bädern unb Sanatorien ein weitgehendes Entgegenkommen in der Preisgestaltung. Grundbedingung für Mittelstandskuren ist der Rach- weis der Kurnotwendigkeit durch eine kurze
Botel-Knrhaus Baltenberg (Eder)
Kr. Biedenkopf 4520D
Vollständig neuzeitlich eingerichtet — Konferenz' und Versammlungsräume —Ueber 500 Personen fass. Gartenlokal — Beste PenstonSvervstegung und nach der Karle. Täglich Streich, und Jazzbandkonzert durch meine Dortmunder HauSkapelle.
Fernruf Nr. 54____________1 Aasr.
BIEDENKOPF Hel BtrpMotabol (herrlichste Lage, beste Verpflegung
Prospekte gerne zu Diensten
Pensionspreis 5.50 - 6.00 Telephon 40
Auto-Boxen [4297 D] Tennisplatz
Laftkurort Haus Laginsland b.SehotteD, Oberhesseo Christi. Pension u. Restaurant i. schönster ruhiger u. geschützter Lage des Vogelsberges, 350 tn hoch, direkt am Walde, für Autoverkehr a. d. Kreisstraße Schotten- Gedern, 14 Fremdenzimmer mit20 Betten. Elektr. Licht Wasserleitung, Radio, eig. Landwirtschaft Erstklass Verpflegung, täglich 4 Mahlzeiten. 414OD Pension 5.50-6.00 Mk Fernruf Schotten 10 ____Besitzer: Paol Lehmann.____
MMMWWÄW
■ bei Lieh (Oberin) :: Herrlich gelegene | Sommerfrische bei beiter Verpflegung.
Fremdenheim
§iu9 Prinz-Atel
Bad-
Salzhausen
Tel. 233 Amt Nidda. Vorzügliche Bervfle- nmifl, mäßige Prelle. Wochenende. n08D Auskunft durch den Besttzer W.Sohätiel
Botels
Pensionen SemmeriFischen tologsorle
laden ihre Gäste aus Oberhessen und dem Lahn- gebiet ein durch eine Anzeige an
dieserStelle ......................
Luftkurort Altenburg 20 Minuten von der Bahnstation Alsfeld (Oberhessen) „Gasthauszur Linde“, Bes.: Georg Herdt Telephon 211 Alsfeld.
Bad im Hause. — Große schöne Zimmer. Anerkannt vorzügliche Küche.
Münchener Bier. - Gut gepflegte Weine.
Billige Preise. Großer schattiger Garten.
4141D
ad-Salöbausen Staatliches Solbad In Oberbessen.
Solquellen mit schwach. KohlensäuregehaH. Lithium-, Stahl-, Schwefelquellen, Inhalatorium, Höhensonne, Sonnenbad m. Solousche. Heilwirkungen bei Rheumatismus, Ischias, Skrofulose und Rachitis. Herrlicher, großer Pirk und Wald. Ruhige Lage. Mäßige Preise. Prospekt d. Hessische Badiwflröktfon ßad-Salzhansea
ar
Luftkurort
aldeck
AkllMWMMkll
direkt an der Ederialsperre u. dem Schlosse Waldeck gelegen
empfiehlt die Sommerfrische zur Nachkur zu heruntergesetzten Preisen von 4 Mk. an, einschließlich Zimmer und Nachmittagskaffee, 6878D mit Gebäck, bei reichlich guter Verpflegung.
Hotel-Restaurant 7i«D
Eleonoren-Hospiz
Beneksstratze 6—8
Bad-Nauheim
WUSWMz
Schön gelegen und nut eingerichtet. VensioruZimmeru. Verpflegungw.7M. an. Sommerf tiffliTfasöijflHS öuöertns Vost Osthelm—Butzbach Oberhesfen
Telephon Butzbach Nr. 8. [3440D Idyllisch mitten herrlicher Wälder gelegen. Sommerfrische, Penston, Jagdflelegenheit, Prachtaussicht.— Gute, bürgerliche Küche — reine Weine — prima Apfelwein - ff. Biere. Aufmerksame Bedienung. Zivile Preise. Schöne Zimmer mit voller Pension imii Frühstück und Nachmittagskasseei 5.50 'Ult.
Der Besttzer: Ernst Sommeriad.
Bad-Nauheim
Sommerauferithalt
Zimmer mit reichlicher guter Verpflegung pro Tag 5 Mark 4524D
E. Schäfer, Hauptstraße 36
BAD TÖLZ
in den Bayer. Alpen 5581ss Deutschlands größtes Jod-Bad gegen Arterienverkalkung
WM MsiWüN MtzW Reizender Blick o. d. herrlich gelegenen Terrasse ausdasprächt.Landschaftsbild Angenehmer Familien-Aufenthalt Jnnenräume neu renoviert. Elektrisch Licht
Pensionspreis SLtt 5.-
Zugverbindungen: 1.43, 4.33, 5.30, 6.42, zurück 7.47, 9.43. 6999D Fernruf 183.
Flensungerhof
Christliches Erholungsheim Station Mücke i. H. Reine Höhenluft. 3 Min. vom Heim ausgedehnte Waldungen. Tagestouren in den Vogelsberg möglich. 4 gute reicht Mahlzeiten. Liegehalle. Milchkuren möglich. Tagt. Andachten. Tagespreis Mk. 3.50—4.50, je nach Zimmer Geeigneter Erholungsort für Müde und Äbgearbeitete, die leibliche und seelische Stärkung suchen. Prospekt
I kosten!. Referenzen zu Diensten ,.I) KötaHnrorl Hsfeiii Angenehmer Familien-Aufenthalt in sehr waldreicher Gegend
Vorzügliche Küche,eigene Metzgerei Pension von 4 Mk. an
Besitzer Ludwig Statt


