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sch»lrat Kinkel, Schotten, den Äudu8 wm Wschluh.
KreiS Alsfeld.
»er. Homberg, 3. 2lug. Unter Är t e g e r- verein veranstaltete dieser Tage fern diesjährige- Scheibenschiehen. Die guten Schützen errangen wertvolle Preise. Die ersten Preisträger sind: 1. 2oh-. Decker. 36 Ringe, 2. Ä Daufter, Gießen, 35 Ringe: 3. Ä. Klemm, 35 Ringe! 4. D. Decker. 35 Ringe: 5. Han- Schmitz, 34 Ringe: 6. L. Joses, 33 Ringe: 7. Fr. Seih, 33 Ringe: 3. H Kreuder. Er- benHausen, 33 Ringe: 9. K Schepp. 32 Ringe: 10. Friedrich, Appenrod, 32 Ringe.
KrciS Lauterbach.
§ Blitzenrod, 2. August. Der gestrige sonn- tag war für unseren Ort ein Festtag von ganz besonderer Bedeutung: Er war für die Weihe unserer neuerbauten Kirche bestimmt. Nachmittags bewegte sich ein stattlicher Festzug nach dem Gottes- hause. Nach einem Choral des Lauterbacher Musik- nercins und einem Liedervortrag des Gesangvereins sprach zunächst der Superintendent für Oberhessen, Obertirchenrat Wagner aus Giehen, Worte der Pcorußuna an die zahlreich Erschienenen, worauf Architclt Neuler aus Lauterbach im Auftrage des verhinderten Baumeisters den Schlüssel zur Kirche nn den Vorsitzenden des Bauoereins. Fabrikanten Wegener übergab. Die Feier in der Kirche L-.-.rbe burih einen Choralvortrag des Musikvereins c-t'fp.ci. Oberkirchenrat Wagner hielt die Festrede uno sprach die Weihe über Altar, Kanzel und Glocks. Liederoorlräge der Schulkinder, des Gesangvereins und Gemeindegesang umrahmten die Feier in würdiger Weise. Nach der Weihe sand die erste kirchliche ftanblung, die Taufe eines Kindes, in dem neuen Gotteshause statt. Die Feier wurde hierauf vor der Kirche fortgesetzt, wobei Pfarrer KneU aus Lauterbach eine Ansprache hielt. Prälat D. Dr. Diehl aus Darmstadt überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Landeskirche. Die Kirche ist aus dem Hügel am Ortsausgange nach Lauterbach erbaut und nach den Plänen von Geheimrat W a l b e in Darmstadt ausgeführt: sie ist schlicht und einfach gehalten und macht einen würdigen Eindruck.
Preußen.
Tillkrcis.
bl. Dillenburg, 3. 2lug. Mit der Errichtung eine- Kriegerdenkmals für unsere Stadl wird nunmehr doch voller Ernst gemacht. Da- Gelände ist bereits planiert und das Ehrenmal im Sockel hergestellt. 3m Herbst gedenkt man die Weihe vornehmen zu können.
bl. Dillenburg, 3. Aua. Nach dem Stande vom 31. Zuli beträgt die Zahl der männlichen Vollerwerbslosen des Kreises 1283, die der weiblichen 28 Personen. Die Ziffer hat im Vergleich zu den Vorwochen sich gehalten.
bl Sinn (Dillkreis), 3. Aug. In voller Wucht rannte ein hiesiges Mädchen mit seinem Rade gegen die Mauer der Fabrik von Haas. Die Bedauerns-
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werte erlitt schwere Verletzungen am Kops und an den Armen, ftronffnhau^ournnhme wurde erforderlich.
j-1 Eisemroth, 3. Aug. Wie alljährlich, so fand auch dieses Fahr wieder seitens des Krieger- oereins unter Mitwirkung des Gesangvereins und des Posounenchors am Kriegerdenkmal eine Feier für die gefallenen Krieger statt. Nach kurzer Ansprache und Gesang nahmen die Teilnehmer an dem anschließenden Gottesdienst in der Kirche teil.
Maingau.
WER. Frankfurt a.M., 2. Aug. Beim Feldbergfest ereignete sich während des Kugelstoßens ein Unfall, der leicht schwere Folgen hätte haben können. Durch den starken Andrang der Zuschauer wurde der Kampfrichter in die Dahn hineingedranqt und dabei von einer etwas seitlich fliegenden Kugel getroffen, so daß er an der Kinnlade stark blutende Verletz u n g e n davon*rug.
Der neue Flessa-Prozetz.
WSR. Frankfurt a. M.. 3 Aug. DaS Zeugenvcrhör wurde heute fortgesetzt, und zwar fanden Zeugenvernehmungen über wichtige Aeuherungen der Angeklagten und des Dr. Seitz statt. Ein Arzt sagte als Zeuge aus. daß. als die Sprache auf eine evtl. Heirat mit der F'.essa kam. Dr. S geäußert habe, er denke nicht daran. Dies machte jedoch bei dem Zeugen den Eindruck, als sei dies? Verneinung als indirekte Bejahung anzusehen. Ein anderer Arzt, der gesellschaftlich mit Dr. S. verkehrte, sagt aus. daß gelegentlich einer Gesellschaft Dr. S. ihm lächelnd erzählt habe, daß er seit längerer Zeit von einer Krankenschwester verf olgt würde, die mit ihm ein Verhältnis anfangen und ein Kind von ihm haben wollte. Er habe sich dagegen gewehrt, sie sei ihm jedoch einmal m der Anlage entgegengesprungen und habe ihn mit einem Revolver bedroht. Er habe sich vor sie hingeftellt und gesagt: „Schieß nur bin." Auf eine spätere Frage des Zeugen über den Stand der Dinge habe sich D. ausweichend geäußert. Bei einem anderen Gespräch gab er ihm ledvch Mitteilungen über die Zudringlichkeit der Schwester und sagte: „3ch sage es 3hnen, damit, wenn ich eines Tages tot aufgefunden würde, Anhaltspunkte da sind." Sonst habe er sich sehr abfällig über die Schwester geäußert. Dem Zeugen war auch bekannt, daß Dr. w. Schritte bei der Polizei und beim Rechtsanwalt in der Sache unternommen hatte. Die Redensart des Dr. S.: „Es ist wieder eine dankbare Patten- tin“, kann der Zeuge nicht bekunden.
Die nächste Zeugin, eine Krankenschwester R., bestreitet, nähere Deziehungen zu Dr. S. gehabt zu haben. Letzterer habe sich sehr korrekt benommen. Es wird ihr vorgehalten, daß sie Aeuherungen anderen Sinnes getan haben soll. Aus die Frage des Verteidigers über eine Aeuherung, daß sie recht viel zu gunsten der
Flesta aus lag en könne, antwortet die Zeugin, daß sie lich nicht mehr erinnern könne. Sie gibt zu. daß darüber allgemein die Rede war. daß Dr. S. den Frauen gern nachlaufe. Auf Vorhaltungen des Vorsitzenden. Tatsachen anzugeben, erwidert sie. daß dies so allgemein getagt worden sei. Die nächste Zeugin, die Stationsschwester bei Dr. S.. schildert ihn als sehr ruhigen Menschen. Eine andere Zeugin sagt, daß Dr. S. den Frauen start nachstellte. Dei einer Fahrt mit den Geschwistern Fiessa nach Garmisch war die Rede von einer Verlobung. Die Angeklagte erklärte damals, daß Dr. S. sie noch nie geküßt habe. Andererseits wolle sie, die Flessa. sich nicht mehr Hinhalten lassen. Die Zeugin gibt ferner eine Aeuherung der Angeklagten wieder: „Wenn S. mich nicht heiratet, bann könnte ich mich so auf- regen. daß ich ihn erschiehen könnte," was ihrerseits bestritten wird. Dr. S. wird als sehr nett und freundlich geschildert, wegen seines älteren Aussehens habe man ihn „Vater Seitz' genannt. Eine andere Zeugin bestätigt ebenfalls die Redensart Dr. Seih', dah ein Mädchen ein Kind von ihm haben wollte und ihn bedroht habe. Die Schwester eines Dundes- bruders des Dr. Seih macht nicht uninteressante Aussagen.
Es erfolgt dann die Vernehmung mehrerer Dundesbrüder des Erschossenen. Der eine, Rechtsanwalt Dr. Sy, ist von Dr. S. über den Stand der Dinge aufgeklärt worden. Er habe ihm gesagt, er müsse Mann genug sein, so ein Frauenzimmer abzuschütteln. Aach einiger Zeit äußerte Dr. S.. es werde immer toller mit dem Frauenzimmer und es müsse eifi Ende gemacht werden. Als die Rede auf ein Tanzkränzchen, an dem sich der Erschossene beteiligte, kommt, meint der Staatsanwalt, dah Dr. S., der ein lebensfroher Mann war und Verkehr mit Mädchen hatte, es nicht nötig hatte, mit der Flessa zu verkehren. Frl. Dr. Schulz, Verteidigerin der Angeklagten, fragt den Zeugen über Gelage, die in seinem Hause veranstaltet worden sind, bei denen minderjährige Mädchen zugegen waren. Auf Antrag des Staatsanwalts wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Aach den gepflogenen Erörterungen ergab sich, dah Dr. S. sich korrekt verhalten haben soll. Die Oeffentlichkeit wird dann wieder hergestellt.
Ein darauf vernommener Rechtsanwalt sagt aus, dah ihn Seih gefragt habe, ob er zur Zahlung von Alimenten verpflichtet sei, wenn die uneheliche Mutter vor Geburt des Kindes in notarieller ürfunbe darauf verzichtet hätte. Auch diesem Zeugen gegenüber sprach Seitz davon, dah er immer gucken müsse, daß sie nicht etwa rechts oder links stehe und ihm au flaue re. Ihr Lebenszweck sein, ein Kind von ihm zu bekommen. Der Zeugin P. sagte Dr. Seitz, daß er nie seines Lebens sicher fei, wenn er abends nach Hause gehe. Einem weiteren Zeugen sagte Seih am 15. Oktober anläßlich eines Durschenschaftlerfestes beim Abschied: „Hoffentlich komme ich heute nacht aut nach Hause!" Der folgende Zeuge, ein Rech.'S-
arüDalt, erklärte, daß Sech abandS au# dem Lokal nicht wegzubringen gewesen sei. da er befürchtete. dah ihm aufgelauert würde. Die Angeklagte wird hier sehr erregt und erklärt, sie könne lückenlos nachweisen, dah sie nachts stets zu Haute war, mit Ausnahme der Tage, wo sie mit Seih leibst auSging. Dem Zeugen gegenüber, der Seih als ein großes Kind bezeichnete, betont der Verteidiger: Sie beurteilen Seitz anders als Rechtsanwalt Dr. H., der ihn als einen Mann schilderte, der der Situation gewachten war. Mehrere darauf vernommene Zeugen sprechen sich im ähnlichen Sinne wie die vorherigen aus. Siner der Zeugen erwähnte, daß Seitz in der Äaiferftra&e ein Absteigequartier gehabt und später aus gegeben habe. Ein Kriminalkommissar wird beauftragt, diese» Absteigequartier ausfindig zu machen. Al» bei einer der folgenden Zeugenaussagen im Publikum gelacht wird, wird dies sowohl vom Verteidiger wie vom Vorsitzenden scharf gerügt. Die Angeklagte wird im Verlaufe der Beweisführung schließlich so erregt, dah die Verteidigerin sich neben ihr auf die Anklagebank setzt, um sie zu beruhigen. Hierauf wird Rechtsanwalt Dr. H. nochmals vorgerufen und über den Sinn feiner Worte, dah Deitz der drohenden Situation gewachsen gewesen fei, befragt. Der Zeuge will feine Aussage so aufgefaßt haben, dah Seitz der Situation sowohl lörperlich als auch geistig begegnen könne und bemerkt noch, daß Seih alS Westfale ein Bombenkerl gewesen sei. Es folgt sodann die Vernehmung des Kaufmanns K., der als Schwerkriegsverletzler in einem Lazarett von der Angeklagten gepflegt wurde. Der Zeuge gibt an, dah ein Freundschaftsverhältnis ohne nähere Beziehung zwischen ihm und der Pflegerin bestand und dah keine Zärtlichkeiten ausgetauscht worden seien. Als der Staatsanwalt beantragte, diesen Zeugen in Abwesenheit der Angeklagten zu vernehmen, unterbricht die erregte Angeklagte durch Zwischenbemerkungen häufig den Verhandlungsgang. Das Gericht lehnt schließlich den Antrag des Staatsanwalts ab.
Das Gericht verliest nun die Aussage der geschiedenen Ehefrau von Dr. Seitz, aus der hervorgeht, dah zwischen den Eheleuten kein anormaler Verkehr bestand. Der Verteidiger verweist darauf, daß es sich um das Liebes leben von 1909 handele, während jetzt 1925 in Frage komme. Das Gericht begibt sich darauf zu einer Otfg- befidjtigung nach dem Tatort. Die Angeklagte nahm hieran nicht teil.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Ahr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Für unverlangt eingefandle Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
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Verantwortlich für den lokalen Teil i.2.: Dr. Hans Thhriot.
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über die Varabfindung der Inhaber von Schuldverschreibungen der Stadl Gießen
aus den Jahren 1922 und 1923.
Auf Grund des § 30 der hessischen Ver. orbnung über die Durchführung der Ablösung der Markanleihen der Gemeinden usw., oom 6. Juli 1926, findet die Stadt Gießen die Ansprüche aus Stücken der Anleihen von 1922 und 1923 in bar ab. Zu diesem Zwecke wird folgendes bekanntgemacht:
a) 5proz. Anleihe von 1922, Reihe XI, über 12 000 000 Papiermark-Renn- roert
Es werden 5 v. H. des auf Grund der Umrechnungstabelle zum Aufwertungsgesetz oom 16. Juli 1925 mit 164 400 GM. ermittelten Goldmarkbetrags dieser Anleihe vergütet, d. f. 0,35 RM. für je 500 PM.-Nenn- betrag.
b) 8)pro;. Anleihe von 1922, Reihe XII, über 50 000 000 Paplermark-Renn- roert
Es werden 12j o. H. des auf Grund der Umrechnungstabelle zum Aufwertungsgesetz mit 25 906 GM. ermittelten Goldmarkbetrags dieser Anleihe oergütet, d. s. 0,35 RM. für je 5000 PM.-Nennbetrag.
c) 15proz. Anleihe von 1923, Reihe XIII, über 200 000 000 Papiermark-Renn- roert.
Es werden 12* v. H. des auf Grund der Umrechnungstabelle zumAufwer- tungsgesetz mit 22 287 GM. ermittelten Goldmarkbetrags dieser Anleihe vergütet, d. s. 0,30 RM. für je 20 000 PM.-Nennbetrag.
1. Sie Einlösung hat in der Zeit vom
5. August bis 15. November 1926 zu erfolgen.
2. Beträge unter 0,35 RM. (Stücke unter 5000 PM.-Nennbetrag) für die 8jproz. Markanleihe von 1922 und unter 0,30 RM. (Stücke unter 20 000 PM.-Nennbetrag) für die 15proz. Markanleihe von 1923 werden nicht vergütet, jedoch ist die • Zusammenlegung und Einreichung kleinerer Stücke für verschiedene ' Besitzer zulässig. •
3. Einlösungsstelle ist die «tadtkasse Gießen, Gortenstraße 2.
4. Anfragen über die Ablösung und Anträge sind unmittelbar an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen zu richten. 63988
Gießen, den 3.August 1926.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Packun^sprohlem?
Wir erhalten so viele Anfragen, wieviel voh dem Preis für die Cigarette Reemtsma Sascha (5 Pf.) auf ihre anerkannt guten Packungen entfällt, daß wir hierauf in einer allgemeinen Erklärung antworten möchten.
1OOO Packungen, gefüllt mit je
20 Cigaretten, kosten genau M. 1OOO.— 1OOO gleiche Packungen, ungefüllt.
kosten noch nicht einmal M. 13.— (Die genaue Zahl möchten wir aus Rücksicht gegen unsere Lieferanten nicht angeben.)
Der Preis der Packung ist also von geringer Bedeutung.
DIE SAUERSTOFF=ZAHNPASTA £ 8I0X ULTRA STARK SCHÄUMEND £


