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15. Mai oder früher ;u tietmlcien s^<« C'tanlanc 29 I.

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Der Motorradfahrer blieb unverletzt. Äuf der Chaussee Stralsund Rostock überschlug sich ein Kraftwagen, als er ein anderes Huto überholen wollte. Der Bademeister Wiese aus Greifswald konnte nut noch als Leiche unter dem Wagen her- vorgezogen werden. 3n der Nacht zum 1. Mal wurde auf der Staatsstraße Bautzen-Löbau an der Bautzener Stadtgrenze der Photograph Froehnel aus Bautzen von e Ineiti Auto u m ge­fahren und so schwer verletzt, daß er eine Stunde naty feiner Einlieferung In das Bautzener Kranken. Haus verstarb. Das Auto gehörte dem Qdbrifbe- sitzer Richter in Neukirch und wurde von Ihm selbst gesteuert. Die Schuldfrage ist noch nicht getlärL Auf der Chaussee Frankfurt a. O. Schwie - b u 9 fuhr ein mit etwa hundert Kommunisten be- ieistes Lastauto mit Anhänger gegen einen r e n ,3 ft e i n und überschlug sich, wobei etwa die Hälfte der Insassen mehr ober weniger schwere Per- kfiunoen erlitt.

Xus öer provinzialhauptstadt.

Glesien, den 4 Mai 1626.

Söfttchkelt'.

Und wo sie )u finden lst.

Alle West beklagt sich über die Unhöflichkeit der ;enossen..Ich beklage mich nicht! Im Gegenteil, linde, daß das Gefühl für Höfllkhlelt non nie |ö start war, wie es gerade jetzt ist.

Beim Einkauf in den Läden verlangen Die zu» letzt Gekommenen ihren Bedarf zuerst: Wie höflich oan khrten, den anderen noch Zeit zu lassen, sich über ihren Kauf schlüssig zu werden! Wenn noch recht viele Kunden ans BedleMing warten, läßt sich hte gnädige Frau besonders große Auswahl ah Waren vorlegen, die sie heute gar nicht zu kaufen beabsichtigt, nur um die ganz unoerftönb- Ncherweise in Ungeduld geratenen Wartenden durch Ihre holde Gegenwart in höflicher Art zu unter­halten.

Niemand kann heute den Anblick ertragen, daß ältere Herrschaften im Straßenbahnwagen stehen müffen, selbst die Jugend ist von diesem Gefühl vollkommen durchdrungen. Deshalb beeilt sich alles, erst die Plätze Ab besetzen, welche unmöglich einen Blick auf die (Einftcigertben zulassen. Sind keine solchergesicherten" Sitze mehr frei, so schützt iraenbein Schmöker vor dem aus purem Hofllcy- keitsgefühl einfach unerträglichen Anblick.

Ist noch ein letzter Sitzplatz vorhanden, so rückt man heute nicht mehr rasch und so gut wie mög­lich zusammen. D nein! Wie unhöflich wäre es, die­sen Fahrgast so deutlich empfinden zu losten, daß man sich seinetwegen etwas an der eigenen Be quemlichkeit abgehen läßt! Deshalb bewegt man sich am besten gar nicht, ober deutet dos Znsam- menrürfen nur symbolisch an. Aus dem gleichen Grunde läßt man auch seine Mappe neben sich auf der Bank liegen, wenn es manchmal auch reich­lich eng wird. Aber muß sich denn der Zuletztge­kommene anlehnen!? Ausgeschlossen, er Ist >o schon so yllicklich, überhaupt sitzen zu dürfen!

Früher waren nur die besonders vornehmen Leute parfümiert, und diese so sparsam, daß man fast nichts davon wahrnchmen konnte. Glücklicher­weise ist das jetzt anders geworden! Heute ist man böslich genug, sich In so starke Duftwolken zu hüllen, daß auch der übrigen Menschheit in erfreu- lieh hohem Maße diese Segnungen der Kultur kostenlos übermittelt werden.

Eine andere, überaus altmodische Sitte war er. seinen Nachbarn im Konzert ober im Theater ge­legentlich etwas zuzuflüstern! Wie geschmacklos'! Der höfliche Mensch von heute hat keine Geheim, niste vor seinen Zeltgenosten! Er hält es für feine Pflicht, so laut und deutlich zu sprechen, daß er in der Nachbarschaft gehört wird. Leider trifft man hier und da immer noch Rückständige aus Urgroß, väterzeiten, die sich mehr für Konzert und Bühne begeistern als für private Intimitäten solche Leute gehören an den Radioapparat im eigenen Heim, wo sie nach Belieben lauschen können, aber nicht unter alles länaft beherrschende und alle« bester wissende Mitmenschen'

In Enses und Restaurants erkennt man den höflichen Menschen art feiner Zuvorkbmmenhelt, mit Kleidungs und Gepäckstücken aller Art möglichst viele Pläne zu belegen, damit er tn den über- üüten Lokalen einem zufällig erscheinenden Sc­annten einen Platz anbieten kann. Genau so um- ichtlg verhält er sich in der Eisenbahn, doch stößt er ab und zu au eine unangenehme Sorte Rei­sender. die fein s art ausgeprägtes Höllich'eitsge. fühl lür man höre und staune Egoismus halten!!

Ja, wenn bas wirklich alles Egoismus wäre aber nein! Soviel Rücksichtslosigkeit unb Unhöf. lichtest sollte man feinen lieben Zeitgenosten boch nicht zutrauen! Tacho.

Yttctzcner Wvchrirmarktpreisk.

ES kosteten auf dem heutigen Worhrmmarkt das Pfund: Butter 200210 Pfg.. Matte 3540, Käse 50140. Weißkraut 35. Rotkraut 40. Rote Rüben 2025, Spinat 40-50. Spargel 70110, Tomaten 120. Zwiebeln 25. Meerrettich 4080, Schwarzwurzeln 4550, Rhabarber 25. Kartoffeln 45, ^leptel 2040; das Stück; Eier 10, Blumen­kohl 100150. Salat 25- 30, Salatgurken 120, Lauch 525, Sellerie 2050; das Bund Ra­dieschen 1520, gelbe Rüben 50 Pfg.

Vornoti-en.

Rom Konzertverein wird uns ge­schrieben; Am 11. Mai sind es 10 Jahre, daß Mak Reger völlig unerwartet au8 seinem ar­beitsreichen Lebert schied. Eingrdrnk dicsrs Tages veranstaltet die hiesige Mar-Reger-Deme nde in Gemeinschaft mit dem Konzertverein, in deslen Konzerten der Meister öfters und in unvergeß­licher Meise mltgcto.rft Hal, eine Gedächtnisfeier In der Stadtkirche. Für diesen Zweck sind zwei hervorragende Reger-Interpreten g Wonne i wor­den: Frau Elcstre v. Conta iSopran) und Sjerr Mieder, der unserm M ß.'f.eunden von feinen früheren Orgelkonzerten her aufs beste bekannt ist. Herr Mieder spielt br ei Orgelfantaften, wäh­rend Frau v. Eonta einige er.isw Gesänge vor­trägt, so daß eine würdige und stille Feier des Tages in Aussicht steht. Karten sind in der Musikalienhandlung von Ernst Ehalliek ür Konzerwereinomiigsied r z : ermäßigten Prei- en (1. Platz 2 Mark) bis zum 8. Mai - zu jaden. Das Konzert ist außerhalb des Abonne­ments, das bereits mit dem Märzkonzert abge­schlossen war.

Hypothekengläubiger, unb Spa - rer-Schutzverbanb. Morgen, Mittwochabend, Mitgliederversammlung im ..Hindenburg". Näheres im heutigen Anzeigenteil.

* Für den Dr. Eckener-Tag in Gie­ßen am Montag, 10. Mai, abends 8 Uhr, in der Volkshalle. zeigt sich in Stadt und Land

schort jetzt sehr regeS IniSteUe. Bekanntlich soll der Ertrag der Veranstaltung zugunsten der Zeppelin-Eckener-Skende verwandt werden, und schon au- diesem Grunde ist eint rege Beteiligung der Mitbürger aller Siände von Siadt unb Land lebt erwünscht Die verstärile Kapelle Topp wird den Abend durch flotte Märsche bereichern.

" Die Gießener TUrn - undSport- toerbetage am 8. und 9. Mai in der Volks- holle bzw. auf dem Universitätssportplatz werden von den beteiligten 'BereirtCn mit größtem Eifer vorbereitet Allenthalben wird tüchtig geübt, um den Besuchern turnerisch unb sportlich nur Her­vorragendes zu zeigen. Der Dor-Verein übt morgen abend zum erstenmal in der Volkshalle. Rach allein, was bis seht verlautet, kann man aus recht genußreiche Darbietungen rechnen, die wert sind, von einer großen Menschenmenge be­sucht zu werden. Für die musikalische Unterhal­tung wird die Kapelle Topp in bester TDeise sorgen.

' Straßensperren. Degen Vornahme von Kanalisationsarbeiten ist die Straße ..Am Kugelberg" zwilchen Sicher Straße und Kaiser­allee vom Polizeiamt mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt worden. Ferner wurde wegen Vornahme von Ausbesserunasarbeiten bet Wieseckerweg von der Marburgerstrahe bis zum Haus Rr. 40 von heute ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhr» Werksverkehr gesperrt.

" Das Sommerabonnement für das Stadttheater. Man schreibt uns: ES sei nochmals darauf hingewiesen, daß in diesen Tagen die.Ausgabe deS Sommerabonnements an der Tageskasse des Stadttheaters in den Stun­den von 10 bis 12 Uhr erfolgt.

Dienstjubiläum. Am gestrigen 3. Mai feierte Postinspektor Kinzenbach sein 40jähri- ges Dienstjubiläum, zu dem ihm seine Behörde ein Glückwunschschreiben zugehen ließ.

ee Geschäftsjubiläum. Gestern beging der grihurmelfter Georg Wahl sein 35jähri- geS Gcschäftsjubiläum im Hause Reustadt 33 dahier.

** Fahrraddiebstahl. Der Polizeibc- richt meldet: Gestohlen wurde am 30. April, nachmittags gegen 5.30 ilbr, im Seltersweg da­hier ein Herrenfahrrad, Marke Kurmann, Fabrik­nummer 12 165, schwar-er Rahmen ba t mit g.unen Streifen, schwarze Schutzbleche und Felgen. An dem Sattel hängt ein kleines verrostetes Schloß. Das Rad ist noch gut erhalten und mit einer Bullilampe versehen.

* Festgenommen wurden hier vier Per­sonen wegen verschiedener Straftaten.

WER. Der heißeste April seit einem halben 3ahrhundert. In den letzten Tagen deS Monats April haben wir in unserer Gegend Temperaturen erlebt, wie man sie sonst nur an Hochsommertagen kennt. Der Freitag brachte Temperaturen im Schatten bis zu 24 Grad: am Donnerstag waren etwa 20 Grad zu verzeichnen gewesen und vor einigen Tagen war das Thermometer sogar bis zu 29 Grad gestiegen. 3m allgemeinen kann man sagen, daß derartige Hitzegrade im A".il In Deutschland schort seit mehr als 50 3ahnen nicht mehr ge­messen wurden. Der vorige Monat dürfte da­mit der heißeste April seit ":wa einem halben Jahrhundert gewesen fein

Kunst und Wissenschaft

Äelnbarbt-tßanfplei In Darmstadt.

Die Reinhardt- Bühne bot, rohe andere süd­deutsche Städte, auch Darmstadt besucht upb i)kr G o lbinis LustspielDer Diener zweier Her.c " mit außerordentlich starkem (Erfolg ortsgeiührl. 'Bon den Darstellern gehörte Gustav von W a n g e i, beim früher bet hiesigen Bühne an. Bei weit in die stärkste künstlerische Leistung bot Hermann T h imig, bet die Vorstellung zu einem Theute, uvend von tiefster Wirkung stempelte.

Kunstausstellung varmstadt 1926.

Am 2. Mal würbe In Gegenwart eines zahl reichen Publikums (barunter auch viele Betitelet von Behörden unb ber Künstlerschaft) die Allsstrl- luna der freien Bereinigung Tarrn hab ter Künstler in ber Kunslhalte tröffhet Die Freie Bereinigung Darmstädler Künstler grciji in ihrer Zusammensetzung über bie Lanbeshaliptstubl hinaus: sie umfaßt auch Künstler aus anderen Teilen Hcsicns unb solche, ble mit ihrer Kunst von Tarn stabt ausgegangen sind ober hier gewirkt haben, je-.', aber, über ganz Deutschlind zerstreut, tätig sinb. Die Bereinigung zählt viele klangvolle Namen In ihren Reihen. Die gegenwärtige Ausstellung (Geinälbe, Plastik unb Graphik) umfaßt runb 200 Nummeti-. sie bietet durchweg Schöpsunaen einer ousgereiftca Kunst unb Ist keiner bestimmten Kunstrichtung oct schrieben. Aus Oberhestert haben Bilder nusgcftelll Rudolf A. ® ü n n i n g s , Gießen (brei Lanbschai ten), Heinrich H. Walther, Gießen (Muttet Unb Kind, Der Maler, Witwe unb ein Selbstbilbnis) unb Karl Fries, Ortenberg (An ber Nidder. Linde fertaflc. Aus dem Lahntal).

Schöffengericht Gießen

Gießen, 4. Mai. Das Schöffengericht verurteilte gestern den schon vorbestraften A, beiter M. von hier wegen mehrerer Einbrüche und Cinbruchsversuche zu 5 Jahren und 4 M o naten Zuchthaus, seinen Schwager 6d- tvegen Hehlerei zu 1 3 a b r Gefängnis, eine andere Person wegen DiebstahlS-Beihll c zu 6 Monaten und eine Frau Sch. wegen B- günstigung ebenfalls zu 6 Monaten Defärtgni 71 aber er Bericht folgt.

Rundfunk-Programm

des frankfurter EenßerS.

(Aus der «Radio-Umschau".)

Mittwoch, 5. Ittal.

3 304 Uhr: Die Stunde der 3ugend; 2- dem Buch der Sage und Geschichte, borgetrdu- von Rektor Wehrhan (für Kinder vom 10. 3ayi ab). 4.305.45 Uhr: Konzert des Hausorchester- Giacomo Meyer beer. 5.456.05 Uhr: Di Büch erstünde. 6.156.45 Uhr:Der helltge Ber- Athos", Vortrag von Prof. Dr Richard Preise anläßlich des Weltkonzil- deS griechischen Ortho borie auf dem Berge AthoS zu Pfingsten 1921 6 157.15 Uhr: Stunde des Südwestdeutsche Rad'o-Elubs: 3ng. Randewig: .Tin Ginrdhren Superregenerativempfänger nach Armstrong. Seine Theorie und praktische Anwendung". 7.1 bis 7.45 Uhr: A. de Rora liest seine Rovelle .Die Fähre" 7.450.15 Uhr: Italienisch;. Sprachunterricht 8.1510.15 Uhr: Gastspie« de Stadttheaters Offenbach: Wiener Blut". Öd' rette in drei Akten von Johann Strauß.

FachmännischeBeratunq

über

03176

Gießen, den 4. Mai 1926.

03203

k

Familie Kehr.

Treis a. d. Lda., den 1. Mai 1926. 03153

Güßen, Bahnnotstr vorn. Hermes

Nau Kant

3. Mai.

Für die vielen Beweise inniger Teil­nahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen hat, sprechen wir hier­durch unseren herzlichsten Dank aus.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus, statt

Hansa

Handelsschule Kunzeimann

erteilt bereitnnfligft jeder selbständige Gärtner und Blumengeschäftsinhaber.

Es ist bestimmt in Gottes Rat.

laß man vom liebsten, was man hat, mußscnel<L-n

\llen Freunden, Verwandten und Bekannten die

raunge Mitteilung, daß unsere yinlgstgeliebtr Tothter und Schwester

Frieda Maris Luise Heiler

im 19. Lebensjahre Sanft eritschlafen ist.

Die trauernden Hinterbliebener

Familie Georg Heller Familie Carl Pfeffer und alle Angehörige.

Leihgestern, den 3. Mai 1926.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 5. Mai, nach­mittags 4 Uhr, Statt. 4013D

Heute nacht entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Marg. Treiber

geb. Mohr

im Alter von 58 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Georg Treiber.

Ein hoch rachnges Vogelsberger

Rind

zu verkanten 1 21 tz b a ch, Haus Ztr. 32.

Gestern abend 8 Uhr starb nach kurzem chweren Leiden im 72. Lebensjahre meine Hebe Frau, Gote und Tante OorotheaWaoenbach geb. Bellof.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Kaspar Wagenbach nebst allen Angehörigen.

Rödgen, den 2. Mai 1926.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 5. Mai, nachmittags 2 Uhr, statt. 401 ID

Herren- n. Tnmenkleider Teppiche,Portieren, Vor firtitrt» werden in elnmcn Tagen tnbel- "l,,,Hvlo8 gefärbt u djetnlfdt getetmgi.

Trauerlachen innerhalb 24 Stunden

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