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meifter Friedrich Schmidt

aus Gießen

Gieren, den 1. Mai 1926.

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Stadt. EleUrizitätSwerk. Stolt«.

Dr. Frey.

. ZM M mchr als c 1925 = 21500 HU,

wird von dieser 6r Ä zur Drrbesserung d' nimerenAnlasenringyt! nd diese Flächen zu euv üblich verunkrautet, steiler falls alles andere als w» r Gelegenheit möchten B- Men. den Schutz *

tieserungsvergebung.

Die Lieferung von etwa 250 cbm ge» siebtem Lahnkies für Kabellegung soll vergeben werden.

Angebote sind verschlossen bis zum 12. Mai d. Zs-, vormittags 10 Ahr. bei der Direktion des Elektrizitätswerks. Zim- mer Ar. 3. einzureichen.

Freie Auswahl unter deu Bewerbern bleibt vorbcbalten.

Eberverkauf.

Der abgängige Gemeindeeber soll auf dem Wege'des schriftlichen Angebots ver­kauft werden. Angebote sind bis zum S. d. 'HL, nachmittags 7 Ahr, mit Auf­schrift veriehen bei der untsrzeichnotc i Stelle einzureichen.

Leihgestern, den 1. Mai 1926. Bürgermeisterei.

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8tr8tbiigiii3nSiilIülien8ii6tikn

Die Installation der Wafferzu- und Gntwästerungsleitungen an der Bezirks­schule Westanlage soll iwchmais öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen bei uns offen und sind Angebote auf Bor''rud. der daselbst erhältlich, bis zum Er lungStcrmin ata Donnerstag, dem 6. Mat d. I.. vormittags 10 Ahr an uns einzureichen. Zuschlagssrist 3 Wochen.

Sieben, den 30 April 1926. 39798

Stadtbauamt Sichen: Braubach.

Bekanntmachung.

Detr.: Erholungsaufenthalt für Kinder an der See-

Obengenannter Erholungsaufenthalt beginnt nicht wie anfänglich angegeben Anfang Juni, sondern erstreckt sich auf die Zeit vom 16 Juni bis 23. Juli lfd. Js. Anmeldungen können daher noch bis zum 20. Wai 1H>. Js. erfolgen.

Der Oberbürgermeister.

Wohlfahrtsamt. Abt Jugendamt

allseitiges 3ia«re<k eraxden (Siehe heutige Anzeige.)

Derband für deutsche Frauen­kleidung und Frauenkultur. Orts­gruppe Gießen. Morgen. Dienstag, nachmittag I1Uhr. im Saalbau Sauer Dortrag und Stirn: Kleiderschau der Nürnberger Werkstätte. Näheres in der Anzeige vom Samstag.

konnte gestern auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma H. Schassstaedt G. m. b. H. in Giehen zurückblicken. Wie bei derartigen Gelegenheiten üblich, fand er heute seine Arbeitsstätte mit Blumen reich geschmückt vor, auherdem wurden ihm die gebührenden Ehrungen vonseiten der Inhaber der Firma, von den Angestellten und seinen Arbeitskollegen dargebracht.

O Buben st reiche. In der Nacht zum Sonn« tag wurden auf einem Bleichplatz in der Klinikstraste sämtliche eisernen Waschpfähle umgebogen, dadurch unbrauchbar gemacht und die Haustür mit Draht zugebunden. Einem Kaufmann nebenan wurde die Haustür mit Kisten, Fässern, Bohnenstangen usw. verrammelt. Im Garten der Chirurgischen Klinik wurde in den letzten Nächten eine Bank entwendet. Hoffentlich gelingt es, die Täter zu ermitteln und der Bestrafung zuzusühren.

Wiedersehensfeier des ehem. R.-I.-R. 2 2 4 in Gießen. Am 5. und 6. Juni werden sich die alten 224er zu einer Wiedersehcns- feier in Giehen treffen. Zum ersten Male seit 1918 wird es den früheren Angehörigen des Regiments ermöglicht werden, alte und treue Kameraden aus

Bekanntmachung

Die Lieferung von SinfaffungSsockeln für EinfassungSgräber auf dem Aeuen Friedhof soll vergeben werden- Angebote sind spätestens bis 10. Mai 1926, vor» mittags 10 Uhr an daS Stadtbauamt abzugeben Dafelbst stnd Angebotsvor­drucke erhältlich. Zujchlagsfrift 3 Wochen.

Giehen. den 30. April 1926. 3980B

Stadtbauamt Giehen.

Braubach.

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<8194 AN.) Ginnahmen und 396 811,50 AU. (1925 -= 393 784.15 Mk.) Ausgaben auf 330 871.50 Mark netto. Ob sich hier Eriparnisinöglichkeiten bieten entzieht sich bedauerlicherweise der Be­urteilung der Ocffentlkbftit. Denkbar wäre für uns, daß z. B. an der EtrahenbahnpauUmle für die Stadtverordneten von 3000 Mk. jährlich (im Dorjahre 4000 AU.) noch reduziert werden tonnte, denn wohl keines der 42 Mitglieder dürfte jährlich 400 bis 500 Strahenoahnfahrten in Ausübung des Mandats machen.

3m Titel 51, Kapitalzinsen. sind wiederum, wie im Dorjahre, vorsorglich KW 000 Mark für die Wiederaufnahme des Zinsendienstes von stödtis xn Anleihen vorgesehen, so dah jetzt für diesen Zweck 200 000 M'- bereitg.'stellt toären- Für die Berzi.sung neu auszunehmender Kapi­talien sind 130 000 ML angelegt Dieser Betrag ist bescheiüen, wenn man sich die auf dem An­leiheweg zu deckenden voraussichtlichen Kotten für die dringlichsten Ausgaben (Lchnlhausbau, Strahenpflastcrung usw.) klar macht-

Am Schlüsse unserer Betrachtungen über die Betriebsrechnung registrieren wir der Vollständigkeit halber noch die Veranschlagungen der Steuereinnahmen: Anteil an der Aeichseinkvnmten- und Körperschajt^steucr 345 ODO Mark, Aeichsumsaysteuer-Anteil 100 COO Mark, Grunderwerbsteuer 83 200 Mark. BeranügungS- fteucr 40 000 M'.. Hundesteuer 24 170 Mk.. AuS- gkeichSmittel 525 000 Mk., Gebäude-, Grund-, Gewerbe- und städtische Sondersteuer vom be­bauten Grundbesitz 1 100 000 Mk.

Einen weiteren Artikel werden wir der Ver­mögensrechnung widmen.

Au^der Provinzialhauptstadt.

Giehen, 3. Mai 1926.

Die Finanzierung des Wohnungsbaues.

8m Donnerstagabend sprach im Saalbau Sauer Oberregierungsrat Hoppe- Dresden auf Beran- laffuna des Mieteroereins, der Baugenossenschaft 18Ö4, Der Ortsgruppe des Bundes Deutscher Boden­reformer, der Bereinigung der Wohnungslosen, der vauaenossenschaft stöbt. Beamten und des Gewerk- Ichaflekartell» über die Finanzieruna de« Wohnung sb aue? unter Derücksichti - g u n g berneuen Gesetzgebung.

Der Redner behandelte zunächst die Frage: -Haben wir seit Bestehen bei Wohnungsnot (1918) bezüglich der Lösung des Wohnungsproblems merk­liche Fortschritte gemocht?" Er zeigte an Hand von Beispielen die Unmöglichkeit der Beseitigung der Wohnungsnot auf dem Wege der freien Wirtschaf', da hierdurch u. a. die Erhöhung Der Wohnungsmiete über das eineinhalbfache des Friedenspreises zu er­warten und eine derartige Mietjteigerung nicht trag­bar sei. In valutaschwachen Landern sei die Woh­nungsmiete wesenllich geringer (teilweise nur vierzig Prozent). Wenn wir auf dem Weltmarkt wettbe-

. AruShalHzhy UA >arf als ZuKh uKrstenÄIiLO^ beit un) sich ferne uo. eusn Voranschlag für fc.

und D-gm. b. h. lfL totepenim durchaus un - ein Kapitel, überiks km wird der mui 1 wichtige, unobtoeijbn, leiben müllen, veil nm schwach autoefattet hoi mögen sich bei der 2e- daran erimem, dah ft ien längst schon geratet ist. den mm noch ich» idlich Zeitigen sollte 'eujtung foO ouche pieber 60030 M. kob- n, mit bet Dech^se-,-. Ätctitcaftytr

in War eb br teube am .Mehr Lch" ai^eeen etraben * Ächr Fvmde sehr tanfr: ntlicheAnlngen'soi

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Amtsgericht Gießen.

' Diesten, 29. April. Zwei Aachbarn in Wies eck, ein Wagner und ein Landwirt, sind seit Violen Jahren miteinander verfeindet. Kurz nach Aeujahr entstanden neue Streitigkeiten unter ihnen, weil infolge der damals herrschenden starken Niederschläge daS Regonwasser die Hos- reite des einen Aachbarn stark überschwemmte und dieser der Meinung war, der andere habe den Wasserablauf verändert und sei dadurch schuld an der äleberschwemmung. Es erhob sich infolgedessen ein Wortwechsel zwischen ihnen, in dessen Verlaufe der eine dem andern zurief i ,Worte mir Kerl, wenn ich dich kriege, wo ich dich gerne haben will, dann schlage ich dich kaput, damr machst du keinen Wogen mehr." Der Wagner erhob deshalb tpn'-xttfiape wegen Be­leidigung, worauf der Landwirt Widerklage gegen ihn erhob, well elfterer ihn Söffer und AichtSnutzer genannt habe. Die Beweisauf­nahme ergab wohl einen Beweis für die Be­hauptungen des Privatklägers, dagegen lerne An­haltspunkte für die Richtigkeit der Angaben des Widerklägers. Dte Parteien verglichen sich hierauf dahin, dah der Landwirt seine beleidigen­den Aeusterungen mit Bedauern zurücknahm und sich zur Zahlung sämtlicher Kosten des Ver­fahrens einschliestlich des Sonderhonorar» des Anwalts des Privatklägers verpflichtete.

der Kriegszeu oeceim zu finben. mit ihnen frohe Stunden zu begehen und Erinnerungen auszutai. schon an gemeinsame Erlebnisse aus schwerer Zeit. Die geplante Feier wird in rein kameradschaftlicher Weise abaehalten werden, ohne jeden politischen und müitarildjen Charakter. Für den Feftausschus, amtiert I. Hofmann, Dffenbad) o. M, Fried­richstraße 4 I.

Deutschnationale DolkSpar t et. Der zweite Vortragsabend, bei dem Abaev^dneter Prof. Dr. Werner (Butzbach) über daS Dhema .Wie lange noch Betrug am deutschen Volke?" sprach, erfreute sich wiederum eines sehr starken Befucho-5 Der Aedner ging zunächst kurz auf die hessischen Verhältnisse ein. Das Aufgeben der Selbständigkeit Hessens bringe weder dem Lande noch den Steuerzahlern einen Vorteil. Die hessischen Regierungsparteien hätten bewie­sen. daß sie am Ende ihrer Kunst seien. Mit der sinanzieUen Mißwirtschast in Hessen müsse endlich aufgeräumt werden Die Oppositions­parteien würden sich mit aller Macht für eine Milderung des Steuerdruckes einsetzen. Der neue Steuerzcitei würde das beste Flugblatt sein im Kampfe vm da> Volksbegehren auf Auflösung des Hessischen Lairdtages. Zu dem eigentlichen Thema übergehend, betonte der Redner, bah die Revolution und ihre traurigen Folgen hätten verhindert toerben können. Gerade die Sozial­demokratie habe 1916 den Abschluss eines Frie­densvertrags mit Rustland vereitelt. ES war ein Betrug am deutschen Volke, ihm Wilson alS den 'Retter aus den Kriegsnöten vor Augen zu stellen Was die KriegSschuldsrage beträfe, so habe der Sozialdemokrat KautSkt) selbst ange­geben, dast Wilhelm II. keine Schuld am Kriege habe. Bezeichnend sei da» bekannte Wort Rathe- nauS. die Weltgeschichte haben ihren Sinn ver- loren. wenn der Kaiser als Sieger in Berlin einreite Am Ende derjenigen, die das deutsche Volk Jahre hinburch belogen und betrogen haben, stehen Darmat und Kutifker. Man habe dem Volke nichts erzählt von den 300 Regenten, die die Geschicke der Welt lenken. Auch habe das Voll nichts erfahren von dem Annerionismu» Erzbergers, der zu Beginn deS Krieges London durch Bomben in einen Haufen von Schutt und Asche verwandeln wollte Die Angriffe auf den .Kaiser und den Kronprinzen sollten die Blicke von den wahren Kriegsschuldigen ablenken Man werfe dem Kaiser vor. er sei nach Holland ge­flohen. In Wrrllichkeit habe Hindenburg dem Kaiser geraten. inS SsN zu gehen. Dadurch sei der Bürgerkrieg in Deutschland verhindert wor­den Die angekündigte Weltvevolution sei au«- geblieben und werde auch ausbkeiben. Die Lasten deS Dawesplanes werden dem deutschen Dolle die Augen öffnen. Davon konnten jetzt schon die Bediensteten der Reichsbahn ein Lied fingen Alle Bersprochungen, d« man uns gemcxht, seien nicht eingetroffen. Wenn Amerika mit seinen Kreditaktionen für Deutschland wie bisher fort- sahre, würden wir bald nur noch Gäste in unserer Heimat sein. Als die Sozialdenwkratie in der Regierung säst, wurden wir mit indirekten Steuern bis in die Dachsparren belastet Die 5ürftcncnLetgming fei nur eine Vorstufe zur Sozialisierung des Privateigentums. Wenn man darum ein Volksbegehren in Szene setze, warum solle es den Sparern verwehrt werden, ein Volks­begehren in der Frage der Auswertung au verlangen In der anschliestenden AuSspraci)e wurde auch auf die Wiedergewinnung der deut­schen Kolonien hingewiesen, worüber sich Dr. Werner noch in seinem Schiustwort äußerte und u. a. kurz über die .Evangelische Volksgemein­schaft" sprach, die weiter nichts sei als eine Aeu- gründung der demokratischen Partei.

Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 433 Ochsen, 59 Bullen, 8ö7 Färsen und Kühe, 438 Kälber, 117 Schafe und 3446 Schweine.

" Die Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Kirch-Äöns, Griedel, Steinfurth (Str. Friedberg) und Hachborn (Kreis Marburg) ausge- brachen. In Affenheim, Stammheiin, Staden (Krcis Friedberg) und Unter.Widdersheim (Kreis Büdin­gen) ist die Seuche erloschen.

Lrtzetterschuyes und der Arbeiteroersicherung ge- leistet, der Wohnungsfrage aber noch nicht die er- forderliche Bedeutung beigelegt. Zuerst komme ein aefundes Heim, damit der Mensch sich ausruben und für seine Berufsarbeit stärken kann. Die wichtigste Kultur fei die Wohnungskultur. Redner forderte eine gründliche Wohnungsreform. Dies« Forderung muffe gerade jetzt mit allem Nachdnick erhoben wer- den. wo jährlich 600 Millionen Mark für Woh- nungsbau zur Verfügung gestellt würden. Redner verlangte insbesondere eine gründliche Aenderung unserer Bodenpolitikoerhältniffe. Die Dodenpreise seien z. B. in Berlin zehnmal teurer wie in Lon. don. Es sei dringend notwendig, den augenblicklichen entscheidenden Wendepunkt in der Wohnungswirt­schaft richtig auszunutzen und nicht gedankenlos bei­seite zu stehen.

In der sehr elngehenden Aussprache beleuch­tete zunächst Regieningsrat Dr. R i n d f u st - Friede berg (Sfrcisamt) die fianzwirtschaftliche Seite de-> Wohnungsbaues, forderte Sparpflicht der Jugend und machte dann wertvolle Ergänzungen zu feinem hier kürzlich gehaltenen Vortrage. Stadlv. Mann weift darauf hin, dost die Wohnungsnot im Verhält­nis in Giesten dreimal so grost sei, wie in Berlin. Giesten habe seit 1910 bezüglich der Zahl ber haus, bahungen am meisten zugenammen. Bis 1923 habe Giesten in der Wobnunaserstellung eine führende Rolle gespielt, seit dieser Zeit sei wenig getan wor- den, besonders in 1925. Reg. Rat Dr. Krüger (Vertreter des Kreises Giesten) bedauerte, dast viele Forderungen des Referenten sich nidit von heute auf morgen erfüllen kaffen. Der hessische Staat könne nicht mehr Mittel zur Verfügung stellen. Die zu weitgehende Ausgabe von Darlehen und Heber, nähme non Bürqf(haften seitens der Gemeinden Hält er für bedenklich Beig Dr. Hamm weist darauf hm, dast in Giesten 1023 Familien ohne eigene Wohnung feien, 421 Familien fitzen in NotwoHnun- gen. Er schilderte die ungeheuren sozialen Losten, welche die Stadt durch die Wohnungsnot aufbrim gen must. Weiter besprach er eine Reibe städtebau­licher Mastnahmeri, weist mis die Ursachen der Stei- aerunq der Bodenpreise hin und betont, dast durch Schaffung eines weitsichtigen Städlebauplanes dos Wohnungsproblem günstig gefördert werden könne. Bros. Dr. Gün 1 her beleuchtete hie Wohnungs­frage noch einmal vom nolkswirtschaftlichen Stand­punkt, er trat für freie Wirtschaft ein und Hält eine wesentliche Steigerung her Mieten für unumgäng­lich, um bas erforderliche Baukovitol aufwtrinacn. Seine Ausführunaen stiesten teilweise auf starken Widersoruch her Dersomwluva. Der lebte Diskus­sionsredner Weigel- Alein-Virben klagte darüber, hast trotz Wahnungsnot neue Wohnungen infolge des hohen Mietpreises nicht zu vermieten seien. Nach einem furzen Schlustwort ber- Referenten, ber vor allem bie Ausführungen von Vrof. Dr. Günther zu miberlegen suchte, würbe die nnreaenb verlaufene Dersammüinq von dem Leiter, Reallehrer Heber- mehl, geschloffen.

OberdesNscher Kunstverein.

Am gestrigen Sonntag, vormittags 11 Uhr. wurde im Turmhaus am Brandvlah die neue Ausstellung d-'s Oberhessischen Kunst- oereinS eröffnet, die in erster Lime Porträts von W. T r a u t s ch o l d auS (Siebener Privat- besih der Oeffentllchkcit zugänglich macht; die Kollektion wird vervollständigt durch Bildniffe und einige Landschaften von Frau <S. Pfister- Kaufmann und Julius Kaufmann in Darmstadt, sowie durch einige pvrträtplastische Arbeiten von L. Schmidt in Frankfurt. Außer­dem sollen im Lause der Woche noch Arbeiten unseres heimischen Bildhauers Joh. K 5 d - ding in der Ausstellung ausgestellt werden. Der Vorsitzende deS Kunstvereins. Landgerichts­direktor Bücking, eröffnete die Ausstellung mit einer Ansprache, in der er zunächst den Gießener Besitzern von Trautschold-Bildern. die ihre Schatze bereitwillig der Oeffentlicbteit zur Verfügung gestellt hatten, dankte des wei­teren eine Einführung in Leben und Stzafsen des Malers Trautschv d gab und insbesondere auf seine nahen und interessanten Beziehungen zu unterer Stadt einging. Die Ausstellung, auf die wir im Einzelnen noch zurücttommen wer­den. ist wie üblich geöffnet: Sonntag. Montag, Mittwoch. Freitag von 111, außerdem Mitt­woch von 35 Uhr.

vornotizen.

Tageskalender für Montag. F. G-F-: 8.30 Uhr Hauptübung. Lichtspielhaus, Bahnhofstrastc:Das Geheimnis der alten Mamsel". Astoria-Lichlspiele:Das Tal des Todes".

Der Goethe-Bund hat - wie man unS schreibt - für seinen nächsten Vortrags­abend den Dichter K l a b u n d eingeladen und hat damit einen Dichter gewonnen, dem in den letzten Jahren durch erfolgreiche Aufführung feiner dramatischen Weicke vergönnt war. mehr und mehr in die Breite zu wirken. In Giehen ist des Dichters Schassen durch die Aufsührung feines finnigen Legendenspieles, des .Kreide­kreises", durch unter Stadtthcater in weiten Krei­sen bekannt geworden In diesen Tagen sand in Frankfurt die mit starkem Beifall angenom­mene Uraufführung seines DramasBrennende Erde" statt. Aus den übrigen Werken des Dichter» der eigentlich Alfred Henschke heim sind besonders zu nennen sein Gedicht- unb Balladenband »Das heiße Herz", sein Lulen- spiegelrvmanDrake" und seine Romano Moreau" undPjotr". Alle seine Werke in ihren feingeschlisfenen Formen sirrd durch einen ausgeprägt dichterischen Geschmack gekennzeichnet. So dürfte der Dortragsabeick) des Dichters, an dem er aus seinen Dichtungen vorlesen wird,

kkinesfalls 1,5 der Friedensmiete übersteigen. Unter dielen Umständen feien wir noch auf Jahre hinaus auf Dobnun^beihilsen durch Staat und Kommune engeroiefen. Redner besprach dann die Unzuläng- 1. ofeit ber seinerzeit erhobenen Wohnungsbauab- a-ibe, die ein halbes Prozent ber Friedensmiete betrug, irgendwelche besondere Unterstützung der Bautätigkeit, besonders auch durch bie Inflation aber nicht brachte. Auch die durch die 3. Steuernot Verordnung erhobenen Beträge, welche 2 Prozent ber Friedensmiete ausmachten, konnten eine wesent­liche Besserung der Lage nicht erzielen. Erst durch das Gesetz vom 15. August 1925, das die Derwew düng von 15 Proz., höchstens aber 20 Proz. der 'coriberflcuer für Wohnungsbauten bestimmt, sei c ne merkliche Besserung der Verhältnisse, besonders in Preußen und Bayern eingetreten. Redner bc- sprach hierauf eine Reibe von Forderungen, welche leider in dem neuen Gesetz noch nicht verankert, zur Löftmg des Wohnungsproblems aber unbedingt zur Durchführung kommen müßten. Zunächst sei ein Wohnungsbauprogramm auf lange Sicht notwen­dig, bie Baukosten müßten gesenkt, Realkredite be- schafft und die Spartätigkeit gefördert werden. Die Aufwertungssteuer für den allgemeinen Finanzbe­darf (Mietzinssteuer) muffe wegfallen. Redner for­derte weiter die Instandsetzung alter Wohnungen, damit diese vor Versall bewahrt bleiben. Bei Bau­ten mit vielen kleineren Wohnungen müsse ein we­sentlich höherer Betrag für Instandsetzungskosten zugebilligt werden, wie für Häuser mit wenigen großen Wohnungen. Dem Hauseigentümer, der An­spruch auf einen Zinsenbetrog habe, müsse die Pflicht auserlegt werden, alles andere nur für Betriebs­kosten und Instandhaltung zu verwenden (Bennen- dungspflicht). lieber die Ausgaben'muffe ber Haus­besitzer orbnungsmählge Auszeichnungen fuhren und Belege beibringen. Hausbesitzern, welche bie für Instandhaltung bestimmten Gelder für sich ver­brauchten, müsse hie Hausverwaltung entzogen und ber MietervertrAmg übertragen werben. Redner besorach bann die Frage ber künftigen Gestaltung unserer Wohnungswlrtschaft. Er weist darauf hin, daß wir schon aus hygienischen Gründen aus weit­gehende Schaffung von Flachbauten, möglichst Ein­familienhäuser, binmirfen müßten. In Berlin wohn- ten in einem Hause durchschnittlich 76 Menschen, in England nur 4,65, in anderen Ländern meist nicht mehr als höchstens 8. In England, Holland und Bel­gien habe bas Einfamilienhaus weite Verbreitung gefunden. England habe schon seit vielen Jahren planmäßige Wohnungspolitik durch Schaffung einer großzügigen Wohnungsgesetzgebung getrieben, es stelle die Wohnung-froge in den Mittelpunkt. Deutschland habe vorbildliches auf dem Gebiet des

Don der Sanbei-UniDerfitäL ©tubienral Dr. Koenig wird feine Vorlesungen über .Volkspolltische Probleme des Grenz- und Auslanddeulschlums" am Dienstag (nicht Don­nerstag) 4. M a i beginnen. Gr wird in diesem Semester die Grenz- und Dvlksprvbieme des Westens behandelir. Die Vorlesungen sinden stets Dienstag von 6 bis 7 Uhr im großen Hörsaal statt.

0 Der Geschäftsführer der Volks Hochschule, Dr. Werner, scheidet in diesen lagen aus diesem timte aus und übersiedelt nach Frankfurt a. M. Für die Nachfolge in der Ge­schäftsführung der Volkshochschule wurde vom Vor­stand Frl. B a Her in Aussicht genommen.

* Dr.-Eckener-Tag in Gießen. Im heu­tigen Anzeigenteil werd der Beginn des Rartenoor- verkauf» au diesem bedeutsamen Vortrag des be­rühmten Führers des Z. R. III angefünbigt Man versehe sich beizeiten mit Eintrittskarten, da der An- drang voraussichtlich sehr stark werden wird.

Sine Gedenktafel für Wilhelm Liebknecht wurde gestern nachmittag von der Sozialdemokratischen Pariei. Orlsverein Gdestcn. in der Kcrchstraße enthüllt. Die Gedeickrede hielt hier Staotspräftderrt Ulrich. Dleich?,eftig ent­hüllte man in der Rittergasse amRitter^ eine weitere Gedenktafel, wobei Reichstagsabgeord­neter Dr. Quark- Frankfurt sprach. Im An­schluß an diese Feier bewegte sich ein Zug. den das Reichsbanner Schwarz-Rot-Dold eröffnete und schloß, durch die Hcruptstrahen der Stadt zur Liebigshohe. wo weitere Veranstaltungen vor sich gingen und der Reichstagsabgeordnete Friedrich Stampfer und der LandtagSabge- ordnete Kaul sprachen.

** Som in er-Abonnement für das Stadtheater Aus dem Stadtcheaterbureau wird uns geschrieben: Die Ausgabe der Sommer- abonncmenis für bas Stadltheatcr erfolgt vom 3. bis 8. Mai, jeweils von 1012 Uhr an ber Theater­kasse. Es sei daraus hingemiesen, baß biefe Abonne- inenislartcn nicht auf softe Plätze lauten, sondern Gutscheine darstellen, die jeweils im Vorverkauf ober an der Tages- oder Abendkasse in eine ent» sprechende Tageskarte umgetauscht werden müffen. Da die Vorstellungen von ber zweiten Hälfte Mai an bis in die zweite Hälfte September dauern, ist große Verwendungsmöglichkeit gegeben. Die außer­ordentliche Billigkeit des Sommerabonnements, die Möglichkeit, die Karten an Familienangehörige zu übertragen, die Zugkraft interessanter Neuheiten, die nicht ins Winterabonnement kommen, einige neue Kräfte (eine Salondame von den Kammerspielen in München, ein jüngerer Bonvivant vom Swdttheater Stettin) sollten doch wohl bewirken, bas Sommer- Qboruianeiit beliebt zu machen. Es ist zu wünschen und zu hoffen, daß bie Beteiligung am Sommer- abonnement so lebhaft wrd, daß die Einnahme bar-ius eine wirkliche Entlastung des Theaterbudgetc' bedeutet.

Den Erholungsaufenthalt für Kinder an der See betrifft eine Bekannt- machung des städtischen Jugendamts in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die mir die Eltern beson­ders aufmerksam machen.

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalarbeiten ist die Ortsdurchfahrt in Rödgen für den Durchgangsverkehr bis auf weiteres ge­sperrt worden. Der Verkehr nach Großen Buseck ivird über WieseckTrohe oder WieseckAlten- Buseck und umgekehrt geleitet. Die Kreisstraßen- Ortsdurchfahrt Langsdorf wird von Montag. 3. Mai, ab wegen Wasserlettungs- und Kanaftsa iionsarbciien für den Fuhrwerks und Autoverkehr gesperrt. Der Verkehr zwischen LichHungen wird über Nieder-BessingenNonnenroth bzw. Birklar MuschenheimBettenhausen umgeleitet.

** Eine Feststellung der landwirt­schaftlichen Anbauflächen soll in der Zeit vom 28. Mai bis 4. Juni oorgenommen werden. Mit der Erhebung sind die Bürgermeistereien be­auftragt.

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färben. Die Gegenstände lassen sich fast immer wieder wie neu herstellen. aM,id -» Laden: Marktplatz 8 ö Telephon 1459