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schästigen soll. Die Versammlung wird zu be- Wehen haben, ob bte Wdberemtgungskosten durch Ausschlag auf den Flächeninhalt oder den Abfcbätzungswert der Grundstücke oder durch 2M- dungund Verlaus von Massegrundstücken zu decken sind. . . « nrt «.

Anter-Seibertenrod, 1. y-^lcr hat sich ein Konsortium gebildet, das die Per­sonen postbesLrderung von K.^ldkruk t e n nach Station M ü ck e per Limousin« betolttt Bekanntlich ist auf dieser Strecke em P o st a u t o gelaufen, welches infolge Anrentabilttät nachrwch nicht einjährigem Betrieb eingestellt weichen mufetc. Im Gegensatz hierzu erweist sich die neue Einrichtung als rentabel, ^ stch das Anternehmen viel besser m dm Wcr^chaftsbetrieb eingliedert als die schwerfällig« Staatsmaschc- nÄe, und tatsächlich tun die beteüigten KreÜe auch ihr möglichstes, um den Wunsche des reifenden Publikums gerecht zu weichen. Es hat sich erwiesm, bah diese Pnvatauto^st eine Not­wendigkeit für die bejahrene Sstrecke gewor­den ist Nun wäre es an der Zeit, dieser Gefell- ^ast auch die Postbeförderung zu über- tragen damit die entlegenen Dörfer rechtzeitig in den Besitz ihrer Postsachen gelangten.

r Groh-Eichen, 1. Oft. Auf dem gestri- gen Schweinemarkt war starker Auf­trieb zu verzeichnen. Das Geschäft ging flott, bezahlt wurden für geringer« Ferkel 24 bis 30 Mark, für acht bis neun Wochen alte Tiere 30 bis 40 Mk.

= Höckersdorf, 1. Olt. Einem längst ge­hegten Wunsche verschiedener Gemeinden wird jetzt dadurch entsprochen, dah von Höckers- d o r f nach Ober-Ohmen eine Verkehr s- st r a h e gebaut wird. Die beteiligten Gemeinden haben ihre Einwilligung gegeben. Auch die Be­hörden stehen der Sache interessiert gegenüber, wird doch dadurch eine direkte Verbcn- düng aus dem Kreise Schotten nach Alsfeld erfchlosfen, was für die in regem Ver­kehr stehenden beiden Kreise ungemein wichtig ist.

x Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 1. Oft. Am Donnerstagabend gegen 10 Uhr ertönte hier die F e u e r s i r e n e. Es brannte die Scheune des Landwirts Wilhelm Koch III. In der Schaufußgasse. Die rasch herbei' geeilte Freiwillige Feuerwehr fand bei ihrem Ein­treffen die Scheune bereits in Flammen, die durch die Heu- und Getreidcoorräte reichliche Nah­rung fanden. Die Feuerwehr mußte sich daher darauf beschränken, die angrenzenden Gebäude gegen das Feuer zu schützen. Die anstoßenden Scheunen von K n i e r i e m und K l i n g e l h ö s f e r , die be­reits Feuer gefangen hatten, konnten durch das energische Eingreifen der Feuerwehr noch gerettet werden. Die neue Motorspritze, die dabei ihr« erste Feuerprobe zu bestehen hatte, bewährte sich glänzend, wie allgemein anerkannt wurde. Heber die Entstehungsursache des Brandes ist nichts bekannt. Den Besitzer, der nur gering versichert ist, trifft ein erheblicher Schaden. Da in diesem Teil die Gebäude der Altstadt eng zusammengedrängt stehen, hätte das Feuer leicht eine gefährliche Aus­dehnung annehmen können.

-er. Homberg a. d. Ohm, 1. Oft. Auf Beschluß des Turnrats findet das diesjährige He rb ft turnen unseres Turnvereins mit Bewertung am Sonntag, 3. Oktober, statt.

Im Lause dieser Woche wurde am Bahnhöfe durch einen hiesigen Kaufmann ein Waggon Weißkraut zu 3 Mk. per Zentner auS- geladen. Die Arbeiterkoloni« Reu-Alrichstein verkaufte ebenfalls Weißkraut, das auf Wagen am hiesigen Rathause angefahren war, zu 3,50 Mark den Zentner.

W Nieder - Gemünden, 1. Oft. Gestern hat die Oberhess. Kornhausgenossen- schast Alsfeld ihren Filialbetrieb im La­gerhaus Rieder-Gemünden wieder er- öffnet, nachdem er im Dezember vorigen Jahres infolge Anrentabilität geschlossen wurde. Mit der Wiederaufnahm« der Geschäfte wurde den Wünschen einer großen Anzahl Landwirte aus Rieder-Gemünden und Umgebung Rechnung getragen.

= Ober-Ohmen, 1. Ott. Vorgestern stattete ein gut gekleideter, raffinierter bchto i n d- [er unter dem Ramen Schäfer unserem Dorfe einen Besuch ab. Er lieh sich von dem Elektro- Installateur Wilhelm Maurer als angeblicher Kontrollbeamter der Aeberlandzentrale das Transformatorenhaus zeigen und bat bann Maurer, ihm fein Motorrad, eine schwere Ardiemaschine, Bauart 1925, einmal zur Ver­fügung zu stellen, da er in Gießen etwas be­sorgen müsse. Maurer gab ihm die Maschine, der Kerl gab Vollgas und verschwand auf Rimmerwiedersehn. Dis jetzt fehlt von dem Schwindler jede Spur.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 1. Oft. Rach einer Mittei­lung' der Kriminalpolizei ist nach Anter schla- gung von 35 000 Mk. der 22jährige Kassen- bote Franz Lutz aus Mainz-Kastel flüchtig gegangen. Lutz ist 1,75 Meter groß, schlank, hat volles Gesicht, blasse Gesichtsfarbe, schwarzes nach links gescheiteltes Haar und ist glatt rasiert. Er ist bekleidet mit gestreifter Hose, schwarzem Rock und Weste, weichem Waschfragen und dunklem Selbstbinder. Lutz führte eine Aktentasche bei sich, in der sich das Geld, das aus 100 Hundert-, 300 Fünfzig- und 500 Zwanzig-Marks Heinen be­steht, befindet.

Starkenburg.

Darmstadt, 1. Oft. Die Stadtver­ordnetenversammlung bewilligte 100 000 Mark für W i n t e r b e i h i l f e n für die in Fürsorge befindlichen Personen und die Er­werbslosen. Es sollen dafür Brennmateri­alien und Gutscheine für Mittag- und Abend­essen uiw. abgegeben werden; in Betracht kom­men 4050 Haushaltungen. Ferner wurden ICO 000 Mark bewilligt für ein Wohnge bäude, in dem auch das Amt für Leibesübungen untergebracht werden soll. Der Hessen- Darmst ädter Volksverein in Reu- y o r t wird im nächsten Sommer eineWall­fahrt zum Hessenland" unternehmen. Der Vor­sitzende des Vereins hat bereits einen Aufruf für die Reife erlassen. 3n der Rächt zum Donnerstag war der Kraftwagenführer Roth, der auf einem Fahrrad saß, von einernAuto, das auf der falschen Seite fuhr, überfahren und schwer verletzt worden. Der Lenker des Kraftwagens fuhr davon und lieh den Schwerverletzten liegen. Der schuldhafte Auto­

mobilfahrer ist jetzt durch die Polizei in der Per­son des Kraftwagenführers Karl Brendel «r- mittelt worden.

WSN. Offenbach, 1. Ott Dem Kaufmann Unger in Offenbach wurde von seiner g e | d)s e denen Frau am vergangenen Samstag sein 7 Jahre alter Knabe auf dem Schulwege entführt. Schon damals wurde angenommen, daß die Mutter mit dem Knaben nach Paris ge­flüchtet fei. Der Vater ist nun in Paris gewesen und hat mit Hilfe der deutschen Botschaft die Entführerin und seinen ihm entführten Knaben ausfindig ge­macht. Den Knaben hat der Vater jetzt nach Offen­bach zurückgebracht.

Preußen.

ftreie Wetzlar.

ch. Krofdorf, 1. Ott. Der Konsumver- ein Gießen und Umgegend, der hier in einem kleinen Häuschen ein« beengte Filiale hat, kaufte vor einiger Zeit von dem Landwirt Karl Weil ein Eckhaus. Das Haus, das sich an der Gießener Straße, Ecke Gleiderger Straße, befindet, wird gegenwärtig im unteren Teil renoviert. Es soll darin ein großer Verkaufsraum mit anschließenden Lagerräume eingerichtet werden. Die oberen Räume werden an zwei Familien vermietet. Die Bau­tätigkeit ist hier in diesem Jahre recht rege. Mehrere Häuser sind im Rohbau schon ganz fertig- gestellt, und es sollen noch zwei weitere unter Dach gebracht werden, wenn die Witterung es erlaubt.

XX Krofdorf, 1. Ott. Die Kartoffel­ernte ist nun auch hier beendet. Sie hat durch­schnittlich den Ertrag einer Mittelernte ge­bracht.

XX Atzbach, 1. Okt. Es ist zu begrüßen, daß man sich jetzt auch in hiesiger Gemeinde für die Zusammenlegung der Grund st ücke ent­schlossen hat. Die Ortsgemarkung enthält 3316 Mor­gen, worunter 926 Morgen Wald enthalten sind. Die Nachbargemeinde D o r l a r hat bereits vor zwei Jahrzehnten mit gutem Erfolg die Zusammenlegung durchgesührt. Wieviel alte Rechte oder auchUn­rechte" bestehen oder sollen bestehen. Wieviel lästige Scherereien gibt es in Feld und Wiesen, wenn der eine auf sein Grundstück will und es der andere nicht duldet. Dazu fehlte es bisher an geeig­netem Baugelände.Es dehnt sich das Dorf , ober richtiger, es will sich dehnen, weit ausdehnen und kann nicht. In diesem Sommer sind daher auch äußerst wenig Bauten entstanden, während an dem Weg nach der Haltestelle noch einzelne Lücken ausgebaut wurden, ist weit vor dem Dorfe an der Straße nach Kinzenbach ein Haus entstanden.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 1. Oft, Die seit vielen Jahren alljährlich im Herbst vom Obst- und Gartenbau- Verein veranstaltete Obstverkaufs-Der- m i 111 u n g wurde jetzt in den Stadtsälen er­öffnet. Es galten folgende Preise: Äepfel: Gravensteiner 25 bis 30, Goldparmäne 20 bis 25, Schöne von Boskop 25, Graue Reinette 20 bis 25, Gelber Edelapfel 25, Boikenapfel 18, Eiferapfel 15 bis 18, Baumanns Reinette 20 bis 22, Ananas-Reinette 25 bis 30, Landsberger Reinette 22 bis 25, Prinzenapfec 20 bis 22, Grüner Stettiner 16 bis 18, Gefl. Kardinal 18 bis 20, Wirtschaftsobst 15 bis 20; Birnen: Köstliche von Eharneu, Gute Luise, Diels Butter­birne und Schöne von Ezee 15 bis 18, Gellerts

Butterbirne, Ede Bergamotte und Elairgeaux Butterbirne 20 Mark der Zentner.

= Marburg, 1. Okt. Mit dem heutigen Tage ist der Direktor derAniversitäts- bibliothek, Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Alfred Schulze, der das gesetzliche Dicnstalter erreicht hat, von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Die Leitung der Gefchäste hat vertretungsweise Dr. Räuber übernom­men. Die Marburger Aniversitätsbibliothck ist die älteste sämtticher preußischen Aniversitäten. Sie zahlt über 300 000 Bänd« und 825 Hand­schriften.

OberwesterwaldkreiS.

Q Höhn, 1. Okt. Die Brikettfabrikation hat unserer heimischen Braunkohlen­industrie arg zugesetzt. 3n den Derbraucher­kreisen hat sich eine starke Steigung zur Drikett- verfeuerung herausge bildet, die sogar auf die Westerwälder Draunlohlengebiete übergegriffen hat. Solange die Gewerkschaften genügend Absatz * Möglichkeiten hatten, zog dies keine schlimmen Folgen für die Arbeitsmarltlage nach sich. Heute liegen die Verhältnisse anders, und die Grubenvcrwaltungen sind nun in Zusammen­arbeit mit den Behörden unausgesetzt bemüht, den D r a u n k o h l e n h a n d e l zu heleben und die Absatzgebiete zu erweitern. Es wäre erfreulich und zu wünschen, daß diese Wieder­belebungsarbeiten von Erfolg gekrönt werden, da durch die weitere Hebung dieses für den Westerwald so bedeutungsvollen Industriezweiges und durch den damit verbundenen Rückgang der Arbeitslosigkeit in unserer engeren Heimat eine soziale Aufgabe er­füllt wird.

WSR. Hachenburg, 1. Ott. Der In­genieur Blecker aus Daaden stürzte auf dem Wege nach Gummersbach mit dem Rade so unglücklich, dah er nach kurzer Zeit verstarb.

Maingau.

WSR. Franks urt a.M., l.O't. Auf dem Arbeits markt ist in der vergangenen Woche eine kleine Besserung eingetreien. Zu den von der Vorwoche übernommenen 24 405 Arbeit­suchenden kamen im Lause der Woche 1321 Reu­meldungen hinzu, so daß insgesamt 25 888 Ar­beitsuchende vorhanden waren. Rach Abschluß der Dermittlungstätigkeit blieben hiervon noch 24 242 Arbeitsuchende übrig. Das Stellenange­bot hat sich in der vergangenen Woche gleich­falls etwas gebessert. Es konnten 748 Dauer- und 857 Aushilssstellen besetzt werden. F e st- genommen wurde gestern der 39 Jahre alte Maler Karl Asinger aus Oberems. Er ist ein alter Betrüger und hat eS verstanden, Mädchen die Heirat zu versprechen und sich auch Anzahlungen aus Weißbinder- arbeiten geben zu lassen, die er nicht aus­führte.

WSN. Hanau, 1. Okt. Ein hiesiger W e r f« meifter verunglückte gestern nachmittag mit einem Motorrad auf dem Wege nach Hüttengesäß auf eigenartige Weise. Der HundeinesGänse- Hirten sprang ihn, als er die Gänseherde passierte, an, wurde jedoch überfahren und blieb aus der Stelle t o t. Der Werkmeister selbst kam zum Sturze und zog sich einen Schlüsselbeinbruch und erhebliche Kopfverletzungen zu.

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