Schöne Erfolge nach Hause bringen, worüber die folgenden Ergebnisse vvrliegen.
Reinhold - Braay - Gedächtnis - Vierer. 1. Gießener R. G. 6:46,2 Ttin.; 2 Limburger Ruderklub 07 6:52,4 "TRin.; 3. Weh- lerer Ruderklub nicht gestartet
Achter für B-'TRannldjaftcn. 1. Trevi riS Trier 6.28.3 Min.: 2 Rudersport Gießen 6:47,4 Min.
Preis vom Schloß. Großer Einer. 1. Ruderges. Sranflurt-Oberrab (Buhl' 7:24.0 Min.: 2. Ruderges. Gießen (® eorgi) 729,8 Min.: 3. Limburger Ruderverein (Bruhl).
Zweiter Jungmann -Vierer. 1. Un&ine Saarbrücken 6:58,0 Min.: 2. CQJ. o. 03. Mülheim 7:01,4 Min.: 3. Rudersport Sie- hen 727,6 Min.
Dritter Vierer A. 1. Ruderges. Gießen 6:4,0 Min.: 2. Germania Äöln 6:48,2 Min.___
Oberhesfen.
Landkreis Gießen
f Alein-Linden, 31. Juli. 3n der letzten Gemeinderat ssitzung wurden u.a. folgende Punkte der Tagesordnung erledigt: Ein Antrag aus Uebernahme der Bürgschaft durch die Gemeinde gemäß den Richtlinien für die Einrichtung von Bausparkonten bei der Beqirkssparkasse Gießen wird zurückgestellt bis zur Zeit der Bauausführung. — Bei dem Fehlen einer Kanalisation in unserem Orte mehrim sich im Laufe der Zeit die Beschwerden über das auftretende Grund- und Flut- wasser, ganz besonders jetzt nach den letzten Regenfällen. — Einer beantragten Entwäls c- r u n g in der Wetzlarer Straße wird -ugestimmt unter der Voraussetzung, daß die Interessenten die Hälfte der Kosten aufbringen. Die Rinnst e i n p f l a st e r u n g in der Lühellindener Straße soll weiter durchgesührt werden, damit die Trockenlegung der Straße herbeigeführt wird. — Zur Reuregelung der Beamten- oehälter wurde in öffentlicher Sitzung Stellung genommen Die Abstimmung ergab folgende Beschms'e mit Stimmenmehrheit: Die Entschädigung des Bürgermeisters wird von Gruppe 8 nach den Sätzen von Gruppe 6 zurüctverstuft: das Geholt des Gemeinderechners von Gruppe 6 nach Gruppe 5, die Gehaltssätze des Polizeidieners und des Flurschühen verbleiben wie bisher in Gruppe 3 in den jeweiligen Stufen. Mit dieser Neuregelung können auch die Oemeinbe- beamten zufrieden sein, zumal die Zurückver- stufungen nur als notwendiges Hebet unter dem Zwange der allgemeinen Wirtschaftslage vor- genommen wurden.
£ Wieset, 1. Aug. In seiner letzten Sitzung hatte sich der (Bem einberat zunächst mit einem Einspruch gegen den letzthin beschlossenen Boranschlag zu beschäftigen. Danach wurden (Emmen- düngen gegen die seither geübte Praxis im Beerdigungswesen erhoben, soweit die Gemeinde für die Kosten hierzu aufkommt. Im Laufe der Zeit hat sich eine Gepflogenheit herausgebildet, die z» den ursprünglichen Absichten des Gemeindeoorstan- des im Widerspruch steht. In diesem Sinne wurden die erhobenen Einwendungen als berechtigt anerkannt und zur Bermeidung der mißbräuchlichen Benutzung des von der Gemeinde geschaffenen Be- erdiglingsmodus beschlossen, daß die von der Gemeinde zu liefernden Einheitssärge jeweils für dos laufende Jahr zu fubmitüercn sind. Bezahlung seitens der Gemeinde erfolgt nur, wenn die Beerdigung im unverändert gebliebenen Einheitssarg erfolgt. Für neu angelegte Erbbegräbnisse kommt jede Beihilfe der Gemeinde zu den Beerdigungskosten in Fortfall. Aus der sehr ausgedehnten Aussprache war zu entnehmen, daß auch im gegenwärtigen Gemeinderat keine Stimmung für eine Beseitigung dieser gemeinnützigen Einrichtung vorhanden ist. — Zwei private Bauherren, die ohne Unterstützung der Gemeinde Neubauten errieten bzw. errichtet hoben, ersuchten um Stundung des Kaufpreises des von der Gemeinde gestellten Bauplatzes. Auf Vorschlag des Finanzausschusses wird dem ztigestimmt mit der Maßgabe, daß die Stundung auf ein Jahr erfolgt und seitens der Gesuchsteller der volle Zins- ersatz zu ersMgen hat. Ein weiteres Gesuch um ein Darlehen von 1000 Mark zur Errichtung einer Wohnung über einem Stattgebäude mußte bei Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse abgelehnt werden. — Ein altes Lied, ein garstig Lied war der nächste Punkt der Tagesordnung: die Klage der Kirchengemeinde gegen die politische Gemeinde. In zwei Instanzen ist die politische Gemeinde nunmehr endgültig verurteilt, die bauliche Unterhaltung der der Kirchengemeinde gehörigen Gebäulichkeiten zu Übernehmen. Ueber das ergangene Urteil gab es nur eine Stimme der Enttäuschung. An dem Urteil selbst kann nichts gänbert werden, Einspruchsmöglichkeiten sind nicht mehr vorhanden und nach der gegenwärtigen Rechtsprechung auch aussichtslos. Der einzige Weg sei der. gemeintem mit einer großen Reihe anderer Gemeinden bei allen in Frage kommenden Instanzen auf eine Aendcrung und Anpassung an die veränderten Verhältnisse der fraglichen Gesetzesbestimmungen hinzuwirken. Die Aussprache drehte sich in der .Hauptsache um die Frage, ob die Gemeinde nach dem ergangenen Urteil in Zukunft noch die Möglichkeit habe, Ausgaben, die als unbillig angesehen werden, abzulehnen. Bezüglich des rechtskräftigen Urteils machte sich der Gemeinderat den Vergleichs vorschlag seines Rechtsbeistandes zu eigen, wonach zur Ablösung des eingeklagten Streitgegenstandes an die Kirchengemeinde die Summe von 1000 Mark gezahlt werden soll, falls letztere die Kosten des Streitverfahrens übernimmt. — (Einem vorliegenden Konzessionsgesuch zur Errichtung einer Wirtschaft wird mit 9 gegen 6 Stimmen die Genehmigung erteilt. — Dos letzte Hochwasser der Lahn hat das Lahnufer hinter der Badenburger Mühle beschädigt, daß eine Befestigung desselben notwendig geworden
ist. Dos Äulturbauamt Hot hierzu zwei Voranschläge ausgearbeitet, wonach der eine in Betonaussüh- rung 4500 Mark erfordert. Rach dem zweiten Voranschlag sollen an der beschädigten Stelle Pfähle eingerammt, mit Flechtwerk verbunden und durch dahinter geschichtete Steine befestigt werden. Diese Art erfordert 1500 Mark. Der Gemeinderat beschließt die Verweisung der Angelegenheit an die Baukommission, die die Durchführung der Arbeit als Rotstandsarbeit betreiben soll. Der Ausführung in Beton wird der Vorzug gegeben, da diese Art baldige Reparaturen ausschließt.
Lollar, 31. Juli Das altehrwürdige Kirchlein in dem nahen Kirchberg wird gegenwärtig einer durchgreifenden (Erneuerung unterzogen. Der Thor, der seither die Orgel und die Orgelempore barg, wird frei- gelegt, um hier weitere Sitzplätze zu gewinnen. Ebenso wird der Turmraum ausgebaut, und die Anordnung des gesamten Gestühls wird ander- geregelt. Die Orgel wird in der seitlichen Empore untergebracht. Auch das Aeußcre der Kirche wird einige Veränderungen erhalten Vor 100 bis 120 Jahren wurden verschiedene grobe Eingriffe gemacht, Brüstungen herausgenommen usw.: diese Schäden werden wieder ausgemerzt. Die Wiederherstellungsarbeiten sind zu rund 20 000 Mk. veranschlagt. Die Einweihung des Kirchleins soll im Oktober erfolgen.
1 Grünberg, 3l. Juli. Das Getreide reift infolge des anhaltend trüben Wetters nur sehr langsam. Die schwere.; Aehren, der öfters stark einlehende Regen und der dabei herrschende Sturm haben die Frucht niedergedrückt und kreuz und quer gelegt: das Unkraut wächst durch und ist bei dem Schnitt ein Haupthindernis. Das Abmachen der Frucht stößt deshalb vieles Jahr auf besondere Schwierigkeiten, denn hier kann saft nur mit Sichel und Senfe — wie in den früheren Jahren gearbeitet werden. Gegenwärtig befinden sich Roggen und Gerste in einem halbreifen Zustande, der recht bedenklich ist, zumal die Frucht liegt, und die Spahenschwärme ihr verheerendes Werk desto besser ausführen können. Der Behang der Kartoffelstauden ist recht zufriedenstellend, aber bei den dicken ausgewachsenen Knollen zeigen (ich im Innern schon Faul- Plätze. Der Stand der Dickwurz ist ausgezeichnet, dagegen läßt das Gemüse jeglicher Art sehr zu wünlchen übrig. An den Wurzeln bilden sich Knollen, die nach einiger Zeit in Fäulnis übergehen.
Kreis Friedberg.
y Wölfersheim, 1. Aug. Gestern wurde in unserer Gemarkung der letzte Mast einer neuen 100 000-Dolt-Leitung gesetzt. Die Endstationen dieser Leitung sind einerseits das Umspannwerk bei dem staatlichen Kraftwerk Wölfersheim und andererseits das Umspannwerk Oberursel der Mainkraftwerle Höchst. Die Leitung wurde von der Lahmeyer-Elektr. A.-G. im Auftrage der Mainkraftwerke Höchst gebaut. Diele Leitung wird den «Strom, den das Kraftwerk Wölfersheim über die für die Provinz Ober- Helsen erforderliche Energiemenge hinaus erzeugen kann, aufnehmen und in preußisches Gebiet führen. Für die Zentrale Wölfersheim wird dadurch eine sehr günstige Lage geschaffen insofern, als Kraftwerk und Gruben eine gleichmäßige Belastung erfahren und in technischer wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht gegenüber den letzten Jahren wesentlich günstiger arbeiten können und werden. Sobald die Ernte eingebracht ist, wird mit dem Legen der Drähte begonnen, und man glaubt, die Leitung im Oktober in Betrieb nehmen zu können. — Nachdem die Gemeindearbeiten beendet sind, haben wir gegenwärtig in unserem 1300 Bewohner zählenden Ort wieder 13 Erwerbslose, sonach 1 Prozent. — Mit heutigem Tage beginnen in den Landorten der mittleren Wetterau allgemein die zwei- bzw. dreiwöchigen Ernteferien. Da wegen der trüb- feuchten Witterung Die Fruchtreife 'ich verzögerte, fallen diele Ferien Heuer ganz in den August.
bs. Aus der Wetterau, 31. Juli. Der Schnitt des Korns und der G e r st e ist nun so ziemlich beendet, bis auf das Binden Der Kleegerste. Es war dies Jahr das Schneiden gerade des Roggens eine sehr mühselige Arbeit, denn die oft lagernden Fruchtäcker waren von Vogelwicke. Kronwicke und wilder Linse überwuchert. erschwerten die Handarbeit und machten die Verwendung der Maschine fast unmöglich. Wenn nun noch der nötige Sonnenschein kommt, kann mit einem guten Ertrag gerechnet werden. Der Kern der beiden Brotfruchtgetreidearten ist vollkommen entwickelt und sehr mehlhaltig. Schon in vergangener Woche war die Dreschmaschine an Der Arbeit. Die bereits eingeerntete Wintergerste zu dreschen. Vom Morgen wurden durchschnittlich 14 Zentner erzielt. Weizen und Hafer reifen bei Der nahkühlen Witterung langsam heran. Die befürchtete Schädigung durch den gelben Getreiderost ist nur stellenweise eingetreten. insofern als auf nicht voll gebilligten Aeckern der Halm kurz geblieben ist. Infolgedessen haben sich diese Aecker bei Den letzten Alntocttem wenig gelagert. Kolben und Korn zeigen allenthalben eine volle Entwicklung. — Es zeigt sich, daß der Behang der Obftbäume doch besser ist. als man bisher annahm. Die Dirnenernte fällt allgemein gut aus. sowohl die Honigbirnen, als auch das Tafelobst. Auch bei Aepfeln sind es einzelne Sorten, und diese wieder an einzelnen Orten, die überhaupt einen Behang zeigen. In manchen Dörfern wird überhaupt von einer Apfelernte nicht gesprochen werden können. Rur in geschützten Lagen sind die Zwetscheu- blüten den Frühjahrsfrösten entgangen, und da ist eine schwache Mittelernte zu erhoffen. Futter- unb Hackfrüchte stehen vorzüglich, besonders guten Stand zeigen Die vermehrt angebauten Zuckerrüben.
B Rodheim v. d. Höhe, 31. Juli. Hier und in der näheren Umgebung macht sich seit einiger Zeit, anscheinend begünstigt durch das wechselnde
Wetter dieses Sommers da- stärkere Auftreten von Infektionskrankheiten bemerkbar. Es handelt sich zumeist um Die Grippe in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. In Rodheim selbst sowie im benachbarten preußischen Dorfe Köppern hat Die Krankheit mit plötzlich ein- setzenden Magen- -und Darmbeschwerben begonnen. Die Erkrankungen verlaufen meist gutartig. — 3n Holzhauten wurden übrigens einzelne Fälle von Typhus ärztlich sestgestellt.
Kreis Büdingen.
Id. R i d d a, 29. Juli. Durch die ungünstige Witterung im Winter, das Austreten des Ge- treideblasenfuhes und Regenwetter während der Blütezeit wurde das Ergebnis der Kornernte wesentlich beeinflußt. Auf vielen Aeckern, besonders aus solchen ohne schnellen Wasserabfluß, winterte das Korn aus und mußte entweder umgeackert werden oder eine Einsaat von Gerste erhalten. Die Zerstörungsarbeit des Getreideblasenfußes hat bewirkt, daß viele Aehren taube Stellen am Grunde und an der Spitze haben. Endlich haben die Regengüsse zur Blütezeit viele Blüten nicht zur Befruchtung kommen lassen, so daß zahlreiche Aehren Lücken aus- weisen, „schalkantig" sind. An Körnern wird die diesjährige Roggenernte nur eine Mit 1 eiern t e ergeben, während sie recht gut ..ins Ge- bunD“ gibt, sehr viel Stroh liefert, das aber infolge der vielen Regcnfälle nicht die goldgelbe Farbe früherer Sonnenjahre zeigt, sondern „stockfleckig" geworden ist. Da die Regenzeit dieses Sommers das Korn zum Lagern gebracht hat. sind Winden und Wicken durchgewachsen, und das Abernten ist, weil an Stelle von Mähmaschine und Reff Grassense oder Sichel treten müssen, eine sehr mühsame und langwierige Arbeit.
., ?" Aus dem Niddatal. 29. Juli. Unter Der Einwirkung des wechselnden Wetters nimmt Die Fruchternte einen schleppen- Den Verlauf. Bis heute konnte noch kein GetreiDe eingebracht werden. Pessimisten unter der bäuerlichen Bevölkerung wollen schon aus allen Anzeichen des Wetterhimmels das Jahr 1924 mit seiner vollständig verregneten und verdorbenen Ernte aus seiner Versenkung aufsteigen sehen. Roch ist ober glücklicherweise kein Grund zu derlei trüben Ausblicken vorhanden. ilnD doch möchte man wünschen, daß bald richtiges Sommerwetter Die Scheunen mit Dem reichen Segen füllt, der in diesem Jahre seiner Ernte entgegengereift ist. — Die sog. „Stelz erb i r new', wie sie der Volksmund bezeichnet, sind jetzt wieder reif und liefern reichen Ertrag. Da aber die städtischen Märkte zu entfernt sind und ein Versand ihres leichten Verderbs wegen nicht in Frage kommt, werden sie zum größten Teil eine Deute Der Kinder, Die ihre C h l u st Daran stillen.
Kreis Schotten.
. Laubach. 31. Juli. In dieser Woche hat man hier mit der Ernte derSommerfr ucht angefangen. In den Feldern erheben sich schon Getreidehaufen. Auch Weizen und Hafer beginnen schon gelb zu werden. Wenn auch das Lagern infolge Der Unwetter Der Frucht teilweise ge- schaDet hat, so verspricht doch Die Ernte im allgemeinen einen recht guten Ertrag: selbst Der Hafer. Der am meisten durch das Lagern gelitten hat. hat gute Aussichten. Infolge Der feuchten Witterung haben Die Gräser toieber reichlich und kräftig nngefeljt; die Wiesen zeigen allenthalben ein üppiges Wachstum, so daß man auch auf eine gute Grümmeternte rechne»» Darf. Die Heuernte war durchweg gut. Auch Die Hackfrüchte stehen gut. so daß man auf eine In jeher Hinsicht vollaus befriedigende Ernte hoffen darf — Wie wir vor kurzem mitteilten, fand der hiesige Gemeindeförster Reuß dieileber- reftc eines Gummiballons. Der vom Tennis- kluo in Sutton bei London nbgefunDt war unter dem Anerbieten eines Preises an den Finder. Förster Reuß hatte den Fund durch Ausfüllung des angehängten Kärtchens gemeldet. Gestern erhielt Der Finder durch Postkarte vom 26. Juli Antwort, indem der „Spork Suretarh" des Wecleyan Caton Tennis Club in Sutton für die Mitteilung vom Funde des „Ballon Rr. 408" verhindlichst dankte. Gleichzeitig wurde bemerkt, daß ein Preis, wie er für die Rückantwort versprochen war. hier nicht verliehen werden könne, da ein entfernter wohnender Finder, ein „Konkurrent in Oberbayern", den „Ehrensold" bereits erhalten habe.
§ 111 r i (f) ft e i n, 31. Juli. Der Jakobi- markt stand wie üblich etwas im Zeichen des Regens. Der Auftrieb zum Pferde- und Rindviehmarkt war nicht sehr stark, wohl wegen der bis in benachbarte Orte, wie Helpershain und Köddingen, reichenden Maul« und Klauenseuche. Am zweiten Tag war Schweine- und Rindviehmarkt. Aufgetrieben waren weit über 200 Schweine: Die Preise lagen recht hoch. Bei der Prämiierung wurden Drei erste, zwei zweite und Drei Dritte Preise an Bullen, außerdem eine ganze Anzahl Preise an Kühe und Rinder, gegeben. Einige Dullen wurden bei der Versteigerung veräußert. Del der Verlosung fiel Der 1. Preis (eine trächtige Kalbin) an Lehrer "Breit- wieser, Ulrichstein. Der 2. (ein Fohlen) an ein paar Ulrichsteiner Kinder und der 3. Preis nach Lauterbach. Der Dritte Tag führte Dann in Scharen auswärtige "Besucher zum „Leutemarkt" hierher. Es scheinen trotz des Regens recht gute Geschäfte gemacht worden zu sein.
Kreis Alsfeld.
d. Aus dem Ohmtal. 31. Juli. Auf allen in unserer Gegend abgehaltenen Schweine- Märkten, sind ziemlich hohe Preise erzielt wo.den. Cs kosteten Ferkel von 5 bis 7 Wochen 32 bis 45 Mark, von 7 bis 9 Wochen 45 bis 55 Mark und von 9 bis 12 Wochen 55 bis 75 Mark pro Stück.
d. Wcttfaascu. 31. Juli. Dieser Tage wurde hier Die erste Sommergerste geschnitten. Der Roggen ist noch nicht vollständig reif. Die ganze Ernte wird bei dem falten Regen- toettcr etwas später reff.
Starkenburg.
• Arheilgen. 31 Juli. In einer der letzten Rächte wurde in Der Scheune des Kaufmanns Thomas Dricher Feuer bemerkt, das bald gelöscht werden konnte. Kurze Zeit daraus brannte Die Scheune des Landwirts Gärtner nieder Bald danach bemerkte der Landwirt Venz beim Heuholen in seiner Scheune einen jungen Menschen, Der gegen ihn tätlich vorging. Mit Hilfe von Rachbarn gelang es. Den "Burschen fest zunehm« n. Der Täter ist ein 20 Jahre alter Zwangszögling, der aus Der Erziehungsanstalt Aumühle bei Wixhausen entwichen ist Er gibt zu, die Scheunen angezündet zu haben, um während der allgemeinen Aufregung besser stehlen zu können. ES gelang ihm auch, Dabei 450 Mk. zu erbeuten. Als Der Bevölkerung bekannt wurde, daß es sich um den Brandstifter handelte, versuchte sie ihn zu lynchen. Die Gendarmerie griff ein, und nach einer tüchtigen Tracht P rüge I, Die nicht verhindert werden konnte, wurde er nach Darmstadt transportiert
Preußen.
Von der Kraftpost Wetzlar - Groß-Rechtenbach.
lN Wetzlar, 29. Juli Wer schon einmal mit Der Kraftpost von hier nach Groß- Rechtenbach gefahren ist. wird sich Darüber gewundert haben, daß er für die Fahrstrecke nicht weniger als Drei Fahrtausweise erhält. und zwar: a) eine Fahrkarte auf weißem Papier, b) einen Fahrgeldschein über 40 Pf. auf grünem Papier und c) einen Fahrgeldschein über 30 Pf. auf braunem Papier. Jeder Ausweis trägt eine besondere Rümmer. Auf den anderen Kraftpoststrecken wird wohl das gleiche der Fall sein. Das Publikum fragt sich, aus welchem Grunde die Postverwaltung die Fahrkartenausgabe so umständlich gestaltet. Die Postverwaltung sollte erwägen, ob sie hier nickt zweckmäßig wieder zu dem früher geübten Verfahren zurückkehren würde, denn die einzelnen Fahrtausweise erfordern doch Kostenauftoand für Druck und Ausgabe, und diese Kosten sollte sie besser dem Publikum ersparen, indem sie den an sich hohen 10-Psg-Kilometerfahrpreis etwas herabfetzt. Die Benutzung der Linie würde zweifellos eine stärkere werden, als sie heute ist: Denn für eine Fahrt von Wetzlar nach Groß-Rechtenbach 70 Ps zu zahlen, ist nicki jedermanns Sacke. Wie Dem Schreiber dieser Zeilen von glauowürdiger Seite versichert wurde, fährt in der Gegend von Siegen Die Post ihre Wagen zu einem billigeren Kilometer- sahe als sie es hier tut.
Maingau.
WSR. Königstein, 31. Juli. Die durch Den Rücktritt des bisherigen Bürgermeisters Beyer freigetoovbene Bürgermeisterstelle ist soeben öffentlich ausgeschrieben worden. Die Wahl erfolgt auf 12 Jahre, Die Besoldung nach Gruppe 10.
WSR. Homburg v. d. H , 31. Juli. Die Rettungsmedaille am Bande wurde Dem Regierungsassessor Dr. "Berger, Der am hiesigen Landratsamt beschäftigt ist, überreicht. Dr. "Berger hatte im Januar d. I. in Halle a. S. unter eigener, größter Lebensgefahr zwei Personen vor dem Ertrinken in Der Saale gerettet.
Wirtschaft.
Besserung in der rheinischwestfälischen Großindustrie.
Das Andauern des englischen Bergarbeiterstreiks hat Die Lage Der Zechen weiterhin günstig beeinflußt. Rach Der Kohlenindustrie scheint nun auch die Eisenschaffende Industrie aus der langen Dauer des englischen Streiks einigen Nutzen zu ziehen. In Roheisen hat sich das Geschäft allerdings kaum verändert. Wenn sich hier eine Einwirkung des Streiks bisher noch nicht bemerkbar gemacht hat, so wird dies damit begründet, daß die englischen Gießereien wegen Mangels an geeignetem Koks säst gar feinen Bedarf ausnehmen. Auf Dem Wa^eisenmartt machte sich Dagegen seit Mitte Juli eine leichte Belebung bemerkbar. Der Auslandmarkt steht noch immer im Zeichen des Franken. Die Preise wurden daher weiter herabgesetzt. In Halbzeug für England konnte Der Stahlwerkverband einige größere Aufträge mit kurzer Lieferungsfrist zu etwas besseren Preisen hereinholen, weil in EnglanD Der Bedarf an ausländischem Halbzeug mit Rücksicht auf Die Dortige Sage zur Zeit ein ziemlich bedeutender ist. In Der Rohstoffversorgung ist auf Dem Markte für Minette gegenüber dem Vormonat keine Aenderung eingetreten. Die Anlieferung von Schtoedenerzen vollzog sich in normaler Weise. Siegerländer Erze sind hinreichenD angeboten. Die Preise wurden hier um ungefähr 2 Rm. je Tonne ermäßigt. Der Schrott- marft hat, nachdem der Bedarf für Die nächste Zeit gedeckt zu fein scheint, seine Festigkeit .zum Teil wieder verloren. Kalk und Kalksteine waren reichlich zu haben.
' Die Sammelablösungsanleihe des Deutschen Sparkassen - und Giro- Verbandes. In Würdigung der großen Vorzüge einer Einheitsablösung hat der Deutsche
Gute zu schätzen.
Verständnisvoll greift der Raucher zu dieser


