zeigt dem 3ägtr, dah er bei allem guten Dillen Fehler beging. TS wäre auch verkehrt, Me<e Futtermittel auf einmal in gröberer Meige die für längere Zeit reichen soll, darb.elrn zu wollen. -Lrvckenfutter, das der Qläfi» ausg:letzt ift. verschimmelt. deSgleichon verderben Knoll:n idto. mit der Zell, wenn fie einfach auf dir Erde geschüttet werden. Rüben und Jt art cf fein werden durch werderholirs Frieren und Tauen gefunb- heittfchädlich. Darum soll dem W.ld n'.ch: mehr geboten werden, als Ur 2 bis 3 Tage reicht. Aber auch dickes Futter ift gegen Frucht gket möglichst zu schützen. Das wird t rch Aufstellen von Trögen oder Raufen mit 11 Verdachung err icht. Qi> t man bindet das Srodeaf utter in Bündeln an Pfählen oder Baumen an und bringt Darüber t eine Schutzdächer aus Holz oder Stroh unb Schilf an. Gut ist cs. wenn das nicht an einer Stelle g schiebt, damit das Mild wechseln muh. Ts ist g.-wohnt. In der Bewegung zu äfen. Schtee aber verbietet odcr erschwert ihm ditse notweTidig: Bewegung, wie nben schon barqetan. Zahlreiche Beobachtungen .Zeigen, wir dankbar ei ist, wenn ihm durch einen Heinen Schneepflug ein: Dahn gefahren wird, •auf der es ziehen kann. Daß man daran die Fütterungen anbringt, versteht sich ohne weiters. Mil Dem Schneepflug aber wird ihm auch seine beite Anfang, die natür'iche. zugänglich in Gr- ftalt ccn Hridekra'rt, Ginster. He d:lbsere. Do diese Pflanzen reichlich vorkommen, daneben noch die Brombeere, kann stch der Heg r hä-f a auf ihr Frellegen durch Re-en befchrärkm. FL len von Espen. Äapreln und aicheren Deichholzarten wird von aden chirfcharien und Haken, wie eifriges Aesen -'igt. dankbar begrüßt. Oe braucht wohl nicht besonders b?tont zu werden, daß Abschuß an Fütterungen eine jagdliche Derneinhet ist.
Das Rotwild hat noch Schuhzeit. Die Hirsche sind wieder besser bH Dildbr t.
D amwilb Hal die Brunft beendet. Auch der Schaufler ist wieder jagdbar.
Schwarzwild, dessen nicht undeträchlliche Zunahme in Teilen von Oberhcssen sowie tm Westerwald' und Taunus nicht zu leugnen ist, beginnt zu rauschen. Es bricht im Dald nach Sichel- und Ducheaernmaft. tritt auch nachts auf die Felder, vor allem alte Kartoffelfelder. Jeder Spurschnee ist zum Bestätigen und Brjagen zu benutzen.
DaS R c h w i l d hat ab 1. Dezember in Hessen Schonzeit, ebenso ist den benachbartrn Tellen der Rheinprovinz ldvtt schon seit 1. September!). Reben der Fütterung bedarf es vor allem des Schutzes gegen wildernde Hunde, dir in manchen Gegend?n anfa^gen, eine Plage X't werden, und gegen .stille Teilhaber" auS der Gilde der Schlingensteller, Wechsel öfters ausgehen!
Der Hase wird in Hessen bis zum 31. De» zember grschvlsen. Die Zeit der FKdtre bjagden ist da. Auf alten Sturzäckern, an Feldrainen, im Buschwert ober in altem GraS sucht er srin Lager. Das Urteil über dir d esjähr gr Hasrnjagd lautet mit wenigen Ausnahmen: kläglich. Der vorsorgende Beständer wird daher bei den, diesjährigen Abschuß daraus bedacht sein, einen sicheren Bestand in« nächste 3abr hinüberzubring'n. Der Hase ist bei unseren veränderten Kulturverhältnissen 3um wirtschaftlich wichtigsten Wild geworden. Darum soll er auch wirtschaftlich besagt werden. Es dürste sich empfehlen. Telle des Reviers vom Beschuß auszuschalten und Standtreiben dem Kessel vorzuziehen. Trifft auch Mümmelmann die Strenge des Winters, bann ist er für Kleeheu Weichholz. Obstbaumabfall- Holz und Naßfuiter vorerwähnter Art dankbar. Auf Schlingensteller, denen der Schnee beim Hasen gerade ihr unsaubere» Handwerk besonders erleichtert, ist zu achten. Gartenzäune und -hecken nbfpürenl Man erleol Ueberrafchungen!
Daß unsere Fasanen de st ände im allgemeinen einen Abschuß noch nicht gestatten, wurde schon früher betont. Um so mehr bedarf gerade der Fasan der hegerischen Sorge im Winter. Seine Fütterung kann mit der des Rebhuhnes, das nun Schonzeit hat. jusammen erfolgen. An die Winter- hege des Feldhuhns denken leider viele Beständer nicht. Dafür schimpfen sie aber im August um so mehr, daß die Hühnerjagd von Jahr zu Jahr schlech- ter wird. Wenn dabei wohl auch Gründe milfpre- chen. auf die der Jäger keinen Einfluß hat, so könnte durch Winterhege doch manches gebessert werden. Wenn der Schnee die Fluren bedeckt, sind die hungri- §en Hühner als schwarze Klumpen auf deckungsloser lache weithin sichtbar und jedem Feinde ausgesetzt. Im Zeichen der Feldbereinigung kennt man keine Hecken mehr. Wo der Singvogel nicht mehr brütet, findet auch das Huhn keinen Schutz gegen Habicht und Falke. Wo es nicht möglich ist, landwirtschaftlich ungenutztes Gelände mit Hilfe einer verständigen Gemeindeverwaltung in Vogelschutzgehölze und Remisen zu verwandeln, muß wenigstens im Winter künstlich für Deckung gesorgt werden. Auf- geschüttete Reisighaufen werden gern angenommen. Kleine Schutzhüllen au» Stroh oder Schilf erfüllen
ihren Zweck. Strohdächer, die wie Mistbeetfenfter an der Weiterleite auf dem Boden liegen, auf der abgekehrten Seite aber so hoch vom Boden entfernt sind, das die Hühner gerade unterlaufen können, bieten Deckung und können zugleich als Futterplätze benutzt werden. Solche gedeckten Stellen müssen nie Fütterungen den Vorzug haben. An offenen Schuttungen stellen sich lehr bald alle möglichen Räuber ein. Heuabfall. Hinterkoni Getreide und Mais werden gefüttert. Rach solchen Stellen lassen sich Hulm und Fasan sehr gut hinfüttern, und die Fasanen erwarten dort mitunter geradezu den Jäger, der bie Fütterungen neu beschickt. Knollen wie B. Topinambur nimmt der Fasan tbensalls gern an.
Der Fuchsbalg ift gut und fein Träger wird eifrig gejagt. Der schlechte Stand unserer Riederjagd läßt das auch begründet erscheinen. Es ist gerade in diesem Jahr auffallend, welche Fuchsstrecken zum Teil erzielt werden, oft bei Waldtreiben mehr Füchse al» Hasen. Bei Schnee kreist man ihn ein, besetzt mit wenigen Schützen die Wechsel, während 12 Treiber ihn rege machen. Hascnquäke und Mausepfeife bringen ihn vor da» Rohr, besonders wenn sie vom Hochsitz benutzt werden In mondhellen Rächten verspricht Ansitz am Luderplatz Erfolg. Bei gefrorenem Schnee maust er häufig untertags auf Feld und Wiese. Schließlich gilt ihm die Baujagd ebenso wie dem Dachs, der nun tief im Bau oerklüstet, seinen Winterschlaf hält.
Enten ziehen und streichen. Bet Frost liegen sie gern in größerer Zahl an offenen Stellen. Nordische Gäste stellen sich neben unseren einheimischen Arten ein. Auch Gänse kommen al» seltene Beute gelegentlich oors Rohr.
So sind Weidmannsfrcunden und Weidmannü- pflichten im Iulmonai verteilt. Wer die ersteren genießen will, darf die zweiten nicht vergessen. Rur p-ringe Mühe und wenig Opfer sind notwendig, um Gute» zu wirken, die sich zudem später reichlich bezahlt machen. „Der Heger, der Pfleger kann Jäger nur fein." Hubertus.
Kraftwerk Oberweser.
Das Preußische Staatsministerium legt jetzt dem Preußischen Landtag den Jahresbericht der Preußilchen Kraftwerke „Oberweser" A. G. für 1925 26 vor. 3m Rovember 1925 tour'e die Belieferung der neu angeschlossenen Städte Frankfurt a. M. und G ie h e n ausgenommen. Zur Erzielung einer größeren Inneren Festigung des noch in den Entwicklungs- jahren befindlichen Hnternehmens soll von der Ausschüttung einer Dividende Abstand genommen und der Reingewinn zuzüglich eines Vor- trafei aus dem vorigen Geschäftsjahre im Gesamtbeträge von 430 354 RM. auf neue Rechnung vorgelragen werden.
BZettervo raussage.
Wolkig bis bedeckt, nur ganz vorübergehend schwacher bewölkt und Abschwächen des Frostes, auch Riederschläge (nut anfangs Schnee).
Gestrige Tagestemp'-raturen: Maximum 1,5, Minimum minus 0,2 Grad Delfins. Heutige Morgensemperatur: 1,5 Grad Celsius.
Bornottzen.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 7.30 Uhr, „Und Pippa tanzt" (Ende gegen 10.15 Uhr). — Sängerkranz. 8 Uhr, Neue Aula der Universität, Konzert „Samson". — Deutsche Demokratische Partei: 8.15 Uhr, Turnhalle (Os- waldsgarten), öffentliche Versammlung. — Elsaß- Lochringer: 8.15 Uhr, „Hotel Köhler, Monatsversammlung. — Radfahrerklub „Germania": 8.30 Uhr, Vereinslokal, Monatsversammiung. — Lichtspiel- haus, Bahnhofstraße: „Der Seekadett". — Astoria- Lichtspiele: „Schatten der Weltstadt".
— Oberhessischer Geschichtsverein. Man schreibt uns: Auch der zweite Vortrag dieses Winterhalbjahres wird im Zeichen der Hessischen Kirchengeschicyte stehen. Der Direktor der Stabt- biicherei in Darmstadt, 5)err Dr. Adolf Waas, spricht am morgigen Donnerstag (2. De,zember) über „Eigenkirchenrecht und Investiturstreit". In erster Linie werden von dem Vortragenden, der schon mehreres über diesen Gegenstand und andere damit zusammenhängende Fragen veröffentlicht hat, neben mittelrheinischen vor allem die auf Oberheffen bezüglichen Urkunden herangezogen werden. — Wir verweisen auf die Anzeige in Der Samstagnummer des „Gießener Anzeigers", und machen besonders darauf aufmerksam, daß der Vortrag puj n k t l i ch um 8 Uhr beginnt, da der Redner art demselben Abend Gießen wieder verläßt.
— Im Goethe-Bund wird am kommenden Freitag Karl Ettling er aus München aus seinen heiteren Werken vorlesen. Ein buntes Allerlei von Epigrammen, Gedichten, Skizzen und Erzählungen mit Geist und feiner Ironie gedichtet, mit Geschick und Wirkung zusammengestellt, wird Der Dichter bringen und damit seinen Zuhörern einen Abend voll sprudelnden Humors schenken. (Siehe heutige Anzeige.) _________________
•* Zur Volksabstimmung am 5. De- I zember. Das Kreisamt Gießen hat die A b st i m - mungszeii in Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern auf die Zeit von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags festgesetzt. In allen übrigen Gemeinden bauen bie Abstimmung von 9 Uhr vor- mittags bis 6 Uhr nachmittags. Die Ermittelung bes Abstimmungsergebnisses muß noch am Abenb bes Adslimmungstage, (5. Dezember) vorgenommen und abgeschlossen werden.
*• Die Einteilung der Gießener Wahlbezirke zur Volksabstimmung wird im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. Besonders sei darauf hingewiesen, daß da» Abstimmungslokal für Besirk 12 lbisher Handelskammerqebäude, Lonystr.7» nach dem Gymnasium, Südanlage 6, verlegt worden ist. Stimmscheine können nur noch bi» Freitag, J. Dezember, nachmittags 6.30 Uhr. ausgestellt werden.
’* Die Ergänz ungswahlen zur Handelskammer Gi eßen-Al»seld-Lau ter- bad) brachten gestern in Gießen die Wiederwahl der Herren Kommerzienrat Adolf Klingspor. Kaufmann Leopold Mayer und Kaufmann August Noll. In Lich wurde Drauerelbes.tzer Heinrich Ihring wiedergewählt. Das Ergebnis der gestrigen Wahl In Lauterbach liegt zur Stunde noch nicht vor. In Alsfeld geht die Wahl erst heute vor stch.
" Die Denk malpsleger für Ober» dessen. Zur Vermeidung von Irrtümern weift Das Kreisamt Gießen darauf hin, daß als Denk- malpslegcr für die Provinz Oberhessen folgende Herren bestellt finb: für Baudenkmäler: Geh. Baural Pros. Walde, Darmstadt. Roquette- w«g 12: für Bodenaltertümer: Studienrat Prof. Helmte, Gießen. Ostanlage 31; für die Urkunden des Landes: die Direktion des Hess. Staatsarchivs, Darmstadt, Schloß bzw. deren besonders Beauftragter: Studienrat Prof. Dr. W. Martin Becker, Darmstadt, Büchner- st ratze 15.
” Veränderung im Dorstand des Hauptzollamtes. Zollrat Hellwig, der Vorstand des hiesigen Hauptzollamts. trat gestern infolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. Seine Verabschiedung erfolgte durch den Abteilungspräsidenten des Landesfinanzamts Darmstadt, der ihm in einer Ansprache vor den versammelten Zollbeamten den Dank der Verwaltung für sein außerordentlich verdienstvolles Wirten abstattete. Seilens der Beamten sieht man den tatkräftigen und vorbildlichen Vorgesetzten nur ungern scheiden.
** Dienstjubiläum bei der Reichsbahn. Am heutigen 1. Dezember begehen die Lokomotivführer Fr. Martin. Glaubrechtstraße 12, und Ab. Gabriel, Am Steg 14, ihr 25jähriges Dienstjubiläum bei ber Reichsbahn. Die Ortsgruppe Gießen ber Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ehrte die Iubilarc durch Ueberreichung eines Diploms.
" Von der KrüstPost Dietzen- Krosdorf - Fellingshauseu. Anstatt der Fahcien Gießen Bahnhof ab 5.35 Ahr nachrn.. Krofdorf an 5.55 Ahr und Gießen Bahnhof ab 6.25 Ahr abends, Fellingshausen an 6.58 Ahr, sowie ob Krofdorf 6.00 Ahr abends, an Dießen Bahnhof 6.20 Ahr, ab Fellingshausen 7.05 Ahr abends, an Gießen Bahnhof 7.38 Ahr, werden jetzt folgende Fahrten ausgeführt: Gießen Bahnhof ab 5.35 Ahr nachrn.. an Fellingshausen 6.08 Ahr, ab Gießen Bahnhof 6.50 Ahr abenbs, an Krofdorf 7.10 Ahr, ab Fellingshausen 6.12 Ahr abends, an Gießen Bahnhof 6.45 Ahr, ab Krofdorf Apotheke 7.18 Ahr abends, an Dietzen Bahnhof 7.38 Ahr.
*• We ihnachts - Messe. Die Ortsgruppe Gießen des Verbandes „Deutsche Stauen Reibung und Frauenkultur" veranstaltet zur Zeit im Saal- bau Sauer eine Weihnachtsmesse. Der Verband lieht bekanntlich eine seiner Hauptaufgaben darin, in Veranstaltungen aller Art Dafür zu werben, daß de.n Kleide der Frau durch mrbedingte Echtheit in Material und Farbe und durch individuelle Formgebung eine persönliche Rote zu cebeu fei. An der einen Saalwand zeigt die Ausstellung in bunter Reihe eine große Anzahl v.ad) o'i em Gesichtspunkt angefertigte K eidungs- iiüde litt Stauen. Sie sind in den Werkstätten des Verbandes hergestelll und zeigen gefällige Formen und ansprechende Farben. Anschließend daran bringt eine hiesige Firma Stoffe zur Schau, die den Anforderungen des Verbandes entsprechen. An der gegenüberliegenden Wand ist naturgemäßes Schühwerk ausgestellt. Daneben und auch in der vorderen Saalecke sieht man in großer Auswahl schöne Spielsachen und ‘Silber- büchrr, bei Deren Anfertigung man sich srrigehal- icn hat von allem Schablonenhaften. ES ist keine Fabrikware, was hier gezeigt wird, sondern gediegene, bandwerkSmätztg hergestellte Arbeit, Die allen Anforderungen an ein gutes Spielzeug vollauf entspricht. An der Straßenseite des
Saales werden an zwei Stellen von bekannten Firmen keramische Arbeiten ge^et* die durch ihre schönen Formen und prächtigen Farben beweisen. daß sich auch bei der Ausschmückung Der Wobnung Der iT-runMan der Material- und Sarbed)t6cit Durdfübren läfjt. An derselben Seite legt eine hiesige Buchhandlung einschlägige Literatur in reicher Auswahl vvr. Gestern wurde Den Besuchern noch ein besonderer Genuß Durch Gymnastik - Vorführungen Der Loheland- Schule geboten. Die Leiterin dieser Veranstaltung gab zunächst in einem einleitenden Vortrag einen lleberblid übet die Arbeit der Schule. Diese lehrt Gymnastik. nicht Tanz. Drei Schülerinnen der Schule führten dann eine große Zahl von Hebungen vor. Die die vielseitige Ausbildung des Körpers nach dem in Ihrer Schute angewandten System zeigten. Hebungen im Laufen wechselten ab mit solchen, die die aufrechte Haltung des Körpers und die Ordnung der Glieder bezwecken. Dam» folgten Hebungen im Federn. Schwingen. Verfchwebcn. Drehen und Springen. Zum Schluß tarnen Hebungen, die zeigen sollten, wie man Musik in Bewegung umfeyen kann. Die Hebungen, die z. T. sehr schwierig waren, wurden von Den Schülerinnen Durchweg mit viel Geschick und Anmut ausgeführt. Im Vorraum sind noch allerlei Arbeiten. Die Den Schülerinnen her Lohe- land-Schule recht geschmackvoll ausge'ührl finb. zu sehen. Außerdem wird Dort ein auf der Gesolei prämiierter. recht praktisch ausgeführter Ardeits- unh Nähtisch für Frauen gezeigt. Die Damen des Borsrandes sind in d.imeiiswerter Weise bemüht. Den zahlreichen Besuchern jed- mögliche Huähavt zu geben. Der Besuch dieser Weihnachts-Messe, die noch bis zum Freitag dauert, ist sehr au empfehlen.
Gemeindeabend ber Matthäus- gemeinbe. Der Charakt.r, ben ber Gemeinde- abenb ber MatchäuSgemeinde am Sonntag trug, war her stilvvtt-eiicheitliche bet Matthäus- gemeinbeabtnbe bet letzten Iahte. ES kam bet Männer- und Frauen-Vereinigung alS ber Veranstalterin des AbendS darauf an. nicht einen Abenb mit «Hierin Anterholtungen und Scrgnügungcn zu halten, sondern praktisch Dabei mitzuhcljen, bas übliche Riveau ber Vor- einsveranslaltungen zu heben. Der einheitliche (Scbanfc. her Dem Ganzen zugrunde lag, war Der der Vorweiynacht und der Vorbereitung zum Ehristfest: nicht nur von Advent zu hören, fern- Dem Advent zu erleben, war der Klang bes Adeiibs. Dazu ein Immer engere» Band unter Den einzelnen Gemeinbegliebern zu schließen, wirllich christliche Gemeinde. Gemeinschaft ber Tat zu werden, war bie Absicht unb Der Versuch ber Leitung beS Tldrnds. Diesen Gedanken verliehen bie Begrüßung des Vorsitzenden Lehrers Weht heim unb dir Ansprache des Psarrers Mahr Ausbruck. Die musikalischen Darbietungen würben mit viel Liebe unb Hingebung zur Sache vorgeiragen. Frl. 3. Stammler fang ,wei Lieder für Alt. Ihren Dank erstattete die Chenieinbe der Sängerin durch eine Dlumengabe Herr Privat Dozent Laun «Tenor) sang die ADventsarie auS dem „Messias" von G. F. Händel, .Tröstet Zion spricht euer Gott". Herr Franz Bauer (Violine), der schon einmal der Gemeinde gebient und alS Meister seines Instruments in bester Erinnerung stand, trug zusammen mit Stadtorganisten Simon. Der bereitwilligst wieder alle Begleitungen auf Klavier und Harmonium übernommen hatte, ein Präludium von Pugnani unb bas Benebictus von Rost vor. Die angeschlagenen weihnachtlichen Klänge fanben ihre Fortführung unb den Höhepunkt in hem Krippenspiel von Bernhard Seifsert, das die I u a e n b v e r e i n i g u n g Darbet. Es war keine Kleinigkeit, ein solch großes Spiel mit seinen mancherlei Schwierigkeiten auf die ‘Sühne zu bringen, zumal bie jugenblichen Schauspieler ungeübte Laien waren. Es gelang nur daburch. bah alle ihr Bestes
herzugeben bereit waren, unb bank einer
straffen, einheitlichen Regie, bie hohe An-» forbtHingen an eine Laienspielschar stellte. Hm die musikalische Ausgestaltung des Bühnenstücks hat sich außer Herrn Simon Nerr H. Gieß (Flöte) verdient gemacht bie vielen anderen Hilfskräfte, Die zur Aufführung nötig waren, aufzuzählen, geht nicht an. Das Spiel fand dankbare Zuhörer- wenn cs in den Herzen der Gemeindeglieder nachklingt unb sie zur tiefen Besinnlichkeit de» Wunders non Bethlehem angeregt hat, hat es feinen Zweck erfüllt. Denn es kommt ber yugenboereinigung nicht Im geringsten Darauf an, „Theater" zu spielen, wohl will sie Der edlen Kunst dienen, aber es gebt ihr um die letzten Tiefen der Wahrhaftigkeit unb Innerlichkeit; ihr guter Ruf hat sich wieder bewährt, sie verdient die tatkräftige Unterstützung aller Kreise der Gemeinde. Die (Befamtleitnng des Spiel» lag in Händen von Pfarrer Hertel. Der Vorsitzende dankt« allen Mit- wirkenden für den Abend, der sich würdig an die vorigen anschloß.
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