•• Der W o hnu ngs beda rf in Dreien. Am 1. Januar d. I. waren beim Wohnungsamt als Wohnungsuchende insgesamt 2007 Reflektanten gemeldet Davon waren dringend und sehr dringend 754 Fälle; von den Suchenden waren 917 ohne Wohnung. 3m 3 u l i zählte man insgesamt 1421 Woynungsuchende. davon dringend und sehr dringend 639 Fälle; von der Gesamtzahl der Suchenden waren 693 ohne Wohnung. Die Verringerung der Zahl der Wohnungsuchenden ist darauf zurückzuführcn, daß alle Desuchfteller. die ihren Antrag auf Grund der Bekanntmachung vom 4. 3anuar 1926 nicht erneuert haben, jeht in den Listen gestrichen worden sind.
" Ein Schausenfterwcttbewerb wird während der Dauer der Gartenbau- und Elektrizitätsausstellung vom 11. bis 19. d. Mts in Gießen stattsinden. Unsere Geschäftsleute beabsichtigen, ihre Schaufenster in bester Weise mit besonders fesselnden Auslagen herzurichten, so daß dem Publikum recht sehenswerte Schau- senstcrdekoralionen geboten werden dürften. Di» sieben besten Schaufensterauslagen sollen mit Preisen ausgezeichnet werden. Als Preisrichter fungiert das Publikum selbst, indem jeder einzelne auf Abstimmungszetteln angibt, welche Auslage nach seiner Ansicht die beste und wirkungsvollste ist. Um das Publikum zur Beteiligung an der Abstimmung anzuregen, kommen auch für die Abstimmenden zahlreiche Preise zur Verteilung.
** 'S u r Abgabe der Steuererklärun,- g e n für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer für 1925 26 fordern die Finanz ämter Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen in unserem heutigen Anzeigenteil auf. ' >
** Eine Gemäldeversteigeruno findet am morgigen Donnerstag, vormittags 11 Uhr und nachmittags 3 Uhr, im Saale des früheren Hotels „Großherzog", Bahnhofstraße, statt. Näheres im heutigen Anzeigenteil.
* Gebt den Hunden Wasserl Die Hunde haben bei dieser Hitze großes Bedürfnis nach frischem, reinem Wasser. Die Unmöglichkeit, ihren Durst zu befriedigen, ruft Krankheiten hervor. Das gleiche ist der Fall, wenn sie. von Durstesqualcn gepeinigt, abgestandenes Wasser von Pfützen und Tümpeln zu sich nehmen. Stellt darum saubere Trinkgefäße, gefüllt mit reinem Trinkwasser, an zugänglichen Stetten der Wohnung oder des Hofes auf! Denkt namentlich auch nn die Kettenhunde und erneuert, unter Auswaschung des Rapses, ihren Waffervorrat täglich mehrmals!
" Die Maul - und Klauenseuche ist im älniversitätsversuchsgut Unterer Hardthof in Gießen und in dem Gehöft des 3oses Stern in Gießen, Rodheimer Straße 42. amtlich fest- gestellt worden. Der Sperrbezirk besteht aus dem Gut mit seinen Weiden und dem Stadtteil Gießen ■■■BA-nm—naa—ii i ■ ' i>»■manwi'S
rechts der Lahn 5>te Gemarkung Heuchelheim ist Beobachtungsgcbiet.
00 Abschied des Storches. Der Sommer ist hin, unsere Zugvögel fangen an, uns zu verlassen. Als erster hat der Storch gesammelt und seinen Flug nach Süden angetreten. Die Ansammlungen von Störchen, die man in letzter Zeit beobachten konnte, waren der Auftakt dazu. Die Bewohner eines Dorfes sehen ihren lieben Gast nur ungern scheiden. Gewöhnlich ist ihm eine Unterlage für sein Nest geboten worden, die er auf einem hohen Haus ober auf einer Scheune gern annimmt. Oft abee baut er auch fein Nest auf einen hohen Baum, dessen Kronenäste abgeschnitten sind. Dies mag wohl die ursprüngliche Art des Nestbaues gewesen fein. An beringten Störchen hat man fest- gestellt, daß die, welche bei uns brüten, ihren Weg nach Süden durch Frankreich, Spanien und Nordafrika nach dem Niltal machen, während die östlich der Elbe nistenden Störche ihre Flugbahn östlich der Alpen haben. Auch bei anderen Zugvögeln konnte man auf dieselbe Art ähnliche Erfahrungen fammeln.
*• E i n Kind von einem Motorradfahrer umgefahren. Gestern nachmittag wurde in der Frankfurter Straße das fünf Jahre alte Söhnchen des Bahnfchmieds Wehrmann, wohnhaft in der Hillebrandstraße, von einem Motorradfahrer aus Klein-Linden umgefahren. Das Kind tarn, nach den bisherigen ärztlichen Feststellungen, zum Glück mit leichten Verlegungen davon. Es befindet sich zur Zeit in der Chirurgischen Klinik, wo es ihm, den Umständen entsprechend, gut geht. Die Schuldfrage unterliegt noch der polizeilichen Ermittelung.
f. Eine Rheinfahrt der Deutschen Dolkspartei. Eine Reihe oberhessischer Ortsgruppen der Deutschen Volkspartei unternahm am Sonntag von Bad-Rauheim aus eine gemeinsame Fahrt an den Rhein. Die Anregung zu dieser Veranstaltung hatte die Ortsgruppe Bad- Rauheim gegeben, deren Vorstand auch, unterstützt von dem Geschäftsführer der Partei, die Vorbereitung und Durchführung der Fahrt in mustergültiger Weise regelte. Die Teilnahme an der Fahrt war nicht abhängig von der Mitglied- schaft zur Deutschen Volkspartei. deshalb beteiligten sich auch viele Richtparteileute daran. Es waren etwa 120 Personen, die sich in früher Morgenstunde am Bahnhof in Gießen trafen, um mit Sonntagskarte nach Bad-Ranheim zu fahren. Dort stand ein Sonderzug bereit. Heber Friedberg, wo die letzte SammelstZlle sich befand, ging die Fahrt in flottem Tempo durch die gesegneten Gaue dec südlichen Wetterau und des Maintales, über Homburg und Höchst nach Kastel. Herrlichster Sonnenschein lag auf den Fluren, kein Wölkchen zeigte sich am Himmel, ein Hmstand, der die Stimmung im Zug schon wesentlich Beeinflußte. Es mögen etwas über 400 Personen ge
wesen fein, die sich dann von Kastel aus über bte Rheinbrücke auf die schmucke „Hotline“ begaben, die für diese Fahrt gemietet war. Die von Bad- Rauheim mitgekommene Musikkapelle lieh auf dem Dampfer alsbald ihre flotten Weisen erklingen. die eine große Menge von Zuhörern an das Ufer lockten. Um 10 Uhr begann die Fahrt auf tym mit Flußfahrzeugen aller Art stark belebten Strom. Man mag noch so oft an den Rhein gekommen sein, und er ist erfreulicherweise ja in den letzten 2 3ahren oft und von vielen besucht worden, unwiderstehlich ist immer auss neue der Zauber, den der herrliche Strom und feine b toben Den ilfer ausüben. Vorüber glitten an den Angen der Teilnehmer die herrlichen Bilder, die eine Rhunfahrt bei prächtigem Wetter immer bietet. Die blühenden Städte und schmucken Dörfer, inmitten fruchtbaren Rebengeländes. die stolzen Gotteshäuser und trutzigen Burgen: die meisten Fahrtgenossen hatten sie schon oft gesehen. doch gebannt hing ihr Blick an all der Herrlichkeit, als habe sie das Auge nie geschaut. Viel zu rasch vergingen die Stunden. Kurz nach 12 ilbr legte der Dampfer in Caub an. Hier wurde eine mehr als zweistündige Rast gemacht und das Mittagessrn eingenommen. Hm 2 Hhr versammelten sich die Teilnehmer am Blücher- Denkmal, wo ein Vertreter der Deutschen Bolks- partei in Caub herzliche Worte der Begrüßung sprach. Rach ihm ergriff noch der Geschäftsführer der Deutschen Volkspartei, Weißer, das Wort. Er dgatte allen, die zum Gelingen der Fahrt bei getragen hatten, insbesondere der Ortsgruppe Bad-Rauheim. Seine Rede klang aus in einem Hoch auf das deutsche Vaterland und den schönen Rhein. Hm 2,50 Hhr begann der Dampfer die Rücflahrt nach Kastel, die alle Beteiligten noch einmal die herrlichen Bilder schauen ließ. Die Stimmung auf dem Schiff war die denkbar beste. Die Kapelle spielte fleißig ihre munteren Weisen, ein schönes Volkslied löste das andere ab. Don Kastel aus. wo das Schiff um 61 3 Hhr ankcnn, brachte der Donderzug die Teilnehmer wieder nach Oberhessen zurück.
ELngesandL.
«Für Form und 3nhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Boni Botanischen Garten.
Der Botanische Garten ist für die Zwecke der Universität da. Daneben war es seither üblich, den Einwohnern der Stadt unter gewissen Voraussetzungen den Besuch zu bestimmten Tagesstunden zu gestatten. Eine vollständige Schließung dieser prächtigen Anlage, die noch dazu in der Mitte der Stadt liegt, wäre auch nicht zu verstehen.
Mit dem seitherigen Brauch scheint jetzt ge
brochen zu werden. Neuerding» ist der Garten auch vi Zeiten geschloffen, in denen er nach dem Anschlag am Eingang für den Befuch offen fein sollte. Ein Anschlag, her die Gründe dasür angibt, ist nicht zu sehen. 'Bauarbeiten oder Aehnliches, was die Schließung des Gartens erforderlich machen könnte, werden, soweit ersichtlich, zur Zeit nicht vorgenom- mcn. Nicht wenige Besucher des Gartens, besonders ältere Männer mid Frauen, werden mit Bedauern Kenntnis davon erhalten haben, daß ihnen das bißchen Erholung nun vorenthalten werden soll, das sie hier gern gesucht hoben. Man muß sich in der lat wundern, daß es zur Schließung des Garlens ohne ein Wort der Mitteilung an die Oeffentlichkeit kommen konnte. Was liegt vor? Haben sich Mißstände ergeben? Stören die paar allen Leute, die sich vormittags im Garten erholen wollen, die unterrichtlichen Zwecke der Leitung? Jetzt in den Um versitätsferien? Wenn nicht: Steht die Frage so, daß die Leitung gar keine Rücksicht daraus zu nehmen braucht, daß mit ihren wissenschaftlichen Zwecken auch andere, die Allgemeinheit angehende Vorteile und Wohltaten durchaus verträglich sind? Liegt nicht eine Angelegenheit vor, die alle Steuerzahler angeht? Der Garten ist doch keine Privatangelegenheit der Direktors. F.
taOiMeta am Donnerstag, 2. Sept. 1926, vormittags von 11 Uhr und nachmittags von 3 Uhr ab versteigere ich öffentlich im Saale des früheren Hotels Grotzherzo»- Vahnhofstra^e
MeMmUMMMe
bekannter Künstler.
Besichtigungen können am Tage der Versteigerung ab 10 Uhr vormittags erfolgen.
(Bienen, den 31. August 1926.
Siiöwig WtMtz, MMW! ii loiator.
Mein Geschäft ist ab heute während der
Mittagszeit wieder geöffnet
üiessen;Bahnhofstr.30
L/ddewarenhaus Carl Nowack
7048a
70390
wird bestraft.
lokal bekamitgegeben.
7074c
1.
latiactaaiil
b)
a)
2.
Z
5.
Krttrz1
Donnerstag, den 2. Sept. 1926, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:
1 Büfett, 1 Küchenbüfett, 1 Bücherschrank, 1 Spiegel, 3 Vertikos, 3 Schreibtische, 1 Chaiselongue, 1 Sofa, 1 Standuhr, 1 Rähmaschine, 1 Grammophon, einen Warenschrank, 12 Dände Schiller, Hebbel, Kleist utto.. 1 Schultafel. 5000 m Rinder-Kranzdärme, 23 Pakete Bindegarn ä 1 kg, 1 elektr. Ventilator .
voraussichtlich bestimmt an Ort und Stelle: 1 Schweißapparat, 1 Klöppelmaschine, 1 Exzenterpresse, 1 Rührwerk, 1 Kali- bertoalze. Ort wird im Versteigerungs-
LEBEWOHL beseitigt Jhre HÜHNERAUGEN u. HORNHAUT!
MMMMMM Seit 20 Jabren liefere ichgarant.rei° nenAütenSchleuder' HONIG
lO-Md.-Büchse-E-, halbe x 5.50, Porto extra Gar. Zurückn. bischer, Lehrer 0.2)., Homgversand, Ober- 7S.5kr.Brem.
Gewerbetreibende, und zwar buch- führende Gewerbetreibende, deren Steuerabschnitt in der Zeit vom 1. Januar 1926 bis 30. Juni 1926 einschl. geendet hat. Von der Abgabe einer UmsatzstenererNärung
tige, die nach § 57 der Durchführungsbestimmungen zum Umsatzsteuergesetz von 1926 zu Anzahlungen und zur Führung des Steuerheftes verpflichtet sind:
nicht buchführende reine Landwirte, die ihre Vorauszahlungen nach den feweils geltenden Umsatzsteuerdurchschnittskätzen geleistet haben.
Haben solche Landwirte Umsätze aus Sonderkulturen durch Verkauf von Obst, Gemüse, Spargel, Tabak, Wein usw. oder durch außergewöhnliche Großviehverkäuse von mehr als 1000 Reichsmark erzielt, so sind sie zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung verpflichtet. In der Erklärung sind dann nur die Einnahmen aus Sonberkul- turen ober Großviehverkaufen anzumelden.
Den nicht duchführenden Landwirten gehen in den nächsten Tagen Fragebogen zu, die innerhalb 2 Wochen nach sorgfältiger Ausfüllung bei dem zuständigen Finanzamt einzureichen sind.
IL
Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, kann mit Geldstrafen zur Abgabe der Steuererklärung angehalten werden: auch kann ihm ein Zuschlag bis zu 10 v. H. der festgesetzten Steuer auferlegt werden.
III.
Die Hinterziehung oder der Versuch einer Hinterziehung der Einkommensteuer, Körperschaftssteuer ober Umsatzsteuer wirb bestraft. Auch ein fahrlässiges Vergehen gegen die Steuergesetze (Steuergefährdung)
Dern
Gerichtsvollzieher in Gießen, Steinstr. 13.
beste Qualität zu billigem Preis
C. Rübsamen, Gießen
Fernsprecher 1659
a) Landwirte, und zwar:
Inhaber von buchführenden und nicht buchführenden landwirtschaftlichen Betrieben einschl. der forstwirtschaftlichen Betriebe und der Gartenbaubetriebe;
Inhaber von landwirtschaftlichen (forft- wirtschaftlichen usw.) Betrieben, die nebenher einen Gewerbebetrieb haben, für den eine Buchführung nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs nicht eingerichtet ist;
Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 31. August 1926. Die Finanzämter.
Blechdose (8 Pflaster) 75 pkg. Lebewohl-Fußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Schachtel (2 Bäder) 50 Pfg., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Sicher zu haben bei: A, Noll, Kreuz-Drogerie, H. Noll, itz-Drogerie und Neustadt - Drogerie, O. WlnternofT, Drogerie, 9-10. 1001A
Oeffentliche Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und
Umsatzsteuer für 1925 26.
Die Steuererklärungen zur Einkommensteuer, Körperschastssteuer und Umsatzsteuer sind in der Zeit vom 1. September 1926 bis 15. September 1926 unter Benutzung der vorschriebenen Vordrucke wie folgt abzugeben:
A. Einkommensteuer und körperschafts- sleuer.
I.
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Einkommensteuer sind verpflichtet: 1. Steuerpflichtige (Landwirte, Forstwirte, Gartenbautreibende ufw.), deren Einkommen im Wirtschaftsjahr 1925/26 den Betrag von 8000 Reichsmark über stiegen hat;
2. ohne Rücksicht auf, die Höhe des Einkommens Steuerpflichtige, bei denen der Gewinn auf Grundlage des Ab- schluffes ihrer Bücher zu ermitteln ist.
II.
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die korperfchaftssteuer find verpflichtet: 1. Steuerpflichtige Erwerbsgesellschaften; 2. alle übrigen steuerpflichtigen Körperschaften und Vermögensmassen des bürgerlichen Rechts.
III.
Ohne Rücksicht auf die Höhe des Gewinns haben abzugeben eine Linkom- menserNärung bei Beteiligung mehrerer an den Einkünften aus
a) Landwirifchaft, Forstwirtschaft, Gar tenbau und sonstiger nichtgewerblicher Bodenbewirtschastung:
b) einem Gewerbebetrieb, z. B. einer offenen Handelsgesellschaft oder Kommanditgesellschaft.
IV.
1. Die Erklärung für die Einkommen steuer und Körperschaftssteuer sind abzugeben:
MH Harktlanbe
Bezirk die zu I bezeichneten Steuerpflichtigen ihren Wohnsitz ober dauernden Aufenthalt, die zu II und III bezeichneten Pflichtigen den Ort der Leitung haben. Ist im Inlands weder ein Wohnsitz, noch ein dauernder Aufenthalt, noch ein Ort der Leitung vorhanden, so ist die Steuererklärung bei dem Finanzamt abzugeben, in dessen Bezirk das Unternehmen betrieben ober stänbig vertreten wird oder die Tätigkeit vorwiegend ausgeübt wird, oder Vermögensgegenstände sich befinden.
B. Umsatzsteuer.
I.
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Umsatzsteuer sind alle Steuerpflichtigen verpflichtet, deren Wirtschaftsjahr in der Zeit vom 1. Januar 1926 bis 30. Juni 1926 geendet hat. Dies sind:
werblicher Bodenbewirtschaftung bezogen haben, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Juli 1925 bis 30. Juni 1926:
b) von den Pflichtigen, die Hanbels- bücher nach den Vorfchriften des Handelsgesetzbuches zu führen verpflichtet sind oder, ohne dazu verpflichtet zu sein, Hanbelsbücher nach den Vorfchriften des Handelsgesetzbuches tatsächlich führen, für das Wirtschaftsjahr, für das sie regelmäßige Abschlüsse machen, sofern es in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 1926 geendet hat.
Steuerpflichtige mit mehreren Wirtschaftsjahren, von denen ein Wirt schastsjahr in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 1926 endet, find auch bann nicht zur Abgabe einer Einkom- menfteuererElärung" verpflichtet, wenn ein Wirtschaftsjahr in der eifften Hälfte bes Kalenberjahres 1926 enbet. Diese Steuerpflichtigen werben vielmehr erst nach Ablauf bes Kalenberjahres 1926 zu einer (Eintommenfteuererflärung aufgeforbert werben.
Die Erklärungen für bis Einkommensteuer unb Körperschastssteuer sind bei dem Finanzamt abzugeben, in dessen
sind befreit:
1. «traßenhändler, Wandergewerbetrei- benbe unb andere Umsatzsteuerpflich-
Gartenbau und sonstiger nicht gewerblicher Bodenbewirtschaftung erzielt haben, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Juli 1925 bis 30. Juni 1926;
b) von den Pflichtigen, die Handelsbücher nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches zu führen verpflichtet sind ober ohne hierzu uer» pflichtet zu fein, Handelsbücher nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches tatsächlich führen, für das Wirtschaftsjahr, für das sie regelmäßige Abschlüsse machen, sofern es in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 1926 geendet hat, Steuerpflichtige mit mehreren Wirtschaftsjahren, von denen ein Wirtschaftsjahr in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 1926 geendet hat, find auch dann nicht zur Abgabe einer Umfatzfteuererklärung verpflichtet, wenn ein Wirtschaftsjahr in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 1926 geendet hat. Diese Steuerpflichtigen werden vielmehr erst nach Ablauf des Kalenderjahres 1926 zu einer Umsatzfteuererklä- rung aufgefordert werden.
Die Erklärung für die Umsatzsteuer ist bei dem Finanzamt abzugeben, in dessen Bezirk die Steuerpflichtigen
a) das Unternehmen betreiben, soweit sie wegen einer gewerblichen Tätigkeit einschl. der Urerzeugung steuerpflichtig find. Bei mehreren Niederlaffungen oder Geschäftsstellen eines rechtlich in einer Hand befindlichen Unternehmens ist der Ort der Leitung des Unternehmens maßgebend;
b) ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, soweit sie wegen einer beruflichen Tätigkeit steuerpflichtig sind.
Ist weder ein Betriebsort noch ein Ort der Leitung, weder ein Wohnsitz noch ein gewöhnlicher Aufenthalt gegeben, so ist die Steuererklärung bei dem Finanzamt abzugeben, in dessen Bezirk das Unternehmen ständig vertreten oder die Tätigkeit vorwiegend ausgeübt wird oder das Unternehmen feinen Sitz hat.
C. Gemeinsames, k.
Die nach A und B zur Abgabe einer Steuererklärung Verpflichteten haben die Steuererklärung auch dann abzugeben, wenn ihnen ein Vordruck nicht zugefandt wirb. Ttordrucke zur Steuererklärung finb bei bem Finanzamt erhältlich. Die übrigen Steuerpflichtigen haben eine Steuererklärung abzugeben, wenn sie hierzu vom Finanzamt befonbers aufgeforbert werben.
Nachdem die kühle Witterung eingesetzt bat, treffen wieder regelmäßig jeden Ticnötag. Tonuerstag,Freiraa und Samstag frische Sendungen
See-Fische ein. Tiefe Woche eintreffend: Kabeljau o. K, Schellfische o. K., Seelachs o. R., Rotbarsch o. K., Bralfischc, Schollen «Flundern«, Rotzungen usw. Nächste Woche Mittwoch treffen an Fluh-Fischen ein: Hechte, Schleien, Karvfeu, Brassen.
Wir weisen nochmals ganz besonders daraus hin, daß auch jeden Freitag vormittag i. d. Marktlanbe Berkaus von ganz stischenSendnngen ftattnnbet.
J. & A. Verhey
Telephon 95. 05992
II.
Die Erklärungen für bie Umsatzsteuer finb abzugeben:
a) von ben Pflichtigen, bie Umsätze aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft.
von den Pflichtigen, die Einkünfte aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau und sonstiger nicht ge-
Gasherde
Junker «L Rub — Äaggenau in größter Auswahl MW MM. VMM. 35 Erleichterte Zahlungsbedingungen.
Auf Wunsch Ratenzahlungen.
(Broker, heller, lustiger Lagerraum heizbar.mil 2 bis 3 Zimmer-Wohnung, im Zentrum, sofort zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 05979 an den Giehener Anzeiger erbeten.


