2;.?-;en. Nach England wurden in der ersten Häiste dieses Monats 48 000 Tonnen Kohlen au. geführt. Die Ausfuhr vergröberte sich nach Oesterreich um 35 000 Tonnen, nach der Tschccho- sloweckci um 13 000 Tonnen, nach Dänemark um 11 000 Tonnen, nach Ungarn um 8000 Tonnen.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Datum:
Banknoten.
Börse er-
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Tel e g r a phische Auszahlung.
öffnete auf allen Markten in wesentlich schwächerer Stimmung. Die Tatsache, daß trotz der äleberwindung des Ältimos Geld weiter sehr gesucht war, zog die Aufmerksamkeit der Spekulation auf sich und veranlaßte sie zu Posi- tionsiösungen. Angesichts der Steigerungen der letzten Tage sind die Abschwächungen jedoch nicht sehr bedeutend und gingen nur vereinzelt über
Berliner Börse.
Berlin, 1. 3uli. Die heutige
5% Deutsche Ncichsanleth« • 4% Deutsche Reichäanleihc . 8'/,° , Deutsche Rcichscmleihe 3°A Deutsche ReichLanlcihe . Teuiiche Svarpramicnanleihe 4°;, preußische JtonfolS . • . 4° o •'jenen .... . . 3v30/n Hessen..........
3°,» Vu-neii...........
Deutsche Serif). Dollar-Anl. dro- Doll-Schav-Lmreisug.')
4»/0 3oHtürfcn......... 5% Goldmcrikaner .....
Berliner HandclSqesellschast. liommer^ und Prival-Bünk 2arnift. und Nanoualdant ■ Deutsche Bank.........
Deutsche Beremsbank .... Tioconlo (Sommanbit . . . Meialivarik.........
Miitelveutichc Creditbank. . Lcnel-reiüiiiche Kreditanstalt. Westbank .........
Bochumer Gaß ....... Buderus «... Caro Deutsch-Luxemburg ..... Geliennrchener Bergwerk. . Harpencr Bergbau......
Jlalirocrte Aschersleben. . .. Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurahürle ....... Lberbedars . . . Pvönir Bergbau ..... Rbcinitahl ......... Ricbeck Akontan ...... Tellus Bergbau .
Hamburg-Amerika Paket. • . Norddeutscher Llovd . . . Cberamische Werke AlbtU . . Zementwerk Heidelberg . . . Pliilivv Holtmann ...... Anglo-Cont.-Guano.....
Chemische Maver Alapin . . I. G Farbeninbuslrie, A--G- Goldswmidt . . Holzverkohlung........
Rütgerswcrke Scheldcanstalt ........
flflfl. EiekmutätS-Gesellschaft Bergmann Mainkrastwerke..... . .
Cchucken ........ Siemens & Halske ..... Adlerwerke Klener ..... Daimler Motoren..... .
Henligenstaedk...... . .
D-eguiu. .......... Motorenwerke Manubeim
Sranffurtcr Armaturen . . Äoi icroensabrik Braun . . . Mcms.gesell chafr ftrantfnrt . Tct. Union A.-Ä- . . . . .
Schub'abrik Her» . . . . . . Sichel . . . Zellston Daldhof ...... Zucker'adrit Frankenthal . . Zuckerfabrik Dagdäulel . . .
Schlu-j- fiurs
1-Ubc Kur»
30.6. |
1.7.
30. 6
1 7
0.44
0.4675
0.44
0.465
—
—
0.415
0.425
0.39
—
0.4175
0.53
0,54
—
(1.56
0,56
—
—
0,2475
—
—
0.4075
——
0,40
—
0,37
—
—
—
0.42
—
——
—
0,375
—
96
—
97,25
—
—
——
——
—
12,62
14,75
12,75
_
52
—
51,5
178
—
178'
176,2*
124.5
123.5'
125*
123,5'
172'
171*
174'
171,5*
156,5*
156,2’
154*
157*
84.25
—
—
—
148.51
147.5’
148’
148'
120
120
120
—
122’
121,7'
7,55
7,5
7,6
7,5
—
—
—
—
150*
—
146.5*
140'
101
93.5
105
95
91
—
84
81
147'
140’
147*
140'
165'
161’
164'
160’
149,5'
146’
148.2'
145’
151
—
149,9'
147’
160,5
158'
160.7'
158.5
50,5
—
49 5
59.5
77,5
79.75'
76.9
76'
121,7*
118'
122,7*
117.6’
115.5*
143.7*
145,5*
143.5-
154
150,5
154
152
75
—
153*
152'
152’
150.5*
146'
146.5'
145,7*
145*
48
-
_
105,5
-
—
_
78,5
77,5
77
—
—
—
90
—
—
_
254,5'
255'
253*
256’
94
99,25
95,9
100
56
57
. —
_
113,5
112
114
112
—
147,2
—
—
147.2'
147,9’
147.5*
147*
130,75
—
128'
129,7*
101
—
130*
130,5*
129'
129.7’
177,5
175.5*
173*
80
82,51
79.75
82
82
85
80
84
25
—
—
—
47
—
—
—
—
—
48,75
—
15
—
—
—
41
—
—
—
134.9
132
—
—
85.75
—
85,75
—
33.9
31
—
3.5
—
—
—
165
167
153
167,5
63.5
65
63,9
—
73
74
—
—
30 Juni.
1 Juli.
AmUiche Nori rung
Meld 1 Brie'
Amtliche Notierung
(Seid
Brier
aniiT.-'Jiou
168,52
168.95
168,52
168,94
Bur».-Aires
1.613
1,696
1,689
1,693
Brss.-Antw
11,71
11,75
11,52
11,56
Gfjriffianta
92,08
92,32
92,17
92,41
Aotxnbaocn
111,23
111.51
111,23
111,51
SloctKolm
112.56
112,84
112,54
112.82
Helsingfors
10.552
10,592
10,55
10,59
ytnlien . .
15,15
15,19
15,11
15,17
London. .
20.415
20,467
20,413
20,465
Oifiinor! .
4.195
4,205
4,195
4,205
Vnis. .
11.79
11,83
11,43
11,47
.Cckwciz .
81,23
81,43
81,16
81,36
kSva ien -
67.62
67,78
67,85
68.01
Lavcm . . .
1,970
1,974
1,970
1.974
r-Hio de Wien in D--
0.662
0.664
0,660
0,662
£c<L aößcft
59.35
59,49
59,30
59,44
tPrcg . . - Bclzrad . .
12,418
12,458
12,421
12,461
7.427
7.447
7,43
7,45
Budapest -
5.87
5,89
5,87
5.89
Bul anen
3,035
3,045
5,035
3,045
H'fioboit
21.415
21,465
21.405
21,455
Toniig • .
81,08
81.28
81,08
81,28
■Ronft niln
2,235
2,245
2,19
2,21
Arten
5.29
5,31
5,19
5,21
llanaba. .
4.199
4,209
4,199
4,209
Cruguav .
4.185
4,195
4.175
4,185
Berlin, 30 Juni
(Selb
Briet
Amerikanische Note» .....
4,179
4,199
Belgische Noten .......
11,97
12,03
Tani'che Noten .......
110,92
111,48
Englische Noten........
20,379
20,479
Französische Noteu ......
11,94
12,00
Holländische Noten ......
168,15
169,99
St licniichc Noten......
15.71
15,79
Norwegische Noten . ...
92,07
92,53
Teutsch-Qestcrr,5100 Jtrontn
59.48
59,78
Rumänische Noten......
1,89
1,93
Schwedische Noteu ......
112,34
112.90
Schweiier ‘.'Zoten......
81,43
81 8»
Cvaniiche Noten.......
67,58
67 92
Tlchechoilowalische Noten . .
12,397
12,457
Ungarische Noteu ...
5.825
5,865
4 Prozent hinaus. So verloren am Montan- markte Köln-Aeuessen 7,5 Proz. Oberschlesi- sch.e Werte blieben weiter fe(t Laurahutte plus 4,5 Proz. Relativ gehalten blieben Elektro- a t t i e n , die teilmeife sogar über den gestrigen Schlußkursen eröffneten. Für diese Werte lagen besonders Kaufaufträge für französi-- schc und schweizerische Rechnung vor, die in Verbindung mit der Fr ank e n ba is s e stehen dürften. Auch für Waggonwerte zeigte sich stärkeres Interesse: hier regten die Aufträge der Reichsbahngesellschaft an. Bankaktien waren im allgemeinen gehalten, schwächer lagen nur die in den letzten Tagen stark gesteigerten Werte wie Berliner Handel und Darmstädter. Am heimischen Anleihemarkt war das Geschäft recht lebhaft: es waren wieder einmal Gerüchte im Umlauf, die von einer bevorstehenden Reichsanleihe mit Inzahlungnahme der Kriegsanleihe wissen wollten. Der Geldmarkt blieb weiter angespannt. Tagesgeld 6' _> bis 7x/2 Prozent. Im Devisen verkehr tagen die lateinischen Valuten weiter schwach. Paris gegen London 178, Brüssel 176,50, Mailand 135,50.
frankfurter Börse.
Frankfurt, 1. Juli. Tendenz schwächer. An der Börse ist es wesentlich ruhiger geworden. Die Haussebewegung ist vorerst zum Stillstand gekommen, und die Baissespekulation nimmt das ruhig gewordene Geschäft zum Anlaß, weiter zu realisieren. Vorbörslich schien es zwar, als könnte die im gestrigen Abendverkehr hervorgetretene Abschwächung bereits als überwunden gelten, doch sah man sich darin getäuscht, als bei Eröffnung des amtlichen Verkehrs die Abgabe- neigung überwiegend war. Im großen und ganzen zeigte das Kursbild keine Einheitlichkeit, doch zeigte sich eine überwiegend schwächere Tendenz. Auf jeden Fall drückte die unerwartet eingetretene Geschäftsstille auf die stark erhöhten Kurse. Am Montanmarkte fiel vor allem der scharfe Rückgang der Kohlenaktien auf. Deutsch-Luxemburg minus 7 Proz., Buderus minus 6 Proz., Gelsenkirchen minus 4 Proz., Harpener minus 2 Proz., Riebeck-Mon- tan minus 4 Proz. Gut gehalten blieben Rhein- stahl. Oberschlesische Werte behielten ebenfalls ihre Festigkeit. Oberbedarf plus 1,25 Prozent. I. G. Farben, die anfangs ihren gestrigen Kurs um 2 Proz. aufbessern konnten, verfielen später der Schwäche und gingen auf 250 Proz. zurück. Auch Scheideanstalt gaben 3 Proz. nach, während Goldschmidt um 3,25 Proz. gesteigert waren. Arn Elektromarkt zeigte sich die Tendenz behauptet, die Kurse gaben nur vereinzelt geringfügig nach, Felten waren sogar um 3,25 gebessert. Auch der Bankenmarkt war ziemlich gehalten. In Schiffahrtsaktien blieb das Geschäft lustlos bei Kurseinbußen von 1 bis 2 Proz. Motorenwerte setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Von Bau - a k t i e n erzielten Wayß & Frehtag einen stärkeren Gewinn plus 6 Proz. Zement Heidelberg plus 3 Prozent. Deutsche Anleihen lagen anfangs sehr begünstigt. Kriegsanleihe zogen auf Gerüchte über eine neue Reichsanleihe, die bei der Kriegsanleihe in Zahlung genommen werden soll, auf 0.47 an, gaben aber später auf 0,46 nach. 3,5prozentige Preußische Konsuls lagen sehr fest. Ausländische Renten verkehrten still und waren teilweise leicht befestigt. Der Freiverkehr hatte lustloses Geschäft. Beckerstahl 21, Benz 80 Prozent, Brown-Boveri 130 Prozent, Entreprise 7, Growag 60 Prozent, älfa 39,5 Prozent. Der weitere Verlauf blieb schwächer. Am Geldmarkt machte sich eine leichte Entspannung geltend, die Sätze blieben aber unverändert. Tagesgeld 5,5 bis 6 Prozent, Mo- natsgeld 5,25 bis 6,75 Prozent je Adresse. 3n- dustrieakzep'e 5,12 Prozent. Privatdiskonten 4,5 Prozent. Im Devisenverkehr setzte sich die Abschwächung der westlichen Frankenvaluten fori. Paris gegen London 176,25, Brüssel 176,50, Mailand 134.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 1. Juli. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 31.25 bis 31.50, Roggen (inländischer) 22 bis 22.25, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24, Hafer (inländ.) 21 bis 23, Mais (gelb) 17.50, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 42.25 bis 42.75, Roggenmehl 30,50 bis 31, Weizenkleie 8.50 bis 8.75, Roggenkleie 10.50 bis 10.75. Tendenz: Stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 1. Juli. Auftrieb 2 Rinder, 855 Kälber, 152 Schafe, 473 Schweine. Kälber: Feinste Mastkälber 66 bis 72, mittlere Mast- und beste Saugkälber 57 bis 65, geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 56, geringe Saugkälber 40 bis 46. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 44 bis 50, geringere Masthä nmel und Schafe 38 bis 43, mäßig -genährte Hümmel und Schafe (Merzschase) 20 bis 34. Schweine: Vellfleischige von 80 bis 100 Kilo 80 bis 82, vollsleischige unter 80 Kilo 74 bis 79, vollfleischige von 100 bis 120 und 120 bis 150 Kilo und Fettschweine über 150 Kilo 79 bis 82. Marltverlauf: In allen Viehgattungen reges Geschäft.
Berliner Produktenbörfe.
Berlin, 30. Juni. Bei Beginn des amtlichen Mittagsverkehrs gestaltete sich die Tendenz überwieg.nd schwächer. Weizen hatte vormittags in Auswirkung etwas dringender Frage durchweg festere Preise, konnte sie aber mittags nicht be-
TOT. ; . JIM ,111MB , L ,,, .
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 68.
Von W. Glaeve.
6
5
4
3
8
8
6
5
3
2
4
l
Schwarz, d e
2 h
a b
a b
d e
Weiß.
2 h
Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.
Weiß: 5 Steine Ktö; De8; Sdl; Bd4, h3.
Schwarz: 3 Steine Kd5; Bd3, d2.
Partie Nr. 52.
Die nachstehende kurze und elegante Partie wurde in dem diesjährigen Trebitsch-Turnier im Wiener Schachklub gespielt, wobei R. Spielmann vor E. Grünfeld und zehn anderen Teilnehmern Erster wurde.
i Französische Partie.
Weiß: R. S p i e lm a n n. Schwarz: R. Wahle.
1. e2-e4 1. e7-e6
2. Sbl —c3 2. Sg8-f6
3. d2-d4 3. d7-d5
4. e4Xd5 4. e6xd5
Die Behandlung der Französischen PartievonSeiten Spielmanns ist hier nicht zu empfehlen. Vorzuziehen dürfte folgende Spielweise sein: 1. e4, e6 2. d4, d5, 3. ed5ed5: 4. c4, wodurch Weiß eine Bresche in das schwarze Zentrum legen würde.
5. Lei -g5 5. Lf8- e7
6. Lfl-d3 6. Sb8-c6
c6 verdient hier unbedingt den Vorzug, da es die Möglichkeit ergab 7. . . ., Se4! folgen zu lasten.
7. Sgl- e2 7. Sc6-b4?
Um den gefahrdrohenden Läufer abzutauschen, aber auf Kosten der Entwicklung. Daß solch ein System ungesund ist, war leicht ersichtlich. Die gegebene Fortsetzung war hier 7 . . ., Le6 nebst Dd7 sowie 0—0—4).
8. Se2-g3 8. Sb4xd3
9. DdlXd3 9. g7-g6?
Zum Ueberfluß noch eine gewaltige
Schwächung des schwarzen Königsflügels. Schwarz wollte wahrscheinlich die Festsetzung der weißen Figuren auf f5 verhindern, begeht aber insofern einen großen Fehler, da er die Punkte fb und hb noch mehr schwächt.
10 0-0
Dies ist besser als lange Rochade, da Weiß nämlich plant, auf 10 . . ., Le6, sofort den k-Bauern oorzuftoßen.
10. . . . 10. c7-c6
11. Tal-el 11.0-0
Die Stellung des Nachziehenden ist verbängnis- voll, sie dürste nicht mehr verteidigungsfäyig fein. 12. Telxe?!
Spielmann findet eine glänzende Kombination, welche sofort zur Entscheidung führt: 12. . . . 12. Dd8xe7
13. Dd3-f3 13. Kg8-g7
Auch die Fortsetzung 13 Lf5 würde zu einer klar ausgesprochenen Verluststellung führen.
14. Sc3-e4! Die Pointe.
14. . . 14. d5xe4
15. Sg3xe4 15. De7 — e6
16 Lg5xf6+ 16. Kg7-gS
17. Df3-f4.
Aufgegeben, da gegen die Drohung Dh6 kein Kraut gewachsen ist.
Lösung des Problems Jlr. 66.
von Larlo Salvioli.
1. Da8-a7!, Kh2-g3 2. Da7--gl+, Kg3-f4 oder H4 3. Dgl ~g5 matt. 1.... Kh2xhl 2.' Da7 - f2, h3-h2 3. Df2 — f 1 matt.
Richtige Lösungen zum Problem Nr. 66 sandten ein die Herren: Lehrer Breidecker, G. Götz, Lehrer Simon, Prof. W aus Gießen, sowie Schulamtsanwärter Stumpf, Garbenteich. Die Lösung zum Problem Nr. 65 wurde leider im 1. Zuge durch einen Druckfehler falsch wiedergegeben: es muß natürlich heißen: 1. Sb5—a7!
*
Schachbriefkasten.
Lehrer E. L. Höingen: In Problem Mr.-66 setzten Sie nach 1. Df3, Kgl 2. Kh5, h2? durch 3. Dg2 matt, Warum spielen Sie aber nicht bester 2. .... Kh2!?
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redaklionstisch.
Gegenmittel.
Der Professor war tief in seiner Arbeit versunken, als die Frau Professor in das Zimmer gestürzt kam.
„ihn Gotteswiklen, Emil! Frihchen hat eben die ganze Tinte ausgetrunken. Was soll ich tun?"
„Schreib mit dem Bleistift weiter."
Moderner Beweis.
Die Gattin entdeckte auf seinem Rock ein langes blondes Haar, nahm es mit spitzen Fingern rasch weg und sagte mit ebenso spitzem Ton:
„Run, Emil — was bedeutet das?"
„Ich weiß nicht," sagte Emil, der Verruchte, ruhig „von einer Frau kann es ja nicht sein, dazu ist es viel zu lang."
Das Kind spricht . . .
Die Heine Liesbeth sieht der Mama zu, die sich vor dem Spiegel kämmt. Plötzlich bemerkt sie in dem dichten . rabenschwarzen Haar ein langes weißes Haar. „Sieh mal da," ruft sie aus, „sieh mal, Mama, da hast du auf dem Kopfe ja ein Haar von der Großmama."
Leuchen geht mit Mama in ein Spielwarengeschäft, wo sie ein paar Tage vorher ihre Puppe hingebracht hatte, damit 4ie wieder her- gerichtet würde. Und da der Angestellte sie nicht gleich finden konnte, erhebt sie ihr tränenvolles Gesichtchen gegen ihn und bittet: „Sehen Sie nur noch einmal genau nach, sie heißt Margarete."
Die Diphtheritis hat Gretchen die zweijährige Schwester genommen. Von Zett zu Zett erinnert sie sich ihrer, und da fragt sie einmal: „Warum ist Susanne gestorben?" — „Um in den Himmel zu kommen. Sie ist ein Engelchen beim lieben Gott geworden." — „Dann schreibt ' der liebe Gott wohl an den Doktor B., wenn er ein Engelchen braucht?"
Brüderchen und Schwesterchen (5 und 4 Jahre alt) spielen im Garten. Plötzlich hält Gretchen inne und sagt zu Hänschen: „Weißt du, Hänschen, ich wäre doch lieber ein Junge geworden." Das Brüderchen wird nachdenklich und bemerkt bann: „Das hättest du vor der Taufe sagen sollen."
haupten. Im Roggengeschäft blieb die Rachfrage nach Loko und promte Ware seitens der Mühlen anhaltend bestehen, so daß bei der außerordentlichen Knappheit des Angebots Aufgeld erzielt wurde. Gerste still, Hafer in besten Sorten fest, im übrigen kaum abzusetzen. Roggenmehl fester, Weizenmehl vernachlässigt. Im Terminhandel behauptete sich Iuliweizen, während Herbstlieferun- gen etwas schwächer wurden. Für Roggen bestand große Rachsrage für Iulilieferungen bei einem um 1,50 Mark erhöhtem Gebot. Im übrigen hält die trockene und warme Witterung die Kauflust zurück, so dgß September- und Oktober- Termine unter letztem Kurs eröffneten. Es notierten per 1000 Kilo: Roggen, märt, 202 bis 206; Sommergerste 193 bis 208; inländ. Gerste 185 bis 198; Hafer, märt, 199 bis 209; Mais (loko Berlin) 168 bis 170; per 100 K lo: Weizenmehl 37,50 bis 39,50; Roggenmehl 28 50 bis 29,75; Weizenll:ie 9 83 b.s 10; Roggenkleie 11,20; Vik- tcriaerbfen 35 bis 46; kleine Speiseerbsen 30 bis 34; Futtererbsen 22 bis 2c; Peluschken 23,50 bis 28.50; 'Ackerbohnen 23 bis 25,50; Wicken 33 bis 34; Lupinen (blau) 15 bis 17; Lupinen (gelb) 21 bis 23; Rapskuchen 14; Leinkuchen 18,80 bis 19,20; Trockenschnitzel 10 bis 10,30.
Bücherlisch.
— In der Rümmer 4240 der „Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber, Leipzig) führt ein Beitrag „Deutsche Jugendherbergen" eine Reihe dec schönsten Wanderheime vor Augen, ein anderer berichtet über die Beilegung des Streites um Mossul in fesselnder Weise, von Bildern wirksam unterstützt. Dann wird die furchtbare Geisel des Waldbrandes in Amerika in einem interessanten Beitrag behandelt. Aufschlußreiche Abbildungen zeigen die Herstellung der Makkaroni, des italienischen Rationalgerichtes. Moderne Spitzen aus der Ausstellung des Landesgewerbemuseums in Stuttgart bringt ein anderer Artikel. Der aktuelle Bilderteil spiegelt in gutgewählten Aufnahmen das Leben der Gegenwart.
— Die Geschichte dec Bad-Nauheimer Mlneralquellen (zu Nauheim und Schwalheim) und ihres Gebrauches bespricht Dr. Alfred Martin in einem illustrierten Aufsatz des Bad-Nauheimer Jahrbuchs (Nr. 14/17 v. Juni 1926.
Verantwortlich für Politik i. V. Dr. Hans Thyriot.
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