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Krawallen kam < auch an der Un-.ocrfitot, die wahrend der Vorlesungen zweier wdiichcr Pro- sesioren ihren Anfang nahmen. Nach den Angaben der Polizei sind im ganzen neun ctubrnun verletzt worden. Die liefere Urfache der Unruhen liegt an. fltblid) darin, daß einer Reihe rcichsdeutfchcr Hoch schuler die nachgefuchtc Gleich ft etlung mit den Inländern hinsichtlich der Gebühren nicht gewahrt morden ist, während andere nichtofter. reichliche Fachschüler solche Bergunstigungen erhalten haben. Im Zusammenhang mit den Vorfällen hat sich da? Universitäts-Rektorat veranlaßt gelehen, bk Universität bis auf weiteres zu schließen

Jlugirugfalaftrophr

von Geretteten desGeorges Philippar".

In Dervli, nicht weit von Rom. ein fran- zofischcs Flugzeug, das zwei Utberkbcnbf der Georges Philippar" in die!Heimat bringen wollte, obgestürzt Die Unglücksstattc liegt etwa fünf stunden vom Orte cnlfcrnt in einer lehr un- roefliflcn Gegend, die man nur mit Mauleseln er­reichen könne. Die Trümmer des Flugzeuges lagen an einer stelle, die etwa 2 000 Meter hoch ist. 20 Meter von dem zerschmetterten Flugzeug entfernt hat man b i c Reichen gefunden Die Gegend ist voll von Wölfen und Fuchfen, und man befurchtet, dah dieie sich an die Opfer herangemacht haben könnten, ehe man sie sand. Jetzt wird die Unglucksstätte von fafchistischer Miliz bewacht.

Aus der Prvvmzialbauptsiadt.

Gieß en, den 31. Mai 1932.

Mitesser und Pickel.

Don Dr. med. Ernst Schlohmann.

Vier Sorgenkinder wollen wir vornehmen Mit­esser, Pickel, fettigen Glanz der Nase und grobe Poren. Diese vier machen dieunreine" $)aut aus. Jede Frau und jedes junge Mädchen kennt sie und erklärt ihnen den Kampf. Man muß aber die Her­kunft dieser liebel wissen, um sic erfolgreich bc kämpfen zu können.

Alle vier sind Degleiterscheinungen oder geradezu verschiedene Merkmale ein und desselben Grund­übels, vom ArttSeborrhoe" genannt. Das Ucbcl kommt |o häufig vor. dah es schon als eine be­stimmte körperliche Leranlagung anzusehen ist. Die Seborrhoe" tritt im Entwicklungsalter zuerst auf und bessert sich meist mit zunehmendem Alter. Zwi­schen den vierziger und fünfziger Jahren flackert sie manchmal wieder auf, um bann im Alter ab zuklingen. Daraus läht sich schließen, daß wahr­scheinlich ein Zusammenhang mit bestimmten Orga­nen, auch mit den Drüsen derinneren Sekretion", besteht. Ebenfalls besteht ein sehr inniger Zusom- menhang mit dem Derdauungsstzstem. Jede noch so geringfügige Störung im Magen-Darmkanal kann sich alsunreine Haut" bemerkbar machen. Vierer­lei müssen wir wissen:

1. Es handelt sich um eine vermehrte Absonderung der in der Haut gelegenen Talgdrüsen. Sie bewirkt, daß das Gesicht kurze Zeit nach der Reinigung schon wieder einen störenden, fettigen Glanz auf- weift.

2. Durch die übermäßige Absonderung erweitern sich allmählich die Poren.

3. In den Poren staut sich oft das abgesonderte Fett, und aus diesem Talg, zusammen mit ein paar abgestorbenen Hautzellen, formen sich kleine, zylin­derförmige Gebilde, die die Oeffnungen der Talg brüten verstopfen. Es sind die allen bekannten Mit­esser. Die Schwarzverfärbung an der Oberfläche, die die Mitesser zu einem häßlichen Aergernis macht, beruht nicht auf Schmutz oder Ablagerung von Staub, sondern auf chemischen Vorgängen.

4. Die erkrankten und übermäßig Fett absondern- den Talgdrüsen können sich nun noch entzünden durch Hinzutreien irgendwelcher Bakterien, die durch die erweiterten Poren einwandern und hier einen guten Nährboden finden. Dann kommt es zum Pickel". Von dem roten erhabenen Fleck bis zum kleinen eitrigen Bläschen gibt es vielerlei Möglich­keiten.

Es ist von der Natur häßlich eingerichtet, daß sich dieses Hautleiden mit Vorliebe gerade dort fest- setzt, wo es am wenigsten lieb ist, nämlich im Ge­sicht, ferner an Hals und Rücken, gerade dort, wo der Kleiderausfchnitt sitzt.

Jeder will verständlicherweise auf alle mögliche Art seine Haut verbessern, aber allgemein gültige Regeln dafür kann man nur in ganz großen Zügen geben. Kein Hautleiden verlangt so wie dieses eine persönliche, dem Fall angepaßte Behandlung.

Hier heißt es: Ausprobieren, was jedem am besten tut, und vor allem: sehr viel Geduld haben. Nur bei äußerster Geduld und bei größter Gewissen- Hastigkeit wird das liebel sich beffern.

Wichtig ist cs, die Gesichtshaut regelmäßig von den fettigen Taladrusen-Absonderungen zu reinigen, ohne dabei die Haut zu stark zu entfetten und aus- zutrocknen. Hier muß jeder für sich die goldene Mittelstraße finden.

Die fettige Gesichtshaut ist die einzige, die mit Seife in Berührung kommen darf Man wasche sich also einmal täglich nicht mehr! mit Wasser und Seife, und zwar bekommen den meisten Menschen ganz heiße Laschungen sehr gut. Tags- über trage man reichlich einen möglichst stumpfen Tagescreme, oder eine vom Arzt verordnete Salbe aus und pudere darüber hin. Für glänzende oder rote Naien gibt cs eigene Cremes, die besonders stumpf sind. Wenn der Glanz wiederkommt. frisch pudern.

Einmal täglich tpuß das Gesicht «orgfoltig gerei­nigt werden. Man entfernt die schicht von Puder, Creme. Staub- und Hautfett (bester Nährboden für Bakterien) gründlichst mit Reinigungscreme und betupft das Gesicht mit einem ganz leicht alkoho­lischen Gesichtswafier. Jetzt kann man von neuem stumpfen Tagescreme und Puder auftragen. Am Abend muß man nach der Reinigung das Gesicht mit Gesichtsspiritus betupfen. Hier probiere jeder aus am heften mit Hilfe des Arztes was ihm bekommt'

und der Gemeinden rund 300 Kriegs­blinde im Beamten- und 2t n g c ft e 11» tcnverhältnis beschäftigt seien Sie seien nicht nur in der reinen Verwaltung, sondern auch im Bereich der Rcichspost, der Reichsbahn, der Justiz usw. tätig. Weiter seien Kriegs­blinde in freien Berufen tätig und ständen überall voll und ganz ihren Mann. GS bleibe jedoch immer noch viel zu tun übrig Aber bei der gegenwärtigen Krise sei eS nicht so leicht, überall schnelle und wirksame Hilfe zu schaffen.

Bunbtslagung de, Deutschen Oflbunbes.

Der Deutsche 0 ft b u n b hielt in Berlin seine Bundestagung ob, die von Vertretern seiner rund 500 Ortsgruppen und angclchlossenen Organisatio­nen aus allen Teilen des Reiches -zahlreich befuchk mar Die Bundesversammlung nahm cm« Eni schließung an, in der es heißt: Der Deut'che Oft bun-,stellt mit tiefster Besorgnis die großen Ge­fahren fest, die Ostpreußen und anderen Teilen des Reiches sowie dem zu Unrecht vom Reiche los- gerissenen F r e i st a a t Danzig von polnischer «eite drohen. Er macht auf die Gefahr für den Weltfrieden aufmerffam die in der unausgesetzten militärischen Aufrüstung Polens und In feiner Militarisierung auch der Zioilbevolksrung, einschließlich der Frauen und der Jugend, liegt. Er fordert, daß diesem verderblichen Treiben durch Be­scheisse auf der Abrüstungskonferenz in (Beni ein. Ende gemacht wird. Der Jahresbericht gab ein umfassendes Bild von der Tätigkeit des Ostbundes auch bmfichtlich der Aufklärung über die Bedeutung der Ostsragcn im In. unj> Auslande durch fort­gesetzte Publikattonen und Wanderausstellungen.

Tagung der Uotgemelnschaft der deutschen Wissenschaft In Graz.

Die Rvtgemeinschaft der deutschen Wissenschaft ist unter dem Vorsitz ihre- Präsidenten. des Reichstagsabgeordneten Lobe, zu ihrer dies- zährigen Tagung zusammengetrcten, in der ins­besondere darüber beraten wird, welche öster­reichischen Forschungsprojekte von der Rotgemeinschast unterstützt werden sollen. Die Teilnehmer wurden von dem Rektor der Grazer Universität Dr. Rintelen und dem Rektor der Technischen Hoch'chule Dr. Dort sch willkommen geheißen Im Phpsikalischen Institut der Univer­sität wurde eine von der Rotgemeinschast gewid­mete, von dem Hamburger Bildhauer Wilhelm Reh auSgesührte Düste des bei einer grönländi­schen Forschungsreise ums Leben gekommenen Grazer Universität-Professor- Dr. 2. W e g e n c r in Gegenwart der Witwe und der drei Schwestern detz Dcrstorbenen enthüllt. Professor Dr. Benn­dorf hielt die Gedenkrede, woraus Staatsminister a. D. L- ch M I d t - O 11 die Düste der Grazer Uni­versität übergab. Der Rektor dankte der Deutschen Rotgemeinschaft für bic Ehrung.

Oskar Vaubmanns Erlebnisse In der Kriegsgefangen­schaft.

Der frühere Feldwebel de» nach Ibjähriger Kriegsgefangenschaft in sein Heimatstädtchen En- bingen im Kaiserstuhl zurückgekehrten Kaspar Daubmann hatte ihn in Ehiasfo abgeholt und berichtete jetzt über die Kriegsgefangenschaft DaubmannS. Danach geriet Daubmann 1916 ver­wundet in französische Gefangenschaft und wurde nach einem Fluchtversuch, wie bereits berichtet, zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, die er i m Fort Constantin in Algier zu verbüßen hatte. Wegen seiner guten Führung wurde ihm nach vierjähriger Einzelhaft eine mil­dere Behandlung zugebilligt, und zwar hatte er beim Dau von Wegen mitzuarbeiten. Die besonderen klimatischen Verhältnisse bei Tage 40 bis 60 Grad Celsius, des Rachts bittere Kälte forderten unter den Wegearbeitern man­ches Todesopfer. Zum Arbeitsplatz wur­den die Sträflinge an Händen und Füßen gefesselt geführt. 3m letzten 3ahr endlich konnte Daubmann ungefesselt sich innerhalb ber Postensperrkette bewegen. 3m Dezember 1931 gelang es Ihm, sich cm Pferd zu beschaffen und die Flucht zu ergreifen. Er ist so lange un­unterbrochen geritten, bis das Pferd unter ihm zusammenbrach. Dior Monate lang lebte der Flüchtling nur von Datteln. Orangenund Zitronen. AIS er bann bie nordafrikanische Küste bei Tunis erreichte, kletterte er nachts an Dord eines italienischen Damp­fers, dessen Kapitän auf Ditten des Flüchtlings von einer Benachrichtigung der Polizei Abstand nahm. Daubmann hat sich dann biS Reapcl bet­telnd durchgeschlagen.

Dienststrafverfahren gegen den Rektor der Technischen Hochschule vraunschweig.

Aus Veranlasiung des Braunschweigischen Staats- Ministeriums wurde gegen den Rektor der Tech- nilchen Hochschule, Pros. Dr.-Ing. Otto Schmitz das förmliche Dienststrasoerfahrcn mit dem Ziele der Dienstentlassung wegen Verstoßes ge­gen Paragraph 13 des Staatsbeamten- ge s e tz e s eingeleitet. Gleichzeitig wurde Prof, schwitz bis zur rechtskräftigen Entscheidung von dem Amte eines Rektors der Technischen Hochschule und eines Hochschulprofessors enthoben. Pro­fessor Schmitz soll sich schwerer Verstoße gegen den Paragraphen 13 des Staatsbeamtengesetzes schul- drg gemacht haben, der die Beamten oerpslichtct, Gesetz und Verfassung zu achten und in. und außer­halb ches Dienstes die Wurde ihres Amtes zu wah ren. Wie die Braunschweiger Neuesten Nachrichten erfahren, liegen der Einleitung eines Dienststraf­verfahrens gegen Prof. Schmitz politische Mo­tive nicht zugrunde. Die Grunde sollen allein sachlicher Art sein. Prof. Schmitz befindet sich seit Anfang des Monats auf einem längeren Urlaub. Nachfolger des derzeitigen Rektors wird der Dirck- tor des Botanischen Instituts Prpf. Dr. Gustav Gahna.

Schwere Zusammenstöße an der wiener Universität.

In der H o ch s ch u l e f ü r W e l t h a n d e l kam es zu Zusammenstößen zwischen nationalsozialistischen und sozialdemokratischen Hörern. Das Rektorat führte daraufhin Ccgitimationszwang ein Zu ähnlichen

Mitesicr und Pickel müllen ausgedruckt werden, aber möglichst nicht allein daran brrumquetidxn! Das gibt . hr häßliche rote Flecke, die oft wochen­lang das Gesicht verunzieren, Rur der Arzt oder ftn Schonh,us'achverstandiger wiffen, wann em Pickel rei' ift. Da man aber nicht wegen icbes Pickels zum Arzt gehen kann, joll man wenigstens vorsichtig und tauberen Fingern arbeiten Dampigesichtsl'äder erleichtern das Entfernen der Mitssfer.

Man soll stets daran denken, daß Pickel zwar harmlos, ober ansteckend find' Darum nach der Be­handlung immer mit Gesichtsspiritus desinfizieren. Statt der Puderquaste benutze man lieber Watte, die man zedesmal erneuert! Die gebrauchte Watte gleich fort tun' Nicht die Puderdose verborgen, sie auch nicht von anderen Ausleihen.

Höhensonne kann oft von Nutzen sein, aber nur in der Hand des Arztes.

Die tägliche Gesichtspflege erfordert viel Geduld, ist aber unerläßlich Sie ist dte beste Vorbeugung vor Mitessern und Pickeln, und nur größte Ge­wissenhaftigkeit führt hier zum Ziel. Die fettige Haut braucht Creme und Gesichtswasier zur Reinigung, man kann Arztkosten sparen, wenn man durch Pflege vorbeugt

Man achte stets auf regelmäßige Verdauung Die kleinste Vernachka'sigung kann zur Sünde werden, die sich rächt. D.at (Obst, Gernule, Vollkornbrots, Bewegung in sri'cher Luft, mäßiger Sport, tun . hierbei gute Dienste.

Wer tiber glänzende Gesichtshaut. Mitesser und Pickel klagt, sollte immer seine Kopshaut beobachten. Meist wird sie fettig sein, oder es finden sich ver­nachlässigte Schuppen. Allo schleunigst behandeln, denn bei ungepflegter Kopihaut wird man niemals eine reine, zarte Gesichtshaut erzielen.

(Sommerfafyrplan der Krastpostlinie Gießen-Gambach.

Dom Postamt wird' uns mitgeteilt Der Herr Minister des Innern hat den von der Direktion der Butzbach- Licher Eisenbahn gegen die Er­weiterung der Kraftpostlinie Gießen G a m b a ch erhobenen Einspruch als unbegründet lurüdgctoicfcn. Ab 1 Juni werden die Orte Dorf -Gill. Eberstadt. Oberhörgern und die Haltestellen Abzweig Kloster Arnsburg und Abzweig Münzenberg in die Kraftpost Gießen Gambach einbezogen. Dio Linie hat dadurch für die Verkehrsbeziehun- gen der Stadt Gießen eine günstige Aenderung erfahren. Rach der Aushebung des Finanzamts Butzbach sind die vorgenannten Orte dem Dienst­bereich des hiesigen Finanzamts zugeteilt wor­den. Runmehr ist auch dem erhöhten Verlangen dieser Orte nach einer besseren Derbindung mit Dießen Rechnung getragen worden Don den Ausslüglcm wird die Möglichkeit, künftig täglich vor- und nachmittags bis in die Rähe der be­liebten Ausflugsorte Kloster AmSburg und Burg Münzenberg mit der Kraftpost fahren oder zurück- reifen au können, gewiß freudig auf genommen; denn diese Ausflugsorte waren biSber von Gießen nur mit Umständen zu erreichen. Die Fahrpreise sind wegen der kürzeren Fahrstrecke billiger, als sonst.

Gjetzcncr Wochcnmarktpreise.

Gießen, 31. Mai. Auf dem heutigen Wo­chenmarkt kosteten; Süßrahm- und Landbutter je 130 Pfennig das Pfund. Kochbutter 100, Matte 25 bis 30. Wirsing (neuer) 20, Gelbe Rüben (neue) (Bund) 18 bis 20. Rote Rüben. Spinat. Römisch- kohl, Mischgemüte je 10 biS 12. Spargel 30 bis 60, Erbsen 30 bis 35. Tomaten 60 bis 70, Zwiebeln 15. Meerrettich 30 bis 60. Rhabarber 8 biS 10, Kartoffeln 41/?. Aepfel 10 bis 20, Dörrobst 25 bis 30, Kirschen 60 bis 70, Erdbeeren 160 bi» 200, Honig 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80. junge Hähne 80 bis 90; Taubcrn, daS Stück 50 bis 70. Käse 5 bis 10. Eier 7 (10 Stück 65). Blumenkohl 30 bis 70. Salat 8 bis 10. Salatgurken 40 bis 60. Ober-Kohlrabi 10 bis 15. Lauch 5 bis 10, Rettich 15 bis 20, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pfennig; Kartoffeln, der Zent­ner 3,80 bis 4,00 Mark.

Bornotizcn.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater. 20 bis 22.30 Uhr. .Volk in Rot" Gießener Studentenhilfe. 20.30 Uhr. ReueS Stu­dentenhaus. ordentliche Mitgliederversammlung. -- RSDAP. (Safe Leib. 20.30 Uhr, Dersamm- lung. DDA., 20 Uhr, .Zum Andres", Dvrtrag überDie Lage in Oesterreich und an der unteren Donau". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Fa­milie Raffke gibt einen Ball".

Aus dem Stabttbcatcrburcau wird uns geschrieben: Heute, Dienstag, als letzte Vor­stellung der Spieljcü Wiederholung des Schauspiels Volk in Not", ein deutsches Heldenlied von Karl Schönherr. Die heldenhaften Kämpfe der Tiroler unter Andreas Hofer gegen die napoleonifche Fremdherrfchaft bilden das Thema des Stuckes, das von jeher einen bedeutsamen Erfolg der Büh­nen darstellte. Die Aufführung steht unter der Spielleitung Peter F a s s o 11 s. Die Intendanz hat für diese letzte Vorstellung kleine Schauspielpreise angesctzt. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Eine Versammlung der RSDAP. findet heute um 20.30 Uhr im Gase Leib statt. Redner: Graf Solms und Dr. Blank. (Siehe heutige Anzeige.)

Von unserer Garnison. Unser Da- taillon wird morgen. Mittwoch, um 122 Uhr vom hiesigen Bahnhof aus nach Ohrdruf ab* fahren. Aus dem Truppenübungsplatz Ohrdruf wird cs Hebungen im Bataillons- und im Re- gimcntsvcrband mit den anderen Formationen des Inf.-Rcgts. 15 abhalten. Am 27. 3uni wird das Bataillon hierher zurückkehren.

Maienblafen. Das letzte diesjährige Maiendlafen findet heute. Dienstag. 19 Uhr, vom Turme der 3ohanncskirchtz aus statt. ES werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Wenn ich.

o Schöpfer, deine Macht 2 Gott grüße dich. 3. Deutfchland. Deutfchland über alles

" Der D a 11 e r i d>" in Gießen! Man schreibt uns Da fchon rege Rachfrage noch Karten zu der Bencllzvorstellung der Mitglieder unteres Stadttheaters am Samstag 4 3uni. ein* gefetzt hat. wird gebeten, sich um die Platz­karten rechtzeitig zu bemühen 3m 3ntereffe der Gießener Ge'cha'tswelt beginnt die Vorstellung nicht wie üblich um 20 Uhr fondern erst 2015 Uhr Die bekannte hettifche Lokalpvtte wird von Heinrich Hub iNfzenicrt Das getarnte Schaufpielperfonal wird sich in dieser Vorstellung von seinen Theaterfreunden für die Sommer­monate verabschieden Mit Heinrich Hub als Datterich und dem fpnfugen Drum und Dran wird das Publikum an biefem Abend drei lachfrohe Stunden genießen

Skagerrak-Gedenkstunde desMa- rine-Vereins Gießen- Am Samstagabend vereinigte der Marine-Verein Gießen feine Mit­glieder und eine Anzahl Gäste ,m Heim der Kameradschaft am Wihmarer Weg zu einer Gedenkstunde anläßlich des Jahrestages der See- chlacht am Skagerrak Die Veranstaltung war Io stark betucht, daß der Saal des Heims über­füllt war Der Vereinsvvrtitzende Link entbot zunächst den Willkommengruß des Veretnsvor- standes. insdelondere an den Vertreter des Ofh- zierkorps. Oberleutnant 3 o r d a n. ferner an eine Abordnung des Unterofflzierkorps und der Mannfchasten unteres Bataillons, außerdem an einige weitere Ehrengäste Hierauf würdigte er die heldenhaften Leistungen der deutschen Kriegs­flotte in der Schlacht am Skagerrak Er gab dabei ein Vild von ber großen militärischen und technischen Bedeutung dieser Waffentat. wie auch von dem Heldentum der Besatzungen unterer Schiffe. Anschließend übermittelte Oberleutnant Jordan die Gruße des Bataillonskomman- deurs. des Offizierkorps und des Bataillons, wobei er die innige kameradschaftliche Zusammen­gehörigkeit der aktiven Soldaten mit den alten Kämpfern der Weltkriegsasinee und der alten Flotte hervorhob Rach einem Prolog hielt Herr H a s f e l b a ch einen aufschlußreichen Vortrag über ..Die Unterseeboote während des Welt­krieges". Der Redner machte zunächst mit den Anfängen deS Tauchbootbaues bekannt, gab so­dann ein Bild von der Entwicklung dieser Waffe über die verschiedensten Stadien hinweg bis zu dem Tauchboottyp beim Ausbruch des Welt­krieges und beim Ende des großen Ringens zu Lande und zu Wasser. Man lernte bei diesen Darlegungen nicht nur in technischer Hinsicht mancherlei wertvolle Einzelheiten kennen, sondern bekam auch einen starken Eindruck von dem ent- faaungsvollen, schweren und außerordentlich ge­fährlichen Dienst unserer blauen Jungen auf diesem Kriegsfahrzeug D>e zur Erläuterung de« Vortrages gezeigten Lichtbilder waren sehr auf- fchlußreich und konnten durch gute technische Vor­führung wefentlich zur Belehrung der Zuhörer beitragen Dem Vortragenden wurde für seine interessanten Darlegungen mit herzlichem Beifall gedankt- Eine kleine Hauskapelle bereicherte den Abend mit schneidigen musikalischen Vorträgen.

AuS dem Zuge gestürzt. Gestern er­eignete sich auf dem Bahnhof Großen-Lin- d e n bei der Einfahrt des PersonenzugeS um 18.28 Uhr aus Richtung Frankfurt ein UnglückS- fall, bei dem eine Frau zu Schaden kam. Mit dem Zuge fuhr die in Grohen-Linden wohnhafte Frau Marie Menges, die etwa 100 Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof schon die Abteiltüe öffnete, anscheinend um im Bahnhof bei dem Zugaufenthalt von nur einer Minute schnell auS dem Wagen herauskommen zu können. 3nft>Igc des frühzeitigen Oeffnen« der Tür stürzte sie aber au« dem fahrenden Zuge heran» und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, sowie Verletzungen an beiden Knien. Die bedauernswerte Frau wurde zunächst nach ihrer Wohnung und dann nach erster ärztlicher Hilfeleistung von der herbei- gerufenen Gießener Freiwilligen SanitätSkolonne vom Roten Kreuz der Ehirurgischen Klinik in Gießen zugeführt.

Freie Lehrer st elfen. Erledigt sind je eine Stelle für einen evangelischen Lehrer an den Volksschulen in Obbornhofen (Dienstwohnung wird demnächst frei), in Weiterhain (Dienst- wohnung ist frei) und in Münzenberg (Dienst­wohnung ist vorhanden).

welkere Lokalnachrlchten im 2. Blaff.

Wettervoraussage.

Die nach Polen abziehende Störung läßt an ihrer Rückseite durch die Zufuhr kühler Luft noch wech­selhaftes Wetter mit einzelnen Regensallen auf­treten. Da wir in den Bereich des Zwischenhochs kommen, ist wohl eine vorübergehende Befserung zu erwarten. Sie wird jedoch nicht von langer Dauer (ein, denn die neue Atlantikstörung schiebt ihre Warmluft vor und wird neben Erwarmung und Barometerfall wieder Bewolkungsaufzug und Niederschläge verursachen.

Aussichten für Mittwoch: Wärmer, nach vorübergehender Besserung wieder Bewolkungs« Zunahme und auskommendc Niederschläge.

Aussichten für Donnerstag: Milde» und meist wolkiges Wetter mit einzelnen Nieder­schlägen

Lufttemperaturen. Am 30. Mai: mittags 14,9 Grad, abends 13,5 Grad: am 31. Mai: morgens 12,3 Grad Celsius. Maximum 14,9 Grad, Minimum 12,0 Grad Niederschläge 0,1 mm. Erdtempera- turen in 10 cm Tiefe. Am 30 Mai: abends 14,8 Grad; am 31. Mai: morgens 12,8 Grad Celsius.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag- nachmittag geschloffen.

Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

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Von Mittwoch, dem 1. Juni bis Samstag, den 4. Juni auf alle Waren (mH Ausnahme weniger Artikel) doppelte Rabattmarken! Auf Wunsch statt Rabatt bei Einkauf für 2 RM ein schöner Dessertteller, bei Einkauf für 3 RM eine feine Tasse mit Untertasse aus echt bayerischem QualitSts-Porxellan.

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