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nachgekommen sind. Wie auch in anderen Län­dern wird dem aktiven Militär die Ausübung des Wahlrechtes entzogen. Aeu ist, daß auch die Polizei, die Gendarmen, die Zollwächter und die Feuerwehr, sowie alle militärisch organisierten Verbände, auf die sich bisher der Regierungs- kandidat zu stützen pflegte, nicht an den Urnen erscheinen dürfen. Ferner wird das Wahlrecht den geistlichen Orden, die ein besonderes Gehorsam- keitsgclübde abgelegt haben (Jesuiten), entzogen, und schließlich dürfen auch die Gewohnheitsver­brecher, Landstreicher und Analphabeten nicht wählen. Da nun mehr als 70 Pro­zent aller Brasilianer (eingeschlossen die der Kultur noch nicht zugänglichen Gebiete) An­alphabeten sind, so ist trotz seiner demokratischen Fassung das neue Wahlrecht doch nur auf einen geringen Teil der Bevölkerung beschränkt. Die An­alphabeten werden nun gedrillt, wenigstens ihren Aamen und Wohnort schreiben zu lernen, damit sie sich in die Listen eintragen können. Hier blei­

ben die Tore für zahlreiche Mißbräuche offen. Als einziger von allen südamerikanischen Staaten hat Brasilien auch das Frauenwahlrecht unter starken Einschränkungen vorgesehen. Die Ehefrau als solche bleibt vom Wahlrecht aus­geschlossen. Dagegen erhalten ledige Frauen und Witwen, auch Fabrikarbeiterinnen und Dureau- angcstellte, ober nur, wenn sie über Ersparnisse oder Eigenbesih verfügen, über das sie einen Nachweis führen können, das Recht, an die Urnen zu gehen. Das imDiario Oficial" publizierte Wahlgesetz der Regierung erregt in allen Kreisen das größte Interesse, stößt jedoch auch auf Wider­spruch und dürfte durch Zufahanträge in den Kammern leichte Abänderungen erfahren. Sollte cs endlich gelingen, stabile Verhältnisse zu schaffen und der Krise, die sich auch im gesellschaftlichen Leben bemerkbar macht, Herr zu werden, so stehl Brasilien bei feinen un­erschöpflichen Reichtumsquellen eine blühende Zukunft bevor.

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Sranffurfer produkienmarkt.

Das Geschäft war im allgemeinen klein, die Stimmung aber nicht unfreundlich. Lebhafter war der Handel in Auslandweizen, nachdem die end­gültigen Bestimmungen über dieHühnerweizen- Aktion" bekanntgegcben worden sind und der freie Handel bei der Einfuhr dieses Weizens eingeschaltet worden ist. Bekanntlich sind zunächst 200 000 Tonnen zugestanden worden, von denen der deutsche Handel bereits gut ein Drittel er­worben hat.

D'.e Tendenz am inländischen Weizenmarkt war weiter fest, da das ersthändige Angebot in­folge der Feldarbeiten der Landwirtschaft weiter sehr gering war und die Mühlen Kaufneigung be­kundeten, obwohl das Mehlgeschäft keine nennens­werte Belebung erfahren hat. Der Preis für Inlandweizen zog erneut um 7,50 Mark per Tonne auf 275 bis 277,50 Mark an.

Am Roggenmarkt haben sich auch in dieser Woche keine Veränderungen ergeben. Von der halbamtlichen Stelle wird weiterhin Russenroggcn abgegeben, während das inländische Angebot nach wie vor gering blieb. Bei ruhigem Handel blieb die amtliche Notiz mit 225 Mark per Tonne unverändert.

Der Absatz an Hafer und G e r st e war weiter schleppend, doch blieben die Preise hier unverändert, während anderwärts leichte Rück­gänge zu verzeichnen waren. Braugerste hatte weiter feste Tendenz, aber ruhiges Geschäft. Sommergerste für Drauzwecke notierte unverän­dert 195 bis 200 Mark, Hafer ebenfalls unver­ändert 165 bis 172,50 Mark je Tonne.

Dos Anziehen der Preise für das Rohprodukt veranlaßte die Mühlen, die Preise für W e i z e n- m e h l um etwa 0,50 Mark heraufzusetzen. Der Absatz blieb aber weiterhin nur auf die Deckung des Tagesbedarfes beschränkt. Für Roggen- m e h l gingen die Preise dagegen erneut um 0,25 Mari zurück. Es i stierten: Weizenmehl südd. Spezial 0 mit Aus tau schweigen 39,65 bis 40,50 Mark, do. Sondermahlung 38,90 bis 39,75, Wei­zenmehl Niederrhein. Spezial 0 mit Austausch­weizen 39,50 bis 40,25, do. Sondermahlung 38,75 bis 39,50, Roggenmehl 70 prozentige Ausmahlung 28,50 bis 30 Mark, alles je 100 Kilo.

Das Geschäft in Kraftfuttermitteln hat in dieser Woche eine merkliche Beruhigung er­fahren, wobei man auf die in nächster Zeit ein- setzende Grünfütterung verwies. Für sofort greif­bare Ware blieben die letzten Preise zwar gut behauptet, während für Lieferware billigere Ge­bote abgegeben wurden. Weizen- und Roggen­kleie stellten sich auf je 11 Mark per 100 Kilo.

Am Kartoffelmarkt war die Haltung matt. Industriekartoffeln hiesiger Gegend gingen um weitere 0,10 Mark auf 3 Mark per 50 Kilo bei Waggonbezug zurück.

Wochenbericht vom Frankfurter Gchtachtviebmarkt. Am Frankfurter Schlachtviehmarkt ergaben sich in der vergangenen Woche nur unwesentliche Verände­rungen. Der Auftrieb war im allgemeinen ziemlich unverändert auch die Preise blieben auf dem Niveau der Vorwoche meist behauptet.

Am Rindermarkt war der Auftrieb mit 1448 Stück, gegen 1436 Stück in der Vorwoche, fast gleich. Nach mittelmäßigem Geschäftsgang wurde nahezu ausverkauft. Während Bullen und Kühe um je 1 Mk. anzogen, blieben Ochsen und Färsen nur knapp ge­halten. Ochsen al) 31 bis 34, a2) 27 bis 30, bl) 23 bis 26. Bullen a) 28 bis 32, b) 23 bis 27. Kühe a) 26 bis 28, b) 23 bis 25, c) 16 bis 22. Färsen a) 31 bis 34, b) 27 bis 30, c) 23 bis 26.

Auch am Kälber markt blieb der Auftrieb mit 1690 Stück fast unverändert. Die Nachfrage hat eine leichte Besserung erfahren, so daß trotz erhöhter Preise der Markt glatt geräumt wurde. Kälber a) 0, b) 41 bis 45, c) 36 bis 40, d) 30 bis 35.

Der Schafmarkt wurde bei unveränderten Preisen ausverkauft. Der Auftrieb betrug 187, gegen 148 Stück. Schafe al) Weidemast 30 bis 32, b) mittlere Mastlämmer 24 bis 29.

Die stärkere Beschickung des Schweinemark­te s, die mit 5421 nahezu um 500 Tiere größer war, verursachte einen Preisfall von 3 Mark. Das Ge­schäft war während der ganzen Woche sehr ruhig. Schweine a) 37 bis 39, b) 34 bis 37, c) 34 bis 37, d) 33 bis 36, e) 30 bis 33, f) 0, g) Sauen 28 bis 31.

* Steuerfreie Reichsbahnanleihe. Dis zum 25. April einschl. wurden insgesamt 248,4 Mill. Mk. der steuerfreien Reichsbahnonleihe 1931 gezeichnet. Davon sind bis zum gleichen Zeit­punkt 135,0 Mill. Mk. eingezahlt worden, das sind insgesamt 54,3 v. H. des Zeichnungsbetrages.

Berlin leicht abgeschwächt.

B e r I i n, 30. April. (WTB. Funkspruch.) Die heu­tige Wochenschlußbörse eröffnete, den Erwartungen des Vormittags entsprechend, in abgeschwächter Haltung. Man hatte aber auf Grund des wieder schwachen Neuyork mit stärkeren Kursrückgängen ge­rechnet und wurde daher bei Festsetzung der ersten Notierungen angenehm enttäuscht. Man legte das Hauptgewicht heute auf die politische Situation, die durch die demnächst wieder beginnenden Bespre­chungen in Genf etwas optimistischer beurteilt wurde. Die bedrohliche Haltung in Japan, die Schwierig­keiten in Dänemark, die Derhandlunaen über die Reorganisation der Cosach, die trotz größter An- strengunaen ausbleibenden Erfolge der amerika­nischen Ankurbelungspolitik usw. fanden weniger Beachtung, zumal die Börse gestern stark realisiert hatte und heute eher Neigung zu Neuengagements bekundete, da man wieder mit einem festeren Kassa­markt rechnen zu können glaubte. Infolge des frühe­ren Börsenbeginns war der Ordereingang bei den Banken allerdings zunächst gering. Im allgemeinen wiesen die ersten Kurse Rückgänge von 0,5 bis 1,5 o.H. auf, wesentlich schwächer und bis zu 4,75 o.H. gedrückt lagen nur Westeregeln, Conti-Gummi, HEW. und Elektrische Lieferungen. Auch Chade-Aktien fielen mit einem Verlust von 3 Mark auf. Anderseits konnten sich Niederlausitz Kohlen um 2 d. Sy, Akku­mulatoren um 2,5 v. Sy und Hamburg-Süd um 3,5 v. Sy bessern. Bei letzteren stieß eine Bestenskauf- order von Niederlausitz auf Materialmangel. Nach den ersten Kursen blieb das Geschäft weiter klein, es setzten sich aber bei anhaltenden Deckungen über­wiegend Er h o l u n g e n bis zu 0,5 v. H. durch.

Am Anleihemarkt war das Geschäft heute ruhiger, als an den Vortagen, und die Tendenz neigte eher zur Schwäche. Die geplante Auflegung einer steuer­freien Prämienanleihe zgm Zwecke der Arbeits­beschaffung, die nur im Rahmen des Wirtschaftspro­gramms der Reichsregierung gedacht ist, war Stö­rungsmoment. Deutsche Anleihen neigten zur Schwäche. Jndustrieobligationen hatten uneinheitliche Tendenz. Reichsbahnvorzugsaktien und Reichsfchuld- buchforderungen büßten je zirka 0,5 v. H. ein. Von Auslandrenten waren Zolltürken etwas rückgängig.

Im weiteren Verlaufe trat ein merklicher Stim­mungsumschwung ein, der seinen Ausgang vom Markte der AEG.-Aktien nahm. Hier drückten angeb. lich Auslandabgaben, die m'an mit französischen Baissemanövern in Zusammenhang brachte, auf den Kurs, der um 3 v. Sy nachgab. Die übrigen Werte gingen daraufhin ebenfalls wieder unter Anfangs- niveau zurück. Außer den Kaliwerten waren noch Siemens, Farben und Reichsbank etwas stärker

attackiert. Nebenwerte lagen dagegen widerstands- fähiger.

Der Geldmarkt war am heutigen Ultimo rela­tiv leicht. Tagesgeld gleich Geld über Ultimo stellte sich auf 5,75 v. H. und darüber, Prioatdiskont unver­ändert 4,90 v. Sy in der Mitte.

Frankfurt unsicher.

F r an k f u r t a. M. 30. April. (WTB. Drahtmel­dung.) Obwohl vom Ausland meist schwache Kurse gemeldet wurden, zeigte die Wochenscylußbörse bei Beginn zwar ein ruhiges, aber nicht u n - freundliches Aussehen. Die Spekulation be- kündete nach den gestrigen Abgaben heute wieder etwas Deckungsneigung, so daß gegen die niedrigen vorbörslichen Kurse meist kleine Erhöhungen zu ver­zeichnen waren, zumal man in der innerpolitischen Situation etwas klarer sehen wollte. Bei sehr ge­ringer Umsatztätigkeit lagen aber die ersten Kurse sehr uneinheitlich. So eröffneten IG.-Farben nur knapp behauptet, während Reichsbankaktien 1 v. Sy, Gesfürel 1,75 v. Sy und Zellstoff Waldhof 1 v. Sy anzogen. Niedriger lagen auch Siemens mit 1,5 v. H., Holzmann, Zement Heidelberg und Schiffahrtswerte, die bis zu 1 d. Sy nachgaben. Auf plötzliches Angebot in AEG. wurde die Stimmung später sehr unregelmäßig und allgemein schwä­ch e r. AEG. gingen von 25 auf 22 v. H. zurück, auch die übrigen Werte lagen überwiegend bis zu 1,5 v. H. niedriger. Im Verlaufe war die Haltung weiterhin unsicher, doch konnten sich einige Werte wieder leicht erholen. AEG^ IG. und Siemens gewannen etwa 1 v. Sy zurück. Das Geschäft stagnierte aber fast vollkommen.

Am Rentenmarkt verloren Gold- und Liquida­tionspfandbriefe 0,5 bis 1 v. H. Reichsschuldbuch­forderungen 1 v. Sy Don den deutschen Anleihen Altbefitz 0,5 v. H., Neubesitz konnten dagegen 0,13 v. H. anziehen.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 1. Mai, von 19.30 bis nach 22.30 Ähr: Die schöne Helena. Montag. 2. Mai, von 20 bis 22.30 Ähr: Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Diens­tag, 3. Mai, von 20 bis nach 22.30 Ähr: Rund- funfcilcbcrtragung: Macbeth. Mittwoch, 4. Mai, von 19.30 bis nach 22.30 Ähr: Die schöne Helena. Donnerstag, 5. Mai, von 17.30 bis nach 22.45 Ähr: Die Meistersinger von Nürnberg. Freitag, 6. Mai, geschlossen. Samstag, 7. Mai, von 20 bis 22.45 Ähr: Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Bajazzo. Sonntag, 8. Mai, von 18 bis ge­gen 22.30 Ähr: Der Ring des Nibelungen. Erster Tag: Die Walküre.

Schauspielhaus. Sonntag, 1. Mai, von 20 bis nach 22.30 Ähr: Der Raub der Sabinerii^,- nen. Montag, 2. Mai, von 20 bis nach 22.30 Ähr: Der Raub der Sabinerinnen. Dienstag, 3. Mai. von 19 bis nach 24 Ähr: Faust I. Teil. Mittwoch. 4. Mai, von 20 bis nach 23 Ähr: Torquato Tasso. Donnerstag, 5. Mai, von 17 bis nach 22 Ähr: Faust I. Teil. Freitag, 6. Mai, von 20 bis nach 22.30 Ähr: Der Raub der Sabinerinnen. Sams­tag, 7. Mai, von 20 bis 23 Ähr. Äraufführung: Zero. Sonntag, 8. Mai. von 20 bis 23 Ähr: Zero.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

$. $. 100. Geschwister find gesetzlich nicht verpflich­tet, für einen Bruder zu sorgen: es ist einerlei, ob dieser verheiratet ist oder nicht. Hat die Stadt für Ihren Bruder Unterhalt geleistet, so können die Ge­schwister für irgendwelche Auslagen der Stadt nur dann herangezogen werden, wenn sie der Stadt Bürgschaft geleistet haben. Ein solches Verlangen kann jedoch die Stadt nicht stellen.

Um die Fußballmeisterschaft in Westdeutschland.

Schalke 04 Borussia Fulda in Köln.

Neben einer Reihe anderer entscheidender Spiele im Derbandsgebiet des DFB. findet am morgigen Sonntag der Kampf um die Meister­schaft von Westdeutschland, der Kamps um das Grün-Weiße Band in Köln statt. Dem Spiel sieht man besonders in Hessen-Hannover, nicht zuletzt aber auch in unserer Stadt, in Gießen, mit beson­derem Interesse entgegen. Die Borussen, eine sympathische Mannschaft, die hier immer gern ge­sehen wurde, steht im Wettspiel um die West­deutsche Meisterschaft und beschließt vorläufig da­mit eine Reihe von Erfolgen mit einem Kampf, der der Mannschaft viel Ansehen verschafft, auch dann, wenn sie, wie man sicher annehmen darf, sich ehrenvoll aus der Affäre zieht. Die besseren Aussichten liegen, das kann nicht verschwiegen werden, bei Schalke 04. In den Borussen wird der Titelverteidiger allerdings keinen leichten Gegner vorfinden. Das Spiel, dem man über das Gebiet des Westdeutschen Spielverbandes mit lebhaftem Interesse entgegensieht, wird darüber entscheiden, ob die Mannschaft von Schalke auch weiterhin ihre bisher unangetastete Vormacht­stellung in Westdeutschland behaupten wird.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Liga in Gladenbach

Am kommenden Sonntag, bzw. am Samstag hat die Spielvereinigung 1900 alle Fußball­mannschaften im Spielfeld. Wenn alle Gegner, die verpflichtet wurden, antreten (bzw. wenn alle Mannschaften der Spielvereinigung antreten), dann sind es einschließlich der 2. Handballelf nicht weniger denn zehn Spiele, die auszutragen sind.

Die Liga bestreitet bereits am Samstag ein Freundschaftsspiel in Gladenbach. Gegner ist die 1. Mannschaft des dortigen Vereins, die in der vergangenen Saison gegen eine durchaus nicht zu unterschätzende Konkurrenz von tüchtigen Land­vereinen die Meisterschaft der 2. Dezirksklasse Gau Marburg erringen konnte und dann nach dem Aufstieg in die 1. Bezirksklasse voraussicht­lich Gegner der Blau-Weißen in der 1. Bezirks­klasse (Verbandsspielgegner) sein werden. Es wird also nicht schaden, wenn die 1900er die Mann­schaft gleich auf eigenem Spielfeld kennenlernt, denn dann sind von vornherein in den Ver­bandsspielen Äeberraschungen nicht so leicht mög­lich. Man wird damit zu rechnen haben, daß die Gladenbacher vor heimischem Publikum gegen den zukünftigen Verbandsspielgegner keine schlechte Figur machen wollen und dementsprechend auf­drehen. Auf den Ausgang des Spieles darf man auch in Gießen gespannt sein.

Die Ligareserve trägt gegen DreihausenS I. (ebenfalls dem Gau Marburg zugehörig) ein Freundschaftsspiel aus, über dessen Ausgang kaum etwas vorher zu sagen ist. Sie 3. Mann­schaft empfängt die 1. Mannschaft von Lollar und hat damit einen Gegner vor sich, gegen den nur schwer zu gewinnen sein wird. Die Lollarer haben in der letzten Zeit eine ansprechende Leistung unter Beweis gestellt und waren stets eifrig im Kampf. Außerdem verfügen die Gäste über die nötige Erfahrung und Härte, um den 1900em bestimmt eine mindestens gleichwertige Partie zu liefern. Die 4. Mannschaft hat die 2. und die 5. Mannschaft der Spielvereinigung die 3. von Lollar zu Gast. Der Ausgang dieser beiden Spiele ist nicht vvrherzusagen.

3ugenbfpick.

Die 1. Jugend ist auf dem Walds-ortplatz des DfB. zu Gast und spielt dort gegen die 1. Jugend des Platzvereins. Die 2. Jugend spielt gegen die 1. Jugend von Garbenteich auf eigenem Platz und sollte in diesem Treffen imstande sein, einen Sieg zu erringen. Die 1. Schüler treten gegen die 1. Schüler von Garbenteich an. Die 2. Schülev empfangen auf eigenem Platze die 1. Schüler von Lollar.

BfB. Gießen.

VfB. (Ciga) Germania Marburg (Ligo).

Die kämpferische Gegnerschaft zwischen den Mannschaften der Oberliga und den dem Abstieg verfallenen DfB.ern dürfte mit dem Abschluß der Verbandsspiele kaum ihr Ende gefunden haben (wie sich erweist), sondern sich mehr in einer freundschaftlich-sportlichen Gegnerschaft fortsehen. Das ist in jeder Hinsicht erfreulich, denn auf das Auftreten der Mannschaften von Marburg, Kassel, und Fulda möchte man sicherlich auch in Zukunft nicht gerne verzichten. So weilt am Sonntag die Mannschaft von Germania Marburg in Gießen und gibt auf dem Waldsportplatz ein Gastspiel, dem man mit berechtigter Spannung entgegen­sehen darf. Die Germanen halten, zusammen mit Kurhesfen Marburg und SC. Kassel 03 den zwei­ten Platz in der Tabelle, den sie sich wohl er­kämpft haben, aber nicht mit jener Sicherheit hal­ten, mit denen sich die Borussen von Fulda den ersten erkämpften. Die beiden letzten Spiele, welche die Grün-Weißen gegen den Gegner des Sonntags auszutragen hatten, endeten beide Male mit Nie­derlagen der Gießener, und zwar (Duplizität der Fälle) mit jeweils 1:4 Toren für die Germanen. Dabei erwies sich, daß die Gießener durchaus im Feldspiel ebenbürtige Gegner waren, daß aber gleichzeitig die Schwäche der Hiesigen die Stärke der Gegner war: der Sturm. Tatsächlich verfü­gen die Gäste des Sonntags über eine druckvolle, schußfreudige Stürmerreihe, die vor dem Tore

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Franksurt a. Ml.

Berlin

Schluß^ kurs I

1-Uhr- Kurs

Schluß-1 lurS I

Ansang- Kurs

Datum

29.4

30.4.

29.4.

30.4.

6% Deultche iHetdjMnlcihe 0.1927

7% Deutsche Reichsanleihe 0.1929

60

59,75

65

Wi% Doung-Anleihe von 1930 .

52,25

52,25

_

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten.......

39,75

40

39,5

Desgl. ohne Auslos.-Rechte .

3,35

3,4

3,3

8% fielt. NolkSstaat von 1929 irtickzahlb. 102%).....

_

Cberbefien Provinz-Anleihe m

Ausios.-Rechien......

32,5

_

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1......

38,25

38

8% Franks. Hnp.-Bank öolbpfe

15 unkündbar bis 1935 . . .

76

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16

4'/;% Franks. Hyp.-Bank Liqu Psandbriese........

77,75

V/t°/o Rhe nische Hyv.-Bank-Liqu

Oolbpfe..........

77,3

_

6% Br. Landespsandbriescmstal Psandbriese R. 19.....

73,5

73

1% Pr. L andespsondbilesansial Psandbriese R io

4% Oesierretchlsche Goldrenle .

9,5

_

9,75

4,20% O österreichische Siiberren

0,4

0,9

_

4";, Ungarische Goldrente . . .

5,65

5,6

_

4% Ungarische Staatc-rente v. 191

5,7

4' .% occfll. t>on 1913 . . .

__

5% abgefl. Goldmexikaner von 99

6,5

6,13

_

4% Türkische Zollanleihe von 1911

2,2

- _

2,4

2,2

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihr Serie I

2,4

4% beSgl. Serie II.......

2,4

5°; Mumün.vcreinh.Renle v. 190!

_

4,7

4,7

4^,%Rumän.vereinh.Rentev.l9i:

8,75

4°., Rumänische vereinh. Rente .

4£

-

4,25

4,2

t y4% I. Anatolier .......

1 -

13.8

: uiu ur. u. Ml.

iJcrlu

Schluß-s kurs |

1-Uhr- Kurs

Schluß, fürs

Ansang- Kurs

Datum

29.4.

30.4

29.4.

30.4.

fiamburg-Amerika Pakei . . .

Hamburg-Südam. Dampsschtss. o

14,5

14

37

40,5

Hansa Dampsschtss . . (

23,5

Norddeutscher Lloyd.....k

14,9

14,4

14,9

14,5

A.G. sur Verkehrswesen Akt.

33

32

Berliner Handeisflesellschast . k>

82,5

83

Commerz- und Privat-Bank . 7

19,5

20

Darmstädter und Nationalbant 8

22,5

22,5

_

Deutsche Bank und

Dtsconlo-Gesellschast... 6

38,25

__

38,25

_

Dresdner Bank...... 6

22,5

_

22,5

ReichSbank........12

111

112

112

113

A.E.G............7

25,5

25

25,5

25,25

Bergmann.........9

-

19

Cleklr. LteseningSgesellschast. 10

-

56

53,5

Licht und Straft.....10

70,5

71,5

69.75

Felten & Guilleaume .... 6>/2 Geselischast für Elektrische

Unternehmungen .... v

37

36,4

36,4

53,5

55,25

54,5

54,5

Rheinische Ciekirizilät .... 9

70,5

70,75

Schuckert & (So.......11

50,5

50.5

Steinens« Halske.....14

103

104,5

102,75

Lahmeyer LCo.......12

77

76

75,25

Buderus..........4

Deutsche Erdöl.......6

22,9

22,9

58,75

58,75

Gelsenkirchener.......8

36

35,5

35

Harpener..........o

Hocjch Eisen.........6

37

36,5

27,75

27,75

Ilse Bergbau...... 10

Klöcknerwerke ........ 6

126

124,75

123

23,5

23,25

Köln-Neuessen.......6%

Mannesmann-Röhren .... 6

37,25

36,75

ManSselder Bergbau.....0

13,5

13,5

13,13

Oberschles. KokSwerke .... 8

34,5

33,5

Phönix Bergbau......4%

Rheinische Braunkohlen. , , 10

Nheinslaht * *, * * * #

18,25

153,5

18,5

154,75

18,75

153

38

83

Frankfurt a. -Ul.

Berlin

Schluß- lurs

l-Uhr- Kurs

Echiuß- furt

Ansang- Kurs

Datum

29.4.

30.4.

29.4.

30.4.

Rtedeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Olavi Minen.....16*/,

16

16,25

10,75

16,25

10,5

Kaliwerke Aschersleben ... 10

90

90

Kaliwerke Westeregeln ... 10

100

100,5

97

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

«51

147

145,5

9. ®. Färben-Industrie ... 12 Bcrein. chem. Industrie Frank-

96,25

96

97,13

96,4

suit a M...........

Scheibeanstalt.......10

125,5

-

Nvldschmtdt.........O

-

19

Rütgerswerke........5

30

30,5

29,4

Metallgescllschast.......6

32

32,75

37

43

36,75

42,5

37,5

37,5

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt. .... 7

WayßLFreytag......O

Schultheis Payenhoser ... 15 Alu (Allgemeine Kunstseide) o

36

60,5

35,25

60,9

36

37,5

32

_

37

32

37

31

Zellstoss Waldhos.....12

Zellstoss Aschassenburg ... 6

28

28

Dessauer Gas........9

86

84,75

Daimler Motoren......0

10

10

10

Deutsche Linoleum.....6

27,5

28,75

28

_

_

23,75

57

22,75

55,75

Leonhard Tietz ....... 8

58

Svenkka.........15

10

10

11

Ebade .........

205

202

Frankfurter Maschinen . . . . o

Gritzner..........O

-

15,75

Mainkrasiwerke Höchst a. Di.. . 6

-

-

Süddeutscher Zucker . » » . U)

*

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 217.

29. April

30. April

Amtliche Geld

Dotierung Brief

Amtliche

Geld

Notierung Ariei

Hclstngsor» .

Wien....

7,113

51,95

7,127

52,05

7,113

51,95

7,127

52,05

Prag . . .

Budapeft. .

12,465

12,485

12,465

12,485

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,63

170,97

170,63

170,97

Oslo.... Kopenhagen.

77,82

77,98

77,82

77,98

84,32

84,48

84,37

84,53

Stockholm .

76,92

77,08

77,02

77,18

London. . .

15,36

15,40

15,37

15,41

Buenos AtreS

1,003

1,007

1.003

1,007

Neuyork . .

4,209

4,217-

4,209

4,217

Brussel. . .

58,89

59,01

58,89

59,01

Italien. . .

21,63

21,67

21.63

21,67

Paris . . .

16,575

16,615

16,575

16.615

Schweiz . .

81,77

81,83

81,67

81.83

Spanten . .

33,17

33,23

33,22

33,28

Danzig. . .

82.67

82,83

82.67

82.83

Japan . . .

1,359

1,361

1,359

1 .361

Rio de Jan..

0,284

0,286

0,284

0,286

Jugoslawien.

7.423

7,437

7,423

7,437

Lissabon . .

13,99

14,01

13,99

14,01

Banknoten.

Berlin, 29.April

Geld

Aries

Amerikanische Noten ....

* «

4,20

4,22

Belgische Noten ......

58,73

58,97

Dänische Noten......

.

84,13

84,47

Englische Noten......

Ä

15,32

15,38

Französische Noten.....

16,53

16,59

Holländische Noten .....

170,26

170,94

Italienische Noten.....

21,81

21,89

Norwegische Noten.....

. -

77,64

77.96

Deutsch-Oesterreich, 1 1OO Schilltua

Rumänische Noten.....

2,49

2,51

Schwedische Noten.....

76,75

77,05

Schweizer Noten. . . . . .

81,49

81,81

Spanische Noten. . . . . , Ungarische Loten e e

33^3

33*17