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Sins der Provinzialhaupifiabi.

1932.

Der-

Ein Wind flog her. ganz facht, und wühlte

B.

dem

FERIENMARKE

Waldes flehen

Gießen, den 30. April

Oer Maibaum.

Sin Rcunzigjähriger. Schuhmacher- meister Karl Berg fen., ein bekannter und an­gesehener Bürger unserer Stadt, begeht am 1. Mai in geistiger Frische feinen 90. Geburts­tag. Der Jubilar ist Ehrcnobermeister der ehe­maligen Schuhmachervereinigung Diehen, der

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im zarten Laub, wie Schmeichelhand. Ein Zittern lief herab, als fühlte dos Bäumchen, dah cs Liebe fand. Und war vorher die Sehnsucht rege, hier war sie still, in sich erfüllt; es war, als hätte hier am Wege sich eine Seele mir enthüllt.

Gießener Wochcnmarktpreisc.

Diehen, 30. April. ES kosteten auf

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bäumchen in einem zarten Gedicht Ausdruck liehen. Es heißt dort:

... Da sah ich dicht am Wegesfaume ein Birkcnbäumchen einsam stehn, rührend im ersten Frühlingsflaume. Könnt' nicht daran vorübergehn.

In seinem Schalten stand ich lange hielt seinen schlanken Stamm umfaßt und legte leise meine Wange an seinen fügten Silberbast.

rpebition.

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heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 100, Süfc- rahmbuttcr 130, Landbutter 120, Matte 2530 Pf. das Pfund, Eier 6 und 7, Käse 510 Pf. das

Hail.

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Unvergleichlich ist die Schönheit unseres im Frühling. In bunter AbwechUung sie da, unsere deutschen Waldbäume: dunkle Tannen, knorrige Eichen, schlanke Eschen, glattfdjalige Buchen, düstere Kiefern, und dann die zierlichen anmutigen Birken mit ihrer Hellen Rinde.

Kein Baum ist uns ein schöneres Sinnbild des Frühlings, als die Birke. Wir nennen sie unseren Fruhlingsbaum und stellen sie als Moibaum auf. Wir schmücken mit ihren grünen Zweigen unsere Kirchen, unsere Häuser, am lieblichsten Feste, an Pfingsten. Als Symbol der Fruchtbarkeit berührt der Bauer sein Dieh mit Birkenreisig. Der Winter wird mit Birkenruten ausgetrieben So verbinden uns noch jetzt alte Brauche und Sitten mit unseren Vorfahren, denen die Birke mit ihrem fröhlichen Grün auch das Auserstehen der Natur verkündete.

Wie schön ist ein Birkenhain! Man wandelt darin wie in einem verzauberten Wald. Das ist ein Leuch- ten und Grüßen, wie wenn uns eine Schar junger, blühender Mädchen begegnet.

Was wäre die Lüneburger Heide, wenn sie keine Birken hätte! Gar mancher einsame Weg wird von

sofort krcbskrank zu suhlen. E, muhe nicht fein, daß mal mit Angst im Herzen zum Arzt gebe, es be- dürfe lediglich einer zeitweisen, regelmäßig geübten aufmerksamen Seldstdeodachtung, um zu erkennen, ob irgendeine beachtenswerte Veränderung im 211b Hcmeindefinden, eine Knötchcnbildung an irgendeiner Stelle der Haut in Erscheinung tritt.

In seinen abschließenden Ausführungen gab der Vortragende besondere Ratschlage zur Seldstbeobach. tung für Frauen, zeigte an Hand einiger Lichtbilder die zahlenmäßigen Auswirkungen der verheerenden Krankheit in bezug auf dir Volksgesundheit, die ver­schiedenen Erscheinungsformen des Krebses und die außerordentlichen Schädigungen, die er im Körper des Menfchen Hervorrufen kann.

Der Vortrag wurde mit gespannter Auimerksam- keit verfolgt und mit dankbarem Beifall aufge­nommen. Die Reihe der Vorträge im Rahmen der Hessischen Hygiene-Ausstellung hat damit ihr Ende gefunden.

<AUSIRIÄ>

Tabakworen nach den Vorschriften der Österreich. Tabakregie FUNK ROSENKAVALIER - MEMPHIS - Hl. SORTE REGIE-VIRGINIER - REGIE-STUMPEN - REGIE-TABAKE

Berlin-IRitte. lsamtes 3er< ügereien auf- olle hat sich halben Jahre lichte Pa- erhebliche hat. Die Sri- not fest. Diele logen. Es ist Äescheinigun- mmen. bet lienten eines \V Dn Tcho ikt Tvchchn der Prüfung ] vorgegangen (tc suspendiert, anbfufjtrotri.

-Pasewalk narf ein Land- aliung Luckow en. Derfiul- verletztes Mrd erlitt 65 Mi- nauf zurückzu. geschlosfen

Stück. Wrrsing. gelb. 1520. grün 25. Weißkraut 10. 'Xotfraut 1215. Gelbe Rüben 1012. Rote Tluben 1012, Spinat 1015, Unter-Kohlrabi 5 bis 8, Grün kohl 1015. Feldsalat 80100. To­maten 5060, Zwiebeln 18 20. Meerrettich 30 big 60. Schwarzwurzeln 2535, Rhabarber 2025, Kartoffeln 4.5. Aepfel 1015, Dörrobst 2530, Honig 4045, Rüsse 3540. Junge Hähne 80 -90. Suppenhühner 7080 Pt. bas Pfund. Tauben 5070, Blumenkohl 30 70. Salat 2025. Salat- gurken 4060. Lauch 510, Rettich, neue. 15-20. Sellerie 1030 Pf. daS Stück, Rad-.eSchen 10 bi­ld Pf. das Rund, Kartoffeln 3,80 4,00, Weiß­kraut 6,006.50. Wirsing, gelb. 12.0015.00. Wir­sing. grün. 20,0022,00, Rotkraut 8,00 9,00 Mk. per Zentner.

Der neue Präsident des Landgerichts der Provinz Oberheffen.

Wie wir soeben erfahren, wurde zum Nachfolger des am 1. Mai auf Grund de» Altersgrenzegefetze» in den Ruhestand tretenden Landgerichtspräsidenten Neuenhagen (Gießen) der Oberlandesgerichtsrat Dr. Maurer (Darmstadt) zum Präsidenten des Landgerichts der Provinz Ober- Hessen in Gießen ernannt.

Krebs die gefährlichste Voltsseuche.

Dor einem außerordentsich großen Kreis von Zu­hörern sprach am Donnerstagabend Professor Dr. von I a s ch k e in der Neuen Aula der Universität über das ThemaDas Wesen der Krebs- erkrankungund die Waffen zu ihrer wirksam en Bekämpfung". Er wie» zunächst auf den Zusammenhang mit der Hessischen Hyygiene- Ausstellung hin, schilderte kurz das Wirken des Prä­sidenten Dr. h. c. Neumann von der Hessischen Landesversicherunasanstalt, auf dessen Betreiben die Ausstellung geschaffen wurde, und ging dann auf die Bedeutung der verbreitetsten Krankheiten in wenigen Sätzen ein. Zwei Krankheiten, so führte er u. a. aus, erwiesen sich als Geißeln der Menschheit: T u b e r k u. loseundKreb». Gegen die Tuberkulose sei schon ein siegreicher Kampf geführt worden, die Tuberku­losesterblichkeit sei rapid gesunken, die Sterblichkeit in­folge der Krebserkrankungen aber sei außerordentlich gestiegen. Allerdings hängt damit zusammen die Ueberalterung unseres Volkes, der häufiger mögliche Nachweis der Krebserkrankung als Todesursache er­gebe anderseits die höheren Zahlen. Immerhin: Krebs sei als die g e f ä h r l i ch st e Krankheit zu bezeichnen.

Unter Krebs versteht man Gewebeneubildunaen, deren Bösartigkeit charakterisiert sei durch das Bc- streben, sich auszubreiten und auf dem Wege der Der- breitung der Krebszellen durch die Blut- und Lymph. bahnen den ganzen Körper und jede Stelle des Kör­pers zu befallen. Alle Menschen könnten vom Krebs befallen werden. Frauen seien anfälliger als Man- ner. Bet Männern trete Krebs hauptsächlich im Magen und am Darm, bei Frauen außerdem häufig an den Brüsten und den Geschlechtsorganen auf. Nicht jede Krebserkrankung sei es gelte hier einem Irrtum vorzubeugen heilbar. Leberkrebs sei unheilbar. Krebs sei unheilbar auch dann, wenn die Erkrankung schon so weit vorgeschritten ist, daß Zellen bereits in die Blutbahnen eingedrungen sind und nach jeder Stelle des Körpers und zu lebens­wichtigen Körperteilen getragen wurden. Dann könne weder eine Operation, noch eine Röntgen- oder Ra- diumbeftrahlung helfen. Theoretisch sei die Heilung von 90 v. H. aller Krebsfälle möglich, praktisch nur die Heilung von 20 v. H. aller Krebserkrankungen, weil die Erkrankten meistzu spützumArzt kamen. Krebs trete am häufigsten an Menschen beiderlei Geschlechts im Alter von über 40 Jahren auf. Jüngere Menschen werden weitaus weniger be-

fallen.

Je weiter eine Wucherung vorgeschritten sei, desto schlechter seien die Heilungsaussichten. Zwei Drittel aller Erkrankten kämen das habe die Praxis erwiesen zu spät. Das erschwere den Kampf gegen die Volksseuche, die an sich schwierig zu bekämpfen sei, weil die Behandlung vom Arzt viel Findigkeit, viel Erfahrung und viel technisches Geschick, ja tech­nische Künstlerschaft erfordere. Leistungsfähige, gleich- zeitig auch gefährliche Apparate, die mit größter Sorgfalt zur Anwendung gelangen müßten, seien außerdem nötig. Im Anfangsstadium sei die Behänd, lung wesentlich leichter, viel billiger vor allem auch, denn mit den Mitteln, die zur Heilung einer ver­nachlässigten, unbeachteten, weit vorgeschrittenen Krebserkrankung notwendig sind, könne man zehn im Anfangsstadium krebserkrankte Patienten zuver­lässig heilen. Deshalb sei es Aufgabe und selbstver- stündliche Pflicht, bei irgendwelchen verdächtigen An- Zeichen (beginnende Wucherung, Unregelmäßigkeiten in den Funktionen der weiblichen Geschlechtsteile, Störungen in der Darmtätiakeit, in der Verdauung) nicht bet einer allesbesserwisfenden Tante, in Büchern oder bei Kurpfuschern Rat und Heilung zu suchen, sondern sofort zum Arzt (die Frauen insbe- sondere zum speziell ausgebildeten Frauenarzt) zu gehen. Nicht jede Störung im Wohlbefinden, nicht jede Wucherung an der Haut, nicht jeder Ausfluß müsse, so betonte der Redner ausdrücklich, Anzeichen einer Krebserkrankung fein: vielmehr könne manche völlig harmlose Erkrankung ähnliche Erscheinungen Hervorrufen, und es fei deshalb nicht richtig, sich

ihnen in freundlicher Weife einaerahmt, und wie oft steht neben dem finsteren Dacholderbaum die belle Birke, um der gleichförmigen Landschaft die düstere Schwere zu nehmen.

Die Birke begnügt sich mit dem ärmsten Boden. Sie wächst rasch und leicht in die Höhe an Plätzen, an denen andere Bäume noch jahrelang am Boden Heben; sie ist ein rechter Sonnenbaum. In vielen Vorgarten qibt sie den Häusern einen fröhlichen Rohmen und bringt erquickende Abwechslung ins Straßenbild.

Das zarte Früdlingsgrün nimmt im Laufe de» Sommers eine tiefdunkle Färbung an, um bann im Herbst einem reinen Goldgelb zu weichen. Aber auch im Winter ist die Birke noch schön. Ihr weißer, schlanker Stamm leuchtet im kohlen Wald. Die starken Eichen und die geheimnisvollen Buchen beugen sich kaum im Sturm, fest und wohloerankert mit dem Boden trotzen sie den Noturgewalten. An­ders die mädchenhafte Birke. Ihr schlanker, biegsamer Stamm ihre zarten, hängenden Aeste und Zweige geben |eber Windbewegung nach, drehen sich im Sturm nach allen Seiten, und gerade diese Leichtig­keit, diese Heiterkeit macht die Birke zu unferm Lieblingsbaum

In einem Städtchen des Westerwaldes sah ich vor einigen Jahren ein gar merkwürdiges Bild. Da war an die alte zerbröckelte Stadtmauer ein kleines Haus angebaut worden. An der Stelle, an der sich dos Hausdach mit der Stadtmauer berührte hatten sich im Laufe der Jahrzehnte Mörtel Sand und Erde angefammelt. Und in dieses karge Erdreich hatte viel- leicht der Wind oder ein Vogel Das Samenkorn einer Birke geworfen. Es war aufgegangen, und nun stand da ein schlankes Bäumchen mit weißglänzender Rinde, zarten hängenden Zweigen und leuchtend grünen Blättchen, die sich teije im Winde bewegten. Wie ein Sinnbild des Frühlings, nein, wie der Frühling selber stand es da auf luftiger Höhe und schien in den Himmel hineinzuwachsen, der Sonne zu, die ihm Kraft und Lebensmut spendete.

Dieses zauberhafte Bild auf der alten Stadtmauer, auf der einst Waffen klirrten und Kommandorufe ertönten, hielt mich lange Zeit gefesselt. Das frische Maiengrün der Blätter bildete einen gar schonen Gegensatz zu dem dunklen Schieferdach des Hauses und den schwarzen Steinen der Stadtmauer.

Als ich schon im Zuge saß, schaute ich noch einmal zurück und grüßte von weitem das schmucke Birken­bäumchen. Und noch heute sehe ich es im Geiste dort stehen, wie es sich in seinem neuen Frühlingskleide vom Winde schaukeln läßt und den Menschen zu­ruft: Auch zu mir ist der Frühling gekommen, hoch über eurer dunklen Wohnung trinke ich das Son- nenlicht zuerst!

Gustav Falke hat feiner Liebe zu dem Birken-

Bornotizcn.

Tageskalender für Samstag. Stabt- theater:Faust" 1. Teil, 19.30 bis 23.30 Uhr Tanzklub Rot-Weiß": 20 Uhr, Klub, Tanzturnier. Verein ehemaliger 116er: 20.15 Uhr,Postkeller", Generalversammlung GRG.: 20.15 Uhr, Boots­haus, Generalversammlung 1. Reichskurzschrift- gesellschaft: 20.30 Uhr:Stabt Lich" Dereinsobenb. Einhorn-Saal: 11 bis 19 Uhr: Hygiene-Ausstel­lung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Zwei Her­zen unb ein Schlag". Astoria-Lichtspiele, Selters- weg:Maskierte Banditen" undVoUdampf-Ehor- sie. Wiesecker Lichtspiele: 20.30 UhrYork".

Tageskalender für Sonntag. Stadt­theater: 18 bis 22 Uhr,Der Hauptmann von- Scnirf". Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am irandplatz: 11 bis 13 Uhr, Iubiläums-Ausstellung Freilichttheater auf dem Platz vor der katholischen Kirche: 20 Uhr,Theophilus". Heimatvereinigung Schiffenberg": 15.30 Uhr, Hauptversammlung auf dem Schiffenberg. Einhorn-Saal: 11 bi» 19 Uhr, Hygiene-Ausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhof- straße:Zwei Herzen und ein Schlag". Astoria- Lichtspiele, Seltersweg:Maskierte Banditen" und Volldampf-Charlie". Wiesecker Lichtspiele: 16 und 20.30 Uhr:York".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. Samstag, Erstauf­führung der Neuinszenierung von Intendant Dr. Rolf Prasch: , Faust" (l.Teil), eine Tragödie von Goethe. Die Inszenierung ließ eS sich angelegen sein, den allumfassenden Charakter der Dichtung zur Geltung zu bringen. Die Hauptrollen liegen rn den Händen von Jochen Hauer (Faust). Beatrice Doering (Gretchen) und wegen plötzlicher Erkrankung von Karl Hehler Ullrich von der Trenck vom Badischen LandeStheater Karlsruhe (Mephisto). Die Rolle des Mephisto wird von der dritten Vorstellung an Karl Bruck spielen. Seine bisherige Rolle, dieHere", wird dann von Wolfgang Kühne dargestellt werden. Die Bühnenmusik ist von Kapellmeister Walter Moehtt Sonstige Mitwirkende Damen: Berger, Koch, Sachse, Walther-Lederer, Wielander; Herren: Druck, Fasfott, Geiger, Hub, Ianscheck, Kühne, Michel, Vieren, Paetsch. ÄHelcher, Dolck, Wahlen. Beginn 19.30 Uhr, Ende gegen 23.30 Uhr. Die DorsteUung gilt als 28. Borstellung im Freitagsabonnement zu gewöhnlichen Preisen. Sonntag, 1. Mai, 18 Uhr, als Fremdenvor­stellung zu ermäßigten Preisen Zuckmayers .Der Hauptmann von Köpenick". DaS erfolgreichste Stück der Spielzeit. SpieUeitung: Intendant 'Dr. Rolf Prasch, Titelrolle Peter Fasfott. Ende 22 Uhr. Die auswärtigen Besucher erreichen be­stimmt ihren Zug. Der von Gießen nach Limburg verkehrende Zug fährt an diesem Theatersonntag statt um 22.13 Uhr erst um 22.23 Uhr.

Freilichttheater. Morgen Sonntag, 1. Mai, 20 Uhr, wird auf dem Platz vor der katho­lischen Kirche (Liebigstraße) bei Fackelschein das mittelalterliche VolksschauspielTheophilus" auf- geführt. Es wirb nur ein Unkostenbeitrag von 20 Pf. erhoben. Der Platz liegt sehr geschützt, so baß auch bei kühlerem Wetter der Besuch empfohlen werben kann. (Siehe heutige Anzeige.)

Die Volkshochschule gibt im heu­tigen Anzeigenteil ihren Arbeitsplan für bas Sommerscmestcr bekannt. Für die Teilnahme an den Kursen wird keinerlei Vorbildung voraus­gesetzt. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß Erwerbslosen der Besuch der Volkshochschule völlig kostenlos ofsensteht. Die Kurse beginnen Montag, 2. Mai, und finden in der Universität statt. Aäheres in der heutigen Anzeige.

Die Arbeitsgruppe Gießen ber Anthroposoph. Gesellschaft veranstaltet am 3. Mai, 20.15 Uhr, in ber Universität, Hörsaal 41, einen Vortrag burd) ben Leiter ber R. Steiner- schule Zürich, Herrn C. E n g l e r t - F a y e, mit dem Thema:Don Goethes Geistesart zur Anthro­posophie R. Steiners". (Siehe heutige Anzeige.)

Japan.

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Wif haben mit der /,FEDAG,,-Ferlengemelnschaft deutscher Arbeitnehmer A.-G., München, ein langjähriges Ver- tragsabkommen geschlossen, demzufolge wir seit 4. April 1932 unseren sämtlichen Tabakerzeugnissen in allen Packungen

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Vorgängerin der jetzigen Schuhmacher-Innung, Außerdem ist er Ehrenvorsitzender deS Gelang- verc.ns ..Sängerkranz" unb der letzte noch lebende Mitgründer der Gießener Rudergelelllchast. Karl Berg gehört der ältesten in Gießen tätigen Schuhmacherfamilie an. Schon der Rame deS Großvaters deS Neunzigjährigen. Rikol. Berg, ist im Zunftbuch (1780). daS im Oberhesiilchen Muteum auf bewahrt wird, aufzuf indem Der Vater des Jubilar- betrieb ebenfalls daS Schuh- macherhandwerk. das der Sohn, dem Herkommen entsprechend. fort führte De Familie Berg ist bereits feil dem Jahre 1775 im eigenen Haute. Mäusburg 4. ansässig

Dienstjubiläum. 81m 2. Mai kann der Obersteiger Fritz Appel von hier, wohnhaft Leih- gesterner Weg 136. auf eine 40jabngr Tätigkeit bet der Gewerkschaft Gießener Braunstembergwerke (bie fett Oktober 1916 der Firma Krupp AG. Essen, angehärt) zurückblicken. Bemerkenswert ist, daß schon bie Vorfahren bc» Jubilars ihre Arbeitskraft dem Gießener Braunsteinbergwerk gewidmet hoben. Sein Großvater, Obersteiger Christoph Appel, bat im Jahre 1842 die ersten Schachte des Gießener Bergwerks angelegt und stand 40 Jahre lang im Dienste ber Gewerkschaft, sein Vater, Obersteiger Johanne» Appel, Hal nahezu 50 Jahre In dem bamals ausgedehnten Grubenbetrieb gewirkt.

ee 25 Jahre Gastwirt der _Weller» bur g". DieWeltersburg" an der Landstraße GießenMarburg befindet sich am 1. Mai feit 25 Jahren im Besitze deS derzeitigen Wirtes Heinrich Weller. DaS Anwesen gehört schon seit vielen Jahrzehnten der Familie des Inhaber-, zur heutigen Höhe geführt wurde da- Gasthaus aber erst unter dem gegenwärtigen Besitzer. Bi- zum Jahre 1907 lag die Leitung der Gastwirtschaft tu der Hand der Mutter de- Jubilars, während gleichzeitig mit dem Anwesen noch Landwirtschaft verbunden war. Heinrich Weller führte b>- einige Zeit nach dem Kriege die Land» und Gast­wirtschaft weiter, der GastwirtschaftSbetneb er­lebte aber in der Folge einen wesentlichen Auf­schwung. so daß sich der Wirt entschloß, die Land­wirtschaft aufzugeben. Das Gasthaus erfreut sich in weiten Kreisen der Bevölkerung von Gießest, von Wieseck und bei den Reisen^m, die gerne dort Einkehr halten, allgemeiner Beliebtheit.

ee Ma? IaSkowsky t In der Rächt zum Donnerstag verstarb in Offenbach a. M. der auch in Gießen weithin bekannte Gastwirt Mar IaSkowskh im Alter von 76 Jahren. Er war in Berlin geboren, eine Spielzeit lang Ko­miker am hiesigen Stadttbeater (1895), übernahm dann die Wirtschaft ..Zu den 12 Aposteln", später daS ..Aquarium", den ..Löwen", war Wirt im altenEinhorn" und richtete aufterbem eine Bierstube am Kirchenplatz ein. 3m Jahre 1916 siedelte er nach Offenbach über, um dort ein angesehenes alles Hotel zu übernehmen. Ma» Iaskowsky war ein vortrefflicher Organi­sator und hat insbesondere der Organisation der Gastwirte manchen wertvosien Dienst erwie­sen. Er wirkte zuletzt als Sekretär des Rhein» Main-Dastwirteverbandes und redigierte da» Fachorgan dieser Organisation. Sein Ableben bedeutet für das Gastwirtsgewerbe einen schweren Verlust.

Die Museen und der H'eidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet.

Jet nächste Rindvleh - (Nutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 3. Mai, ber nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 11. Mai, statt. Nähere» ist aus ber heutigen Bekanntmachung ersichtlich.

D i e Kraftpost GießenSchissen- berg. Vom Postamt wird uns mitgeteilt: Vom 1. Mal ab verkehren bie Kraftposten nach dem Schisfenberg unb zurück wieber wie früher bei gutem Wetter an Sonn- und Werktagen. Die Fahrpreise sind gegenüber bem Vorjahre um etwa 30 v. H. er­mäßigt worben; es kostet bie Hin- unb Rückfahrt 80 Rpf. Die Fahrten gehen ob: am Bahnhof 15.25 Uhr, am Selterstor 15.26 unb am Ludwigsplatz 15.30 Uhr. Die Rückfahrt ab Schiffenberg erfolgt um 18 Uhr. Zur Maifeier auf dem Schiffenberg ver­kehrt außerplanmäßig ein Kraftomnibus, dessen Fahrzeiten aus der heutigen Anzeige ersichtlich sind.

** Einstellung von Krastpo st führten. Wie das Postamt mitteilt, werden bie Kraftpost' fahrten nach dem Flughafen wegen ungenügender Inanspruchnahme mit sofortiger Wirkung eingestellt.

* DerArbeitsplanber Alice-Sckule, sowie bie Preise für die einzelnen Monatskurse sind aus einer Anzeige im heutigen Blatte ersichtlich. In- teressenten seien besonders darauf aufmerksam ge­macht.

(Schluß be» redaktionellen Teil» )

f)amburg-5üb-Jertenrcifen 1932. Reizvoll unb vielfältig sind auch in diesem Jahr die Möglichkeiten, die eine Ferien- unb Erholungsreise mit ber Ham- burg-Süb bieten. Eine Ferienfahrt tpit ber Hamburg- Süd ist ein vollkommener Genuß unb zugleich bie bestmögliche Erholung. Die vierte Mittelmecrreise mit M.-S.Monte Rosa" findet vom 26. Mai bis 13. Juni statt. Sie führt über Süditalien, Südsponien, Marokko unb Portugal nach Hamburg. Drei Nord- landreisen finden statt vom 2. Juli bis 22. August.

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