eZ,
b5,
Aus der Provinzialhauptsta-t
Schwarz: A. Aeti f.
Vornoti;cn.
ge-
Buntes Allerlei
Rpf.
Rpf.
3,4
0,6
6,5
1,2
genutzten Grundbesitzes
0,4
2,8
Ge»
35
6
31,725
Steuerwert des land- gärtnerisch genutzten
Steuerwert des Wald-
9,15
8
Rpf-
14,805
turnier 1924.
Weih: 3. OateS f.
und Bauplätze
2. Auf je 100 Mark wirtschaftlich und Grundbesitzes
3. Auf je 100 Mark besitzes
41,175
35,95
Kreis-
2,3
2
4. a) auf je 100 Mark des Gewerbekapitals b) auf je 100 Mark des Gewerbeertrags
5. Auf je 1 Mark des staatlichen Sondergebäudesteuersolls 1931 (unter Senkung des vollen Jahresbetrags für das Rj. 1931 um 20 o. H.) von den Steuerwerten: a) bis 7000 Mark
b) über 7000 Mark
selbständigen Grundbesitz.
1. Auf je 100 Mark Steuerwert der Gebäude
Bei verspäteter Zahlung der Kreisumlagen werden dieselben Zuschläge erhoben, wie sie der hessische Staat bei verspäteter Zahlung von Steuern und Abgaben erhebt.
Der Borsiellung reserviert, die aber auch dann abgeholt sein müssen, da die Nachfrage gerade an der Abendkasse immer sehr rege ist.
B. Für die in den selbständigen Gemarkungen gelegenen Steuerwerke und den gemarkungs-
Spenden für die Winternothilfe.
Don der Geschäftsstelle der Gießener Winternothilfe werden uns folgende weitere Spenden mitgeteilt:
Kaufhaus Ludwig Stern, Bahnhofstraße 2 bis 4, einen Posten Textilwaren.
Modehaus Salomon, Schulstraße, einen Posten Textilwaren.
Falsche Gerüchte.
Don der Geschäftsstelle der Gießener Winternothilfe wird uns weiter geschrieben: „Es wird das Gerücht verbreitet, die Gießener Winternothilfe habe aus den Kleider- und Wäschebeständen, die dem Hilfswerk geschenkt worden sind, verschiedene Sachen der Gießener Studentenhilfe zugewiesen. Es ist weiter von verschiedenen Seiten behauptet worden, daß einzelne Firmen ihre Spenden dem Hilfswerk mit der besonderen Weisung zugedacht hätten, daß die Sachen vorzugsweise an hiesige Studierende zu verteilen seien. Ter Ordnung halber wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß sämtliche Gerüchte dieser Art unwahr sind."
Taten für Donnerstag, 29. Dezember.
1832: der Buchhändler Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf in Stuttgart gestorben: — 1926: der Dichter Rainer Maria Rilke in Paris gestorben: — 1930: Ausbruch des Vulkans Merapi auf Java, dem gegen 1300 Menschen zum Opfer fielen.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
35.25
2,5
24
1. Auf je 100 Mark Steuerwerk der Gebäude und Bauplätze
2. Auf je 100 Mark Stcuerwert des land- und forstwirtschaftlich
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Als 12. Freitag-Abonnementsvorstellung kommt morgen das Schauspiel ..Der Dieb" von Bernstein zum letztenmal zur Aufführung. Gewöhnliche Preise. Spieldauer 23 bis 22 Uhr. — Bevor man am Silvesterabend die erste Stunde des Jahres 1933 begrüßt, versäume man nicht, den Arnold und Datschen „Stöpsel" im Theater zu besuchen, der am Samstag, 31. Dezember, um 20.15 UI)r zum ersten Male knallen wird. Die Spielleitung Peter F a s s o t t s und das Ensemble haben es sich zur Aufgabe gemalt, Hne ; b e Lachnuskeln ihrer ' " T er
Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat auf Grund der ihm vom Kreistag erteilten Ermächtigung folgende Sätze für die Umlagen und d i e Sonbergebäubcfteuer d e s Kreises Gießen für das Rechnungsjahr 1932 bestimmt, die von dem Minister des Innern '
Problem Nr. 335.
Don Dr. G. Sieg, Görlitz.
Weiß 9 Steine: Kc7; Del; Lg7; Seb; Ba5, e5, g2. h3.
Schwarz 10 Steine: Ke4; Ta4; Sc8; Ba2, b4,
** Dorzeitige Auszahlung der Invaliden- und Unfallrenten für Januar durch d i e Po st an st alten. Dom Postamt wird uns mitgeteili: D^e Invaliden- und Unfallrenten für Januar 1933 werden bereits am 30. Dezember ausgezahlt.
** Gastspiel des Gieß euer Stadttheaters in Heuchelheim. Das Ensemble des Gießener Stadttheaters gibt am Sonntag, 1. Januar, ein Gastspiel in Heuchelheim. Zur Ausführung gelangt die berühmte Lolalposse in hessischer Mundart „Der Datterich" von Ernst Elias Niebergall. Beginn der Deranstaltung 20 Uhr.
** Die Beseitigung dürrer Bäume und Aeste im Feld und in den Gärten macht das Kreisamt Gießen in einer Bekannt- macyung im neuesten Amtsverkündigungsblatt den Grundstücksbesitzern noch einmal zur besonderen Pflicht. Es weist dabei darauf hin, daß in vielen
Notwerk der Deutschen Jugend Wichtig für alle Jugendlichen! Ein Aufruf des Arbeitsamts Gießen.
nehmigt wurden:
A. Für die in den Gemeindegemarkungen gelegenen Steuerwerke.
Für die Stadt Gemeinden Gießen des Kreises
Lösung des Problems Ur. 333.
Don Juchly.
1. SeSxcbl, Lg3Xe5. 2. Üal-a81 ufw. 1. . . Kf5xc1. 2. Dal-dl usw. 1.....Lg3-el. 2. Dal
-dl usw. 1. . . ., Lg3 — f2. 2. Dal-fl usw.
Lösung des Problems T.r. 334.
Don Dr. Decker.
1. DH4-H7! ufw.
Berichtigung. Bei Ausgabe Ar. 334 von Dr. Decker ist der schwarze Bf5 nach f6 zu versetzen. - Bei Partie Ar. 211 (Moritz Buse) geht im 12. Zuge der schwarze Springer nach b6.
Schachbriefkasten. W. Heute berichtigt.
Allen Schachfreunden ein kräftiges ' Prosit Aeujahri
I.e2-e4, c7-cb. 2. d2-d4, d7-d5. 3. Sbl -c,3 d5xe4. 4 Sc3xe4, Lc8-f5 (Aiemzowltsch seht hier sehr interessant mit 4. . . ., S6d7, Sg Ib, eb, Le7, 0-0, c5 nebst bb und Lb7 fort). 5 Sc4 - g3, Lf5-gb. b. Sgl-13, Sb8-d7. 7. c2-c3. Sg8-fb. 8. Lfl-c4, e7-eb. 9. Ddl-e2, Lf8-e7. 10. 0-0, 0-0 11. Tfl-el, Sfb-d5 (Besser wäre hier 11.....
Tfe8 um c5 vorzubereiten». 12 Lc4-b3, a7-a5 (®in verlorenes Tempo, sofort Dc7 nebst Lfb war angebracht). 13 a2 — a3, Dd8 —c7. 14.c3 -c4, Sd5 — f4. 15.Leix 14. Dc7xf4. 1b. Tal-dl, Le7-fb. 17 Lb3-c2, Tf8-d8? (Mit 17. . . ., Lxc2, 18. Dxc2, Dc7 konnte Schwarz trotz der vielen Tempiverlutte noch eine verteidigungsfähige Stellung erlangen, nach dem Textzug wird die Situation für ihn prekär). 18 Lc2xgb, h7xgb. 19. Sg3- c4, Sd7-bb (Aus 19 .. ., Sf8 konnte evtl. Td3, drohend Tb3 nebst c5l usw.). 20 V2-V3 Lfb-e7. 21 Tdl -d3! Le7xa3? (Die letzte, den König noch schützende Figur vom K--Flügel zu entfernen, ist großer Leichtsinn). '22. Sf3-e5? (Aljechin gibt hier im Aeuyorker Kon- greßbuch 23. Si3-g5! als sofort zum Ziel führend an, falls 23.....f5. 24. Sfb-M u'w. 23 . . ., Td7.
24. g3, Dc7. 25. Dg4 usw.). 22..... Df4-h4?
(«ostet die Partie, die mit I xd4. 23. Txd4, Dxe5. 24. Te-dl.Le? wahrscheinlich zu hallen war: jetzt beendet Jates die Partie durch ein hübsches Schluh- spiel). 23. Td3-h3, Dh4-e7. 24. Se4 — p5! (Schwarz gab auf, denn falls er die Springer sch ägt, so erobert Weiß durch rnS-f- nebst Sxl74- bet hoff» ungs- loser Stellung >ürSchwarz die Dame,auf andre Züge entscheidet aber Sxl7 oder Dg4).
db. e'2. gb, h4.
Weiß zieht und seht in drei Zügen matt.
Problem Nr. 336.
Don T. Taverner, Bolton.
Weiß 9 Steine: Kb3; Ddl; Td5; Lf2; Sd3, f4; Bb5, eb, h3.
Schwarz 4 Steine: Ke4; Te5; Sf7; Bbb.
Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt.
Partie Nr. 243.
Caro—Kann-Derteidlgung.
In London starb am 11. Aovember unerwartet der bekannte englische Schachmeister JateS. In nähere Beziehungen zum hiesigen Schachleben trat Jates durch Teilnahme am doppelrund'.gen Sechs-Meisterturnier zu Bad Homburg, Sommer 1927. Teilnehmer: Bogoljubow, Aeti Dr. Tartalover, Orbach, Sämisch und Jates. Wir bringen zu seiner Erinnerung die nachstehende hübsche Partie aus dem Aeuyorker Großmeister-
Neues vom Grabe des Tut-ench-Amun.
Stücke des Holzes, aus hem der äußere Sarg des Tut-ench-Amuns verfertigt war, wurden vor kurzem aus Aegypten an das britische Forstinstitut in Oxford zur Prüfung gesandt. Dabei ergab sich die interessante Tatsache, daß sich dieses mehr als 3000 Jahre alte Holz in vorzüglichem Erhaltungszustand befand, da es unter Abschluß von jedem Feuchtig- ikeitszutritt aufbewahrt worden war. Es zeigte sich, daß zwei Holzarten, Zeder und Zizyphus, benutzt worden waren. Das Zedern-Holz war wahrscheinlich in das Land der Pharaonen aus Palästina gebracht worden, von dem bekannt ist, daß zwischen ihm und dem Lande Tut-ench-Amuns lebhafter Ber- kehr bestand. Dagegen scheint die Verwendung von Zizyphus-Holz auf Beziehungen zwischen Aegypten und dem Land am Oberlaus des Rils hinzuweisen, eine Frage, die bisher von den Aegyptologen nicht entschieden werden konnte. Proben, die andern ägyptischen Gräbern von jüngeren Daten sowie Funden in Palästina entnommen worden sind, erwiesen sich in den meisten Fällen als Zedernholz: daneben konnte auch die Feigen-Sykomore und die Tamariske feftgeftetlt werden.
Oer Haupttreffer int Gerichtsfaal.
Aus einer ganz ungewöhnlichen Ursache sand eine Gerichtssitzung in Huesca, einer kleinen Stadt in den Pyrenäen, ein plötzliches Ende: in das graue Gerichtsgebäude drang die freudige Nachricht, daß der Haupttreffer der soeben abgehaltenen Ziehung der spanischen Lotterie auf das Los Nr. 28757 gefallen war. Die glücklichen Gewinner des 15 Millio- neu Peseten, das sind rund 5 Millionen Mark, betragenden Gewinns, waren sämtliche Gerichtsbe- amte, die alle gemeinsam das Glückslos flekauft hatten Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, ed)rei. ber, bis herab zu den Pförtnern, fast 100 Per Ionen an der Zahl, hatten einen Anteil erworben. Als die Jubelkunde eintraf, mußten alle Verhandlungen unterbrochen werden, da niemand in dem Meilen Hause seine Gedanken auf die Arbeit richten konnte. Die ganze Stadt nimmt teil an dem Freudenfest. Das die gleiche Nummer tragende Glückslos war in seiner zweiten Ausfertigung nach Barcelona gefallen: hier war die Hälfte in ganz geringen Anteilen von kleinen Leuten und Arbeitern
Orten die in Feld und ©arten -.vorhandenen abgestorbenen Bäume und Aeste bisher noch nicht entfernt worden find. Jeder Grundstücksbesitzer ift verpflichtet, innerhalb vier Wochen noch der Aufforderung burd) die Ortspolizei seine dürren Bäume und Acske aus dcm Felde und den Gärten zu bc< Zeitigen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bedroht, Die Feldschutzorgane sind angewiesen, Berstöße gegen diese Borschrift zur An- Z' ge zu bringen.
" Weihnachten in der Herberge zur Heimat. Man berichtet uns. Am Heiligen Abend waren in der Herberge zur Heimat etwa 80 Wanderer eingekehrt, die danl der freundlichen Mithilfe der Gießener Bürgerschaft reichlich beschert werden konnten. Der große Dereinssaal war vollständig beseht. Cs waren Jugendliche von 18 bis 20 Jahren, sowie Alke von über 70 Jahren. Der Evangelische Kirchenchor halte sich in anerlen- nenswener Weise wieder zur Derfügung gestellt und erfreute durch einige dem Fest entsprechende Lieder. Pfarrer K n e 11 hielt eine zu Herzen
angetauft worden, die dafür einen Gewinn von 26Ö0 Mark davontrugen. Die Ziehung, diese große spanische Bolksangelegenheit, ging in Madrid unter heftiger Aufregung -vonstatlen. Dicht gedrängt harrte eine Menge auf der Tuerta del Sol vor dem Ge bäude, aber es dauerte drei Stunden, bevor die ersten Nachrichten herausdrangen. Das neue aulo malische Kontrolisystem hatte versagt, und man mußte wieder zu der früher üblichen Bedienung mit der Hand übergehen. Leute, die besonders begierig waren, bei der Verkündigung des Ergebnisses zugegen zu fein, standen, seit fieben Wochen immer wieder vor dem Hause. Ein Mann verkaufte in der letzten Nacht seinen Platz in der ersten Reihe für 29 Mark.
Oie Trinker-Prüfung.
Bei den finnischen Gerichten, wie auch in anderen baltischen Provinzen, ift man in jüngster Zeit dazu übergegangen, mit Hilfe einer originellen Methode Personen, die der Trunkenheit beschuldigt und dem Gericht vorgeführt werden, zu ubersuhren. Der Angeklagte muß in ein Glasgesäß atmest, das eine Lösung von übermangansaurem Kali und Schwefelsäure enthält. Wenn in seinem Atem auch nur die leiseste Spur von Alkohol vorhanden ist, der nicht einmal mit dem Geruch wahrgenommen werden kann, so verändert die Lösung sogleid) ihre Farbe von Rot in Weiß. Als Finnland das Aiko- holverbot aufgehoben hatte, standen viele Automobillenker vor Gericht, weil sie in trunkenem Zustand gefahren waren. Biele von ihnen mußten mangels Beweises sreigesorochcn werden. Heule aber erlangt nur ein Prozent aller Beschuldigten einen Freispruch.
21 Nationen in einer Stadt.
Nicht viele Städte Deutschlands in dec Größe Leverkusens dürften eine so bunt zusammengewürfelte Bevölkerung aufweifen, wie man sie dort antrifft. Aicht weniger als 21 verschiedene Aationen sind hier vertreten. Außer 27 Staatenlosen gibt eS 3 Amerikaner, 10 Belgier, 3 Dänen. 22 Danziger, 15 Engländer, 111 Holländer, 26 Italiener, 7 Jugoslawen. 6 Letten, 1 Litauer, 11 Luxemburger, 3 Norweger, 45 Oesterreicher, 88 Polen, 2 Aussen, 9 Schweden, 36 Schweizer, 173 Tschechoslowaken, 6 Ukrainer, 5 Ungarn.
gehende Ansprache. Qaü Abendessen, das dank der freundlichen Stiftung eines Jägers aus Hasenpfeffer mit Kartoffel- und Krautsalat bestand, schmeckte allen vorzüglich. Die Abendstunden verliefen bei einer Zigarre und einem Glas Ber und unter dem Gesang der alben lieben Weihnachts- liedcr viel zu schnell. Durch Spenden von Ansichtskarten und Briefpapier wurde mancher Gruß nach Hause ermöglicht. Die gewöhnlich am ersten Feiertag stattfindende Kleiderparade litt leider unter den vielen vorhergegangenen Sammlungen.
** Warnung vor einem Betrüger. Kürzlich wurde vor einem Betrüger gewarnt, der in der näheren Umgebung Frankfurts Leute bc Kund Grüße von Verwandten und Bekannten
llt. In den letzten Tagen ist er als angeblicher Justizassiftent und als Paketzusteller Siebert ausgetreten. In mehreren Fällen ist cs ihm gegfücH, kleinere Beträge zu erhalten. Er gibt vor, einen Autounfall erlitten zu haben. In einem anderen Falle wollte er ein Motorrad gesteigert Haden und fehlten ihm nod) sechs Mark zur Bezahlung.
Der Herr Aeichspräsident und die Reichsregierung haben am 24. Dezember 1932 zu einem A o t w e r k der De u t s ch e n I u g e n d ausgerufen. Gemeinsinn und Hilfsbereitschaft aller Teile der Bevölkerung sollen in diesem Aotwerk Zusammenwirken, um die arbeitslose Jug^id körperlich und geistig gesund und lebenstüchtig zu erhalten. Das Aotwerk soll folgende Aufgaben umfassen:
1 arbeitslose Jugendliche bis zu 25 Jahren während der Zeit der unfreiwilligen Arbetts- losigkeit beruflich zu ertüchtigen, sie durch ernste, praktische, berufliche Bildungsarbeit gegen die Folgen der erzwungenen Untätig» leit zu schützen:
2. sie gemeinschaftlich zu verpflegen und ihnen zu helfen, ihre Arbeitskleidung zu erhalten und zu ergänzen:
3. ihnen Gelegeiiheit zu sportlicher Betätigung zu geben und sie dadurch körperlich zu stählen:
4. ihnen geistige Anregung und Fortbildung zu bieten.
Das Aotwerk soll den jungen Arbeitslosen täglich mindestens 4 Stunden ohne die Dauer der gemeinsamen Mahlzeit sinnvolle Beschäftigung
Ge'egenhrit zu.n A gr.ff au, Zuhörer ungenutzt vorübergehen zu lassen. Besonderheit des Silvestertages Rechnung tragend, wird die Spielleitung eine Aeihe hübscher Abwechslungen als Ueberraschung einstreuen, für deren musikalische Leitung Kapellmeister M o e h l sich einsetzt, der auch die Leitung der Jazzkapelle hat. Die Silvester-Borstellung ist außer Abonnement und zu ermäßigten Preisen. Ende 22.30 Uhr. — Am Äeujahrstag findet 15.45 Uhr eine Wiederholung des Weihnachtsmärchens „Aschenbrödel", sechs Bilder mit Musik, Gesang und Tanz (Spielleitung Karl Bolck) statt. Auch zu d.eser Torstellung gelten die besonderen Märchenspielpreise. Ende 18.15 Uhr. 2) Uhr zu ganz kleinen Preisen „Kabarett" unter der künstlerischen Geltung Wolfgang Kühnes. Zum ersten Male wirkt in der bunten Aeihe eines durchweg neuen Programms der oberhrßifche Heimatdichter Georg Heß mit, der im Trachtenkostüm eigene Dichtungen in oberhessischer Mundart zum Dortrag bringen wird. Außerdem sieht das Programm Sketsch, Gesang, Musik und Tanz vor, unter Mitwirkung von Solomitgliedern des Ensembles, sowie Ba- lettmeister B ä u l k e und Frau mit den Girls und Kapellmeister Moehl mit seiner Jazzband-Kapelle. Ende gegen 22.30 Uhr. — Die Kasse macht abermals darauf aufmerksam, daß vorbestellte Karten unbedingt bis Samstagmittag 13 Uhr abgeholt sein müssen, da die rege Aachfrage nach Karten zwingt, über vorbestellte und bis zu diesem Zeitpunkt nicht abgeholte Karten anderweitig zu verfügen. Für auswärtige Besucher bleiben die Karten wieder bis eine halbe Stunde vor Beginn
Das 3obrl933 und sein Kalender.
Das Jahr 1933 des Gregorianischen Kalenders ist ein Gemeinjahr von 365 Tagen. Das astronomische Jahr beginnt bereits am 31. Dezember 1932 um 20 Uhr 20 Minuten 38 Sekun- den. Es endet am 1. Januar 1934 um 2 Uhr 9 Minuten 24 Sekunden. Das Jahr 1933 ent- spricht dem Jahre 6646 der Julianischen Periode, dem Jahre 5693 94 der Juden, dem Jahre 4569/70 der Chinesen und dem Jahre 1351/52 der islamitischen Welt. Das Jahr beginnt mit einem Sonntag und endet mit einem Sonntag. Der Eviphaniaskag ist ein Freitag. Fastnachtsonnntag ist der 26. Februar, Aschermittwoch der 1. März. Palmarum fällt auf den 9. April. Der Karfreitag ist am 14. April, Ostern am 16. und 17. April. Christi Himmelfahrt wird in diesem Jahre am 25. Mai gefeiert werden, während das Pfingstfest am 4. und 5. Juni sein wird. Fronleichnam fällt auf den 15. Juni. Mariä Himmelfahrt (15. August) fällt auf einen Dienstag, Allerheiligen auf einen Mittwoch. Der erste Advent ist am 3. Dezember, Mariä Empfängnis fällt auf einen Freitag und das Weihnachtsfest wird am Montag und Dienstag gefeiert, während der Heilige Abend ein Sonntag ist. Die ostro- nomischen Jahreszeiten sind folgende: Frühlings Tag- und Aachtgleiche ist am 21. März. Der Frühling beginnt um 2.43 Uhr. Sommers Anfang ist am 21. Juni 22.12 Uhr. Herbstbeginn ist am 23. September 13 U£|: 1 Minute und der Winter beginnt am 22. Dezember 7.58 Uhr. Das Jahr 1933 wird nur zwei Finsternisse bringen, und zwar zwei ringförmige Sonnenf'.nstemisse, die eine am 24. Februar, die aber in unserer Gegend nicht sichtbar ist, die zweite am 21. August, bie in unserer Gegend beobachtet werden kann.
Llmlagen und Sondergebäudesteuer des Kre.ses Gießen.
roerbeertrags
4. Auf 1 RM. des staatlichen Sondergebäudesteuersolls 1931 (unter Senkung des vollen Jahresbetrags für das Rj. 1931 um 20 v. H. von den Steuer- werten:
a) bis 7000 Mark
b) über 7000 Mark
bieten. Grundsätzlich sollen hiervon durchschnittlich mindestens 2 Stunden täglich auf berufliche Dildungsarbeit verwendet werden, mindestens 2 Stunden täglich sind auf Leibesübungen oder auf gemeinsame geistige Beschäftigung, die der geistig-sittlichen Ertüchtigung dienen soll, zu verwenden. , v
Mit der Durchführung des Aotwerkes sind die Arbeitsämter beauftragt. Das Arbeitsamt Gießen wird die erforderlichen Maßnahmen im engsten Einvernehmen mit den Körperschaften, Verbänden, Bereinigungen usw. einleiten und durchführen, die sich nach ihrem Aufgabenkreis mit der Hilfe für die arbeitslose Jugend befassen.
Beim Arbeitsamt Gießen ist nur ein Teil der arbeitslosen Jugendlichen bis zum 25. Jahre bekannt. Tlm die Hilfe allen arbeitslosen Jugendlichen zuteil werden lassen zu können, ist es deshalb notwendig, daß sick> alle arbeitslosen Jugendlichen bis zum 2 5. Lebensjahr sofort beim Arbeitsamt bzw. bei feinen Aebenstellen. spätestens bis zum 3. Januar 1933, für das Aotwerk der Deutschen Juoend persönlich a n m e l d e n.
Das Arbeitsamt bittet Alle darum, arbeitslose Jugendliche hierauf aufmerksam zu machen.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.
Rätsel.
„Paß mal auf, ob du das raten kannst: Zn einem Wirtshaus sitzen drei Männer und spielen Zeder hat eine Mark bei sich. Aber als sie weggehen, hat jeder vier Mark bei sich. Wie kommt das?"
„Wie soll ich das wissen?"
, Du Schafskopf, es waren M u fi f a n t e n!"
" (Luft. BI.)
Die Kostprobe.
Auf einem Panzerkreuzer der alten kaiserlichen Hochseeflotte fuhr lange Fahre vor dem Kriege ein schneidiger Bayer als Erster Offizier. Eines Tages kam er an der Mannschaftsküche längs und sah zwei Obermatrosen mit einem dampfenden Kessel heraus kommen.
„Löffel bringen!"
Krischan Mewes, ein Finkenwärder Fischerssohn, öffnet die Lippen zu einer Entgegnung, aber der Erste rollt fürchterlich mit den Augen:
„Wird's bald?"
Der Löffel ist da, und der Erste nimmt die Kost probe.
„Sakrament, das ist ja ein Saufraß! Das schmeckt ja wie Abwaschwasser. Was ist denn das für ’ne Suppe?"
Krischan Mewes macht die Finger lang: „21 b wa'schwasser, Herr Kaptein!"
Die Spende.
Nach einem vornehmen Wohltätigkeitsfeste in Lon don werden die Sammelbüchsen geöffnet, und man findet neben zahlreichen größeren Geldmünzen drei einzelne Pennystücke.
„Das Geld hat sicher ein Schotte gespendet", bc merkt ein Komiteemitglied.
„Wieso einer?" tönt es zurück. „Es waren natürlich drei Schotten. (Lust. Bl.)
Der Ausschlag und die Erhebung der Umlagen erfolgt wie bisher gemeinsam mit den Gemeindeumlagen. Die Umlagen werden in sechs Zielen jeweils zum 25. der Monate Mai, Juli, September. November 1932, Januar und März 1933 erhoben.
3. a) auf je 100 Mark des Gewerbekapitals
b) auf je 100 Mark des C.


