sich gel vei
?
L tret Do n a nur (Sri Bei in m i [an soll d e r ii
Vi toe A v e un m< Lö tot sä' bc R la r t V s be sch li QI N 3- m N to ch fr n sc.
h
l
i e t
s I
< C- 1
1
Steckbriefe erlassen Sie hat In Erfahrung gebracht, daß die Beschuldigten bald nach der Tat ins Ausland geflüchtet roarcn und weih feit längerer Zeit, wo sich diese jetzt auf-halten. lieber die Ausführung der Tat und die weiteren Zusammenhänge werden eingehende Erörterungen angestellt. Seit der Auffindung der Leiche ist außer dem beschuldigten Bormann noch ein Bruder der Braut des Beschuldigten Schenk, der 21 Jahre alte Maschinenschlosser Eugen Beyer aus Cosmannsdorf, festgenommen worben Die Sektion der Leiche erfolgte am Mittwoch im Amtsgericht Dippoldiswalde durch Geheimrat Prof Koppel- Leipzig
Don der Untergruppe Dresden der NSDAP. wird zu der Ermordung des 621.- Mannes Hentsch mitgeteilt: Die Untergruppe Dresden stellt fest, daß von ihrer Seite aus alles geschehen ist, um den Fall aufzuklären. Die Ergebnisse aller Ermittlungen, die unabhängig von den polizeilichen Maßnahmen seitens der 621.- Führung angestellt toorden sind, find unverzüglich den zuständigen Polizeidienststellen zur Verfügung gestellt toorden. Nur aus Nüctsicht aus die Familie des Truppführers Hentsch ist davon abgesehen toorden, die Nachforschungsergebnisse in die Presse zu bringen. Außerdem liegt der Fall auch heute noch völlig im Dunkeln, so daß es nicht möglich ist, mehr als Vermutungen zu äußern. Der „F r e i he i t s k a m p f" . das nationalsozialistische Organ für den Freistaat Sachsen, schreibt zu dem Fall: „OBir haben dazu nur zu erklären, daß auch uns sehr viel daran liegt, den Fall baldigst aufgeklärt zu wissen, damit ein Verbrechen, an dem nach dem Befund wohl nicht mehr gezweifelt werden kann, schnellstens seine ordentliche Erledigung findet und den Gegnern der Grund genommen wird, gegen unsere Bewegung eine neue Hetze zu betreiben, durch die der immer offener zutage tretende marxistische Zusammenbruch hinausgeschoben werden soll."
Frankreich und die österreichischeAnleihe "Paris. 28. Dez. (Havas.) Der Auswärtige Ausschuß des französischen 6enats gab feine Zustimmung zu der Negierungsvorlage ü die Gewährung der neuen österr < chi - schon Anleihe, jedoch unter gewissen politischen und diplomat scheu Vo r behalt en. 3n der Tiskussion war von sämtlichen Rednern darauf hingewiesen worden, wie notwendig es für Frankreich sei, über die Politik Teutsch- lands und Italiens in der Anschluß - f rage genau unterrichtet tu sein. Auch wurde betont, daß man Oesterreich neue finanzielle Garantien nur bewilligen könne, wenn man dafür entscheidende politische Garantien von Oesterreich eintausche.
Ministerpräs Lent Paul-Doncour erklärte, dos politische Interesse an der geplanten Anleihe bestehe ja gerade in der neuerlichen Bestätigung des Protokolls von 1 922 durch Oesterreich
Serrioi und die Radikalen
Pa r i s, 29. Dez. (WTB. Funkspruch.) Wie „Ma- tin" mitteilt, macht Herriot 17 radikalen Abgeordneten i h r Verhalten in der Schulden- frage zum Vorwurf und erklärt, daß er nicht mehr an den Beratungen der Kammerfraktion teilnehmen werde, solange nicht eine eingehende Untersuchung durchgeführt worden fei. Der Vorstand der Radikalen Partei soll sich gestern abend grundsätzlich für diese Untersuchung ausgesprochen haben, Herriot wirft unter anderem dem Abg. D e r g e r y vor, beim englischen Botschafter Auskunft eingeholt zu Haden, während die Aussprache in der Kammer bereits im Gange war. Seinen Kollegen habe Bergery einen irreführenden Bericht erstattet
Aus aller Well
13 Todesopfer einer Schlagwetterexplosion im Fünfkirchener Lteinkohlenqelriel.
Budapest, 29. Dez. (WIB. funkspruch.) 3m fünfkirchener Steinkohlengebiet (Ungarn) hat sich gestern in einer Grube bei Ragymanyok eine k a - tastrophale Schlagwetterexplosion ereignet. 13 Bergleute wurden getötet, ein Bergmann lebensgefährlich verletzt
Theaterzwischenfall in Berlin
3m Deutschen Theater in Berlin kam es bei der Aufführung des Schauspiels „Gott Kaiser u nd Bauer" von 3 H a y zu einem Zwischensoll. Eine Reihe von.Zuschauern gab seinem Mißfallen über das Stück durch lautes Pfeifen Ausdruck. Auf Veranlassung der Direktion wurden zehn Personen durch das herbeigerufene Ueb/rfallfommanbo aus dem Theater entfernt; weitere Zuschauer wurden verwarnt. Die Vorstellung konnte dann fortgeführt werden. Die „Germania" richtet mit Entschiedenheit die Forderung an alle maßgebenden Stellen, dafür Sorge zu tragen, daß dieses Stück umgehend vom Spielplan verschwindet im Interesse aller aufbau- und ordnungswilligen Kräfte im Staat und im 3ntereffe des religiösen Friedens
Die verschollenen australischen flieger gerettet.
Die beiden seit mehreren Tagen vermißten australischen Flieger, die beim Aufsuchen einer Goldmine im Gebiet der Lioeser-Gebirgskette spurlos verschwanden, sind, wie aus Melbourne gemeldet wird, nad) abenteuerlichen Strapazen in Cook eingetrofsen eie mußten in einem völlig verlassenen Gebiet eine Notlandung vornehmen, wobei sich das Flugzeug überschlug und beschädigt wurde. Erst nach mehreren Tagen, diente fast ohne Nahrungsmittel verbrachten, gelang es ihnen, die Maschine mit Baumzwelgen soweit wieder herzu« itellen. daß sie nach Cook fliegen konnten
Von Salzmassen verschüttet. — lot geborgen.
3m Werk Oppau bei Ludwigshafen wurde der 52 3ohre alte verheiratete Arbeiter Gg Schmidt aus Böhl durch Salzmassen verschüttet. Obwohl sich seine Kollegen im Verein mit der sofort alarmierten Fabrikfeuerwehr unverzüglich daran machten, den Verschütteten auszugraben, konnte der Verunglückte doch nicht mehr lebend geborgen werden
Jugendlicher Falschmünzer in Kassel verhaftet.
Die Kriminalpolizei verhaftete in Kassel zwei junge Leute im Alter von 19 Jahren, die in ihrer Wohnung eine Falschmünzertoerk- st ä t t e betrieben hatten. Sie haben eingestanden daß sie in der letzten Zeit insgesamt etwa 4000 Stück falsche 50-Pfennig-Stücke hergestellt haben die sie zum größten Teil in Süd- deutfchland absetzen konnten.
Wechsel in der Leitung der Berliner Staats-Kunstschulen.
Der Architekt Prosessor Hans P o e l z i g ist vom preußischen 3nnenminifterium auf Vorschlag der Akademie der Künste mit der Leitung der Berliner Kunstschulen kommissarisch beauftraat morbm
Professor Bruno Paul, der namhafte Architekt und Kunstgewerbler, ist von der Leitung der Vereinigten Berliner Staatsschulen für angewandte Kunst, der er 25 3ahre Vorstand, zu-'ickgetreten
Mazevomerschiacht in Sofia
Feuergesecht mazedonischer Parteigänger vor dem
Budapest, 28. Dez. (CRB.) Wie der „Bester Lloyd" meldet, kam es heute vormittag vor dem königsschtoh in Sofia zu einem schweren Feuergefecht zwischen den beiden verfeindeten Flügeln der mazedonischen Organisationen. Gegen 10 Uhr, als der Präsident der Sobranje zum König gerufen wurde, um mit ihm über die Lösung der Regierungskrise zu beraten, stießen zwei starke Gruppen der Mazedonier vor dem Schloß aufeinander. Ueber die Zusammenstöße wird folgende authentische Darstellung gegeben, aus der hervorgeht, daß es sich hierbei um einen neuen Anschlag des mazedonischen Bruderkampfes handelt und mit dem Rücktritt des bulgarischen Gesamtkabinetts nicht im Zusammenhang steht
Danach wurde am Mittwoch gegen Mittag aus den Schriftleiter Simeon E s t i m o f f, des Hauptorgans der mazedonischen (Emigration „Makedonia", ein Anschlag verübt, der in eine förmliche Strahenschlacht ausartete Als (Eslimofs den Platz vor dem königlichen Schloß beschritt, in dem gerade der König mit dem Präsidenten der Kammer die durch den Rücktritt der Regierung geschaffene Lage besprach, eröffneten zwei Männer in Jägerkleidung aus den Hauptschriftleiter ein Schnellfeuer aus Pistolen und Jagdgewehren und verletzten ihn schwer. Die Leibwache (Eftimoffs, die ihn stets zu begleiten pflegte, erwiderte das Feuer. 3n diesem Kreuzfeuer wurden vier zufällig vorübergehende Personen schwer verletzt.
von den Attentätern flüchtete einer in den nahen Stadtpark und setzte dort das Feuer gegen seine ।
bulgarischen KönigSschloß.
Verfolger fort. (Er konnte aber fest genommen werden (Ein weiterer Attentäter lief über den um die Mittagszeit stark belebten Boulevard „Zar- besreier" und schoß wild um sich. (Ein zufä lig des Weges kommender Offizier brachte ihn schließlich zu Fall, wobei der Altentäler einen Revolver und zwei Handgranaten verlor. Bei dem versuch, die Flucht sortzusehen, wurde er von einem Schutzpolizisten durch zwei Schüsse niedergestreckt und konnte in schwer verletztem Zustand verhaftet werden
Bei der Schießerei erhielt ein Polizeibeamter einen Kopfschuß, durch den er sofort getötet wurde. Ferner wurde im benachbarten Kriegsministerium ein am Fenster st ehender Beam- t c r durch eine verirrte Kugel ins Herz getroffen, so daß insgesamt zwei Todesopfer und sechs Schwerverletzte das (Ergebnis dieses neuesten Anschlages des mazedonischen Bruderkampfes ist. Die eine Gruppe bestand aus Anhängern Mihaj- l o w s, die andere aus protogerowisten. Am der Polizei nicht auszufallen, hatten sich die Anhänger der Protogerow-Gruppe als Jäger verkleidet, die Jagdhunde {nit sich führten. Das Kabinett Muchanoff zurückgettelen
Sofia, 28. Dez. (WTB.) Ministerpräsident Muchanoff hat heute die Demission seines Kabinetts eingereicht Der König hat die De- Mission angenommen und das scheidende Kabinett mit der Führung der Geschäfte beauftragt. Noch im Laufe des Vormittags hat der König de» Präsidenten der Sobranje, Malinofs, zu sich gebeten, um mit ihm die Frage der Bildung eines Kabinetts durchzusprechen
Aus der Provmzialyauplstadt.
Winterhilfe und Volksgemeinschaft.
Prof. Dr. Rauecker.
Winterhilfe ist zu einer gebieterischen nationalen Pflicht geworden. In allen Teilen unseres Vaterlandes haben daher die Organisationen der privaten Wohlfahrtspflege zu tätiger Mitarbeit aufg:rufen; überall toer en Kräfte mobilisiert, Hilssqueilen erschlossen, um zur Linderung der Not breiter Volksschichten angeseht zu toerden. Auch j)ie Reichsregierung hat ihre Mitarbeit an diesem sozialen Werk nicht versagt Sie hat, wie bekannt, mit größter Beschleunigung gehandelt und bereits vor Weihnachten zusätzliche Mittel für die Winterhilfe bereitgestellt. Drei Monate hindurch, von Januar bis März, werden damit alle Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosen- und Krisenunterstühung und in der öffentlichen Fürsorge, ferner bedürftige Empfänger von Zusahrente nach dem Reichsversorgungsgesetz. insbesondere also Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene, verbilligte Lebensrnit- tel und Brennstoffe erhalten. 35 Millionen werden hierfür von der Reichskasse aufgebracht.^ Von dieser Aktion, die über den Umfang der vorjährigen Reichshilfe hinausgeht, werden rund sieben Millionen Menschen erfaßt. Darüber hinaus sind im Rahmen des Notwerks der deutschen Jugend, wie es im We hnachtsaufruf des Reichspräsidenten und der Reichsrcgierung angekündigt wurde, für die gemeinsame Verpflegung jugendlicher Arbeitsloser weitere 4 Millionen vorgesehen
Die Reichsregierung Hai f.cy nut dieser Hilfsmaßnahme den Reihen der unermüdlichen Helfer angeschlossen, die aus Mitteln der privaten Wohlsahrtspslege seit Jahren den Aermsten der Armen Winter sür Winter zur Seite stehen. Sie hat damit zur Ausdruck gebracht, daß für sie nicht nur die Grundsätze der Staaksraison, sondern ebenso sehr die Prinzipien des sozialen Ethos und tatbereiter Menschenliebe maßgebend sind, wenn es gilt, bedrängte Volksgenossen vor bitterster Rot und Verelendung zu bewahren. Kein Zweifel, die Regierung ist mit dieser Tat dem Volk erheblich nähergerückt. Durch ihr beschleunigtes, von sozialem Verantworkungs- bewußtsein getragenes Handeln hat sie die gequälten Herzen von Hunderttausenden erwärmt. Das Wort von derGemeinschastzwischen Regierung und Volk, zwischen Führung und sreiwilliger Mitarbeit, ist in der Wohlfahrtspflege kein leerer Wahn, keine hohle Phrase mehr.
Soziales Handeln, wie es in diesen und ähnlichen Maßnahmen zum Ausdruck kommt, entspricht der Grundeinstellung der Reichsregierung. In seiner Rundfunkrede vom 15. Dezember hat Ixt Reichskanzler das unzweideutig zum Ausdruck gebracht mit den Worten, «... es ist etwas
Diel verlangt, in dieser schweren Krisen zeit freudige Mitarbeit zu verlangen, und doch weih ich. daß beim deutschen Voll auch dies möglich ist, wenn bei allen notwendigen Anordnungen der soziale Gesichtspunkt berücks chtigt wird". Namentlich aus dem Wege der Gegen- seitigkeitshilse, wie die Winterhilfe sie darstellt, kann dazu beigetragen werden, Mißtrauen und Zweifel zu beseitigen und den Gedanken der Gemeinschaft zwischen Regierenden und Regierten zu fördern. Ist es vermessen, zu hoffen, daß der Volksdienst der Winterhilfe, in der die Regierung gleichsam nur den „primus inter pares", den ersten unter sonst gleichwerten und gleichberechtigten Hilfsbereiten darstellt, der Ausgangspunkt sein könnte für eine neue Aera des Vertrauens?
Und nicht zu vergessen: Hinter der Winter- hilse steht der Reichspräsident, der erst unlängst wieder in einer Unterredung mit den Führern der Christlichen Gewerkschaften seine Volksverbundenheit erneut zum Ausdruck gebracht hat. Seine Aufzeichnung, die er der Deutschen Liga für freie Wohlfahrtspflege hat zugehen lassen, ist kein Lippenbekenntnis: „Die Not muß alles Trennende überwinden. Wer dem Ruf der Winterhilfe „Wir wollen helfen" folgt, der schafft neue Hoffnung und neuen ©laubcn an Volk und Vaterland." Bei diesem Merk also, an dem Reichspräsident, Regierung und öffentliche Körperschaften sowohl, wie private Organisationen und Einrichtungen gleichermaßen schaffen, darf keiner zurück st eh en. Cs ist nationale Pflicht keiner darf an der Abwehr- front gegen Not und Elend fehlen!
(Sicf,.ner Wochen Marktpreise.
® jeßen, 29. Dez. Cs kosteten auf dem heu- tigen Mochenmarkt Süßrahmbutter 120, Land- butter HO- 120 Pf. das Pfund, Kochbutter von 80 Pf. an, Matte 25-30 Pf. das Psd., Käse 5—10, (Sier, aust. 12-14, inländische 13—14 Ps das Stück, Wirsing, gelb 8—10, grün 12, Weiß- traut 6—8, Rotkraut 8-10, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben 8- 10, Spinat 20, Unter-Kohlrabi 6-8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25, Feldsalat 100. Zwiebeln 10, Meerrettich 35—50, Schwarzwurzeln 25—30, Kartoffeln 3, Aepsel 18—30, Dörrobst 35 40, Honig 40- 45, Nüsse 35—40. Gänse 70 80, Enten 80—90 Ps. das Psd., Tauben 40 bis 60. Blumenkohl 40 60. Endivien 10- 15. Lauch 5-10, Rettich 10-15, Sellerie 10—30 Pf. das Stück. Kartoffeln 2.50 Mt. per Zentner
Vornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag: Damen-Altersoereinigung 1883—1933, 20 Uhr, im Kühlen Grund", Besprechung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. „Wie sag' ich's meinem Mann". — Astorta-Lichtspiele, Seltersweg, „Rothaut".
•• Neujahrsspende durch Wohl- fahrtsbriesmarken. Die Deutsche Not- Hilfe schreibt. Zu Beginn des neuen Jahres helfe jeder mit ein paar Pfennigen den vielen Notleidenden dieses Winters, indem er seine Neujahrskarten und -briefe mit Wohlfahrtsbriefmarken frankiert. Die Marlen zu 4, 6, 12, 25 und 40 Pf. mit kleinem Wohlfahrtsaufschlag find nach dem In- und Auslande gültig wie gewöhnliche Briefmarken.
** Der neue Leiter der Heilanstalt bei Heppenheim. Der Medizinalrat Dr. Wilhelm Sch m e e I wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1933 an mit der Amtsbezeichnung „Obermedizinal- rat' zum Direktor der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Heppenheim ernannt.
** Abbruch in der oberen Bahnhofstraße. Gegenwärtig find Abbruchsarbeiten an dem Schuppen in der oberen Bahnhofstraße neben dem früheren „Felsenkeller", auf dem Grundstück von Wetterhahn, an dem Wege von der Bahnhofstraße zur Unterführung der Wieseck, im Gange. Der Schuppen war in der ersten Hälfte der Kriegszeit errichtet worden und diente damals zur Abfertigung der Paketpost für die in Gießen internierten Kriegsgefangenen. Nach dem Kriege wurde der Schuppen von Herrn Kaufmann Leopold Mayer zur Lagerung von Materialien gemietet. Einer Aufforderung des Stadtbauamts entsprechend, wird das Bauwerk beseitigt, um dem Straßenbild an jener Stelle ein besseres Aussehen zu verschaffen. Die Abbruchsarbeiten dürften voraussichtlich noch in dieser Woche beendet werden. Eine Bebauung des Grundstückes ist zur Zeit noch nicht vorgesehen.
** Leichenländung aus der Lahn. Gestern vormittag wurde aus der Lahn in der Nähe der Bootshäuser eine männliche Leiche geländet. Ter Tote hat offenbar schon lange Zeit im Wasser gelegen, denn seine Persönlichkeit war bei der Ländung unkenntlich. Bemühungen zur Identifizierung sind zur Zeit im Gange.
Oberbeffen.
Paratyphus Epidemie erloschen.
* Schotten, 28. Dez. Das Kreisamt Schotten bringt im Einvernehmen mit dem Kreisgefundheils- amt zur öffentlichen Kenntnis, daß die Paratyphus-Epidemie in den Gemeinden S i • chenhaufen und K a u 1 st o ß dank der getroffenen Maßnahmen und der verständnisvollen Mitarbeit der Bevölkerung als erloschen zu betrachten ist
Gemeiner Baumfrevel im Kurpark Salzhausen.
* Bad Salzhausen, 28. Dez. Kurz vor Weihnachten haben bis jetzt noch unbekannte Täter auf dem Raben st ein im hiesigen Äur«' park einem großen Teil der schönen Blaufichten die Kronen durch Ab- sägenae stöhlen. Vermutlich haben die gemeinen Baumfrevler die Spitzen der Bäume als Christbäume irgendwo auf den Markt gebracht. Die Kronen wurden in etwa 80 Zentimeter Höhe, von der Spitze an, abgeschnitten. Durch den Umfang des Frevels wurde das herrliche Parkstück am Raben stein empfindlich geschädigt.
Landkreis Gietzen.
x Wieseck, 28. Dez. Die Weihnachtsfeier des Frauenvereins wurde t>on Gedichten und musikalischen Darbietungen aus der Reihe der Kinder und Enkel der Mitglieder verschönt. Sie brachte außer der Ansprache des Orts- geistlichen eine Lichtbilderreihe „Die Frau im Dienste der Inneren Mission", cand. phil. Kling gab dazu die Erläuterungen. Eine Schattenbilderreihe zeigte noch „des Kirchenjahres Segensgang durch den Alltag des Lebens". Viel Freude bereitete eine Verlosung.
4 R^skirchen, 28. Dez. Der Gesangverein „Einigreit" hielt am zweiten Feiertag sein Wintervergnügen ab, das einen sehr harmonischen Verlaus nahm. Der erste Vorsitzende hielt eine Ansprache, und der im vergangenen Jahre neu- gegründete Gemischte Chor brachte unter Leitung seines Dirigenten Ehr. Möbus zwei Lieder zum Vortrag. Im weiteren Verlauf des Abends wurden ÄtDei Theaterstücke aufgeführt, die viel Beifall fanden. Gesangliche Darbietungen des Gemischten und Männerchores beschlossen den Abend.
ch. Burkhardsfelden, 27. Dez. Gestern veranstaltete der Turnverein „Gut Heil" einen Theaterabend. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden Fr. Stumps wurden zwei Theaterstücke aufgeführt. Die Darsteller ernteten großen Beifall. Anschließend sand eine Weihnachts- Verlosung statt. Der Rest des Abends war dem Tanz gewidmet.
5 Lollar, 28. Dez. Der Turn- und Gesangverein (Dirigent: Ehrenchormeister (Eberle) veranstaltete im Saal der Gastwirtschaft „Zum Schwanen" feine Weihnachtsfeier. Mit einer Ansprache eröffnete der Vorsitzende Philipp Harb u sch den Abend. Ein altes Weihnachtslied für fünfstimmigen gemischten Chor, sowie ein „Hirtenlied in der Weihnacht" für vierstimmigen Frauenchor fanden den Beifall der sehr zahlreichen Zuhörer. Ein von Kmdern des Vereins gespieltes, von den Sängern Walter Müll e r und Hartmut (Eberle eingeübtes Weihnachtsmärchen und ein Theaterstück, eingeübt von Malermeister Ludwig Hettche, der auch die schönen Kulissen gemalt hatte, gefielen außerordentlich. Eine aus den Mitgliedern Schön, Ziegler, (Eberle zusammen- gestellte Kapelle trug Deihnachtsmusik vor. Eine Verlosung und eine Bescherung für die Kinder der Mitglieder beschlossen die Feier.
I Oden Hausen (Lahn), 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der hiesige Gesangverein „ß t e b e r f r a n 3" in der Gastwirtschaft von Karber einen Familienabend ab. Der Vorsitzende Gottfried Fritz entbot den Willkommensgruß und gab in einer Ansprache einen kurzen Rückblick auf das letzte Vereinsjahr. Er hob hervor, daß der Verein gute Fortschritte zu verzeichnen habe, und gab der Hoffnung "usdruck, daß es trotz der Not Dir Zeit auch weiter vorwärts gehen möge. Bei Gesang, Humor und Verlosung verlebte man einige schone Stunden.
v. Londorf, 28. Dez. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der Radfahrer-Verein Rabenau in der gut besetzten Volkshalle sein diesjähriges Wintervergnügen. Nach der Begrüßungsansprache des ersten Fahrlehrers, der aus die Bedeutung des Radsports für die Ertüchtigung der Jugend hinwies, kam ein Schauspiel zur Aufführung. Die Mitwirkenden verstanden es, ihre Rollen gut zu geben. Der Beifall war daher auch sehr stark. Anschließend legten die drei Riegen des Vereins Zeugnis ihres rad-
)
j


