Ausgabe 
29.11.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

»*.'4

I8io6 Wete,

«uites«.

ßSÄ

Jthärf art. lag

Iaht tzS S* dem Licht ^oentszeit mit be- |u» Christus. °°r auch dos $ro= und man sah, haf> ^Mh-vLndt nuJ eine nette Un- "env geboten würde ' WMn, musiziert ^mchtbingk von dem Z. °n .tzmk in der yoftt emee chGichen f dichmLetmten he des Eemeinde-. 1 Unterschied poischen Greins und einem Te- i durch einen solchen DU^tfein der Gemeinde h !elbsl und gegenüber und daß eine Kirchen- faltigen Arbeit in den keine andere Aufgabe der Not das Wort der leitet zu jagen und zu Finsternis der Well, iwohl an die Ausfüh- ürer hohe Anforderun- rchfuhrung des Abends ir Verfügung gestellt: iehen (Sopran), grau- jen (Violine), Früulm n (Klavier) und #rr- )!ine). Außerdem »ir!« Stadtkirche, der 5ing^ Jugendvereinigung der iimm fang, von Leh- it begleitet, einige Ad- , von denen das Ad- st und jüßes hosien" ,en Beifall fand eine Wine), MomMent 'em IBaqcrüborf tzändet, bei der 6e« » und Ww n Heer K * »ein Zimmer viel MustkaM cor- m Adagio von lartim >tti in der Bearbeitung lusdruck kam. 5raultin bewältigte ihren Tart Serständnis und ftmer reube machten auch bie­der Jugendver« hnachtslieder m Mei-, rS' -'N drei Könige mit J Es knüpftanbiealte sabend arme MnM tassjg -SS 'V? £ armen i n ^ibft unbe-

<r hD Lnia dramatische

ss**r

M LmenS St ^^Dertirbech deutsch^ rOffh tut

zsrau

ft in geschm u jie s*>5® Z w'r -bentaum

ein. Hochwertige Wäsche, prächtige handgewebte. Teppichs. Kleiner, Anzüge, Decken, Kissen unb \ noch vieles andere, aus den bekannten Hand- rvcbstühlen hcrgestellt, ist zu sehen. Frau Hede Dietz i|i* wieder mit ihren Handarbeiten vertreten, in denen viel Wert und ebensoviel sorgfältige Arbeit vereinigt sind. Frau Helene Roese zeigt eine Fülle von handgewebten Stof­fen in ausgesuchten Farben mit schönen Mustern, Stosse für mannigfaltigste Verwendung; in einer kleinen besonderen Abteilung aber auch künst­lerischen Schmuck, silbergetriebene feine Stücke. Zwei Buchhandlungen haben ebenfalls wieder ausgestellt. Die Pfeiffersche Buchhand­lung, wie auch die Ferbersche älniVersi tätsbuchhandlung haben in sorgfältiger Auswahl Bilder- und Märchenbücher zu kleinen Ausstellungen vereinigt und lassen damit einen Ueberblid gewinnen über 1>as, was auf dem Gebiete des Kinderbuches in verantwortungs­bewußter Arbeit geschaffen wurde. Es sind viele lustige Dinge dabei. Stark ist das Kunstgewerbe in der Ausstellung vertreten. Die Kunsthand- lung I. Hirz hat neuzeitliches Porzellan in harmonischsten Formen, künstlerischen Schmuck, feine Gläser, Schalen, ausgezeichnete Plastiken, originelles Spielzeug aus Holz und anderem Material, Taschen aus Bast und zartem Schaf, lebet, Lampen in elegantesten und dezenten For- men, sowie noch viele andere Dinge ausgestellt, die wert sind, eingehend gewürdigt zu werden. Aicht weniger gute Dinge ähnlichen Eharakters zeigt das Dürerhaus Kühn. Hier gefallen schöne We.hnachtstransparente, Ehristbaumschmuck in einfachen Formen, aus Holz geschaffen, hand­gewebte Decken in geschickter Kombination der Farben und der Muster, schließlich aber auch Kinderspielzeug, das (einzelne Stücke wenigstens) unverwüstlich zu sein scheint. Die Töpserwaren vomDiPPelouis" lLudwig Kehler, Wie- seck), lenken wieder den Blick auf ein altes deut­deutsches Handwerk, das hier bei allem Festhalten <m der Tradition doch mit zeitgemähen Schop- fungen seine Existenzberechtigung beweist. Das Schuhhaus Süß stellt die Erzeugnisse einer vervollkommneten Industrie zur Schau und zeigt damit Schuhwerk, das nicht nur in geschmacklicher Hinsicht hohen Anforderungen entspricht. Das Thalysia-Hygiene-Reformhaus Gustel Schlum­berger ist mit den einschlägigen Artikeln ver. treten, und das Kräuterhaus Jung mit Reformernährungsmitteln der verschiedensten A.t.

Die Ausstellung in ihrer Gesamtheit dürfte auch in diesem Jahre wieder allgemeinem Inter- esse begegnen. Sie ist geeignet, für das bevor­stehende Weihnachtsfest Anregungen zu geben, läßt anderseits aber auch erkennen, mit welch' ernstem Bestreben man im Verband der Deutschen Frauenkultur um die Hebung der häuslichen Kul­tur an der Arbeit ist.

Taten für Dienstag, 29. November.

1780: die Kaiserin Maria Theresia in Wien ge­storben; 1802: der Dichter Wilhelm Hauff in Stuttgart geboren; 1839: der Dichter Ludwig Anzengruber in Wien geboren; 1856: der Reichs- kanzler Theobald von Bethmann-Hollweg auf Hohen- finow geboren.

vornotizen.

Tageskale nderfürDienstag. Stadt- theater: 20 bis 22 Uhr,lieber unsere Straft". Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand­platz, 15 bis 17 Uhr: Ausstellung. Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein: 20 Uhr, Neue Aula, VortragDer Spreewald". Deutsche Frauenkul­tur: 10 bis 20 Uhr, Billardsaal des Cafe Amend, Weihnachtsmesfe. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Friederike".

Der DeutscheSprachoerein Gießen veranstaltet am Donnerstag, 1. Dezember, 20.30 Uhr, im Hörsaal 54 des Univeriitäts-Dorlesungs- gebäudes einen Vortragsabend. Geheimerat Pro- fefsor Dr. B e h a g h e l spricht über das Thema Triebkräfte im deutschen Sprachleben". Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Wochcnmarktpreise.

(Sieben, 29. Rod. Es kosteten auf dem Heu. tigen Wochenmarkt: Süßrahmtutter 130 Pfennig das Pfund. Landbutter 130, Kochbutter ICO, Matte 25 bis 30, Käse (Stück) 5 bis 10, Wirsing (gelb und grün) 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut, Gelbe Düben, Rote Rüben je 8 bis 10, Spinat 15, älnter-Kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80, Zwiebeln 8 bis 10, Meer­rettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kar­toffeln 3, Aepfel 18 bis 35. Birnen 20 bis 35, Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 45, Düsse 35 bis 40, junge Hähne 70 bis 90. Suppenhühner 60 bis 80. Gänse 65 bis 75. Enten 80 bis 90; Tauben 50 bis 60 Pfennig das Stück, Eier (ausl. 12 bis 14 (inl.) 14. Blumenkohl 30 bis 60, En­divien 8 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 bis 10. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 35; Rotkraut 5 bis 6, Wirsing (gelb und grün) 4 bis 5 Mark.

** Die Verkehrsbeschränkung in der Kaplansgasse (Einbahnstraße von Bahnhof- straße nach Kreuzplatz) wird, wie das Polizeiamt Gießen mitteilt, um den Verkehr in der Bahnhof­straße durch die notwendig gewordene Sperrung der Marktstraße nicht abzudrosseln, ab 29. November probeweise aufgehoben. Den Fahrzeughaltern wird zur Pflicht gemacht, beim Befahren der Kaplans­gasse die größte Vorsicht walten zu lassen.

"Hawaii, das Paradies der Süd- fee. Die sonntägliche Kulturfilmvorstellung im Lichtspielhaus brachte ein sehr anregendes, unter­haltsames Programm. Dem eigentlichen Film ging ein Dortrag von Missionar Linnemann vor­aus, der von Hatoaii enählte, als von einer glück­lichen Insel, die vor Schönheiten der Landschaft überreichlich erfüllt «ei, Gegensätzlichkeiten aber aufweise, wie sie schroffer nicht gedacht werden können. Er führte die Zuhörer in die fruchtbaren Gefilde der Küste und auf Berge über 4000 Me- ter Höhe, die man auf dieser Insel kaum vermutet; er erzählte aber auch von dem luxuriösen Leben, das Amerikas Millionäre am Strande inszeniert haben, seitdem Hawaii Mote und Honolulu das Zentrum eines weltstädtischen Verkehrs geworden ist Mit betonterem Interesse lauschte man aber tfSi von Missionar ßinnepann gesungenen hawaiianischen Volksliedern, der Melooiosität der Sprache und den feinen Rhythmsn, die zwar in einigem europäisch anmuten, aber doch einen recht starken eigenen Charakter haben. .Der Vortrag wurde sehr dankbar auf genommen. Der Film (schon älteren Datums) brachte interessante Bil. ter. Besonders die Aufnahmen vvp dem groß, artigen Nationalsport ter Hawaiianer, dem Wel. lenreiten, gefielen gut Der Film schilderte weiter das völkische und wirtschaftliche Lehen auf ter Insel, das Getriebe in ter Hafenstadt Honolulu und zeigte die Welt der Vulkane, t>u? kochenden

Der Slraßenbahnverkehr nach Wieseck.

Wiederaufnahme des Straßenbahndienstes durch die Bahnhofstraße.

5. Dezember. Am Sonntag, 4. Dezember, nachmit­tags, erfolgt unter Anteilnahme ter Feuerwehr- verbände und Behörden die Einweihung ter Feuerwehrfachschule in ter früheren Bergkaserne, die sich für den genannten Zweck hervorragend eignet

Gestern vormittag fand die lantespolizeiliche Ab­nahme der neugebauten Straßenbahn st recke von der Marburger Straße / Ecke Wie - ecker Weg 11 s zur Gießener Senior- ungsgrenze ^mittelbar vor Wieseck tatt. Der Bau wurte in allen Teilen als einwand- rci befunden, so daß Strecke für den Verkehr reigegeben wurde. Gestery nachmittag unternahmen unter Führung von Bürgermeister Dr. Seid und Direktor Stolte die Mitglieder der Detrieds- deputation des Stadtrats uHb die Vertreter der Presse eine Besichtigungsfahrt auf der neuen Strecke, bei der man volle Zufriedenheit mit dem geschaf- enen Werk hören konnte. Gelegentlich dieser Be- ichtigungsfahrt wurden auch die weiteren Strecken­bauarbeiten in Wieseck selbst in Augenschein genom­men. Die Leitung der Straßenbahn hofft, den Slraßenbahnverkehr innerhalb Wiesecks etwa Mitte Dezember aufnehmen zu können. Heute früh setzte nun der fahrplanmäßige Straßenbahn- verkehr zwischen Gießen und Wieseck ein. Hierbei wurde der erste Wagen, der planmäßig die Strecke befuhr, von dem Wagenführer Beyer geführt, während am Motor des zweiten Wagens der Wagenführer Becker stand. Für beide Wagen- ührer handelte es sich dabei um ein Ereignis besonderer Art, denn sie gehören beide zu dem Personal, das vor 23 Jahren bei der Ersetzung des damaligen Omnibusbetriebes durch die Straßen-

Lavaseen, die zur Rächt einen einzigartigen An­blick bieten mögen. Der letzte Teil des Bildstrei­fens führte auf die Insel ter Verbannten, auf die Insel derer, die nie zur Menschheit zurückkehren dürfen, auf die Insel der Aussätzigen. Von man­cherlei Eindrücken erfüllt, verlieh man dankbar das Haus.

** Hessische Vereinigung für Volks- kund e. Am Montag, 5. Dezember, findet in Darm- tobt die ordentliche Mitgliederversammlung der Hessischen Vereinigung für Volkskunde statt. An die Versammlung schließt sich ein Vortrag von llnioer- itätsprofessor Dr. Friedrich Maur e r (Erlangen, rüher in Gießen) überZeitliche, räumliche und chichlmäßige Betrachtung in der neueren Sprach- und Volkskundesorschung" an.

* Schwesternschaft deS Iungdeut- schen Ordens. Man schreibt uns: Dieser Tage veranstaltete die Schwesternschaft des Iungdeut- scheu Ortens ihren Schwestern abend, den Frau Gebhardt leitete. Anläßlich des Totensonn­tags gedachte sie eingangs ter verstorbenen Schwestern. Rach Erledigung interner Angelegen­heiten wurde das von dem Hochmeister Artur M a h r a u n neu herausgegebene Heft »Der große Plan eingehend erörtert, welcher sich sehr aus- führlich mit dem Siedlungsproblem befaßt. Es sollen zirka 1 Million Siedlerstellen geschaffen und die Beseitigung ter Arbeitslosigkeit eingeleitet werten, so daß Handwerker der verschiedensten Zweige, sowie die Industrie Arbeit erhalten. Ferner wurde die herannahente Adventsfeier be­sprochen, die am 13. Dezember stattfinden wird und zu deren Gelingen alle beitragen sollen, um auch den eingelatenen Freunden und Gästen einen bleibenden, eindrucksvollen Abend zu bieten.

** V H C. Gießen. Man berichtet uns: Am Sonntag veranstaltete der DHC. Gießen seine letzte diesjährige Vereinswanderung. St. Petrus hatte, wohl als Entschädigung für die Unbilden der bei­den vorherigen Wanderungen, den 60 Teilnehmern einen prächtigen Wandertag beschert. Sogar die Sonne, die sich in letzter Zeit so rar gemacht hat, gab der stattlichen Wanderschar auf der ganzen Strecke das Geleite. Der Marsch führte dem Schrei- berwcg entlang zum Alten Watzenborner Weg und von da auf manchmal recht weichen Waldpfaden hinauf zur Theodorsruh, wo sich die Teilnehmer an dem hübschen Blick nach dem Schiffenberg er­freuten, weiter an der Nicolausquelle vorbei zur Rast nach der Rindsmühle. Nach genügender Er- holung ging es auf den meist unbekannten Wegen über einen Höhenrücken nach Klein-Linden. Klare Luft ermöglichte unterwegs wunderbare Ausblicke nach den Höhen des Taunus, des Westerwaldes und den Lahnbergen. Bei der Schlußrast in Klein- Linden, wo sich noch viele Nachzügler eingefunden hatten, erschien auch zur großen Freude der zahl­reichen Kinder Knecht Ruprecht, um in reichlichem Maße seine Gaden auszuteilen. Auch der humor­volle Bericht eines Vereinsbruders über die ver­regnete Septemberwanderung erweckte viel Heiter­keit. Unter dem Gesang einiger Wanderlieder wurde am Spätnachmittag der Heimmarsch angetreten.

Amtsgericht Gießen.

Der verantwortliche Redakteur terOber* hessischen Tageszeitung" in Gießen hat am 20. Juli in Rr. 39 unter der UeberschriftEin merkwürdiger Vertreter ter Landwirtschaft" einen Artikel erscheinen lassen, in dem dem Vorstand des Landwirtschastsamts in Büdingen u. a. zum Vorwurf gemacht wurde, er traktiere die Schüler im Unterricht mit Zentrumspolitik und habe in ter Schule Ausdrücke gebraucht, die den land­wirtschaftlichen Berufsstand als solchen schwer kränken müßten. Das sind nach der erhobenen Klage nicht erweislich wahre Tatsachen, die ge­eignet sind, den Beamten in der öffentlichen Mei­nung herabzuwürdigen. Seine vorgesetzte Be­hörde, das Ministerium der Finanzen, Abteilung für Ernährung und Landwirtschaft, stellte deshalb gemäß § 196 StGBs. Strafantrag wegen Be­amtenbeleidigung. Der Beleidigte schloß sich ter öffentlichen Klage als Rebenkläger an. Ein Vertreter des vorgenannten Ministeriums war in ter Hauptverhandlung erschienen. In ihr versuchte ter Angeklagte, der den Artikel nicht selbst verfaßt hat, aber glaubte, auf die Zuver­lässigkeit seines Gewährsmannes bauen zu dürfen, den Wahrheitsbeweis zu erbringen. Es gelang ihm aber nicht; auf Grund ter Beweisaufnahme gewann er vielmehr die lleberxeugung, daß er bie beiden Vorwürfe nicht aufrechterhalten könne. Der Redakteur gab auch eine diesbezügliche Er­klärung ab und nahm die Vorwürfe unter dem Ausdruck des Bedauerns zurück, verpflichtete sich auch, alle Kosten, einschließlich derjenigen ter Rebenklage, zu zahlen. Der Vertreter des Finanz­ministeriums und ter Rebenkläger zogen darauf­hin ihre Anträge zurück unter ter Voraussetzung ter Zahlung der Kosten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Erfolgt diese nicht, so wird das Der- fahren wieder ausgenommen. Dem Beleidigten wurde auch die Befugnis zugesprochen, nach der Einstellung des Verfahrens die Erklärung des Angeklagten in demBüdinger Allgemeinen An- aeiget zu veröffentlichen.

bahn von der Stadt Gießen mit übernommen wurde. Beide machten damals die letzte Omnibusfahrt von Wieseck nach Gießen. Nunmehr hatten sie Ge- legenheit, eine neue Linie nach unserem Vorort mit einem neuen und besseren Verkehrsmittel zu er­öffnen. Herr Beyer steht jetzt übrigens seit 25 Jahren im Dienste unseres Verkehrswesens, und zwar war er 2 Jahre bei dem Omnibusbetrieb tätig, feit 23 Jahren ist er bei der Straßenbahn. Herr Becker kann im Jahre 1934 fein 25jähriges Dienstjubiläum begehen.

Seit heute früh ist auch der Straßenbahn- verkehr durch die Markt st raße und Bahnhof st raße zum Bahnhof wieder im Gange. Damit ist der Verkehrszustand wiederherge­stellt worden, der am 31. Dezember 1930 durch die Stillegung der Dahnhofstraße-Linie beendet worden war. Nach nahezu zweijähriger Ruhezeit auf der Bahnhofstraße-Strecke konnten nunmehr durch die Derkehrserweiterung nach Wieseck auch die Wünsche der Bahnhofstraße usw. nach Wiederaufnahme des Straßenbahnoerkehrs erfüllt werden.

Die Wagen der roten Linie verkehren nunmehr von der V o l k s h a l l e über den Marktplatz durch die Bahnhofstraße zum B a h n h o f und umgekehrt, die Wagen der grünen Linie fahren von Wieseck über den Marktplatz durch den Selters®eg zum Bahnhof und in gleicher Weise zurück.

Als am 11. Juni 1932 eine Anzahl Rational­sozialisten, unter ihnen der in Aussicht genommene Redner, einKellner, inLollar auf demHeimweg von einer Versammlung begriffen war, Die von ter RSDAP. einberufen, aber alsbald wegen man­gelnder kreisamtlichen Genehmigung ter Auf­lösung verfallen war, folgte ihnen fast auf dem Fuße unter lautem Gejohle eine Menge Ver­sammlungsteilnehmer, meist politische Gegner, darunter die vier Angeklagten. Der jüngste von ihnen 18 Jahre alt hat die dann folgende Schlägerei heraufbeschworen, intern er mit dem angefugten Redner anband und ihn schwer be­leidigte. Die Rationalsozialisten wurden von den Angeklagten gemeinschaftfich geschlagen und ge­treten, einer auch durch eine Luftpumpe verletzt. Soweit elftere sich wehrten, befanden sie sich in Rotwehr. Sie waren die Angegriffenen. Die beiten Angeklagten, die gleichzeitig einer Be­leidigung für schuldig befunden wurden, erhielten eine Gesamtgefängnisstrafe von je drei Monaten und einer Woche; ter dritte Angeklagte wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, der vierte wegen man­gelnden Beweises freigesprochen. Die Bestrafun­gen wegen ter Körperverletzungen, denen fraglos politische Beweggründe zugrunde lagen, erfolgten in Anwendung des § 223 StGBs. und des § 12 ter Verordnung des Reichspräsidenten gegen po­litische Ausschreitungen vom 14. Juni 1932. Mil­dernde Umstände wurden auf Grund der gleichen Verordnung versagt.

Einweihung der Zeuerwehrfachschule für Hessen.

Friedberg, 28. Rov. (WSR.) Die vom Landesverband der hessischen Feuerwehren ins Leben gerufene Feuerwehrfachschule für Hessen beginnt ihren Unterricht erstmalig am

Großfeuer im Oittkreis.

(D Niederweidbach, 28. Nov. In der Nacht zum Sonntag gegen 2 Uhr brach in dem Anwesen des Wilhelm W a l b r e ch t von hier Feuer aus. Als es bemerkt wurde, stand die Scheune be­reits in hellen Flammen. Das Feuer brei­tete sich rasch auf Nebengebäude aus, so daß auch von dem Anwesen des Karl Neuhaus Stall und Scheune ein Opfer der Flammen wurden. Die Gebäude brannten vollständig nieder, doch konnte das Vieh rechtzeitig gerettet werden. Die herbeigeeilten Feuerwehren des Ortes, sowie von Ahrdt, Roßbach, Oberweidbach und die Motorspritze von Bischoffen konnten ihre Aufgabe nur darin erblicken, die angrenzenden Ge­bäude zu schützen. Die Ursache des Brandes ist noch nicht festgestellt, doch sind Untersuchungen seitens des Staatsanwaltes in Marburg eingeleitet.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck über der Biskaya und Frankreich hat seinen Weg ostwärts nach dem Kontinent ge­nommen, dabei einen Kern über Nordfrankreich und den anderen über Ostdeutschland entwickelt. Ab- sinkende Luft wird die Wolkendecke auflösen, so daß nachts leichter Frost auftritt. Die Störungstätigkeit im Norden, besonders das Herannahen einer neuen Störung über Island, dürfte aber später wieder maritime Luft nach dem Festlande vorschieben und Milderung, sowie Bewölkung bringen.

Aussichten f ü r Mittwoch: Leichter Nacht­frost, bewölkt mit Aufklaren,' trocken.

Aussichten für Donnerstag: Anfäng­lich leichter Nachtfrost, dann Uebergang zu milderem Wetter mit Eintrübung und Niederschlagsmöglichkeit.

Lufttemperaturen am 28. November: mittags 6,2 Grad Celsius, abends 5,6 Grad; am 29. November: morgens 0,6 Grad. Maximum 6,5 Grad, Minimum 0,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. November: abends 4,9 Grad; am 29. November: morgens 2,4 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm.

Daß Du mit Deinen Hämorrhoiden

Immer noch diese schwere Arbeit machen kannst, ist nicht zu glauben!

Es war einmal, Karl. Der Meister hat mir ein glänzendes Mittel empfohlen Das habe ich 14 Tage angewandt Jetzt bin ich die Hämor­rhoiden los. Ich bin wie neugeboren. Es heißt Posterisan und ist in jeder Apotheke erhältlich. Die Salbe für HM. 1,59, die Zäpfchen für RM 2,37,

Geld für Zigaretten aus­geben möchten. Es ist natürlich schwer, für jemanden,der sich an bessere Marken gewöhnt hat,billigeren Sorten Geschmack abzugewin« nen.Wenn Sie Jhrer Frau die kleine Freude ma­chen wollen,ohne selbst ein Opfer zu bringen, dann sollten Sie OBE RST rauchen,die aufd'/sPfg herabgesetzte 5Pfg- Zigarette. Die ist echt macedonisch, die ist mild und aromatisch, wie Sies gewöhnt sind.

"beider nach teurer JdarkenJlrt sich Jtilde mit AROMA paart.

OBERST

die 3/39fy-Zigarette

Sieber uräröt sich M ittui a a wenn Sie nicht so viel

MM

/