fi.J.'fporf
Oie oberhessischen Reiter in Homberg.
Große militärische Vorführung des Gießener Bataillons.
=er. Homberg, 27. Sept. Die Leitung des Alsfelder Reit- und Fahrvereins hatte diesmal Homberg zum Turnierort gewählt. Die Stadt hatte festlichen Flaggenschmucl angelegt. Für Mann und Pferd waren die Quartiere auf das Beste vorbereitet.
Bereits am Freitag traf der B e g l e i t - u g der 4. (M.-G.) Kompanie des I. Datl. Inf.-Regts. Rr. 15 aus Gießen in Homberg ein. Die Mannschaften wurden begeistert empfangen. Das eindrucksvolle Bild des Girrzugs der Gießener Reichswehr wird allen Zuschauern lange in Erinnerung bleiben.
Am Samstagmorgen sah der Himmel bedenklich ans. Zum Patrouillenritt hellte sich das Wetter aber auf. Graf von Bredow (Al- tenburg) gab den Preisrichtern letzte Anweisungen. Rach dem Kleinkaliberschießen starteten die Mannschaften zum
Patrouillenritt.
Dieser gliederte sich in drei Abschnitte, und zwar in einen Patrouillenritt für ländliche Reiter, in einen Geländeritt für ländliche Reiter und einen Geländeritt für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Reichswehr. Es galt fünf Kilometer mit zwölf Hindernissen zu überwinden. Ein besonderes Schauspiel war das Durchreiten der Ohm bei der Herrnmühle. Der Patrouillenritt verlief gut. Rach etwa 20 Minuten kamen die Reiter in Düßfeld an. Die Hindernisse wurden flott genommen.
Am Samstagabend fand dann im Saale des . Frankfurter Hofes" ein
Vegrühungsabend
statt. Graf von Bredow hielt die Begrüßungsansprache. Er dankte vor allem den Veranstaltern des Turniers, der Stadt Homberg für die gastfreundliche Aufnahme, den anwesenden Starkenburger Reitern und der Reichswehr für ihre Teilnahme. Bürgermeister Schweiler (Homberg) begrüßte die Reiter im Ramen der Stadt. Der 1. Vorsitzende des Provinzialverbandes Oberhessen, Rittmeister a. D. L eipo ld, gab seiner Freude über die Beteiligung der Starkenburger und der Reichswehr Ausdruck. Der° Chef der Gießener Maschinengewehrkompanie, Hauptmann H o f m a n n. dankte der Stadt Homberg für die gastfreundliche Aufnahme von Mann und Pferd. Zum Schluß sprach noch Landstallmeister a. D. S ch ö r k e. Er überreichte dem Führer der besten Patrouille, Herrn Simon (Zell), einen silbernen Decher.
Am Sonntagmorgen wurden dann bei gutem Wetter die Vorprüfungen für dieReit- undDressurprüfungen vorgenommen. Gegen 14 Uhr begann der Parademarsch der ländlichen Reitervereine, der einen eindrucksvollen Verlauf nahm. Inzwischen hatte sich eine nach Tausenden zählende Zuschauermenge eingefunden. Feuerwehr und Sanitätskolonne standen für Helferdienste bereit.
Die Reiterwettbewerbe
vollzogen sich in mehreren Gruppen. Die 1. Gruppe zeigte Jagdspringen über sechs etwa 70 Zentimeter hohe Hindernisse. Die folgenden Schaunummern der Abteilungen Arnsheim und Gleen sanden stürmischen Beifall. Zn der Gruppe 2 (fortgeschrittene) waren acht etwa 90 Zentimeter hohe Hindernsise zu nehmen. 3n Gruppe 3 traten die Reichsweyrangehörigen, Gediente und Sieger zum Jagdspringen an. 3m weiteren Verlauf der Veranstaltung zeigte die Abteilung Zell eine interessante Schaunummer. 3n der vierten Gruppe, an der mir Reichswehrangehörige beteiligt waren, galt es, zehn Hindernisse von 1,10 Meter Höhe zu überwinden. Hans Freiherr von Schenck zu Schweinsberg * Kirtorf bot ein Reit- Tandem und leitete die beiden Pferde in allen Gangarten sehr geschickt. 3n der Gruppe 5 war «ine Dressurprüfung fürReichswehr- angehörige, Gediente und Sieger ausgeschrieben. Ein Viererzug, den die Landwirte von Eudorf zusammengestellt hatten, fand starken Beifall. Mit großer Spannung erwartete man die
militärischen Vorführungen de» Begleitzuges der 4. 7NG.-ttomponie der Gießener Reichswehr.
Feldmarschmäßig ausgerüstet erschien dieser Zug, bestehend aus dem Zugstab und drei vierspännigen Maschinengewehr-Fahrzeugen. Zunächst wurde dem Bataillons-Kommandeur, Oberstleutnant
Klepke, Meldung erstattet. Auf den Befehl „Marsch" setzte sich dann der Zug zu den verschie- denen Gangarten, die exakt ausgeführt wurden, in Bewegung. Das Durchparieren klappte vorzüglich. Rach einem schneidigen Galopp fuhren auf den Pfiff des Führers die Fahrzüge nebeneinander auf, und auf Pfiff wurden die Maschinengewehre „freigemacht" und etwa 20 Meter hinter den Fahrzeugen in Stellung gebracht. Es folgte die Zielansprache des Führers, und auf das Kommando „ein Gurt Dauerfeuer" fingen auf einen Schlag trie drei Maschinengewehre zu knattern an. Dann schwiegen alle Gewehre, der Schühenwechsel wurde vollzogen, und aufs neue schossen die MG's. Rach dem „Gewehre an Ort!" — „ Fertig zum Aufsitzen!" — hieß es „Aufgesessen!" und mit einem Ruck saß alles auf seinem Platz. Auf Pfiff und Zeichen des Führers setzte sich der Zug wieder zu den verschiedenen Gangarten in Bewegung. Die Fahrzeuge hielten dann auf der langen Seite, die Gewehre wurden zum Fliegerschuß „freigemacht", eine Fliegerlafette aufgesetzt und gleichzeitig erschallte das Knattern der MG's. Ebenso schnell brachte man die Gewehre an Ort. Es folgten die verschiedenen Gangarten: zum Schluß marschierte wieder ter Zug nebeneinander vor dem Bataillons-Kommandeur auf, die Vorführung war beendet. 3m Trab und langgestrecktem Galopp verlieh der Zug unter anhaltendem, begeistertem Beifall den Turnierplatz. Voll befriedigt von dem Gebotenen verlieb man die Turnierstätte.
Oie Siegerliste.
Am Abend fand die Preisverteilung statt. Die nachbenannten Reiter wurden mit Preisen bedacht:
Patrouillen-Geländeritt für ländliche Reiter: 1. Preis, Führer: G. Simon, Zell; H. Becker, Zell; K. Dölzing, Zell; H. Wald, Heimertshausen; 2. Preis, Führer: A. Röcker, W. Riklas, W. Lerch, W. Reichert, sämtlich Weitershain; 3. Preis, Führer: Graf H. v. Bredow, Altenburg; E. Knell, Heidelbach: E. Seim, Heidelbach; R. Weber, Alsfeld. Die Patrouillen mit den Führern: K. Röthe, Dohelrod; W. Krug, Geilshausen; O. Schönhals, Arnshain; H. Theiß, Düßfeld; H. Schudt, Londorf; erhielten die folgenden fünf Preise.
Gelanderitt für ländliche Reiter: 1. F. Decker, Maulbach; 2. H. Schlörb, Schotten; 3. H. Reuter, Düßfeld; 4. K. Born, Homberg; 5. R. Spanier, Schotten; 6. A. Schäfer, Düßfeld; 7. P. Decker, Kirtorf.
Geländeritt für Angehörige der Reichswehr: 1. Hauptmann Hoffmann, 2. Hauptmann v. Stockhausen, 3. Leutnant Dreit- haupt, 4. Obergefreiter älrmiher, 5. Unteroffizier Fischbach, 6. Obergefreiter Euler, 7. Oberleutnant Schäfer.
Jagdspringen Klasses (Anfänger): 1. H. Wallach, Alsfeld; 2. E. Seim, Heidelbach; 3. E. Cloos, Arnshain; 4. W. Eckstein, Arnshain; 5. H. Decker, Zell.
3agdspringen KlasseA (Vorgeschrittene): 1. Graf H. v. Bredow, Altenburg; 2. E. Decher, Arnshain; 3. K. Rüger, Eudorf; 4. A. Schäfer, Eudorf; 5. 3. Bock, Schadenbach; 6. G. Simon, Zell.
Jagdspringen, Klasse A, für Reichswehrangehörige, Gediente und Sieger: 1. Leutnant Dreithaupt, 2. Obergefr. Luckhardt, 3. Karl Röthe, Dohelrod, 4. Obergefr. Euler, 5. Obergefr. Treiber, 6. Hauptmann v. Stockhausen.
Jagdspringen, Klasse L, für Reichswehrangehörige : 1. Hauptmann Hoffmann, 2. Oberleutnant Schäfer, 3. Hauptmann v. Stockhausen, 4. Obergefr. Adam.
Dressurprüfung, Klasse A, für Reichswehrangehörige, Gediente, Reiter und Sieger: 1. H. Schudt, Londorf ; 2. Hauptm. v. Stockhausen; 3. Obergefr. Treiber; 4. Leutnant Breithaupt.
Reiterprüfung, Klasse A (Anfänger): 1. A. Hussel, Solms-Laubach; desgl. P. Decker, Kirtorf; 3. E. Seim, Heidelbach; 4. O. Rühl, Laubach (Reit. Tröller-G.); 5. R. Stoll, Solms-Lau- bach; 6. H. Decker, Zell; 7. H. Wallach, Alsfeld.
Reiterprüfung (Vorgeschrittene): 1. G. Simon, Zell; 2. 3. Bock, Schatenbach; 3. Graf v. Bredow, Altenburg; 4. E. Knell, Heidelbach; 5. H. Wald, Heimertshausen; 6. F. Becker, Maulbach; 7. Schudt, Rieder-Ohmen.
Vielseitig keitsprüfung für Reichswehrangehörige (Gesamtbewertung der einzelnen Preisbewerbungen; Geländeritt, Dressurprüfung
und Jagdspringen): 1. Leutnant Dreithaupt; 2. Hauptmann v. Stockhausen; 3. Obergefr. Euler; 4. Obergefr. Treiber; 5. Obergefr. Adam.
Das Turnier stand unter der Leitung der Herren Graf von Bredow, Altenburg, und Dr. K. Buhl, Homberg. Rur der vorzüglichen Ausarbeitung ihrer Pläne und der vortrefflichen Organisation ist die glatte und reibungslose Abwicklung ter gesamten Veranstaltung zu danken.
Handball im Gau Hessen (D. T.)
Io. Pohlgöns I — Io. 1846 Gießen I 4:5 (0:3).
Rach dem Verlust des ersten Verbandsspieles gegen Münchholzhausen auf eigenem Platze, standen die Aussichten für die 1846er in Pohlgöns nicht allzu günstig. Wenn die Mannschaft ihren pielstarken Gegner knapp aber sicher besiegen onnte, so ist das darauf zurückzuführen, daß ie von einem seltenen Kampfgeist beseelt war. Besonders der linke Flügel des Sturmes, Gruber, Freh und Horeyseck war hervorragend. Die Hintermannschaft, in der Reuroth und Schäfer ein vielversprechendes Debüt gaben, schlug sich tapfer, hatte allerdings auch in Kern einen Schlußmann, der sehr sicher die schärfsten Schüsse meisterte. Die Platztesiher legten zwar einen riesigen Eifer an den Tag, waren aber in Technik
und Spielaufbau etwas unterlegen. In der ersten Halbzeit stellten die 1846er schon ihren Sieg sicher. Sie führten bei der Pause durch schöne Würfe von Frey und Gruber 3:0 und erhöhten kurz nach Anpfiff auf 4:0. Dann drängte Pohlgöns gewaltig und konnte kurz hintereinander drei Erfolge erzielen. Gießen erhöhte dann auf 5:3. Kurz vor Schluß erzielten die Platzherren ihr 4. Tor. R o l d, Wetzlar, war dem Spiel ein guter Leiter.
DfB. Gießen.
VfB. 1. 3ugb. — VfB. kurhesfen Marburg 1.3ugb. 3:4 (1:1).
Die beiden 1. Jugendmannschaften der Ramens- vettem lieferten sich einen hochinteressanten Kampf. Marburg war technisch besser und auch körperlich stärker. Die Außenstürmer Marburgs waren ausgezeichnet in Form, ebenso der Torwart, der das Spiel gewinnen half. Die DfD'er spielten im Sturm sehr fahrig, es hätte sonst das Resultat anders gelautet.
Die 1. Schüler gewannen ihr zweites Pflichtspiel ebenfalls. Wiesecks Schüler wurden 5:0 geschlagen. Die Kleinen sind gut eingespielt, so daß sie trotz ihrer zumeist körperlichen Unterlegenheit die Spiele beherrschen.
Wirtschaft.
Frankfurt und Köln erhalten Stundung.
Wie ter Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat das preußische Staatsministerium das Gesetz tetr, die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen vom 4. Dezember 1899 auf die Schuldverschreibungen von Gemeinden und Gemeindeverbänden für anwendbar erklärt. Für die Gemeinden und Gemeindeverbände, insbesondere für die Städte Frankfurt a. M. und Köln, deren kurzfristige Schuldverschreibungen am 1. Oktober zur Einlösung fällig werten, ist nunmehr die Möglichkeit eröffnet, mit den Gläubigern der Schuldverschreibungen wegen einer etwaigen Stundung in Verhandlung zu treten. Das Staatsministerium hat zugleich, um diese Verhandlungen nicht durch das Fälligwerden der Schatzanweisungen zu stören, die zuständigen Regierungspräsidenten ermächtigt, anzuordnen, daß die Verpflichtungen zur Einlösung ter am 1. Oktober fällig wertenden Schahanweisungen der Städte Frankfurt a. M. und Köln bis zum 31.Dezember 1 9 3 2 gestundet werden. Die Regierungspräsidenten werten von dieser Ermächtigung Gebrauch machen und noch vor dem 1. Oktober die Stundung anordnen.
• Gelsenkirchener Dergwerks-AG. Essen. In ter gestrigen Aufsichtsratssitzung ter Gelsenkirchener Dergwerks-AG., Essen, wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1931/32 genehmigt. Es wurde beschlossen, neben der regelmäßigen Abschreibung auf Werksanlagen in ter gleichen Höhe des Vorjahres von rd. 5,7 Mill. Mk. aus dem diesjährigen Reingewinn eine Sonterabschreibung auf Beteiligungen in Höhe von 7,5 Mill. Mk. ter GV. vorzuschlagen, so daß zum Vortrag 6 206 132 (6 734 365) Mk. verbleiben (i. V. 6 Proz. Dividende aus 21,97 Mill. Mk. Reingewinn). Die Beteiligungen und Wertpapiere, die für die Gesellschaft keinen Dauertesih darstellen, werden alsdann mit einer den derzeitigen Verhältnissen entsprechenden Bewertung eingesetzt sein.
* Adlerwerke form. HeinrichKleher AG., Frankfurt a.M. Wie die Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG-, Frankfurt am Main, mitteilen, ist der Absatz der beiden 1,5-Liter-Typen „Primus" und'„Trumps" weiterhin gut. Besonders auch das Ausland zeigt erhebliches Interesse für diese Wagen. Beide Typen sollen nun als Cabriolets, wie als Limousinen in neuartiger Karosserie - Ausführung auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Paris gezeigt werden. Dort wird ferner ein Adler- Favorit-Cabriolet ausgestellt sein, dessen Karosserie nach einem Entwurf von Prof. Gropius ausgeführt wurde.
Frankfurter Abendbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 28. Sept. Die Geschäftsstille des Mittagsverkehrs blieb auch an der Äbendbörse in weitestgehendem Umfange bestehen, da Anregungen irgendwelcher Art fehlten. Die Berliner Schlußnotierungen blieben gut behauptet mit Ausnahme von Bemberg, die ihren Rückgang weiter um 1 v. 5). fortsetzten, aber 21 tu blieben unverändert. Im Verlaufe war es zwar sehr st i l l, doch nannte man etwas höhere Kurse, besonders für Betula, die etwa 0,5 v. ch. anzogen. Auch Bemberg waren leicht erhöht. Einiges Interesse bestand ferner für Buderus auf den Zusammenschluß mit dem Hessen-Nassauischen
chüttenverein, die 1 v. ch. gewannen. Bon Kassa- werten waren Chemische Albert zu 34,75 v. ch. gesucht und gegen heute mittag fast 3 o. ch. höher. Deutsche Anleihen waren gut behauptet, Altbesitz lagen etwas höher. Schutzgebietsanleihe waren zu 5,35 v. ch. angeboten. Goldpfandbriefe gaben zum Teil leicht nach. Bon fremden Werten blieben Mexi- taner gesucht. Neubesitzanleihe 6,85, Altbesitzanleihe 55,65, Schutzgebietsanleihe 5,40, 5-v. ch.-innere-Mexi- taner 3,90 bis 4, Buderus 41 bis 41,50, Phönix 25,90. Atu 58,25, AEG. 33,75 bis 33,50, Betula 112,13 bis 112,50 bis 112,25, Bemberg 55,75 bis 56,25, JG.-Farben 100,40, Aschaffenburger Zellstoff 32, chapag 18, Norddeutscher Lloyd 18,40.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artitel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) Achtet auf Rowdys!
In dankenswerter. Weise sind vor einigen Jahren etliche Ruhebänke entlang dem Waldrand im Bergwerkswald (hinter den Gailschen Tonwerken) aufgestellt worden. Bon vielen Spaziergängern wurde dies aufs wärmste begrüßt, denn man konnte doch hier unter schattigen Bäumen ausruhen und den schönen Blick nach der Stadt genießen. Mit Bedauern und Empörung zugleich muh man aber bereits seit einiger Zeit feststellen, daß die erste Dank, vom Gailschen Tonwerk aus gesehen, durch rohe Hände in einen Zustand versetzt worden ist. daß sie kaum noch benutzt werden konnte, obwohl die Bank äußerst stabil gebaut war. Eine Ungeheuerlichkeit ist es geradezu, wenn man sehen muh, dah man sich nicht gescheut hat, nun auch die Dank regelrecht umzustürzen, was übrigens schon einmal zu beobachten war. Dem Publikum, das gerne einige Stunde Ruhe und Erholung im Walte sucht, muh durch solche Vorkommnisse die Freude an seinen Spaziergängen natürlich genommen werden. Im Interesse der Erhaltung solcher Anlagen mochte ich an die Forsttehvrde und an alle Spaziergänger, denen daran gelegen ist, die Ditte richten, auf alle Personen zu achten, die solche der Allgemeinheit dienenden Anlagen mutwillig zerstören, um die Frevler der gerechten Strafe zuzuführen. R. Sch.
Kirchliche Nachrichten.
3sraelitische Gemeinden.
3fraelitifd}e Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 1., und Sonntag, 2. Oktober: N e u j a h r s f e st. Samstag. Bor- abend 5.45 Uhr; Predigt; morgens 7.30; Pre- digt 9.15; nachmittags 4. — Sonntag. Vorabend 6.45; morgens 7.30; nachmittags 6.10; Festesausgang 6.45 Uhr. — NB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht aestattei.
3sraelitifche Religionsgesellfchasl. Samstag, i. Oktober, und Sonntag, 2. Oktober: Neuahr s f e'st. 1. lag: Vorabend 5.35 Uhr; Predigt; morgens 6 Predigt; nachmittags 4. — 2. Tag: Vorabend 6.50; morgens 6; nachmittags 4; Festesausgang 6.50. — Wochengottesdienst morgens 5.30; abends 5.30 Uhr.
Sprechstunden Der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H-, Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Äerlln
$ranl[urt a. M.
Derlln
Schluß- kurö
Schluß!. Abend- börse
Schluß, furrf
Schlußk. mittag. börse
Schluß, furi
Schlußk. Abend- börse
Schluß« kurö
Schlußk. Mittag« börse
Datum
27.9.
28.9.
27.9.
28.9.
Datum
27.9,
28.9.
27.9.
28-9-
6% Deutsche Rclchsanleibe D.192,
68
67,5
67
66,75
vamdurg-Amerlta Pan. . . . u
Hamburg-Südam. Dampsschiss. 0
18
18
17,75
18
ti% ehcm.7%Dt.ReichSanl.v.lg29
79,75
80
79,75
80
6%% Doung-Anleihe von 1930 .
65
65
65
—
Hansa Dampslchiss . . . C
—■
—
*—
——
Deutsche Ani.-?U>lös.-Schuld mit
55,13
55,65
55,5
55,5
Norddeutscher Lloyd.....(
18,5
18,4
18,4
18,25
A.G. sür Verkehrswesen Akt. . 0
43
43
91
43,13 91,75
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . -
6,8
6,85
6,6
6,7
Berliner HandelSgeseUschast . 4
90,75
91,5
6% ehem 8%£>cfi. Bolkrstaat 1829
64,5
Commerz, und Privat-Bank . 0
Darmstädter und Nationalbank 0
53,5j
53,5
53,5
53,5
(tücüafjlb 102%)......
—
■*
Oberhessen Provinz.Anleihe mit
Deutsche Bank und
AuSlos.-Rechlen .....
58
58
——
DiSconto-Betellschast. . o
75,5
75,25
75,5
75,25
Deutsche Komm. Sammelabl.
51,25
49,75
49,75
49,4
Dresdner Bank...... 0
62
61.75
62
61,75
Reichsbank........11
127
127,5
127,25
127,5
6% ehem. 8% Franks. Hyp^Bank
75,5
Golvpse. 15 unkündbar 61S1935
76
Ä.E.G............0
33
33,5
33,13
33,25
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Bergmann.........0
—
—
Golbpsc 16 unkündbar 616 1936
—
—
—
Elektr. LieserungSgesellschast. 5
71
71
—
70,5
6y*% ehem. 4’/,% Franks.Hyp^ Ban! «lau. Psandbriese .
Licht und ftiaft...... k
87,75
88
87,25
87.5
80
80
79,4
Felten & Guilleaume .... 0
Besellschast für Elektrische
58
73,25
57,5
58
57,65
6/,% ehem. 4y,% Rheinische Hyv-Bank-Liau.-Goldpse. .
79
—
•
Unternehmungen .... 4
Rheinische Elektrizität . . . dB
74
73,25
74
6% ehem. 8% Pr. Lande-Pfand-
72
72,75
73
73,5
73
74
briefanftaii Psandbriese R. 19
72
72,5
SchuckettLCo....... 0
76,25
77
76,75
77,25
6% ehem. 7% Dr. Landeopfand.
Siemens & Halöke..... 9
134,5
135,5
134,5
134,75
briesanstalt. Psandbriese R. 10
—
—
—
.
Lahmeyer L Co....... 10
114,5
115
114,25
115,5
4% Oesterretchtsche Solorenre .
9,75
10
10
Buderus..........4
38
41,5
75,5
39,5
40,5
4,20% Oesterreichischc SUberrentc
1,25
1,25
—
—
Deutsche Erdöl.......6
75
75,5
74,5
4% Ungarische Gotdrente ....
7,4
7,4
—
7,5
Gelsenkirchener.......8
39
39,25
38,9
39,65
4% Ungarische Siaalsrente v. 1910 <v.oz he<al. von 1913.....
7
6,75
6,_9
6,9
6,13
7,25
oatrener..........0
75
77
75,5
37,25
76,5
37,5
Hoesch Eisen.........6
6% abgesl. Goldmexikaner von 99
6,75
7
7,25
Hlse Bergbau.......10
—
—
4% rürkiscke Zollanleihc von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
3,75
3,9
3,7
Berabau . . . . .
96
35
96
35
98
35,5
Klöckneriverke........6
35
Serie I . • - ■
3,9
4
—
4,35
Manne«mann-Röhrea .... 4
55,65
56
55,5
23.5
56
4% desgl. Serie li......
3,9
4
ManSfelder Bergbau.....0
23,5
23,5
——
6% Rumän. vercinh. Rente v. 1903
6.4
6,25
_
Oberschles. KokSwerke .... 8
37,75
38
4^I^Rumän.vereinh.Rentev.l9U
11,25
11
11,25
11,25
Phönix Bergbau......4’A
Rheinische Braunkohl«... 10
Rheinstahl.........fl
25,25
25,9
25,4
25,65
4% Kiumänische vereinh. Rente
5,5
5,5
5,4
5,4
173
173
—
172,5
2 ü% 1. Anatolier
19
19
19
19,75
68,25
68,75
68,25
68
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« kurö
Schlußk. Abend« börse
Schluß« kurö
Schlußk. Mittagbörse
Datum
27.9.
28-9.
27.9.
28.9.
Riebeck Montan......7
—
—
—
—
Bereinigte Stahlwerke ....
0
18,25
18,5
18,65
18,9
Otavi Minen.......
0
18
18
17,5
17,25
Kaliwerke Aschersleben . . .
6
108
106,5
108
107
Kaliwerke Westeregeln . . .
6
113,5
113,5
114
113,25
Kaliwerke Salzdetfurth . . .
9
170
172
171,9
173
I. ®. Farben-Jndustrie . . .
7
100,25
100,4
100
100,75
Scheidcanstalt.......
10
135,25
135,25
—
Goldschmidt.........
0
29
29,4
29,25
29,75
Rütgcrswerke........
0
43
43,25
42,9
43,25
Metallgelellschaft.......
0
36
36,5
—.
Philipp Holzmann......
Zementwerk Heidelberg. . . .
Cementwerk Karlstadt.....
0
58,5
59
58,5
59,4
1
0
49,5
52,25
49,5
—
Walch & Freptag......
0
5,5
5,1
—
Schultheis Patzenhoser . . . Aku (Wgcmeine Kunstseide) Bemberg.........
0
—
—
—
55
0 0
61
64
58,25
56,25
60,5
63
58,25
56,75
Zellstoss Waldhos.....
0
45,5
48
45,25
46,75
Zcllstoss Aschaffenburg . . .
k
30,25
32
31
32,5
Dessauer Gas ........
7
—
—
91,9
92
Daimler Motoren......
f
20,75
21,5
20,5
21,5
Deutsche Linoleum.....
(
47,75
48
47,25
48
Orenstein & Koppel ....
0
—
36,4
36,5
Leonhard Dietz......
6
48
48,5
—
48,75
Svenska........
0
—
—-
—
Chade..........
12
—
—
—
177
Frankfurter Maschinen . . .
I -
Gritzncr.........
26
26
27
Mainkrastwerke Höchst a. M..
53
54
। 26,5
Süddeutscher Zuiker ....
I 125
125
124,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
27-September
28-September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Meld
I Ärlc'
Geld |
Brie
Helsingfor» .
Wien. . . .
6,264
51,95
6,276
52,05
6,254
51,95
6,266
52,05
Prag . . .
Budapest. .
12,465
12,485
12,465
12,485
—
—
—
Sofia . . .
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland . .
169,13
169,47
169,13
169,47
C4lo .... Kopenhagen.
73,23
73.37
73,18
73,32
75,42
75,58
75,57
75,53
Stockholm
74,65
74,79
74,61
74,75
London. . . Buenos Aires
14,535
14,575
14,52
14,56
0,904
0,908
0,900
0,904
Neuyork . .
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel. .
58,33
58,45
58,34
58,46
Italien. .
21,595
21,635
21,595
21,635
Paris . .
16,48
16,52
16,48
16,52
Schweiz .
81,09
81,25
81,11
81,27
Spanien .
34,42
34,48
34,42
34,48
Danzig. .
81,82
81,98
81,82
81,98
Japan . .
1,009
1,011
1,009
1,011
Rio de Jan.
0,308
0,310
0,304
0,306
Jugoslawien Lissabon .
6,294
6,306
6,294
6,306
13,23
13,25
13,22
13,24
Berlin, 28. September
Geld
Bries
Amerikanische Noten.......
4,20
4,22
Belgische Noten.........
58,18
58,42
Dänische Noten.........
75,00
75,30
Englische Noten.........
14,48
14,54
Französische Noten........
16,44
16,50
Holländische Noten........
168,76
169,44
Italienische Noten.......
21,54
21,62
Norwegische Noten........
73,00
73,30
Deutsch.Oesterreich, i 1OO Schwing
Rumänische Noten........
2,46
2,48
Schwedische Noten........
74,43
74,73
Schweizer Noten.........
80,93
81,25
Spanische Noten.........
34,28
34,42
Ungarische Noten........
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