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I Masse nicht vorhanden ist. | Gießen, den 24. Juni 1932.
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Hessisches Amtsgericht.
Sie Deutschnationale Volkspartei, Ortsgruppe Gießen, hielt gestern abend im Cafö Leib eine Wahlkundgebung ab. Als erster Redner sprach Landwirt Dr. Lahr, HilberShausen.
mit den wirtschaft. Uchen Derhältmssen Deutschlands vor dem Kriege sprach von dem intensiven Leben in den deutschen Wlrtschaftszentren, am Beispiel der Stadt Ham- vurg von dem lebendigen Rhythmus der Arbeit deren Fruchte weit hinausgingen in alle Welt' .zuletzt aber von der Bedeutung der Arbeit hia für die geistige Verfassung
s? s?^0ers, des Bauern und des Arbeiters rL ^Ä^erte die Eindrücke seiner Reifen nach dem Rorden. nach dem Süden, nach Osten und Westen unseres Vaterlandes und stellte dem ge^nuber die Eindrücke, die er auf seinen Reisen o Kriege empfing. Er beklagte die tiefe Zerrissenheit in den einzelnen Volks- schichten, die hoffnungslose Trostlosigkeit der Ar- beitslosen, die Unzufriedenheit und die Rot, die allenthalben herrscht in den Industriegebieten, wie auch auf den Dörfern, in der Großstadt, 'u.Zerlm. wie in der Mittelstadt, im Land- stadtchen.
in Hungen am Montag, dem 1. August.
(Fs ist hier beste Gelegenheit für Gemeinden zum Erwerb bester Zuchtböcke für die kommende Deckperiode. Auch bietet sich hier die Möglichkeit zum Ankauf bester weid- l'cher Tiere. ' 5519D
Beginn des Marktes vormittoos 9 Uhr. ।
| Volksrechi-Partei
Sparerbund - Rentnerbund
Heute Donnerstag, abds. 8'/, Uhr, im Bestaurant „Hindenburg“
Erweiterte Mitgliederversammlung
Redner: EL Lorenz.
Thema: „Ist die Währung in Ge- fahr ?“ „W arum Listen Verbindung mit dem Christi, soz. Volks dienst bei der Reichstagswahl ?“ 04451
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Auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung sollen für das Bauvorhaben des Eisenbahner - Heimstätten - Vereins e. G. m. b. H. in Gießen auf dem Grundstück am Wartweg - Freiligrathstraße nach, stehende Arbeiten vergeben werden:
Erd-, Beton- und Rohrverlegungsarbeiten ür die Entwässerung des gesamten Grund- tücks vom Wartweg nach der Schubert- traße sowie für den Aushub der Baugrube für die beiden neu zu errichtenden Wohnhäuser. 5518D
guft 1932, 14 Uhr, an den Vorstand des Eisenbahner-Heimstätten-Vereins e. G. m. b. H. in Gießen, Klinikstraße 12, wo auch
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Ln te.ahf4ne,bcn obcr QUf sonstige Weise nach ^ Bekundungen nationalsozialistischer Führer er? SFteL-Ä lonber" daß ein Bürgerkrieg sich auch werd- -ich den Dörfern bemerkbar machen ?abei die Rolle der SA. und Bauer6 im h ^X ? Bürgerkriegszeiten der Bauer, im besonderen der der SA. angehörende lemen Hof und wegen der Gefahren ^Bürgerkriegs zur Bereitschaft an die Feuerspritze aekfürfüfPrf? D^Ie,5 roc,ter darauf, daß nach allen geschichtlichen Erfahrungen das Streichholz in Bür- imhF *S3CltC'] aud) e,nc Rolle zu spielen pflege, fiiernn* s°r aUcn derartigen Experimenten. Aaraus macht die nationalsozialistische Parteipro- paganda aus durchsichtigen Gründen eine niedrige nur m" d>e nach meinen Beobachtungen S.fa nh^C?°nen durchgeführt wird, die unter dem ne x n,tat s^hen, strafrechtlich also nicht faßbar sind. Gießen, 28. Juli 1932. Ritzel Ober- regierungsrat, Mitglied des Reichstags." ' nn**r «?\Or9cn teilweise Sperrung der mi/ W^mstr a ße. Das Polizeiamt Gießen teilt nnnff0rCnn$ec.rIe9un9r. DOn Fernsprcchkabeln wird Don Ludwigstraße bis Frankfurter
Straße am 29. Juli für den Verkehr mit Fahrzeugen ldeiI,d) gesperrt. Die ausgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten
Die Aera des „Systems" habe begonnen. (Das Wort bedeute für die DRVP. nicht nur ein Schlagwort!) Richt mehr der Staatsmann, son- lenkte Deutschlands ferneres Geschick. An Haß und Reid, an niedrigste In- stmkte sei in der Folge appelliert worden. Die Sozialdemokratie habe für alle ihre Taten als moralische Rechtfertigung Deutschlands Kriegsschuld ausgerichtet, auf die allein von den ehe- mallgen Femdbundstaaten das Friedensdiktat von Versailles aufgebaut werden konnte. Auf den Kongressen der Sozialdemokratie sei (insbesondere von E i s n e r) Deutschlands Schuld am Kriege immer wieder betont worden. R a t h e n a u aber habe gar das Wort ausgesprochen: „Wenn der Deuische Kaiser als Sieger durch das Branden- r?” einziehen könne, dann habe die Weltgeschichte ihren Sinn verloren."
.. der Gegenwart stehe man vor dem Ende dieses Systems, dos mit allen Mitteln diesen ungeheuerlichen Niedergang herbeigeführt habe. Der Bauer, das Burgertum und der Arbeiter seien die der parlamentarischen Demokratie geworden.
Die DNVP. werde sich aber nicht in negativer Kri- lll erschöpfen. Man werde ein neues deuffches Herz zeigen und die schwarz-weiß-rote Flagge emporheben, unter der sich das Volk in Freiheit oersam- mein müsse. Freiheit in ihren vielseitigen Formen ei die Voraussetzung. Das deutsche Volk müsse frei fein oon Versailles, frei im Osten und frei an den totromen. Die Linksparteien forderten immer wieder Verständigung, während der Nachbar im Westen öen letzten Mann und darüber hinaus Tausende von Negern seiner Kolonien militarisiere, um sie im gegebenen Augenblick gegen Deutschland zu Hetzen. Das letzte Ziel Frankreichs sei die Niederwerfung und die Einkreisung Deutschlands — Politik im £n^apoIcons- Frankreichs und auch Polens Machtstellung in der Gegenwart stütze sich auf den Versailler Vertrag. Italien allein sei ein ©egen- Ipielcr Frankreichs auf dem Kontinent. Mit Italien müsse -- über Südtirol hinweg — eine Verständi- jung möglich sein im Interesse gemeinsamer großer G>ele, entgegen dem Geiste der französischen Politik. England habe man leider immer wieder vor den Kopf gestoßen. Es gelte endlich, Fäden die gelöst wurden, wieder neu zu knüpfen.
Weitere Forderung sei die endgültige Beteiligung der Bonzokratie. Nicht dürfe die jetzige Bonzokratie durch eine nationale Bonzokratie ersetzt werden Man fordere neutral geübte Rechtsprechung ©eitere Forderung sei eine klare, gesunde Finanzpolitik. Es gebe auch hier Wege. Der deutschnationale Finanzminister in Württemberg habe es selbst in dieser Zeit fertig gebracht, Württemberg schuldenfrei zu halten. Ein Mittel, die deuffche Wirtschaft auf den ©eg zur Gesundung zu führen, sei in der Binnen- marf zu sehen. Die ausländische Einfuhr müsse gedrosselt, der deuffche Bauer geschützt, der deutsche Binnenmarkt wieder gestärkt werden. Die Handels- Politik sei in anderer Weise zu betreiben. Im Laufe der letzten 10 Jahre sei jener Unternehmer verschwunden, der für seine Kinder arbeitete. An seine öteüc trat der Funktionär, die juristische Person, der • intereffelote, unverantwortliche, nur auf den Vorteil . beoacfjte Kapitalist. Die Verpersönlichung der Wirtschaft sei die Forderung des Tages. Die Deuffch- nat onale Volksvartei habe sich zum Ziele gesetzt, 1 weiter zu tamdten o-a-n (trnffonnarronin#,« I .
i einiges Deutschland, für ein unter der Flagge Ichwarz-weiß-rot vereinigtes Volk, und wenn es sein
1 B *n ?bter Konsequenz, für t.n kaiserliches Deutschland. (Lebhafter Beifall.)
etubienrat Kauer, Wetzlar, führte in seiner Rede u. a. aus: Der 31. 3uli sei -Sag des deutschen Schicksals. Wenn es nicht mög- Iiq toerte, eine absolute nationale Front auszu- richten, dann werde das Wort Clcmenceaus a wu° ^MUionen Deuffche sind zu viel!" Das „System habe schon vor dem Kriege nach klar festgelegten Grundsätzen gearbeitet. Eine geistig langst angebahnte Entwicklung habe 1918 und in der Folgezeit ihren Ausdruck gesunden. Mit Dis- marcks Entlassung im Jahre 1890 sei ein System au ©nbe gegangen, das die wirtschaftlichen, die kulturellen und die Politischen Belange des freut-
. Qu8 einer tiefempfunfrenen Doden- stanfrigkeit heraus wahrte. Don diesem Zeitpunkte an sei es abgelöst worden durch jene Wurzellosen mit dem mobilen Kapital, deren Heimat überall fein konnte. Eine Herrschaft von 300 Menschen begann, die nicht Könige waren, sondern untereinander gut bekannte internationale Geldgröhen, öie nichts mit einem bodenständigen Dauern ge- I mein hatten, sondern gewohnt waren, von der Arbeit anderer zu leben. Jene Menschen aber schufen I Nch Hllfstruppen aus dem Lager des Liberalismus und des Sozialismus, und beide geistige Strömungen, die an sich gegensätzlicher Ratur waren, traten auf gegen den Konservatismus und damit gegen das Preußentum. 3m entscheidenden Augenblick sei der Bankier Warburg von Hamburg eingesetzt worden, und in der Folge wurde der amerikanische Dollar zum verhängnisvollen Maßstab der deutschen Wirtschaft. Bewußt vorbereitete Aktionen habe man in Deutschland mit geschlossenen Augen an sich vorüber- gefren lassen. Außenpolitisch bahnte sich diese Entwicklung, so führte der Dortragende u. a. weiter aus, mit der Abberufung Bismarcks an. Mit der Kündigung des Rückversicherungsvertrages mit Rußland sei der unheilvolle Weg in der Außenpolitik beschritten worden. Wäre Bismarcks Außenpolitik noch im 3ahre 1914 lebendig gewesen, dann hätten es weder England noch Kank- reich gewagt, gegen Deutschland aufzutreten.
ftinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit dem Verhältnis der DRVP. zur RSDAP. in bezug auf die geistige Haltung. Die Deutschnationale Dolkspartei unterscheide sich insbesondere in ihren Gedanken über die zukünf- tige Staatsform von der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Die einzig mögliche Staatsform für Deutschland sei — so lehre die Geschichte — allein die erbliche Monarchie. Außerdem sei deutsche Kultur seit 1500 Jahren mit dem Christentum auf das engste verbunden. Das Chri- stentum müsse die Grundlage für die Erziehung der Kinder bilden. Riömals dürfe das deutsche Dolk antimilitärischen Ideen nachgehen, wenn ringsum die Welt in Waffen starre und die deutsche Jugend mit allen Fasern zur Wehrhaftiq- keit frränge Die Geschichte gestatte zu denken daß der Deuffche, entsprechend dem Wesen der Ger- snanen. nur dem Herzog folgen wolle und nicht dem Worte einer Verfassung allein. Mit allen Kräften gelte es einzutreten für die Flagge Schwarz-Weiß-Rot, für Hilgenberg im Bewußtsein der Verantwortung für Kind und Kindes- ! hnö. Jedermann müsse wählen, und zwar so daß sein« Stimme einen Baustein darstelle für das Deutschland, von dem es einst wieder heißen müsse: „O, Deutschland hoch in Ehren!" (Oebhaf- ter Beifall.) I <
Wettervoraussage.
Das Itef über den britischen Inseln mit dem Kern über Schottland hat feine Lage kaum verändert. Wahrend bereits kühlere Luft wechselhaftes Wetter mit Schauern und auch zwischenzeitlich Aufheiterung verursacht, ist jetzt von Irland bis nach der Nord- Westküste Frankreichs eine neue Störungsbildung mit Niederschlägen zu erkennen. Sie wird bei ihrem Weiterzug auch unserem Gebiet zunächst vorübergehend Eintrübung und Regen bringen. Zwischen- durch erfolgt leicht wolkiges Wetter mit Aufheiterung. Der Uebergang zu beständigerem Wetter wird immer noch etwas verschoben und die raschere Erwärmung zurückgehalten.
Aussichten für Freitag: Weiterhin wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, vorübergehend Ein- ^ubung mit Regen, Temperaturen wenig verändert.
Aussichten für Samstag: Aufheiternd, aber auch wolkig, etwas wärmer, keine oder nur
■5?an hd>. so führte er u. a. weiter aus nicht wundern, wenn, angesichts dieser Derhält- mffe die Anzahl der Selbstmorde täglich steige. Cngentlich und allein dadurch müßte schon das -weltgewffsen wachgerufen werden. Das Welt- gewffsen erwache aber leider immer nur dann wenn sich die Hilfeleistung mit dem Geschäft decke. Und diese Tatsache rufe viele zum Kampf und
Widerstand auf, dränge die Massen zum Radikalismus. Viele hätten sich in Deutschland auf die Seite der RSDAP. geschlagen, bei deren rinte fuhrern sich — leider sei es so — bereits eine Art Größenwahn eingestellt habe. Dadurch weide die in Harzburg gewollte Zusammenarbeit zwischen dec Dcutschnat.onalen Volkspartei und oer RSDAP. immer wieder gestört. Der politische Kampf in seinen verschiedenen Erscheinungsformen sei immer radikaler geworden. Cs heiße immer: es muß anders werden! Damit sei aber noch nichts getan. Zunächst müsse man wissen, to.e man es anders machen könne, und wiederum müsse man wissen, wie es gekommen sei. Die Decsgngenheit müsse Lehrmeisterin sein. Diel Schuld an den Verhältnissen der Gegenwart liege vor dem Kriege, und zwar hauptsächlich mit dem Beginn der demokratisch-liberalistisch- marxistischen Beeinflussung der deutschen Politik. Da habe man begonnen, der Wehrkraft und dem Wehrwislen entgegenzuwirken, bis der aus- brechende Krieg die Ernüchterung brachte und Deutschland einer waffenstarrendcn Welt von Feinden gegenüberstand. Die Deutschen mußten sich davon überzeugen lassen, daß die Geschichte mit eisernem Griffel geschrieben wird. Richt zuletzt habe die Fruchtbarkeit des deutschen Blutes und der damit beginnende Kampf um die Existenz den Krieg heraufbeschworen. Man mußte, um die Menschen zu ernähren, eine Industrie aufbauen in der der deutschen Arbeiterschaft ein Speer geschmiedet wurde, der ihr selbst in den Rücken fuhr. Im Weltkrieg sei die Front zerbrochen worden durch ein schleichendes Gift, das aus der Heimat gekommen sei. Der Soldat habe 1918 teme Entehrung über sich ergehen lassen müssen.
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bern erhaben, und zweitens war das Wetter umae. Ichlagen; statt gelinde war cs stürmisch geworden, und wenn die Storche etwas Reiser oder Dorne, auf ihren erhöhten Platz getragen hatten, so jagte ihnen der starke Westwind es wieder herunter Alle Muhe, welche sich das Storchenpaar in diesem Jahre gab war umsonst. Die Eier, welche Frau Storch geegt, sind mit dem angefangenen Nest herunlerae- faUen unb 36^0^". Die Störche standen traurig balö hier, bald da auf einem Scheuerdach, auch un- erem -Dach erwiesen sie die Ehre ihres Besuchs, und besonders oft standen sie auf der Scheuer oon Hein- nch Ruhl I. (Bierbrauer). Im Herbst zogen sie, ohne etwas ausgerichtet zu haben, wieder nach ^üden. >jm nächsten Jahr kamen sie wieder, es war aber etwa» später und zwar kamen sie fast zu gleicher' Zeit. Nun hatte genannter Rühl, der ein Liebhaber Don schönem Vieh, Tauben, Hunden usw. war, gar zu gern das Storchnest auf seiner Scheuer gehabt und ließ sich oon einem Dachdocker zwei Bündel Dornen, durch Bandeisen verbunden, auf seinem odjeuerbad) anbringen, so daß ein Bündel hüben. Das andere drüben lag, und hätten so die Störche leicht einen Anfang gehabt. Rühl hatte aber die Rech- l nung ohne die Störche gemacht. Diese flogen wohl herbei, besahen sich die Dornen, statt aber auf den I Anfang weiter zu bauen, zogen sie einen Dorn nach dem andern mit ihrem Schnabel heraus und trugen ihn auf ihren auf der Kirche ausgesuchten -platz. In diesem Jahre waren sie glücklicher als im Dongen, es war nicht so stürmisch. Und bann ge- IHah noch etwas, war es Zufall ober Absicht? Der eine Storch, wahrscheinlich Frau Storch, blieb auf bem Nest, wahrenb ber anbere bas Material zum Bauen herbeitrug. Weiter glaube ich, baß bie Nähe des Eierlegens die Störchin veranlaßte, auf dem Jteft zu bleiben. In diesem ersten Jahre hatten sie 5 Eier, welche alle ausgebrütet wurden. Einer der jungen Storche fiel aus dem Nest und kam um Ob er. wie vielfach behauptet wird, von den Alten aus Futtermangel heruntergeworfen wurde, kann man nidjt sagen. In den langen Jahren bis jetzt sind el- ten vier 3unae davongekommen, meist drei. Durch das jährliche Aufbauen kam das Nest allmählich zu einer Hohe, wo es nicht mehr dem stürmischen Westwind widerstehen konnte, auch hatte es sich bedenk- hd) geneiat, und eines Morgens lag es auf dem Pflaster. Kirchendiener Schäker hat es weggefahren. (Es waren 2 Wagen voll verfaultes Holz, Stroh alte Lumpen Wäschestücke, auch eine Weste und Windeln. Als im darauffölgenden Frühling bie Störche wieber- Famen, mag ihnen bie Zerstörung wohl befrembenb geroefen fein. Der Bau wurde aber biesmal leichter, mbem noch einige Reiser unb etwas Schmutz auf bem Platz zurückgeblieben waren unb so bas neue Nest gleich wieber Halt bekam."
Vanotrciö Gießen.
'Watzenborn-Steinberg, 28. Juli. Ein schwerer älnglücksfall mit tödlichem 21««8 anfl ereignete sich heute früh kurz vor 8 m der Lehmgrube der hiesigen Dampfzie- Zeter Kruse. Dort war der 40 Jahre alte Arbeiter o von hier mit frem Abhub von
Lehm beschäftigt, als plötzlich ein Erdrutsch eintrat, durch den der bedauernswerte Mann verschütte t wurde. Bevor man dem Verunglückten helfen konnte, hatte er bereits den Tod
E rsticken erlitten. Um den auf so tragische Weise aus dem Leben abberufenen Mann trauern seine Frau und vier unmündige Kinder.
Rektor Kling schloß mit Dankesworten an die Redner und an die Teilnehmer die Kundgebung.
Oberheffen.
Das Storchneff auf der Geitenauer Kirche. Don Pfarrer S. Siebeck, Echzell.
Im Jahrgang 1930, Nr. 41 ber „Heimat im Bilb" hat Professor Keller (Friebberg) über bie erneuerte Kirche zu Gettenau in ber Wetterau berichtet. Auf bem beigegebenen Bild sieht hinter bem Dachreiter ein Storchnest hervor, lieber dessen Entstehung liegen genaue Nachrichten in chronikartigen Auszeichnungen von Ernst Philipp Stoll vor.
»Es war im Jahr 1868 auf Petritag (22. Februar), als ich bie Kinber vor unserem Hause fingen hörte: „Storch, Storch, Steine, flieg über Haine" usw. Ach ging ans Tor unb sah, baß ein Storch sich aufs Kirchenbuch niebergelaffen. Es war gelinbes Wetter, unb zwei Tage später kam ber zweite Storch an. Nun fingen sie zu bauen an, es stellten sich aber diesem Bauen Hinbernisse entgegen. Erstens finb bie
** „Streichhölzer im politischen Kamp f." Im Anschluß an unseren Bericht über die gestrige öffentliche Wähleroersammlung der NSDAP, bittet uns Herr Oberregierungsrat Ritzel (Gießen) um den Abdruck ber nachstehenden Erklärung: ,Zn einer Versammlung ber Nationalsozialistischen Partei, bie am Mittwoch, 27. Juli, in Gießen unter bem Vorsitz des Tierarztes Dr. Harth (Allenborf a. b. Lba.) ftattgefunben hat, hat der Tierarzt Dr. Harth nach einem Bericht des „Gießener Anzeigers" erklärt: „3n Gießen gebe es einen Haupthetzer, ber auch von Streichhölzern im politischen Kampfe spreche. Er solle einmal auf dem ßanbe bie Stimmung der Bauern hören. Bei den ersten Brennereien könne es passieren, daß er bann verbrannt werde." Diese Bemerkung gibt mir ZU folgender Erklärung Veranlassung: Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei unb einzelne ihrer Führer entstellen geflissentlich in Wort unb Schrift eine von mir gelegentlich einer politischen Rede in Großen-Linden getaneAeußerung, in der ich darauf hinwies, baß im Falle eines nalionalsozia- l'st'schen Putsches unb im Falle bes daraus entstehenden offenen Bürgerkriegs ber, Bürgerkrieg sich nicht nur auf bie Stäbte beschränke, wo bie nationalsozia- Iiftifdjen Drohungen wahraemacht werben sollen die dann bestehen, daß man- den Führern ber republi- konischen Parteien in der „Nacht ber langen Messer"
Kreis Büdingen.
WSR. Hirzenhain, 27. Juli. Gin auf der Fahrt nach Bensheim befindlicher leerer Last- wagenzug fuhr gestern auf der asphaltierten Straße unterhalb von Hirzenhain eine Böschung hinunter und blieb glücklicherweise in den Bäumen etwa 10 Meter unter der Straß en oberslä ch e hängen. Wie durch ein Wunder blieben Fahrer und Mitfahrer unverletzt, da die Wagen nicht umfielen.
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