Nr. 149 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Dienstag, 28. Juni 1952
Fragen zur Gießener Etatberatung.
Der Siebener Stadtrat wird sich morgen nach, mittag mit dem städtischen Voranschlag für 1 932 beschäftigen. 3m Gegensatz zu den früheren Haushaltsplänen, in denen die einzelnen Positionen immerhin bis zu einem gewissen Grade feste Gröben waren, kommt dem neuen Voranschlag jetzt eigentlich nur noch formale Vedeutung zu. Denn die Verhältnisse aus dem Gebiete der gesamten öffentlichen Finanzwirt, schäft sind immer mehr ins Fliehen geraten, die Ansätze in den einzelnen Etattiteln kommen in zunehmendem Mähe ins Schwinden, so dah man ohne Llebertreibung behaupten tanm dah der Haushaltsplan 1932 heute schon zu einem erheblichen Teile überholt ist. 3m Hinblick aus diele Sachlage haben wir in diesem 3ahre von einer kritischen Betrachtung der Einzelheiten des Voranschlages abgesehen. Der Stadtrat wird sich bei seinen Beratungen zweifellos auch nicht allzusehr auf den Etat als solchen stützen, sdndern er wird vor allem wohl Gesichtspunkte geltend machen, die mehr auf dem Gebiete der allgemeinen Kommunalwirtschaft liegen. Unter diesem Blickpunkt möchten auch wir am Vorabend der Etatberatung einige Fragenzum neuen (Siebe n c r Haushaltsplan auswerfen, deren Erörterung im Stadtrat zugleich als eine Antwort auf mancherlei Wünsche innerhalb der Dürgerschast angesehen werden kann
Dor allem ist es die F i n a n z w i r t s ch a f t, die das besondere 3nteresse der Bürger findet. Die Stadt Gießen kann sich glücklich schätzen, dah sie unter der sorgsamen Führung der Stadtver- waltung und des Stadtrates bisher noch immer eine solide Finanzpolitik zu verzeichnen hatte, die unser Gemeinwesen vor Schwierigkeiten bewahrte, wie man sie in zahlreichen anderen Kommunen in immer größerer Häufigkeit bemerken konnte. Aber die Tatsache ist nicht zu leugnen, daß auch unsere Gießener Finanzwirtschaft sehr erheblich durch die Finanzgebarung des Staates ungünstig beeinflußt wird. Wir wissen, daß der hessische Staat in sehr um- fangreichem Maße den Provinzen, Kreisen und Kommunen Steuerbeträge schuldig ist, die er vom Reiche zur Weiterleitung an die Provinzen, Kreise und Gemeinden empfangen hat, die er aber an diese Empfangsberechtigten monatelang nicht ab- führt, so daß natürlich die Kassen dieser Behörden immer mehr in Schwierigkeiten geraten. So schuldet beispielsweise der hessische Staat der Provinz Oberhessen rund 600 000 Mk., der Provinz Starkenburg rund 800 000 Mk., der Provinz Rhein- Hessen rund 500 000 Mk. aus der Kraftfahrzeug, steuer, die er vom Reiche schon vor Monaten in Empfang genommen, bis jetzt aber noch nicht ab» geführt hat. Einer Stadt in Oberhessen, die wir aus naheliegenden Gründen nicht öffentlich nennen möchten — die Stadt Gießen ist es nicht — ist der Staat seit etwa s/4 3ahren rund 60 000 Mk. Reichs-U^berweisungssteuern (aus der Einkommen-, Umsatz- und Körperschaftssteuer) schuldig, und bis heute hat man es in Darmstadt nicht für nötig gehalten, dieser Kommune ihren Steuer- anteil aus der Reichskasse zuzustellen, sondern man hat ihn ungeniert und glatt für staatliche Zwecke verwandt. 3n gleicher Weise haben die meisten Städte und Kreise über den Staat zu klagen. Es wird daher gut sein, wenn bcr_ Stadt- rat morgen von der Verwaltung Aufklärung über die Auswirkungen der staat- lichen Finanzmißwirtschaft auf u n . sere kommunale F i n a n z g e b a r u n g fordert,. damit man erkennen kann, inwieweit unsere Stadt in ihrer wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeit durch den Staat gehemmt wird. Dabei wird es auch gut sein, gleich einmal die Frage anzuschneiden, in welcher Weise der Staat, dec den Gemeinden die Steueranteile aus Reichsmitteln monatelang vorenthält, die Kommunalbeiträge für die Volksschulen erhöht hat. 3cdenfalls dürste es ratsam sein, daß dcr Stadtrat ein ganz deutliches und kräftiges Wort zu dieser Finanzgebarung des Staates spricht und die maßgebenden Stellen in Darmstadt nicht im Zweifel darüber läßt, wie ihr Verfahren zu beurteilen ist und mit welcher Verantwortung man sie belasten muß.
Eine weitere Angelegenheit von besonderer Bedeutung ist die Frage, ob nicht auf irgendeine Weise Mittel und Wege zu finden sind, die unserem handwerklichen und gewerblichen Mittel st and, insbesondere der Bauwirtschaft, einen Auftrieb im Rahme n d e r (Siebener Leistungsfähigkeit verschaffen können. 3n diesem Zusammenhang appellieren
wir erneut an die Verwaltung und an den Stadt- rat, den Straßenbahn-Erweiterungsbau nach Wie- seck so rasch wie möglich in Gang zu setzen, um dadurch Arbeit zu schassen. Weiterhin sollte mit aller Energie angestrebt werden, nun endlich auch den Schulhausbau in den Eichgürten zu Ende zu bringen. Wir wissen, daß dieser Dau der Verwaltung schon lange ernste Sorgen wegen der Fertigstellung bereitet und daß man an maßgebender Stelle der Verwaltung den besten Willen hat, dieses Unternehmen endlich zum Ab- schluß zu bringen. Bisher scheiterten aber alle wohlgemeinten Bemühungen an der Finanzierungsfrage. Vielleicht läßt sich nach dieser Richtung hin etwas Positives schaffen, wenn dem hes- fischen Staat zwecks pünktlicher Aleberweisung der Steuerbeträge schärfer als bisher ans Leder gegangen wird. Dadurch dürfte es vielleicht möglich sein, die Kasfenlage unserer städtischen Finanzwirtschaft etwas flüssiger als bisher zu gestalten. Mancherlei Arbeitsmöglichkeit wird auch auf dem Gebiete der Etrahenunterhaltung und -erNeuerung zu finden fein. Beachtung verdient weiter ein Projekt, das die Befestigung und Regulierung der Alfer der Lahn in der Gegend der Bootshäuser zum Gegenstand hat. Schon feit längerer Zeit liegt darüber ein fertig abgeschlossenes Projekt beim Staatlichen Kulturbauamt vor, das die Stadtverwaltung sich zur Ausführung erbitten sollte. Hierbei könnte wohl auch der freiwillige Arbeitsdienst eingesetzt werden, von dem man in unserer Stadt bisher noch nicht allzu viel vernommen hat. 3nterelfant wäre cs ferner, zu hören, wie die Stadtverwaltung und der Stadtrat sich zu der Hekoga-3nitiative des Provinzialtags (vergl. den Bericht im Gieß. Anz. Rr. 145 vorn 23. 3uni über die Provinzialtags- sihung) und damit zur Lösung der Gießener Gaswerksrage stellen. Auch nach dieser Richtung hin kann man allmählich mit bester Begründung
sagen, daß der Worte genug gewechselt sind und nun Taten gezeigt werden können.
Aus steuerlichem Gebiete im Rahmen der kommunalen Zuständigkeit dürften morgen gleichfalls mancherlei Wünsche laut werden. 3ns- besondere ist es hier der gewerbliche Mittelstand, der em ft batte Beschwerden erhebt und von der Verwaltung und dem Stadtrat Maßnahmen erhofft, von deren Durchführung er sich einen gewissen Schutz in seinem schweren Eristenzkampfe gegen die Alebermacht der kapitalftärkeren Groß- Betriebe verspricht. Wir haben Grund zu der An- nähme, daß morgen Einzelheiten nach dieser Richtung hin aus dem Kreise des StadtratS zur Sprache gebracht werden, und wir möchten deshalb bei unserer heutigen Betrachtung von der Erörterung von Einzelheiten absehen. Zu betonen ist aber, daß es sich auch bn dieser Angelegenheit um die in hohem Maße bedeutsame Aufgabe handelt, das feste Fundament der Kommu- nal w i rtschaft. den selbständigen Mittelstand mit all seinen a n b äugen Z>e n Gliedern, vor der weiteren Alnterboblung und Zerstörung z u schützen. Rur wenn dieses Fundament sest und tragfäbig erhalten wird, kann man die Existenz des kommunalen Gemeinwesen- trotz mancherlei Bedrängnis der Zeit als gesichert ansehen. AuS dieser Sachlage muß der Stadtrat die gegebenen Schlußfolgerungen klar und entschlossen ziehen.
Schon diese kurze Alebersicht von einigen aktuellen Fragen zum (Siebener Etat zeigt, daß die morgige Etatberatung trotz der eigentlich nur formalen Bedeutung des Voranschlages ein st a rkeS sachliches Schwergewicht haben wird. Möchten die Beschlüsse des Stadtrates den Erwartungen gerecht werden, die in weiten Kreisen der Bürgerschaft vorhanden sind und deren baldmöglichste Erfüllung von vielen Mitbürgern erhofft wird.
Wirtschaft.
Frankfurt schwächer.
Frankfurt, 28. Juni (WTB. Drahtmeldung.) Die Effektenbörse wurde heute allgemein von schwächerer Stimmung beherrscht, wofür in erster Linie wenig optimistischere Nachrichten aus Lausanne maßgebend waren. Auch die immer noch bestehenden Unklarheiten über die innerpolitische Gestaltung trägt dazu bei, daß sich die Spofefation weiter größte Zurückhaltung auferlegt, fo das Geschäft auf ein Minimum beschränkt blieb. Gegen gestern abend ergaben sich Kursrückgänge bis zu 1 v. H., wobei auch die Schwäche des gestrigen Neuyorker Essektenoerkehrs nicht ohne Einfluß geblieben ist. IG. setzten 0,75 v. f). niedriger ein, Stahlverein wurden 0,5 v. f). schwächer gehandelt, Salzdetfurth, Scheideanstalt, Goldschmidt und Metallgesellschaft verloren je 0,25 o. $). Zellstoff Waldhof waren knapp behauptet. Don Derkehrswerten unterlagen Allgemeine Lokal und Kraft bei einem Abschlag von 1,5 v. S). stärkerem Abgabedruck. Am Umsatzgebiet der Bankaktien büßten Reichsbankanteile 0,5 v. f). ein, wogegen Braubank gesucht waren und ihren Kursstand um 1,13 v. H. erhöhen konnten.
Am Markt der festverzinslichen Werte war ebenfalls eher Schwächeneigung vorherrschend. Don deutschen Anleihen konnten sich Alt- besitz auf gestriger Basis etwas behaupten, Neube- sitz waren unverändert. Am Pfandbriefmarkt ist in Goldpfandbriefen, speziell in Frankfurter Emis- fionen, erneut größeres Angebot vorhanden. Auch Liquidationspfandbriefe waren angeboten mit Ausnahme von Rhein. Hyp. Liqu. Pfandbriefen, die im Hinblick auf den bevorstehenden Rückzahlungstermin etwas Interesse beanspruchten. Don Industrieobligationen konnten sich Stahloereinbonds um % Prozent bessern, Reichsbahnoorzüge waren gehalten. Don ausländischen Werten waren Zprozentigc Schweden Exekutionsstücke besser beachtet und erzielten eine Kurserhöhung um 2 bis 3 Prozent.
Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit weiter eng begrenzt. IG. gaben vorübergehend noch etwas nach um sich aber sehr schnell wieder leicht zu erholen.'Nachdem sich am Geldmarkt gestern eine leichte Erholung bemerkbar gemacht hatte, war die Tendenz heute wieder leichter. Tagesgeld wurde auf 4 Prozent ermäßigt.
Berlin schwach und sehr ruhig.
Berlin, 28. Juni. (WTB. Funkspruch.) Wie gestern, eröffnete auch die heutige Börse in schwächerer Haltung. Heute vormittag war die Ten- denz ziemlich schwach: man sprach die Kurse durchschnittlich niedriger und vor allem meist Brief. Wenn
auch die ersten Notierungen bann nicht mehr so schwach wie die Dormittags- und vorbörslichen Taxen waren, so lagen sie doch überwiegend '/■> bis X Prozent unter den gestrigen. Vereinzelt ergaben sich in Spezialpapieren, wie Contigummi, Ehode, Leopoldgrube, Oberkoks in Erwartung der morgigen Bilanzsitzung. Dessauer Gas, Eisenbahnverkehrsmittel, Kursbesserungen bis 1 Prozent, Contigummi konnten sich sogar um 2% Prozent und Chade um 3X Mark befestigen. Dagegen verloren Ilse Genüsse 2'A Prozent, ebenfalls HEW., auch Schlesische 6-Gas büßten 2% Prozent, Elektrisch Licht XYi Prozent ein. Es lagen zu den ersten Kursen Der- kaufsorders des Publikums, zum Teil auch des Auslandes vor, und es sollen auch wiederum Verkäufe vor der endgültigen Liquidation der alten Engagements vorgenommen worden fein. Die Nachrichten aus Lausanne lauteten wenig optimist 1 sch, und die Situation scheint dort gestern eine ziemliche Zuspitzung ersahren zu haben, die auch darin zum Ausdruck kommt, daß die Verhandlungen erst morgen wieder weiter geführt werden fallen. Die Innenpolitik hat gleichfalls noch keine endgültige Klärung erfahren. Der schwache Schluß der gestrigen Neu- porter Börse mit Rückgängen bis zu 5 Dollar verstimmte natürlich gleichfalls. Erwähnenswert waren Hamburg-Süd, die mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. Der Kurs konnte sich, nachdem er in den letzten Tagen ziemlich schwach gelegen hatte, wieder um yA Prozent erholen.
Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr ruhig, doch konnten sich die Kurse zum Teil um Bruchteile eines Prozentes befestigen. Später gingen diese Gewinne aber wieder verloren, und es ergaben sich darüber hinaus Verluste von K bis % Prozent gegen den Anfang. Chade büßten von ihrem anfänglichen Gewinn 1 Mark ein.
Der Geldmarkt zeigte angesichts des bevorstehenden Ultimos eine steifere Veranlagung. Tagesgeld zog an der unteren Grenze auf 5/ Prozent an, während Monatsgeld mit 6 bis 8 Prozent nominell unverändert blieb.
HoberodSkopffest.
n Schotten, 27. 3uni. 3n althergebrachter Weise findet am nächsten Sontag, 3. 3uli, das Hoherodskopfsest statt, mit dem der Haupt- ausslug des Vogelsberger Höhenklubs (VHC.) nach seinen Klubhäusern verbunden ist. Alm auch in dieser Zeit eine große Beteiligung an dem Feste zu ermöglichen, hat der Vorstand des VHC. beschlossen in diesem 3ahre fein 6 in tritt sgeldzu erheben. Die Alnkosten sollen allein aus dem Tanzgelde bestritten werden.
Tagung der hessischen Gchulgeographen.
Darmstadt. 27. 3uni. Der Verband des- lifcher Schulgeographen, dem ördkundelehrer aller Schuigatiungen angeboren, hielt gestern im Bio- logiefaal des Realgymnasiums. an der Stelle, wo der Verband vor zehn Jahren gegründet wurde, fein« Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, der bekannte Schulgeograph Dr Knie- riem. Dad-Rauheim, konnte als Gäste u. a. Vertreter des hessischen Kultusministeriums und des hessischen Ph.lologenvereinS willkommen heißen. Ramens des Kultusministeriums überbrachte Ministerialrat Dr. Kammer herzliche Grüße und verband damit den Wunsch auf ersolgrciche Arbeit. Für den he'sischen Philologenverein sprach Studienrat Hauff, und als Hausherr grüßte Oberstudiendireklor Förster vom Rca'.gvmna- sium. Der Hauptverband der deutschen Schulgeographen hatte schriftlich der Tagung anregenden Verlauf gewünscht.
Studienrat Dr. .Kni« riem ging in seinem Jahresbericht aus die Gründung des Verbandes und die in zehn Jahren geleistete Arbeit näher ein und zollte dabe> besondere Anerkennung dem Gründer und Organisator des Verbandes. Stu- dicnrat He rbert. Worms. Ein anschauliches Bild gab der Redner von der derzeitigen Lage der Geographie und kam dabei besonders zu sprechen auf die
Krise der Erdkunde,
wie sie im Kampf um die wissenschaftlichen Lehrmeinungen von Speth mann und Banse zum Ausdruck kommt. Pros. Herbert, DormS, berichtete über da- Ergebnis einer Almfrage betr. Stoffverteilung in den Oberklaffen der höheren Schulen und über die erdkundliche Alnicr- richtSverteilung an den höheren Schulen durch die Direktionen. 3m Anschluß daran sand eine Entschließung einstimmige Annahme, die zum Ausdruck bringt, daß die Leiter mancher boberer ßebranftaltcn zu wenig Fachlehrer zur Erteilung des geographischen Alntcrrichts heranziehen, weiter wird u. a. gefordert, daß in den Alnterklassen der höheren Schulen möglichst Amtsgenossen mit Lehrbefähigung den Erdkunde-Unterricht erteilen, daß ein Lehrerwechsel in der Geographie in allen Klassen möglichst unterbleibt und dah die künftigen Philologiestudierenden möglichst auch Geographie als Studienfach wählen. Stadtschulrat Dr. Rein, Mainz, der über Stoff und Alnterrichtsverteilung in derGrund- schule und auf der Oberstufe der Volks- f d) u I e referierte, zollte dem Dieterichschen Lehrplan-Entwurf für die Volksschulen volle Anerkennung, der brauchbar und gut sei und den Anschluß an den Lehrplan der höheren Schulen in glücklicher Weife gesunden habe. Handels-Studienrat B a r tch e l, Bad-Rauheim berichtete über den gegenwärtigen Stand der Geographie an den kausmänni s ch en Berufsschulen und
bemängelte den noch zu hohen Preis geographischer Wandkarten, der bei den stark gekürzten SchuletatS Aeuanschasfungrn säst unmöglich mache.
3n der Aussprach« kam -um Ausdruck, daß auch in den gewerblichen Ksassen der Berufsschule wirtschaftsgeographischen Betrachtungen ein Platz im Lehrplan eingeräumt werden müsse.
Die geschäftlichen Verhandlungen der Tagung fanden rasch« Erledigung. Prof. Herbert- Worms erntete für seine gewissenhafte Kassenführung den Dank der Versammlung. Beschlossen wurde die Deitragsbesreiung für die nicht angestellten Mitglieder, ferner die Verwendung des Kassenüberschusses zu Beihilfen an Mitglieder bei Lehrwanderungen, die möglichst wieder in den drei Provinzen unternommen werden sollen. Einmütig erfolgte die Vorstandswahl. Ver- bandsvorsiyender bleibt Studienrat Dr._ Knie- riem» Bad-Rauheim: außer ihm gehören dem geschäftsführenden Vorstand noch Pros. Herbert- Worms und Lehrer O ß w a l d - Bad- Rauheim an. 3m erweiterten Vorstand sind sämtliche Schularten vertreten: er seht sich wie folgt zusammen: Handels-Studienrat Barthel- Bad-Rauheim (Berufsschule). Studienrat Dr. Robert P f«i s s e r - Offenbach a. M. (Studienanstalt). Stadtschulrat Dr. R c i n - Mainz (Volksschule). Studienrat S t« l l w a g e n - Darmstadt (Realgymnasium). Studienrat Vetter-Darmstadt (Aufkaufchule), vtudienrat Weiß-Worms (Oberrealschule). Pros. Wentzel- Darmstadt (Gymnasium,. Kreisschulrat i. R. Dieterich- Darmstadt. der lein Vorstandsamt niedergelegt Hot, wurde herzlichst gedankt für seine Mitarbeit.
Kurszettel der Berliner und Fronkst
Die Dinier Öen papieren angeführten Ziffern geben Die h°i>e Der zuletzt OelHloffenen Diaidende an. -
ider Börse.
Ikeichsbankdiskont 5 o H, Lc
mbardzinsfuß 6 o. H. T\,nU,ninnrf 1 Rorlin Trnnfhlrl a 717
ui ui u. DI. |
tfet.
irani ur u. | Hern
.rtunhut ü Di. 1 ^5trli
S^chiub«, t-uhr- j ea>luB-1 rinrana- lum 1 R'-r« 1 kur« ' riut«
27. Juni
28.Jom
ed-luü-
-ur# 1
1«Uhr» 1 Schluß»: lüntana» q-jf< s ur< i flurs
(TdiluB'l I-Uhr*
Mir4 G Hf '
(rdMufc*;
änfa g- Nur«
Amtliche Jiohercng
Umtuche Aollrrung
Dalum
27.6
28 6.
27.6-
28 6
Dalum
276
28.6
276. 28.6.
Votum
27.6 28 6
27.6
78 6
pellinglors . Sten . . Prag . . . «ukapev . . Sofia . . . Holland . . Cito ... . Kopenhagen. Stockholm London . . Bueno« Birei Reurork . . Brüllet. . . 3 tc'.ten . . . San« . . . c tßtoetj . . Spanien . . ianua . . . ?aoan . . üiio de Ian.. Iugollamten - Lmadd» - .
7.043 7.057
51.95 52.05
12.465 12.485
3.057 3,063
170,23 170.57
74 . 88 7 5.02
82.82 32.98
78.12 78.28
15.20 15.24
0.948 0.952
4.209 4.217
58.56 58.68
21.43 21.47
16.545 16.585
81.95 82.11
34.67 34.73
82.32 82 48
1,179 1.181
0.32= 0,327
6.693 6,707
<3,84 13.8k
Banknoten
6.893 6.907
51.95 52.05
12.465 12.485
3.057 3,063
170.28 170 62
74 83 /4.97
82,72 82.83
77.37 78-15
15.185 15,225
0.948 0.952
4.209 4.217
58.56 58.68
21,43 21,47
16.545 16.585
82,02 82.18
34,67 34.73
82.32 82.48
1.149 1.151
0.325 0,327
6.693 6.707
13,84 13,88
6% Zeunche SieichMnicitie d. 192.
7% Deutsche ReichZanleibe v. 1929 6H% Doung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl -Ablöi.-Schuld mii
'luelvi.-Rechten
Desai, ohne AuSlol.-Rechte
8% Heft. Lolksstaai von 1929 (tücUalilb. 102%)......
Cbcrbcilen Provinz-Anleibe mit Auelos.-Rechten
T -.Ische Komm. Lammelabl. ■2lnlribe Serif 1 ....
8% -xTimfl. Hnv-Bank Goldvse is mdünbbat bU 1935
7°„ ,'vranlf. Htw.-Bank Koldvlc unkündbar biS 1936 Serie 16
."rranfl. Hnv-Bank Liau.
Psandbric'e. . _
e-% Rheinische Hov-Bank-Ltau.
Äolbvie. , - •
8% Br. Landeevlandbriesanllait.
Psanbbriese R. 19 - •
7% Br. Landespsandbriesanitaii.
Pkandbrirke R. 1»
4% Oesterreich»chf Äoldrenie 4,20% Oeslerrcichische Silberrente 4°o Ungarische Goldrenie -
4% Ungarische Slaatsrcnte v. 1910 4Z,% desgl. von 1913
6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische gollanlcibe von 1911 4% Türkische Bagdabbabn-Anleibe
Serie I
4% desgl. Serie li
6% Rumän. vereint». Rente v. 190., 4%%Rumän.vereinb.Rentev.l91? 4% Rumänische vcreinh. Rente 2%% 1. Anatolier
52.75
58 60.25
35.25 3.55
36,5
33
63,5
76,4
75
64
1,12
4,5
5,5
5 2,5
2,3
2,3
7 3,13 15,5
III 1 1 1 1 1 1 1 । । 1 । । 1 । । । । । H H
58.4
60.13
35
3,5
15
32,25
1.05
4.25
2.55
2,6.
2.65
7,13
3
15,6
EL 11 's£ £ 111111 । । । i i i i i i in
pamvurg rimenta Bäte.
Hamburg-Südam. Tampsichiss - 0 Hansa Tampfidiill - - ®
Norddeutscher Llovv -6
9L(S. kür «crtchtiroelen Akt
Berliner Handelegeiellschast 8
Sommer»- und Priva'.-Bank . 7
EarmftäSttt und Sationaldank 8 Deutsche Bank und
Di-conto-Gesellichast... 6
TretPnct Bank ..... 6
Reichibank .... 12
fl.a.a. ’
Bergmann...... 9
Elekrr. LielerungrgeleMchasl. 10
Licht und Rtaft .10
gelten & «uilleaume . 6Vi
«elelllchasi für Elektrische
Unternebmungeo ... 9
Rdeinische Elektrizität .... 9 Lchucken &Co .....U
Siemens & t-altte.....14
Labmever L Eo....... 12
Buderus . .....<
Deutsche Erbü!.......t
Selsenktnbener . ......k
Harvener ..... • 0
hoeich Eisen. ...... • <
fllle Bergbau ......V
Klücknerrverke..... • • ®
ftöln-Seueiien.....- - 6n
öanneSmann-SSfrTen «anSselder Bergbau.....0
Cberidilel. ftoUtecdf ... . 8 Phönir Bergbau • • •
Rheinische Braunkohlen... 10 «heinüahl ■ .....6
10.25
11.25
26,25
87
16
18.5
30 18,5 122,5
20
66 '5
50,75
63
56 13,5 74,5
23,5
60
32
47
12,5
16
62 5
39
8 -
| | | | | | | | 1 | | 1 1 | III II 1 1 1 1 ö- 81 1 | | | 1 1 1 1
10.13
19
11
27
87.5
16
18,5
30
18.5
122,25
21
18
64.5
35.75
51.25
63.5
55.75
113
73.25
59.25
31.13
47
24
21.25
36.7
29,13
163
39,13
1013
10.9
121,75
20,75
65 35.25
50.25
61 55.75
112 25
59
31.65
47 23.75
20.25
35.9
29.75
39
•Kicbed -ölrntan......1.-
Bereinigte Ltablwerke .... 4 Liam Minen......16',
»aHtcerie «schrr-leben ... 1° Baltroerfe Ve-ieregeln ... 10 Kaliwerke LaUdetkurtb V
I. S. ffarden-Invuskrre 12
Verein, chem. Industrie Frank, sun a.M...........
Scheide an Kalt.......1®
Goldschmidt.........0
Rütgerdwerie.......»
Metaklgeiellschafk.......9
PHUwv Hoi;mann......8
lemrntmerf Oarlltabt.....7
Wavb & Fr-vtaa - • • • 0
Schuirhett Pa»endoser ... 15 Lku (Lllgememe LunBeide) c Bemberg. ■ • • ®
ReUftfll Salbbof....."
2'chossenburg ... 6
tefiauei fla« »
Tai ml er Mor«en......»
Teutsch« Lmoieum.....5
Lier<tnn & «vvpek.....o
Leonhard Tietz.......J
3oen«ta 15
Ldade ......
zrantturrer Maschmeu . . . . « ®n?nei .....0
iTZamkaftDede HöckR a.®L. .
Süddeutscher Zuiker .... 10
14
»6.5
95.5
153
87,25
131.75 16.25 30.75
24.5
31
30
4.5 16
11.25
26,75
50
171
>6.5 48 100
L8 2 - L S
Illi 1 1 1 1 1 1 1 1 SIM Illi 8 bi 1^1 " S 1 1 1 %
14.13
87 25
96.5
152.5
87
z
15,5 30,5
3.25
47
30.25
28.5
25.13
78.75
10.9
26.5 21,13 51.65
171
15,5
14.13
86,75
152.5
66.25
-
30.25
30
46,75
30
25
79.13
21
51.25
174,75
-
25erim. 77 Juni
«Selb
Aries
ämeritanbtte Solei.......
velarlche Roten .......
Taiulche Solen .......
rngltschr Säten........
.-sianiostsche Roten .......
HollLndllckk Solei ......
I-alleni'ch« Seien ......
tz-rn>egiiche Roten...... .
Teutsch-Lekterreick. 4 100 SchiUing Rumünrsche Solen........
Schwedische Säten........
Schoeucr Säten.........
Lpanische Solen.........
Ungarische Säten ........
4.20 58.40 82,63 15.16 >6.505 169.86
21.54 74,70
2,49 77,94 81,77 34,53
4,22 38,84 82,97 15,22
16,565 170.54 21,62 75.00
2,51
78,26 82.09 34,67


