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28.6.1932 Erstes Blatt
 
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Nr. 149 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Dienstag, 28. Juni 1952

Fragen zur Gießener Etatberatung.

Der Siebener Stadtrat wird sich morgen nach, mittag mit dem städtischen Voranschlag für 1 932 beschäftigen. 3m Gegensatz zu den früheren Haushaltsplänen, in denen die einzelnen Positionen immerhin bis zu einem gewissen Grade feste Gröben waren, kommt dem neuen Voran­schlag jetzt eigentlich nur noch formale Vedeutung zu. Denn die Verhältnisse aus dem Gebiete der gesamten öffentlichen Finanzwirt, schäft sind immer mehr ins Fliehen ge­raten, die Ansätze in den einzelnen Etattiteln kommen in zunehmendem Mähe ins Schwinden, so dah man ohne Llebertreibung behaupten tanm dah der Haushaltsplan 1932 heute schon zu einem erheblichen Teile überholt ist. 3m Hinblick aus diele Sachlage haben wir in diesem 3ahre von einer kritischen Betrachtung der Einzelheiten des Voranschlages abgesehen. Der Stadtrat wird sich bei seinen Beratungen zweifellos auch nicht allzusehr auf den Etat als solchen stützen, sdndern er wird vor allem wohl Gesichtspunkte geltend machen, die mehr auf dem Gebiete der allgemeinen Kommunalwirtschaft liegen. Unter diesem Blick­punkt möchten auch wir am Vorabend der Etat­beratung einige Fragenzum neuen (Sie­be n c r Haushaltsplan auswerfen, deren Erörterung im Stadtrat zugleich als eine Ant­wort auf mancherlei Wünsche innerhalb der Dürgerschast angesehen werden kann

Dor allem ist es die F i n a n z w i r t s ch a f t, die das besondere 3nteresse der Bürger findet. Die Stadt Gießen kann sich glücklich schätzen, dah sie unter der sorgsamen Führung der Stadtver- waltung und des Stadtrates bisher noch immer eine solide Finanzpolitik zu verzeichnen hatte, die unser Gemeinwesen vor Schwierigkeiten bewahrte, wie man sie in zahlreichen anderen Kommunen in immer größerer Häufigkeit bemerken konnte. Aber die Tatsache ist nicht zu leugnen, daß auch unsere Gießener Finanzwirtschaft sehr erheblich durch die Finanzgebarung des Staates ungünstig beeinflußt wird. Wir wissen, daß der hessische Staat in sehr um- fangreichem Maße den Provinzen, Kreisen und Kommunen Steuerbeträge schuldig ist, die er vom Reiche zur Weiterleitung an die Provinzen, Kreise und Gemeinden empfangen hat, die er aber an diese Empfangsberechtigten monatelang nicht ab- führt, so daß natürlich die Kassen dieser Behörden immer mehr in Schwierigkeiten geraten. So schul­det beispielsweise der hessische Staat der Provinz Oberhessen rund 600 000 Mk., der Provinz Star­kenburg rund 800 000 Mk., der Provinz Rhein- Hessen rund 500 000 Mk. aus der Kraftfahrzeug, steuer, die er vom Reiche schon vor Monaten in Empfang genommen, bis jetzt aber noch nicht ab» geführt hat. Einer Stadt in Oberhessen, die wir aus naheliegenden Gründen nicht öffentlich nennen möchten die Stadt Gießen ist es nicht ist der Staat seit etwa s/4 3ahren rund 60 000 Mk. Reichs-U^berweisungssteuern (aus der Einkom­men-, Umsatz- und Körperschaftssteuer) schuldig, und bis heute hat man es in Darmstadt nicht für nötig gehalten, dieser Kommune ihren Steuer- anteil aus der Reichskasse zuzustellen, sondern man hat ihn ungeniert und glatt für staatliche Zwecke verwandt. 3n gleicher Weise haben die meisten Städte und Kreise über den Staat zu klagen. Es wird daher gut sein, wenn bcr_ Stadt- rat morgen von der Verwaltung Aufklärung über die Auswirkungen der staat- lichen Finanzmißwirtschaft auf u n . sere kommunale F i n a n z g e b a r u n g for­dert,. damit man erkennen kann, inwieweit unsere Stadt in ihrer wirtschaftlichen Entfaltungsmög­lichkeit durch den Staat gehemmt wird. Dabei wird es auch gut sein, gleich einmal die Frage anzuschneiden, in welcher Weise der Staat, dec den Gemeinden die Steueranteile aus Reichs­mitteln monatelang vorenthält, die Kommu­nalbeiträge für die Volksschulen er­höht hat. 3cdenfalls dürste es ratsam sein, daß dcr Stadtrat ein ganz deutliches und kräftiges Wort zu dieser Finanzgebarung des Staates spricht und die maßgebenden Stellen in Darm­stadt nicht im Zweifel darüber läßt, wie ihr Ver­fahren zu beurteilen ist und mit welcher Ver­antwortung man sie belasten muß.

Eine weitere Angelegenheit von besonderer Be­deutung ist die Frage, ob nicht auf irgendeine Weise Mittel und Wege zu finden sind, die un­serem handwerklichen und gewerb­lichen Mittel st and, insbesondere der Bau­wirtschaft, einen Auftrieb im Rahme n d e r (Siebener Leistungsfähigkeit verschaf­fen können. 3n diesem Zusammenhang appellieren

wir erneut an die Verwaltung und an den Stadt- rat, den Straßenbahn-Erweiterungsbau nach Wie- seck so rasch wie möglich in Gang zu setzen, um dadurch Arbeit zu schassen. Weiterhin sollte mit aller Energie angestrebt werden, nun endlich auch den Schulhausbau in den Eichgürten zu Ende zu bringen. Wir wissen, daß dieser Dau der Ver­waltung schon lange ernste Sorgen wegen der Fertigstellung bereitet und daß man an maß­gebender Stelle der Verwaltung den besten Wil­len hat, dieses Unternehmen endlich zum Ab- schluß zu bringen. Bisher scheiterten aber alle wohlgemeinten Bemühungen an der Finanzie­rungsfrage. Vielleicht läßt sich nach dieser Rich­tung hin etwas Positives schaffen, wenn dem hes- fischen Staat zwecks pünktlicher Aleberweisung der Steuerbeträge schärfer als bisher ans Leder ge­gangen wird. Dadurch dürfte es vielleicht mög­lich sein, die Kasfenlage unserer städtischen Fi­nanzwirtschaft etwas flüssiger als bisher zu ge­stalten. Mancherlei Arbeitsmöglichkeit wird auch auf dem Gebiete der Etrahenunterhaltung und -erNeuerung zu finden fein. Beachtung verdient weiter ein Projekt, das die Befestigung und Re­gulierung der Alfer der Lahn in der Gegend der Bootshäuser zum Gegenstand hat. Schon feit län­gerer Zeit liegt darüber ein fertig abgeschlos­senes Projekt beim Staatlichen Kulturbauamt vor, das die Stadtverwaltung sich zur Aus­führung erbitten sollte. Hierbei könnte wohl auch der freiwillige Arbeitsdienst eingesetzt werden, von dem man in unserer Stadt bisher noch nicht allzu viel vernommen hat. 3nterelfant wäre cs ferner, zu hören, wie die Stadtverwaltung und der Stadtrat sich zu der Hekoga-3nitiative des Provinzialtags (vergl. den Bericht im Gieß. Anz. Rr. 145 vorn 23. 3uni über die Provinzialtags- sihung) und damit zur Lösung der Gießener Gaswerksrage stellen. Auch nach dieser Richtung hin kann man allmählich mit bester Begründung

sagen, daß der Worte genug gewechselt sind und nun Taten gezeigt werden können.

Aus steuerlichem Gebiete im Rahmen der kommunalen Zuständigkeit dürften morgen gleichfalls mancherlei Wünsche laut werden. 3ns- besondere ist es hier der gewerbliche Mittelstand, der em ft batte Beschwerden erhebt und von der Verwaltung und dem Stadtrat Maßnahmen er­hofft, von deren Durchführung er sich einen ge­wissen Schutz in seinem schweren Eristenzkampfe gegen die Alebermacht der kapitalftärkeren Groß- Betriebe verspricht. Wir haben Grund zu der An- nähme, daß morgen Einzelheiten nach dieser Rich­tung hin aus dem Kreise des StadtratS zur Sprache gebracht werden, und wir möchten des­halb bei unserer heutigen Betrachtung von der Erörterung von Einzelheiten absehen. Zu betonen ist aber, daß es sich auch bn dieser Angelegenheit um die in hohem Maße bedeutsame Aufgabe han­delt, das feste Fundament der Kommu- nal w i rtschaft. den selbständigen Mittelstand mit all seinen a n b äu­gen Z>e n Gliedern, vor der weiteren Alnterboblung und Zerstörung z u schützen. Rur wenn dieses Fundament sest und tragfäbig erhalten wird, kann man die Existenz des kommunalen Gemeinwesen- trotz mancherlei Bedrängnis der Zeit als gesichert ansehen. AuS dieser Sachlage muß der Stadtrat die gegebenen Schlußfolgerungen klar und entschlossen ziehen.

Schon diese kurze Alebersicht von einigen aktuel­len Fragen zum (Siebener Etat zeigt, daß die mor­gige Etatberatung trotz der eigentlich nur forma­len Bedeutung des Voranschlages ein st a rkeS sachliches Schwergewicht haben wird. Möchten die Beschlüsse des Stadtrates den Erwar­tungen gerecht werden, die in weiten Kreisen der Bürgerschaft vorhanden sind und deren baldmög­lichste Erfüllung von vielen Mitbürgern erhofft wird.

Wirtschaft.

Frankfurt schwächer.

Frankfurt, 28. Juni (WTB. Drahtmeldung.) Die Effektenbörse wurde heute allgemein von schwächerer Stimmung beherrscht, wofür in erster Linie wenig optimistischere Nach­richten aus Lausanne maßgebend waren. Auch die immer noch bestehenden Unklarheiten über die innerpolitische Gestaltung trägt dazu bei, daß sich die Spofefation weiter größte Zurückhaltung auferlegt, fo das Geschäft auf ein Minimum beschränkt blieb. Gegen gestern abend ergaben sich Kursrückgänge bis zu 1 v. H., wobei auch die Schwäche des gestrigen Neuyorker Essektenoerkehrs nicht ohne Einfluß geblieben ist. IG. setzten 0,75 v. f). niedriger ein, Stahlverein wurden 0,5 v. f). schwächer gehandelt, Salzdetfurth, Scheideanstalt, Goldschmidt und Metallgesellschaft verloren je 0,25 o. $). Zellstoff Waldhof waren knapp behauptet. Don Derkehrswerten unterlagen Allgemeine Lokal und Kraft bei einem Abschlag von 1,5 v. S). stärke­rem Abgabedruck. Am Umsatzgebiet der Bank­aktien büßten Reichsbankanteile 0,5 v. f). ein, wo­gegen Braubank gesucht waren und ihren Kurs­stand um 1,13 v. H. erhöhen konnten.

Am Markt der festverzinslichen Werte war ebenfalls eher Schwächeneigung vor­herrschend. Don deutschen Anleihen konnten sich Alt- besitz auf gestriger Basis etwas behaupten, Neube- sitz waren unverändert. Am Pfandbriefmarkt ist in Goldpfandbriefen, speziell in Frankfurter Emis- fionen, erneut größeres Angebot vorhanden. Auch Liquidationspfandbriefe waren angeboten mit Aus­nahme von Rhein. Hyp. Liqu. Pfandbriefen, die im Hinblick auf den bevorstehenden Rückzahlungstermin etwas Interesse beanspruchten. Don Industrieobli­gationen konnten sich Stahloereinbonds um % Pro­zent bessern, Reichsbahnoorzüge waren gehalten. Don ausländischen Werten waren Zprozentigc Schwe­den Exekutionsstücke besser beachtet und erzielten eine Kurserhöhung um 2 bis 3 Prozent.

Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit weiter eng begrenzt. IG. gaben vorübergehend noch etwas nach um sich aber sehr schnell wieder leicht zu erholen.'Nachdem sich am Geldmarkt gestern eine leichte Erholung bemerkbar gemacht hatte, war die Tendenz heute wieder leichter. Tagesgeld wurde auf 4 Prozent ermäßigt.

Berlin schwach und sehr ruhig.

Berlin, 28. Juni. (WTB. Funkspruch.) Wie gestern, eröffnete auch die heutige Börse in schwä­cherer Haltung. Heute vormittag war die Ten- denz ziemlich schwach: man sprach die Kurse durch­schnittlich niedriger und vor allem meist Brief. Wenn

auch die ersten Notierungen bann nicht mehr so schwach wie die Dormittags- und vorbörslichen Taxen waren, so lagen sie doch überwiegend '/> bis X Prozent unter den gestrigen. Vereinzelt ergaben sich in Spezialpapieren, wie Contigummi, Ehode, Leopoldgrube, Oberkoks in Erwartung der morgigen Bilanzsitzung. Dessauer Gas, Eisenbahnverkehrs­mittel, Kursbesserungen bis 1 Prozent, Contigummi konnten sich sogar um 2% Prozent und Chade um 3X Mark befestigen. Dagegen verloren Ilse Ge­nüsse 2'A Prozent, ebenfalls HEW., auch Schlesische 6-Gas büßten 2% Prozent, Elektrisch Licht XYi Prozent ein. Es lagen zu den ersten Kursen Der- kaufsorders des Publikums, zum Teil auch des Aus­landes vor, und es sollen auch wiederum Verkäufe vor der endgültigen Liquidation der alten Engage­ments vorgenommen worden fein. Die Nachrichten aus Lausanne lauteten wenig optimist 1 sch, und die Situation scheint dort gestern eine ziemliche Zuspitzung ersahren zu haben, die auch darin zum Ausdruck kommt, daß die Verhandlungen erst mor­gen wieder weiter geführt werden fallen. Die Innen­politik hat gleichfalls noch keine endgültige Klärung erfahren. Der schwache Schluß der gestrigen Neu- porter Börse mit Rückgängen bis zu 5 Dollar ver­stimmte natürlich gleichfalls. Erwähnenswert waren Hamburg-Süd, die mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. Der Kurs konnte sich, nachdem er in den letzten Tagen ziemlich schwach gelegen hatte, wieder um yA Prozent erholen.

Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr ruhig, doch konnten sich die Kurse zum Teil um Bruchteile eines Prozentes befestigen. Später gingen diese Ge­winne aber wieder verloren, und es ergaben sich darüber hinaus Verluste von K bis % Prozent gegen den Anfang. Chade büßten von ihrem anfäng­lichen Gewinn 1 Mark ein.

Der Geldmarkt zeigte angesichts des bevor­stehenden Ultimos eine steifere Veranlagung. Tages­geld zog an der unteren Grenze auf 5/ Prozent an, während Monatsgeld mit 6 bis 8 Prozent no­minell unverändert blieb.

HoberodSkopffest.

n Schotten, 27. 3uni. 3n althergebrachter Weise findet am nächsten Sontag, 3. 3uli, das Hoherodskopfsest statt, mit dem der Haupt- ausslug des Vogelsberger Höhenklubs (VHC.) nach seinen Klubhäusern verbunden ist. Alm auch in die­ser Zeit eine große Beteiligung an dem Feste zu ermöglichen, hat der Vorstand des VHC. beschlos­sen in diesem 3ahre fein 6 in tritt sgeldzu erheben. Die Alnkosten sollen allein aus dem Tanzgelde bestritten werden.

Tagung der hessischen Gchulgeographen.

Darmstadt. 27. 3uni. Der Verband des- lifcher Schulgeographen, dem ördkundelehrer aller Schuigatiungen angeboren, hielt gestern im Bio- logiefaal des Realgymnasiums. an der Stelle, wo der Verband vor zehn Jahren gegründet wurde, fein« Hauptversammlung ab. Der Vor­sitzende, der bekannte Schulgeograph Dr Knie- riem. Dad-Rauheim, konnte als Gäste u. a. Vertreter des hessischen Kultusministeriums und des hessischen Ph.lologenvereinS willkommen hei­ßen. Ramens des Kultusministeriums überbrachte Ministerialrat Dr. Kammer herzliche Grüße und verband damit den Wunsch auf ersolgrciche Arbeit. Für den he'sischen Philologenverein sprach Studienrat Hauff, und als Hausherr grüßte Oberstudiendireklor Förster vom Rca'.gvmna- sium. Der Hauptverband der deutschen Schul­geographen hatte schriftlich der Tagung anregen­den Verlauf gewünscht.

Studienrat Dr. .Kni« riem ging in seinem Jahresbericht aus die Gründung des Verbandes und die in zehn Jahren geleistete Arbeit näher ein und zollte dabe> besondere Anerkennung dem Gründer und Organisator des Verbandes. Stu- dicnrat He rbert. Worms. Ein anschauliches Bild gab der Redner von der derzeitigen Lage der Geographie und kam dabei besonders zu spre­chen auf die

Krise der Erdkunde,

wie sie im Kampf um die wissenschaftlichen Lehr­meinungen von Speth mann und Banse zum Ausdruck kommt. Pros. Herbert, DormS, berichtete über da- Ergebnis einer Almfrage betr. Stoffverteilung in den Oberklaffen der höhe­ren Schulen und über die erdkundliche Alnicr- richtSverteilung an den höheren Schulen durch die Direktionen. 3m Anschluß daran sand eine Entschließung einstimmige Annahme, die zum Aus­druck bringt, daß die Leiter mancher boberer ßebranftaltcn zu wenig Fachlehrer zur Erteilung des geographischen Alntcrrichts heranziehen, wei­ter wird u. a. gefordert, daß in den Alnterklassen der höheren Schulen möglichst Amtsgenossen mit Lehrbefähigung den Erdkunde-Unterricht erteilen, daß ein Lehrerwechsel in der Geographie in allen Klassen möglichst unterbleibt und dah die künf­tigen Philologiestudierenden möglichst auch Geo­graphie als Studienfach wählen. Stadtschulrat Dr. Rein, Mainz, der über Stoff und Alnterrichtsverteilung in derGrund- schule und auf der Oberstufe der Volks- f d) u I e referierte, zollte dem Dieterichschen Lehrplan-Entwurf für die Volksschulen volle Anerkennung, der brauchbar und gut sei und den Anschluß an den Lehrplan der höheren Schulen in glücklicher Weife gesunden habe. Handels-Studienrat B a r tch e l, Bad-Rauheim berichtete über den gegenwärtigen Stand der Geographie an den kausmänni s ch en Berufsschulen und

bemängelte den noch zu hohen Preis geogra­phischer Wandkarten, der bei den stark ge­kürzten SchuletatS Aeuanschasfungrn säst un­möglich mache.

3n der Aussprach« kam -um Ausdruck, daß auch in den gewerblichen Ksassen der Berufsschule wirtschaftsgeographischen Betrachtungen ein Platz im Lehrplan eingeräumt werden müsse.

Die geschäftlichen Verhandlungen der Tagung fanden rasch« Erledigung. Prof. Herbert- Worms erntete für seine gewissenhafte Kassen­führung den Dank der Versammlung. Beschlos­sen wurde die Deitragsbesreiung für die nicht angestellten Mitglieder, ferner die Verwendung des Kassenüberschusses zu Beihilfen an Mitglie­der bei Lehrwanderungen, die möglichst wieder in den drei Provinzen unternommen werden sollen. Einmütig erfolgte die Vorstandswahl. Ver- bandsvorsiyender bleibt Studienrat Dr._ Knie- riem» Bad-Rauheim: außer ihm gehören dem geschäftsführenden Vorstand noch Pros. Her­bert- Worms und Lehrer O ß w a l d - Bad- Rauheim an. 3m erweiterten Vorstand sind sämtliche Schularten vertreten: er seht sich wie folgt zusammen: Handels-Studienrat Barthel- Bad-Rauheim (Berufsschule). Studienrat Dr. Robert P f«i s s e r - Offenbach a. M. (Studien­anstalt). Stadtschulrat Dr. R c i n - Mainz (Volks­schule). Studienrat S t« l l w a g e n - Darmstadt (Realgymnasium). Studienrat Vetter-Darm­stadt (Aufkaufchule), vtudienrat Weiß-Worms (Oberrealschule). Pros. Wentzel- Darmstadt (Gymnasium,. Kreisschulrat i. R. Dieterich- Darmstadt. der lein Vorstandsamt niedergelegt Hot, wurde herzlichst gedankt für seine Mitarbeit.

Kurszettel der Berliner und Fronkst

Die Dinier Öen papieren angeführten Ziffern geben Die h°i>e Der zuletzt OelHloffenen Diaidende an. -

ider Börse.

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Votum

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0.948 0.952

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58.56 58.68

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Banknoten

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15.185 15,225

0.948 0.952

4.209 4.217

58.56 58.68

21,43 21,47

16.545 16.585

82,02 82.18

34,67 34.73

82.32 82.48

1.149 1.151

0.325 0,327

6.693 6.707

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6% Zeunche SieichMnicitie d. 192.

7% Deutsche ReichZanleibe v. 1929 6H% Doung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl -Ablöi.-Schuld mii

'luelvi.-Rechten

Desai, ohne AuSlol.-Rechte

8% Heft. Lolksstaai von 1929 (tücUalilb. 102%)......

Cbcrbcilen Provinz-Anleibe mit Auelos.-Rechten

T -.Ische Komm. Lammelabl. 2lnlribe Serif 1 ....

8% -xTimfl. Hnv-Bank Goldvse is mdünbbat bU 1935

7° ,'vranlf. Htw.-Bank Koldvlc unkündbar biS 1936 Serie 16

."rranfl. Hnv-Bank Liau.

Psandbric'e. . _

e-% Rheinische Hov-Bank-Ltau.

Äolbvie. , -

8% Br. Landeevlandbriesanllait.

Psanbbriese R. 19 -

7% Br. Landespsandbriesanitaii.

Pkandbrirke R. 1»

4% Oesterreich»chf Äoldrenie 4,20% Oeslerrcichische Silberrente 4°o Ungarische Goldrenie -

4% Ungarische Slaatsrcnte v. 1910 4Z,% desgl. von 1913

6% abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische gollanlcibe von 1911 4% Türkische Bagdabbabn-Anleibe

Serie I

4% desgl. Serie li

6% Rumän. vereint». Rente v. 190., 4%%Rumän.vereinb.Rentev.l91? 4% Rumänische vcreinh. Rente 2%% 1. Anatolier

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Sommer»- und Priva'.-Bank . 7

EarmftäSttt und Sationaldank 8 Deutsche Bank und

Di-conto-Gesellichast... 6

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Rdeinische Elektrizität .... 9 Lchucken &Co .....U

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25erim. 77 Juni

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