Ausgabe 
25.6.1932 Erstes Blatt
 
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dem Arbeitsmarkt und zur Wiederbelebung unse­rer heimischen Industrie hemmt und zum Teil so­gar unterbindet, offenbart sich in der einstimmigen Annahme des Antrages Aiepoth das ernste Bestreben des Provinzialtages, alles zu begün­stigen, was geeignet ist, die furchtbare Arbeitslo­sigkeit und damit das Elend breiter Devolkerunas- schichten nach Möglichkeit bald zu lindern. Leider ist die Provinz nicht in der Lage, gegen diese 5tn- sensorge von sich aus mit dem Mittel der Kapital- hergabe anzukämpfen. Gleiches gilt für die He- koga. Inwieweit der Ruhrgas-AG. Geldquellen für diesen Zweck zur Verfügung stehen, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir möchten aber darauf hiiiweisen, daß die unter Kontrolle des Reiches auf gemeinnütziger Grundlage arbeitende Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten in Berlin auch für die Finanzierung dieses in hohem Mähe der Allgemeinheit dienenden älnternehmens mit in Betracht zu ziehen ist. Da nach den Verlautbarun­gen der Hekoga die Pläne und Berechnungen schon seit langer Zeit fertiggestellt sind und man wohl auch hinsichtlich der Gaskonsumtion m den verschiedenen Interessenbezirken alle Klarheit besitzen wird, steht der baldigen Inangriff­nahme dieses Projektes von der Hekoga und der Ruhrgas-AG. aus wohl nichts mehr im Wege. Mit Recht wies Provinzialdirektor Graes bei der Besprechung dieser Angelegenheit darauf hin, dah dieses Unternehmen völlig in das Ar­beitsbesch a f f ung s p r o g r am m hlNfrn- patzt, da von den Kosten etwa 80 Prozent allein auf Löhne entfallen. Die baldige Verwirklichung dieses Projektes wäre aus mehrfachen Gründen zu begrühen. Vor allem kann durch diese Ar­beitsbeschaffung eine sehr beachtenswerte Er­leichterung auf dem Arbeitsmarkte eintreten, die einem erheblichen Teil unserer Provinz unmittel­bar zugute kommen wird. Weiterhin wird die Industrie AbsaUnöglichkeiten erhalten, die Vau- wirtschaft und damit auch die Steinindustrie eine Belebung erfahren und schliehlich wird auf diesem Wege für die Stadt G i e h e n die immer bren­nender werdende Gaswerkfrage eine an­nehmbare Lösung finden können, durch die un­serer Stadt eine weitere neue Schuldbelastung erspart bleiben dürfte. Aus all diesen Gesichts­punkten kann die Bevölkerung von Oberhessen nur dringend wünschen, dah es nach der dankens­werten Initiative des Provinzialtages den Be­mühungen der Provinzialverwaltung recht bald gelingen mochte, zusammen mit der Hekoga und der Ruhrgas-AG. das Projekt der Ferngasver­sorgung nun so rasch wie möglich zu lösen und auf diesem Wege eine Krisensorge von unserer Provinz zu nehmen, die immer schwerer wird, je länger sie andauert.

Oberheffen.

Gemeinderai in Laubach.

Laubach, 24. Juni. In der jüngsten G e - meinderatssihung wurde zunächst über die Herstellung von einheitlichem Planmaterial durch das Dcrmessungsamt verhandelt. Wenn auch die Kosten hierfür (pro Hektar 40 Pf.) niedrig ge­halten sind, konnte sich der Gemeinderat bei der derzeitigen Finanzlage unserer Stadt vorerst nicht entschließen, die dazu nötigen. Mittel bereitzu­stellen. Infolge Verbreiterung des Ziegel- Hütter Weges, der im Wege des freiwil­ligen Arbeitsdienstes chauffiert wird, werden von einem gräflichen Acker etwa 350 Quadratmeter noch benötigt. Dec Graf soll durch entsprechen­des Gemeindegelände, welches auf der anderen Seite des Weges liegt, entschädigt werden. Die Reuverpachtung der Fischerei in den Gewässern der Gemarkung Laubach an Kunst­maler Barnas wurde genehmigt. Zum Schlüsse berichtet der Dürgermeister eingehend über die am Kreisamt Giehen stattgefundenen Verhandlungen der beteiligten Gemeinden hin­sichtlich der Wetterregulierung. Der Ge­meinderat beschloh, demnächst eine Dachschau vor- zunehmen, um die an den Wetterufern vorzu­nehmenden Arbeiten genau festzulegen und einen Kostenvoranschlag au^ustellen.

Landkreis Gießen.

-Aus dem Lumdatal, 24. Juni. Die Aus­sichten auf eine befriedigende Obsternte nach dem anfänglich teilweise guten Fruchtansatz der Obstbäume werden mit jedem Tage geringer. Ueberall kann man beobachten, daß die in der Entwicklung stehenden Früchte abfallen, was fast für alle Obstarten zütrisft. Vermutlich trägt dazu das Ueberhandnehmen der Schädlinge in besonders hohem Maße bei. Erdflöhe und Schnecken richteten in den Gärten an Gurken- und Bohnenkulturen großen Schaden an, so daß eine nochmalige Aus­saat nötig wurde.

T Leihgestern, 24. Juni. Die hiesige Volks­schule feierte heute, dem hessischen Jugendtag, ihr diesjähriges I u g e n d f e st. In langem Zuge mar-

Wirtschaft

Rechnungsabschluß bekannt. Die Bilanz schloß tn Einnahme und Ausgabe mit 48075,23 Mark ab. Der Reingewinn beträgt 58,23 Mark. Die Zahl der Mitglieder verringerte sich von 25 auf 24. Zum Schlüsse teilte der Rechner mit, daß es dem Vorstand gelungen sei, die Krise des Vorjahres zu überwin­den und damit die Selbständigkeit der Genossen- schäft zu bewahren. Lehrer Roth dankte dem Vor­stand, insbesondere dem Rechner W. Sang, für die gewissenhafte Amtsführung.

LJ Rodheim a. d.H., 25.Juni. Die von den hiesigen Schulkindern durchgeführte Sammlung für das bedrohte Deutschtum im Ausland ergab den Betrag von 9,50 Mk. Am Montag feierte Altbürgermeister Wilhelm Kröll in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0.Geburtstag.

Kreis Schotten.

Laubach, 24. Juni. Unter großer Betei­ligung der Laubacher Bürgerschaft wurde au dnn Rothenberg eine Sonnwendfeier ver­anstaltet, bei der auch die Kapelle Högel mit- wirkte. Es sprachen Eisenbahninspektor i. R. Henze., Lehrer Bechthold und stuck, theol. Wendnagel. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes nahm die erhebende Feier ihr Ende. Der Rückmarsch der Festteilnehmer mit ihren Fackeln bot ein schönes Bild. Das Sonn- wendfeuer war weithin sichtbar. Bei den gräflichen Grasversteigerungen wurde filr den Morgen Heugras durchschnittlich 18 Mk. geboten.

schierten die Klassen unter Führung ihrer Lehrer und unter Begleitung der Freunde der Schule hin­aus zum Sportplatz am Bergwerkswald, wo der Leiter der Schule, Rektor Lotz, die Festansprache hielt. Spiele, Reigen und sportliche Betätigung der Jugend wechselten miteinander. Einer Verlosung zweier der Schule gestifteter Photoapparate brachte die Jugend besonderes Interesse entgegen. Ein Massenchor, vereint mit den Schülern von Watzen­born-Steinberg, brachte dann die für das Heimat­fest auf dem Schiffenberg eingeübten Volks- und Heimatlieder zum Vortrag. Wie alle Jahre, so hatte auch diesmal wieder die Gemeinde allen Schul­kindern eine große Brezel gestiftet und damit den Kindern eine ganz besondere Freude bereitet.

= Lang-Göns, 24. Juni. Der Dienstknecht eines hiesigen Einwohners sollte bei der Post 15 0 Mark einzahlen, er zog es aber vor, mit dem Gelbe zu verschwinden. Er hat auch noch das Fahrrad seines Arbeitgebers mitgenom­men. Augenzeugen sahen ihn in der Richtung nach Holzheim eilen. Der Durchbrenner stammt aus Frankfurt a. M. (Wie wir auf Anfrage bei der Landeskriminalpolizeistelle in Gießen erfahren, ist der Flüchtling auf Grund eines Gießener Polizei­funkspruchs gestern in Frankfurt a. M. verhaftet worden. D. Red.)

U Rabertshausen, 24. Juni. Der hiesige Raiffeisenverein hielt in diesen Tagen seine Generalversammlung ab. Bürgermeister Karl Hoff­mann erstattete zunächst den Geschäftsbericht, im Anschluß daran gab der Rechner W. Sang den

des Dividendenabschlags von 3,6 Proz. Am Schiff­fahrtsmarkt büßten Norddeutscher Lloyd 1 Prozent ein. Reichsbahnvorzüge gaben % Prozent nach. Am Montanmarkt senkten sich Rheinstahl um 1 Prozent und Stahlverein um % Prozent, wahrend sich Har' vener behaupten konnten. Auch in Gelsenkirchen ist immer noch Angebot vorhanden, so daß sich dieses Papier ebenfalls um 1 Prozent ermäßigte.

Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen a e s ch ä f t s l o s. Liquidationspfandbriefe hatten unter größerem Angebot zu leiden, Reichsschuldbuch­forderungen wurden etwas niedriger gehandelt.

Im Verlauf der Börse bewegte sich das Geschäft weiter in sehr engen Grenzen. Doch waren Ansätze zu einer leichten Erholung bei IG. zu er­kennen die etwa % Prozent ausmachten. Der Gel^ markt blieb unverändert flüssig. Tagesgeld stellte sich auf 4 Prozent.

Verschärfte Abwärtsbewegung

' in Berlin.

Berlin, 25. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nach der Befestigung an der gestrigen Börse gingen die Kurse am Nachmittag bereits wieder zurück, und die Abwärtsbewegung setzte sich heute m verschärftem Maße weiter fort. Beurteilte man gestern die Lausanner Besprechun­gen sehr optimistisch, so war man heute wieder recht skeptisch, denn man sagte sich, dah ein merklicher Fortschritt ja doch noch nicht erzielt wor­den sei. Das Hauptmoment, das die Stimmung un­günstig beeinflußte, war aber die Innenpoli­tik Durch die scharfe Erklärung des bayerischen Ministerpräsidenten in der heutigen Landtagssitzung, dah Bayern dem Er­suchen des Reichsinnenministers, das Uniformoerbot aufzuheben, nicht entsprechen werde, ist die Situa­tion natürlich noch komplizierter geworden, und es verlautet, daß eine Notverordnung am Mittwoch herauskommen wird. Zu diesen Momenten kam der schwache Schluß der gestrigen Neuyorker Börse hinzu ferner die Unruhen im Reich und die Annahme der nationalfoziali st ischen und kommuni st ischen Steueranträge im Landtag. Die Spekulation schritt auf allen Marktgebieten wieder zu Pofitionslösungen, nachdem sie gestern eher etwas getauscht hatte, und auch das Publikum nahm, besonders in Spezialwerten, Ab- gaben vor. Im allgemeinen waren 1- bis 2prozentige Verluste festzustellen, Farben schwächten sich um 2 75 v.H., Chade um 2,26 v.H., Siemens um 2,75 v' H. und HEW. um 3 v. H. ab. Dagegen konnten sich Dortmunder Union Brauerei und Kali-Chemie um 3,50 v. H., Harpener um 0,25 v. H. befestigen. Deutsche Erdöl wurden heute exkl. Dividende notiert.

Im Verlauf wurde das Geschäft merklich ruhiger und die Kurse gingen überwiegend um ein weiteres Prozent zurück. Nur Farben, Dessauer Gas AEG. und Siemens konnten sich leicht erholen. Deutsche Anleihen paßten sich an die Allgemein­tendenz an, gleichfalls Reichsschuldbuchfarderungen, die etwa 1 Prozent einbüßten. Auch festverzins­liche Werte neigten überwiegend zur Schwache. Im zweiteren Verlauf kannten sich die Kurse über- wiegend leicht erholen. Hamburg-Süd gelangten später 3% Prozent niedriger zur Notiz. Der Geld- 1 markt war völlig unverändert.

Gothaer Waggonfabrik A^r

t h a. In der Generalversammlung der E> thae Waggonfabrik AG., Gotha, touröe his

für das Zwischengeschaftsiahr vorn 1. Juli 31. Dezember 1930 und für dasvolleGeschäft 1931 genehmigt. Es ergibt sich em von 13184 Mark, der auf neue Rechnung^vo Getragen wird. Heber die Geschäftslage wuroe SSt, dah der Auftragsbestand um e wa 35 Prozent geringer sei, als zur gleichen Zeit des ^Schuhfabrik Hassia A.G, Offen­bach a.M. Die Generalversammlung der SAih fabrik Hassia A. G., Offenbach M" genehmigie einstimmig den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931, der Zeinen Verlust von 150 805 Mark aufweis so daß sich unter Berücksichtigung des Berlustvor träges aus 1930 in Höhe von 132 195 Mark e n Gejamtverlust von 283 000 Mark ergib. Z Deckung die es Verlustes wurde beschlossen, die im BeliN der Gesellschaft befindlichen vorn. 160 000 Mark Aktien, die im Berichtsjahre zum Kurse von 60 Prozent erworben wurden, einzuziehen und das verbleibende Aktienkapital im Verhältnis 4.3 zu- sammenzulegen. Der sich durch diese Transak^on und durch die Auflösung der bisherigen 3 setzlichen Reserve ergebende Buchgewinn wurde- außer zur Tilgung des Verlustes noch zur Vornahme von Sonderabschreibungen auf Oebaube und Abschaf­fung einer neuen gesetzlichen Reserve *N Hohe von 172 000 Mark verwendet. Infolge der sch«'en gen Wirtschastsverhältnisse hatte die Geselsichaft im Berichtsjahre unter weiterem Absatzruckgang zu leiden. Im laufenden Jahre sei ein weiteres Sin­ken des Umsatzes festzustellen.

Sronffurt schwach. - Befürchtungen der Börse.

Frankfurt a.M., 25.Juni. (WTB. Draht­meldung.) Die Wochenschlußbörse stand unter dem Eindruck wenig erfreulicher Nachrichten aus der Innen- und Außenpolitik. Die Vertagung der Lausanner Verhandlungen auf den Ve- giniOder nächsten Woche wurde mit Enttäu­schung aufgenommen. Man war vor allem über dieunnachgiebigeHaltungFrankreichs d e r ft i m m t. Auch innerpolitisch ist noch immer keine Entspnnung zu erwarten, da die Ablehnung im Bayerischen Landtag über die Frage des Uni­formverbotes die Lage möglicherweise noch zu ver» chärfen droht. Die Annahme der Steuerantrage im Preußischen Landtag gab Grund zu weiteren Befürch­tungen, insbesondere im Hinblick auf das Steuer« Programm der Nationalsoialiften über die Kapitalgesellschaften. Zu diesen Mo- menten kam auch die Abschwächung der gestrigen Neu­yorker Börse und die Zusammenstöße im Reich. Die Spekulation nahm zum Wochenende Glatt- stellungen vor, so daß sowohl am Aktien-, als auch am Pfandbriefmarkt wieder größeres Angebot herauskam. An den Aktienmärkten erfuhr das Kurs- niveau eine Senkung van durchschnittlich 1 bis V/i Prozent. Unter starkem Kursdruck hatten IG. mit minus 2% Prozent und Saldzdetfurih mit minus 3 Prozent zu leiden. Am Elektromgrkt hielten sich die Kursabschläge im Rahmen van 1 Prozent. Deutsche Erdöl verloren K Prozent unter Berücksichtigung

G.A.-Sport.

DasGaufrauenturneninBad-Aauheim

Das ursprünglich für Marburg vorgesehene 12. Gaufrauenturnen des Turngaues Hessen fin­det nun bestimmt am 27. und 28. August in Vad--Rauheim statt. Die Schwierigkeiten, die sich daselbst ursprünglich in bezug auf die Plahfrage entgegenstellten, sind durch das Entgegenkommen von Stadt und Staatsbad behoben. In einer gestern abend in Vad-Rauheim in Anwesenheit von Gaufrauenturnwart R. Paul, Gießen, stattgefundenen Sitzung der Vorstände der Bad- Rauheimer Turnvereine erklärte sich die Dad- Rauheimer Turnerschaft einstimmig zur Heber- nähme bereit und sicherte gute Vorbereitung und eindrucksvolle Durchführung der reinen Arbeits­veranstaltung zu. Es wird mit einer Beschickung von 400 bis 500 Wetturnerinnen gerechnet, die nachmittags in dem einzigartigen Rahmen der Trinkkuranlage durch Massen- und Sondervor­führungen für das deutsche Frauenturnen werben werden.

Deutschland macht Vorschläge zur Ochmpia-^egatta. _

Obwohl Deutschland noch nicht wkeder Mitglied des Internationalen Ruderverbandes (Fifa) ist, hat der Ausschuß des DRV. für die Olympia-Regatta ein neues Ausfcheidungsfystem in Vorschlag ge­bracht das eine einwandfreie Ermittlung des zweit- und drittbesten in jedem Wettbewerb gestattet. Es wird dadurch eine Reihe von Zwischenläufen not­wendig fein, was aber bei dem in Los Angeles möglichen Vier-Boote- Start und in Anbetracht der verfügbaren Zeit keine Belastung bedeutet. Man darf gespannt sein, ob man von dem in Amsterdam angewandten System abgeht, das seinerzeit die beut- schen Ruderer so schwer benachteiligte.

Bücheriisch.

Werner Illing: Der blaue Stern. Roman. 310 Seiten. Leinen 1,85 Mk. Hllstem, Berlin. (23.) Es fallt den deutschen Autoren im allgemeinen schwer, das zu bieten, was Wer­ner Illings Roman mit dollen Händen ausstreut: Humor, der lachen kann, ohne zu poltern, der witzig und bisweilen auch geistreich fein kann, ohne sich mit Tiefsinn zu beladen, eine internationale mondäne Atmosphäre zu schaffen, ohne mit grellen Sensationsfarben zu prunken. Man wittert Hoch­stapelei, Spionage, Film, Man spürt prickelnd abenteuerliche Lust um die geheimnisvolle Erschei­nung einer schönen Frau und legt das Buch be­friedigt lächelnd nach den letzten Worten beiseite.

Werner Sombart: Die Zukunft des Kapital! stz» u s. Preis 90 Pf. Verlag Buchholz & Weißwünge, G. m. b. H., Berlin-Char- lottenburg II. Die immer offener zutage tretende Notwendigkeit der Neuordnung unseres Wirtschafts. fystems zwingt die Menschen zum Studium der Möglichkeiten. In dem vorliegenden Büchlein be­schreitet der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Wer- ner Sombart mutig den Weg der geistigen Füh­rung im wirtschaftspolitischen Meinungskampf.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 26. Juni. 5. Sonntag nach Trinitatis.

Sladtkirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Christen­lehre für die Neukonfirmierten der Matthäusge- meinde. 9.30: Studienrat Dr. Ehringhaus aus Kas­sel. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Iohanneskirche. 8: Pfarrassistent Knell; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannesgemeinde. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer. 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtols- Heimer. 20: Missionsstunde im Johannessaal; Missio­nar Walter aus Beuern. Kapelle des Allen Fried­hofs. 9.30: Pfarraffiftent Knell; zugleich Christen- lehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde. 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarr- affiftent Knell. Elifabeth kleinkinderfchule. 8.15: Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Pe- trusgemeinde. 9.30: Pfr. Lic. Waas. 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. Wie- seck. 9.30; 10.45: Christenlehre.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 25. Juni.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Deichte.

Sonntag, 26. Juni. 6. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 14: Andacht.

Freitag, den l.Juli.

Gießen. 6.15: Segensamt. Dich. 6.15: Segens» messe.

Sonntagsdienst d.Aerzte u. "Apotheken am 26.6.82 Dr. Ploch. Dr. Meyerhofs. Pelikan-Apotheke.

Zahnarzt: Dr. Haubach. *D

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v.H, Lombardzinsfuß 6 v. H.

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u. 2)1.

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Schluß-1

1-Uhr-

Schluß»!

Anfang»

lurd |

nun

Nir.' |

Äurd

Dalum

24.6.

25.6.

24.6.

25.6.

ti% Dc'Mche ReMinameche v. 19ü"<

52,75

53,5

7% Deutsche Reichoanleilie v. 1920

58,25

58.25

5^% Voung.Anlelbe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

60,25

60.25

37.5

OfiiMnt «Nk»cllten.......

37,5

36.9

$edgl. ohne AuSIos.-Rechte .

3,7

3.75

3.65

6% Hess. AolkSstaat von 1929

45,5

1

/rTirfmfilh 10>ok)......

Lberheilen Provinz-Anleihe mll

36,5

Äue-Ios.-Rechten - -

Deutsche Komm. Sammelabl.

32,5

Anleihe Sene 1 . . - -

8% Franks. Hnp.-Bank Goldpse

33

15 unkündbar bis 193a . . -

7% Franks. Syp.-Banl Goldpse.

unkündbar 6iS 1936 Serie 16

64

4y,% Franks. HhP.-Bank Liou. Psandbrlese

76,75

4%% Rheinische Hyp.-Bank-Llou

Goldpse.

8% Pr. LandeSpsandbriesanstaU

75

7<yn >xr. LandeSpsandbricsanstalt

Psandbrlese R. 10

1 -

4% Oesterreich» che Goldrente 4 20% Lesterreichische Gilbcnentc 4% Ungadldie ©olbrentc .

4% Ungarildie Stantsrcnte v. 1910 4y.% bcügl. von 1013 -

6% fibgeft. Oolbnicplanct von 99 4% Türkische ßollanlcihe von 191J 4% Türkische Bagdadbohn-Anlewr

Gerk I

4% deSgl. Serie I! - - - 5% Ühimän. vereinb. Rente 0.1903 tN%RumSn.vereinh.Rcnlev.l913 4% Rumänische verelnh. Rente 9)4% i Anatolier......

8,75

1.05

4.5

-

5.65

5

2,3

2,3

2,3

7

3,13

15,25

8,75

1,1

4.85

5.9

4,65

2,4

2,4

2,4

2.3

2,3

7

3,2

3

15,4

15,5

Frank'un a. .01.

Äerlin

tSchluß- turs

1-Uhr- MirS

Schluß-1 lurt |

rinsanq- KurS

Datum

24.6

25.6

24.6.

25.6.

Hamvurg-Amerita Pate, . . t

Hamburg-Südam. Dampfichlss. 0

10,65

10,75

10,5

41,25

Hansa Dampsschlss ... 0

Norddeutscher Lloyd.....6

11,75

10.9

11,4

11

A.G. für Verkehrswesen Akt. . .

26

25.4

Berliner Handelsgesellschaft . 8

87

87

Commerz- und Prlvat»Bank . 7

16

16

Darmstädter und Naiionalbank 8

18.5

18,5

Deutsche Bank und

Tisconto-GescUschast... 6

30

30

_

Dresdner Bank...... 6

18.5

-

18,5

Reichsbank........12

124

124,75

123,75

A.E.G............7

20

20,25

20,13

Bergmann.........9

-

Eleklr. Lieserungsgescstlchaft. 10

54,65

Lickt und Kraft ... 10

66.25

66

65

Felten & Guilleaume . . . . 6y2

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität .... 9

35,5

36.9

51,25

50.9

51,75

50,5

64

63.5

Schinken L Eo.......11

57,5

57,5

55,9

Siemens L HalSke.....14

115,75

116,5

113,75

Lahmeyer L Eo.......12

76

75,75

75,25

75

Buveru,.........

24

24,25

Deutsche Erdöl.......6

64,25

64.5

60,25

Gelsenkirchener.......6

34

34,13

32,75

Harvener.........(

45

47,75

48

Voesch Eisen.........

26

25,4

Ilse Bergbau.......10

Klöcknerwerke...... . i

22,5

23,75

Köln-Neuessen ......6yt

Manne«mann>Röhren . . . . i

37,75

38.4

37,5

ManSselber Bergbau.....<

13

13

| Oberschles. Kaliwerke . . . . I

31

30

| Phönix Bergbau . . . 4%

16

16.75

16,75

Rheinische Braunkohle«. . . 1(

158

157.25

157,75

1 Siheinstahl.........

40

89,5

40,5

39,5

Fronstun a. JJI.

Lerlu-

Schluß-l lur<t |

l-fthr« Knr«

Schluß-l hir< |

Anfang- Kurs

Dalum

24.6.

25.6.

24.6.

25.6.

Rrebeck Montan......7,t

Bereinigte Stahlwerke .... 4

14,75

14.65

14,9

14,65

Olavi Minen......16'/,

10,5

10,4

10,25

Kaliwerke Ascherelebeu ... 10

84.5

85

85

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

94,25

94.5

94,5

149

151

148,5

I. ®. Farben-Industrie... 12

Verein, diem. Industrie Frank»

89,9

87,75

90,25

87,5

furl a.M...........

Scheldeanstalt.......10

132,5

Goldschmidt....... . 0

16

16

16

RütgerSwerke........6

31,5

- -

31,13

30,5

Metallgelellschaft.......5

24,5

24,25

Philipp ^Izmann......8

32

__

32

Zementwerk Heidelberg.... 7

I 37,5

(lernen,roert Karlstadt.....'

37

- -

_

Waytz & Freytag......0

3,75

3,75

Schultheis Payenhoser ... 15

Mu (Mgemeine Kunstseide) 0

48,9

47,5

31,75

31,75

30,75

Bemberg......... 0

28,25

28,25

Zellstoff Waldhos.....12

26

26

25,25

Zellstoff Aschafseichurg ...

16

Dessauer Gas........1

- -

80,13

78,75

Daimler Motoren . . . . . . C

Deutsche Linoleum.....

10,75

27,5

11

28

27

Orenstein & Koppel.....

_

21,13

21,13

Leonhard Tietz.......i

51,5

51,75

52

Svenska.........IC

6,25

Cbade ..........

172,5

172.5

170,13

Frankfurter Maschinen . . . .

Gritzner........

) 16,5

-___

16

I Mainkraftwerke Höchst 0.501. .

1 Süddeutscher Zucker .... n

$ 48

>! 17,5

98

1 97,75

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

24-Zunt

25-Zunl

Amtliche Rolicrunq

Amtliche Dotierung

Geld | Sric1

Eield

Srid

Helslngsor» .

7,043

7,057

7,043

7,057

Wien. . . .

51,95

52,05

51,95

52,05

Prag . . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest. .

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3.063

Holland . .

170,23

170,57

170,23

170,57

Oslo . . . .

74,83

74,97

74,88

75,02

Kopenhagen.

82,77

82,93

82,82

82,98

Stockholm .

77,97

78,13

78.12

78,28

London. . .

15,20

15.24

15.20

15.24

Buenos Aire

1,948

1,952

0.948

0.952

Rendorl .

4.209

4,217

4,209

4.217

Brüssel. .

58,56

58,68

58.56

58,68

Italien. .

21,43

21,47

21,43

21.47

Parts . .

16,55

16,59

16,55

16,59

Schweiz .

81,92

82,08

81,92

82,08

Spanien .

34,67

34,73

34.67

34.73

Danzig. .

82,37

82,53

82.37

82,53

Japan . .

1,199

1,201

1,199

1,201

Rio de Ian

0,325

0,327

0,325

0.327

Iugoslawteu Lissabon .

6,793

6,807

6,743

6,757

13,84

13,86

13,84

13,86

gtrlln, 24.Juni

Geld

Silef

Amerikanische Roten

4,20

4,22

Belgische Roten.........

58,40

58.64

Dänische Roten.........

82,58

82.92

Englische Roten ......

15,16

15,20

Französische Roten........

16,51

16,57

Holländische Roten........

169,86

170,54

Italienische Roten........

21,54

21,62

Norwegische Noten........

74,65

74,95

Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

77,79

78.11

81,74

82,06

34,53

34,67

Ungarische Notar ........