Ausgabe 
22.10.1932 Frühausgabe
 
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Wirtschaft

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21-Oktober

Amtliche Jlofleruna

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3,35

3,3

4.75

7.9

Dank für ihre Mithilfe aussprechen. Ganz be­sonderer Dank sei auch noch den Herren Schul­direktoren für die Genehmigung dieser Mithilfe gefügt.

An alle Freunde der deutschen Kultur in den Kolonien ergeht hiermit die herzliche Ditte, die Iubiläumsfommlung der Deutschen Holonial-- gefellschaft zum Besten der deutschen Schulen und Krankenhäu'ec in den Kolonien" noch Kräften zu unterstützen!

A-Mperte M.naebübr-;

3,3 4,55 8,05 4 J3

vreiberr ooi Rutschen Reiche

Krankenhäuser in Afrika, diewärmsteLlnter- st ü tz u n g aller, denen die Zukunft der Deutschen in den Kolonien und dieser entrissenen Gebiete selbst am Herzen liegt.

In Gießen findet die Strastensammlung am Sonntag. 23. Oktober, statt.

(Sie wird ausgeführt von Schülern und Schüle­rinnen des Gymnasiums, des Real-Gymnasiums, der Oberrealschule und des Lyceums. denen die hiesigen Veranstalter der Sammlung herzlichen

Spielvei-einigung 1900 Gießen.

1900 Reserve VfB. Reserve.

Aus dem Platz der Spielvereinigung treffen sich morgen die beiden Reservemannschaften von VfB. und 1900. Man erwartet einen spannenden Kampf. Zwar treten die VfBer verstärkt an, zu einem Siege über die ausgeglichenere Mannschaft der Spielvereinigung wird es aber kaum reichen können. Mit knappem Torunterfchied sollte das Spiel für 1900 enden. Die 3- Mannschaft der Spielvereinigung trägt ein Verbandsspiel in Rieder-Weifel gegen die dortige 1. Mannschaft aus. Die Gastgeber sind auf ihrem Platz durchaus achtbare Gegner und werden sich nicht leicht schlagen lassen. Die 4. Elf ist spielfrei. Die 5. Mannschaft wird gegen Klein-Linden antreten.

Iugendspiele.

Die A I-Iugend hat in Leihgestern gegen die A I-Zugend des Platzbesitzers anzutreten. Die 1900er dürften die besseren sein und sich auch auf des Gegners Platz den Sieg kaum nehmen lassen. A II-3ugenb wird auf eigenem Platz gegen die 1. Jugend Mu'csirnheims spielen und die Punkte aus diesem Pflichtspiel für sich in Anspruch nehmen. Eine Schülennannschast absolviert ein Gesellschaftsspiel gegen Wiesecks Schüler.

Handball der Sp.-Vg. 1900

Heute nachmittag empfängt eine kombinierte Mannschaft der Spielvereinigung 1900 zum Freund­schaftsspiel die 1. Mannschaft des TV. Hausen (2IDI.). Die Käste stellen eine kampfkräftige Mann­schaft ins Feld, die die 1900er zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingen sollte. Der Spielausgang ist ungewiß. Am Sonntagvormittag tritt zum Pflicht- fpiel des VfL. Wetzlar mit seiner 1. Mannschaft gegen 1900s 2. Garnitur hier in Gießen an. Die Platzmannschaft ist noch nicht so stark, daß sie einen glatten Sieg der Wetzlarer gefährden könnte.

6,206

52,05 12,485

3,063

169.97

72,17 74,77 73,72

14,32 0,912 4.217 58,62

21,59

16,53

81,45

34,53

82.18 0.981 0.296

5,606

13,02

BfB. Gießen.

Die 1. Elf fährt nach Frohnhausen.

Die 1. Elf des VfB. bestreitet am morgigen Sonntag wieder ein Derbandsspiel. Die Elf fährt nach Frohnhausen und tritt dort gegen eine Mannschaft an, die in Gießen nicht unbekannt ist. Sie brachte sich zum DÄspiel nachdrücklichst ins Gedächtnis, als sie zu Beginn der Derbands- spiele die Erste der Spielvereinigung 1900 mit 3.1 Toren überraschend schlug. Die VfBer, die gegen die Oranier schon vor den Verbandsspielen in zwei Gesellschaftssvielen antraten, konnten beide Spiele mit knappen Ergebnissen zwar, aber doch siegreich für sich beenden. Die Frohnhausener wollen ernst genommen sein. In den Derbands- spielen werden sie sich außerdem genug bemühen, den Gießener Mannschaften, die leichthin glau­ben. Vormachtstellung zu haben, zu zeigen, daß mit den Mannschaften dörflicher Provenienz ge­rechnet werden muß. Gewitzigt durch Erfahrung zur Vorsicht angehalten durch die Riederlage, die der Lokalgegner gegen die Frohnhausener ein­stecken mußte, werden die VfBer gut tun, in best­möglichster Aufstellung anzutreten und mit allem Eifer zu kämpfen. Man sollte auf Grund der Leistungen' der VfB.-Mannschaft in jüngster Zeit erwarten dürfen, daß die beiden Punkte den« Gießenern zufallen.

Tie Reserveelf des VfB. tritt auf dem Platz des Lokalgegners gegen die Reserve der Spiel- Vereinigung an. Die 3. Mannschaft empfängt auf eigenem Platze des zweite des DfR. Butzbach zum Verbandsspiel. Das Spiel sollten die Gießener gewinnen.

Iugendspiele.

Die 1. Jugend spielt im Verbandsspiel gegen die 1. Jugend von Teutonia Watzenborn-Stein­berg. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vor- herzusagen. Die I. Schüler treten bei gutem Wet­ter gegen die I. Schüler von Heuchelheim an.

1,05

6,4

6,5

6,13

11,5

1.05 6.25 6.65

5,7 3,25

3,4

3,3

4,6

7,9

4,2

19 1

Hclsingsor» . Men. . . . Prag . . . Budapest. . Costa . . . Holland . . £510 .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyort . . Brüssel. . . Italien. . . Pari« . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Liiiabon .

11,5

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6,3

6,4

6,2

3,3

3,4

4,8

8

4.3

gesehen, ferner Hochsprung, Weitsprung, Speer­werfen, Diskuswerfen, Kugelstoßen und eine 2 0 '/.°Ru ndenstaffel. Die Reichswehr wird außerdem neuzeitliches Boden­turnen zeigen.

Weber ICO Meter ist Müller (1900) unum­strittener Favorit. Für die 800 Meter hat Peters < 1900) Chancen. Um den zweiten Platz sollte sich hier zwt.chen Bcpperling und Reih (Batl.) ein scharfer Kampf entspinncn. In der 4X100= Meter-Staffel, wie auch über 5000 Meter wer­den die 1900er kaum zu schlagen sein. Lieber die 5000 Meter hat Schaaf keinen ernsthaften Kon­kurrenten. Zu den 4 100 Meter schickt die Spiel­vereinigung routinierte Läufer (Geist, Schicke- danz, Koch II., Müller) in das Rennen. Für das Bataillon starten hier Salz, Rehren, Hof­mann und Lehr. Heber 3x1000 Meter stützt sich der Gastgeber auf gute jugendliche Kräfte. Die Soldaten verfügen über einige gute Mittelstreckler. In der 20xsi2-Runden-Staffel dürfte sich ein spannender Kampf entwickeln. Zweifellos hat das Bataillon die größere Anzahl der besseren Durchschnittsläufer, so daß es fraglich bleibt, ob sich die besseren Kräfte, die in der Mannschaft der Spielvereinigung in der Minderheit sind, behaupten können. Wenn es zu erwarten ist. daß in den Laufwettbewcrben die 1900er ton­angebend sein werden, so sind es in den technischen Konkurrenzen zweifellos die Sol­daten, die die Chancen haben. Im Kugelstoßen und im Diskuswerfen werden Mohl und Gugel kaum ebenbürtige Konkurrenten finden. Wenn im Weitsprung und im Hochsprung Weil bei 1900 fehlt, dann steht zu erwarten, daß sich die Sol­daten auch hier durchsetzen. Jrn Speerwerfen wird 1900 von Hopfenmüller und Klos vertreten. Das Bataillon durch Rebsch und Dister. Cs kann zum Kampf um Zentimeter kommen. Im Hoch-

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4% Ungarische Staalsrenle v. 1010 4V>% bcofll. von 1913 . . .

5% abarft. Koldinexikaner von 99 4% Türkische Zotlanlcibc von 1911 4% Türkische Bagdadbabn-Anleil^

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d% Rumün. vereinb Rente v. 1903

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4% Rumänische vereinst Rente anntnhc

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Norddeutscher Lloyd.....

A G. für Verkehrswesen Alt. . Berliner HandelSgejellschast . Commerz, und Privat-Bank . Darmstüvter und Nastonalbank Deutsche Bank und DsSconto-Geselllchast.

Dresdner Bank......

ReickSbank ......

A.G.G. . .......

Bergmann.........

Elektr. LleserungSaesellschaft.

Licht und ftraft......

Felten & Guilleaume....

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen . . . Rheinische Eleilnzität . . Schuckert & Co......

Siemens & Halske . . . . Lahmeyer & Co......

Buoeiu........

Deutsche Crdol.....

Gelsenkirchener.....

Harpencr........

Hocjch Eisen.......

Ilie Bergbau......

Ilse Bergbau Genüsse . . »wckncrwcrke......

ManneSmann-Röhrrn . . Mansfclder Bergbau . . . Oberjchlel. Kokswerke . . Phönix Bergbau.....

Rhein ticke Braunkohl««. .

Der Mannichaftszweitamps zwischen dem Ba­taillon und den Mannschaften dec Spielvereini­gung 1900 soll zu einer ständigen Einrichtung werden. Als der Wettbewerb im vorigen Jahre zum ersten Male ausgetragen wurde, war man schr gespannt auf den Ausgang. Man hatte noch keinen Maßstab. Militär gegen Sport­verein! Wie konnte das ausgehen? Hier die speziell trainierten Sportler, dort die universell trainierten Soldaten mit den guten durchschnitt­lichen sportlichen Leistungen! - Es gab einen außerordentlich spannenden Kampf, den die Sportler mit nur 3 Punkten Vorsprung ge­wannen. Run steht dieser Zweikampf wieder bevor Wer diesmal den Sieger stellen wird, ist nicht vorauszusogen.

Ein ebenso umfang- wie abwechslungsreiches und dadurch unterhaltsames Programm ist vor­gesehen. Großartiger Auftakt wird der Auf- marsch der beiden Mannschaften sein. Die Musik- fabelte des Bataillons konzertiert unter der Lei­tung von Musikmeister K r a u ß e. Ansprachen werden gehalten. Dann beginnen die Wett­kämpfe mit den Wettbewerben der Leicht­athleten. Die Siege werden nach Punkten gewertet. In den Cinzelwettiä.upfen werden für den 1. Sieg 4, für den 2. Sieg 3, für den 3. Sieg 2 und für den 4. Sieg 1 Punkt in An- rechnuug gebracht. Bei den Staffeln, wie auch bei Hand- und Fußballspiel werden für den Öicger jeweils 7. für den Unterliegendem 3 Punkte gerechnet. Die Punktwertung, wie auch die einzelnen Ergebnisse, werden laufend b.'fnnmgcgeben. Der Sieger des Mannschafts- Zweikampfes erhält einen wertvollen künstlerisch ausgeführten Wanderpreis.

Das leichtathletische Programm.

An leichiathletischen Wettbewerben sind 100- 4 <100. 3 1000. 800- und 5000-Meter-Laus vor-

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Der Weimarei ins Volk, als ui wcchte bis heul, zu züchten, die dc

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und Weitivrung erwartet man auch knappe Diffe­renzen

Die Spiele.

Rach den leichtathletischen Wettebewerben tre­ten die Mannschaften zu den Spielen an. Zu­nächst die Handballmannschaften. Im vorigen Jahre endete der Kampf mit 2:2 Toren. Man erwartet, daß auch diesmal beide Mannschaften mit gleichwertigen Leistungen aufwarten. Die 1900er werden aber gegen die durchtrainierten Soldaten sehr schweir zu kämpfen haben. (Eigent- lich mühte hier das Bataillon den Sieger stel­len.) Etwas anders liegt der Fall im Fuß­ball, zu dem die 1900er ihre komplette erste Els stellen werden. In den Reihen der Soldaten be­finden sich aber auch einige au^ezeichnete Kräfte, so daß mit einem spannenden Kampf zu rechnen ist. Die 1900er sollten aber doch den Sieger stellen.

Die Mannschaften treten in folgenden Ausstel­lungen an:

Handball: Bataillon: Gugel: Hof. Volk­mann: Rehren, Fischer, Knorr: Kern, Schmidt, Krämer, Knaf, Gurt. 1900: Enders; Eger, Bir- kenstock: Schaaf, Otto, Rode I.; Linsemann, Auer, Betz, Herbert 1., Herbert II.

Fußball: Bataillon: Völker: Kahn, Hen­richs; Dauswein, Schultheiß, Wagner; Ruppert, Schupp. Müller, Fischer, Ritter. 1900: Schlarb; Luft. Zeiler, Schmidt, Heilmann, Langsdorf; Glitsch. Goebel. Lippert. Arnold, Jäckel.

Die Veranstaltung, die in den Kreisen des Gie­ßener Sportpublikums sicherlich auch in diesem Jahre wieder viel Interesse finden wird, be­schließt eine Feier in der Liebigshöhe.

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Wochenbericht

vom Frankfurter Vroduktenmarkt.

An der Getreidebörse hielt die matte Haltung auch in dieser Berichtswoche an. Es herrschte bei allen beteiligten Kreisen am Getreidehandel starke Zurück­haltung. Hinzu kam der außerordentlich geringe Mehlabsatz. Infolge der regnerischen Witte­rung hat sich die Landwirtschaft wieder mehr dem Getreidedrusch und -Verkauf zugewandt. Die Tat­sache des stärkeren Angebots hat natürlich ein wei­teres Abgleiten der Preise verursacht.

A-M Brotgetreide markt gingen die Preise bei denkbar geringsten Umsätzen für Weizen um 2 und für Roggen um 1 Mark zurück, trotzdem die halbstaatlichen Stellen Ware aus dem Markte nah­men. Weizen mit 76,50 Kilogramm Hektoliterge- wicht, gut, gesund und trocken notierte 212,50 bis 211,50, Roggen 70,50 Kilogramm Hektolitergemicht, güt, gesund unb trocken 162,00 Mark per Tonne.

Die bessere Stimmung am Gerstenmarkt hielt an. Die Brauereien zeigten lebhaftere Nach­frage, so daß der Preis um 5 Mark auf 185 bis 190 Mark per Tonne anzog. Relativ befriedigend war auch das Geschäft in Futtergerfte. Da Ausland­ware so gut wie nicht vorhanden ist, fand die in­ländische Futtergerste in den Mästergcdieten ziem­lich guten Absatz. Der Preis stellte sich im freien Markt auf etwa 180 Mark per Tonne und lag eben­falls um etwa 5 Mark höher.

In Hafer fanden nur wenig Abschlüsse statt, doch kann die Marktlage als stetig bezeichnet wer­ben. Die amtliche Notiz blieb mit 142,50 bis 147,50 Mark per Tonne gegenüber der Vorwoche unver­ändert. Untergebote von etwa 1 bis 2 Mark führten allerdings zu etwas besserem Geschäft.

Am Futtermittelmarkt bröckelten die Preise weiter ab, und zwar für Weizenkleie um 0,25 und für Roggenkleie um 0,40 Mark je 100 Kilogramm. Oelhaltige Futtermittel lagen nach vorübergehender Schwächeneigung später wieder ste­tiger, wobei die festere Haltung an den Weltmärk­ten für Leinsaat und Soyabohnen etwas anregte. Es notierten: Wc Zenkleie 7,50, Roggenkleie 7,50, Treber getrocknet 10,75 bis 11,25, Soyaschrot 10,50 bisl0,75, Erdnußkuchen 12,50 und Leinkuchen 12,00 bis 12,50 Mark.

Das Mehlgeschäft stockte in der abgelaufenen Woche fast vollkommen. Die Umsatztätigkeit be­schränkte sich nur auf die Deckung des allernotwen- digsten Bedarfes. Die Forderungen der Mühlen waren bis zu 0,50 Mark ermäßigt. Selbst die um eiwa 1 Mark unter den Konventionsmühlenforde­rungen liegenden Preise der Kleinmühlen, die in diesem Jahre sehr wettbewerbsfähig sind, fanden kaum Beachtung. Je 100 Kilogramm in Mark ab Frankfurt notierten: Weizenmehl südd. Spezial 0 30,75 bis 32,05, do. niederrhein. Spezial 0 30,75 bis 31,80, Roggenmehl, 60proz. Ausmahlung, 23,50 bis 24,50.

Das Geschäft in Kartoffeln verlief weiterhin sehr ruhig. Der Preis für Jndustriekartoffeln hie- s ger Gegend war mit 1,90 bis 1.95 Mark per 50 Kilogramm, bei Waggonbezug um 5 Pf. höher als in der Vorwoche.

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IMischasts-Zweikamps lyW-Vaiaillon

Ausklang der leichtathletischen Saison.

^^igesanor.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Auch eine Warnung.

Der Einsender derWarnung an die Regie­rung" bezeichnet sich als ..Steuerzahler". Run ist cs ja recht löblich, seine Steuern pünktlich zu zahlen, aber das tun wir schließlich alle mehr oder weniger ohne doch daraus das Recht her- zuleiten, über Dinge zu reden, von denen wir keine Ahnung haben. Jedenfalls gibt es in Gie­ßen Steuerzahler, solche nämlich, die Studenten­buden vermieten oder als Geschäftsleute an Stu­denten verdienen, die wenig entrückt sind von der Absicht, die Studenten gewUsermaßen aus Giehen wegzu..ekeln". Tat'ächlich ist es doch bei dem augenblicklich herr'chenden Zustand, für den nun endlich Abhilfe ge-chaffen werden muß, so. daß der Kunsthistoriker durch äußersten Platz­mangel 'ehr stark in der Arbeit behindert wird. Ist es da ein Wunder, wenn er Gießen nicht auf'ucht, oder es wieder verläßt, um an eine andere Universität zu ziehen, deren Steuer- Zahler ihn mit offenen Armen aufnchmcn, die sich freuen über jeden Zuwachs ihrer ilnmerfität und nicht jubilieren in dem Gedanken, die Zahl der Studierenden möchte abnehmen. Es ist zwei­fellos äußerst schädlich für den Besuch einer Uni­versität (und damit für den Säckel der Steuer­zahler), wenn auswärts das Gerücht auftaucht, die Bürger der Stadt suchten den nötigen Aus­bau der Universität zu verhindern.

Auch ein Steuerzahler.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarki. Arn Schlachtviehmarkt traten in der verflos­senen Woche keine nennenswerten Veränderun­gen ein. Die Tatsache des allgemeinen schlechten Absatzes blieb aber bestehen. Die ungleichmäßige Beschickung der Märkte kam in der Preisgestal­tung zum Ausdruck. So lagen die Kälberpreise weiter fest, während anderseits die um einige Hundert Stück größere Beschickung des Schweine­marktes die Prei'e, die an und für sich schon rrcht niedrig sind, wieder abfinfen ließ, nachdem in den letzten Wochen eine ziemlich stetige Markt­lage zu verzeichnen war.

Am Großviehmarkt war der Auftrieb mit 1656 Stück um 70 Tiere stärker. Rach ruhigem Handel verblieb Aeberstand, besonders bei Kühen und Färsen, während Och'en und Dullen etwas belferen Absatz fanden. Die Preisbildung war uneinheitlich. Während Dullen 1 bis 2 Mart anzogen und Ochsen und Kühe unverändert blie­ben, gaben Färsen 1 Mark nach. Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28, bl) 22 bis 24. Dullen a) 27 bis 29, b) 23 bis 26. Kühe a) 24 bis 26. b) 20 bis 23, c) 17 bis 19, d) 14 bis 16. Färsen a) 30 bis 32, b) 26 bis 29, c) 22 bis 25.

Die saisonmähige Befestigung der Kälber- preise setzte sich in dieser Woche um 2 bis 3 Mark fort, wozu auch der verringerte Zutrieb (1153 gegen 1452 Stück) wesentlich beitrug. Rach mäßig regem Handel wurde der Markt ausver­lauft. Kälber b) 43 bis 46, c) 38 bis 42, d; 32 bis 37.

2lm Schafmarkt blieben die Preise der Vorwoche unverändert. Der Austrieb von 545 Stück gegen 736 Stück wurde nach mittelmäßigem Geschäftsgang geräumt. Schafe al) 24 bis 26 b) 20 bis 23, c) 15 bis 19.

Der Geschäftsgang am Schweinemarkt verlief in dieser Woche sehr schleppend, so daß bei 1 bis 3 Mark weichenden Preisen ziemlich Ucberftanb verblieb. Die Beschickung war mit 5923 Stück um 561 Stück größer. Schweine b) 41 bis 45, c) 40 bis 45, d) 39 bis 44.

Frankfurter Abendbörse schwächer.

Frankfurt a. M., 21. Oft. An der Abendbörse verharrte der Markt in nahezu völliger Stagnation. Es machte sich eher eine schwächere Stim­mung bemerkbar, die durch die niebriaeren Neu- yorker Anfangskurse und schwache Pariser Schluß­kurse heroorgerufen wurde. Im allgemeinen blieben die Kurse gegen den Mittagsschluß fast unveränderl. JG.-Farben bröckelten um etwa 0,25 v.H. ab. Da­gegen waren am Rentenmarkt Alibesitzanleihe 0,25 v.H. höher. Altbesitzanleihe 48,36 bis 48,25, Neubesitzanleihe 6,40, Schutzgebietsanleihe 5,20, Reichsbank 125, Buderus 38,75, Gelsenkirchen 39, Kali Westeregeln 101, Mannesmann 50,50, Stahl­verein 22,75, Aku 55,25, Bekula 113,75, Zement Heidelberg 49,50, Licht & Kraft 87,75, JG.-Farben 94,25, Holzmann 54,25, Lahmeyer 116, Siemens 116, Süddeutsche Zucker 131, Reichsbahnvorzugs­aktien 87, Norddeutscher Lloyd 17,25.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

20. Oktober

Ämillcke Roiicruna

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Berlin

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Datum

20.10.

21.10.

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21-10.

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70

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71,5

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87

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71.75

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48.25

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65

64,5

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54

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73

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21.10.

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20-10.

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20-10.

21-10.

16,5

16.5

16,65

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Bereinigte Stahlwerke . . .

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0

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16

16

17

17,25

16,9

17.25

Kaliwerke AjcherSIeben . . .

6

98

97,5

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40

40

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Kaliwerke Westeregeln . . .

6

103

101

102,5

101.5

90,5

53,5

90,5

53,5

90,5

53,5

90.5

53,5

Kaliwerke SaUdeliurtb . .

9

162

162

162

162

I. ®. Färben-Industrie. . .

94.4

94,25

94,13

94,4

75

75

75

75

Lcheidcanstalt.......

10

139.5

139

-

61,75

61,75

61,75

61,75

Gotdichmidl........

. 0

26,13

25,5

26,13

26

125

125

125,25

125,75

Rütgerswerke.......

. 0

39

39

39

38.75

32,4

32,13

32

32,25

Metallgeicllichast.....

. 0

34,25

34,25

34,65

34,5

20,75

67

86,75

54

65.5

85.75

54

65 75

65,75

Philipp Holz mann.....

°l

54,65

54,5

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86

54.25

85,75

Zementwerk Heidelberg. . .

. 4

49.5

49.5

53,9

(Scncntroerf Karlstadt. . . .

. 0

50,9

51

69,75

70

69,75

70,25

Wayn & Frevtaa . . .

. 0

4,75

4,75

71,25

71,5

72

71,5

70,25

116

117

70.25

116

116

70 116 117

70.75

117

116,25

Schultheis Payenhofer . . .

0

-

58

58

Alu (Allgemeine ftunttldbe) Bcmberg... .....

0 0

55

55

55,25 55

54,5

54,5

55,25 53.65

38

38,751

38,65

38,75

Zellstoff Daldbo,.....

0

43,5

43

42,75

42,5

Zellswfs Alchaffenburg . . .

0

28,5

28

28

71,5

71

71,4

70.65

TcljauerGaS.......

. 7

88,25

88.4

39

39

38,5

38,25

Daimler Motoren.....

. 0

19,5

19,5

19,75

19.75

71

72,5

72.5

72

DeuNche Linoleum ....

. 0

44,5

44,25

44,13

44

36

36,5

ötenftein & Koppel ....

. 0

33

32,75

12 ,25

123.25

Leonhard Tieg......

. 6

45

45

45

44,75

96

95

95,13

95.13

Svenrka......

. 0

33 50.75

33

50,5

32

50,5

33

51

Gbaöe . ....

12

166,5

1641

166,75

161,75

20

19,5

20

19.5

39.9

40,13

Frankfurter Mchchtncn . . .

Grchncr.........

. 0

26

26

26

26

. 0

26

26

26

161,5

161.5

160,5

161,25

Mmnkraftwerke Höchst a. M..

. 4

52

53

64.4

65.25

64

64.75

Süddculichcr Zucker ....

?

130,75

131

130,5

128.25

6,164

51,95

12,465

6.176

52.05

12,485

6,194

51,95

12,465

3,057

3,063

3,057

169.53

169.87

169,63

71,93

72,07

72,03

73,98

74,12

74,13

73,48

73.62

73,53

14.24

14.28

14.28

0,908

0.912

0.908

4.209

4 217

4.209

58,49

58,61

58,50

21,55

21,59

21,55

16,53

16.57

16,54

81,27

81,43

81,29

34,47

34,53

34,47

81,94

82.10

82,02

0,979

0.981

0,979

0.294

0.296

0,294

5.594

5.606

5.595

12,98

13,00

13,01

Banknoten.

Äerlin. 21 Oktober

Meld

VlmetUantldje Roten.......

4.20

4,22

Belgische Roten.........

58,34

58,58

Dänische Roten.........

73.90

74,20

Englische Roten.........

14,24

14,3u

yranzösische Roten........

16,50

16,56

Holländische Roten........

169,26

169,94

Italienische Roten.......

21.50

21,58

Norwegische Roten........

71,86

72, M

Deutsch-Lesterrcich, 4 100 Schilling

Rumänische Roten........

2,44

2,46

Schwedische Roten........

73,40

73 7n

Schwci;cr Roten.........

81,11

Spanische Noten ........

34,33

34'47

Ungarische Roten........