Nr. 145 Zweites Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Dienstag, 21. Juni (952
Dom Waffentag der Kavallerie.
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Generalfeldmarschall von Mackensen begrüßt auf dem Waffentag der Kavallerie in Hannover die ehemaligen Kavalleristen der Schutztruppe.
Oie Atmosphäre von Lausanne.
Lausanne. 19. Juni.
Auf solchen Konferenzen der Weltmächte entscheiden nicht immer die sachlichen Forderungen und Notwendigkeiten allein. Sie werden stets in starkem Maße mitbestimmt von der Atmo- späre des Ortes und von der Atmosphäre der verhandelnden Staatsmänner. Als vor sieben Jahren L h a m b e r l a i n die Konferenz von Locarno in einer Pressebesprechung inoffiziell eröffnete, da war er ganz lyrisch gestimmt. Er sprach von dem paradiesischen Fleckchen Grde, an den eine glückliche Fügung diese Verhandlungen geleitet habe. Die Stimmung des Engländers daß man unter dem blauen, herbstlichen Himmel an dieser herrlichen Stätte des Friedens sich nicht anders als versöhnlich begegnen könne, beherrschte schließlich trotz aller Zwischenfälle als Grundton die vierzehn Tage am Lago Maggiore.
Als ein halbes Jahr später die Deutschen nach Genf kamen, um die gleichberechtigte Aufnahme in den Völkerbund zu erwirken, da empfing sie ein greuliches Märzwetter mit schmutzigem Matsch, mit dusterem Himmel und mit nassem Schneegestöber' Die berüchtigte Genfer „Vise" pfiff schneidend über dem Quai Wilson und über die Montblanc-Vrücke. Als man Chamber
lain nach seinen Eindrücken in der Stadt fragte, knurrte er: „Oh, I hate it!“. Der Haß des Engländers auf die Stadt und die ungemütliche Stimmung der Delegationen in den kalten und nüch- temey Hotels dieser Stadt legte sich wie ein Reif auf die Locarnostimmung. Der Ausgang der Kon-
ferena war entsprechend. Man zog unverrichteter Dinge wieder ab.
In Lausanne wird man jetzt trotz des größeren Auftriebs mit vielen Hunderten von Journalisten aus aller Welt wieder etwas an Locarno erinnert. Das alte Schloß Ouchy übernimmt die Rolle des „Pretoria" am Langen See. Die Konferenz- zimmer in dem alten Gemäuer find von Behaglich- feit erfüllt. Die prachtvollen Hotels in Ouchy liegen in herrlichen Parkanlagen. Jede Delegation hat sozusagen ihren eigenen Park. Und wenn sich zwei Staatsmänner, wie Luther und Briand in der stillen Weinstube von Ascona, zu intim persönlicher Aussprache treffen wollen, so können sie fidy ungestört aus weiten Wiesen am Seeufer ergehen, in deren geschützte Lage die rauhe Genfer „Bise" nicht mehr zu dringen vermag.
Die Presseleute aller Länder sind friedlich in einer f)allc vereint, wo sie zwischen Blumen und Palmen, durch ein blaues Glasdach vor der Sonne geschützt, ihrer Arbeit nachgehen. In dieser Atmosphäre wird die Lust nicht gesteigert, die Brunnen der öffentlichen Meinung bewußt zu vergiften.
Und die Atmosphäre der Akteure? Man soll die Aeußerlichkeiten bei solchen Anlässen nicht unterschätzen. Die persönliche Achtung, zu der das gesellschaftliche Niveau eines Unterhändlers ver- pflichtet, vermag oft Schärfen zu mildern. Und es ist nur zu natürlich, daß nach dieser Richtung hin an unsere Leute besondere Anforderungen gestellt werden. In diesem französischen Milieu verzeiht man vielleicht dem behäbigen und breitschultrigen
Herr io t die saloppe Art des Austretens und dem Journalisten Beneid) seine tänzelnde Behendigkeit. Die Adosnderlichkeiten eines Brianbs wur den als gutmütig und charakteristische Ledensauße- rungen eines politischen Bohemiens gewertet, den man im übrigen in diesem Milieu als jenseits der persönlichen Kritik stehend betrachtete. AU solche Dinge würde man unfern Bertretern stets böse ankreiden, wenn sie nicht gerade mit der politischen Autorität eines Stresemann bewaffnet sind
Nun, das kann man schon sagen, äußerlich haben un|ere Vertreter bisher den denkbar besten Eindruck gemacht. Sie repräsentieren sich als Männer aus bester diplomatischer Schule, die das internationale Parkett als ihre Heimat betrachten können und sich auf ihm mit souveräner Gewandtheit bewegen. Macdonald und Gran di begrüßen den deutschen Außen- Minister, Frhrn. von Neurath, den früheren Botschafter in London und Rom, in voller Vertrau- lichkeit als guten Bekannten Der Reichskanz - ler selbst hat früher wichtige inoffizielle Verhandlungen auf französischem Boden geführt. Er spricht das Französische und Englische so perfekt, daß der Professor Hesnard, der früher bei keiner Unterhaltung zwischen Briand und otrefemann fehlte, bei den Besprechungen zwischen Herriot und Popen gänzlich überflüssig erscheint. Herr von Popen vermag sogar die schwierigsten technischen Fragen in den privaten und öffentlichen Verhandlungen in französischer Sprache zu erörtern, was sicher zur Vereinfachung beitragen wird und peinliche Mißoer- ständnisie ausschließt. Wie wenig er von der Nervosität und Schüchternheit in sich trägt, die man früher manchmal an deutschen Unterhändlern bei ihrem ersten Auftreten auf dem internationalen Derhond- lungsparketl feststellen mußte, dos zeigte er gleich am Abend seiner Ankunft, als er sich völlig unge zwungen in später Stunde im Lausanner Pressezirkel unter die Weltpresse mischte und schnell in angeregt
plaudernde Unterhaltung geriet Auch den Grafen von Schwerin-Krosigk kennen seine besonderen Verhandlungspartner von Basel. London und Paris her. So strömen insgesamt die Unfern hier eine Atmosphäre von angenehmer Ruhe, selbstsicherer Festigkeit und Sympathie aus, die auf der Gegenseite die 'Achtung vor den Menschen bereits gesichert hat. und die zweifellos der Würdigung unferes Standpunktes dienen muß.
Nicht als ob darum die üblichen Methoden und Mätzchen im Verlauf dieser Konferenz nicht die gewohnte Nolle spielen wurden. Man kennt die Melodie und man kennt den Test Da läßt man auf dem Umtoeg über mehr ober weniger offizielle Presfeinformationen irgendeinen Versuchsballon auf. in der Hoffnung, über die Dresfevertreter von der anderen Seite die Stellungnahme der Verhanblungspartner zu irgendwelchen noch unsicheren Plänen zu erfahren. Diese heimliche Minierarbeit hat gleich am ersten Tage vom Hotel Veaurivage auS eingesetzt. Durch un- kontrollierbare Kanäle ließ man uns erfahren, baß bie Franzosen unb Englönber sich bereit* auf einen sogenannten EntschliehungStert geeinigt hätten, der eine „Dorbehaltung der deutschen Tribut Zahlungen ohne Termin di* zur enbgültigen Regelung ins Auge fasse. Aus der Berg- unb Talfahrt, die bie Journalisten bei ber eigenartigen Loge dieser Stadt täglich unendliche Male auSzu- führen haben, werden solche ®erüd)tc ausgetauscht. Die Nachrichtenbörse im Lausanner Pressezirkel ist in vollem Vetrieb. unb auf biefem ilmtoeg hätte man im Veaurivage gern erfahren, wie sich wohl die Deutschen zu einer Einigung über solchen Entschließungstert stellen würden, liniere Delegation hat das Nichtige getan. Sie erklärt. sich mit solchen Gerüchten nicht zu befassen und erklärt sie für haltlos. Aber so wogt da- trt Konferenzen, Besprechungen und Gerüchten, offiziell und inoffiziell in solcher Konferenzatmosphäre
polnische Miliz ans SanzigerSlaalsgebiel.
Kürzlich erregten Veröffentlichungen der englischen Preße Aufsehen. In denen berichtet wurde, daß jeden Sonntag Danziger Studenten und Eisenbahnbeamte an militärischen Gelände- und Schießübungen mit polnischen Soldatenmützen und Gewehren teilnehmen. Unsere Ausnahme bringt nun eine Bestätigung dieser Nachricht über den polnischen Versuch, auf Danziger Gebiet eine getarnte Reseroemacht zu unterhalten.
Elisabeth
erobert sich das Glück
JRoman von Margarete Antelmann
Copyright by M. Feuchtwanger, Halle.
15 Fortsetzung. Nachdruck verboten I
Der Mann ließ kein Auge von dem Mädchen, dessen rote Lippen leicht geöffnet waren und die schimmernden Zähne sehen ließen. Pfirsichzart waren die Wangen und strahlend die Augen. Elisabeth Pfilipp war schön, noch nie so schön wie an diesem Morgen.
Eckertsburg konnte sich nicht sattsehen an dem Dild, feine Augen sogen sich an der Mädchen- gestalt fest.
Plötzlich sagte er:
„Wollen Sie mir nicht diese Blumen schenken?
„Oh. gern — bitte!"
Eine zitternde Mädcheyhand berührte die des Mannes, während sie ihm die Blumen hinüberreichte.
„Ich danke Ihnen, Elisabeth."
Sie fühlte feine Lippen auf ihrer Hand. Errötend zog sie die Hand weg. Um ihre Verlegenheit zu verbergen, sagte sie, auf das Pferd zeigend: w
„Was für ein schönes Tier das ist."
Sie war an das Tier herangetreten, klopfte seinen Hals. _
„Mögen Sie Tiere gern, Fräulein Elisabeth?
Ihre Augen strahlten ihn an, in innerer Freude.
„Alle Tiere habe ich gern. Als mein Vater noch lebte, hatten wir einen Bernhardinerhund, ein großes, wundervolles Tier, mein liebster Spielkamerad. Er war so klug und gut, hat mir sogar einmal das Leben gerettet.“
Leise, verhalten fast, hatte Elisabeth das alles erzählt, ganz hingegeben den Kindheitserinne- rungen. Der Mann störte sie nicht, sah sie unverwandt an. Seine Hcmd liebkoste den Hals des Pferdes, das jetzt mit seinem Maul schnuppernd zu Elisabeths leeren Händen ging.
Bedauernd sagte Elisabeth:
„Oh, wie schade — aber Frauchen hat gar nichts..
Plötzliche Glut färbte ihre Wangen, hervorg^ rufen durch die eigenen Worte, aber auch durch ben Blick der sie aus den dunklen Manneraugen traf. Das Pferd machte dieser Situation em Ende, indem es geneigt schien, das Dlumenstraußchen zu vertilgen, das Eckertsburg in seiner Unten Hand hielt.
„Hallo! Das ist nichts für dich. Sascha! Hier, nimm das Zuckerchen und laß mir die Blumen.
Wieder traf Elisabeth ein Blick, aufleuchtend
er denn? Wovon habt ihr euch unterhalten? Ihr wäret ja ganz vertieft in euer Gespräch, als ich euch sah."
Traute Steiners Interesse für Eckertsburg war sehr stark. Heimlich beneidete sie Elisabeth, daß sie es war, die öfters mit ihm zusammenkam. Auch die anderen drängten sich jetzt um Elisabeth, wollten gern mehr erfahren. Im Konservatorium munkelte man, daß Elisabeth Pfilipp in der Obhut Herrn von Eckertsburg stand. Man hatte erfahren, wie schon sie wohme, sah, wie gut sie gekleidet war.
Natürlich raunte man allerlei von den Beziehungen Elisabeths zu dem schonen, eleganten Wanne, und man glaubte es Traute Steiner nicht, wenn sie immer wieder beteuerte, daß die beiden sich ganz fremd gegenüberftänben. Eckertsburg fei nichts als Elisabeths Gönner, der sie um der Kunst willen ausbilden ließ.
Nun ja, das konnte man glauben oder nicht. Jedenfalls hatte Elisabeth Pfilipp ein Niesen- glück darüber war man sich allgemein einig. Aber niemand wagte es. Elisabeth gegenüber irgendeine Bemerkung zu machen. Sie war beliebt und geschätzt unter den Kollegen, man wollte es nicht mit ihr verderben. Aber man war doch zu neugierig, was sich vorher zwischen ihr und Eckertsburg ereignet hatte
„Also, erzähle doch, Elisabeth!"
„So sag doch endlich ein Wort!"
„Ein bildschöner Menschxist er. Eigentlich bist du beneidenswert, Elisabeth!“
So schwirrte es durcheinander, unb alle drängten sich um Elisabeth, um sie auszuhorchen.
.Ich weih gar nicht, was ihr eigentlich wollt. Was gibt es da für ein Aufhebens zu machen? Es ist doch weiter nichts dabei, daß Herr von Eckertsburg zufällig hier vorüberkam und einige Worte mit mir sprach."
„3a, wovon habt ihr euch denn unterhalten?" fragte Dora von Szigety neugierig.
„Ach Gott, von allem möglichen! Von der „Elektra"-Aufführung namentlich. Er bedauerte es auch, daß er nicht dabei fein konnte."
„3a. das war wirklich schade!" sagte Dora und seuszte. Dann fuhr fie fort: „Du bist wirklich beneidenswert. Elisabeth. Eckertsburg wird deinen Weg sicher erleichtern können — er wird schon für dein Fortkommen sorgen — nicht wahr?"
.3d) glaube fast. Dore, da irrst du dich. Er erleichtert mir mein Studium — das ist wahr. Damit dürfte aber wohl Schluß sein. Herr von Eckertsburg ist ein sonderbarer Mensch. 3ch habe immer ein banges Gefühl, wenn er in der Nähe ist, bin immer froh, wenn cr wieder fort ist. Auch Tante Schelmer sagt, daß er schwer zu behandeln sei. „ t •
Trotzdem bin ich ihm sehr dankbar, daß er mir hilft, mein Studium zu vollenden. Aber den Weg zur Hohe, den muß ich dann selber finden, dabei
und beif), daß ihr ganz schwindlig wurde vor Schrecken.
3n diesem Augenblick kamen die anderen zurück.
„Elisabeth, schau her, ich habe die meisten Blumen ... Aber warum bist du denn —“
Erschreckt verschluckte Traute Steiner den Nest ihrer Rede, als sie plötzlich Herrn von Eckertsburg sah. Respektvoll grüßte sie den im ganzen Konservatorium bekannten Mäzen.
Dora von Szigety, die lachend vor Peter Muck geflohen war, wäre um ein Haar über eine Daumwurzel gestolpert, als sie Eckertsburg bemerkte. Es war, als ob mit einem Male alle Fröhlichkeit erloschen wäre.
Das ganze junge Volk stand einige Schritte von Eckertsburg entfernt, und einer nach dem anderen gab Antwort auf die Fragen, die der Gefürchtete an sie richtete. _
Eckertsburg sah, daß feine Gegenwart störte. Er ärgerte sich über diese jungen Menschen, daß fie sich vor seinem Reichtum beugten, daß fie ihm nicht als Mensch nahmen. Die Jugend brauchte doch nicht so berechnend zu sein, die wen'.gstens konnte sich doch gehen lassen. Aber so waren nun einmal die Menschen — er wußte schon, warum er sie verachtete.
Eckertsburg bestieg sein Pferd, verabschiedete sich mit knappen Worten von der Gesellschaft und ritt davon.
Als er außer Hörweite war, sagte Dora von Szigety, sich schüttelnd:
Brr! Der hat uns gerade noch gefehlt! Aerger braucht man auch nicht zu erschrecken wenn der Leibhaftige vor einem steht. Wie bös der Mensch nur aussieht!" , .,,
Hast recht, Dor le! 3ch kann ihn auch nicht leiden", sagte Peter Muck. uiit> fuhr darm be- lehrend fort: „Cüber man muh mit den Wolfen heulen. Vielleicht, daß er einem doch einmal etwas nutzen kann, mit seinem Geld.und mit feinen Verbindungen. Und ich hoffe stark, daß ich ihn für mein Konzert im Oktober interessieren kann Ein Wort von ihm — und man ist gemacht.
Aicht umsonst hält Professor Walter so große Stücke auf ihn, und es ist nicht klug von dir. Dora dich gegen ihn zu stemmen. Man darf nicht immer seine Meinung frei heraussagen— manchmal haben die Wände oder die Waldbaume
Die' anderen wunderten sich nicht wenig über Mucks Worte. „ ,,
Man kannte Peter im allgemeinen nur als fibelen Burschen, der sich nicht um den Emst des Lebens kümmerte und der den Herrgott einen guten Mann sein ließ. Dieser Herr von Eckerts- burg mußte doch ein großes Tier sein, wenn er sogar Peter Muck zur ernsthaften Anerkennung
Elisabeth — du hast doch mit ihm gesprochen", sagte jetzt Traute Steiner. „Wie war
tann pr mir nicht helfen. Ich möchte mir auch Lorbeer und Ruhm ohne fremde Hilfe erringen.
„Oh, Elisabeth, ich mochte dir deine Zuversicht nicht rauben“, sagte jetzt Peter Muck. „Aber so einfach, wie du glaubst, liegen die Dinge nicht. Es ist in der Kunst ebenso wie anderswo. Ohne Protektion ist es heute sehr schwer, wirklich hochzukommen. Man muß dann schon etwas ganz Besonderes sein. Aber vielleicht hast du recht, Elisabeth. Du bist von der Natur besonder* begnadet, deine Stimme ist wundervoll. Vielleicht schafsst du es doch. Ich würde es dir von Herzen wünschen.
Aber ich denke, wir wollen uns jetzt auf den Heimweg machen Uebrigens, Elisabeth, wo hast du deim deine Blumen?"
„Ach, meine Blumen — die muß ich irgendwo verloren haben..."
„Na. dann ist wohl Eckertsburg der Finder gewesen. Ich habe gesehen, daß er ein Sträußchen Schlüsselblumen in der Hand hielt", sagte Dora und sah Elisabeth etwas schelmisch an.
Elisabeth errötete, wandte sich ab.
Peter Muck sagte:
„Du, Elisabeth, ich meine es gut mit dir und rate dir nur, dir keine Flausen in den hübschen Kopf zu sehen. Der Eckertsburg ist, glaube ich, ein gefährlicher Mensch. Nimm dich nur in acht!"
„Ich weih, Peter, daß du es gut meinst. Aber du brauchst keine Sorge zu haben. Eckertsburg ist für mich nichts anderes als mein Gönner. Und jetzt, denke ich, lassen wir diesen Herrn und suchen uns ein lustigeres Thema."
Gleich daraus trieb die Gesellschaft die gewohnte Allotria, und unter Lachen und Scherzen langte man mittags zu Hause an.
Längst schon war das Wetter wieder umgeschlagen. Heftig fuhr der Wind die Häuser entlang, peitschte die Bäume und trieb die zarten Dlütenblättcr zur Erde Hemieder. Regen wechselte mit Sonnenschein, und man war froh, wenn man wieder au 5>aufe sein konnte.
Elisabeth hatte einige Besorgungen zu machen. Sie trug einen dunkelblauen Trenchcoat, hatte die Mütze tief ins Gesicht gezogen. Sie haßte es, einen Regenschirm zu tragen, und hatte ihn auch heute zu Hause gelaffen.
Elisabeth kam gerade von der Bahn, hatte Traute Steiner begleitet, die heute nach Wiesbaden gefahren war. Trautes Mutter war mitgefahren. und es hatte einen rührenden Abschied gegeben.
Auch die Besorgungen für Frau Schelmer waren jetzt erledigt: Elisabeth beeilte sich, nach Hause xu kommen Es war sehr ungemütlich auf der Straße.
Als sie ihre Kleider ablegte, meldete ihr Wanda, daß Besuch da sei.
(Fortsetzung folgt)


