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nid)t da auch b i c Herstellung ber An - gri f fsw affen verboten werben müsse, sinter diesem Vorbehalt sei die deutsche Abord­nung bereit, den englischen Vorschlag anzuneh- men Deutschland habe bereits alle Qln- gnfftoaffen obgeschafft. Es sei jetzt unerläß- lich dost dw Abrüstungskonferenz ebenfalls zu­nächst zur Abschaffung oller schwerer Angriffs­waffen als einen Teil der Lösung des Gesamt­problem« schreite.

Frankreich verlangt Sanktionen.

dsla wische Abordnung hat als -lvortfuhrer der französischen Staatengruppc ge­gen den Antrag der englischen Regierung einen Gegenvorschlag eingcreicht. der deutlich die französischen Wunsche zum Ausdruck bringt. Wich-

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Lieber die in Harburg-Wilhelmsburg sowie in den Regierungsbezirken Lüneburg und Stade durchgefuhrten Houssuchungen bei Kommunisten wird amtlich mitgeteilt, daß der Verdacht, der zu der Maßnahme geführt hat. durch das Ergebnis der Aktion in vollem Lim fange bestä- tigt wurde. Es wurde erwiesen, daß der ver­botene Rote Frontkämpferbund auch weiter­hin besteht, und zwar in Verbänden, die in den einzelnen Ortsgruppen der beiden Regie­rungsbezirke verschiedene Benennungen führen.

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Sie schmeckt. Sie ist wie Wein. Aber sie macht die Gesichter weiß und erschrocken. Langsam nur lernt sich wieder diese Nähe der Amsel, der Erde und der Stimmen um das Haus

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Evchem, 20. Ai DergsturztMrvche wird, war der Aerg V Tagen überaui I kn kleinere und gri Laufe des Dienstag fest, daß sich die Sp einen halben Mctc IS iltjr ereigneten wobei die erstci Straße erreich kclheit lieh die St<

Berlin, 20. April. (2DIB.) Amtlich. Am 19.iMpril 1932 fand unter dem Vorsitz des Rcichsarbeilsministers eine Besprechung sämtlicher an der Durchführung der landwirtschaft­lichen Siedlung beteiligten Reichsminister statt. Die Abwicklung der O st Hilfe mit ihrem großen Landanfall und gleichzeitig die Forderung breiter kreise nach ländlicher An sied- l u n g verlangen eine positive Lösung. Die Reichs- rcgierung sieht in einem großzügigen Sied­lung «^v c r k im Osten eine schöpferische Tat des Wiederaufbaues nach all den notwendigen, aber nur negativen Abwehrmaßnahmen zum Schuhe von Staat und Wirtschaft. So kann auch der gegen­wärtige furchtbare Druck der Untätigkeit und seeli­schen Zermürbung von unserem Volk genommen werden.

Zwei Millionen Morgen Land, das trotz aller Hilfsmaßnahmen den bisherigen Eigen­tümern nicht erhalten werden kann, fall zehn- tausende neuer Siedler im deutschen Osten fest verankern. Die Guts- und Land­arbeiter. wie die Bauernsöhne des Ostens, in der ölten Heimat neu verwurzelt und mit neuem vlut aus dem Ueberfluß der Landwirtschaft des Westens belebt, bilden einen festen wall zur Er­haltung deutschen Wesens und deut­scher Kultur im deutschen Osten. Für Tausende wird die hoffnungslose Erwerbslosigkeit behoben, handel und Gewerbe im Osten können neu oufblühen.

Berlin, 20. April. (TU.) 3 m Zusammenhang mit dem Brief des Fraktionsführers des Christlich. Soziolcn volksdicnstcs. Simpfendörfcr. der dem Innenminister die Bedenken der Führung des volksdienstcs zum einseitigen Verbot der SA. und SS. zur Kenntnis brachte, wurden die Mitglieder der Reichsführung des Christlich- Sozialen Volksdienstes, die Reichstagabgeordncten Simpfendörfer und Schmidt - Kassel am Mittwoch ju einer längeren Aussprache empfangen. Der Reichsinnenminister legte die Gründe für das Verbot der SA. und SS. ausführlich dar. Das über andere Organisationen vorliegende Material werde zur Zeit auf das gewissenhafteste geprüft. Der Minister erklärte ausdrücklich, daß er entschlossen sei, auch dort ohne Zögern rücksichtslos durchzugreifen, wo sich bei

Durch Siedlung Sicherung des deutschen Ostens. Das Siedlungsprogramm der Rcichsregierung in Vorbereitung.

Trotz oller Röte der Wirtschaft und Schwierig­keiten der Finanzen des Reichs ist die Reichs­regierung entschlossen, die erfordcr- lichen Mittel b e r e i l; u st e l l e n. Diese neue Siedlung wird aber im Gegensatz zu den Sied- lungen einer wirtschaftlich günstigeren Vergangen- hcit so einfach und sparsam errichtet werden müssen, daß sie dem Siedler auch unter ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen ein dauerndes Fort­kommen bildet. Darum muh aber auch der neue Siedler auf alle übersteigerten An­sprüche verzichten. Rur das Rokwen- digstc an Einrichtungen und Gebäuden aus billi­gem bodenständigen Material, wo immer möglich aus Holz, kann ihm für den Anfang bereitgestelll werden. 3n umfassender Weise muß der Siedler selb st am Aufbau mitwirken.

Der freiwillige Arbeitsdienst muß weitgehende Hilfe leisten. Reue Siedlungsformen müssen ohne bürokratische Hemmungen und Schematismus für dieses Werk gefunden werden. Die Bereitschaft weiter Kreise zur Mit­arbeit in allerlei Formen von Gemeinschaften und Bünden muß voll ausgewertet werden. Eine außergewöhnliche Zeit verlangt außergewöhnliche Maßnahmen. Die gesetzgeberischen Maß­nahmen zur Förderung dieses Werkes sind in Vorbereitung. Sofort nach Rückkehr des Kanzlers sollen sie im Kabinett verabschiedet werden.

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Lebhaftes Echo der Saiishattsbebatte in England.

Chamberlains Budgetrede. - Auch England noch nicht über den Berg.

Rach dem Verbot der SA.

Der Heichsinnenminister sagt positive Maßnahmen zur Betätigung her Jugend zu.

irgendwelchen Organisationen gleiche Erschei­nungen wie bei den nationalsozialisti­schen Nachweisen lichen. Ls sei die angelegentlichste Sorge des Ministers, durch sofortige posi- live Maßnahmen auf dem Gebiete des Sports und des freiwilligen Arbeits- d i c n ft e s den Röten der deutschen Jugend Abhilfe zu schaffen und ihrem natürlichen Drange Zur Betätigung Rechnung zu tragen.

Die Volkskonservativen fordern Arbeitsdienst und Siedlung.

Berlin, 20. April. (ERD.) Die Volkskonser­vative Bereinigung wendet sich dagegen, daß das ?? x 'hr i" Verteidigung der staat- lchen Autori t für notwendig befundene

(Stimmen um das Haus.

Von Dorothea Hofer«Dernburg.

Gestern war der Gärtner auf dem Balkon und hat die Glyzinenranken beschnitten. Sie liegen noch umher und rascheln, und unter ihnen liegen schlank wie sie, ihre Schatten. H w

Baume schauen herüber. Im Trikot? Im Schau- ftnster be. Nacht? Leere Staffage. Vielleicht hängen morgen schon die neuen Frühjahrsmodelle darüber. Mattgrun, mit ein wenig gelblicher Garnierung.

Der Himmel schwimmt so lieblich, ohne blau zu sein m einer durstigen Blässe über geduldigen ?XrC ^mfcI probiert. Ganz rund, ganz süß zwitschert sie in den Auspuffton der Automobile, die schnell vorbei sind. Die Amsel bleibt und flötet' Ueberm See ist em Arbeiter im Holz. Schöne zu- friedene Schlage echoen herüber, locker und schallend wie gesundes Sangerräuspern. In der Luft schwillt und schwindet das weiche Knattern eines Albatros Gestern im Vollmond läuteten die Glocken.

kräht ein Hahn, wiederholt sich, laut und wohlgefällig, Hunde bellen, mit derselben unermüd-

Freude am Lebendigsein, am Geräusch Die Kinder haben auch so unzerbrechliche Stimmen. Hell ohne Anstrengung baden sie leicht und glücklich In u $"Lcin ebbt dunkel und bescheiden das rhythmische Schlagen der Schienen unter dem Guterzug.

Leichter Wind weht. In den Glyzinen hängen noch, vom Fasching her, Papierschlangen. Zwei schmale, gelbe Bonder, zwei rötliche. Die roten sind lang. d.e gelben kürzer. Oben haben sie sich zu kleinen Schleifen verschlungen; dos sieht wie eine Pierrot- fraufe aus Die kurzen Bänder schwingen im Wind parallel nut den langen. Pierrot tanzt ohne Kopf schwebt, immer die gelben, verlassenen Arme neben den langen Pierrotbeinen, energielos und traurig: springt seitlich sehr hoch, sehr aus Hüften geschwun- gen, schwebt herab. 9 1 1

Wieder läuten Glocken, weither, süßer geworden durch den Weg. Das Balkongitter zerschneidet zwanzigfach denselben Schupo, der sanft beschienen unten vorbeigeht. 1 *

N einem roten Locktablett steht gelbglänzend und nachdenklich em Teller mit leeren Eierschalen Wei- den verschleiern, schon ein wenig angetuscht, den Äaynyos.

klar und kühl. Sonne liegt nur ganz

le'cht darüber, wie Schatten. Die Luft ist klar und

Goethes Großmutter erzählt eine Gespenstergeschichte.

Von Emil pirchan.

Diese Gespenstergeschichte berichtete Bettina von Arnim brieflich an Goethe; er hat sie dann mit kleinen stilistischen Aenderungen für den vier­ten Band von .Dichtung und Wahrheit" be- stimmt, aber der Herausgeber Eckermann fügte ne leider m den letzten Teil von Goethes Selbst- biographie nicht mehr ein:

- - - Die Großmutter kam einst nach Mitter- nocht in die Schlafstube der Töchter und legte sich zu ihnen, weil in ihrer Kammer ihr etwas begegnet war, was sie vor Angst nicht sagen r?nnte. 2lm anderen Morgen erzählte sie. daß etwas un Zimmer geraschelt habe wie Papier. 3n per Hoffnung, das Fenster sei offen und die Luft läge das Papier umher, sei sie aufgestanden, habe aber alles zu gefunden. Da sie wieder im Bett lag, rauschte es immer näher heran; es war ihr, als würde Papier heftig zusammenge- knittert endlich seufzte es tief auf und noch ein- mal dicht an ihrem Angesicht, daß sie es ordent­lich anwehte, worauf sie aus Angst zu den Kin- dern gelaufen Kaum hatte sie auserzählt, so ueß sich eine Dame melden, die Frau eines recht @rnt-lGn «freundes von ihr, sie war in schwarzer Kleidung. Da sie nun auf die Hausfrau zukom, ein ganz zerknittertes Papier hervorzog, da wan­delte diese eine Ohnmacht an, und dos Herz schwebte ihr vor Schrecken. Jene erzählte nun, ihr Mann sei plötzlich aufgewacht, indem er seinen herannahenden Tod gespürt, er habe daher nach Bopier verlangt, der Freundin noch etwas zu schreien und seine Frau und Kinder ihr zu empfehlen. 3m Schreiben habe ober ihn der -Lodeskrampf ergriffen, er habe das Papier ge- packt, zerbiittert und damit hin und hergefahren au! Bettdecke. Endlich habe er zweimal tief aufgeseufzt und sei verschieden..

. ?ch dies gelesen hatte, erinnerte ich mich soviel ähnliche gruselige Geistergeschichten gehört' za, erlebt zu haben, die von einer starken Wiltons- Übertragung Sterbender über Raum und Zeit hinweg bezeugen Gewiß -weiß man in jeder Fa- erzählen." a^n^t<^en merkwürdigen Erlebnissen zu Meine Urgroßmutter wohnte, so hörte ich als Kmd schon immer wieder davon sprechen, als

Elfjährige im Schloß von Kiritein, das an die so mährische Wallfahrtskirche angebaut ist. -2Im Weihnachtsabend gingen alle Erwachsenen zur Ehnstmette, die Kleine blieb allein in ihrem Bettchen zurück. Als man nach Mitternacht heim- kom. fand man das Kind wach, und sie erzählte aufgeregt, aus ihrem ersten Schlummer habe sie em schwarzgekleideter Mann geweckt, er sei um- Jtartbfi$ durch das Zimmer zu jener Ecke ge­schlurft, dort Hobe er hinter dem Bild etwas herousgeholt und unterschrieben. Man lochte das Mädchen aus, denn die ganze hiesige Gemeinde Ware ja m der Kirche zur Mitternachtsmesse ver­sammelt gewesen.Doch, doch, es hat mich hier jemanö besucht" versicherte sie,im Licht jenes -)ellampchens habe ich ihn genau gesehen: Es toar cm Geistlicher, der das linke Auge zuge­bunden hatte."So soh mein Vorgänger aus!" rief Öer Pfarrer. Man hob das große Bild und fanb dahinter in einer Rische versteckt einige Dokumente über Stiftungen, Legate für Arme Testamente, die jener Einaug unterschlagen hatte.'

3m gleichen Dorf habe ich selbst erlebt, daß fahrend eines starken Gewitters, am Abend des 1. August 1901 toar es gewesen, starkes Stöh­nen und darauf entsetzliches Röcheln vernahmen. Da unter uns eine alte Frau wohnte, so dachten wir, dieser fei etwas zugestoßen. Allein unsere Vermutung bestätigte sich nicht; wir leuchteten daher die ganze Hingebung ab, aber vergeblich am nächsten Morgen vertraute uns der Haus- tol, ou, daß vor zwei 3ahren, auch während eines Gewitters am 1. August, ein altes Weib m den Bach gefallen und an den Folgen des Sturzes in unserem Zimmer verschieden sei

t "S?Jon "eines Vaterhauses stand ein großer Flügel. Meine Mutter ging mal am Morgen durch das Zimmer, da gab's einen fürchterlichen Knall: der schwere Messingfuß des Bnstrum^ts war mitten entzweigeborsten. Zu gleicher Tagesstunde hatte meiner Mutter beste Freundin mit einem Abschiedsgruh an sie auf den Lippen ausgelitten.

Mein Schwager starb in Serbien. 3n dem Münchener Zimmer meiner Schwägerin zerriß zu gleicher Zeit die Tapete von oben bis unten der daran Hangende große Spiegel hat heute 'noch einen großen Sprung.

Gibt es nicht Dinge zwischen Himmel und Erde von denen sich unsere Schulweisheit nichts träu- man laßt?

Das neue Budget wird der Welt die un6eug> lame Entschlossenheit der Regierung zeigen, die des Landes zu festigen.Times" ubt Kritik an den nach Ansicht des Blattes nochimmervielzuhohennationalen Ausgaben und sagt, die Grenze der direkten Besteuerung fei nicht nur erreicht, sondern über- schritten worden, und die Regierung werde sich, so schmerzliche Opfer dies auch erfordern möge, 8u weit energischeren Sparmatznah- m ?n entschließen müssen.Morning Post" be- grüßt die Schaffung eines Devisenausgleich- kontos als eine bemerkenswerte konstruktive Maß- nahme^ sagt aber, wenn auch dieGesundheit" ves Budgets, vom Standpunkt der korrekten Buchhaltung gesehen, willkommen sei, so fehlten doch darin die kleinen Zugeständnisse, die eine

Beide S»nl

J Bonbon, 19. ( ' "Ach-japanische C loiÄartiMn uni SfeHtent des 5 flcnbe Einzelheiten-

Die Haussuchung veiKommunisten

DerRote Frontkämpferbund" ' wurde illegal fortgeführt.

Zeitschriften.

77 Weber ilhelrn Busch veröffentlicht die Münchner MonatsschriftDie Kunst" (Verlag Bruckrnann. München) aus der Feder Dr. Robert Dangers eine reizvoll illustrierte biographische Skizze die das vielfältige künstlerische Schaffen des Meisters von ganz neuen Seiten zeigt. Interessant sind zwei Beispiele, die beweisen sollen/ wieviel die Original- zeichnungen Buschs infolge der Uebertragung in die früher üblichen Holzschnittabbildungen von ihrer Ur­sprünglichkeit eingebüßt haben. Man glaubte qe- wohnlich, Busch hätte alle seine Karikaturen nur so £u^beJn1/^anb9elenf h'ngeworfen. Weit gefehlt! Busch hatte wohl eine natürliche Begabung für Karikaturen, dennoch hotte jede seiner Bildergeschich- ten einen langen Entstehungsweg. Auf großen Skiz- zenbogen erscheinen noch und nach alle Mitspieler, Menschen, Tiere, und Dinge in den nötigen Stellun­gen und Bewegungen. Nebenher macht sich dann der Künstler m Stichworten eine Art Leitlinie über die Handlung der Bildergeschichte. Ganz zuletzt fügte er eine Verse hinzu, eigentlich nur, wie er selbst sagte, der Eindringlichkeit halber, weil nicht alle Menschen die Bilderrichtig lesen" konnten.

.. Berlin, 20. April. (WTB.) Der Polizeiprä­sident teilt mit: Die nach längeren Beobachtun­gen am gestrigen Tage vorgenommenen Haus­suchungen bei Funktionären desAntifa­schistischen Kampf bundes" und des so- genanntenRoten F r o n t k ä m pfer bu n- de s haben ergeben, daß der verboteneRote Srontkämpferbund" illegal fortgeführt wurde. Lieber den Llmfang und die Bedeutung des Fortsetzungsversuchs kann im Augenblick noch nichts gesagt werden.

Verbot parteipolitischer Kampforganisationen sich 2 u gegen Organisationen

der RSDAP. richte. Obwohl sie den verbote- I^-,^tionalsozialistischen Organisationen äußerst kritisch gegenüberstehe, fordere sie dennoch, daß die Staatshoheit auch gegen links wieder her gestellt werde. Die Volkskonservative Ver- emigung betont, daß die Kräfte ber 3u- 9 end aus parteipolitischer Ver­strickung gelöst und durch positive Maßnah­men in denDienst de rRation gestellt werden müßten. Der freiwillige Ar­beitsdienst, der in weitesten Kreisen der jun­gen Generation Widerhall finde, bleibe zu einem Schattendasein verurteilt. Mit dem Fortschreiten der Durchführung des Osthilfe-Siche- r u n g s v e r s a h r e n s lasse sich die Frage nach der Aufwertung des Bodens der als nicht mehr sanierungsfähig erklärten Güter nicht länger bin- ausschieben. H u n d e r t t a u sen d e von Morgen könnten hierdurch dem deutschen Ä«n9J?2If Arbeit und Heimat bieten. Hoffentlich werde die Regierung nach dem 24. April zu Entschlüssen und Entscheidungen kom°

Wirtschaftsressorts müßten sich endlich entschließen, neue Ziele der staat­lichen Wirtschaftspolitik aufzuzeigen, an denen der Lebenswille der Ration sich wieder aufrichten könne.

London. 20^April (WTB.) Die allgemeine Enttäuschung über Chamberlainspuritanisches Budget" kommt auch in den konservativen Dlät- ern zum Ausdruck, die sich damit zu trösten suchen, daß die noch immer ernste Lage keine M o g l i ch k eit zitsofortigenErleichte- LU n 9 e & e r direkten Steuern gebe. Sie spenden dem Schahkanzler im übrigen Anerken­nung dafür, daß er keinen ungerecht-

6 ten Optimisrnus gezeigt und alle kleinen Kunstgriffe vermieden habe, die geeignet ^aren, ein falsches Bild zu -geben und dadurch das Budget volkstümlich zu machen.

Daily Telegraph" sagt: Auch bescheidenste Hoffnungen sind enttäuscht worden- Aber es darf nicht vergessen werden, daß eine gesunde Finanzpolitik indirekte Vorteile bringt

hger als die Aufhebung der einzelnen RüstungS- fategonen sei die Schaffung wirksamer ® ® nC H m a & n a b m c n. 3m"Kriegsfälle foll de r Völker bundsrat ermächtigt wer- den, die schwere Artillerie und die Tanks der kriegführenden Mächte zu beschlagnahmen und sie zur Verfügung des angegriffenen S t a a t e s zu stellen. Die Verwendung von Bom­benflugzeugen und chemischen Kriegswaffen soll auch un Falle rechtmäßiger Verteidigung verbo­ten sein. Falls jedoch ein Staat diese Bestimmun­gen überschreite, sei der Völkerbundsrat verpflich- rn"rFtcJen.F*aa*n "®ann du erklären. Sämtliche Bollertundsmächte seien sodann verpflichtet, dem angegriffenen Staat mit Waffengewalt zu Hilfe zu eilen. Die Kriegsschiffe und Üntcrfecboote mit weitem Aktionsradius sollen verboten sein.

Eine große Menschenmenge wartet vor dem Londoner Parlament, um den Schatzkanzler Neville Cliom- berlain (Portrat tm Kreis) nut seinem historischen Budget-Koffer kommen^zu sehen.

Oochschulnachnchten.

Der bekannte Kulturhistoriker Prof. Dr. Georg Stein hausen hat einen Ruf auf den an der LImversitat Heidelberg errichteten ersten deutschen Lehrstuhl für Kulturgeschichte erhalten.

Prof. Dr. Theodor Kroyer von der Philo­sophischen Fakultät der Llniversität Leipzig hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehr- ftubl der Musikwissenschaft an der Llniversität Köln angenommen.

Prof. Dr. Friedrich Seifert von der Tech­nischen Hochschule in München hat einen Ruf auf das Ordinariat für Geschichte der Philo­sophie an der Llniversität Prag erhalten. » Dr. 3ulius Gautner von der 3uri-

stischen Fakultät der Llniversität Zürich hat tfnen Ruf auf den Lehrstuhl für bürgerliches aeebt an der Llniversität Königsberg er­halten.

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