Ausgabe 
20.6.1932 Frühausgabe
 
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as Wahlergebnis in Gießen

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15. 11.31

Shon vor der Mittagsstunde begann der Zu* ro-n aus der ganzen Umgebung. 2Ju« dem £ von Breungeshain zog «ine bunte Schar von le-schon herauf, die erst lichter wurde als die t?-n« im Westen hinter einer Wolkenbank ver­band und die Dunkelheit hereinzubrechen »2t«. Aus den Tälern herauf und über Di« ihen marschierten di« Kolonnen der VA. ge»

gegen einen Arbeiter von Großcn-Linben, der bei der Versammlung durch den Saal gerufen hatte, der Prioatkläger habe einen Reichsbannermann gestochen. Beweis für dessen Täterschaft war aber nicht zu erbringen; auch wurde er in Wetzlar des Vergehens der Körperverletzung freigesprochen.

In dem ersterwähnten Falle scheiterten alle Der- gleichsverhandlungen, insbesondere an der Schwere der Beleidigung, die namentlich in ihrem letzten Teil gefunden wurde. Daß der Angeklagte infolge eines allgemeinen Ortsgesprächs in Hochelheim auf die Wahrheit dessen, was man ihm über die frag-

Hitler auf dem Hoherodskopf

Gießener ^rudergesellschaft siegt in Staffel.

Siege im Ersten Achter und im Vierer.

Eine nationale Kundgebung bhri dem ©chl-tzerland, au« der Wetterau uni) te allen Dörfern deS BoqelSbergeS. au« den k r:cn Diesten. Bidda, Bübingen. Hungen, Als- Lauterbach und Schotten kamen am ©ams- kucbmitlag Menschen hinauf zum HoherodS» k. um dort an der Hitler-Kundgebung teil- Liehmen Da standen sie beieinander die ©tädter bb die Bauern, bi« Frauen und Männer, die liei und die Jungen, diejenigen, die zu Fuß p Weg machten und jene, die im ©c$«5i)linbcr- iegen. auf dem Motorrad oder auf dem ©tahl- V gekommen waren.

lein Mistklang störte erfteullcher weise da» Nebeneinander der sonst so verschiedenartig er- jprinenben Stände, die sich hier zusammenge- gefunben hatten.

:blaucr Himmel wölbte sich von Horizont zu Sont, und nur einige Wolken warfen von zu Zeit leichte ©chatten über Täler und l. die sich, so weit daS Auge reicht«, m und erhabener Großartakeit zu <Mßen »rar breiteten, die durch die Einheit d«S Willen« t' den Berg geführt worden waren.

nn blc Legt Des gj Arbeitölosenhiist! 5)urSi UntfT J Äf« m Arbtistg ? >>nd itoei CBerorbS « Nabt von den3 Abgabe an bid ^ea haben, unb mj 9 Jut ben ßij "lassen. DaS M °nken!assen schlich ^'lräge zur kranken- 9, E.Die UtgtiuM, 'bre Tätigkeit zu zaÄ Inders. H

ler Dell.

. Jurfroanglrr» Bayreuther Jeflfpiete.

ist von seinem Pos!» Dahreucher Fesispiü d liegt in prinzipi, lit FrauWinni!«

Bemerkenswert ist, daß der Ruderer Flimm bet dieser Kasseler Ruderregatta für die Gießener Rudergesellschaft seinen 25. Sieg buchen konnte. Aus diesem Anlaß wurden dem Ruderer die Herz- lichsten Glückwünsche übermittelt. Wie nachträglich feftgcfteQt wurde, konnte auch Becker bereits bei der Regatta in Trier (vor 14 Tagen» seinen 25. Sieg für die GRG. verzeichnen. Die Verdienste der beiden Ruderer wurden gebührend gewürdigt.

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Erden­

dem angeklagten Redakteuer verfaßten, so doch auf feine -Veranlassung erschienenen längeren Bericht über eine in Hochelheim abgehaltene nationalsozia­listische Versammlung, die mit einer Schlägerei ge­endet hatte. U. a. hieß es darin, in dem Saale sei plötzlich ein Reichsbannermann von Wetzlar zusam- mengerissen, durch einen Messers'^ k köpf erheblich verletzt und als .. . , Augenzeugen, die sich der Polizei zur Verfügung stellten, der Privatkläger bezeichnet roorben; dieser Messerheld sei eine Zierde der Gießener Uni­versität. In derD o l k s ft i m m e zu Frankfurt am Main ist dann über die gleichen Vorgänge be­richtet und u a. ebenfalls gesagt worden, den Pri­vatkläger hätten Augenzeugen als Messerstecher

n ®°Uf ft uM

. 'Fuß fortfetjtcn. Auf der Fahrt in den Vogel«- 1 r$ wurden den Besuchern der Sonnwendfeier den Feldern und Wiesen, au« den Bauern- :m'cm der passierten Dörfer manche« -eX1- prüfen und dabei die Hand zum bekannten

liehen Vorgänge hinterbracht hatte, vertrauen konnte, vermag ihn als Redakteur nur wenig zu entlasten. Er erhielt wegen Beleidigung und übler Nachrede, begangen durch die Presse, eine Geld­strafe von 40 RM und der Beleidigte darf das Urteil in feinem entscheidenden Teile im An-

Am Sonntag fand in Kassel die diesjährige Kasseler Ruder-Regatta von Fulda statt, die vom Nordwestdeutichen Regattaverband durchgeführt wurde. Die Regatta nahm bei ausgezeichnetem Wetter und gutem Besuch einen glänzenden Ver­lauf. Die Gießener Rubergesellschaft war diesmal wieder sehr stark verrieten und sicherte sich zwei beachtliche Siege. So holten sich die Ruderer Wei- dig, Hartmann, Flimm, Strauch, Köhler, Becker, Neurath, Götz, St.: Loh unangefochten den 1. Sieg im Ersten Achter, den sie überlegen und mit drei längen Vorsprung von RD Kastel in 7:01g an sied bringen konnten. Den Ersten Vierer konnten sie sich mit der Mannschaft Flimm, Becker, Köhler, Hartmann, St. Loh ebenfalls sichern und zwar in

hatte, die , .

ganbalärm von Zeit zu Zeit erfüllt hätten, wäre von dem Wahltag kaum etwa« zu bemerken fle- wesen. Unb e« ist schließlich ja auch begreiflich, daß die Parteien sich die kostspielige Werbung in den letzten Tagesstunden vor der Wahl ersparen, denn unser Volk ist in allen seinen Teilen so stark

Abendstern angewiesen waren.

* Gegen die Waren-Automaten. Der Kaufmännische Verein teilt uns mit, daß sein Ober« verband, der Deutsche Verband Kaufmännischer Ver« eine gegen den Plan interessierter Kreise, auf Stra­ßen' und öffentlichen Plätzen in größerer Zahl Woren-Automaten aufzustellen. die einen erroelter ton Vertrieb von Waren (z.B. Lebens, und Genuß- mittel aller Art, Tabakwaren, Textilwaren ufro.) dienen sollen, aus volkswirtschaftlichen Gründen beim Reichswirtschaftsminifter Einspruch erhoben hat, weil durch diese Art des Warenoertriebs eine empfindliche Schädigung des regulären Handels und zunehmende Arbeitslosigkeit bei den kaufmännischen Angestellten zu befürchten'sei.

Wertvolle Stiftung für die Marburger Universitätsbibliothek. Marburg, 18.Juni. (WSN.) Die wertvoll» Bibliothek, sowie der Handschriften« n a ch l a h des vor einiger Zeit verstorbenen Ge­heimrats Geldner in Marburg, eines der be­deutendsten Indologen, ist als Stiftung in den Besitz der Marburger Universitäts-Biblio« thek übergegangen. Unter dem Nachlaß befindet sich der ungefähr 50 000 Belegstellen umfastende Index zum Rigveda, ausgearbeitete Vorlesungen auf dem Gebiete des Buddhismus ufw.

Stau Kienle

will sich im Ausland erholen.

WSN. Frankfurt a. TI., 18. Juni. Frau Dr. Kienle, die bekannte Frauenärztin, gegen die in Stuttgart ein umfangreiches Strafo. riahren und neuerdings auch in Frankfurt zwei Fälle we­gen Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen des § 218 StGB, schweben, hat Frankfurt a. M. Der- lassen. Sie meldete sich am 15. d. Mts. auf dem zu­ständigen Polizeirevier ab. Von dieser Abmeldung hat der Untersuchungsrichter keine Kenntnis erhal­ten. Wir erfahren, daß Frau Dr. Kienle einen Nervenzusammenbruch erlitten hat, und daß sie die Absicht kundgab, sich im Ausland zu erholen. In Begleitung der Aerztin befindet sich ein bekannter Schauspieler.

Seitenteil der .^berhessischen Volkszeitung- auf Kosten bt» Angeklagten veröffentlichen lassen, Jrt den beiden anderen Fällen erfolgte C 1 n ft e 11 u n q des Verfahren», nachdem der Richter aus dem Ergebnis der Beweisaufnahme die Uederzcu« gung gewonnen hatte, daß die Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 7.10.31, 6. Teil, Kap. 1, § 7, die in derartigen oallen eine Einstellung des Verfahrens vorsieht, sobald die Schuld des Ta­ters gering ist und die folgen der Tat unbedeutend finden habe.

von rund 40000 Menschen.

di« vielen Auto«, für die Unmenge Motorräder waren im Walde zwischen Farn und Tann', sowie am Waldrand an der Straße zum Klubhaus Parkplätze hergerichtet worden. Boch nie sah der Hoherodskopf so viele Menschen, lieber all herrschte lebhafte« Treiben. ®« wurde gescherzt und gelacht, wenn auch der Grundton des Ernste« die Oberhand behielt. Allgemein sielen Schliher- länder Bäuerinnen und Bauernmädchen in ihren schönen farbenfrohen Trachten auf. Viele Blicke folgten ihnen.

Gegen 19 Uhr begrüßt«

Gauleiter Lenz

die Teilnehmer der Kundgebung besonders die Bauern. Gr wies in toeniaen Worten auf die Bedeutung des Bauern für Die Volksaemeinchsaft und für da« Vaterland hin. Die Kundgebung solle getragen fein von dem Gedanken: über den Sternen für Gott auf der Grd« für unser Vaterland! Dann sprach

Prinz August Wilhelm von Preußen.

Er sprach zunächst vom Sinn der Bewegung. Der Führer sei die Verkörperung des Kampfeswillens des ganzen Volkes, das nicht sterben wolle und nicht sterben dürfe.Diele in Deutschland hoffen auf eine Wendung zum Besseren, wir aber, die wir hier sind, glauben an eine Wendung zum Wiederaufstieg und wir sehen schon das neue Deutschland. Das Feuer- ftjmbol des Abends soll ein Symbol unserer glühen­den Herzen sein."

Hauptmann Goering

sprach über die Bedeutung der Hestenwahl. Er for- berte daß das neue Deutschland auf neue Säulen gegründet werde. Die Wahl in Hessen fei ein Teil- ausschnitt im Werk der Erneuerung des Reiches. Deutschland könne nur wieder aufgebaut werden durch eine Bewegung, die aus der Rot geboren wurde. Spät erst kam

Adolf Hitler.

Die Dunkelheit war längst hereingebrochen, als er erschien und vom Provinzieller 0 r a f 6 o I m s mit dreifachemHeil' begrüßt wurde, das vieltausenb- stimmig von der Menge ausgenommen, dem tfuhrer entgegcnschallte, um einmalig groß und ohne Echo im Raum des Unendlichen zu verklingen. Dann brei­tete sich für Augenblicke tiefe Stille um den Berg, bis Hitler zu sprechen anhub und seine Stimme klar und durch Lautsprecher um ein Vielfaches verstärkt die Zuhörer in ihren Bann zog. ,Lch glaube nicht', so erklärte er u. a.,daß eine andere Partei imstande

angegeben.

Gegen die Schriftleiter der beiden genannten Zeitungen erhob der Student Privatklage, ebenso gegen einen Arbeiter von Grohen-Linden, der bei

der Zett von 7:45 Min. vor Angaria Hannover und Staffelet RD Im Kaiserpreisoierer, den die Gießener Rudergesellschaft auch belegt hatte, muß­ten sich die Hiesigen, durch einen Bootsschaden ge- handicapt, mit dem zweiten Platz begnügen. Der Sieger in diesem Rennen fiel an die Akademische Ruderverbindung Angaria-Hannooer. Im Ersten Einer startete 3 o bt, er muhte sich aber diesmal mit einem 3. Platz zufrieden geben.

Aus der provenzialhauptiladt.

Gießen, den 20.3uni 1932.

Preffeprozeß in Gießen.

Drei im engen Zusammenhang stehende und auf politische Vorgänge zurückzuführende Privat- klagen wegen Bele ibigung 3. T. burch bie Presse begangen fanden am Freitag durch den Gießener Einzelrichter ihre Erledigung. Privat­kläger war ein Gießener nationalsozialistischer Stu­dent aus Grohen-Linden, der sich am 31. Januar 1 I. an einerSaalschlacht in Hochelheim' betei­ligt haben sollte. Unter dieser Ueberschrift brachte dieV b e r h e s s i s ch e Volkszeitung" in Nr. 28 vom 3.2.32 einen, wenn auch nicht von

"Ser geglaubt hatte, bie gestrige Landtag-Wahl | Siehen werbe bei bem herrlichen ©ommertag jft wie bei bem Wahlgang vom 15. November I 3 eine sehr starke Wahlbeteiligung, vielleicht fcr noch eine Steigerung gegenüber bem Bo- r kr bringen, mußt« sich gestern abenb al« ent« ul$t bekennen. Dem starken Austrieb ber Wahl- frvügung am 15. November 0.3. (79,53 Proz. v Stimmberechtigten), im Vergleich zur Wahl -t 13. November 1927 (51,46 Proz.), steht bei bet cgen Wahl mit 73,47 Proz. ber ©timmberech-

K a ein Rückgang ber Wahlbrteili- von runb 6 Proz. gegenüber. Diese stdigkeitSerscheinung ist nur zu bebauem, 1 ei gerade bei ber gestrigen Wahl ganA befon- daraus ankam, bie Meinung ber ^Dähler- ;:f! in ber benfbar weitreich ^chen Es wäre bebauerlich,

rüdgang des gestrigen Tage« in unserer Bür« 'öaft den Ansang eine« verringerten wähl« . I schen Interesses bebeuten würbe. Bereit« bis Mittagsstunde zeigte sich, baß bie Wahlbetei- um im Vergleich zum November v. 3. zu toün- .3 übrig ließ. Dis gegen 12 Llhr war erst ein uchschnittlicher DeteiligungSsatz von 22,3 Proz. . Mrzeichnen. Etwa um 16 ilbr waren 53,5 PrvA. z»stellt, so baß erst bie letzte Ötunbe ber Wahl- t tiung den Auftrieb bl« zu 73,47 Proz. brachte, r'ti einer Betrachtung der einzelnen Wahlziffern v besonders der starke Rückgang der in der Na- u aen Einheitsliste vereinigten Parteien, sowie

«PD. und der Kommunisten auf. Auch die : tchnationalen haben im Vergleich zur vorigen . diagswahl etwa | an Stimmen eingebubt. : '."SDAP. dagegen hat ihren Besitzstand noch um Ei 480 Stimmen erhöhen können. Besonders be­ll kenswert ist aber das Anwachsen der für die (i trumslifte abgegebenen Stimmen, die gestern r n um 150 Stimmen höheren Stand als bisher i allen Wahlen erreichten. Man wird wohl nicht st zehen in der Annahme, daß dieses Plus auf |r Zustrom von politisch Heimatlosen, oder von Wählern, die sich von der Unterstützung des \i trums noch am ehesten eine Stärkung der Teilte rÄÄtaai unt.rW.6 M ,-ft Lt» von einem üblichen schönen ©ommersonntag. Brrtn nicht einige kommunistisch« ©prechchöre, in it Iran bedauerlicherweise auch Buben und Ma- fcj im Alter von 8 bi« etwa 12 3ahren eln-

Geheimerat Or. llsinger t-

In Maini, wo er im Ruhestand lebte, ist. wie wir heute früh unmittelbar vor Redattwnsichiuh erfahren gestern nach längerer Krankheit der frühere Pronintz'aldirektor von Rheinhessen. Geheime Rat Dr. U s i n g c r . verstorben Der Verewigte hat ein Alter von 66 Jahren erreicht. Geheime Rat Dr. Usi n ge r war vom l.Marz 1910 bis 1. Februar 1922 als Prooinzialdirektor der Provinz Ob er Hellen und Kreisdirektor des Kreises Gießen in Gießen tätig.

Kein«*A 11er tumsf unbe. Bei Ausschach, tungsarbeiten in ber Sonnenstrahe wurden am camsiag in 1,70 Meter liefe neben Gesaßscherben zahlreiche Knochenrefte gefunden. Die Ihileriuctuing durch bas Geologische unb Palaeonlologilche Institut ber Universität ergab, bah bie Knochenreste zumeist von Haustieren stammen, unb zwar hanbett es sich oorroiegenb um Hornzapsen von Rinbern, Geflügel- knochen usw. Da verschiebene Knochen, darunter auch ein Wirbel, mit einem scharfen Gegenstand glatt durchgeschlagen waren, scheint es sich um Abfall- refte einer Metzgerei zu handeln, worauf auch Aus- agen von Anwohnern hindeuten. Die Reste, bie in einem bunflen, holzreichen Schlick vorkamen, erweck­ten zunächst ben Einbruch als ob sie älter wären unb bie im Untergrund von Gießen bekannte alt- alluviale Torfschicht angeschnitten wäre. Funbe von Leder Gesäßscherben. Glas, Dachschiefer zeigten aber zweifellos, daß es sich um recht jugendliche Ablage­rungen handelt. _ ,

* Absturz eine« Kinde« Gestern nach­mittag stürzt« da« sieben Jahre alte Böhnchen des im Wetzlarer Weg wohnenden Buchdrucker« Frank von der an der westlichen ©eite de« Wetz­larer Weg« befindlichen Grenzmauer auf da« etum sechs Meter tiefer gelegene Bahngeländc hinab. Der bedauernswerte Kleine erlitt dabei einen kom­plizierten Bruch des linken Armes und muhte der Chirurgischen Klinik zur Behandlung zugeführt werden. .

CutounfalL Am Samstagnachimttag rannte das Personenauto eines Gießener Gemüse­händlers, das von dem Besitzer selbst gesteuert wurde, kurz vor dem Dorfclngang von Klein-Lindcn aus der Wetzlarer Straße gegen einen Apfelbaum und wurde so schwer beschädigt, daß es abgeschleppt werden mußte. Dem Besitzer war auf der Fahrt eine Gemüse- liste ins Rutschen gekommen^ bet dem Versuch, die >ciste zurechtzurücken, steuerte er gegen den Baum. Trotz Zersplitterung der Windschutzscheibe wurde der Fahrer an Gesicht unb Hänben nur unbcbcutenb verletzt. Der Wagen wurde völlig zertrümmert

Verladerampe a u f Bahnhof Abendstern. Die Deutsche AeichSbahn-Gescil- schäft hat auf Bahnhof Abendstern eine Laderampe für Kopf- und ©eitenVerladung errichtet. Damit ist den Wünschen zahlreicher Interessenten (Holz­verlader usw.) entsprochen worden, die seither aus die Mitbenutzung der Rampe der Tonwerk»

wäre, eine Kundgebung dieser Art und dieses Aus­maßes zu veranstalten. Das Ziel sehen wir klar vor uns. lieber alles hinweg muß ein neues Reich em stehen, weil ein neues Volk erstand Der Geist tzes Widerstandes muh uns erheben unb befreien von bem Druck, ber Jahrzehnte auf uns lastete. Das Reich unb bas Volk wurden zerrissen durch Interessenten­haufen unb ist dadurch ohnmächtig gemacht worden Deutschland kann aber nur wieder zu innerer Kraft gelangen, wenn sich jeder besten bewußt ist, daß er ohne den anderen nicht leben kann Jeder muß wis fen, daß jeder (eben muß Der Städter muh willen, daß ber Bauer leben muß. Der Bauer muh willen, bah er nicht fein kann ohne ben Arbeiter Die Na­tionalsozialisten haben es bewiesen, bah sich alle zusammenstnben können. Wir banken Gott so rief ber Rebner aus, bah bie Jugend bei uns steht; sie wird das Werk vollenden, das wir begonnen haben. Deutschland hat eine über tausendjährige Vergangen­heit, Deutschland muh eine tausendjähriae Zukunsi haben. Die Zunkunst aber gehört uns Die Fragen ber Zukunft berühren uns alle, unb so müllen wir alle baran mitarbeiten unb sie uns erkämpfen. Tra­gen sie unsere Gedanken hinaus, verbreiten sie un­sere Ideen, daß sie wie Feuer, bas vor uns auf­glüht. in bie Herzen fallen. Helfen Eie ber Be­wegung zum Sieg! Mit einemHeil!" beschloß Hit­ler seine Ansprache. Vieltausendstimmig Hang auch jetzt roieber basHeil!" ber Menge. Das Deutsch (anblieb, gemeinsam gesungen bclchloß bie Kund­gebung. während über die Gesichter bas warme Rot bcs Sonnenwenbseuers hellen Glanz breitete unb bas Licht ber Flammen bie Fahnen zu einem wehenben Fanal werden ließ. Mit bem Kampflied der Nationalsozialisten klang die Kundgebung aus.

©er Abschluß.

<$« war inzwischen sehr falt geworden. Der Mond kam heraus, groß und klar, und goß sein Licht über Berge und Täler, ©eltsam stritt das Licht des VachtgestirnS mit dem lebendigen Bot de« ©onnwendscuerS. Al« die letzten Klänge deS Liedes verhallt waren, kam urplötzlich Bewegung in die ungeheure Menschenmenge. Alle« strömte zu Tal. Jedermann hatte sein Ziel. Die Auto« und Krasträder rollten im Lichte der eigenen ©cheinwerfer eine« hinter dem anderen zu Tal. eine einzige geheimnisvoll gleißende Schlange. Die ©A.-Leute marschierten zum großen Teil in geschlossenere Trupp« wieder ab. 3n Breunges­hain staute sich die Meng« noch einmal zu einer erregenden Fülle von Leben. Geräuschen, Busen, Drängen; viele suchten ihre Omnibuste und Last­kraftwagen. die sich erst allmählich au-lösen konn­ten. Die Kraftwagenlenker mußten mit überwachen ©innen ihre Fahrzeuge durch da« Gedränge füh­ren. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, um den Verkehr zu bewältigen. Allmählich aber flaute der Strom der Menschen und Fahrzeuge- ab, es wurde stiller und stiller und das sonst so unberührte Dörfchen Breungeshain verfiel wieder der Buhe, aus der eS für einen Tag sehr stark herausgerissen wurde, für einen Tag, wie ihn das Dorf und der Berg bisher noch nicht erlebt hatten und ihn Wohl auch so schnell nicht wieder erleben werden.

politisiert, dah der einzelne Wähler oder die Wählerin sich weder durch Flugblätter, noch durch ©prechchöre und ähnlich« Dinge in der Entschlie­ßung zur Stimmabgabe dürsten beeinflussen lassen. Bei dieser Buhe des Wahltage« hatte erfreulicher­weise auch die Polizei ihr Amt al« Hüterin der öffentlichen Ordnung leicht, bi« schließlich tun vor dem Schluß der VÄhlzeit doch noch eine Schlä­gerei an der Schanzenstraße Ecke Westanlage ent­stand, in die di« Polizei schlichtend eingreifen mußte. Dort waren einige Angehörige der Eiser­nen Front mit einigen Mitgliedern der BSD AP. aneinander geraten, wobei es auf beiden Seiten etwa« Mutige Köpfe gab, die ärztlich« Inanspruch­nahme erforderlich machten. Die Polizei sah sich aber nicht zu Verhaftungen veranlaßt. Der fernere Verlauf de« Abend« brachte barm erfreulicher­weise feine weiteren Störungen.

Einzelergebniffe aus Oberheffen.

Stabt Friedberg.

©da. 1554 (1530), Zentr. 533 (521), ©AP. 57 (163). Komm. 548 (694), Leuchtgen« 107, Dntl. 177 (143), BSDAP. 2395 (2340), Dem. 87 (78), Bat. Einh.-List« 401 (947).

Bad-Bau heim.

©da. 850 (799), Zentr. 543 (471), ©AP. 47 (22), Komm. 374 (480), Leuchtgen« 6, Dntl. 280 (316), BSDAP. 2649 (2124), Dem. 126 (116), Bat. Sinh.-Liste 290 (628).

Butzbach.

©DA. 841 (914), Zentr. 216 (221), ©AP. 8 (35), Komm. 116 (218), Leuchtgen- 1, Dntl. 60 (52), BSDAP. 956 (1019), Dem. 35 (68), Bat. Sinh.- List« 244 (417).

Stadt Vilbel.

©da. 1854 (1527), Zentr. 267 (250), ©AP. 46 (108), Komm 454 (35), Leuchtgen« 2, Dntl. 18 17) BSDAP. 1070 (906), Dem. 22 (21), Bat.

Sinh.-Liste 120 (361).

g desVias 3tppriii' I otterbam.

Zeppelin" ist nach M 1 unö Nlllddcutschlan! nbet unb jum HeiniM ieder gehärtet. Seim I über der Stabt ließen V Sirenen ertönen, roibie M Personen zählende kV 1 ti u e t m e h c, umr Antwerpen gcloinineiu W jeisterte Zurus« iV ig entstiegen die Teil-M Kabine, unter ihm, V h der Niederlande nag Gras Zech.

airvoller Irrtum.

llen Mihverständnii iiV mter in Ausübung M allen. Einem PolizruM in der Wohnung M ich verübt öorbfi drei Beamte, da nach W 1Cr die Siebe not» 1 sollten. Einer der ÄW e^c Hinauf, W rppe, um eine em- Die beiden DE Dohnung. glaubten M wÄsä tcrtür m die di« Brust tra«»W brach der Deanite^-1 11 IE KolINLs Nr au' Ser MrleY'e ri i« in» to**1

SW * schwer vertc?^ i »«***

irlsen zum Hoherodskopf.

3elc kamen in übervoll besetzten ^utobuften, : 'ich mühsam auf engen Straßen rauf sch oben, ri endlich in Breungeshain zu verichnaufen. 'iSrenb die Insassen den Weg -um Berggipfel

Auf dem Hoherodskopf

jc für den Empfang der Maften alles vvrbe- I-.1 <1. Für die Redner war eine feste Tribüne ?cut, Wirtszelte waren hergerichtet. Dre meisten .-sicher hatten sich ihre Verpflegung aber sewst r-lpobracht. Bach den anstrengenden Marschen b dann auch zunächst ein allgemeine« Vriern r. Die Standartenkapelle der ©A. 116 unterhielt it flotter Marschmusik, die durch zwei Lcurt- tefjer überall deutlich vernehmbar war. Für

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er nach °« nb mdJJ

Sozial- bemo- haten

1

Zentrum

2

SAP.

(Komm.

Cpp.) 3

Kommu­nisten 4

Liste Leucht- gens 6

Teutsch- nationale Bolksp.

6

RS DAV- 7

H-N- Demokr.

8

Rat. Einheits­liste 9

208

50

10

166

1

17

476

4

36

225

38

11

110

2

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616

9

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276

54

10

106

1

25

497

4

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226

39

8

90

1

37

563

5

57

299

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11

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1

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444

4

27

201

60

7

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1

27

623

8

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192

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8

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2

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600

7

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8

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6

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689

21

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e

42

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6

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1

77

203

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21

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6

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166

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6

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2

41

433

10

59

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17

9

12

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6

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4

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3879

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19

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159

1277

4240

988 v

221

1879

26

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9012

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