Oie Landtagswahl im Kreise Gießen
fallenden Jacken nicht sehen lassen können, wählen ' »eiten, als es noch keine menschlichen Wesen gab^ dunkle mit einfachem Schnitt. sondern nurtfrrc Ahnen die Dinosaurier, durch
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über Stö-
Was die Chikagoer Welt'AuSstellung bringt.
run^stäligkeit machten sich immer noch in unserem Gebiet bemerkbar. Durch den fortgesetzten Zustrom kühler Luft erfolgt tagsüber keine stärkere Erwärmung. Vorerst wird die Rückseite der Störung noch zur Geltung kommen, so daß sich die Temperaturen wenig ändern, und bei der zeitweise auftretenden Bewölkung sind auch einzelne, mehr schauerartige Riederschläge nicht ausgeschlossen.
Aussichten für Dienstag: "Roch ver- hältnismäßig kühles, wechselnd bewölktes Wetter mit Aufheiterung, auch vereinzelt leichte Schauer.
Aussichten für Mittwoch: Etwas wärmer, bewölkt mit Aufheiterung, meist trocken.
Lufttemperaturen. Am 19. Juni: mittags 19,7 Grad, abends 13,8 Grad: am 20. Juni: morgens 12,2 Grad Celsius. Maximum 21,9 Grad, Minimum 9,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 13% Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 19. Juni: abends 24,0 Grad: am 20. Juni: mor- gcns 17,6 Grad Celsius.
Wettervoraussage.
Die Auswirkungen der feit einigen Tagen • Skandinavien und der 9lorb|ce entfalteten
' Hüte und Häppchen sind immer noch einseitig. Aber ein wenig Fingerspitzengefühl, und die Frau weih, ob sie do hinempaßt oder nicht Ein Griff, und die Kappe muh sitzen. Wenn das Schwierigkeiteck macht, dann lieber die Finger davon lassen. Wozu haben wir denn noch die Glocke? Sie kleidet jede Frau und ist immer modern. Entschließt man sich zur Kappe, so deckt man die e rotten Wellen der Frisur mit' einem hauchdünnen Schleier zu, damit der Wind nicht mit rücksichtslosen Fingern unser Haar verwirrt. Um diese Aufgabe zu erfüllen, legen wir den Schleier nur über das Haar. Wenn wir aber irgendwelche verräterischen kleinen Fältchen um die Augen herum haben, dann ziehen wir diesen hilfreichen „Vorhang- weiter hinunter, vielleicht zwei Fingerbreit unter die Augen.
An der Strandmode ist im Augenblick nichts zu ändfrn. Im Dosier trägt man das Dollttikot, am
Obwohl Chikago, die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten, bankrott ist, wird doch an den Vorbereitungen für die Welt-AuSstellung im nächsten Jahre eifrig gearbeitet. Die Schau, die unter dem Schlagwort ,DaS Jahrhundert des Fortschritts" einen gewaltigen Ileberblick über die Kulturentwicklung bieten will, wird ein Gelände von 240 Hektar einnehmen. Der Weg der Menschheit soll zurückversolgt werden biS in jene Ur-
die Urwälder trabten. Ursprünglich war nur beabsichtigt, die 102jährige Entwicklung Thikagos von einer Grenzseste zur Millionenstadt vorzuführen, aber der Plan ist dann so beträchtlich erweitert worden, daß jetzt an den Ufern deS Mi» chigon-See die Leiftunoen aller Erdteile ihren Platz finden sollen. So soll a. V. das .alte Europa" durch ein mittelalterliches Dorf vertreten sein, daS in gotischem Stil erbaut ist und Proben der Kunst des Mittelalters zeigt. Auf dem Dvrfplatz werden VolkSseste veranstaltet, in denen alteurvpäische Sitten und Bräuche zur Darstellung gelangen Ein Tempel auS Vukatan, der 1500 Jahre alt ist, wird aufgebaut, um ein im- panierendes Denkmal der Kulturleistuna der Amerikaner vor der Entdeckung durch KolumbuS zu bieten Aus Asien stammen Sammlungen von kostbaren Rüstungen und Schmucksachen, deren Wert
Keine Bange! * , _ ,
Die kurzen Jäckchen sind die remften Zauber- rünftler. Jede Frau, die in dieses schicke, kleine Ding hineinschlüpft, sieht sportlich und ein wenig neckisch au«. Natürlich tragen junge Frauen leuchtende frohe Farben, und andere, die sich in solch au,-
mit Millionen beziffert wird. Bauten, deren Kosten mit acht Millionen Dollar angegeben werden, werden die Ausstellungsgegenstände beherbergen. Im Michigan-See wird eine künstlich« Insel von drei Hektar Umfang angelegt, und gegenüber dem Haupteingang erhebt sich der »Turm des Wassers und LichteS", der so hoch ist wie ein Wolkenkratzer. In der Halle der Wissenschaft werden die Errungenschaften der modernen Forschung gezeigt. Besonders reich auSgestatlet ist die der Elektrizität gewidmete Abteilung. Die verschiedenen Staaten der Union beteiligen sich in grohem Umfange an der Ausstellung. Ueberall sollen die Gegensätze des Alten und deS Reuen besonders scharf herausgearbeitet werden. Der Hof der Halle der Wissenschaft wird 82 000 Menschen fassen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von riesigen Auditorien und Theatern.
und entstehen aus tausendfachen Geschmocksnuancen. Man trägt sie geblümt, mit großen und kleinen Punkten, gestreift, tariert und auch einfarbig. Immer abgetönt auf die Frau, die dem Kleid Leben einhaucht. Taille und Oberkörper sind eng zusammen- geholten die Hüften eng umspannt. Und erst oberhalb der Knie fließt der Stoff herab und verdeckt schöne und häßliche Beine. Die Anwort auf den Ge- danken: Was für Beine mag diese Frau haben?, muh in diesem Sommer offen bleiben. Frauen, die weniger hübsche Beine hoben, triumphieren und freuen sich über den günstigen Gesomteindruck, den sie machen. Frauen mit gutgeformten Beinen dagegen schmollen. Aber nicht so sehr. Denn wenn es darauf ankommt, zu zeigen, wie schön ihre Beine sind dann sind sie Frau genug, um Mittel und Wege zu finden, ihre vorbildlichen schmalen Fesseln vor den Augen der Bewunderer spielen zu lassen.
Strand die langen, sehr weiten und dezenten Hosen, die durch eine kleine Bluse und ein Jäckchen ergänzt werden. Dazu gehört der großrandige, schattenspendende Hut und Sandalen mit Holzabsätzen.
Im Sommer 1932 entscheidet nicht nur das Geld unser Aussehen, sondern unser Geschmack und die natürliche Anmut sind zum Gradmesser unserer Schönheit geworden. So muß es sein.
Sommermode 1932, bist du etwa auch nur eine „Einsommerfliege"?
Lob der Sommermode.
Don Charlotte.
Sommer — leuchtende Blumen, reifende Früchte, liebliche Frauen in duftigen Kleidern, diese Dinge gehören zu allen Zeiten zusammen und tragen Io viel Frohsinn in unsere ctros langweilig gewordene Welt, daß auch das Herz des sauertöpfischsten Griesgrams wärmer schlägt, wenn er ihnen begegnet. Und gerade in diesem Jahr haben es die Frauen so leicht, schön zu fein. Seit langem war die Mode nicht mehr so gelockert, fo schmiegsam, so jung und doch io praktisch. Es gibt kein Nestchen Stoff, kein Kleid, keine Spike, nichts, das sich nicht dafür eignete, irgendein Neues zu werden. Alles Entstellende ist augenblicklich aus dem modischen Bild ausgeschaltet. Man hat unsere Vorzüge ins rechte Licht gerückt und das weniger Schöne verdeckt. Die Oberarme, das „tragische Moment" fast aller Frauen über Mitte zwanzig, sind unsichtbar geworden durch Pusfännel- chen göcr ein kleines Flügelteil, durch Aermel überhaupt, die vom Ellenbogen an je nach Wunsch dem Handgelenk cntgegcnroad)|en. Die Länge richtet sich nach der Erscheinung und ein bißchen auch nach den Jahren. Für den Hals der Jungen und weniger Jungen gibt es Schals in den verschiedensten Ausführungen, die jeden Hals vorteilhaft erscheinen lassen.
Das Trägerkleid wird immer gern getragen unb gern gesehen. Seine beste Eigenschaft ist die Fähigkeit. aus einem „verflossenen" Kleid zu einem „modernen" zu werden, ohne jede Schmierigkeit.
Und die Blüschen, och, die Blüschen! Seide, Spitze. Wolle, Baumwolle, Kattun, Pikee, Voile, Battist. Leinen, handgestrickt und handgehäkelt, bestickt, be- rüscht. plissiert, mit eingearbeiteten Spitzenmotiven. ein unübersehbarer Reichtum an Material und an Ideen stehen uns dabei zur Verfügung. Und Blusen dieser Art bilden mit dem schlichten Glocken, oder Miederrock zusammen einen immer wieder kleidsamen Anzug. Die Sommerkleider, die „erwachsenen Blusen" sozusagen, find ebenso vielseitig und duftig
Unternehmer usw Renten bis zu 30 Prozent, d h. also, alle zur Zeit noch laufenden Renten von 25 Prozent zur Einstellung gelangen. Künftig wird den Betriebsunternehmern usw. nur dann noch eine Rente gewährt, wenn die Erwerbsminderung min- bestens 30 Prozent beträgt. Die Genossenschaftsoer- fammlung war sich darüber einig, daß diese Dor- schrift später wieder zugunsten der versicherten Betriebsunternehmer usw. in Wegfall kommen soll, nämlich dann, wenn sich die Wirtschaftslage entsprechend gehoben Hot.
Um Mißverständnisse zu vermeiden fei noch au», brücklich heroorgehoben, daß sich an dem Rentenbe- zug der als Arbeitnehmer Versicherten durch die neue Vorschrift nichts geändert hat.
Zeppelinpost.
Bis zur Wiederaufnahme der Südamerika-Der- kehrsfahrten im August wird die Luftschiffbau- Zeppelin G. m. b. H. mit dem Luftschiff „Graf Zep- pelin" einige größere Rundfahrten veranstalten, die wieder zur Postbesorderung benutzt werden. Zuge- lassen sind gewöhnliche und eingeschriebene Postkarten und Briefe im Einzelgewicht bis 20 Gramm an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten. Zu ent. richten ist eine Gesamtgebühr von 75 Pf. für eine Postkarte und 1,50 Mark für einen Brief hierzu tritt g. I. die Einschreibgebühr. Gewöhnliche Sen- düngen mit dem Vermerk „Mit Lustschiff Graf Zeppelin" find unter Umschlag an das Postamt Friedrichshafen (Bodensee) eirtAufenbcn, eingeschriebene Sendungen können bei allen Postanstalten einae- liefert werden. Für Postabwürfe während der Fahr- len sind nur gewöhnliche Sendungen zugelassen. Mit einem Luftpostklebezettel sind die Sendungen nicht zu versehen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Montag: Ge- roerbeoerein Gießen, 20.15 Uhr, Krausmüller-Saal, Goethestraße 7 Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wilde Orchideen" und „Das Mädel von de? Hafenkneipe".
— Jungdeutsche Bewegung. Man schreibt uns: Am morgigen Dienstag spricht in Gießen bei einem Gästeabend der Jungdeutschen Bewegung der bekannte Reichsreformer, A. Weitzel aus Frankfurt, der Verfasser des viel beachteten frankfurter Entwurfs" einer Neugliederung des Reiches in zwölf Reichsländer. Seine Vorschläge erstrecken sich auf eine Gliederung in große Landschaften nach Wirtschaft, Verkehr und Kultur. Diese rein orga nische Auffassung von einer Neugliederung des Reiches nähert sich außerordentlich den Vorschlägen Artur M a h r a u ii s , des Führers der Jungdeut- fchen Bewegung. Gäste jeder Richtung sind will- kommen. Der Vortrag beginnt bereit» um 20 Uhr. (Siehe Anzeige vom Samstag.)
•
** Erhaltung der Rechte aus der Invalidenversicherung! In letzter Zeit ist die Beobachtung gemacht worden, daß für Arbeitslose oft die Weiierversicherung in der Invalidenversicherung unterbleibt. Die Folge ist in vielen Fällen der Verlust der Anwartschaft aus der Versicherung und des Anspruchs auf Rente. Die Landesversicherungs- anftalt Hessen-Nassau macht deshalb die Arbeitslosen aus die Paragraphen 129 und 167 de» Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 12. Oktober 1929 aufmerksam Noch diesen Gesetzesbestimmungen sind die Arbeitsämter gesetzlich verpflichtet, für die Dauer des Bezugs der Haupt- und Krisenunterstützung die Beiträge zu enlrichten, die zur Erhaltung der Anwartschaft des Arbeitslosen nach Paragraph 1280 der Reichsver- flcherungsordnung erforderlich sind.
Zeitschriften.
Im Juliheft der Münchner Monatsschrift „DI e K u n st" (Verlag Bruckmann, München) finden wir wundervolle Abbildungen aus der Darstellung der Tiere In der ostasiatischen Kunst. Der Ostasiate steht der Natur ganz anders gegenüber als wir. Sö sind die in Japan und China entstandenen Malereien von einer Kraft und Tiefe, übervoll von innerlichem Leben, daß sie an den wunderlichen alten Märchengedanken, nach dem Menschen in Tiergestalten verzaubert werden, erinnern. Unter den Abbildungen sind diejenigen des japanischen Malers Mori Losen bemerkenswert, der einige Jahre in einem einsamen Gebirgstal verbrachte, um Leben und Wesensart der wilden Affen ganz zu erfassen und dann in feinen Malereien festzuhalten. Aus dem Bereich der Wohnungskunst sind der eigene Garten, neue Einfamilienhäuser, gut-bürgerliche Dohnräume vertreten. Lobenswert ist der Artikel über die Stiefkinder des Geschmacks, zu denen auch heute noch Radioschränke, Grammophone usw. ihrer äußeren Ausstattung nach zählen.
Sozial-
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1
—
5
7
3
4
9
—
—
18
2
174
153
151
1
1
2
21
Ober-Bessingen ....
6
9
1
—
—
3
4
2
1
4
——
27
2
76
98
72
2
—
9
72
Ober-Hörgern.....
3
2
—
1
2
—
—
—
——
105
2
113
126
96
——
1
120
Odcnhausen m. Appenb.
57
71
1
—
3
2
10
1
6
—
7
—
93
104
106
1
——
3
3
Oppenrod.......
38
45
— '
—
1
1
1
2
:
2
—
11
2
94
97
39
_
—•
1
59
Qucckborn.......
67
80
—
—
4
1
1
3
6
—
8
19!
203
128
1
—
9
73
Rabertshaus. m. Ringelsh.
1
3
—
—
—
2
—
2
1
—
—
—
89
97
84
—-
—
6
Reinhardshain.....
10
16
——
2
1
2
1
—
1
—
——
11
—
93
119
66
—
3
36
Reiskirchen......
179
188
5
—
11
5
22
25
34
1
—
48
2
187
232
201
—
5
83
Rodheim mit Hof Graß .
8
32
——
—
1
1
6
1
2
—
—
—
199
183
171
——
—
1
1
Rödgen........
165
207
_
—
5
7
20
22
37
3
——
10
7
101
88
86
1
—
6
69
Röthges.......
29
42
—
—
—
2
5
1
1
1
—
6
62
75
31
—
1
33
Rüddingshausen ....
173
194
—
—
3
1
17
6
15
——
25
3
218
250
182
—
2
39
Ruttershausen m. Kirchb.
95
74
1
—
4
20
9
20
31
3
—
26
2
103
107
37
—
1
8
87
Saasen mit Bollnbach, .Vcilsberg u. Wirbcrg .
112
116
- -
——-
——
4
3
4
15
2
—
3
126
148
123
1
3
3
9
Stangenrod......
51
60
—
—
—
2
1
——
—
1
—
121
126
115
—
—
13
Staufenberg m. Friedelh.
313
287
2
—
1
1
7
10
19
6
—
6
185
214
171
1
—
7
38
Steinbach.......
211
216
——
—
1
5
2
3
6
3
—
35
3
323
342
270
2
6
7
116
Steinheim......
42
52
_
2
2
4
—
—
1
2
227
238
222
—
5
4
Stockhausen......
10
14
—
—
—
1
—
—
——
—
6
37
39
29
_
—
——
31
Trais-Horloff.....
98
100
4
7
—
6
18
3
7
—
—
5
118
116
87
—
—
4
17
Treis a. d. Lda.....
288
306
3
3
3
1
26
11
39
—
—
18
4
396
400
306
—
15
85
Trohe ........
53
56
—
z
—
2
71
61
67
—
3
22
18
16
1
——
2
7
Utphe........
Villingen.......
71
88
_
1
2
5
1
3
8
7
9
185
194
171
—
—
3
22
173
221
1
—
5
1
19
9
30
2
11
301
343
246
1
3
5
86
Watzenborn m. Steinberg
549
589
2
1
11
33
56
26
69
2
8
6
676
682
579
1
2
1«
68
Weickartshain.....
Weiiershain......
8
27
—
—
2
o
—
—
—
5
146
ry>
127
—
28
3
6
—
4
:
1
2
——
—
13
25!
260
24«
——
3
37
Wiescck........
813
764
13
15
16
19
699
50C
88C
1
—
81
7
443
426
351
9
1
13
124
Gesamt
15239
16390
1346
1151
476
758
3173
2195
4183
185
——
2230
| 1321| 2812!
27607
25410
284
204
2111
7181


