Ausgabe 
20.6.1932 Erstes Blatt
 
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Oie Landtagswahl im Kreise Gießen

fallenden Jacken nicht sehen lassen können, wählen ' »eiten, als es noch keine menschlichen Wesen gab^ dunkle mit einfachem Schnitt. sondern nurtfrrc Ahnen die Dinosaurier, durch

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über Stö-

Was die Chikagoer Welt'AuSstellung bringt.

run^stäligkeit machten sich immer noch in unserem Gebiet bemerkbar. Durch den fortgesetzten Zustrom kühler Luft erfolgt tagsüber keine stärkere Erwär­mung. Vorerst wird die Rückseite der Störung noch zur Geltung kommen, so daß sich die Temperaturen wenig ändern, und bei der zeitweise auftretenden Bewölkung sind auch einzelne, mehr schauerartige Riederschläge nicht ausgeschlossen.

Aussichten für Dienstag: "Roch ver- hältnismäßig kühles, wechselnd bewölktes Wetter mit Aufheiterung, auch vereinzelt leichte Schauer.

Aussichten für Mittwoch: Etwas wär­mer, bewölkt mit Aufheiterung, meist trocken.

Lufttemperaturen. Am 19. Juni: mittags 19,7 Grad, abends 13,8 Grad: am 20. Juni: morgens 12,2 Grad Celsius. Maximum 21,9 Grad, Minimum 9,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 13% Stun­den. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 19. Juni: abends 24,0 Grad: am 20. Juni: mor- gcns 17,6 Grad Celsius.

Wettervoraussage.

Die Auswirkungen der feit einigen Tagen Skandinavien und der 9lorb|ce entfalteten

' Hüte und Häppchen sind immer noch einseitig. Aber ein wenig Fingerspitzengefühl, und die Frau weih, ob sie do hinempaßt oder nicht Ein Griff, und die Kappe muh sitzen. Wenn das Schwierig­keiteck macht, dann lieber die Finger davon lassen. Wozu haben wir denn noch die Glocke? Sie kleidet jede Frau und ist immer modern. Entschließt man sich zur Kappe, so deckt man die e rotten Wellen der Frisur mit' einem hauchdünnen Schleier zu, damit der Wind nicht mit rücksichtslosen Fingern unser Haar verwirrt. Um diese Aufgabe zu erfüllen, legen wir den Schleier nur über das Haar. Wenn wir aber irgendwelche verräterischen kleinen Fältchen um die Augen herum haben, dann ziehen wir diesen hilfreichenVorhang- weiter hinunter, vielleicht zwei Fingerbreit unter die Augen.

An der Strandmode ist im Augenblick nichts zu ändfrn. Im Dosier trägt man das Dollttikot, am

Obwohl Chikago, die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten, bankrott ist, wird doch an den Vorbereitungen für die Welt-AuSstellung im nächsten Jahre eifrig gearbeitet. Die Schau, die unter dem Schlagwort ,DaS Jahrhundert des Fortschritts" einen gewaltigen Ileberblick über die Kulturentwicklung bieten will, wird ein Gelände von 240 Hektar einnehmen. Der Weg der Mensch­heit soll zurückversolgt werden biS in jene Ur-

die Urwälder trabten. Ursprünglich war nur be­absichtigt, die 102jährige Entwicklung Thikagos von einer Grenzseste zur Millionenstadt vorzu­führen, aber der Plan ist dann so beträchtlich er­weitert worden, daß jetzt an den Ufern deS Mi» chigon-See die Leiftunoen aller Erdteile ihren Platz finden sollen. So soll a. V. das .alte Europa" durch ein mittelalterliches Dorf vertre­ten sein, daS in gotischem Stil erbaut ist und Proben der Kunst des Mittelalters zeigt. Auf dem Dvrfplatz werden VolkSseste veranstaltet, in denen alteurvpäische Sitten und Bräuche zur Dar­stellung gelangen Ein Tempel auS Vukatan, der 1500 Jahre alt ist, wird aufgebaut, um ein im- panierendes Denkmal der Kulturleistuna der Ame­rikaner vor der Entdeckung durch KolumbuS zu bieten Aus Asien stammen Sammlungen von kost­baren Rüstungen und Schmucksachen, deren Wert

Keine Bange! * , _ ,

Die kurzen Jäckchen sind die remften Zauber- rünftler. Jede Frau, die in dieses schicke, kleine Ding hineinschlüpft, sieht sportlich und ein wenig neckisch au«. Natürlich tragen junge Frauen leuchtende frohe Farben, und andere, die sich in solch au,-

mit Millionen beziffert wird. Bauten, deren Kosten mit acht Millionen Dollar angegeben wer­den, werden die Ausstellungsgegenstände beher­bergen. Im Michigan-See wird eine künstlich« Insel von drei Hektar Umfang angelegt, und gegenüber dem Haupteingang erhebt sich der »Turm des Wassers und LichteS", der so hoch ist wie ein Wolkenkratzer. In der Halle der Wissen­schaft werden die Errungenschaften der modernen Forschung gezeigt. Besonders reich auSgestatlet ist die der Elektrizität gewidmete Abteilung. Die verschiedenen Staaten der Union beteiligen sich in grohem Umfange an der Ausstellung. Ueberall sollen die Gegensätze des Alten und deS Reuen besonders scharf herausgearbeitet werden. Der Hof der Halle der Wissenschaft wird 82 000 Menschen fassen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von riesigen Auditorien und Theatern.

und entstehen aus tausendfachen Geschmocksnuancen. Man trägt sie geblümt, mit großen und kleinen Punkten, gestreift, tariert und auch einfarbig. Immer abgetönt auf die Frau, die dem Kleid Leben ein­haucht. Taille und Oberkörper sind eng zusammen- geholten die Hüften eng umspannt. Und erst ober­halb der Knie fließt der Stoff herab und verdeckt schöne und häßliche Beine. Die Anwort auf den Ge- danken: Was für Beine mag diese Frau haben?, muh in diesem Sommer offen bleiben. Frauen, die weniger hübsche Beine hoben, triumphieren und freuen sich über den günstigen Gesomteindruck, den sie machen. Frauen mit gutgeformten Beinen da­gegen schmollen. Aber nicht so sehr. Denn wenn es darauf ankommt, zu zeigen, wie schön ihre Beine sind dann sind sie Frau genug, um Mittel und Wege zu finden, ihre vorbildlichen schmalen Fesseln vor den Augen der Bewunderer spielen zu lassen.

Strand die langen, sehr weiten und dezenten Hosen, die durch eine kleine Bluse und ein Jäckchen ergänzt werden. Dazu gehört der großrandige, schattenspen­dende Hut und Sandalen mit Holzabsätzen.

Im Sommer 1932 entscheidet nicht nur das Geld unser Aussehen, sondern unser Geschmack und die natürliche Anmut sind zum Gradmesser unserer Schönheit geworden. So muß es sein.

Sommermode 1932, bist du etwa auch nur eine Einsommerfliege"?

Lob der Sommermode.

Don Charlotte.

Sommer leuchtende Blumen, reifende Früchte, liebliche Frauen in duftigen Kleidern, diese Dinge gehören zu allen Zeiten zusammen und tragen Io viel Frohsinn in unsere ctros langweilig gewordene Welt, daß auch das Herz des sauertöpfischsten Gries­grams wärmer schlägt, wenn er ihnen begegnet. Und gerade in diesem Jahr haben es die Frauen so leicht, schön zu fein. Seit langem war die Mode nicht mehr so gelockert, fo schmiegsam, so jung und doch io praktisch. Es gibt kein Nestchen Stoff, kein Kleid, keine Spike, nichts, das sich nicht dafür eignete, irgendein Neues zu werden. Alles Entstellende ist augenblicklich aus dem modischen Bild ausgeschaltet. Man hat unsere Vorzüge ins rechte Licht gerückt und das weniger Schöne verdeckt. Die Oberarme, das tragische Moment" fast aller Frauen über Mitte zwanzig, sind unsichtbar geworden durch Pusfännel- chen göcr ein kleines Flügelteil, durch Aermel über­haupt, die vom Ellenbogen an je nach Wunsch dem Handgelenk cntgegcnroad)|en. Die Länge richtet sich nach der Erscheinung und ein bißchen auch nach den Jahren. Für den Hals der Jungen und weniger Jungen gibt es Schals in den verschiedensten Aus­führungen, die jeden Hals vorteilhaft erscheinen lassen.

Das Trägerkleid wird immer gern getragen unb gern gesehen. Seine beste Eigenschaft ist die Fähig­keit. aus einemverflossenen" Kleid zu einemmo­dernen" zu werden, ohne jede Schmierigkeit.

Und die Blüschen, och, die Blüschen! Seide, Spitze. Wolle, Baumwolle, Kattun, Pikee, Voile, Battist. Leinen, handgestrickt und handgehäkelt, bestickt, be- rüscht. plissiert, mit eingearbeiteten Spitzenmotiven. ein unübersehbarer Reichtum an Material und an Ideen stehen uns dabei zur Verfügung. Und Blusen dieser Art bilden mit dem schlichten Glocken, oder Miederrock zusammen einen immer wieder kleid­samen Anzug. Die Sommerkleider, dieerwachsenen Blusen" sozusagen, find ebenso vielseitig und duftig

Unternehmer usw Renten bis zu 30 Prozent, d h. also, alle zur Zeit noch laufenden Renten von 25 Prozent zur Einstellung gelangen. Künftig wird den Betriebsunternehmern usw. nur dann noch eine Rente gewährt, wenn die Erwerbsminderung min- bestens 30 Prozent beträgt. Die Genossenschaftsoer- fammlung war sich darüber einig, daß diese Dor- schrift später wieder zugunsten der versicherten Be­triebsunternehmer usw. in Wegfall kommen soll, nämlich dann, wenn sich die Wirtschaftslage entspre­chend gehoben Hot.

Um Mißverständnisse zu vermeiden fei noch au», brücklich heroorgehoben, daß sich an dem Rentenbe- zug der als Arbeitnehmer Versicherten durch die neue Vorschrift nichts geändert hat.

Zeppelinpost.

Bis zur Wiederaufnahme der Südamerika-Der- kehrsfahrten im August wird die Luftschiffbau- Zeppelin G. m. b. H. mit dem LuftschiffGraf Zep- pelin" einige größere Rundfahrten veranstalten, die wieder zur Postbesorderung benutzt werden. Zuge- lassen sind gewöhnliche und eingeschriebene Postkar­ten und Briefe im Einzelgewicht bis 20 Gramm an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten. Zu ent. richten ist eine Gesamtgebühr von 75 Pf. für eine Postkarte und 1,50 Mark für einen Brief hierzu tritt g. I. die Einschreibgebühr. Gewöhnliche Sen- düngen mit dem VermerkMit Lustschiff Graf Zep­pelin" find unter Umschlag an das Postamt Fried­richshafen (Bodensee) eirtAufenbcn, eingeschriebene Sendungen können bei allen Postanstalten einae- liefert werden. Für Postabwürfe während der Fahr- len sind nur gewöhnliche Sendungen zugelassen. Mit einem Luftpostklebezettel sind die Sendungen nicht zu versehen.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: Ge- roerbeoerein Gießen, 20.15 Uhr, Krausmüller-Saal, Goethestraße 7 Hauptversammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Wilde Orchideen" undDas Mädel von de? Hafenkneipe".

Jungdeutsche Bewegung. Man schreibt uns: Am morgigen Dienstag spricht in Gießen bei einem Gästeabend der Jungdeutschen Bewegung der bekannte Reichsreformer, A. Weitzel aus Frankfurt, der Verfasser des viel beachteten frank­furter Entwurfs" einer Neugliederung des Reiches in zwölf Reichsländer. Seine Vorschläge erstrecken sich auf eine Gliederung in große Landschaften nach Wirtschaft, Verkehr und Kultur. Diese rein orga nische Auffassung von einer Neugliederung des Reiches nähert sich außerordentlich den Vorschlägen Artur M a h r a u ii s , des Führers der Jungdeut- fchen Bewegung. Gäste jeder Richtung sind will- kommen. Der Vortrag beginnt bereit» um 20 Uhr. (Siehe Anzeige vom Samstag.)

** Erhaltung der Rechte aus der In­validenversicherung! In letzter Zeit ist die Beobachtung gemacht worden, daß für Arbeitslose oft die Weiierversicherung in der Invalidenversiche­rung unterbleibt. Die Folge ist in vielen Fällen der Verlust der Anwartschaft aus der Versicherung und des Anspruchs auf Rente. Die Landesversicherungs- anftalt Hessen-Nassau macht deshalb die Arbeitslosen aus die Paragraphen 129 und 167 de» Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 12. Oktober 1929 aufmerksam Noch diesen Gesetzesbestimmungen sind die Arbeitsämter gesetz­lich verpflichtet, für die Dauer des Bezugs der Haupt- und Krisenunterstützung die Beiträge zu enlrichten, die zur Erhaltung der Anwartschaft des Arbeitslosen nach Paragraph 1280 der Reichsver- flcherungsordnung erforderlich sind.

Zeitschriften.

Im Juliheft der Münchner MonatsschriftDI e K u n st" (Verlag Bruckmann, München) finden wir wundervolle Abbildungen aus der Darstellung der Tiere In der ostasiatischen Kunst. Der Ostasiate steht der Natur ganz anders gegenüber als wir. sind die in Japan und China entstandenen Malereien von einer Kraft und Tiefe, übervoll von innerlichem Leben, daß sie an den wunderlichen alten Märchen­gedanken, nach dem Menschen in Tiergestalten ver­zaubert werden, erinnern. Unter den Abbildungen sind diejenigen des japanischen Malers Mori Losen bemerkenswert, der einige Jahre in einem einsamen Gebirgstal verbrachte, um Leben und Wesensart der wilden Affen ganz zu erfassen und dann in feinen Malereien festzuhalten. Aus dem Bereich der Wohnungskunst sind der eigene Garten, neue Ein­familienhäuser, gut-bürgerliche Dohnräume ver­treten. Lobenswert ist der Artikel über die Stief­kinder des Geschmacks, zu denen auch heute noch Radioschränke, Grammophone usw. ihrer äußeren Ausstattung nach zählen.

Sozial-

Zentrum

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Eberstabt mit ArnSburg .

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73

Rabertshaus. m. Ringelsh.

1

3

2

2

1

89

97

84

-

6

Reinhardshain.....

10

16

2

1

2

1

1

11

93

119

66

3

36

Reiskirchen......

179

188

5

11

5

22

25

34

1

48

2

187

232

201

5

83

Rodheim mit Hof Graß .

8

32

1

1

6

1

2

199

183

171

1

1

Rödgen........

165

207

_

5

7

20

22

37

3

10

7

101

88

86

1

6

69

Röthges.......

29

42

2

5

1

1

1

6

62

75

31

1

33

Rüddingshausen ....

173

194

3

1

17

6

15

25

3

218

250

182

2

39

Ruttershausen m. Kirchb.

95

74

1

4

20

9

20

31

3

26

2

103

107

37

1

8

87

Saasen mit Bollnbach, .Vcilsberg u. Wirbcrg .

112

116

- -

-

4

3

4

15

2

3

126

148

123

1

3

3

9

Stangenrod......

51

60

2

1

1

121

126

115

13

Staufenberg m. Friedelh.

313

287

2

1

1

7

10

19

6

6

185

214

171

1

7

38

Steinbach.......

211

216

1

5

2

3

6

3

35

3

323

342

270

2

6

7

116

Steinheim......

42

52

_

2

2

4

1

2

227

238

222

5

4

Stockhausen......

10

14

1

6

37

39

29

_

31

Trais-Horloff.....

98

100

4

7

6

18

3

7

5

118

116

87

4

17

Treis a. d. Lda.....

288

306

3

3

3

1

26

11

39

18

4

396

400

306

15

85

Trohe ........

53

56

z

2

71

61

67

3

22

18

16

1

2

7

Utphe........

Villingen.......

71

88

_

1

2

5

1

3

8

7

9

185

194

171

3

22

173

221

1

5

1

19

9

30

2

11

301

343

246

1

3

5

86

Watzenborn m. Steinberg

549

589

2

1

11

33

56

26

69

2

8

6

676

682

579

1

2

1«

68

Weickartshain.....

Weiiershain......

8

27

2

o

5

146

ry>

127

28

3

6

4

:

1

2

13

25!

260

24«

3

37

Wiescck........

813

764

13

15

16

19

699

50C

88C

1

81

7

443

426

351

9

1

13

124

Gesamt

15239

16390

1346

1151

476

758

3173

2195

4183

185

2230

| 1321| 2812!

27607

25410

284

204

2111

7181