Bezirksfürfvr gestekle Gießen-Land. nach der die Gemeinde Alten-Bufeck der Gemeinde Garben- teuf) zur Ersatz der dem Otto Hammel und seiner Familie in Garbenteich gewährten und noch zu gewährenden Wohlfahrtsunterstühung verpflichtet ist, wurde als unbegründet abgewiesen.
Der vierte Punkt der Tagesordnung (Klage des Gastwirts D i e r a u von Staufenberg gegen die Gemeinde Mainzlar auf älnzulässigkeits- erklärung eines Gemeinderatsbeschlusses und auf Eintragung in den Gemeindejogdpachtvertrag) war auf Antrag des Vertreters des Gastwirts Dierau abgesetzt worden.
Warum erhöhte Grundstückswerte?
Man schreibt uns: Bei Einsicht in die Offenlegungslisten muß mancher Steuerzahler zu seinem Leidwesen feststellen, daß sein bebautes Grundstück bei der letzten Sinheitsbewer- t u n g auf den Stichtag des 1. Januar 1931 gegenüber der vorhergegangenen Einheitswertfeststellung auf den 1. Januar 1928 höher bewertet worden ist. Er wird davon um so mehr überrascht sein, als schon am 1. Januar 1931 die Wirtschaftskrise sich auf dem Grundstücksmarkt bemerkbar gemacht hat, so daß er vielleicht im Stillen mit einer Herabsetzung des steuerlichen Einheitswertes gerechnet hatte. Geht man den Gründen für diese auffällige Erscheinung nach, so ergibt sich fast immer, daß die Höherschätzung ihren Hr» sprung in der Umstellung der Vewer- tungsmethode hat. Die Einheitswcrte vom 1. Januar 1925 und 1. Januar 1928 sind nämlich seinerzeit nach dem sog. Wchrbeitragswert, der für diesen Zweck berichtigt worden ist. durch Zu- und Abschläge ermittelt worden, während der Einheitswert vom 1. Januar 1931 nach der Summe der Rohmieten berechnet wird. Da der Wehrbeitragswert schon recht lange zurückliegt — er galt für den 31. Dezember 1913 —, so ist verständlich, daß sich in den dazwischenliegenden 18 Jahren die Rohmieten ganz wesentlich geändert haben können. Man denke nur an die Strukturänderung in großstädtischen Vororten und Villenbezirken, aus denen in der Rachkriegszeit ausgesprochene Geschäftszentren oder dichtbevölkerte Wohnbezirke geworden sind und in denen bei der damaligen Wohnungsnot Geschäfts- und Wohnräume nur bei Abschluß langfristiger Mietverträge und bei erheblich höheren Mietsummen als im Jahre 1913 erhältlich waren. An sich ist die Zugrundelegung der Rohmieten an Stelle des überlebten Wchrbeitragswcrtes nur zu begrüßen, weil sie feste nachweisbare Unterlagen für die Bewertung ermöglichen. Diese Zugrundelegung der Rohmieten muß aber zu vernünftigen Ergebnissen und nicht zu Phantasiewerten führen. Jedenfalls liegt es nicht im Sinne der in engster Zusammenarbeit mit den am Grundstücksmarkt interessierten Kreisen entstandenen neuen Bewertungsvorschriften, unverständlich krasse Unterschiede gegen die früheren Ansätze zu bringen, zumal sich die Verhältnisse auf dem Grundstücks- morkt zwischenzeitlich schlagartig geändert haben. Wer sich also durch eine allzu hohe Einschätzung der Grundstückswerte gegen die Vorjahre benachteiligt fühlt, prüfe zunächst einmal nach, ob die der Einheitsbewertung zugrunde gelegte R o h m i e t e nach dem Stichtage des 1. Januar 1931 richtig berechnet ist. Ist dies der Fall, so wird sich in mündlicher Verhandlung mit dem zuständigen Finanzamt gleichwohl eine Ermäßigung des Einheitswertes erreichen lassen, wenn die Rohmieten unmittelbar nach dem 1. Januar 1931 erheblich gesunken sind.
♦
** Der Verband der hessischen Kreise und Provinzen totrb am Montag, 30. Mai, im Reuen Hörsaal des Polytechnikums in Friedberg seine diesjährige Mitgliederversammlung abhalten. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Ersatzwahlen, die Rechnungsablage für 1931, der Voranschlag für 1932 und der Geschäftsbericht für 1931. Von besonderer Wichtigkeit im weiteren Verlaufe der Tagesordnung werden zwei bedeutsame Vorträge fein. Präsident Dr. von Stempel wird über »Aktuelle Fragen aus dem Leben der Kreise" sprechen, Beigeordneter Berthold vom Deutschen Landkrcistag wird über den „Finanzausgleich auf Grund des Popih- schen Gutachtens" referieren. An die Vorträge soll sich eine allgemeine Aussprache anschließen.
** Vertretertagung des H e s s i f ch e n Landgemeindetages. Der Hessische Landgemeindetag wird am 11. Juni in Heidesheim (Rheinhessen) seine 12. Dertreterversammlung abhalten.. Nach dem Geschäftsbericht von 1931 und der Rech- nungsablage sowie nach Feststellung des Voranschlags von 1932 wird ein Vortrag des Ministerialrats z. D. Schellen, Vizepräsident des Deutschen Landgemeindetages, Berlin, über das Thema „Die Arbeitsbeschaffung" im Mittelpunkt der Tagung stehen.
Unversiegelte W e r t p a k c t e der Post erfordern das Verpacken und Verschließen wie
gewöhnliche Pakete. Wertangabe ist bis 300 Mark zulässig. Bei Beschädigung oder Verlust der Wertpakete erfolgt Ersatz des wahren Schadens bis zum angegebenen Wert (nicht nur nach Gewicht wie bei gewöhnlichen Paketen). Der Wert ist lediglich auf der Paket karte an- zugeben.
** Maienblasen. Bei dem morgen, Samstag, 19 Uhr, vom Turme der Johanneskirche ftattfinden- den Maienblasen werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Allein Gott in der Höh sei Ehr; 2. Das Nachtlager von Granada von Kreutzer; 3. Am Brun- nen vor dem Tore.
** Aus der Lahn gelänget. Gestern nachmittag gelang es einem bei der Suche nach dem in der Lahn ertrunkenen Schüler Fink zu Hilfe gerufenen Pionierkommando unseres Bataillons, die Leiche des bedauernswerten Knaben in der Rähe der Unglücksstelle aufzufinden und an Land zu bringen. Die Leiche wurde nach dem Reuen Friedhof überführt.
** Derkehrsunfall. Gestern gegen 14.30 Uhr ereignete sich beim Professoreneck an der Abzweigung der Landstraße nach Grünberg ein Verkehrsunfall. Dort wollte ein auswärtiges Auto > einem Radfahrer ausweichen, es streifte dabei je- |
doch den im gleichen Augenblick auf seinem Motorrad vorbeifahrenden Lehrer Kratz aus Ruppertenrod, der stürzte un einen komplizierten Un- terschenkelbruch erlitt. Die Freiwillige Sanitäts- kolonne vom Roten Kreuz leistete dem Verunglückten die erste Hilfe und verbrachte ihn dann nach der Chirurgischen Klinik.
*• Vermißt. Seit 16. Mai wird der Arbeiter Heinrich Scheuermann, der am 10. Januar 1908 in Sachsenberg (Waldeck) geboren wurde und zuletzt in Klein-Rechtenbach (Kreis Wetzlar) wohnhaft war, vermißt. Der Mann ist 1,65 Meter groß, blond, breitschultrig und hat blaue Augen. An einem Arm trägt er eine Tätowierung (Hufeisen oder Pferdekopf). Er war mit grouschwarzem Anzug (ohne Weste), dunkelblauer Mühe, braunen Halbschuhen, weißem Oberhemd, weißem Gummikragen mit Selbstbinder bekleidet und trug keine Ausweispapiere bei sich. Rachrichten über den Derbleib des Mannes erbittet die Polizeibehörde in Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar).
** Ihre n 79. Geburtstag begeht heute, wie man uns mitzuteilen bittet, Frau Margarethe Engel, Reuen Baue 2 wohnhaft.
Wirtschaft.
* Tellus AG., für Bergbau - und Hütte n i n d u st r i e, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft, die im vorigen Jahre eine Sanierung durch Aktieneinziehung und Zusammenlegung der verbleibenden Aktien im Verhältnis 5:1 auf 540 000 Mark vorgenommen hatte, beruft auf den 14. Juni ihre GV. für das Geschäftsjahr 1931 ein. Die Verwaltung beantragt, den im abgelaufenen Jahre erzielten kleinen Ueberschuß von rd. 2500 Mark in die Reserve zu stellen. (Im Jahre 1930 war ein Verlust von 2,70 Millionen Mark ausgewiesen worden, der durch die Sanierungsmaßnahmen beseitigt wurde.)
* Harpener Bergbau AG., Dortmund. Im Geschäftsjahr 1931 verminderte sich das Roherträgnis der Harpener Bergbau AG., Dortmund, aus Kohlen, Koks und Briketts auf 12,00 (18,07) Millionen Mark, der Abteilung Eisenkonstruktion auf 0,20 (0,53), aus Handel und Schiffahrt auf 0,71 (1,02) und die Einnahmen aus Hausmieten und Landpachten auf 2,48 (2,54) Millionen Mark. Demgegenüber konnten die Generalunkosten auf 4,60 (5,30) Millionen Mark gesenkt werden. Steuern erforderten 4,41 (6,87) Millionen Mark. Nach 6,00 (7,16) Millionen Mark Abschreibungen ergibt sich nach Verrechnung des Gewinnvortrages von 156 125 Mark ein Verlust von 3,65 Millionen Mark (i. V- aus 183 290 Mark Gewinn 6 Prozent Dividende auf die D.-Aktien). Zwecks Deckung des Verlustes und stärkerer Abschreibungen soll das 110 Millionen betragende AK. durch Einziehung von 20 Millionen Mark Vorratsaktien auf 90 Millionen Mark herabgesetzt werden. Von dem entstehenden Buchgewinn in Höhe von 7,5 Millionen Mark sollen nach Deckung des Verlustes 2,46 Millionen Mark zum Ausgleich von Wertminderungen und 1,39 Millionen Mark zur Deckung sonstiger Verluste verwendet werden. Die Förderung des Unternehmens sank auf 79 Prozent der Jahresmenge 1930, die Kokserzeugung auf 68 Prozent, der Gefamtabfatz an Kohlen, Koks und Briketts war um 16 Prozent niedriger als im Vorjahre. Im Jahre 1932 seien Besserungen noch nicht in Erscheinung getreten, der Absatzrückgang habe sich fortgesetzt.
$ronffurf schwach.
Frankfurt a. TR.. 20. Mai. (WTB. Draht- Meldung.) Die heutige Börse eröffnete wider Erwarten ip erneut schwacher Haltung, nachdem man noch auf Grund der leichten Erholung an der Äbendbörse mit weiterem Deckungsbedürfnis der Spekulation gerechnet hatte. Da aber die innerpolitische Lage durch die in der gestrigen Fraktionssihung der Rationalsozialisten eingenommene Haltung eine weitere Verschärfung erfahren hat, kam auf fast allen Marktgebieten wieder Material heraus, wobei sowohl die Dankkundschaft, als auch die Kulisse als Derkäufer auf traten. Momente, die der Börse hätten eine Stütze geben können, lagen nicht vor und auch von der Reuyorker Börse ging keine Anregung aus. Bei wieder nur kleiner älmfatj tätigfeit ergaben sich im Durchschnitt R ü ck- g ä n gc bis zu 1 Prozent. Darüber hinaus verloren von Spezialwerten IG. 1,75 Prozent, Licht & Kraft 2 Prozent, Siemens 1,5 Prozent und Allgemeine Lokal- und Kraftwerke 1"/-, Prozent. Auch am Montanmarkt wurde die bisherige Widerstandskraft gebrochen, es traten hier ebenfalls Verluste bis zu 1 Prozent ein. Gelsenkirchen gingen später sogar um 1,25 Prozent zurück. Niedriger tendierten außerdem Reichsbank, I Schiffahrtswerte, RWE. und Rütgerswerke, die 1
bis zu 1 Prozent schwächer tendierten. Relativ behauptet blieben dagegen Schuckert, Zellstoff Waldhof, Stahlverein unb Deutsche Linoleum. Rach den ersten Kursen trat auf größere Käufe seitens der Banken eine Erholung für einige Werte bis zu 1 Prozent ein. Doch blieb die Haltung unsicher.
Am Rentenmarkt lagen Reichsschuldbuchforderungen weiter flau unb erneut 1 Prozent niebriger. Ebenso gingen Altbesitz um 0,25 Prozent zurück. Golb- unb Liquidationspfand- briefe lagen nur wenig.veränbert. Kommunalobligationen neigten bagegen meist zur Schwäche. Don fremden Werten zogen Anatolier leicht an.
2m Verlaufe hielt die G e s ch ä f t s st i l l e an, und die Kurse unterlagen leichten Schwankungen. Doch hielten sich die Veränderungen in engen Grenzen. Gelsenkirchen konnten 1 Prozent ihres Verlustes wieder aufholen.
Am Geldmarkt bestand einige Rachfrage, so daß sich der Sah für Tagesgeld auf 4,5 Prozent erhöhen konnte.
Berlin uneinheitlich.
Berlin, 20. Mai. (WTB. Funkspruch.) Rach- dem die gestrige Frankfurter Äbendbörse kleine Erholungen gebracht hatte, glaubte man im heutigen Dormittagsverkehr, daß sich diese Besserungen heute an der Börse würden behaupten können. Diese Hoffnungen wurden jedoch durch die offiziellen Anfangskurse enttäuscht. Auf den meisten Märkten lag wieder etwas Angebot vor, unb bic Spekulation befunbete keine Steigung, diese Ware aufzunehmen. Die gestrige Reuyorker Börse war zwar im allgemeinen gut stetig, doch vermochte hiervon keine Anregung auszugehen, zumal die älmsatztätigkeit auch in Amerika sehr eng begrenzt ist. Gegen die gestrigen Mittagsschluhkurse ergaben sich zahlreiche Verluste bis zu 1 Prozent. Darüber hinaus waren Kaliwerte bis zu 2,5 Prozent, Ilse 4 Prozent, RWE., Akkumulatoren, Feldmühle und Leopoldsgrube bis zu 3 Prozent abgeschwächt. Bürbach, Chadeaktien und Stöhr waren demgegenüber bis zu 2 Prozent fester. Im Verlaufe war die Tendenz recht uneinheitlich; IG.» Farben und Gelsenkirchen lagen fester und schienen die Allgemeinstimmung zunächst in günstigem Sinne beeinflussen zu wollen. Später wurde es jedoch auf den meisten anderen Märkten wieder bis zu 1 Prozent schwächer. Contigummi fielen durch einen Rückgang von 1,75. . Prozent auf. Auch Gaswerte neigten weiter zur -Schwäche. Die gesamte politische Situation, die der großen Steinkohlenhalden und andere Rachrichten aus der Wirtschaft lösten eine leichte Verstimmung aus.
Die Anlagemarkte neigten gleichfalls überwiegend zur Schwäche. Lediglich Altbesitzanleihe waren eine Kleinigkeit erholt. Recht flau waren dagegen Reichsschuldbuchforderungen, die erneut etwa 1,5 Prozent einbüßten. Auch Reichsbahn-Vorzugsaktien gaben nach. Ausländer lagen völlig geschäftslos, nur Anatolier waren gefragt unb anziehenb.
Am Gelbmarkt war Tagesgelb nach Erledigung der Steuerzahlungen wieder leichter und ging in der unteren Grenze auf 5,25 Prozent zurück. Monatsgeld blieb mit 6 bis 8 Prozent nominell.
Schweinemarkt in Homberg.
-er. Homberg, 19. Mai. Der gestrige Schweinemarkt war mit 510 Ferkeln be
schickt. Für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel wurden 10 bis 12 Mark gezahlt. Der Markt war gut besucht; es verblieb nur geringer Heberst and.
Schweinemarkl in Wetzlar.
0 Wetzlar, 19. Mai. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 490 Ferkel unb 11 Läu- ferschweine aufgetrieben. Bei schleppendem Handel wurden folgende Preise bezahlt: Für 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 13 bis 15 Mark, für 7 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 Mark, für 9 bis 10 Wochen alte Ferkel 19 bis 22 Mark je Stück. Läuferschweine kosteten je nach Gewicht 24 bis 28 Mark. Es per- blieb Ueberstand.
Kirche und Schule.
Kreis Schotten.
-i- S ch o 11 e n, 18. Mai. Unter dem Vorsitz von Schulrat H a s e n z a h l fand in der hiesigen Schule eine amtlicheDezirkslehrerkon- ferenz statt, in der -der Vorsitzende über „Goethes Stellung zur Erziehung" referierte. In weitgestecktem Rahmen zeigte der Redner, wie die Erziehungsgrundsähe Goethes, die er in seinen Werken niederlegte unb praktisch verwertete, auch heute noch Geltung hätten unb jebem Lehrer unb Erzieher wegweisenb sein könnten. Lehrer Bl ei (Schotten) sprach über des Thema „Goethes Dichtungen in der Volksschule". Er bezeichnete es als wünschenswert, baß nicht allein die schönsten lyrischen Gedichte und Balladen, sondern auch Szenen aus Goethes Dramen, die Höhepunkte der Handlung darstellen, den Oberklassen zugänglich gemacht werden. Anschließend gab Schulrat Hasenzahl Mitteilungen bekannt, die sich auf schulische und erzieherische Fragen bezogen. Amtliche Äezirkskonserenzen mit gleichen Themen sanden dieser Tage auch in Gebern, Laubach unb Ulrichstein statt. '
Oberheffen.
pft'ngstmarki in Schotten.
8 Schotten, 19. Mai. Am Pfingstdienstag fand — wie schon kurz berichtet — der altbekannte Prä- miierungsmarkt statt. Der Markt war mit Vieh gut beschickt, lieber 200 Stück Großvieh, 30 Stück Kleinvieh, je 20 Ziegen und Pferde und über 700 Stück Schweine waren aufgetrieben. Der Han- del ging flott. Eine sehr große Zahl von Markt- besuchorn fand sich ein. Der Landwirtschaftskammer. Ausschuß für Oberhessen war durch seinen Vorsitzenden, Oekonomierat Breidenbach, und seinen Generalsekretär Dr. Wagner (Gießen) vertreten. Für das Preisgericht war es keine leichte Aufgabe, unter dem zahlreichen Prämiierungsoieh die beste Auswahl zu treffen. Besonders fiel das hervorragend gute Vogelsberger Rotvieh auf, vor allem aus Rudingshain und Wingershausen. Die Stadt hatte für Prämiierungszwecke etwa 1100 Mk. Zur Verfügung gestellt, davon wurden allein an das Vogelsberger Vieh etwa 800 Mark verteilt. Trotz des mittags cinsetzenden Regens herrschte starker Marktbetrieb. Der hiesige Musikverein stellte die Markt- und Tanzmusik. Auch eine Verlosung war mit dem Markt verbunden; die Lose waren sämtlich abgesetzt. Der altbekannte Markt hat auch in diesem Jahr wieder seine Anziehungskraft bewahrt.
Landkreis Gießen.
W i e s e ck, 19. Mai. Die Hessische Wanderausstellung „Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" wird vom 20. bis 24. Mai in Wiescck, Saal Hormann, gezeigt. Verbunden mit der Ausstellung sind drei öffentliche Lichtbildervorträge. Am Freitagabend spricht Privatdozent Dr. med. Rossenbeck, Oberarzt an der älniversitäts-Fraucnklinik in Gießen, über das Thema „Kampf den Krebskrankheiten". Am Sonntagabend spricht der Leiter der Ausstellung Herr L. Avemarie über „Linser Kampf gegen die Volkskrankheiten in der heutigen Wirtschaftskrise". Professor Dr. med. Pihen behandelt am Dienstagabend das Thema „Können körperlich Behinderte und Krüppel wieder leistungsfähig gemacht werden?", Der Besuch der Ausstellung und Vorträge ist jedermann zu empfehlen.
Reiskirchen, 19. Mai. Die hiesige Kameradschaft „F r o h s i n n", eine Burschenvereini. gung; konnte am 2 Pfingstfeiertag auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Eine Anzahl auswärtiger gleichgesinnter Vereine hatte sich zu diesem Tage eingefunden. Der erste Vorsitzende Karl Linde n st r u t h begrüßte die Gäste bei dem Stiftungsfest in würdigem, einfachen Rahmen. Der übliche Pfingsttanz hielt die Gäste und Freunde des Vereins lange Stunden beisammen.
T Stockhausen, 19. Mai. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Jochim wurde dessen ältester Sohn zum Bürger m ei st er unserer Gemeinde gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht
Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.
Devisenmarkt Berlin — Jrbnffurf a. 2H.
Banknoten.
6 v. H.
2.51
78,68
82.48
34,67
2,49
78,34
82.16
34,53
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H,
Geld
4,20 58,93 84,33 15,41 16,57
170,56 21.66 77,00
~ZrTeF
4,22
59,17
84,67
15,47
16.63
171.24
21.74
77.30
gerlln, ]9.J?<ii i21metilanijd)C Dloien.......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten ......... Französische Note«. ....... Holländische Note»........
Italienische Note»........
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterretch, I 100 Schwing Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten. ........ Svanische Noten. ........ Ungarische Rote» ........
Frontsuri a. M.
25trlln
Frantiuri a. M.
23trlm
Frankfurt a. Dl.
Berlin
Schluß- lurS
1-uhr- KurS
Gchluß- furd
Ansang- KurS
Schluß- kurS
1-lfljr- Kurs
Gchluß- lurs
Slnfdng» Kurs
Schluß« kurS
1-Uhr- Kn rS
Schluß-
Ansang'
Datum
19.5.
20.5.
19 5-
20.5.
Datum
19.5.
20.5.
19.5
20.5.
Datum
19.5.
20.5.
19.5.
20.5.
6% Deutsche Retchsanleihe d.192', 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1923 5'Ä% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit Auslos.-Rechten.......
DeSgl. ohne AuSlos^Rechte . . .
8% Hess. Bolksstaat von 1929
(rückzahlb. 102%)......
Oberhelsen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechlen.......
Deutsche Komm. Sommelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks. Hvp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....
1% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 .
*Yi% Franks. Hyp.-Bank Ltqu^ Psandbciesc.........
iYz% Rhvntsche Hyp.-Bank.Liqu. Goldpse...........
8% Pr. LandeSpsandbriesansialt, Psandbriese R. 19......
1% Pr. LandeSpsandbriesansialt, Psandbriese R. 10
4% Oesterreichtsche Golvrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungarische StaatSrenle v. 1910 4%% deSgl. von 1913.....
5% abgest. Goldmexilaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l..........
4% deSgl. Serie II ...... .
6% Ruinän. vercinh. Rente v. 1903 4)4%RumSn.vereinh.Rente 0.1913 4% Rumänische vercinh. Rente .
114% L Anawlecc.......
55,5 65 54
41
3,25
52
35
38
73
72,75
78,65
78
73,5
7,75 0.9
5,15 5,5
5 5,75 2,25
2,2 2,2 4,3
8 3,75 14,25
—
40,75
z
—
14r5
52,75
65,13
54,25
40.6
3,25
51,25
37,5
73
8
1
5,25
5,25
5
6
2.2
2,3
23
8,2
3,7
14,3
I I I 1 | | | | | | I | | I I«| | I | | | | | £
! « 2
Hamburg-Amerika Polei . . . t>
Hamburg-Südam. Dampfschiss. 0
Hansa Dampsschiss . . . . 0
Norddeutscher Lloyd.....6
A.G. sür Berkehrewesen Akt. . .
Berliner Handeisgesellschaft . 8
Commerz, und Privat-Bank . 7
Darmstädter und Nationalbank 8
Deutsche Bank und
Disconto-Gesellschast... 6
Dre-dner Bank ...... 6
Retchöbank .......12
A.lL.G............7
Bergmann.........9
Elektr. LieserungSgesellschast. 10
Licht und Kratz......10
Felten & Guilleaume.... 6h
Sesellschast sür Elektrische
Üntcrnehmungen .... 9
Rheinische Elektrizität .... 9
Schuckert L So.......11
Siemens L Halile ..... 14
Lahmeyer L Eo....... 12
Buderus..........4
Deutsche Erdöl . ......6
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Harsch Eisen.........6
3He Bergbau.......10
Klücknerwerke ........ 6
Köln-Neuessen.......6%
P? an neL man n-R ähren .... 6
Nlonssclder Bergbau.....0
Oberschles. Kokswerke .... 8
Phönix Bergbau......4%
Rheinische Braunkohlen... 10
Rheinstahl..........
12,4
17
20
35
20
22,4
65.5
50,5
68,75
54
79
24,75
56,5
41,25
40,9
25,25
37
13
18,25
156
40
—
11,4
114,75
22
63,5
24,5
41
36,9
13
39,25
11.13
39,5
22
12,25
31
83.5
17.5
20
35
20
115,13
22.65
18
61
65.5
33
49,75
69
54.25
107
78,5
24.65
57,25
40,9
40,9
26
126,5
27
37
13,5
33
18,5
155.25
40,75
10.65 39,75
11,65 30,75
•
114,75
22,25
61,5 63,75
38
49,25
54.75 106
78
25 56,75 40,75
40 25,75 122,5 25,25
36,25
33 18,25 156.75 39,75
Rieveck Monion......7,2
Vereinigte Stahlwerke .... 4
Otavi Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
3. ®. Farben-Jndustrie... 12
Verein, chem. Industrie Frank» surl 0. 9)i...........
16,25
88
97 147
91
127
18.25
26
27
42
42,75
41
4,75
35,75
35 30,5 223
11
33,75
53
201,5
17,13
98,25
16.25
89,25
126,75
26,25
27 —
30
33,75
16 10.25
88
97
147
90,13
18,28
27
27
42,5
=
56.5
36
34
30
23,5
78
11
34
22.5
52,25
12.5 201
17,65
»7,75
15,75 10
85.5
95
145,5 '
90
26.75 —
42,25
=
56.5
35,25
33,5
29.5 .
77,75
10,65
34
22
53
11.75
203
Scheideanstall ...... 10
Goldschmidt.........0
RütgorSwerke . ....... b
Metallgelellschast.......5
Philipp Holzmann . ..... 8
Zementwerk Heidelberg. ... 7
Cementwerk Karlstadt. .... 7
WanbLFrevlag......0
Schultheis Pavenhoser ... 15 Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
Bemberg......... 0
Zelliloss Waldbo«.....12
Zellstoss Aschassenburg ... 6
Dessauer GaS..... 9
Daimler Motoren ...... 0
Deutsche Linoleum.....6
Ctenfictn & Koppel ..... 0
Leonhard Tie- ....... 8
SvenSka..... 15
Chade............
Frankfurter Maschinen . . . . 0
Grchner..........0
Maintrastwerke Höchst «.M.» . 6
Süddeutscher Zucker .... 10
19.Mai
20. Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
meld
Seiet
Geld
Srie«
Helsingsor» .
7.123
51.95
7,137
52,05
7,123
51,95
7,137
52.05
Prag . . .
Budapest . .
12.465
12,485
12,465
12,485
——
- —
Sofia- . . .
3,057
3.063
3,057
3,063
Holland . .
170,93
171.27
170,93
171,27
Oslo. . . .
Kopenhagen.
77,17
77,33
77,02
77,18
84,52
84.68
84,42
84,58
Stockholm .
78,52
78.63
78,62
78,78
London. . . Buenos Aires
15,45
15.49
15,43
15,47
1,018
1,022
1.008
1,012
Neuqork . .
4,209
4,217
4,209
4.217
Brüssel. . .
59,09
59.21
59,06
59,18
Italien. . .
21.67
21.71
21,66
21,70
Paris . . .
16.605
16,645
16,605
16,645
Schwei, . .
82.34
82,50
82,34
82.40
Spanien . .
34.67
34,73
34.77
34.83
Danzig. . .
82.72
82,83
82,72
82.88
Japan . . .
1,319
1,321
1.319
1,321
Rio de Ian..
0.317
0.319
0.318
0,320
Iugoslawte».
Ctilobon . .
7.423
14,09
7,437
14,11
7,423
14,09
7,437
14,11


