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Aus der provinsialhauvGadt.

Drehen, den 20.3anuar 1931.

Gymnastik für Vielbeschäftigte.

Die Wunderwirkunq der Gymnastik auf unseren 5töc, e poften w r w.h. alle erkannt! W r ble.ben elastisch und erhalten uns viel langer jung als ohne die förderlichen Körperübungen Eine Schwierigkeit ist nur, dah es unS im Getriebe der Tage ost schwer fällt, die nötige Zeit dafür zu erübrigen, und dah auch dem ungeübten Körper ost schon kleine Hebungen schwer fallen. Dieses AnsangLstadium, daS unangenehm ist, muh über­wunden werden: der Körper ist unglaublich ge­lehrig und belohnt un-, wenn wir Geduld mit ihm haben!

2llS besonder- empfehlenswert auch für die nicht mehr gan) Jungen find die Hebungen zu erwähnen, die in liegender Stellung auSgeführt werden, während der Zeit, die man dem Körper -um Qlu^rubcn gönnt Eine andere Reihe von Hebungen kann man bei feinen verschiedenen Arbc tcn immer so zwischendurch machen.

Die Hebungen sind am besten morgen- In einem Radeanzug auszuführen Wenn einem da« im ersten Augenblick auch kalt erscheint, wird man sich doch schnell erwärmen. Man legt sich auf eine Chaiselongue, mit Kissen unter dem Kopf, da der Blutandrang nach dem Kopf sehr lästig und für viele unerträglich ist. Run streckt man erst da- eine Dein so kräftig au-, wie man kann, dann das andere, und* darauf auch die Arme. Run hebt man die Beine langsam bis sie mit dem Körper einen rechten Winkel bilden, und senkt sie dann auch ganz langsam wieder. Hieraus streckt man da- eine Bein flach aus und hebt da- andere, mit gestreckten Knien natürlich, so hoch man eben kann Hierauf bewegt man die Zehen vor- und rückwärts. Auf diese Weise wird der Fuh geschmeidig gemacht Man kann diese Hebungen auch gleich im Bett ausführen, nachdem man die Decke entfernt hat.

Eine ausgezeichnete Hebung, um die Knöchel biegsam und schlank zu machen, kann man überall aussühren wo man sitzt, also zum Beispiel an der Schreibmaschine, in bet Strahenbahn ober so Man schlägt ein Bein über ba- anbere, richtet bie Fuhspitze abwärts unb läßt ben Fuh kreisen, ab» wechselnb nach links unb nach rechts. Auch mit den Stiften muft man immer nach einiger Zeit wechseln. Die gleiche kreisende Bewegung soll man auch mit den Händen ausführen. Kopfkreisen wirb vielfach als nützlich empfohlen, wirb aber nicht von allen vertragen.

Eine sehr empfehlenswerte Methobe ist, beim Duften am Mittag ober Spätnachmittag bie Stifte hochzulegen, in bet Sorm, baft man bie Deine amieftl und sie vom Knie ab auf entsprechen!» ftoftc Kissen legt. So bekommt ber Leib eine Blutzufuhr, bie sehr vorteilhaft wirkt. BefonberS bei nervösen Menschen wirb bleses Ausruhen sich sehr wohltätig erweisen.

Segensreich sinb auch bie Atemübungen. Sür sie sollte man sich immer ein paar Minuten Zeit nehmen denn man verbessert dadurch seine Ge­sundheit erheblich und erhöht seine geistige unb seelische Spannkraft. Man stellt sich in aufrechter Haltung hin, zieht bie Schultermuskeln an unb hebt nun langsam bie Arme, mit zusammen- ftoftenben Händen, bis man bann über dem Kopf die Hände nach den Seiten führt und darauf langsam senkt Während des Hebens ber Arme atmet man ein, währenb bes Senkens aus. Zu beachten ist, bah bie Einatmung buteft bie Rase au erfolgen hat. währenb man bas Ausatmen durch ben Munb besorgen kann. Wenn man bie Cungc zwingen will, sich richtig mit Lust voll- zupumpen, so atmet man erst richtig ein unb ftöftt dann bie Luft in kleinen Rucken butch ben Munb toiebet auS, unb zwar so lange, bis man nicht weiter kann unb bie Luft wie in einem Krampf einsaugt. Mehrmals ftintereinanber toicberftolt, erfrischt biefe Atemübung ungemein. Man soll fie besonberS bei Spaziergängen auSführen, ba sie in guter Luft natürlich besonbers wirksam ist.

H.Sch.

Die Mieisenkung in Hessen.

Zur Beseitigung von Zweifeln, die von ver­schiedenen Seiten erhoben wurden, wird amtlich nochmals darauf hingewiesen, daft sich bie ge­setzliche Miete gemäft § 1, Kapitel II, vom Zweiten Teil der Vierten Rotverorbnung vom 8. Dezember 1931 nur um zehn vom Hun­dert ber SriebenSmiete ermäßigt. Die Zuschläge werben von ber vollen Fricbcns- mictc wie bisher berechnet. Beispiel: Die Fric- den-miete vom 1. Juli 1914 war 100 Mk. unb die gesetzliche Miete im Dezember 1931 122 Mk. Die Miete von Januar 1932 ab beträgt dem- nach: 10010 Prozent 90 Mk., dazu der Zu­schlag = 22 Mk.. zusammen: 112 Mk. In den Fällen, in denen bas Wassergelb auf bie RuhungSberechtigten bisher umgelegt wurde, gilt die Bekanntmachung vom 22. Dezember 1930 auch weiterhin.

Die neuen portosähe.

Zahlreiche Klagen aus ber Bürgerschaft über ungenügendes Frankieren von D.ie'en u.-b Post­karten, namentlich im Ortsverkehr, geben Anlaft, erfty^auf bic Aenberungen der Portofähe hin- zuweiser^x kosten Fern briefe bis zu 20 Dramm jetzt 1 2 Pfennig (bisher 15 Pf.), Sem- briefe von. 20 bis 250 Gramm jetzt 2 5 Pfennig (bisher 30 Pf.). Fernbriefe über 250 Gramm un­verändert wie bisher 40 Pfennig. Postka r- ten kosten jetzt im Fernverkehr 6 Pfennig (bisher 3 Pf.). Im Orts verkehr ist keine Veränderung des Brief- unb Karlenportos eingetreten; Ortsbriefe kosten also nach wie vor 8 Pfennig. Ortspostkarten 5 Pf. PortcA Hnveränbert ist auch das Porto für Druck- sachenfendungen geblieben. In Zwei e s ällen empfiehlt es sich, an ben Postfchaktern Erkunbi- gungen einzuziehen, bevor man burd) unzureichen­des Frankieren dem Empfänger der Sendung Zahlung von Strafporto verursacht.

Pornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch: Stabt« tfteater Tieften: ,Lopf in ber Schlinge", 20 bis 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstrafte:Berge m Flammen".

Aus dem Stabttfteaterbüro wirb uns geschrieben: Als 15. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement Erstaufführung bes spannenden Aben­teuers in drei Akten ,Iopf in der Schlinge"" von 3obn von Bradley. Ein spannender Äriminalreifter, dessen ernstes Thema, nämlich bie Diskussion bes Indizienbeweises, ihn zu einem Stück von Niveau und Wert macht. Mitwirkende: Damen: Doering, Koch. Walther-Leberer: Herren: Hauer, Hcyser, Fassott, Kühne, Michel. Die Spielleitung dieser men­

schenfreundlichen Kriminalsatire hat Wolfgang Kühne. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Freitag, 22.3a- nuar, 20 Uhr zum letztenmalfiumpacioagabundus", bie köstliche Zauberposse von Johann Nestroy. 15. Dorstclluna im FreitagAbonnernent. Ende 22.30 Uhr. Die Intendanz hat sich auf Grund des außerordentlichen Andrangs, der sich wieder xur letz­ten Vorstellung derPuppensee", wie zu allen vo­rigen Wiederholungen dieser Aufführungen einstellte, entschlossen, am Samstag, 30 Januar, 15 45 Uhr eine letzte Wiederholung ftaltfinden zu lasten. Be­sonders heroorzuheben ist, daft die Vorstellung zu kleinen Preisen stattjindet, so baft jedem die Mög- lichkeit gegeben ist, sich noch der großen Gemeinde anzuschlieften, die an dieser Vorstellung Freude ge­habt hat.

Talen für Tonnerctaa, 2t. Januar.

Sonnenaufgang 8.20 Hftr. Sonncmuntergang 16.53 Hftr. Monbausgang 14 Hhr, Monbunter» gang 7.13 Hhr

1793: Hinrichtung LubwigS XVI. von Frank­reich. 1804: ber Maler Moritz v. Schwinb in Wien geboren. 1815: ber Dichter Mathias Clau- biuS in Hamburg gestorben. 1831: der Dichter 2lch:m v. Arnim in Wiepersbors gestorben. 1851: ber Komponist Albert Lortzing in Berlin ge­storben. 1867. ber Schriftsteller ßubtoig Thoma In Oberammergau geboren. 1872: ber Dichter Franz Grillparzer in Wien gestorben. 1924: ber erste Volkskommissar ber russischen Sowjetunion. Wladimir Jljitsch Lenin, in Gorki bei Moskau gestorben.

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Die AmtStage beim KreiSamt Gieften. Das KreiSamt Gieften gibt Im neuesten Amlsverkünbigungsblatt erneut bekannt, baft bie AmtStage beim Kreisamt nur Dienstag vor­mittag- und Freitag vormittags in ber Woche find. Währenb ber übrigen Zeit finb bie Dienst- »Immer be- KreiSamteS für baS Publikum ge­schloffen, so baft, foweit es sich nicht um Fälle

Wenn Ihre

Empfehlungsanzeige

in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

allcrbringenbfter Art hanbelt, Personen, bie aufterhalo ber AmtStage vorsprechen, auf Ab­fertigung nicht rechnen können.

' StäbtifcheBrennholzversteige- rung. Del der vorgestrigen Brennholzversteige- rung auS den Waldungen ber Stabt Gieften (För­sterei Röbgen) würben im Durchschnitt solgenbe Preise erzielt: Buchenscheiter 11.60 Mk., Eichen­scheiter 1. Kl. 8,00 Mk.. Eichenschciter 2. Kl. 5,60 Mark, Kiefernscheiter 8,00 Mk., Duchenknüppel 8,50 Mk., Eichen knüppel 5,40 Mk., Duchenstöcke 7,00 Mk.. Eichenstöcke 5,00 Mk., Fichtenreisig 4,00 Mark per Raummeter, Buchenreisig 3. Kl. 100 Wellen 15,60 Mk.

" 8 2. Geburtstag. Heute feiert Frau Phil. Bob Wwc., Kaiferallee 2, ihren 82. Geburts­tag.

* .W ander der Tierwelt i m Waf - f e r. Am Sonntagvormittag lief im Lichtspiel­haus Bahnhofstraße ein biologischer Groftsilm. Die Wunder ber Tierwelt des Wassers würben in ihrer ganzen Diellältigkeit vor Augen geführt. Mit dem Mikroskop und der Kamera waren dem Leben und Werden der verschiedenen Tiere ge­heimste Vorgänge abgelaufcht. Der Besucher lernte den Entwicklungsprozeft der Amöbe und anderer Hrtierchen kennen, wurde Zeuge der Ge­burt einet Libelle, bie sich aus ber Verpuppung befreite; bie Zelllolonie .Volvo?". eine ganz merftoürbiae Organisation von nieberen Tieren, die Aufnahmen ber Stiftwasferpolypen Hybra, ber RuberfuftkrebSchen unb vieler anderer fesselten bie Aufmerksamkeit in hohem Mafte. Richt weniger intereffant waren die Bilder von ben Tieren, bie als Amphibien im Wasser, wie in ber Luft le­ben können. Spannende Szenen ber Molch-Meta­morphose mit glänzenb gelungenen Mikroaufnah­men von bet Teilung im Ei bis zum schlüpfenden Embryo unb bet Hmstellung ber fiemenatmenben Larve zum lungenatmenden Amphibium beschlos­sen diesen Teil des Films. Weitere Wunder aus der Welt der Tiere des Meeres wurden ben Zu­schauern offenbar. Das Leben, bie Fortpflanzung, der Kampf um bie Behauptung, bie oft seltsamen Formen bes Selbstschutzes durch das künstlich ge­schaffene ober bas natürliche Mimikry ber Krebse, der Seesterne, der Muscheln, ber Stachelhäuter usw., waren in hervorragenben Bilbem sestgeftal- ten. Hochinteressant war ber Verlauf eines Kamp­fes zwischen einem Tintens sch unb einem Taschen­krebs. Rach einer uniocrfcLen -ztcoue ber Klein- tierlebewelt, bes Planktons, ber Quallen, ber Schnecke unb Würmer, ber kleinen unb groften Fische, sanb der Film seinen Adschluh durch Bil­der von den Tieren des Eismeeres (Seehund, Walroft, See-Elefant, S.elöwc», aus dem Reiche der Austernzucht, der Stift- und Eeewasfersifcherci, der Jagd auf Haifische unb Wale, unb beten Verwendung für bie mannigfachsten Zwecke.

" Die freie Innung ber Hhrmachet unb Golbschmiebe Gieften und Hm- g e g e n b beging, wie man uns berichtet, am Sonn­tag in schlichter, würbiger Weise ben Jahrestag ihres 40jährigen Bestehens. Zugleich fanb eine VorstandSsitzung bes Hftrmacher Vetbanbes Hes­sen statt. Seitens bes Derbanbes Hessen, zahl­reicher Innungen unb des ZentralveröandeS der deutschen Hhtmacher wurden der hiesigen Innung und besonders ihrem Ehrenobermeister Otto Schmidt (Gieften), der nunmehr 40 Jahre die Geschäfte der Innung führt, Ehrungen dar- gebracht. Anschließend referierte H.-rr Coquot (Hanau) über Steuerfragen unb Herr Lang- nidel (Mainz) über Preisabbau unb Angelegen­heiten ber Handwerkskammer.

Die Maul- unb Klauenseuche in Oberhessen. DeuerbingS ist bie Maul- unb Klauenseuche in Friebbetg-Fauerbach unb in Vilbel ausgebrochen. Der Stabtteil Fauerbach bzw. Vilbel wurden zum Sperrgebiet, die Gemarkungen Fauerbach und Vilbel zum De-

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags In der Geschäftsstelle auf.

obachtungSgebiel erklärt. In Holzheim ist die Maul- unb Klauenseuche erloschen und danach die G emarkung Holzheim auS dem Beobachtung«- gebiet ausgeschieoen.

Dberbeffen.

Landkreis Gießen.

gd. Droften-Duseck. 19. Jan. Am Sonn­tagabend gab der hiesige Posaunenchor im Saale deS Gastwirt- Drück ein Werbeton- zert unter seinem Leiter Hch. Rühl. In seiner Degrüftungsansprache wie- K. Schmidt darauf hin, daft ber Chor Zeugnis ablegen wolle von feinem ernsthaften Streben, unb baft er zugleich um passive Mitglieber werbe, ohne bie ein Ver­ein gerabe in der jetzigen Zeit nicht bestehen könne. Die Darbietungen zeugten von flciftiger Arbeit, guten Fortschritten und beachtlichem Kön­nen. Mit Recht wie- W. Rühl in seinem bei­fällig auf genommenen Dank an bie lugendliche Schar barauf hin, baft ber Pofaunenchor aus dem kirchlichen Leben unsrer Partei nicht mehr hinwegzudenken sei. In dankbaren Worten ge­dachte er auch deS Gründer- Psarrer Kalb- Henn. Es ist zu wünschen, baft bie uneigen­nützige Arbeit beS Chores durch steigende Mit- glieberzahl die verdiente Unterstützung findet. Die Deranstaltuna war gut besucht.

+ ®roften-2inben, 19. Jan. Am Sonntag beging ber hiesige Kirchenchor im Schaum- Icften Saale bie Feier seine- 25jährigen Ve­ste h e n -. In der Degrüftungsansprache gab ber Dorsihenbe, Psarrer Schultheis, einen Rück­blick auf bie Geschichte be- Verein-. Er gebuchte vor allem bes "Begründers, des bamaligen ersten Pfarrers Schulte, der durch Äranfbeit leider am Erscheinen verhindert war; er hatte schrift­lich feine Glückwünsche übersandt. Das Gleiche hatte der ebenfalls verhinderte erste Dirigent, Musik­lehrer Schäffler, getan. Rach ihm leitete den Ehor Oberreallehrer D l a ft und bi« heute seit 1912 Lehrer Römer. Für ihn bedeutete also die Feier zugleich das 20jährige Dirigenfenjubi­läum. Zum Zeichen des Dankes für seine ersprieft- liche hingebungsvolle Arbeit wurde ihm ein Ge­schenk überreicht. Die noch mitfingenden Mitgrün- det erhielten die von Rudolf Koch in Offenbach entworfene kunstvolle Ehrenurkunde ber hessi­schen Kirchenchöre. Cs sind die Sängerinnen Fräu­lein Marie Wahl unb Christine Müller, so­wie die Sänger Johanne« Menge«VII., Lud­wig KeftlerVlII.. Heinrich Menges II. und Philipp Stengel. Ein von den Herren Ober­reallehrer Blaft, Lehrer Römer, Köhler unb Degen gebilbetes Streichquartett machte flute Musik. Am Flügel war Dr. R ö m e r. Der Ehor trug »ahlreiche Lieder vor, kunstvolle unb ebenso schlichte Volksweisen, und zeigte, was ein Verein von guten Stimmen, bei Fielst und Hin­gabe unter kunstverständiger Leitung leisten kann. Alles Gebotene wurde mit Dankbarkeit ausgenom­men, besonders auch ein b-'^es Dersspiel mit vier Damen als gewandten Darstellerinnen. Möge der Chor tociteo blühen uuu wirken, sich zur Freude unb ber Gemeinde zum Gewinn.

r. Lang-Gön«, 18. Jan Der hiesige M o - for-Sporfclub hielt am Samstag in ber festlich geschmückten Turnhalle sein diesjähriges Stiftungsfest ab. Rach einem einleitenden Mu­sikstück und der Begrüßungsansprache des Vor­sitzenden, Dr. Schäfer, wurden den zahlreich Erschienenen einige recht genustreiche Stunden beschert. Gesangsvorträge unb Deklamationen der Herren Velten, Grünebaum, Gast unb ufer, aufterbem ein flott gespieltes Theater­stück sorgten für Hnferhalfung. Den musikali­schen Teil deS Abenbs, in dem nur klassische Musik geboten wurde, bestritt der hiesige Orchester­verein. Zum Schluß folgte Tanz. Dieser Tage würbe hier ein Kursus über Kranken- unb Säuglingspflege, ber von Frl. Griebel, Gicsten, geleitet würbe, »u Enbe ge­führt. Den Kursu« besuchten bie älteren Fort- bilbungsschtilerinnen, austerbem waren einige frei­willige Teilnehmer erschienen.

t. Grüningen, 18. Jan. Im Aller von 92 Jahre würbe gestern die älteste Ein­wohnerin unseres Dorfes, Anna Elisa­beth H u b e l e r, zu Grabe getragen. 3n un­serer Gemeinde leben zur Zeit noch acht über 80 Jahre alte Leute, die zusammen ba« Aller von insgesamt 666 Jahren haben. Es finb dies: Altbtirgermeister Gilbert (87 Jahrei, Ludwig Petri (86), Adam Samuel L e i d i ch (85), Marie Linker Ww. (83), Margarete Fay Ww. unb Eleonore Marste11er (82). Fritz Lange (81) unb Wilhelm Gottfrieb Den­der (80).

Kreis Schotten.

O Laubach. 18. Jan. Am Samstagabenb fand imSchtitzenhof" bie biesjährige Generalversamm­lung bes hiesigen Krieger - und Milifär- ve r e i ns statt. Der Vorsitzende Sy Stotz ge­darbte zunächst ber im vergangenen Jahre ver­storbenen fünf Äameraben unb forberte fobann zur weiteren treuen Mitarbeit auf. Die Rech­nungsablage ergab bei einer Einnahme von 807 Mk. unb einer Ausgabe von 660 Mk. einen Heberschuft von 147 Mk. Der Antrag bes Ge­sangvereinsEintracht", bemnächst einen gemein­schaftlichen Theaterabenb zu veranstalten, würbe mit Rücksicht auf die beseitigen schlechten Ver­hältnisse einstimmig abgelehnt. Statt bessen soll im nächsten Monat ein Vortragsabend stattfinden; dem Vorstand würbe es überlassen, bas Thema unb den Redner zu wählen. Sodann überreichte der Vorsitzende den noch lebenden drei Altveteranen von 1870 71, die bereits 61 Jahre dem Krieger­verein angeboren und Mitbegründer desselben find, sowie sieben weiteren Mitgliedern anläftlieft ihrer mehr als 50jährigen Vereinszugehörigkeit Ehrenurkunden. Weiter erhielt der Obmann ber hiZ-gen Hassiajugenbgruppe Karl ßeibner jun. eine silberne Ehrennabel für seine Verbiensle Zum Schlüsse hielt Stubienrat Vetter einen fesselnden Vortrag über bie Debeutung deS 18. Januar 1871. Reicher (Beifall lohnte zum ^chlulle den Redner, dem der Vorsitzende in herz­lichen Worten Dank aussprach.

I Ober-Lais, 18 Jan. Die erste dies- winterliche Drennholz-Versteigerung auS der hiesigen Försterei war recht gut besucht. Dementsprechend logen bie Preise verhällnismä- ftig hoch. Es kosteten je Raummeter buräftfeftnitt- lich: Duchenscheiter 8 Rik., Duchenkiltippel 6 Mk., Duchenstöcke 4 Mk., Duchenreiser 1.20 biS 1,50 Mark. Die Holzhauerarbeiten in ben staatlichen Waldungen unserer Gegend finb nahezu beendet. Die hiesigen Holzhauer, bie in den Förstereien Glashütten, Michelnau, Eichel­sachsen unb Schwickartshausen befchästigt waren, haben ihre Arbeit bereits vor Weihnachten be­endet, nur bie in ber hiesigen Försterei tätigen Leute haben noch für einige Tage Arbeit. Die

Tatsache, daft Fichtenstammholz überhaupt nicht und Duchenstammholz nur in sehr beschränkter Menge geschlagen wurde, hat bie Dauer bet Hollbauerarbeiten in ungewöhnlichem Mafte be- schränkt.

Preußen.

KreiS Wetzlar

O Krosdors-Dletberg. 18. Jan. Im abgclausenen Jahr 1931 wurden in unserer Älr* chengemetnbe 45 Kinder getauft (Vorjahr 43), konfirmiert 16 (Vorjahr 24). Getraut wur­den 15 Paare (Vorjahr 16). Am heiligen Abend­mahl nahmen 660 Kommunikanten teil Verstor­ben finb 15 Glieder der Kirchengemeinde (Vor­jahr 19).

Kreis Biedenkopf.

C Ri e b e r w e i d b a ch, 18. Jan. Bei der jüngsten DrennholzVersteigerung wur­den je 2 Rc.um ncter folgende Preise erzielt: Buchenknüppel 10 bi« 11 Mk. Duchenscheithol, 13 bis 15 Mk, Duchenrollschcit 14 bi« 15.50 Mk., Eichenkntippel 7 bi« 8 Mk., Sichenscheit 8 bi« 8,50 Mark, je 3 Meter Duchenreiser kosteten 3,50 biS 4,50 Mk. unb je 5 Meter Duchenreiser 7 biS 8 Mk.

Maingau.

^Frankfurt a. TL, 19. Januar. (WSN.) Mm Samstag wollte eine 18jährige Haustochter ein im Dft?n noch glimmende» Feuer dadurch an- fachen, daft sie Petroleum In den Ofen goft. Die Flamme schlug sofort empor und brachte die Petroleum flasche zur Explosion. Gleich­zeitig fingen die flleider des Mädchen» Feuer unb verursachten schwere Brandwunden. Die Schwerverletzte nwftte in da» Krankenhaus gebracht werden, wo fie am Montag an den Folgen der Brandwunden ge ft erben ist. Der Borfall möge zur Warnung bienen!

Flugzeug-Absturz in Darmstadt.

WSR. 5) a r m ft a b t, 19. Jan. Da« neue Flugzeug D 2 2 der Akademischen Flie­ge rgruppe wurde heute nachmittag bei einem DersuchSflug völlig zerstört. Die Maschine hatte bereit« vormittags mit voller Belastung unter Führung be« Piloten Waldemar Voigt einen Höhenflug bi« 5800 Meter zur vollen Zu­friedenheit ausgeführt unb befanb sich babei in einem einwandfreien Zustand. Bei dem VersuchS- flug am Rachmittag brachte der Pilot die Ma­schine in einer Höhe von 1200 Meter in eine Rechtskurve, au« ber sie trotz wiederholter Ver­suche auS bisher noch nicht aufgefiärten Gründen nicht herauSgebracht werden konnte. Da in diesem Zustand an eine Landung nicht zu denken war, sprang Voigt mit dem Fallschirm ab unb kam unversehrt zu Boden. Die Maschine setzte ihren Spiralslug fort und schlug in der Rähe de« Jagdschlosses Kranichstein auf einem Acker auf, wobei fie reftlo« in Trümmer ging.

Holzversteigerungs - Termine.

Donnerstag, 21. Januar.

Hessisches Forstamt Rabenau: Zusammenkunft in der Gastwirtschaft H Belling zu Odenhaufen. 10 Hhr.

Die Wetterlage.

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Allmählich wirkt sich ber hohe Druck von Osten her auf unsere Wetterlage au», fo baft die Bewöl­kung zurückgegangen ist und während der klaren Nacht vielfach leichte Fröste auftraten. Dabei wur­den durch die Ausstrahlung nur die unteren Luft­schichten bis unter Null abgektihlt. Aus den Bergen lagen dje Morgentemperaturen über dem Gefrier- punkt So wurden auf dem Feldberg im Taunus 3 Grab und auf dem Brocken 6 Grad Wärme be­obachtet. Das über Darmstadt täglich aufsteigende Wetterflugzeug ^zeichnete heute morgen in 3000 m Höhe noch ungefähr null (8rad auf. Der Hochdruck- einfluft hält zunächst ftand, so daft Nachtfröste auf­treten, welche in Bodennähe noch etwas zunebmen. Bon lokalen Dunst- unb Nebelbilbungen abgesehen, bleibt das Wetter meist heiter und trocken.

Aussichten für Donnerstag: Nachtfrost, morgens stellenweise dunstig oder neblig, tagsüber aucheiternd, trocken.

Aussichten für Freitag: Noch wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 19. Januar: mittags 8,3 Grad Celsius, abends 0,6 (Brad; am 20. Januar: morgens minus 2,1 Grad. Marimum 8,3 Grad, Minimum minus 3,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 an liefe am 19. Januar: abends 3,8 Grad; am 20. Januar: morgens 1,2 Grad Celsius. Sonnen- scheindauer 6 Stunden.__

Rauhe Winterluft schadet der Haut nicht, wenn Sie zur Psiege bie hcrcliche Creme Leodor nehmen, etn vorzügliches Mittel gegen NSte ber Haut. Rote Packung fettfrei blaue Packung fetthaltig. Unter-Lockie-sprest^