jerungen Mj.
JWMw». 'bitt c ,ui,*,n l6b’e.t6le «Hü unter AS«, ''ne flott. ^Mdneter in ben «"HL Aus tiefem ^°fed über ben jjQU. hin? ändert befonberen Umftänben I« ju verhelfen. Diele «ftanMii nur ben ®irb ober bereits feit ' ^inroanberung "elgebiet gesorgt. Man letzten drei Wochen andifche Staatsbürger- -memellänbifche n. Es kann aber nicht en Landtag eine recht Abgeordneter einziehen >ur Verhinderung der- chls! Wir haben pro. fo gut wie gar nichi; n in die Wege geleitet Gerichtshof angerufen »ersehen. Aber welchen Monaten zu erwarten! oifchenzeit das Memel- tauische Kolonie umge-
biet ? „
£5^
ie &h12?totbiuinn boten fcUn9 Qu?.
' 8ulebt i?Gat« a'ez unjLy* uüe SÄ «Hz
eit bnlAw1**
i« bit te“'1' ^Ipflick!;^' ääi:
L
WKW. Rd^tmVinna ur^otoietunion ab. iS.) DieMaschinen. rma Albert Kahn hsten Förderer bei in Rußland, gibt de- jungen zu der Sowjet- . Den Anlaß bildete bii oritz Kahn. Die Sowjet' an Gold und Mi ischen Rubeln v e Firma roertlos Kontrakt, der Ende Mar- ^jn Dollars erfolgte Dix wollen aber cir c ihn noch nicht fällen, mnengelernt toirb, feinen übereilte, rachen.
in England.
narket waren die M M. Panton sich zu dec wandte und fogte: ,, mferb weder als erfw Nette wurdet halle 8^ ttS-Sk SSf£“ r bestimmte, daß oer f entriß" KW sM er nichl g , .aMtn. v md aeinSfc;- DfH^SelO^'
in^
i werde, 3U f 1 (o c- Eigentümer ,, pfeif-'
«W”Z In <: b des ijjgüd man I i wie voraus cht»i
e,nm Lieble 6t*’ fehr beleb ' o6ni...
KS- daran
Sirma Kohn in Moskau war hauptsächlich für ben entaurr unb bie Konstruktion bet Stalinara - b< r Trakt o r e n sab ri k mit einer jährlichen Leistung von 40 000 Maschinen verantwortlich. Das Büro in Rußland beschäftigt 1000 russische Inge- N'eure unter der Aufsich, von 24 amerifani^n Ingenieuren der Firma Kahn.
Oer Streit um Ostgrönland.
Norwegen hält an der Besetzung fest.
O s l o 15. April. (WTB.) Zur Aufklärung der norw^ischm Oefsentlichkeit über den norwegisch- dänischen Streit, um den Besitz Ostgrönlands wurde im Rathaus eine öffentliche Kund- g e b u n a veranstaltet. Unter den zahlreichen De- suchern befanden sich der Kronprinz. Mit- alieder der Regierung unb des Stortings. Ram- hafte norwegische Rechtsgelehrte und Arktisfor- scher setzten den Streitfall auseinander, der in- folge der Besetzung eines Teiles Ostgrönlands durch Norwegen im vergangenen Sommer vor uen Internationalen Haager Ochiedsgerichtshof kam. Einer der Redner erklärte, daß hinter denen, die den Fall vor dem Haager Gerichtshof vertreten, das ganze Norwegen stehe. Die Arktisforscher wiesen auf die bedeutenden arktischen Interessen hin, die für große Teile Norwegens lebensnotwendig seien, und auf die Gefahren für Norwegen, wenn es von Ostgrönland ausgeschlossen würde. Norwegen habe seine Fähigkeit, in Ostgrönland zu leben und zu arbeiten, bewiesen, wogegen die dänischen Versuche, dort Existenzen zu gründen, schwere Geldverluste verursacht hätten.
Aus aller Welt.
Der Zusammenbruch der Dank für Deutsche Beamte vor Gericht.
Vor der Dritten Großen Strafkammer beim Landgericht I begann der Prozeß gegen die Kaufleute Weber und Zreumann, den Makler Egon von Duchwald, den Kunstmaler Jack Kende und den Geschäftsführer Hoepfner. Weber, der Dorstandsmitglied der Dank für Deutsche Beamte war, wird beschuldigt, sich in den Jahren 1925 bis 1929 fortgesetzt der Bilanzverschleierung und des Verstoßes gegen die Zwecke der Genossenschaft vergangen zu haben. Dem Geschäftsführer Hoepfner wird zur Last gelegt, Weber bei diesen Verstößen Beihilfe geleistet zu haben. Treumann und von Duchwald wird fortgesetzter Betrug und Kende fortgesetzte Beihilfe zu diesem Betrüge vorgeworfen. Die Strafkammer wird sich in dreimonatiger Verhandlung mit dem Zusammenbruch der Bank für Deutsche Beamte, der im Oktober 1929 mit einem Verlust von mehreren Millionen erfolgte, zu befassen haben. Die Dank besaß damals in Berlin bereits zwölf Depositenkassen und eine Filiale in Görlitz. Weber, der Hauptangeklagte, hatte sich im Jahre 1925 auf den Standpunkt gestellt, daß die Bonk erst dann eine Rentabilität aufweisen werde, toerm sie bankmäßige Geschäfte betreibe. Dabei hat Weber eine Reihe von Geschäften getätigt, die ohne Wissen des Vorstandes und des Aufsichtsrates erfolgten und der Dank erhebliche Verluste verursachten. Bei dem Dildergeschäft mit einer Frau von Schwarzenberg, die angeblich einen Leonardo da Vinci besah, der sich aber später als Fälschung herausstellte, hat die Dank durch Weber 137 000 Mark verloren. 1927 wurden 59 Dilder lombardiert und die Dank lieh 548 000 Mark aus. Als sich Weber später darüber klar war, daß es sich nur um gut gelungene Wiederholungen alter Meister handelte, versuchte man, die Dilder bestmöglichst abzusetzen. Man verkaufte die Dilder an den Prinzen H ohenlohe-Oehringen, der zwei Millionen Mark in Akzepten dafür bezahlte. Nachträglich stellte sich heraus, daß Prinz Hohen- lohe-Oehringen wegen Verschwendungssucht entmündigt war. Es kam zu einem Vergleich mit der Hohenlohe-Oehringenschen Vermögensverwaltung, die von dem Kauf zurücktrat und der Dank einen Detraa von 103 000 Mark als Abstand bezahlte. Schließlich kam es zu einer Auktion, bei der für die mit 548 000 Mark lombardierten Dilder ein Erlös von 713 0 Mark erzielt wurde.
Die Sonderschlichter für die Lohnstreitigkeiten im Baugewerbe.
Der Rcichsarbcitsminister hat für die Durchführung der Lohnstreitigkeiten im Baugewerbe b c • sondere Schlichter bestell 1, unb zwar die Herren Dr. Kim mich, Schlichter für Südwest- deutschland; Oberregierungs- und Gewerberat Dr. Kramer, stelloertretenber Schlichter für Schlesien unb Amtsgerichtsrat Lichtenftein, stellvertretender Schlichter für ben Bezirk Niedersachsen. In der Schlaftrunkenheit die eigene Jrau erschossen.
Durch einen verhängnisvollen Irrtum ist gestern morgen, 4 älhr, die Gattin des Kolonialwaren- Händlers Ackermann aus Quierschied (Saargebiet) ums Leben gekommen. Die Frau war aufge- standen, um das Schlafzimmerfenster z u schließen. Dabei wurde ihr Ehemann wach, der in noch schlaftrunkenem Zustand glaubte, einen Einbrecher im Zimmer zu sehen. Er griff zur Waffe und schoß auf die Gestalt am Fenster. Die Frau sank tot zu Boden. Die Kugel war ihr ins Herz gedrungen. Das Ehepaar hatte ft e t s in bestem Einvernehmen gelebt.
Flaggenstreit auf Portorico.
Am Montag stürmten Angehörige der nationalistischen Partei von Portorico das Parlamentsgebäude in San Juan. Sie drangen in das Gebäude ein, wo es im Treppenhaus zu einem Handgemenge mit den Polizisten kam. Ein Treppengeländer brach, wobei zahlreiche Personen auf den Flur hinabstürzten. Eine Person wurde getötet und 20 schwer verletzt. Der Führer der nationalistischen Partei, Albizu, der den Sturm auf baS Parlamentsgebäude veranlaßt hatte, wurde verhaftet. Der Sturm auf das Parlament galt einem vorn Senat angenommenen Gesetz, daß die Einführung einer neuen Flagge für Portorico Vorsicht. Die Nationalisten behaupten, daß diese Zlagge ein „Wahrzeichen der Kolonisierung" sein Dürbe. Mitglieder des Senats und des Abgeord
netenhauses hatten Drohbriefe erhalten, in denen bie Zerstörung des Parlamentsgebäudes angekündigt worden war, wenn daS Gesetz zur Durchführung kommen würde. — Portor co eine der Großen Antillen Westindiens, ist seit dem spanisch-amerikanischen Kriege von 1898 eine Kolonie der Vereinigten Staaten. Die fast 9000 Quadratkilometer arohe Insel zählt 1,5 Millionen Einwohner. Ausgeiührt werden hauptsächlich Zucker, Tabak und Baumwolle.
harmlose Aufklärung der Giftgaserkrankungen im Harburger Hasen.
Die Giftgase, durch die am Sonntagmorgen einige Personen auf dem Dampfer „Courier" im Harburger Hafen erkrankten, sind, wie nunmehr ziemlich sicher feftsteht, auf noch nicht ganz geklärte Weise als Abgase des Schornsteins auf dem Schiff selbst entstanden. Sämtliche Betroffenen haben sich inzwischen erholt und kom- men ohne gesundheitliche Schädigung davon. Mit dieser Aufklärung fallen auch alle Schlußfolgerungen fort, die unter Hinweis auf die Hamburger Phosgenkatastrophe an ben Vorfall geknüpft worben sind.
Blinbbarmopcration Erzherzog Ottos.
Erzherzog Otto von Habsburg, der älteste Sohn Kaiser Karls, wurde in Brüssel von bem Seiner Universitätsprosessor Haderer unter Assistenz dreier belgischer Aerzte am Blinddarm operiert. Tlan betrachtet seinen Zustand als befriedigend.
Lynchjustiz in Kansas.
In Colby im Staate Kansas befand sich im Gefängnis ein Mann, der geständig war, eine noch jugendliche Schülerin vergewaltigt unb c r m o r b e t ZU haben. Eine etwa 200köpfige Menge holte ihn aus bem Gefängnis unb hängte i h n auf.
Brand in einem indischen Bergwerk.
In einem Glimmerbergwerk des Bezirks Ha - ?a r i b a g h brach ein Feuer aus. 14 Derg - eute erlitten den Erstickungstod, drei wurden lebend in dem einstürzenden Schacht begraben.
Aus der Provinzialdouptstodt.
Gießen, den 19. April 1932.
Oie Strumpfnoten.
Seltsam, wie die Zeit zu immer neuen Schlagworten kommt. Schlagen wir eine Zeitung, eine Zeitschrift auf, Horen wir einen Redner im Ver- sammlungssaale ober aus dem Lautsprecher, unterhalten wir uns mit den Mitmenschen über Dinge des Tages: überall hären wir das gleiche Wort, das Schlagwort, das Fragestellung, Antwort, Grund, Ursache und noch manches andere bezeichnet. Darin mag ein Vorteil liegen, daß auf diese Weise, mit einem schnell volkstümlich gewordenen Begriff, die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf ein bringen- des lagesintereffe hingelenkt wird. Aber auch seinen Nachteil hat bie Sache: das Schlagwort verwischt allzu leicht die Wichtigkeit der Angelegenheit, es macht eine äußerst dringende Aufgabe zu einer Sache, über die selbst nachzudenken nicht mehr recht lohnt, es wird zur Scheidemünze der Umgangs- spräche unb verliert damit an Wert unb Bedeutung.
Grünbliche Ueberlegung wäre doch geboten, um Ad- Hilfe des beklagten liebel» zu schaffen, etwa bei bem zum Schlagwort erhobenen Begriff „Strumpfnoten". Der Reichsfinanzminister hat vor einiger Zeit wohl zum ersten Male dieses Wort ausgesprochen, um die Aufmerksamkeit auf bie Tatsache hinzulenken, daß heutzutage viele hundert Millionen Mark, schätzungsweise etwa eine Milliarde Reichsmark „gehortet" wird. Gelb liegt überall herum, in vielen haushalten, wir wissen sogar von ben fonberbaren Tresors, in denen die reichen Schätze ruhen: Dfen- lächer unb Bettsäcke, Erdlocher unb Bobenkammern, Brieftaschen unb Sparstrümpfe. Vielleicht weiß mancher aus seiner Bekanntschaft noch andere über- raschenbe Verstecke, bie alle den einen wichtigen Nachteil haben, baß sie völlig unsicher unb unzuverlässig sind. Weder vor dem frechen Zugriff des Diebes sind sie geschützt, noch vor den Gewalten der Natur: Feuer hat nicht den geringsten Respekt vor dem Wert des mit saurem Schweiße erworbenen Geldes. Was sich da in all diesen unmöglichen Verstecken findet, all die Summen unb Sümmchen, die zusammen eine runbe Milliarbe Reichsmark ausmachen, bezeichnet man schlicht unb treffenb als „Strumpfnoten".
Angst unb Sorge um bie Wahrung der Schätze macht die Besitzer nervös und unsicher, sie wagen sich nicht mehr aus dem Hause, fürchten jeden Be- sucher unb lesen mit Schrecken bie Nachrichten von Verlusten, die sich aus der unzulänglichen Aufbe- Währung von selbst und zwangsmäßig ergeben. Diese persönlichen Bedrängnisse sind ihnen wichtiger als alle volkswirtschaftlichen Erwägungen, unb es ist am Ende richtiger, bie Besitzer ber „Strumpfnoten" bei ihrer Nervosität zu packen, als beim Portepee. Gewiß wäre es Ehrensache jedes Deutschen, mit seinem Besitz dazu beizutragen, daß bie arg heruntergekommene Wirtschaft wieder in Gang kommt, daß bas Gelb roieber feinen normalen Weg zur Befruchtung von-Handel unb ©anbei läuft, daß es Zinsen bringt unb Arbeit schafft. Der Durchschnitts- Engländer sieht das als selbstverständliche Pflicht an. Wir aber sprechen viel von Pflichten unb handeln dabei fo überaus töricht. Die ganze Angst unb bie Sorge um bas sorgfältig gehütete Geld, um die schön gefalteten Scheine ist unnötig, überflüssig, wenn wir den geheimen Tresor im Hause schleunigst leeren unb feinen Inhalt auf bie nächste Sparkasse bringen.
Daten für Dienstag 19 April.
1560: ber Reformator Philipp Melanchthon in Wittenberg gestorben: — 1882: ber Naturforscher Charles Darwin in Down bei Beckenham gestorben: — 1906: der französische Physiker Pierre Curie, Entdecker des Radiums, in Paris gestorben.
Konzert der Schülerinnen von Frau Schmidt-Wiffendorff.
Es war am «Sonntag das erstemal, daß Frau Ilse Schmidt-Wissendorff ihre Schülerinnen der Oefsentlichkeit vorstellte. Man mag über Veranstaltung von Schülerabenden in Fachkreisen verschiedener Meinung fein, das eine ist an solchen Abenden pädagogisch sicher wertvoll, daß die «Schüler nach und nach an das Singen ober Spielen vor einem größeren Zuhörerkreis gewöhnt werden. Damit soll aber keineswegs der persönlichen Eitelkeit des einzelnen «Schülers
das Wort geredet werden. Der Wert solcher Qkr- anftaltungen ist erst dann groß, wenn jeder beteiligte ^hülcr daraus von vornherein zu lernen beabsichtigt. Anderseits muß sich aber auch der Zuhörer darauf umstellen, daß er nicht vollendete, sondern — trotz aller Sorgfalt — doch immer noch Schülerleistungen erwarten muh.
Die Aufgaben, die Frau Schmidt-Wissen- dvrff ihren Schülerinnen gestellt hatte, waren durchweg recht schwierige. Die Ausführung ließ aber den Schluß zu, daß sich die Ausbildungsweise in jeder Beziehung auf dem richtigen Wege befindet. Zieht man noch ein gewisse- Maß Aufregung ab, so boten sich Leistungen von recht erfreulichem Niveau.
Gleich der Anfang, ein Quartett aus Tschaikowskys Oper »Eugen Onegin", gelungen von Frl. Drommershausen, Etzelmüller, Keit- z e r und Werner, war eine recht gute Leistung. Die rhythmischen und tonlichen Schwierigkeiten wurden in kammermusikalischer Art ausgezeichnet bewältigt. Don dem am Schlüsse ber VortragS- iolgc stehenden Terzett aus StrauS' .Roscn- kavalier" (Frl. Möller, Keitzer, Frau Schmidt-Wissendorff) gilt das gleiche. Auch hier ein Aufeinandereingehen mit sicherem musikalischen Anpassungsvermögen.
Drei Lieder von Mahler fang Frl. Ilse Werner noch etwa- ängstlich, aber recht geschmackvoll. Auch Frl. Ehelmüller entledigte sich ihrer Ausgabe (zwei Lieder von d'Albert unb eins von Pfihner) mit erfreulichem Erfolg Einen guten Gesamteinbruck machten bie von Frl.Hill vorgetragenen Lieder von Ramrath, die schon ganz gutes Können verrieten. Recht eindrucksvoll war ferner die Wiedergabe dreier Grieg- Lieder durch Frl. M A l l e r. beten Stimme einen sympathischen Klang hat. Frl. Herta Schneider zeigte sich ebenfalls auf guter Stufe. Die drei Lieder, die Frl. Drommershausen fang, verrieten einen Alt von großem Umfang und weichem Klang. Frl. Tilli Keitzer gab dem Ganzen einen sehr gehaltvollen Abschluß durch drei nicht nur klanglich, sondern auch musikalisch schön vermittelte Lieder von Wolff, Behm und Marx.
Der Erfolg der Veranstaltung ist jedenfalls auf grau Schmidt-Wiffendorffs Seite, die mit ber Durchführung ber Vortragsfolge gleichzeitig die Visitenkarte ihrer pädagogischen Tätigkeit abgab. Am Klavier begleitete Frau Schmidt- Wissendorff unb Frl. Irmgard Decker (Terzett aus „Rosenkavalier) mit recht guter Anpassung.
Es gab am Schluß und bei den «Einzelleistungen herzlichen Beifall. B.
Bornotizcn.
— Tageskalender f ü r Dienstag. Stadttheater, „Der Graue", 20 bis 22.30 Uhr. — „Einhorn-Saal", 11 bis 19 Uhr, Hessische Hygiene-Ausstellung. — Haussrauen-Deratung, 20 Uhr, Hotel Hindenburg, Ausstellung und Kursus für kunstgewerbliche Bearbeitung von «Seidenkrepp. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 15.30 und 18 Uhr, „Zukünftige Ereignisse": 20.30 Uhr „Der Sieger".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute als 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen Erstaufführung des «Schauspiels „Der Graue" von Friedrich Forster. Eine «Schülertragödie, das Erstlingswerk eines jungen Autors. Spielleitung Peter Fassott. Die Titelrolle spielt Raimund Schelcher. Mitwirkende Damen: Koch, Walther- Lederer, Wielander: Herren: Druck, «Seiger, Hauer, Ianscheck, Kühne, Michel, Paetsch, Dolck. Beginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. — Mittwoch, 20. April, Wiederholung der Doppelvorstellung „Liebelei" von Arthur Schnitzler unter der Spielleitung von Karl Heyser, und „Der verwandelte Komödiant" von Stefan Zweig. Spielleitung Wolfgang Kühne. Beginn 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr.
Gießener Wochcnmarktpreise.
Gießen, 19. April. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Canb&uttcr 120, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing (gelb) 15 bis 20 (pro Ztr. 12 bis 15 Mk.), Wirsing (grün) 25 (pro Zentner 20 bis 22 Mk.), Weißkraut 10 (pro Zentner 6 bis 6,50 Mk ), Rotkraut 12 bis 15 (pro Zentner 8 bis 9 Mk ), Kartoffeln 4,5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 5 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, «Schwarzwurzeln 25 bis 35, Dörrobst 25 bis 30, Aepfel l0bis l5, Nüsse 35 bis 40, Honig 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 80 bis 90 Pfennig pro Pfd : Tauben 60 bis 70, Eier 6 und 7, Blumenkohl 30 bis 70, Salatgurken 50 bis 70, Salat 20 bis 25. Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück: Radieschen 10 bis 15, Rettich (neue) 25 bis 30 Pf. pro Bund.
*
•• Eine Zeitungsanzeige i st eine Urkunde. Zu dieser Feststellung gelangte das «Schöffengericht Nordhausen in einem Urteil, durch das eine 21jährige Haustochter wegen groben Unfugs und Urkundenfälschung zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt wurde. Die Verurteilte hatte in einer Zeitung eine Todesanzeige aufgegeben, die den Namen eines anderen Mädchens, das sich bester Gesundheit erfreute, enthielt.
"EineAchtundachtzigjährige. Fräulein Karoline Stumpf, wohnhaft Frankfurter Straße 9. feiert in geistiger und körperlicher Frische am morgigen Mittwoch ihren 83. Geburtstag.
' Eine Fünfundsiebzigjährige. Frau Elisabeth Keil Ww., wohnhaft Linden- platz7, feiert am morgigen Mittwoch bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag.
*• Einbrüche. Der heutige Polizeibericht meldet: In der Nacht zum Montag wurde in das Kurz-Sp'.elwaren-Sngrosgeschäft Margulies, Bahnhofstraße, einaebrochen und eine größere Anzahl Damenstrümpse verschiedener Farben, desgl. weiße und bunte Herrenoberhemden entwendet. — Ein weiterer Einbruch wurde in der Nacht zum Dienstag in der Wirtschaft zur „Stadt Wetzlar" verübt. Entwendet wurden zwei Aktenmappen, Zigarren und Zigaretten, ein Fernglas und der Inhalt einer Waisenbüchse, die der Täter erbrochen hat. In derselben Nacht wurde auch in
Heldenbergen cm g.. crer Wäschediebstahl au> geführt. Die Ermittelungen wurden in allen Fällen sofort ausgenommen.
** Stiftung-fest de- Bauerfchen Gesangvereins. AuS Anlaß des 68. Stiftungsfestes des Bauerfchen Gesangvereins fand am Samstag im Restaurant Bürgerhof ein Festkommers statt, der sehr zahlreich besucht war. Nach alter Sitte wurden — so berichtet man unS — an diesem Tage folgende Auszeichnungen verliehen: 40 Jahre: LouiS Bell off ; 30 Jahre: Rudolf QD e b c r und Karl Heller: 20 Jahre: Heinrich Ley, Heinrich May, Karl Seiffert, Wilhelm Wehn und Heinrich Deibel: 10 Jahre: Max De tree, Fritz Reitz, Ludwig Wöll und 'Theo B o r n £. Den Sängern wurde eine silberne Nadel mit entsprechender Gravierung übergeben. 5ür fleißigen «Singstundenbesuch im abgclaufcncn Vereinsjahr wurden 43 Sänger mit der goldenen und 16 Sänger mit der silbernen Nadel ausgezeichnet. Den Sängern Heinrich Heß, Han- Bill und Karl Schmidt wurde der goldene Sängerring, eine besondere Auszeichnung für fünfjährigen ununterbrochenen Singstundenbesuch. zuteil.
Hauptversammlung des Hessischen Pfarrvereins.
)( Friedberg. 16. April. Dieser Tage fand unter dem Vorsitz von Dekan I a u d t im hiesigen evangelischen Gemeindehaus die Hauptversammlung des Hessischen Evangelischen Pfarrvereins statt. Als Vertreter deS Landeskirchenamtes war Oberkirchenrat l). Wagner (Gießen) erschienen. Der gedruckt vorliegende Jahresbericht wurde eingehend besprochen.^ Die Mitgliederzahl hat zugenommen und beträgt zur Zeit 435. Der im Lause deS Vereins- jahres Heimgegangenen Mitglieder wurde in üblicher Weise gedacht. Die Berichte des Rechners. Dekan Röschen (Darmstadt), des Schriftleiters, Pfarrer Knodt (Offenbach), des Leiters der HilfSkasse, Pfarrer Schultheis (Großen-Lin- den), der Sterbekasse, Dekan Schmidt (Grünberg) und Pfarrer Diehl (Freienseen), fanden einmütige Annahme. Nach einer Pause schloß sich eine wissenschaftliche Tagung an. Pfarrer Marx (Darmstadt) und Professor Lic. G erst e n m a i e r (Friedberg) hielten Vorträge über neuere Gesangbücher und zeigten die Richtlinien auf, die bei der Äeuausgabe eines Gesangbuches zu berücksichtigen wären. Beide Vorträge wurden sehr beifällig ausgenommen. Rege Aussprachen schlossen sich an. Ausdrücklich wurde jedoch sowohl in den Vorträgen, als auch in der Aussprache zur Vermeidung einer unnötigen Beunruhigung unserer Gemeinden betont, daß zur Zeit nicht an die Herausgabe eines neuen Gesangbuches in Hessen gedacht sei.
Totschlag im Kreise Büdingen.
< Dieichenbach (Kr. Düdingen), 18. April. Heute in den frühen Morgenstunden ereignete sich in unserem Orte eine entsetzliche Bluttat, der ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Der Musilverein B.'eichenbachhatte in einer Gastwirtschaft eine gesellige Veranstaltung arrangiert, in die gegen 4 älhr ein Wanderbursche von auswärts hineinkam und alsbald durch den Ruf „Heil Moskaul" einen Zusammenstoß herbei führte, bei dem der Störenfried »erhauen wurde. Später kam es auf der Straße erneut zu einer Schlägerei zwischen hiesigen und Aulendiebacher Burschen. Dabei wurde der anfangs der 20er Jahre stehende Landwirtschaftsknecht Streum aus Aulendiebach mit dicken Holzknüppeln, sog. Wellen- beng c ln , totgeschlagen, während der etwa gleichaltrige Landwirtschaftsknecht Ku hn aus Aulendiebach auf die g eiche Weise am Schädel und an den Deinen durch Schläge so schwer verletzt wurde, daß er der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden mußte. Heute vormittag weilten die Gendarmerie, sowie der Staatsanwalt und Kriminalbeamte der Landes- kriminalpolizeistelle Gießen zur Untersuchung in unserem Orte. Unter der Beschuldigung der Täterschaft wurden der Kachelofenbauer Maid aus Dieichenbach und der Däckermeistersohn Heck aus Aulendiebach verhaftet und in das Ämtsgerichtsgefängnis zu Ortenberg eingeliefert. Die Untersuchung wird mit Nachdruck fortgesetzt.
Bon anderer Seite erfahren wix auf Grund guter Informationen noch folgendes zu dem bedauerlichen Vorfall: Zwei junge Burschen aus Aulendiebach waren am Sonntagabend in der Wirtschaft von Beck in Aulendiebach eingekehrt. Es kam zu einem Streit, als ein fremder Handwerksbursche in seiner Angetrunkenheit mit dem Rufe „Heil Moskau!" und mit persönlichen Anrempelungen einige Gäste belästigte. Er bekam von einem der Burschen aus Aulendiebach eine Ohrfeige und wurde von einem jungen Mann aus Bleichenbach, der früher der kommunistischen Partei angehört hatte, in Schutz genommen. Es kam darauf zu einer Schlägerei. Als die Burschen aus Aulendiebach sich auf den Heimweg begeben hatten, wurden sie von ihrem Gegner, dem sich noch ein anderer junger Mann zugesellt hatte, verfolgt und angegriffen. Sie wurden von den beiden mit dicken Prügeln derart mißhandelt, daß der eine seinen Verletzungen erlegen ist, wäh. rend der andere in die Chirurgische Klinik geschasst werden mußte. Sie beiden Täter sind verhaftet. Sem Vernehmen nach sind sie g e ft ä n b l g.
Wettervoraussage.
Die neue Islandstörung dehnt sich weiter südwärts über die britischen Inseln aus, so daß der dort herrschende Hochdruckeinfluh zum «Schwinden kommt. Durch Ausläufer des Tiefs dürfte wieder ozeanische Lust nach dem Festlande gelangen, welche die Temperaturen mehr ausgleicht und zunächst Milderung bringt.
Aussichten für Mittwoch: Im ganzen milder, wolkig mit Aufheiterung, keine oder nur vereinzelte Niederschläge.
Aussichten für Donnerstag: Weiterhin wechselnd wolkig mit Neigung zu Aufheiterung, einzelne Niederschläge, anfänglich Temperaturen wenig verändert, jedoch später etwas auffrischend.
Lufttemperaturen. Am 18. April: mittags 6,0 ®rQb, abends 5,5 Grad; am 19. April: morgens 4,0 Grad Celsius. Maximum 6,4 Grad, Minimum 1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 18. April: abends 6,2 Grad; am 19. April: morgens 4,8 Grad Celsius.
Soll Ihr Stoff recht preiswert sein, kaufen Sie bei Schmücker ein


