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Da» Zugpersonal sorgte jedoch nicht für War- nuna-signale. so daß der folgende Zug mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometer indenerften Zug hineinfuhr. 3m selben Augenblick kam aus dem -weiten Gleis eineR eservemaschine in der Richtung Mo-kau an, die i n d e n T r ü m - merhaufen hineinfuhr. Ein sich dem Ort des Zusammenstoßes nähernder vierter Zug konnte noch rechtzeitig angehalten werden. Die Katastrophe kostete 68 Personen da» Le­be n, 128 wurden mehr oder minder schwer ver­letzt. 3n dem Prozeß sollen elf an dem Unglück schuldtragende Personen zur Verantwortung ge­zogen werden. Heber da» Unglück wurde bisher der Gepslogenheit der Sowjet» entsprechend keine Mitteilung au-gegeben.

Die anarchistische Bewegung in Spanien.

Reue Ausschreitungen und Airchenbrände.

Madrid. 18. 3an. (DU.) 3n der Stadt Va­lencia und in drei Dörfern der gleichnamigen Provinz versuchten Anarchisten und Kommunisten, den Generalstreik ai.Szurufen. Sein Aus­bruch konnte noch rechtzeit.g von der Polizei ver­hindert werden. Trotzdem gelang eS den Revo­lutionären, mehrere Kirchen in Drand zu steck en, Bomben zu werfen und größeren Sachschaden onzurichten. Rur da» rasche Ein­greifen der Feuerwehren und die Hilfsbereitschaft de» größten Teile» der Einwohner ermöglichte e», die Kirchen vor der völligen Vernichtung zu be­wahren. Auch in Sagunto kam c» zu anar­chistischen Ausschreitungen, wobei 50 bewaffnete Arbeitslose einen Doppelposten der Zolltruppen Übedielen und niederschlugen, während andere Revolutionäre die Telephon- und Tele- graphenlettungen durchschnitten und einen Bombenanschlag aus die Kaserne der Guardia Eivil versuchten. Die Anarchisten verteilten Flugblätter, in denen zur Entwassnung der Guardia Eivil, zum Kloster- und Kirchen- sturm und aut Ermordung aller Geistlichen und OrdenSmitglieder ausgefordert wird. Weitere Unruhen werden aus der Umgegend von Bil­bao (Provinz Dizcaya) berichtet, wo die strei­kenden Arbeiter die Kirche des Dorfes Santurce tn Brand gesteckt haben.

In Bilbao dauert her Generalstreik an. Da auch die Bäcker streiken, fehlt es an Brot. Die Polizei und Militär mußte mehrfach eingrciscn. Schon vorgestern waren in Bilbao während einer politifcben Versammlung vier Personen er­schossen und viele verletzt worden. In der Nähe von Bilbao wurde eine Kirche von linksradikalen Elementen in Brand gesteckt. Die Kirche wurde durch das Feuer vollkommen zerstört.

Aus Oer provinzialhaupistadt.

Gießen, den 19. 3anuar 1931.

Tarifabbau'Antrag an die Stadtverwaltung.

Die Fraktion der Arbeitsgemeinschaft der Mitte des Gießener Stadtrats hat unter dem 15 Januar folgenden Antrag an die Stadtverwaltung gerichtet:

Die Fraktion der ^lrbeitsgemeinfchaft der Mitte beantragt bei der Verwaltung:

Der Oberbürgermeister wolle sofort veranlassen, daß der Finanzausschuß sich raschm östlichst mit dem Abbau resp Ermäßigung der städtischen Tarife befassen möge, und zwar dergestalt, daß ab 1. Februar eine 1 0 p r o zentige Se.nkung

a) des Gaspreises,

b) des Strompreises für Licht und Kraft, c) des Wassergeldes eintreten soll.

Gleichzeitig sollen Vorschläge für eine Verbil­ligung des Straßenbahntariss, Haupt- sächlich für die kurzen Strecken, gemacht werden.

Begründung:

Durch die Vierte Rotverordnung soll analog dem verringerten Einkommen der Gesamtbevölke­rung eine weitere Verbilligung der Lebenshal­tung des Einzelnen ermöglicht werden. Ein Er­folg kann aber nur dann erreicht werden, wenn auch eine wirksame Ermäßigung der Tarife für Gas. Wasser und Elektrizität da­mit Hand in Hand geht, zumal bei jedem Pro- dukiionSprozeß die Höhe der Kosten dieser drei Faktoren eine wesentliche Rolle spielt. Es soll »um Schluß noch daraus hingewiesen werden, daß auch hier, wie überall, die ® e f a m t b e - volkerung immer dringlicher einen Abbau der zu hohen Tarifpreise for­dert.

Die Fraktion behält sich geeignete Vorschläge zur teilweisen Deckung der entstehenden Aus­fälle vor.

Die Fraktion der Arbeitsgemeinschast der Mitte:

3. A: W.Horn."

Dorniers neuester Flugzeugriese.

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Die neueste Konstruktion der Dornier-Werke in Friedrichshafen. daS LandslugzeugDo K, wurde auf dem Stuttgarter Flugplatz in Böblingen den Behörden und der Preise vorgesührt.Do K ist ein außerordentlich schnelle», starke- Derkehrsslug- zeug, daS mit feinen vier Motoren zu beiden Seiten des Rumpfes je zwei eine durch­schnittliche Reisegeschwindigkeit von 200 Kilometer in der Stunde ent­wickelt ES ist 16,6 Meter lang. 25 Meter breit und 4.5 Meter hoch. DaS Abflugsgewicht beträgt

6200 Kilogramm 3n der Kabine Haden zehn Personen Platz. Die Sicherheit in der Lust, die Geschwindigkeit und die Wirtschaftlichkeit zu steigern, war der leitende Gedanke beim Dau deS Flugzeuges Mit einer Reisegeschwindigkeit von 200 Kilometer werden alle heute im deutschen Lust­verkehr befindlichen Flugzeuge g.mz erhebüch über­troffen. 3nfolge der angewandten KonstruktionS- prinzipien kann das Flugzeug weit billiger gclieefrt werden alS die anderen heute verwen­deten mehrmotorigen deutschen Landslugzeuge.

Erweiterung der Steuer-Erlasse für die Landwirtschaft.

Der hessische Finanzminister hat neuerdings an das Landesfinanzamt Darmstadt ein Schreiben ge­richtet, wonach der Notlage der hessischen Landwirtschaft von Amts wegen nicht nur wegen der Ernteschäden, sondern auch aus anderen Gründen durch-eine Ermäßigung der staat- lichen Grundsteuer für 19 31 Rechnung getragen werden kann. Die in Betracht kommenden Gemeinden werden von den Finanzämtern im Be­nehmen mit den Landwirtschaft sämtern ausgewählt. Für die früher bekanntgemachte und für die jetzige Notstandsaktion kommen zusammen etwa 450 Ge­meinden in Betracht Die Stundungen im August und September hatten sich nur auf etwa 300 Ge- meinden erstreckt Mithin ist eine erhebliche Erweiterung der Steuererlässe erfolgt.

Gictzcner Wochcnntarktprcisc.

'Gießen, 19.3an. Heutige Wochenmarktpreise. Butter 100 bis 110Ps. lKochbutter von SOPs.an), Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120,

Wirsing 8 bis 12 (pro Zentner 7 bis 8 Mk).

Weißkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk ),

Rotkraut 8 bis 12 (pro Zentner 7 bis 8 Mk ),

Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk ), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, llntcrfoblrabi 5 bis 6, Grünkohl 8 bis 10, Rosenkohl 15 bis 20, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Dörrobst 30 bis 35, Aepsel 8 bis 10, Birnen 8 bis 10, Rüsse 35 bis 40. Honig 40 bi» 50, Enten 80 bis 100, Gänse 90 bis 100, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 80 bis 90 Pfennig pro Pfund. Tauben 50 bis 60, Eier 11, Blumenkohl 30 bis 90. Endivien 10 bis 15, Salat 20 bis 25, Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bl« 15, Öberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf. pro Stück.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater Gießen .Hanneles Himmelfahrt", 20 bis 22 Ubr. Iungdeutsche Bewegung, 20.30 Llhr, Hotel Kohler. Staatsbürger-Abend. Kaufrn Verein, Ortsgewcrbeverein, 20 ilbr, Reue Aulc» Froher Abend: Hans Sachs bis Ringel- nah. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. »Berge in Flammen".

Zur Verzinsung von Steuer­vorauszahlungen. 3n den von dem Wirt­schaftsprüfer und Steuershndikus Herrn. Will zu Gießen herausgegebenenAktuellen Steuer­

fragen" Rr. 2 lesen wir: Vorauszahlungen sind nach der Rechtsprechung des ReichsstnanzhosS Arntl. Sammlung Bd. 19 S. 345 auch dann nicht zu verzinsen, wenn sie auf Grund der end­gültigen niedrigeren Veranlagung zurückgezahlt werden müssen. 3eht hatte ein Steuerpflichtiger versucht, eine Verzinsung wenigsten- für den Fall durchzusetzen, m dem die Vorauszahlungen zwar geleistet, aber nachträglich gestundet waren. Auch in diesem Falle hat aber der ReichSsinanz- hos die Verzinsung-Pflicht für die Vorauszahlun­gen - Urteil Dom 2. Juni 1931. Steuer und Wirtschaft 1931 Rr. 1063 verneint.

* Aufgehobene Straßensperre. DaS Polizeiamt teilt mit: Die Dauarbeiten im Tie­fe n w e g sind beendet. Die angeordnete Stra­ßensperre wird ausgehoben.

" Der ilebergang von der Grund­schule in die höhere Schul«. Die normale Dauer der Grundschule beträgt 4 3ahre. Doch können Schüler und Schülerinnen, deren geistige und körperliche Veranlagung und deren Schul­leistungen erwarten lassen, daß sie ohne lleber- spannung ihrer Kräfte im Unterricht der Delta mit guten Schülern, die den vierjährigen Grund- schullehrgang durchlaufen haben, auf die Dauer Schritt halten können, schon nach dem dritten Grundschuljahr in die Serta der höheren Schulen ausgenommen werden. Eltern, die der Ansicht sind, daß ihre Kinder diese Bedingungen erfüllen, und deshalb von der Möglichkeit der Verkür­zung der Grundschulzeit Gebrauch ma­chen wollen, haben einen entsprechenden Antrag spätestens im Lauf des 3 a n u a r schriftlich oder mündlich beim Rektor der Grundschule zu stellen. Das Kreis- oder Stadtschulamt entscheidet über die Anträge bis spätestens zum 1. März. Dnn Erziehungsberechtigten steht das Recht der Beschwerde gegen diese Entscheidung beim Kul­tusministerium zu.

" Eine 80jährige. Heute feiert Frau Carl Becker II., Bahnhofstraße 16, Witwe des Gerbereibesitzers E. Becker, im Kreise ihrer Kin­der ihren 80. Geburtstag in guter Gesundheit und geistiger Frische.

" Sterbesälle in Gießen. 3n der Zeit vom 1. bis 15. 3anuar verstorben in Gießen: 1. Heinrich Schuchardt, ohne Berus, 89 3ahre, Hinter der Kaserne 17; 3. Katharina Herbert, geb. Wickcnhoser, Wwe., 47 3ahre. Friedens­straße 35. Auguste Simon, geb. Kohler, Wwe., 69 Jahre, Grabenstraße 7; 4. Constanze Schüz, geb. Helm, 45 3ahre, Wilhelmstraße 56; 5. Katha­rine Kircher, geb. Steinmetz. Wwe.. 67 3ahre, Gnauthstraße 6; 9. Marie Conrad, geb. Knips, 53 3ahre, ßiebigftrafje 107; 10. Maria Werner,

geb Seibert. 69 3ah re Schützenst raste 3; 3afoB Paulus, ohne Beruf. 78 3abrc. 'Burggraben 9; 15. Ernst Legler, Aniv -Buchhändler. 71 3ahr«, ScUersweg 69.

" Ein Einbrecher mit Auto verhal­te t. Der Polcze:ber:cht melbet: 3n der letzten Rocht wurde der vielsach vorbestroste Hermann Rohr bei einem Einbruch-Versuch in da- Rat­haus von Ober-Rosboch feftgenommen. Rohr war im Besitze eine» Personenkraftwagens. den et am Abend zuvor tn Ufingen entwendet hatte. Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch der in der Rächt <um 18. (Januar in Butzbach aus geführte Autodieb stahl aus das Konto des Rohr kommt, denn nach den Feststellungen hielt er sich am 17. 3anuar in Butzbach auf Die weiteren Ermitt­lungen werden von der LandeSkriminalpolizei- ftelle Gießen durchgeführt.

SriefTaftcn der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verdlndllchkelt brr Schriftleitung )

9. 6 tn G. Sie sind als Grundstückseigen­tümer zur Zahlung der betretenden Beiträge verpslichtet und hätten bei der 'Verpachtung der Grundstücke, d. h bei der Festsetzung des Pacht­preises. diese Tatsache berücksichtigen müssen. Es wird nunmehr von dem guten Willen de- Päch­ters abhängen, ob er 3hnen entgegenkommen will. Roch dem Bürgerlichen Gesetzbuch hat der Pächter eine» landwirtschaftlichen Grundstücks ohne wei­teres nur. die gewöhnlichen Ausbesferun«n der Wege. Gräben und Einfriedigungen kraft Gesetze» zu bewirken.

W. Ä. M. Die Auswertung bei den einzelnen Gesellschaften ist nicht die gleiche. Wenden Sie sich jetzt zunächst an die Direktion der Desell- schast. da die Auskunst deS Vertreters derselben nicht auSreicht ober unter Darlegung der Ver­hältnisse mit der Bitte um Ausklärung an das ReichSaussichtSaml für Privatversicherung in Berlin, unter dessen Billigung die zu leistende Auswertung sestgesetzt worden ist.

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Wettervoraussage.

Teils unter dem chochdruckeinfluß, teils im Be­reich ozeanischer Luft erfährt der Witlerungscharak- ter noch keine Aenderung. Da die nördliche Störung weiter abzieht und somit der hohe Druck auch nach Skandinavien hin ansteigt, nimmt die Nieder­schlagsneigung ab und mehr im nördlichen Deutsch­land ist noch mit dem Auftreten leichterer Nieder­schläge zu rechnen. Verbreitete Dunst- und Nebel­bildungon treten im Hochdruckbereich auf.

Aussichten für Mittwoch: Immer noch neblig-wolkig, zeitweise etwas aufheiternd, verein­zelt geringe Niederschläge, bei nächtlichem Auskloren Temperaturen um den Gefrierpunkt, tagsüber mil­der.

Aussichten für Donnerstag: Vorwie­gend trocken, sonst wenig Aenderung der Wetter­lage.

Lufttemperaturen am 18. Januar mlttaas 6,0 Grad Celsius, abends 6,1 Grad; am 19. Sanuar morgens 4,9 Grad. Maximum 6,3 Grad, Minimum 4,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Januar abends 3,0 Grad; am 19. Januar mor­gens 3,2 Grad Celsius.

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Wir sind Beide Zeitgenossen, Ich derQualm binDufts Kumpan Stets die Köpfe voller Glossen

_ Schmieden wir den großen Plan: Rauchend durch die Welt zu ziehen, Ramsesduft umweht uns Zwei, Läßt vergessen Sorg und Mühen Und des Alltags Einerlei.

RAMSES O CIGARETTE 3 3<ft